DieManager von Morgen WiWi-TReFF.de - Zeitung & Forum für Wirtschaftsstudium & Karriere
Berufseinstieg: Wo & WieKMU

Mittelstand - warum?

Autor
Beitrag
WiWi Gast

Mittelstand - warum?

Moin,
Nachdem ich mal in meinem Umfeld recherchiert habe, habe ich herausgefunden, dass niemand wirklich in KMUs anfangen möchte und auch bei meinen Freunden die fertig sind, sind die Leute mit besseren Profilen (Target, Auslandserfahrung, gute und viele Praktika) eher zu Dax30, UB, IB oder Big4 gewandert.

Gibt es hier Personen die in KMUs angefangen haben? Was waren eure Profile und was hat euch motiviert nicht zu den oben genannten Interessen zu gehen bei Vorlage mehrerer Angebote?

antworten
WiWi Gast

Mittelstand - warum?

Ich überlege auch nach meinem Wiinf Master bei einer KMU anzufangen.
Habe Auslandspraktikum, 2x Big4 Advisory Praktikum+WS, Softwareentwicklung WS, VC Praktikum-> Also wäre der Einstieg bei bekannteren Unternehmen sicherlich drin.

Was ich mir dabei erhoffe: Bessere Aufstiegschancen und mehr Verantwortung

PUSH

antworten
WiWi Gast

Mittelstand - warum?

Konzern = chilliger, zahlt oftmals besser, höherer prestige in Lebenslauf (trotz weniger LEistung), langfr. Planbar

antworten
WiWi Gast

Mittelstand - warum?

WiWi Gast schrieb am 05.06.2019:

Konzern = chilliger, zahlt oftmals besser, höherer prestige in Lebenslauf (trotz weniger LEistung), langfr. Planbar

ich spreche mich mal pro KMU aus: mehr Freiräume,
-angenehmeres betriebsklima, da familiäres Betriebsklima,
-besseres lernspektrum, da nicht so sehr spezialisiert in dem aufgabenbereich,
-mehr Wertschätzung - man ist kein "Nr." bzw schnell ein Spielball des strat. Managements, wenn ein standort zumacht, speziell wenn die zentrale im ausland ist.
-billiges mietenniveau, wenn man sich für KMU abgeschieden von der Großstadt entscheidet, dann auch angenehmerer Arbeitsweg -> wenig stau.

antworten
WiWi Gast

Mittelstand - warum?

Ich stand ebenfalls vor der Wahl bei den Big4 oder im Mittelstand anzufangen.

Habe mich dann für den Mittelstand entschieden, da mir hier ein deutlich höheres Gehalt angeboten wurde (60k statt 45k bei den Big4) und mein Fokus nicht auf der Karriere liegt, sondern auf Work/Life-Balance und der Familiengründung.

antworten
WiWi Gast

Mittelstand - warum?

WiWi Gast schrieb am 05.06.2019:

Ich stand ebenfalls vor der Wahl bei den Big4 oder im Mittelstand anzufangen.

Habe mich dann für den Mittelstand entschieden, da mir hier ein deutlich höheres Gehalt angeboten wurde (60k statt 45k bei den Big4) und mein Fokus nicht auf der Karriere liegt, sondern auf Work/Life-Balance und der Familiengründung.

Alles richtig gemacht.

antworten
WiWi Gast

Mittelstand - warum?

Ich war am Anfang die ersten Jahre bei einem Konzern (primär für den CV) und bin dann in ein KMU gewechselt:
Mehr Freiheiten, interessanterer Arbeitsalltag, trotzdem gutes Gehalt (wenn auch weniger als im Konzern) und ich kann den Job meinem Leben anpassen und nicht anders herum.
Karriere ist ohnehin nicht planbar und in einem Konzern sind die Chancen sind zwangsweise höher als anderswo.

antworten
WiWi Gast

Mittelstand - warum?

Bin nach einer Weile im großen Konzern Richtung KMU gewechselt. Warum?

