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Berufseinstieg: Wo & WieMitbestimmung

Schaffen Gewerkschaften sich selbst ab?

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WiWi Gast

Schaffen Gewerkschaften sich selbst ab?

Hallo zusammen,

mit nun 3 Jahren Berufserfahrung in einem nicht tarifgebundenen Unternehmen (jedoch mit nun guten Chancen zu wechseln), stellt sich für mich die Frage, inwieweit deutsche Arbeitgeber noch gewillt sind oder sein werden, das stetig steigende Lohnniveau in tarifgebundenen Branchen mitzumachen. Dabei geht es natürlich vor allem auch um die ''klassische'' Industrie, da dort der Geschäftsbetrieb bekanntlich meist sehr abhängig von der allgemeinen wirtschaftlichen Lage ist und das Lohnniveau überdurchschnittlich (und Konkurrenz aus dem Ausland idR definitv in der Lage, gleichwertige Produkte zu liefern).

Betroffen hiervon sind natürlich Stellen die nicht mit hochqualifiziertem Personal besetzt werden müssen (z.B. der klassische Arbeiter). Gleichzeitig haben mittlerweile viele der noch sog. ''Dritte Welt Länder'' schon das Zeug, in der breiten Masse adäquat ausgebildete Absolventen zu stellen.

Wie seht ihr das? Habt ihr in einem entsprechenden Umfeld schon Erfahrungen hiermit gemacht? Falls ja, inwiefern? Der ''Industrie 4.0" Thread geht tendenziell ja in diese Richtung. Vielen Dank!

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WiWi Gast

Re: Schaffen Gewerkschaften sich selbst ab?

Der Trend geht dazu, daß immer mehr ausgelagert wird. Zum einen an Tochterfirmen wo kein Tarif gilt oder ein reduzierter Tarif oder zu kompletten Fremdfirmen.
Im Ingenieurbereich hält man fast nur noch das Nötigste Inhouse und das Projektmanagement. Alles andere wird an Dienstleister vergeben, wo der Senior Ingenieur das bekommt, was beim Autobauer ein Einsteiger bekommt. Ebenso IT. Da wird immer mehr an Extern vergeben und nur noch sehr kritische Systemkomponenten Inhouse gestafft, sowie natürlich das Projektmanagement.

Die Entgelte gerade bei IG Metall Tarifen steigen nämlich exponentiell stark und weitaus stärker als die Marktlöhne. Vor 20 Jahren war ein IG Metall Gehalt nichts besonderes, heute klafft da eine sehr große Lücke. Heute kann ein Einsteiger mit Bachelor mit allen Zusatzprämien schon 60k Brutto bei einem Autobauer verdienen. In Nicht-Tarif gebundenen Mittelständlern bekommt das ein Controlling Abteilungsleiter oder Ingenieur Abteilungsleiter, auch in Westdeutschland.

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WiWi Gast

Re: Schaffen Gewerkschaften sich selbst ab?

Auch wenn es jetzt blöd klingt, der Deutsche sollt mal wie die anderen Europäer nationalistischer denken.

Ich habe eine Zeit lang in der Textilzulieferindustrie Knöpfe verkauft. (Made in Germany !)
Auf Messen, wenn der Deutsche Hersteller dann kam und man hat ihm die deutschen Knöpfe gezeigt, dann hat er doch von denen aus Italien geschwärmt.
Der Italiener am Stand hat dann zwar gesagt, das die deutschen Knöpfe auch schön sind, aber man natürlich nur bei Landsleuten kauft......

Da liegt das Problem. Alles schön ins Ausland auslagern und wer soll dann die tollen Sachen kaufen ? Die arbeitslosen ?

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WiWi Gast

Re: Schaffen Gewerkschaften sich selbst ab?

Die Tariflöhne in Deutschland in der Industrie sind eine Frechheit. Andere Leute, die nicht in der Branche arbeiten, verdienen lange nicht soviel und leisten gleiches. Auch was derzeit bei den Lufthansa Piloten wieder abgeht, braucht sich vor Größenwahn nicht zu verstecken - die verdienen jetzt schon soviel und wollen immer mehr.

Die Antwort hat Lufthansa mit den HiquQuality Airlines aus Arabien und Fernost schon bekommen - die sind einfach besser.
Und ich stimme dem Vorposter zu, um weiter wettbewerbsfähig zu bleiben in einer globalisierten Welt, wird alles versucht werden, diese abartigen und ungerechtfertigten Löhne in der Industrie zu senken.

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WiWi Gast

Re: Schaffen Gewerkschaften sich selbst ab?

Meiner Meinung nach ist ein IGM genau so wie es sein sollte. Und Deutschland könnte sich das auch leisten.
Klar werden viele Sachen ins Ausland gelagert, genauso wird aber viel dann zurück geholt, weil einfach die Qualität nicht da ist. Und die Löhne auch im Ausland steigen.

Gut, dass ein Stapelfahrer seine 5000 brutto oder so mit zulagen hat, das kann man auf dauer nicht mitmachen.

Aber Akademiker halt ihre 60.000 bis 80.000 verdienen, warum nicht?

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WiWi Gast

Re: Schaffen Gewerkschaften sich selbst ab?

Ja, allerdings sollte man dabei nicht vergessen, dass IGM noch einmal etwas besonderes ist. Die deutschen Autobauer sind schließlich gesegnet mit Gewinnen. Stichwort VW: Jetzt werden 23.000 Stellen bis 2020 abgebaut - natürlich zunächst bei der Nicht-Stammbelegschaft. Aber irgendwann geht es auch der IGM an die Wäsche, und dann sind die Zeiten der 60k-Gehälter für Berufseinsteiger langsam vorbei.

