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Berufseinstieg: Wo & WieADHS

Karriere mit/trotz ADHS

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WiWi Gast

Karriere mit/trotz ADHS

Hallo Forum,

anbei würde ich das sensible Thema ADHS ansprechen und würde euch einleitend bitten unkonstruktive Kommentare zu ersparen.

Zu mir, ich bin 28 Jahre alt und bin in den letzten Zügen meiner Promotion (organisation behavior). Was auf den ersten Blick ok und "normal" klingt, jedoch habe ich Erwachsenen ADHS / gepaart mit dem Status "Hochbegabt" was mir am Ende meines Studiums diagnostiziert wurde. Von der Hochbegabung kann ich mir nichts kaufen, es ist eher Fluch als Segen. Null stelle ich mir die klare Frage: was machst du nach deiner Promotion?

Mein Abi habe ich hingerotzt mit 2.5, Bachelor ebenfalls, im Master meinen Kopf endlich in den Griff bekommen und mit 1.0 abgeschloßen. Meine Diss sollte ebenfalls was ordentliches werden. Jedoch habe ich nachwievor unglaubliche Probleme allday im Büro zu sitzen und stupide Aufgaben zu machen (während des Studiums paar Praktika bei DAX30 Konzernen gehabt).
Prinzipiell würde mich das Consulting reizen, aufgrund des Menschenkontakts und der Themenwechsel, jedoch bin ich da trotzdem unschlüssig.
Hat jemand hier im Forum ebenfalls ADHS und Tipps wie er trotzdem "seinen Platz" in der Wirtschaft gefunden hat?
Habt Ihr Tipps?

Vielen Dank
und beste Grüße
David

antworten
WiWi Gast

Re: Karriere mit/trotz ADHS

bleib in der forschung - ist bequemer und sinnvoller.

antworten
WiWi Gast

Re: Karriere mit/trotz ADHS

Deinen Beitrag hätte ich schreiben können. Habe auch ADHS und bin hochbegabt. Ich bin schon einige Jahre nach der Promotion und arbeite im Consulting.

Es ist genau wie Du schreibst:

"Jedoch habe ich nachwievor unglaubliche Probleme allday im Büro zu sitzen und stupide Aufgaben zu machen"

Ich bin zurzeit bei Big4 (Büro im Ausland), überlege in ein kleineres spezialisiertes Consulting-Unternehmen zu wechseln. Ich hoffe, da finde ich weniger Hierarchien und werde mehr lernen können.

Meine jetzige Arbeit finde ich so schlimm (langweilig weil zu einfach, ich arbeite zurzeit vielleicht 1-2 Stunden pro Tag und kriege sehr gute Bewertungen, keine Beförderung möglich weil man bei uns mind. 2-3 Jahre auf einer Stufe verbringen muss), dass ich überlege direkt zu kündigen, ohne eine Alternative zu haben.

antworten
WiWi Gast

Re: Karriere mit/trotz ADHS

Hallo David,

ich kann die Herausforderungen die aus einer solchen Thematik erwachsen sehr gut nachvollziehen.. es gibt eine ganze Reihe von prominenten Beispielen, die zeigen dass man trotz (oder vielleicht auch wegen) ADHS sehr erfolgreich in der Wirtschaft sein kann. Prinzipiell ist in dem Zusammenhang die Ausprägung von ADHS eine ganz entscheidende Determinante. Wenn es einem partout nicht möglich ist Büroarbeiten, Dokumentation etc. zu erledigen, macht es auch wenig Sinn sich einen Job auszusuchen bei dem diese Aufgaben sehr wichtig sind (consulting z.B.).

Wie geht es dir so im Umgang mit anderen Menschen? Arbeitest du gerne in Teams, gehst du gerne auf andere Menschen zu? Ich könnte mir vor dem Hintergrund meiner eigenen ADHS Erfahrungen sehr gut vorstellen, dass eine Position im Bereich Vertrieb oder Marketing sehr gut passen könnte, hier hat man sehr gute Möglichkeiten sich zunächst einmal an die Strukturen eines Konzerns und neuen Arbeitsumfelds zu gewöhnen, seine 'Energie in die richtigen Bahnen zu lenken und im Laufe der Zeit auch in verantwortungsvollere Positionen zu wachsen.

Lass den Kopf nicht hängen, ich habe mit der Zeit gelernt mit ADHS umzugehen und daraus auch teilweise Vorteile gegenüber anderen Kandidaten ziehen zu können. Ist schon eine gewisse Herausforderungen aber auch im Corporate Umfeld sehr gut machbar :)

antworten
WiWi Gast

Re: Karriere mit/trotz ADHS

Hallo zusammen,

vielen Dank für eure Beiträge, die durchaus ermuntern.
Ich arbeite sehr sehr gerne in Teams, habe gerne Kontakt zu Menschen und gehe auf Sie zu. Rede halt einfach liebend gerne und mag es, Menschen zum Lachen zu bringen.
Mein großes Problem ist die Sprunghaftigkeit. Ich war bei jedem meiner bisherigen Praktika und einer kurzen Vollzeitbeschäftigkeit beliebt in der Abteilung, hab mir schnell Kontakte quer durchs Unternehmen aufgebaut und wurde stets geschätzt von meinen Vorgesetzten, da mich immer alles sehr interessierte/interessesiert, jedoch wird mir unglaublich schnell langweilig.

Beispiel: Einmal musste ich das Content Management System pflegen und neue Artikel einfügen. Sowohl für Überschrift, Text und Bilder gab es einzelne Oberflächen... Ich muss gestehen, es war der Horror für mich. Stupide, monotone, sich wiederholende Aufgaben haben mich zermürbt, sodass ich zu Hause hochfrustriert war. Über komplexe Entscheidungswege der Strategieabteilung konnte ich jedoch stundenlang reden, kommentieren und reflektieren.
Ich sehe mich nicht in der Forschung, sondern eher in der Wirtschaft, da ich gerne Führung übernehme, mit Menschen interagiere und aktiv was gestalten möchte.
Nun ist für mich die zentrale Frage: Was wäre Optionen? Der Hinweis bzgl. Vetrieb/Marketing ist gut, da ich mir darüber auch Gedanken gemacht habe. Befürchte jedoch, dass der intellektuelle Anspruch mir irgendwann nicht reicht.
Habe an eine Consulting-Boutique gedacht, da es viele Vorteile akkumulieren würde. Ich bin einfach sehr kreativ und würde so gerne meine Kreativität (insbesondere im problem solving) zum Ausdruck bringen, weiß jedoch nicht wie. (Bin jedoch ein miserabler Maler/Zeichner...)

Was sind eure Meinungen und Empfehlungen?