Deutlich breiteres Aufgabengebiet. Deutlich mehr Verantwortung. Sinnvollere Projekte und diese auch von a bis z Verantwortet, etc...

Im Konzern war ich nur für einen einzigen Teilbereiche verantwortlich, wichtige Mails durfte nur der Teamleiter schreiben, Entscheidungen treffen sowieso, egal wie trivial...

Bereue die Entscheidung nicht, dafür verdient man aber auf gleicher Stufe weniger und kann sich mit seiner Leistung nicht hinter anderen Kollegen verstecken...

antworten
WiWi Gast

Mittelstand - warum?

Die Mär, dass der Konzern besser ist als das KMU hört man eigentlich vorallem von Noch-Studenten und Konzernbeamten, die nie irgendwo anders waren. Aber es gibt auf beiden Seiten gut und schlecht, so viel ist klar.

antworten
WiWi Gast

Mittelstand - warum?

Hi, ich habe auch erst im Konzern gestartet und bin dann zu KMU gewechselt.

Mein Hauptgrund war, dass ich mit dem Großraumbüro nicht klar gekommen bin. Im Mittelstand habe ich jetzt schön großes zweier Büro ohne Geräuschpegel.

Klar gibt es auch Einzelbüros im Konzern, aber leider sehr oft auch richtig krasse Stallhaltung. Je nach Bereich, telefonieren da 10 Leute gleichzeitig, war der absolute Horror für mich.

Klar, das Gehalt ist niedriger, aber es gibt auch viele Benefits. Mein Chef hat mir zum Geburtstag seinen 911er ausgeliehen, sowas gibt's im Konzern wegen "Policy" nicht.

antworten
WiWi Gast

Mittelstand - warum?

Ich kann mal etwas meine Erfahrung schildern:

Gestartet bin ich beim Mittelständler. Dieser wurde dann von einem Konzern übernommen und immer weiter integriert.

Anfangs sehr "freie" Tätigkeit, man hat vieles eher spontan gemacht, war sehr flexibel und schnell in Entscheidungen. Wenn mich die Geschäftsführung mal nach einer Einschätzung, einem Konzept oder ähnlichem geragt hat, konnte ich innerhalb kürzester Zeit mit einem Feedback, Bitte um Umsetzung oder auch Ablehnung rechnen. Ich war für viele Themen direkt verantwortlich, konnte quasi die Theorie aus dem Studium direkt in der Praxis umsetzen. Gemessen wurde an Ergebnissen, die Sache war entscheidend, keine Hierarchie, keine Regel, etc.

Nun im Konzern bin ich hierarchisch aufgestiegen. Quasi sowas wie "Head of ..." für meinen Bereich in Deutschland. Trotzdem sind meine Entscheidungsbefugnisse und mein Einfluss geringer als früher, auch mein Aufgabenspektrum eingeschränkter. Alles muss mit der Konzernzentrale abgestimmt werden, alles muss irgendwelchen Prozessen folgen anstatt dass die Leute einfach mal ihr Hirn einschalten. Das ganze empfinde ich als Klima, welches regelrecht eine Verdummung fördert. Die meisten verstecken sich hinter irgendwelchen Regeln, es gibt Ränkespiele, Schuld sind sowieso immer erstmal die anderen. Nach unten wird gejammert, weil man "von oben" etwas draufgedrückt bekommen hat, nach oben wird gejammert, weil die "unten" nicht in der Lage sind, Dinge umzusetzen. Geht man einfach mal pragmatisch an eine Sache ran und macht eine Ansage, wie es zu laufen hat, kommen sofort von allen Seiten Einwände wie "das entspricht aber nicht dieser und jener Richtlinie", "in diese Entscheidung muss XY involviert werden", usw. OBWOHL jeder weiß, dass es richtig ist.