Das ist ungefähr so, als wolle man die Vorteile der Globalisierung daran festmachen, wie Apple und Google ihre Mitarbeiter behandeln - mit kostenlosem Essen, weit überdurchschnittlichen Gehältern etc.

Gewerkschaften haben eine wichtige Funktion und sind sich sicher dessen bewusst, dass sie nur eine lebende Kuh melken können. Natürlich treibt auch mir mancher ver.di-Abschluss die Tränen in die Augen, zumal der Staat sich nicht wirklich wehren kann.

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WiWi Gast

Re: Schaffen Gewerkschaften sich selbst ab?

Fragt sich, ob die IG-Metall-Löhne zu hoch oder die Nicht-Tarif-Löhne zu niedrig sind. Wahrscheinlich beides. Mir ist insbesondere in der hochgelobten IT aufgefallen, dass dort bei Mittelständlern und Dienstleistern die Gehälter fallen. z.B. Einstiegsgehälter von 36k sind dort keine Seltenheit.

Korrekt ist auch die Zunahme an Auslagerungen an (nicht-tarifungebundene) Tochterfirmen, die meist nur den Konzern als einzigen Kunden haben. Oder halt an Dienstleister. Allerdings kenne ich auch im Bereich Automotive Marktführer, die nach jahrelangem Outsourcing teilweise wieder zum Insourcing übergehen. Gründe: KnowHow-Verlust, Qualitätsverlust, Kosten. Insbesondere das hochgelobte Offshoring zu den indischen Kollegen ist oft reines Glücksspiel.

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WiWi Gast

Re: Schaffen Gewerkschaften sich selbst ab?

Eben genau WEIL andere Länder einen geringeren Lebensstandard haben und dort Arbeiter zu lächerlichen Niedriglöhnen arbeiten, muss Deutschland seine eigenen Leute schützen und nicht einfach die Ausnutzung des Auslands auf Kosten des Inlands zulassen. Globalismus ist nur dann ein Problem, wenn wir uns von der ganzen Aussenwelt ankratzen lassen, ohne uns zu wehren.

Lounge Gast schrieb:

Die Tariflöhne in Deutschland in der Industrie sind eine
Frechheit. Andere Leute, die nicht in der Branche arbeiten,
verdienen lange nicht soviel und leisten gleiches. Auch was
derzeit bei den Lufthansa Piloten wieder abgeht, braucht sich
vor Größenwahn nicht zu verstecken - die verdienen jetzt
schon soviel und wollen immer mehr.

Die Antwort hat Lufthansa mit den HiquQuality Airlines aus
Arabien und Fernost schon bekommen - die sind einfach besser.
Und ich stimme dem Vorposter zu, um weiter wettbewerbsfähig
zu bleiben in einer globalisierten Welt, wird alles versucht
werden, diese abartigen und ungerechtfertigten Löhne in der
Industrie zu senken.

antworten
WiWi Gast

Re: Schaffen Gewerkschaften sich selbst ab?

Lounge Gast schrieb:

Die Tariflöhne in Deutschland in der Industrie sind eine
Frechheit. Andere Leute, die nicht in der Branche arbeiten,
verdienen lange nicht soviel und leisten gleiches. Auch was
derzeit bei den Lufthansa Piloten wieder abgeht, braucht sich
vor Größenwahn nicht zu verstecken - die verdienen jetzt
schon soviel und wollen immer mehr.

Immer mehr ist relativ....
Du verdienst eine Summe X und das Leben wird teurer.

Die Antwort hat Lufthansa mit den HiquQuality Airlines aus
Arabien und Fernost schon bekommen - die sind einfach besser.

Die sind nicht besser, die sind lediglich staatlich subventioniert und beuten ihre Mitarbeiter durch billigstlöhne aus.

antworten
WiWi Gast

Re: Schaffen Gewerkschaften sich selbst ab?

Das ist nicht euer Ernst, oder?

Ihr findet also, dass jemand mit IGM-Tarif "zu viel" verdient und man das ändern müsste. Motto: "Wenn es dem Anderen schlechter geht, gehts mir besser".

Der Punkt ist, dass die meisten Firmen mit IGM-Tarif ordentlich Gewinn machen (Rendite um die 10 %), trotz hoher Personalkosten. Hier gibt es also keinen Grund, die Gehälter zu senken. Die IGM sorgt dafür, dass vom Gewinn auch ordentlich was beim Mitarbeiter hängen bleibt und nicht alles ausgeschüttet oder als Boni an die GFÜ bezahlt wird. Die IGM verhindert so, dass die soziale Schere noch weiter aufgeht und noch mehr Jobs in den Niedriglohnbereich abwandern. Das ist genau der Grund, warum es in Deutschland noch einen "sozialen Frieden" gibt, nicht wie in den USA oder Großbritannien (mit entsprechenden politischen Folgen).

Ihr solltet euch lieber dafür einsetzen, dass eure Firmen auch nach Tarif zahlen, anstatt eine Neiddebatte anzustoßen. Alle priviligierten Berufsgruppen in Deutschland (Ärzte, Apotheker, Piloten, Anwälte, Steuerberater, Beamte) würden ihrer eigenen Berufsgruppe nie in die Suppe spucken und sind hochgradig organisiert (in Kammern oder Gewerkschaften). Das nennt man Solidarität. Diesen Berufsgruppen geht es damit ausgesprochen gut, der Kuchen ist groß genug.

Der deutsche Angestellte hingegen lässt sich von den Arbeitgebern derart manipulieren, dass er sogar die Tarifbindung und die Arbeitnehmerorganisationen in Frage stellt. Die einzigen wirksamen Instrumente gegen Lohndumping und Prekarisierung. Als "Einzelkämpfer" kann man ja mehr rausholen. Für die Wenigen, die es in Spitzenpositionen schaffen, mag das vielleicht stimmen. Die Mehrheit fährt mit Organisation und Tarifvertrag besser, siehe IGM- und IGBCE-Tarif.

antworten
WiWi Gast

Re: Schaffen Gewerkschaften sich selbst ab?