Besten Dank
David

antworten
WiWi Gast

Re: Karriere mit/trotz ADHS

Aus dir spricht nur der Neid ;)

Gruß,
ein nicht-hochbegabter

antworten
WiWi Gast

Re: Karriere mit/trotz ADHS

Versteh ganz ehrlich den Artikel nicht. Es werden mehrere Studien zitiert, in denen Leute mit überdurchschnittlichem IQ besser akademisch performen, und dann argumentiert wie sinnfrei IQ sei weil der IQ-Durchschnitt nicht hoch genug ist...?! :D

Lounge Gast schrieb:

Sorry, aber diese hippe Diagnose hochbegabt nützt gar nichts.

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WiWi Gast

Re: Karriere mit/trotz ADHS

Kommt von einem Philosophen, so ganz ernst nehmen kann man das also nicht. Der würde auch hinterfragen, ob Investmentbanking einen Wert für die Gesellschaft hat und ob die Erde eine Scheibe ist.

Lounge Gast schrieb:

Versteh ganz ehrlich den Artikel nicht. Es werden mehrere
Studien zitiert, in denen Leute mit überdurchschnittlichem IQ
besser akademisch performen, und dann argumentiert wie
sinnfrei IQ sei weil der IQ-Durchschnitt nicht hoch genug
ist...?! :D

Lounge Gast schrieb:

Sorry, aber diese hippe Diagnose hochbegabt nützt gar
nichts.

antworten
WiWi Gast

Re: Karriere mit/trotz ADHS

Habe auch ADHS....

Im internationalen Vertrieb von Industrieanlagen (Sehr hochpreisige Investitionsgüter) habe ich eine Abwechslungsreiche Tätigkeit gefunden in welcher ich nur sehr wenige "langweilige Routineaufgaben" zu erledigen habe..

antworten
WiWi Gast

Re: Karriere mit/trotz ADHS

"Jedoch habe ich nachwievor unglaubliche Probleme allday im Büro zu sitzen und stupide Aufgaben zu machen"

Kenn ich. Geht mir ohne ADHS genauso. Da muss man halt durch ...

antworten
WiWi Gast

Re: Karriere mit/trotz ADHS

Deswegen wäre Vetrieb oder Consulting das Beste für Ihn, da er wenig Routine haben wird.

antworten
WiWi Gast

Re: Karriere mit/trotz ADHS

push

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WiWi Gast

Re: Karriere mit/trotz ADHS

Geht mir genauso. Hochkomplexe Problemstellungen, wo andere genervt abschnallen machen mir richtig Spaß, aber wenn es darum geht, eine Exceltabelle ordentlich auszurechnen oder Belege zu prüfen, mache ich ständig Flüchtigkeitsfehler. Das ist aber vor allem unter Stress so.

antworten
WiWi Gast

Re: Karriere mit/trotz ADHS

Was machst du denn beruflich?

antworten
WiWi Gast

Re: Karriere mit/trotz ADHS

Ist bei mir auch so... Ist irgendwie sau lustig, wenn dann so einer sich beschwert, dass man genauer arbeiten muss und so weiter...

An sich ist es aber echt ein Problem, dass man nur das vernünftig machen kann, was einen auch interessiert und wenn es zu langweilig wird checkt man den halben Tag WiWi Treff. Merkt aber am Ende keiner, weil wenn ich 2 Stunden vernünftig arbeite, habe ich den Tag wieder drin...

Lounge Gast schrieb:

Geht mir genauso. Hochkomplexe Problemstellungen, wo andere
genervt abschnallen machen mir richtig Spaß, aber wenn es
darum geht, eine Exceltabelle ordentlich auszurechnen oder
Belege zu prüfen, mache ich ständig Flüchtigkeitsfehler. Das
ist aber vor allem unter Stress so.

antworten
WiWi Gast

Re: Karriere mit/trotz ADHS

bin auch ADHSler. Grauenhaftes Abitur, drei abgerochene Studiengänge, BWL mit schrecklichem Abschluss. Letzten Endes Selbständigkeit mangels sinnvoller Alternativen (keine Lust auf Vertrieb, auch nicht auf Controlling/Bilanzen). Komme in guten Monaten auf 20k, Spaß machts trotzdem nicht (Unterforderung).

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WiWi Gast

Re: Karriere mit/trotz ADHS

@Selbständiger, was machst du denn genau?

antworten
WiWi Gast

Re: Karriere mit/trotz ADHS

Es war so klar. Typisch wiwi Treff.

ADHS war früher eine Trenddiagnose. Auch heute ist sie das teilweise noch. Das hat jeder zweite hippelige junge diagnostiziert bekommen. Dazu gab es dann noch eine weitere Diagnose, die meistens die Eltern der Betroffenen Kinder als "Aufwiegung/Rechtfertigung" der Krankheit stellen: Hochbegabung. Tatsächlich ist das in der Realität aber nicht viel häufiger der fall als bei normalen Menschen, falls ihr überhaupt ADHS/ADS habt. Natürlich haben alle wiwi Treff adhsler automatisch die hochbegabung. Die Realität ist aber meist anders: Die Ausrede "Unterrforderung" wird oft einfach für mangelnden Fleiß und damit einhergehende große Faulheit sowie die fehlende Auseinandersetzung mit den eigenen Interessen herangezogen. Gerade durch das soziale Stigmata, was viele adhsler abbekommen, ist häufig auch ein unterdurchschnittlicher IQ aufgrund fehlender Entwicklung der Fall. Also bitte, redet euch die Diagnose nicht schön. Es ist nichts schlimmes, ADHS zu haben. Außerdem werden ADHSler bereits nach der Diagnose regelmäßig Intelligenztests unterzogen (bei guter Behandlung) um die Medikamention zu überprüfen.

Ich habe selbst ADHS und durfte während der Behandlung bis zur Sekundarstufe 2 viele Leute mit demselben Problem kennenlernen. Ich glaube, niemand war wirklich Hochbegabt. Ich selbst bin zwar auch sehr intelligent, aber lange nicht Hochbegabt (>IQ 130 ist äußerst selten). Das habe ich nur der Erziehung zu verdanken, da die Entwicklung viel ausmacht. Ich hätte auch mit Hauptschulabschluss enden können, da ich sehr verhaltensauffällig war.

Mein Tipp: sich selbst mal nicht dauernd als Hochbegabt relativieren, um die Krankheit "aufzuwiegen". Ich habe auch lange gestruggelt, Abi und Bachelor nur mit 2,7/2,5 aber dafür Master mit 1,2. meinen Beruf habe ich in der Unternehmensberatung gefunden. Auch wenn ich weiterhin schnell abgelenkt und und sehr kommmunikativ (redselig) bin, kann ich meine analytischen Fähigkeiten durch meine Flowkontrolle (Googelt das Flow Phänomen bei ADHS) am besten durch die einigermaßen Abwechslungsreichen Tätigkeiten einsetzen.

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WiWi Gast

Re: Karriere mit/trotz ADHS

Der Beitrag ist an so vielen Stellen in sich selbst zweifelhaft und widersprüchlich... Man ist es eine Trenddiagnose, einige Sätze später "ist es nichts schlimmes es zu haben"..
Auch der Rest. Warum sollte ein IQ-Test gemacht werden vom Mediziner? Der IQ steht in keinem Zusammenhang mit der Medikation.