Wenn ich ehrlich bin, geht mir das ganze tierisch auf den Senkel. Ich bin nicht Akademiker, um ein Rädchen im Prozess zu sein, das kann auch ein dummer Affe. Ich bin Akademiker, weil ich komplexe Themen eigenständig durchdringen, entscheiden und auch umsetzen kann. Sowas geht aus meiner Erfahrung in einer KMU einfach deutlich besser. Für mich aktuell der Hauptgrund, warum ich mich lieber wieder in Richtung KMU orientieren werde.

antworten
WiWi Gast

Mittelstand - warum?

Vielen Dank für den Beitrag @Vorposter und weiterhin viel Erfolg! :)

antworten

Artikel zu KMU

Freeware: Kostenloser Business-Virenschutz Avast Free Antivirus für KMUs

Der Virenschutz-Hersteller Avast bietet einen kostenlosen Virenschutz für kleine und mittelständische Unternehmen an. Avast for Business-a free ist eine plattformübergreifende Cloud-Managed- Antivirus-Software und schützt Firmen vor Viren und Cyber-Attacken.

Nutzung neuer Technologien begünstigt Geschäftsentwicklung bei KMU

Ein blaues Aussichtsfernglas mit blendender Sonne.

Kleine und mittelständische Unternehmen, die neueste Technologien einsetzen, steigern ihre Umsätze und die Anzahl neuer Arbeitsplätze schneller als Wettbewerber, zeigt eine aktuelle Studie der Boston Consulting Group.

Kleine Betriebe finden am schwersten neue Mitarbeiter

KMU Firma Unternehmen

Die meisten offenen Stellen gibt es in Betrieben mit weniger als 50 Mitarbeitern. Diese haben jedoch überdurchschnittlich häufig Probleme, ihre Stellen zu besetzen, zeigt eine Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB).

40 Prozent der offenen Stellen in kleinen Betrieben

Vier von zehn offenen Stellen waren im ersten Quartal 2013 in Betrieben mit weniger als zehn Mitarbeitern zu besetzen. Das zeigt eine repräsentative Arbeitgeberbefragung des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB).

Kleine und mittlere Betriebe sorgen für stabilen Stellenmarkt

Ein kleiner Kaufladen mit Kasse und Waage, Produkten und Theke.

Im zweiten Quartal 2012 gab es am ersten Arbeitsmarkt mehr als eine Million offene Stellen, berichtet das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB). 95 Prozent der Stellenangebote kommen von Betrieben mit unter 500 Mitarbeitern.

KMU-Internetportal für grenzüberschreitende Geschäftstätigkeit in der EU

KMU Geschäftstätigkeit EU

Über das neue Internetportal erhalten Unternehmen auf einfache Weise die Informationen, die sie brauchen, um in anderen EU-Mitgliedstaaten Geschäfte zu machen. Das Portal hilft kleinen und mittleren Unternehmen (KMU), ihre Leistungen EU-weit zu vermarkten.

60 Prozent der Beschäftigten in KMUs tätig

Ein kleiner Vogel auf einem Ast.

Fast 60% der Beschäftigten in Deutschland waren 2005 in kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) tätig. Dies ist das Ergebnis einer Studie des Statistischen Bundesamtes (Destatis), welche rund 80 Prozent aller Unternehmen umfasst.

Bain-Karriereprogramm »Red Carpet« für Berufseinsteiger

Bain-Karriereprogramm "Red Carpet": Von oben aufgenommen betritt eine Business-Frau gerade einen roten Teppich.

Das neue Karriereprogramm „Red Carpet“ der Strategieberatung Bain & Company unterstützt Studenten beim Berufseinstieg. Ob Wirtschaftswissenschaftlerin oder Wirtschaftswissenschaftler im ersten Semester, Jurist im Staatsexamen oder Psychologiestudentin im Master: Das Karriereprogramm „Red Carpet“ richtet sich an Studierende aller Fachrichtungen und Semester.

Studie: Hochschulabsolventen starten erfolgreich ins Berufsleben

Berufsstart: Ein Vogel landet im Getümmel.