Du musst den Spieß aber auch mal umdrehen. Wievielen Leuten wird durch Auslagerungen in Indien, Polen, Tschechien etc. geholfen? Die Leute wären sonst arbeitlos und hätten keine Sozialhilfe in diesen Ländern. Demnach wird das Leid in der Welt unterm Strich gemindert, und der Lohnbuchhalter bei BMW verdient nicht mehr als der gestandene Steuerberater von nebenan. M.E. durchaus akzeptable Gesamtsituation, und by the way auch für bmw ;-)

Lounge Gast schrieb:

Das ist nicht euer Ernst, oder?

Ihr findet also, dass jemand mit IGM-Tarif "zu
viel" verdient und man das ändern müsste. Motto:
"Wenn es dem Anderen schlechter geht, gehts mir
besser".

Der Punkt ist, dass die meisten Firmen mit IGM-Tarif
ordentlich Gewinn machen (Rendite um die 10 %), trotz hoher
Personalkosten. Hier gibt es also keinen Grund, die Gehälter
zu senken. Die IGM sorgt dafür, dass vom Gewinn auch
ordentlich was beim Mitarbeiter hängen bleibt und nicht alles
ausgeschüttet oder als Boni an die GFÜ bezahlt wird. Die IGM
verhindert so, dass die soziale Schere noch weiter aufgeht
und noch mehr Jobs in den Niedriglohnbereich abwandern. Das
ist genau der Grund, warum es in Deutschland noch einen
"sozialen Frieden" gibt, nicht wie in den USA oder
Großbritannien (mit entsprechenden politischen Folgen).

Ihr solltet euch lieber dafür einsetzen, dass eure Firmen
auch nach Tarif zahlen, anstatt eine Neiddebatte anzustoßen.
Alle priviligierten Berufsgruppen in Deutschland (Ärzte,
Apotheker, Piloten, Anwälte, Steuerberater, Beamte) würden
ihrer eigenen Berufsgruppe nie in die Suppe spucken und sind
hochgradig organisiert (in Kammern oder Gewerkschaften). Das
nennt man Solidarität. Diesen Berufsgruppen geht es damit
ausgesprochen gut, der Kuchen ist groß genug.

Der deutsche Angestellte hingegen lässt sich von den
Arbeitgebern derart manipulieren, dass er sogar die
Tarifbindung und die Arbeitnehmerorganisationen in Frage
stellt. Die einzigen wirksamen Instrumente gegen Lohndumping
und Prekarisierung. Als "Einzelkämpfer" kann man ja
mehr rausholen. Für die Wenigen, die es in Spitzenpositionen
schaffen, mag das vielleicht stimmen. Die Mehrheit fährt mit
Organisation und Tarifvertrag besser, siehe IGM- und
IGBCE-Tarif.

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WiWi Gast

Re: Schaffen Gewerkschaften sich selbst ab?

Der Mann meiner Cousine ist Araber und hat jahrelang bei einer arabischen Airline gearbeitet. Am Boden, kein fliegendes Personal. Der hat da wirklich sehr gut verdient. Keine Spur von Ausbeutung.
In seinem Bekanntenkreis gab es auch Piloten. Da schienen alle sehr zufrieden zu sein.

Man muss sich aber schon fragen, wie es sein kann, dass ein Lufthansa-Kapitän 225k im Jahr verdient. Und dann noch benefits, die es zusätzlich gibt. Auch die Betriebsrente ist absurd hoch.

Man müsste das mal mit einem Airbus-Kapitän vergleichen, der als Soldat bei der Luftwaffe fliegt.

Lounge Gast schrieb:

Die Antwort hat Lufthansa mit den HiquQuality Airlines aus
Arabien und Fernost schon bekommen - die sind einfach
besser.

Die sind nicht besser, die sind lediglich staatlich
subventioniert und beuten ihre Mitarbeiter durch
billigstlöhne aus.

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WiWi Gast

Re: Schaffen Gewerkschaften sich selbst ab?

Wen juckts ob Leuten im Ausland geholfen wird? Diese scheinheilige altruistische Absicht wird meist vorgeschoben vor wirtschaftliche Überlegungen der Unternehmen. Der Staat hat nur Verantwortung, die Interessen der Bürger des eigenen Landes zu vertreten. Wir wissen ja bereits wunderbar, dass Unternehmen meist sehr söldnerisch in dieser Hinsicht agieren

Lounge Gast schrieb:

Du musst den Spieß aber auch mal umdrehen. Wievielen Leuten
wird durch Auslagerungen in Indien, Polen, Tschechien etc.
geholfen? Die Leute wären sonst arbeitlos und hätten keine
Sozialhilfe in diesen Ländern. Demnach wird das Leid in der
Welt unterm Strich gemindert, und der Lohnbuchhalter bei BMW
verdient nicht mehr als der gestandene Steuerberater von
nebenan. M.E. durchaus akzeptable Gesamtsituation, und by the
way auch für bmw ;-)

Lounge Gast schrieb:

Das ist nicht euer Ernst, oder?

Ihr findet also, dass jemand mit IGM-Tarif "zu
viel" verdient und man das ändern müsste. Motto:
"Wenn es dem Anderen schlechter geht, gehts mir
besser".