Lounge Gast schrieb:

Es war so klar. Typisch wiwi Treff.

ADHS war früher eine Trenddiagnose. Auch heute ist sie das
teilweise noch. Das hat jeder zweite hippelige junge
diagnostiziert bekommen. Dazu gab es dann noch eine weitere
Diagnose, die meistens die Eltern der Betroffenen Kinder als
"Aufwiegung/Rechtfertigung" der Krankheit stellen:
Hochbegabung. Tatsächlich ist das in der Realität aber nicht
viel häufiger der fall als bei normalen Menschen, falls ihr
überhaupt ADHS/ADS habt. Natürlich haben alle wiwi Treff
adhsler automatisch die hochbegabung. Die Realität ist aber
meist anders: Die Ausrede "Unterrforderung" wird
oft einfach für mangelnden Fleiß und damit einhergehende
große Faulheit sowie die fehlende Auseinandersetzung mit den
eigenen Interessen herangezogen. Gerade durch das soziale
Stigmata, was viele adhsler abbekommen, ist häufig auch ein
unterdurchschnittlicher IQ aufgrund fehlender Entwicklung der
Fall. Also bitte, redet euch die Diagnose nicht schön. Es ist
nichts schlimmes, ADHS zu haben. Außerdem werden ADHSler
bereits nach der Diagnose regelmäßig Intelligenztests
unterzogen (bei guter Behandlung) um die Medikamention zu
überprüfen.

Ich habe selbst ADHS und durfte während der Behandlung bis
zur Sekundarstufe 2 viele Leute mit demselben Problem
kennenlernen. Ich glaube, niemand war wirklich Hochbegabt.
Ich selbst bin zwar auch sehr intelligent, aber lange nicht
Hochbegabt (>IQ 130 ist äußerst selten). Das habe ich nur
der Erziehung zu verdanken, da die Entwicklung viel ausmacht.
Ich hätte auch mit Hauptschulabschluss enden können, da ich
sehr verhaltensauffällig war.

Mein Tipp: sich selbst mal nicht dauernd als Hochbegabt
relativieren, um die Krankheit "aufzuwiegen". Ich
habe auch lange gestruggelt, Abi und Bachelor nur mit 2,7/2,5
aber dafür Master mit 1,2. meinen Beruf habe ich in der
Unternehmensberatung gefunden. Auch wenn ich weiterhin
schnell abgelenkt und und sehr kommmunikativ (redselig) bin,
kann ich meine analytischen Fähigkeiten durch meine
Flowkontrolle (Googelt das Flow Phänomen bei ADHS) am besten
durch die einigermaßen Abwechslungsreichen Tätigkeiten
einsetzen.

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WiWi Gast

Re: Karriere mit/trotz ADHS

Was willst du als Elternteil hören? Du musst dein Kind besser erziehen? Dein Kind ist verhaltensauffällig, was war dein Beitrag? Dein Kind ist dumm und deswegen schlecht in der Schule?

Oder willst du hören: Dein Kind ist hochbegabt und einfach nur krank?

Letztendlich weiß jeder, der nur ein wenig Ahnung hat, dass die Hochbegabung bei ADHSlern auch nur in 3-4 % der Fälle auftritt. Die unterdurchschnittliche Intelligenz aber bei 8 - 10%.

Lounge Gast schrieb:

Es war so klar. Typisch wiwi Treff.

ADHS war früher eine Trenddiagnose. Auch heute ist sie das
teilweise noch. Das hat jeder zweite hippelige junge
diagnostiziert bekommen. Dazu gab es dann noch eine weitere
Diagnose, die meistens die Eltern der Betroffenen Kinder als
"Aufwiegung/Rechtfertigung" der Krankheit stellen:
Hochbegabung. Tatsächlich ist das in der Realität aber nicht
viel häufiger der fall als bei normalen Menschen, falls ihr
überhaupt ADHS/ADS habt. Natürlich haben alle wiwi Treff
adhsler automatisch die hochbegabung. Die Realität ist aber
meist anders: Die Ausrede "Unterrforderung" wird
oft einfach für mangelnden Fleiß und damit einhergehende
große Faulheit sowie die fehlende Auseinandersetzung mit den
eigenen Interessen herangezogen. Gerade durch das soziale
Stigmata, was viele adhsler abbekommen, ist häufig auch ein
unterdurchschnittlicher IQ aufgrund fehlender Entwicklung der
Fall. Also bitte, redet euch die Diagnose nicht schön. Es ist
nichts schlimmes, ADHS zu haben. Außerdem werden ADHSler
bereits nach der Diagnose regelmäßig Intelligenztests
unterzogen (bei guter Behandlung) um die Medikamention zu
überprüfen.

Ich habe selbst ADHS und durfte während der Behandlung bis
zur Sekundarstufe 2 viele Leute mit demselben Problem
kennenlernen. Ich glaube, niemand war wirklich Hochbegabt.
Ich selbst bin zwar auch sehr intelligent, aber lange nicht
Hochbegabt (>IQ 130 ist äußerst selten). Das habe ich nur
der Erziehung zu verdanken, da die Entwicklung viel ausmacht.
Ich hätte auch mit Hauptschulabschluss enden können, da ich
sehr verhaltensauffällig war.

Mein Tipp: sich selbst mal nicht dauernd als Hochbegabt
relativieren, um die Krankheit "aufzuwiegen". Ich
habe auch lange gestruggelt, Abi und Bachelor nur mit 2,7/2,5
aber dafür Master mit 1,2. meinen Beruf habe ich in der
Unternehmensberatung gefunden. Auch wenn ich weiterhin
schnell abgelenkt und und sehr kommmunikativ (redselig) bin,
kann ich meine analytischen Fähigkeiten durch meine
Flowkontrolle (Googelt das Flow Phänomen bei ADHS) am besten
durch die einigermaßen Abwechslungsreichen Tätigkeiten
einsetzen.

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WiWi Gast

Re: Karriere mit/trotz ADHS

Meine Rede.

antworten
WiWi Gast

Re: Karriere mit/trotz ADHS

An den Poster mit der Widersprüchlichkeit:

Daran merkt man leider, dass du wie viele andere zu diesem Thema keine Ahnung hast:

  1. Intelligenztest durch Mediziner: Wird bei ADHSlern häufig gemacht. Auf der einen Seite, um einfach allgemein die Beeinflussung der Intelligenz durch die Krankheit festzustellen. Dies liegt auch an dem Studienhintergrund, den es zu dem Thema gibt.
    Dazu kommt, dass die Medikamention mit den Tests verknüpft wird. Warum? Ganz einfach, um den Grad der Konzentrationsschwäche festzustellen. Einfach gesagt: Man bekommt eine bestimmte Dosis. Nach Absetzung/Veränderung wird immer ein kognitiver Leistungstest gemacht, um die Konzentrations- und Leistungsfähigkeit zu testen. Weißt du was ADHS genau ist? Einfach gesagt, gibt es hinsichtlich der Übertragung bei den Synapsen Probleme (google hilft, wenn du dich dazu belesen möchtest).