Die Arbeitslosenquote liegt sowohl für Fachhochschul- als auch für Universitätsabsolventen mit traditionellen Abschlüssen – Diplom, Magister, Staatsexamen - nach einem Jahr bei 4 Prozent. Bachelors sind sogar noch seltener arbeitslos (3 Prozent, FH bzw. 2 Prozent Uni). Das zeigt die aktuelle Absolventenstudie des HIS-Instituts für Hochschulforschung (HIS-HF).

Broschüre: Startklar - Tipps und Infos für Uni-Absolventen

Berufseinstieg: Ein Lego-Männchen steht am Start in einem Labyrint.

Wie gelingt der Start in den Beruf am besten? Hilfestellung leistet die Broschüre »Startklar«, die vom Informationszentrum der deutschen Versicherer ZUKUNFT klipp + klar neu aufgelegt wurde. Uni-Absolventen finden dort nützliche Tipps, wie sie ihrem Traumjob näher kommen.

Millenials mit Angst um Arbeitsplatz durch holprigen Berufsstart

Eine Frau klettert - wie nach dem Berufseinstieg - in einer Halle nach oben.

Die Generation Y, der zwischen 1980 und 1999 Geborenen, ist durch Probleme beim Berufseinstieg geprägt. Die Konsequenzen sind ein Gefühl der Unsicherheit und Angst um den Arbeitsplatz. Die unter 35-Jährigen Millenials denken zudem überwiegend individualistisch, zeigt eine von der Hans-Böckler-Stiftung geförderte Studie.

Bildung auf einen Blick 2016: Start ins Berufsleben funktioniert

Blick auf Berufseinstieg: Der Gesichtsausschnitt einer Frau mit Auge und Augenbraue.

Die aktuelle OECD-Studie „Bildung auf einen Blick 2016“ bestätigt: Die deutsche Erwerbslosenquote liegt in allen Bildungsbereichen unter dem OECD-Durchschnitt. Das berufliche Bildungssystem in Deutschland beweist seine Stärke durch den reibungslosen Übergang von der Ausbildung in den Beruf. Der Bericht zeigt, wer einen Studienabschluss ergreift, hat einen Gehaltsvorteil von mehr als 50 Prozent. Im Ländervergleich sind in Deutschland besonders MINT-Studiengänge beliebt.

Vitamin-B beim Berufseinstieg der Königsweg

Eine goldene selbstgebastelte Krone symbolisiert die kostbaren Beziehungen beim Berufseinstieg.

Hochschulabsolventen, die über persönliche Kontakte ihre erste Stelle finden, erzielen höhere Gehälter, haben bessere Aufstiegschancen und bleiben diesem Arbeitgeber länger treu, so lautet das Ergebnis einer Absolventenbefragung vom Bayerischen Staatsinstitut für Hochschulforschung.

JobTrends 2017: Gute Jobaussichten für Wirtschaftswissenschaftler

Screenshot: Jobtrends-Studie 2017 von Kienbaum und Staufenbiel.

Was Berufseinsteiger im Jahr 2017 wissen müssen, dem ist die JobTrends-Studie von Staufenbiel und Kienbaum nachgegangen. Personaler checken Bewerbungen oft nur in maximal fünf Minuten. In nur sechs Prozent der Fälle googlen Entscheider den Namen der Bewerber. Punkten können Absolventen beim Berufseinstieg eher mit Praxiserfahrung als mit einem guten Studienabschluss. Beim Gehalt können Berufseinsteiger aktuell fünf bis zehn Prozent mehr heraushandeln.

Junge Menschen starten immer später ins Berufsleben

Ein Gemälde an einer geschlossenen Garage von Menschen, die in einer Kneipe sitzen und der Schrift:...what else?!

Anteil der Erwerbstätigen unter den jungen Menschen im Alter von 15 bis 29 Jahren von April 1991 bis Mai 2003 deutlich von 63% auf 48% gesunken.

Antworten auf Mittelstand - warum?

Als WiWi Gast oder Login

Forenfunktionen

Kommentare 12 Beiträge

Diskussionen zu KMU

Weitere Themen aus Berufseinstieg: Wo & Wie