Der Punkt ist, dass die meisten Firmen mit IGM-Tarif
ordentlich Gewinn machen (Rendite um die 10 %), trotz
hoher
Personalkosten. Hier gibt es also keinen Grund, die
Gehälter
zu senken. Die IGM sorgt dafür, dass vom Gewinn auch
ordentlich was beim Mitarbeiter hängen bleibt und nicht
alles
ausgeschüttet oder als Boni an die GFÜ bezahlt wird. Die
IGM
verhindert so, dass die soziale Schere noch weiter aufgeht
und noch mehr Jobs in den Niedriglohnbereich abwandern.
Das
ist genau der Grund, warum es in Deutschland noch einen
"sozialen Frieden" gibt, nicht wie in den USA
oder
Großbritannien (mit entsprechenden politischen Folgen).

Ihr solltet euch lieber dafür einsetzen, dass eure Firmen
auch nach Tarif zahlen, anstatt eine Neiddebatte
anzustoßen.
Alle priviligierten Berufsgruppen in Deutschland (Ärzte,
Apotheker, Piloten, Anwälte, Steuerberater, Beamte) würden
ihrer eigenen Berufsgruppe nie in die Suppe spucken und
sind
hochgradig organisiert (in Kammern oder Gewerkschaften).
Das
nennt man Solidarität. Diesen Berufsgruppen geht es damit
ausgesprochen gut, der Kuchen ist groß genug.

Der deutsche Angestellte hingegen lässt sich von den
Arbeitgebern derart manipulieren, dass er sogar die
Tarifbindung und die Arbeitnehmerorganisationen in Frage
stellt. Die einzigen wirksamen Instrumente gegen
Lohndumping
und Prekarisierung. Als "Einzelkämpfer" kann
man ja
mehr rausholen. Für die Wenigen, die es in
Spitzenpositionen
schaffen, mag das vielleicht stimmen. Die Mehrheit fährt
mit
Organisation und Tarifvertrag besser, siehe IGM- und
IGBCE-Tarif.

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WiWi Gast

Re: Schaffen Gewerkschaften sich selbst ab?

Gewerkschaftler verdienen zu gut, nicht Gewerkschaftler viel zu wenig.

Nach meinen Beobachtungen führt der Fachkräftemangel nicht zu höheren Gehältern, eher das Gegenteil ist der Fall (was eigentlich völlig irrational sein sollte). Der Fachkräftemangel wird in Deutschland dadurch kompensiert das immer mehr Arbeitgeber AT Verträge ohne Arbeitszeiten bereits an Absolventen und sogar nicht Akademiker aushändigen oder diese schlichtweg nicht vergüten und trotzdem verlangen ("such dir halt was anderes" oder "ist in der Branche halt so üblich"). Die "Light-Variante" ist das nur noch 40h Verträge an neue Kollegen selbst bei alten IG-Größen über TU´s ausgehändigt werden (natürlich bei weniger Geld). Der Mangel wird dann einerseits durch die Unternehmen mit massiven Druck auf die Arbeitnehmer und Überstunden versucht zu kompensieren. Auf der anderen Seite sorgt der Staat mit höherem Renteneintrittsalter, Turboschülern/studenten die rein auf die Wirtschaft getrimmt sind, Enteignung der arbeitslos gewordenen, gesellschaftlichem Karrieredruck auf Mütter, Befristungen und Arbeitnehmerüberlassungen und Co. für immer mehr Druck von außen. Nicht umsonst werden die deutschen Arbeitnehmer immer kränker, depressiver und flüchten sich in Beamtenjobs. Auch hat es den Anschein das die Arbeitgeber kollektiv (analog Preisabsprache) die löhne unten halten nach dem Motto "lieber eine Stelle unbesetzt und möglicherweise Aufträge die wir nicht annehmen können als einen Bieterkrieg auszulösen".

Sollte sich der gemeine Deutsche das nicht gefallen lassen wird halt notfalls mit Enteignung des Eigenheims oder des Sparbuchs gedroht bevor es Unterstützung durch den Staat gibt. Und auch wer kein Eigenheim finanziert muss schließlich Miete zahlen und will am gesellschaftlichen Leben teilhaben.

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WiWi Gast

Re: Schaffen Gewerkschaften sich selbst ab?

In Deutschland ist es inzwischen wichtiger, wo man arbeitet als was man arbeitet.

Ein Facharbeiter bei einem Großkonzern mit Tarif bekommt auch 60k EUR p. a. Akademiker auf Sachbearbeiterebene 80k EUR. Tarif sei Dank.

Hinzu kommen noch Schmankerl wie Gleitzeit mit bezahlten Ü-Stunden, Home-Office, 30 Tage Urlaub, Bildungsurlaub, U-/W-Geld, Bonuszahlungen, etc. Alles im Tarif bzw. per Betriebsvereinbarung geregelt.

Und Deutschland ist trotzdem wettbewerbsfähig. Das zeigen die Zahlen der OECD:

http://stats.oecd.org/index.aspx?DataSetCode=ANHRS

http://stats.oecd.org/Index.aspx?DatasetCode=LEVEL

Natürlich müssen die Gewerkschaften auch vernünftig bleiben und das Maß halten. Der Mehrklassen-Arbeitsmarkt in D ist z. B. ein Ergebnis der Sturheit der Gewerkschaften. Die wollten auf keinen Fall eine Lockerung des Kündigungsschutzes akzeptieren. Die Firmen brauchten aber mehr Flexibilität. Der Staat musste also neue Werkzeuge einführen oder vorhandene liberalisieren (Arbeitnehmerüberlassung, Zeitarbeit, etc.).

Dadurch wurde in den letzten 15 Jahren eine ganze Branche geschaffen: Die Personaldienstleister.