  2. Krankheit vs. Trenddiagnose: Ja, ADHS ist eine Krankheit und es ist nicht schlimm, dazu zu stehen bzw. von dieser Krankheit betroffen zu sein. Das schließt aber nicht aus, dass dieses Krankheitsbild zu einer Trenddiagnose werden kann. Was ist daran widersprüchlich ?!

Bevor du Beiträge anderer User, in Frage stellst, bitt erst informieren. Gerade bei dem "Aufdecken von Widersprüchen" kann man sich bei fehlender Sorgfalt selbst in Widersprüche verstricken.

Grüße, ein ADHSler

antworten
WiWi Gast

Re: Karriere mit/trotz ADHS

Ein Glück, dass das Wiwi-Forum jetzt nach WPs, IBs, UBs, StBs, Juristen und anderen high-performern jetzt endlich auch einen Mediziner hat.....

Lounge Gast schrieb:

...Letztendlich weiß jeder, der nur ein wenig Ahnung hat...

Lounge Gast schrieb:

Es war so klar. Typisch wiwi Treff.

ADHS war früher eine Trenddiagnose. Auch heute ist sie das
teilweise noch. Das hat jeder zweite hippelige junge
diagnostiziert bekommen. Dazu gab es dann noch eine
weitere
Diagnose, die meistens die Eltern der Betroffenen Kinder
als
"Aufwiegung/Rechtfertigung" der Krankheit
stellen:
Hochbegabung. Tatsächlich ist das in der Realität aber
nicht
viel häufiger der fall als bei normalen Menschen, falls
ihr
überhaupt ADHS/ADS habt. Natürlich haben alle wiwi Treff
adhsler automatisch die hochbegabung. Die Realität ist
aber
meist anders: Die Ausrede "Unterrforderung" wird
oft einfach für mangelnden Fleiß und damit einhergehende
große Faulheit sowie die fehlende Auseinandersetzung mit
den
eigenen Interessen herangezogen. Gerade durch das soziale
Stigmata, was viele adhsler abbekommen, ist häufig auch
ein
unterdurchschnittlicher IQ aufgrund fehlender
Entwicklung der
Fall. Also bitte, redet euch die Diagnose nicht schön.
Es ist
nichts schlimmes, ADHS zu haben. Außerdem werden ADHSler
bereits nach der Diagnose regelmäßig Intelligenztests
unterzogen (bei guter Behandlung) um die Medikamention zu
überprüfen.

Ich habe selbst ADHS und durfte während der Behandlung bis
zur Sekundarstufe 2 viele Leute mit demselben Problem
kennenlernen. Ich glaube, niemand war wirklich
Hochbegabt.
Ich selbst bin zwar auch sehr intelligent, aber lange
nicht
Hochbegabt (>IQ 130 ist äußerst selten). Das habe ich
nur
der Erziehung zu verdanken, da die Entwicklung viel
ausmacht.
Ich hätte auch mit Hauptschulabschluss enden können, da
ich
sehr verhaltensauffällig war.

Mein Tipp: sich selbst mal nicht dauernd als Hochbegabt
relativieren, um die Krankheit "aufzuwiegen".
Ich
habe auch lange gestruggelt, Abi und Bachelor nur mit
2,7/2,5
aber dafür Master mit 1,2. meinen Beruf habe ich in der
Unternehmensberatung gefunden. Auch wenn ich weiterhin
schnell abgelenkt und und sehr kommmunikativ (redselig)
bin,
kann ich meine analytischen Fähigkeiten durch meine
Flowkontrolle (Googelt das Flow Phänomen bei ADHS) am
besten
durch die einigermaßen Abwechslungsreichen Tätigkeiten
einsetzen.

antworten
WiWi Gast

Re: Karriere mit/trotz ADHS

Hey TE. Hier das Selbe. Bei mir wurde Hochbegabung in der Grundschule festgestellt (danke für gar nichts). Vor einer Therapie mit Methylphenidat konnte ich mich erfolgreich drücken, habe mir das nur manchmal zum lernen geballert. Habe mich durch ne stinklangeweilige Bankausbildung gequält, Abi und Bachelor waren beide ~ 2,5, Master momentan im guten Einserbereich (die Noten scheint man aber auch viel einfacher zu kriegen). Ich hab genau das selbe Problem, wenn ich irgendwelche Sachbearbeitertätigkeiten machen muss verrecke ich vor Langeweile. Unlösbare Probleme dagegen machen mir viel Spaß. Ich werde wahrscheinlich auch ins Consulting gehen da ich mit dem operativen Geschäft einfach nichts anfangen kann. Sieh es nicht als Schwäche an, sondern nutze deine Stärken. Ich kann mich auch unglaublich schnell in Sachen reinfuchsen wenn die mir Spaß machen und super gut Konzepte ausarbeiten, Prozesse umkrempeln und optimieren, etc. Aus der Personalabteilung bin ich aber in der Ausbildung rausgeflogen weil ich viel zu schluderig gearbeitet habe :D Vielleicht finden sich ja noch mehr Leute und wir können uns mal irgendwie austauschen ohne andere hier.

antworten
WiWi Gast

Re: Karriere mit/trotz ADHS

Wie bei mir. Nur glaub ich nicht, dass ich hochbegabt bin.

Miserables Abi von 2.8, Vordiplom von 3.4, Diplom mit 1.8 und jetzt Promotion in Finance mit Magna. Hab dann in einer Beratung angefangen. Leider null Problemlösung im Job gefragt. Ist alles Handwerk was wir machen. Hat jetzt dazu geführt, dass ich davon nen Burnout bekommen habe.

Lasst doch ne KIK-Gruppe gründen. Kann das jemand machen? Hab grad nicht die Kraft.

Beste Grüße

antworten
WiWi Gast

Re: Karriere mit/trotz ADHS

Ohne mich selbst irgendeiner Gruppe zuzuordnen, aber...

...ich habe noch keinen einzigen Menschen kennengelernt, der leidenschaftlich gerne Zahlen schubst.
...ich habe noch von niemandem gehört, für den einfache Sachbearbeiter-Tätigkeiten eine Erfüllung wären.

...auf der anderen Seite kenne ich aber auch so gut wie niemanden, der ohne Basisarbeit und ohne die Qual durch solche Gefilde erfolgreich geworden wäre.

ADHS/ADS hin oder her.

antworten
WiWi Gast

Re: Karriere mit/trotz ADHS

Sorry das mag despektierlich klingen, aber 99% der jüngeren Generation würde die Aussage sofort unterschreiben: stupide Tätigkeiten langweilen mich und bei anspruchsvollen Tätigkeiten blühe ich auf...vielleicht übersehe ich etwas und ja die Ausprägung mag deutlich stärker sein, aber die Tendenz ist doch bei fast allen die gleiche?

antworten
WiWi Gast

Re: Karriere mit/trotz ADHS

Ja, die Tendenz ist definitiv die gleiche. Aber ich (nicht TE) mache den Mist halt wirklich sehr schlecht und kann mich dabei wirklich null konzentrieren. Ich surfe dann die ganze Zeit im Internet bis ich so viel Zeitdruck habe, dass ich mich hinklemmen muss und dann mache ich die Aufgabe in der Hälfte der Zeit, die man normalerweise dafür benötigt. Panik ist quasi mein einziger Antrieb. Und so sehr ich mich bemühe, sorgfältig zu sein, es klappt einfach nicht. Ich bin einfach zu verballert für sowas und vergesse auch ständig irgendwelche Sachen. Das kann ich halt nur abstellen, wenn mich was wirklich interessiert.

antworten
WiWi Gast

Re: Karriere mit/trotz ADHS

Servus, hier der TE. Vielen Dank für eure Beiträge. Fokussiere mich tatsächlich immer mehr auf Vetrieb, da ich oftmals wie ein Wasserfall rede, bzw. den Menschenkontakt und das Unterwegsein brauche
Bin sehr für weiteren Austausch, was ist jedoch eine KIK-Gruppe?

antworten
WiWi Gast

Re: Karriere mit/trotz ADHS

Ist bei jedem so, nur dass dann die andere Hälfte der Zeit halt dazu verwendet wird, zu gucken, dass man keine Fehler gemacht hat.

Lounge Gast schrieb:

Ja, die Tendenz ist definitiv die gleiche. Aber ich (nicht
TE) mache den Mist halt wirklich sehr schlecht und kann mich
dabei wirklich null konzentrieren. Ich surfe dann die ganze
Zeit im Internet bis ich so viel Zeitdruck habe, dass ich
mich hinklemmen muss und dann mache ich die Aufgabe in der
Hälfte der Zeit, die man normalerweise dafür benötigt. Panik
ist quasi mein einziger Antrieb. Und so sehr ich mich bemühe,
sorgfältig zu sein, es klappt einfach nicht. Ich bin einfach
zu verballert für sowas und vergesse auch ständig
irgendwelche Sachen. Das kann ich halt nur abstellen, wenn
mich was wirklich interessiert.

antworten
WiWi Gast

Re: Karriere mit/trotz ADHS

Ich mach die Tage eins auf. Wer hätte Interesse?

Grüße
David

antworten
WiWi Gast

Re: Karriere mit/trotz ADHS

Ich.

Habe mich gerade registriert, wie funktioniert der Spaß?

antworten
WiWi Gast

Re: Karriere mit/trotz ADHS

Haha,
der TS hört sich genauso wie ich an. Promoviere auch im Bereich OB und habe ADHS mit Hochbegabung. Habe aber davor gearbeitet, daher hier meine Erfahrung.
War davor zwei Jahre in der Beratung. Ist ganz cool, wenn du den richtigen Mentor hast und er/ sie dich auf abwechslungsreiche Projekte sendent. Der Anfang kann ziemlich schwer sein, da du 'lernen' musst den Quali Ansprüchen des Projekt Managers gerecht zu werden. Als Adhsler ist das der Horror wenn es zählt ob die Schrift 4 oder 4.5 ist...

Kann man aber alles lernen und so lange du Abwechslung hast geht das. Ausserdem würdest u.U. mit Promotion als Senior Consultant einsteigen. D.h. die Juniors werden hauptsächlich die Excel files berechnen und die Slides füllen. Du musst eher die 'dots' verbinden, was einem mit ADHS gut liegen sollte. Ausserdem wenn du zu den top 3-5 gehst haben diese meisstens eine Abteilung, die die Slides schön machen.
Ausserdem habe ich Corporate gearbeitet als Middle Manager/ Senior Manager. Das war der Horror. Hatte sowas wie eine Bore out. Keinem interessiert es wirklich wenn du neuen Ideen hast. Es zählt viel mehr die Politik, die Prozesse und das 'stakeholdering' zwischen den einzelnen Abteilungen. Daher meiner Meinung ist Corporate eher nicht das wahre für einen mit ADHS (es sei denn etwas mit viel Abwechslung oder Kontakt zu Mitarbeitern z.B. Sales, Einkauf, General Manager, Office im Ausland aufmachen, etc).
Zu Akademia sehe ich dass etwas gespalten. Ja auf Papier wäre Prof der Perfekte Job. Viel Freiheit, Abwechslung, Kontakt mit Studendenten etc. Aber für ne richtige akademische Karriere muss man publizieren. Der Review Prozess ist der Horror und TOT langweilig...Vielleicht ist es an einer Fachhochschule besser, oder du arbeitest mit anderen Autoren zusammen die gerne die 1000 Schritte in der Methodik beschreiben.

Abschliessend: Vielleicht hilft es auf die Stärken von ADHS zu bauen. Hyperfocus wenn es einem sehr liegt, verschiedene Bereiche verbinden, Kontakt ,etc. Daher Start-ups? Selbstständigkeit? Pass einfach auf dass du keinen Burnout bekommst :P als Adhsler nimmt man sich oft viel viel viel zu viel vor und dann kommt manchmal alles zusammen... LG

antworten
WiWi Gast

Re: Karriere mit/trotz ADHS

Hallo,

gibt es diese Kik Gruppe noch?
Würde mir die App dafür installieren, wenn ich dann da beitreten kann.

Habe adhs schon als Kind diagnostiziert bekommen und letztes Jahr erneut nach langer Prozedur im Erwachsenenalter.
Ich studiere bwl im Master bzw muss im Sommersemester nur noch meine Masterarbeit schreiben und bin dann fertig.
Habe bereits letztes Jahr für dieses Jahr bei einer der big4 Unternehmensberatungen unterschrieben.

Liebe Grüße,
ADHSlerin

antworten
WiWi Gast

Re: Karriere mit/trotz ADHS

Hi,

mir geht es auch so. In der Kindheit ADHS, von allen Schulen geflogen und nur 4er und 5er als Noten (entspricht in GER 5en und 6en). Hauptschule gerade mal geschafft, ab 18 wurde es dann besser: Matura (Abi) nachgeholt, ebenfalls mit schlechten Noten.

Dann dann zum studieren angefangen, Bachelor (FH) mit 2,1 abgeschlossen. Die ersten zwei Semester waren hart und ich hatte schlechte Noten. Danach ging es besser, weil ich Workarounds gefunden habe (Lernen in Gruppen und mit kurzen Youtube-Videos).

IQ Test hab ich gemacht, kratze an der zweiten Standardabweichung.
Bin gerade in einer UB (Big4) und wegen meine Ungenauigkeit und Impulsivität hab ich ziemlich Probleme. Der Partner ist sauer auf mich, die Kollegen müssen immer meine Fehler ausbessern.
Ich werd nun Medikamente nehmen, weil sie mich sonst rauskicken (was ich verstehen kann). Es wurde mir dahingehend auch ein Ultimatum gestellt.