Der Hauptnachteil daran ist, dass sich die Rekrutierungs- und Einstellmethoden komplett verändert haben. Die meisten Stellen werden heute nämlich gar nicht mehr ausgeschrieben, sondern direkt an die Externen vergeben, die sowieso schon in den Abteilungen arbeiten. Hier haben die Gewerkschaften eindeutig versagt.

Nutznießer sind die Arbeitgeber und die Stammbelegschaft. Das Beispiel Volkswagen zeigt, dass die Stammbelegschaft trotz Stellenabbau nichts zu befürchten hat. Betriebsbedingte Kündigungen gibt es nicht. Die Zeitarbeiter hingegen werden als flexible Reserve gehalten und dann auch noch schlechter bezahlt. Trotz allem ein Beweis für gute Betriebsrats-Arbeit.

Unter Strich zeigt sich, dass Gewerkschaften sich für den Arbeitnehmer immer lohnen. Je organisierter die AN sind, desto besser sind die Arbeitsbedingungen und Konditionen (s. IGM, Ärzte, Piloten, Beamte, Kammer-Berufe).

antworten
WiWi Gast

Re: Schaffen Gewerkschaften sich selbst ab?

Kleine Gruppen mit Machtfunktionen können ihre Interessen viel besser durchsetzen als die grosse Masse. Bei den Beamten stimmt das Beispiel nicht, weil sie nicht streiken dürfen. Stattdessen hättest Du die Angestellten im ÖD aufführen müssen. Die dürfen streiken. Man denke nur mal an die Kindergärtnerinnen ("Erzieherinnen"). Die Fluglotsen waren früher mal Beamte. Durften daher eigentlich nicht streiken. Aber der "Dienst nach Vorschrift" hatte so viel Druck aufgebaut (Flugverkehr lahmgelegt), dass sie ihren Beamtenstatus abgeben durften und Angestellte wurden. Das war ihr Ziel, und sie haben es auch durchgesetzt.

Lounge Gast schrieb:

Je organisierter die AN sind,
desto besser sind die Arbeitsbedingungen und Konditionen (s.
IGM, Ärzte, Piloten, Beamte, Kammer-Berufe).

antworten
Bateman

Re: Schaffen Gewerkschaften sich selbst ab?

Es ist keine Neiddebatte, wenn man kein Verständnis hat, dass in IGM-Betrieben für Hilfsarbeiterjobs teilweise mehr gezahlt wird als in anderen Betrieben für Akademiker. Oder wenn die Jobs dort mehr über Vitamin B vergeben werden bzw. Auswahlkriterium ist, ob bereits Familienmitglieder dort arbeiten.

Natürlich reagieren die Betriebe mit Tarifbindung auf diese Konditionen. Da werden dann neue Stellen nur mit Zeitarbeitern besetzt, Dienstleister ohne Tarifbindung eingesetzt etc. Ursache und Wirkung sind dan, dass IGM-Verträge parasitäre Züge annehmen, die alle die "drin"sind leistungsunabhängig belohnen, während die Zeche die zahlen, die "draussen" sind.

antworten
WiWi Gast

Re: Schaffen Gewerkschaften sich selbst ab?

Nicht jede Berufsgruppe hat starke Gewerkschaften. Meine Frau arbeitet für eine Apotheke und entgegen der Meinung verdient man als angestellter Apotheker lächerlich wenig im Verhältnis zu den Beträgen die bei großen Unternehmen für Chemiker/Apotheker gezahlt werden. Die Inhaber (sprich selbstständigen Apotheker) brauchen keine Gewerkschaft und man kann beobachten, dass diese wo immer mögliche versuchen den Tarif zu umgehen. Durch die starke Fragmentierung (d.h. viele kleine Apotheken) ist kaum ein koordiniertes Vorgehen der Gewerkschaft zu beobachten.

Die Konsequenz ist eine Gewerkschaft, welche im realen Leben der Belegschaft kaum noch eine Rolle spielt. Das wirkt sich mittelbar auf deutlich geringere Lohnsteigerungen, etc. aus.
Ein weiteres Beispiel hierfür sind Banken. Die letzte Gehaltsrunde hier war mehr als lächerlich (

antworten
WiWi Gast

Re: Schaffen Gewerkschaften sich selbst ab?

Wenn ich Pharmazie studiere, dann wäre mein Ziel auch die eigene Apotheke.

Dass wiederum Großkonzerne viel zahlen, mag Deine Frau erzählen (weil das Gras auf der anderen Seite des Zauns immer grüner ist), aber ob es stimmt, weißt Du nicht. Als BLWer in einer Steuerberatungsklitsche könnte ich bspw. auch sagen "Beim Konzern verdient man viel mehr", aber es gibt auch in Konzernen ein Haufen Fußvolk, das nicht soviel verdient.

Letztendlich macht der Apotheker einen Verkäufer-Job, der aus irgendwelchen Gründen (Lobbyarbeit) in D immer noch total hoch angesehen ist. Geh mal nach Amerika - da sehen die Apotheken so aus wie hier die Rewe-Mega-Stores.

Lounge Gast schrieb:

Nicht jede Berufsgruppe hat starke Gewerkschaften. Meine Frau
arbeitet für eine Apotheke und entgegen der Meinung verdient
man als angestellter Apotheker lächerlich wenig im Verhältnis
zu den Beträgen die bei großen Unternehmen für
Chemiker/Apotheker gezahlt werden. Die Inhaber (sprich
selbstständigen Apotheker) brauchen keine Gewerkschaft und
man kann beobachten, dass diese wo immer mögliche versuchen
den Tarif zu umgehen. Durch die starke Fragmentierung (d.h.
viele kleine Apotheken) ist kaum ein koordiniertes Vorgehen
der Gewerkschaft zu beobachten.

Die Konsequenz ist eine Gewerkschaft, welche im realen Leben
der Belegschaft kaum noch eine Rolle spielt. Das wirkt sich
mittelbar auf deutlich geringere Lohnsteigerungen, etc. aus.
Ein weiteres Beispiel hierfür sind Banken. Die letzte
Gehaltsrunde hier war mehr als lächerlich (

antworten
WiWi Gast

Re: Schaffen Gewerkschaften sich selbst ab?

Blödsinn, von Berufsbildern scheinbar keine Ahnung.
Ein Apotheker macht mehr als Medikamente verkaufen. Für den reinen Verkauf der (rezeptfreien) Produkte gibt es PTAs. Ein Apotheker berät zu relevanten komplexen med. Fragen. Das kann keine Verkaufshilfe aus nem Kik leisten. Zudem stellen Apotheker Rezepturarzneimittel her, versorgen Krankenhäuser/Pflegeeinrichtungen mit Arznei, fungieren als Ansprechpartner für Fragen und prüfen eingehende Mittel nach Vorgabe des deutschen Arzneibuchs.
Da bei den Amis Tabletten wie Gummibärchen ohne Beratung verkauft werden, braucht man da auch keine Fachkräfte.

Lounge Gast schrieb:

Letztendlich macht der Apotheker einen Verkäufer-Job, der aus
irgendwelchen Gründen (Lobbyarbeit) in D immer noch total
hoch angesehen ist. Geh mal nach Amerika - da sehen die
Apotheken so aus wie hier die Rewe-Mega-Stores.

antworten
WiWi Gast

Re: Schaffen Gewerkschaften sich selbst ab?

Lass mich raten: Du bist Apotheker oder Pharmazie-Student, richtig?

Lounge Gast schrieb:

Blödsinn, von Berufsbildern scheinbar keine Ahnung.
Ein Apotheker macht mehr als Medikamente verkaufen. Für den
reinen Verkauf der (rezeptfreien) Produkte gibt es PTAs. Ein
Apotheker berät zu relevanten komplexen med. Fragen. Das kann
keine Verkaufshilfe aus nem Kik leisten. Zudem stellen
Apotheker Rezepturarzneimittel her, versorgen
Krankenhäuser/Pflegeeinrichtungen mit Arznei, fungieren als
Ansprechpartner für Fragen und prüfen eingehende Mittel nach
Vorgabe des deutschen Arzneibuchs.
Da bei den Amis Tabletten wie Gummibärchen ohne Beratung
verkauft werden, braucht man da auch keine Fachkräfte.

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WiWi Gast

Re: Schaffen Gewerkschaften sich selbst ab?

Knapp daneben. Personaler in einer Klinikkette.

Lounge Gast schrieb:

Lass mich raten: Du bist Apotheker oder Pharmazie-Student,
richtig?

Lounge Gast schrieb:

Blödsinn, von Berufsbildern scheinbar keine Ahnung.
Ein Apotheker macht mehr als Medikamente verkaufen. Für
den
reinen Verkauf der (rezeptfreien) Produkte gibt es PTAs.
Ein
Apotheker berät zu relevanten komplexen med. Fragen. Das
kann
keine Verkaufshilfe aus nem Kik leisten. Zudem stellen
Apotheker Rezepturarzneimittel her, versorgen
Krankenhäuser/Pflegeeinrichtungen mit Arznei, fungieren
als
Ansprechpartner für Fragen und prüfen eingehende Mittel
nach
Vorgabe des deutschen Arzneibuchs.
Da bei den Amis Tabletten wie Gummibärchen ohne Beratung
verkauft werden, braucht man da auch keine Fachkräfte.

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WiWi Gast

Re: Schaffen Gewerkschaften sich selbst ab?

Hier der TE: ich sehe auch schon längst den Trend hin zu Zeitarbeit, befristeten Verträgen, wo möglich bewusstes Umgehen der richtigen Entgeltstufen etc. Mir scheint es, dass sich die Arbeitgeber (bzw. konkrete Abteilungsleiter etc.) mittlerweile gezwungen sehen, sich doppelt und dreifach abzusichern, bevor jemand regulär und insoweit unkündbar eingestellt wird.

Ich denke das hat nichts mit ''bereits gehirngewaschen sein'' seitens der Arbeitgeberwelt zu tun, eher eine nüchterne Beobachtung der Entwicklungen in den letzten 10-20 Jahren. Darauf zielt eigentlich der Titel ab, es werden auf Grund des Lohnniveaus schon längst weniger Stellen geschaffen, abgebaut, ausgelagert etc. Die Zeche zahlen wie schon oben erwähnt eher die, die es nicht oder nicht zur rechten Zeit ''rein'' geschafft haben. Ferner geht die Einkommensschere zwischen bspw. Metallern und Leuten aus Dienstleistungbranche bereits derart weit auseinander, dass man sich fragen kann, welcher Art von ''sozialer Gerechtigkeit'' jedes Jahr im Rahmen der Tarifrunden nachgegangen wird.

Das soll jetzt kein Metaller-Bashing oder Ähnliches werden. Nur frage ich mich ernsthaft, ob sich die IGM weiterhin einen Gefallen damit tut, das Lohnniveau in der gewohnten Weise weiter und weiter hochzuschrauben. In offiziellen Statements wird ja sogar zugegeben, dass in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten stetige Reallohnsteigerungen durchgebracht wurden. Inwiefern das noch in Relation zu anderen Branchen stehen soll, wird natürlich nicht kommentiert. Fakt ist, das bereits sehr viele ''normale Arbeiter'' eben nicht mehr fair im Rahmen der Metallindustrie beschäftigt werden können, da Auslagerungen ins Ausland bereits in den Achtzigern begonnen haben. Seltsam finde ich auch, dass durchgebrachte Verhandlungen im Netz ziemlich breit getreten werden. Wenn es dann mal Standortschließungen gibt, wie z.B. kürzlich das MAN-Werk in Hamburg, werden Berichte darüber eher schlank gehalten und einige Fotos gezeigt, in denen entlassene Arbeiter weiter ''demonstrieren''.