Man muss dazu sagen, es weiß dort keiner, dass ich diese Krankheit habe. Ich plane es auch nicht zu Kommunizieren, weil man sonst immer abgestempelt wird.

Wär schön wenn man sich austauschen kann, da ich kaum mit jemanden darüber sprechen kann/will, aus den oben genannten Gründen.

Kik messanger: notebookled

antworten
WiWi Gast

Re: Karriere mit/trotz ADHS

Bei mir ADHS und Asperger, 2. Klasse sitzen geblieben, dann Realschule, Fachabitur, FH Bachelor und Uni Master. Erster Job bei Big4 im Controlling, Langeweile ohne Ende, nebenher Fifa im Home Office gezockt, 4 Stunden gearbeitet und den Rest Zeit totgeschlagen. Immer wieder Flüchtigkeitsfehler gemacht, weil die Aufgaben extrem eintönig und repetitiv waren, hat mich 0 interessiert, kann auch ein dressierter Affe. Mittlerweile im Produktcontrolling bei großer US Investmentbank und super glücklich, Aufgaben vom Prozess zwar ähnlich aber jeden Tag eigenständige Analysen, fühlt sich an wie Knobelaufgaben lösen, 0 Flüchtigkeitsfehler und man kann sein Hirn einsetzen. Zocke nicht mehr und fühle mich aufgehoben und wertgeschätzt. Mit Menschen arbeite ich generell nicht so gerne, deshalb war Consulting nie ein Thema, Corona und Home Office waren wie eine Befreiung für mich, mir würde dauerhaft ein Tag im Büro pro Woche ausreichen, ansonsten bin ich lieber für mich, muss man nicht ständig Small Talk machen :-) außerdem fällt es mir eher schwer, mich für andere Menschen zu begeistern, die andere Interessen haben.

antworten
WiWi Gast

Re: Karriere mit/trotz ADHS

WiWi Gast schrieb am 24.03.2017:

Ist bei jedem so, nur dass dann die andere Hälfte der Zeit halt dazu verwendet wird, zu gucken, dass man keine Fehler gemacht hat.

Lounge Gast schrieb:

Ja, die Tendenz ist definitiv die gleiche. Aber ich (nicht
TE) mache den Mist halt wirklich sehr schlecht und kann mich
dabei wirklich null konzentrieren. Ich surfe dann die ganze
Zeit im Internet bis ich so viel Zeitdruck habe, dass ich
mich hinklemmen muss und dann mache ich die Aufgabe in der
Hälfte der Zeit, die man normalerweise dafür benötigt. Panik
ist quasi mein einziger Antrieb. Und so sehr ich mich bemühe,
sorgfältig zu sein, es klappt einfach nicht. Ich bin einfach
zu verballert für sowas und vergesse auch ständig
irgendwelche Sachen. Das kann ich halt nur abstellen, wenn
mich was wirklich interessiert.

Nein, ist nicht bei jedem so. Nur weils eine Modediagnose ist, heißt das nicht, dass das kein Mensch tatsächlich hat. Und jemandem zu unterstellen, dass die Diagnose die er von einem Psychologen bekam falsch sei, weil man ja als Laie mega die Ahnung hat, ist halt sehr arrogant und ignorant. Es gibt nicht umsonst valide Testverfahren, Leute, die das studiert haben, Fachwissen, ....

Und ja, jeder ist vergesslich, jeder kann sich mal nicht konzentrieren, aber das ist ein Unterschied von Tag und Nacht. Glaub mir, es ist nicht angenehm, den Alltag als Überlebenskampf zu empfinden. Meine Kaffeetasse steht in der Dusche, man verliert zum x-ten mal am Tag die Schlüssel, viele verschulden sich in Folge, man lebt ständig im Chaos, in allen Lebensbereichen und du bist nur am Bemühen und in Ordnung bringen.

Sogar im Gehirn lassen sich Unterschiede feststellen. Das ist eine tatsächliche, ernstzunehmende Erkrankung. Ohne Medikamente und Therapie würde ich vermutlich mittlerweile Depressionen haben und keinen Abschluss trotz tatsächlich, psychologisch festgestellter Hochbegabung.

Und weißt du was das schlimmste an ADHS ist? Nicht die Störung an sich, sondern die Leute. Besser gesagt, die ganzen Laienexperten mit gefährlichem Halbwissen. Die dich dafür degradieren und behaupten, du seist einfach dumm, faul oder sonst was. Sie müssen es ja wissen, als Nicht-Betroffener und Nicht-Experte.
Aus den Gründen verschwieg ichs oft, ich schämte mich früher dafür und stresste mich noch mehr. Man bekommt nicht mal den Alltag gebacken, setzt sich unter Druck und dann kommt jmd Fremdes daher und setzt die Schrauben noch fester an.

Mangelndes empathisches Verständnis kann übrigens auch Störungscharakter haben.

Liebe Grüße,
eine Psychologin mit ADHS

antworten
WiWi Gast

Re: Karriere mit/trotz ADHS

WiWi Gast schrieb am 03.03.2022:

WiWi Gast schrieb am 24.03.2017:

Ist bei jedem so, nur dass dann die andere Hälfte der Zeit halt dazu verwendet wird, zu gucken, dass man keine Fehler gemacht hat.

Lounge Gast schrieb:

Ja, die Tendenz ist definitiv die gleiche. Aber ich (nicht
TE) mache den Mist halt wirklich sehr schlecht und kann mich
dabei wirklich null konzentrieren. Ich surfe dann die ganze
Zeit im Internet bis ich so viel Zeitdruck habe, dass ich
mich hinklemmen muss und dann mache ich die Aufgabe in der
Hälfte der Zeit, die man normalerweise dafür benötigt. Panik
ist quasi mein einziger Antrieb. Und so sehr ich mich bemühe,
sorgfältig zu sein, es klappt einfach nicht. Ich bin einfach
zu verballert für sowas und vergesse auch ständig
irgendwelche Sachen. Das kann ich halt nur abstellen, wenn
mich was wirklich interessiert.

Nein, ist nicht bei jedem so. Nur weils eine Modediagnose ist, heißt das nicht, dass das kein Mensch tatsächlich hat. Und jemandem zu unterstellen, dass die Diagnose die er von einem Psychologen bekam falsch sei, weil man ja als Laie mega die Ahnung hat, ist halt sehr arrogant und ignorant. Es gibt nicht umsonst valide Testverfahren, Leute, die das studiert haben, Fachwissen, ....

Und ja, jeder ist vergesslich, jeder kann sich mal nicht konzentrieren, aber das ist ein Unterschied von Tag und Nacht. Glaub mir, es ist nicht angenehm, den Alltag als Überlebenskampf zu empfinden. Meine Kaffeetasse steht in der Dusche, man verliert zum x-ten mal am Tag die Schlüssel, viele verschulden sich in Folge, man lebt ständig im Chaos, in allen Lebensbereichen und du bist nur am Bemühen und in Ordnung bringen.