Wäre ich Verantwortlicher bei der IGM, würde ich definitv erst mal kürzer treten. Verhungern würde definitv niemand, und der Bandarbeiter in Hamburg wird in 10 Jahren keine 65.000 EUR bezahlt bekommen müssen ;-)

antworten
WiWi Gast

Re: Schaffen Gewerkschaften sich selbst ab?

Naja, also auch daran interessiert, dass Honig und Milch weiterhin reichlich in das Gesundheitssystem fließen.

Nenn mir mal einen vernünftigen Grund, warum es gefühlt genau so viele Apotheken wie Friseure gibt?!

Der Brüller ist auch "stellen Apotheker Rezeptarzneien her" - klar, schön das Bild des grauhaarigen Weißkittels pflegen, der liebevoll mit Stößel in der Steinschale die Medizin für die Omi herstellt.

Bullshit!

Lounge Gast schrieb:

Knapp daneben. Personaler in einer Klinikkette.

Lounge Gast schrieb:

Lass mich raten: Du bist Apotheker oder Pharmazie-Student,
richtig?

Lounge Gast schrieb:
...

antworten
WiWi Gast

Re: Schaffen Gewerkschaften sich selbst ab?

Was ist denn an Reallohn Erhöhung schlecht?
Die Unternehmen vermelden ja auch Rekordgewinne usw.
Manager erhöhten sich Gehälter um Millionen...
Aber der kleine Mann soll kürzer treten, alles klar.
Fährt man das Unternehmen an die wann gibt es Millionen Abfindung. Bucht man das Pfand nicht richtig wird man fristlos entlassen

antworten
WiWi Gast

Re: Schaffen Gewerkschaften sich selbst ab?

Die Gehälter in der Metall- und Elektroindustrie (M+E) sind schon sehr ordentlich, vor allem in Verbindung mit der 35-h-Woche. Die IGM muss hier aufpassen, dass sie nicht über das Ziel hinausschießt und noch mehr verlangt.

Dennoch sind die Gehälter und die jährlichen Erhöhungen dort gerechtfertigt. Die Firmen steigern ihre Umsätze und Gewinne schließlich auch deutlich. M+E ist eine der wenigen Branchen, wo die Mitarbeiter dank der IGM tatsächlich am Wachstum teilhaben und daher von der Globalisierung profitieren. Die Vorstandsgehälter sind ja auch regelrecht explodiert.

Die Gewerkschaften in Deutschland haben es durch ihren Organisatitonsgrad und die gesetzliche Mitbestimmung geschafft, dass breite Beschäftigungsgruppen ordentlich bezahlt werden und nicht nur das Top-Management. Dass das viele "Vielleicht-Mal-Manger" hier im Forum stört, wundert mich nicht.

Nicht in allen Branchen gibt es solche Gehälter. Zum Großteil liegt das am niedrigeren Organisationsgrad dort (z. B. im Einzelhandel), aber auch an den niedrigeren Margen.

Also nicht schreien "die Metaller verdienen zu gut", sondern in der eigenen Branche für Verbesserungen sorgen, z. B. durch Beitritt zu einer Gewerkschaft.

Ich habe oben die OECD-Links gepostet. Deutschland ist trotz der hohen Industrielöhne sehr wettbewerbsfähig, egal was die Arbeitgeber sagen.

antworten
WiWi Gast

Re: Schaffen Gewerkschaften sich selbst ab?

Apotheker stellen nach wie vor Arzneimittel her. Das ist ein Fakt (eine Info, die man sogar problemfrei ergooglen kann). Wenn du keine Ahnung von der Thematik hast, dann hör doch bitte auch, unqualifizierte Kommentare abzugeben. Danke!

Lounge Gast schrieb:

Naja, also auch daran interessiert, dass Honig und Milch
weiterhin reichlich in das Gesundheitssystem fließen.

Nenn mir mal einen vernünftigen Grund, warum es gefühlt genau
so viele Apotheken wie Friseure gibt?!

Der Brüller ist auch "stellen Apotheker Rezeptarzneien
her" - klar, schön das Bild des grauhaarigen Weißkittels
pflegen, der liebevoll mit Stößel in der Steinschale die
Medizin für die Omi herstellt.

Bullshit!

Lounge Gast schrieb:

Knapp daneben. Personaler in einer Klinikkette.

Lounge Gast schrieb:

Lass mich raten: Du bist Apotheker oder
Pharmazie-Student,
richtig?

Lounge Gast schrieb:
...

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Anforderungen an Betriebsräte und politische Entwicklungen

Ein Grashalm vor untergehender Sonne.

In letzter Zeit kommt von ziemlich unerwarteter Seite Bewegung in die Diskussion um die Arbeitsbedingungen und die faire Entlohnung von Mitarbeitern. Fernsehreportagen über die Bedingungen von Leiharbeitern bei Amazon und Wiesenhof zeigten unter welchem Druck die Menschen arbeiteten. Als Leiharbeitnehmer können sie sich zudem nur schwerlich an den Betriebsrat des entleihenden Unternehmens wenden.

Arbeitsheft »Mitbestimmung«

Betriebliche Arbeitnehmervertretungen Mitbestimmung Gewerkschaft

Das Arbeitsheft bietet eine umfangreichen Sachanalyse des komplexen Themas „Mitbestimmung in der Arbeitswelt im Zeichen der Globalisierung“.

Gewerkschaftsgeschichte.de liefert historische Details zur Geschichte von Arbeit und Gewerkschaften

Screenshot Homepage gewerkschaftsgeschichte.de

Das Informationsportal Gewerkschaftsgeschichte ist ein kostenloses Angebot für alle Geschichtsinteressierten. Geschichtliche Fakten zu den Themen Arbeit, Gewerkschaften und Mitbestimmung in Deutschland werden mithilfe von Videos, Tonaufnahmen und zahlreichen Fotos detailliert veranschaulicht.

Höhere Löhne in Unternehmen mit Betriebsrat

Der Ausschnitt eines Riesenrades mit gelben und roten Gondeln.

Unternehmen mit Betriebsrat zahlen deutlich höhere Löhne als Unternehmen ohne Betriebsrat. Zudem ist in Unternehmen mit Betriebsrat der Abstand zwischen den Lohngruppen kleiner, das heißt die Lohnspreizung ist bei ihnen geringer.

Deutsches Mitbestimmungsmodell besser als sein Ruf

Betriebliche Arbeitnehmervertretungen Mitbestimmung Gewerkschaft

Prof. Dr. Bernd Frick, Dekan der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften der Privaten Universität Witten/Herdecke bricht eine Lanze für Arbeitnehmer-Mitbestimmung in deutschen Betrieben.

JobTrends 2017: Gute Jobaussichten für Wirtschaftswissenschaftler

Screenshot: Jobtrends-Studie 2017 von Kienbaum und Staufenbiel.

Was Berufseinsteiger im Jahr 2017 wissen müssen, dem ist die JobTrends-Studie von Staufenbiel und Kienbaum nachgegangen. Personaler checken Bewerbungen oft nur in maximal fünf Minuten. In nur sechs Prozent der Fälle googlen Entscheider den Namen der Bewerber. Punkten können Absolventen beim Berufseinstieg eher mit Praxiserfahrung als mit einem guten Studienabschluss. Beim Gehalt können Berufseinsteiger aktuell fünf bis zehn Prozent mehr heraushandeln.

Millenials mit Angst um Arbeitsplatz durch holprigen Berufsstart

Frau klettert in der Halle nach oben.

Die Generation Y, der zwischen 1980 und 1999 Geborenen, ist durch Probleme beim Berufseinstieg geprägt. Die Konsequenzen sind ein Gefühl der Unsicherheit und Angst um den Arbeitsplatz. Die unter 35-Jährigen Millenials denken zudem überwiegend individualistisch, zeigt eine von der Hans-Böckler-Stiftung geförderte Studie.

McKinsey-Fellowship: Einstiegsprogramm Marketing & Sales für Studenten

Ein weißes Schild an einer roten Wand mit roter Aufschrift Warenausgabe und einem Pfeil nach links.

Hochschulabsolventen mit ersten Berufserfahrungen und Interesse an Marketing und Vertrieb können sich ab sofort für das Marketing & Sales Fellowship von der Unternehmensberatung McKinsey & Company bewerben. Der neue Jahrgang des Programms startet zum 1. Oktober 2017 in Düsseldorf, München oder Köln. Die Bewerbung ist bis zum 23. April 2017 möglich.

Berufseinstieg: Stipendiaten fordern bessere Digitalausbildung im Studium

Einstieg, Enter, Berufseinstieg,

Die Digitalisierung ist längst nicht mehr aufzuhalten. Um auf dem zukünftigen Arbeitsmarkt bestehen zu können, sollten junge Talente während des Studiums darauf vorbereitet werden. Fähigkeiten in der Analyse großer Datenmengen, Webanalysen und Programmierung zu besitzen, sehen Toptalente für den Berufseinstieg als zentral an. Das ergeben die neuen Ergebnisse der Umfrage „Most Wanted“ des Karrierenetzwerks e-fellows.net und der Unternehmensberatung McKinsey & Company.

Bildung auf einen Blick 2016: Start ins Berufsleben funktioniert

OECD-Bildungsbericht-2016 Start-ins-Berufsleben

Die aktuelle OECD-Studie „Bildung auf einen Blick 2016“ bestätigt: Die deutsche Erwerbslosenquote liegt in allen Bildungsbereichen unter dem OECD-Durchschnitt. Das berufliche Bildungssystem in Deutschland beweist seine Stärke durch den reibungslosen Übergang von der Ausbildung in den Beruf. Der Bericht zeigt, wer einen Studienabschluss ergreift, hat einen Gehaltsvorteil von mehr als 50 Prozent. Im Ländervergleich sind in Deutschland besonders MINT-Studiengänge beliebt.

Literatur-Tipp: Top-Karriere mit Staufenbiel Wirtschaftswissenschaftler

Handbuch-Staufenbiel Wirtschaftswissenschaftler 2010

Der erste Job soll top sein: Wer als Wirtschaftswissenschaftler nach der Uni durchstarten will, sollte auch Experte in Sachen Karriere, Bewerbung, Arbeitgeber und Einstiegsgehälter sein. Wie es mit Karriere und Jobeinstieg klappt, das zeigt zweimal im Jahr jeweils die aktuelle Ausgabe von »Staufenbiel Wirtschaftswissenschaftler«.

Unternehmen legen bei Absolventen am meisten Wert auf Praxiserfahrung

Eine blaue Mappe mit der weißen Aufschrift Bewerbung rechts oben in der Ecke, auf einem Hocker im Garten.

Die Hochschul-Recruiting-Studie 2014 der Jobbörse Jobware und der Hochschule Koblenz deckt die wichtigsten Einstellungskriterien auf. Die Unternehmen legen bei Absolventen am meisten Wert auf die Praxiserfahrung, den passenden Studiengang und Studienschwerpunkt.

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