Sogar im Gehirn lassen sich Unterschiede feststellen. Das ist eine tatsächliche, ernstzunehmende Erkrankung. Ohne Medikamente und Therapie würde ich vermutlich mittlerweile Depressionen haben und keinen Abschluss trotz tatsächlich, psychologisch festgestellter Hochbegabung.

Und weißt du was das schlimmste an ADHS ist? Nicht die Störung an sich, sondern die Leute. Besser gesagt, die ganzen Laienexperten mit gefährlichem Halbwissen. Die dich dafür degradieren und behaupten, du seist einfach dumm, faul oder sonst was. Sie müssen es ja wissen, als Nicht-Betroffener und Nicht-Experte.
Aus den Gründen verschwieg ichs oft, ich schämte mich früher dafür und stresste mich noch mehr. Man bekommt nicht mal den Alltag gebacken, setzt sich unter Druck und dann kommt jmd Fremdes daher und setzt die Schrauben noch fester an.

Mangelndes empathisches Verständnis kann übrigens auch Störungscharakter haben.

Liebe Grüße,
eine Psychologin mit ADHS

Danke <3

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WiWi Gast

Re: Karriere mit/trotz ADHS

Ich habe mit 25 erfahren, dass ich ADHS habe. Zuvor hatte ich in Schule und Studium mit einigen typischen Problemen zu kämpfen, sowie aber vorallem im Alltag. Dazu gehörte vorallem die Prokrastination, und dass das Hirn erst dann funktioniert wenn die Prüfung in drei Tagen ist. Ich habe so wirklich in kürzester Zeit Leistungen gebracht, die die meisten Kommilitonen nicht hinbekommen würden. Mit so viel Koffein, dass jemand "normales" umkippen würde, dann konnte ich mich gut konzentrieren. Ich beziehe mich hier mal nur auf Uni / Beruf – ist aber auch nicht so geil wenn man im Alltag alles aufschiebt, sogar die Freizeitbeschäftigungen, die eigentlich Spaß machen sollen.

"Normale" Leute können das schwer nachvollziehen, aber sich "zusammenreißen" geht nicht – der Körper wehrt sich dagegen. Ich konnte außerdem partout nicht für mehrere Kurse gleichzeitig lernen, ging einfach schlicht nicht. Eine Klausur nach der anderen. Tagsüber war ich immer müde und konnte keinen Rhythmus aufrecht erhalten. Wenn ein Wahlfach mich nicht mehr interessierte, musste ich den Kurs wechseln, egal wie viel Aufwand bereits reingeflossen war. Wenn ein Seminar mein Interesse nicht mehr gecatched hat, gab es keine Chance dass ich es zuende bringe. Dann musste ich im kommenden Semester ein anderes belegen, welches ich dann aber auch gut geschafft habe.

Nun ja, ich bin dennoch undiagnostiziert mit Noten im guten 2er-Bereich durch das Abi und den BWL-Bachelor gekommen. Ich war immer der Typ, der irgendwie mit dem wenigsten Aufwand ganz passabel durchkam. Jetzt im Master sind die Noten noch ein bisschen besser, aber die Abschlussarbeit steht noch an (die bisher größte Challenge). Ich hoffe, dass die Medikamente, die ich bald bekomme, dahingehend Hilfe bieten. Ich habe ungefähr jeden Tag zweimal das Gefühl, dass ich das Studium abbrechen sollte und das seit Beginn. Dank des ADHS kann ich nicht unterscheiden, ob mich das Studienfach wirklich gar nicht interessiert (das denke ich täglich) oder ob es mich nicht doch interessiert (sonst wäre ich ja nicht so weit gekommen?). Warum ich mich für BWL entschieden habe, weiß ich aber auch nicht genau (das ist auch ein typisches Symptom, das Gefühl dass man nicht Herr seiner Entscheidungen ist und alles an einem vorbeizieht).

Beruflich habe ich einiges an Praktika und Werkstudententätigkeiten durch, das ist wahrscheinlich auch ein ADHS-Ding: impulsiv die Stelle wechseln ist so etwas wie mein Hobby. Naja, so habe ich wenigstens viele (auch namhafte) Unternehmen gesehen und meine Zeugnisse waren immer gut. Die Büro-Umgebung ist dabei leider gar nicht meins, so dass ich irgendwie im Vertrieb gelandet bin. Das passt von den "BWL-Bereichen" am ehesten zu mir. Ich hoffe, dass durch die Medikamente bald die Angst vor der Arbeit verschwindet (ich fahre jeden Tag voller Stress und Angst zur Arbeit, aber keine Ahnung wovor... objektiv betrachtet hat immer alles gepasst.)

Mal schauen was die Zukunft so bringt, vielleicht wird es ab dem Zeitpunkt der Diagnose ja besser und es verschlägt mich in einen komplett anderen Bereich, weil die mentale Kapazität wieder da ist. Ob ich nun begabt bin oder nicht weiß ich nicht, interessiert mich auch nicht sonderlich. Ich hatte halt auch keine Top-Noten sondern immer nur leicht überdurchschnittlich. Außerdem ist es immer noch ein BWL-Studium. Was bedeutet das schon in Zeiten der Bildungs-Inflation?

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WiWi Gast

Re: Karriere mit/trotz ADHS

WiWi Gast schrieb am 03.03.2022:

Nein, ist nicht bei jedem so. Nur weils eine Modediagnose ist, heißt das nicht, dass das kein Mensch tatsächlich hat. Und jemandem zu unterstellen, dass die Diagnose die er von einem Psychologen bekam falsch sei, weil man ja als Laie mega die Ahnung hat, ist halt sehr arrogant und ignorant. Es gibt nicht umsonst valide Testverfahren, Leute, die das studiert haben, Fachwissen, ....

Und ja, jeder ist vergesslich, jeder kann sich mal nicht konzentrieren, aber das ist ein Unterschied von Tag und Nacht. Glaub mir, es ist nicht angenehm, den Alltag als Überlebenskampf zu empfinden. Meine Kaffeetasse steht in der Dusche, man verliert zum x-ten mal am Tag die Schlüssel, viele verschulden sich in Folge, man lebt ständig im Chaos, in allen Lebensbereichen und du bist nur am Bemühen und in Ordnung bringen.

Sogar im Gehirn lassen sich Unterschiede feststellen. Das ist eine tatsächliche, ernstzunehmende Erkrankung. Ohne Medikamente und Therapie würde ich vermutlich mittlerweile Depressionen haben und keinen Abschluss trotz tatsächlich, psychologisch festgestellter Hochbegabung.

Und weißt du was das schlimmste an ADHS ist? Nicht die Störung an sich, sondern die Leute. Besser gesagt, die ganzen Laienexperten mit gefährlichem Halbwissen. Die dich dafür degradieren und behaupten, du seist einfach dumm, faul oder sonst was. Sie müssen es ja wissen, als Nicht-Betroffener und Nicht-Experte.
Aus den Gründen verschwieg ichs oft, ich schämte mich früher dafür und stresste mich noch mehr. Man bekommt nicht mal den Alltag gebacken, setzt sich unter Druck und dann kommt jmd Fremdes daher und setzt die Schrauben noch fester an.

Mangelndes empathisches Verständnis kann übrigens auch Störungscharakter haben.

Liebe Grüße,
eine Psychologin mit ADHS

This. Stimme dem zu 100% zu. Ich bin auch betroffen und schon immer war ein maßgeblicher Teil der Belastung darauf zurückzuführen, dass ich immer versucht habe mich anzupassen. Ich habe mich immer unter Druck gesetzt, nicht aufzufallen und nicht als dumm angesehen zu werden, weil ich einfachste Sachen nicht gut hinbekam (andere Sachen wiederum, die für die meisten viel komplizierter waren, mit links).

Hinzu kam noch extremer Leistungsdruck vonseiten der Eltern sowie die Tatsache, dass weder sie noch Lehrer fähig waren zu erkennen, dass ich einfach anders funktioniere und altbackene Erziehung- oder Lernmethoden einfach keine Wirkung bei mir haben. "Ja, er ist schlau aber irgendwie auch faul, dabei hat er so viel Potential"...

Bis alles darin gipfelte, dass ich im Studium mit Panikattacken und Depressionen beim Psychologen und anschließend beim Psychiater landete.

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WiWi Gast

Re: Karriere mit/trotz ADHS

Ich kann mich der Problematik nur anschließen. Bei mir wurde aber nie Etwas diagnostiziert oder getestet. Abitur gut, Bachelor etwas unterdurchschnittlich und Master jetzt sehr gut, kurz vor Abschluss. Lernen, Alltagsaufgaben und To-Dos sind eine Qual für mich. Es ist wie eine unüberwindbare, unsichtbare Wand und der Körper wehrt sich vehement Dinge zu erledigen. Einem ist vollständig bewusst, wie bescheuert man sich verhält, hat aber keine Chance etwas zu ändern. Ich lenke mich andauernd ab, hab eine Zeit lang stundenlang am Tag gezockt oder Videos geschaut, oft auch "schlechte" Medien sagen wir mal. Na klar hat es Spaß gemacht, aber in erster Linie war es eine Sucht, weil ich so abschalten konnte und der Druck des Alltags weg war. Ich mache alles auf den letzten Drücker, nehme mir oft vor mich zu ändern, was meist nur ein paar Tage klappt. Andere können das nicht verstehen, vor allem dann nicht, wenn man dann wieder herum Dinge in einem Bruchteil der Zeit erledigen kann oder die Kreativität übersprudelt. Ich hab immer eine Idee, immer einen Gedanken und für jedes Problem eine Lösung im Kopf, solange mich etwas interessiert oder fordert. Wenn ich etwas erledige, dann hundert Prozent, auch Fleißaufgaben sind nicht direkt ein Problem, da ich oft sehr schnell und genau arbeite. Die große Schwierigkeit ist anfangen und nicht ablenken lassen. Ich schiebe alles auf, was mir keinen Spaß macht oder mich nicht herausfordert.

Wie und wo hole ich mir am besten Hilfe? Aktuell bin ich auf dem Trip ganz normal im Konzern einzusteigen. Was ich hier aber lese entmutigt mich. Beratung macht mir super Spaß, Big4 hab ich probiert und hatte super Glück mit der Stelle. Würde mich auf Dauer aber stark unterfordern. Noten und Praktika reichen aber nicht für T1 oder T2. Zudem bin ich bei sowas ein Workaholic. Würde nur arbeiten und mich dann privat und gesundheitlich zu Grunde richten. Das hat mich vor diesem Weg abgeschreckt. Aktuell überlege ich mich über einen Coach in den Griff zu bekommen. Wäre Psychologe besser? DANKE!

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WiWi Gast

Re: Karriere mit/trotz ADHS

Hallo,
ich hab seit 6 Jahren diagnostiziertes AD(H)S ohne Hyperaktivität und komme dank Medikamenten und Verhaltenstherapie im Leben einigermaßen klar.

Mit das Wichtigste an AD(H)S ist, dass die Ausprägung der Beeinträchtigung im alltäglichen Leben für jeden individuell ist.

So wie es hier einigen schwerfällt Büro-Arbeit zu machen, habe ich daran Freude, solange ich immer auch eine kreative-gestalterische Komponente habe (nur Rechnungen schreiben - das funktioniert bei mir auf Dauer auch nicht).

Schule war bei mir ne Katastrophe. Jetzt im Bachelor ist es nach dem ersten Jahr Eingewöhnung deutlich besser. Ich studiere gerne. Da ich viel Freude an der empirischen Forschung gefunden habe, überlege ich eine akademische/wissenschaftliche Laufbahn einzuschlagen. Einen Master Platz an meiner Hochschule habe ich schon zugesichert bekommen, mit der Option parallel dazu in den USA zu arbeiten. Auch die ersten Bücher zu Promotion habe ich schon angefangen zu lesen.

Was typisch für mich ist: Ich brauche Träume und große Ziele, um meinen Hintern von A nach B bewegen zu können. Dabei bin ich überaus wissbegierig, (sozial) engagiert und wenn mich erstmal etwas begeistert hat, kann ich da ewig dran bleiben und in einer sehr hohen Geschwindigkeit, bei gleichzeitig exzellenter Qualität Aufgaben abarbeiten. Konzeption und Strukturierung/Organisation von Arbeiten/Veranstaltungen und administrative Unterstützung im Hintergrund bei der Durchführung kann ich gut.

Leider leidet die Qualität meiner Arbeit, wenn ich unter Stress gerate massiv...auch ist alles, was im Gruppenkontext mit mehr als 4-5 Leuten stattfindet schwierig für mich...auch brauche ich durch diese immense Arbeitsgeschwindigkeit oft Pausen, um wieder Kraft zu tanken, weswegen 8 Std. arbeiten für mich eher selten möglich sind (ca. 6 Std. kommen eher hin).

Deswegen frage ich mich im Moment: Geht das? Eine akademische/wissenschaftliche Laufbahn, z.b. an einer FH lehren und forschen?

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WiWi Gast

Re: Karriere mit/trotz ADHS

Hallo,

Mir gehts ebenso wie vielen hier. Ich bin 28 Jahre alt, studiere BWL bin kurz vor meiner Masterarbeit und arbeite nebenbei als Werkstudent in der IT - Beratung. Ich hatte davor so einige Jobs die habe ich kaum ausgehalten vor Langeweille, oder wurde wegen Ungenauigkeit gefeuert. Jetzt als Werkstudent in der IT habe ich total Glück mit meinem Chef und dem Team und bin da seit etwas als über 1 Jahr. Trotzdem weiß ich noch nicht was ich nach dem Studium anfangen kann, da man durch ADHS schon etwas eingeschränkt ist was die Bereiche angeht.

Gibts immer noch eine Gruppe zum Austausch ? Ich hätte ein Interesse daran mich mit anderen ADHSlern zu vernetzen.

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