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Berufseinstieg: Wo & WieÖD

Öffentlicher Dienst - bleiben oder gehen ?

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WiWi Gast

Öffentlicher Dienst - bleiben oder gehen ?

Hallo,

ich wollte mal Eure Meinung zu meiner Situation hören. Mein Problem: Mir gehts zu gut :-)

Ich bin jetzt 29 und mit meiner Promotion (in Mathematik) durch und habe eine lockere Stelle im Öffentlichen Dienst, wo ich bis zur Rente bleiben könnte. Das Gehalt ist nicht berauschend, aber für die Tätigkeit mehr als fair.

Oft denke ich aber, dass ich zu umtriebig für den ÖD bin und habe mich nach Stellen in der freien Wirtschaft umgesehen. Während der abklingenden Wirtschaftskrise musste ich feststellen, dass auf Standard-Diplomer-Stellen auch nicht besser gezahlt wird als im Öffentlichen Dienst nach 4 Jahren Berufserfahrung. Also soweit erstmal kein Grund zu wechseln.

Die Wirtschaft lockt zwar mit besseren Aufstiegschancen - aber birgt auch das Risiko, ein mäßig bezahltes Arbeitstier in der Nicht-Führungs-Laufbahn zu werden.

Nun stellt sich also die Frage: Sollte man zu einem Job wechseln, der unsicherer ist und ein schlechteres "Preis-Leistungs-Verhältnis" hat, nur damit man sich im Beruf nicht unterfordert ?

Eine mich motivierende Alternative wären Unternehmen/Stellen, wo explizit Doktoren gesucht und auch so bezahlt werden. Unternehmensberatungen, Vorstandsassistenten, Industrieforschung - was fällt Euch da noch so ein ?

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WiWi Gast

Re: Öffentlicher Dienst - bleiben oder gehen ?

was machst du genau im öd?

alternativ: starte doch nebenher ein paar projekte (startup) während du im öd weiterhin schäfchen zählst.
stichwort diversifikation: festes grundeinkommen und die chance /risiko mit einem unternehmen gutes geld zu machen!

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WiWi Gast

Re: Öffentlicher Dienst - bleiben oder gehen ?

naja willst Du am Ende Deines Lebens sage: ich habe 30 Jahre einen langweiligen und mich unterforderneden Job gemaqcht und bistzudem nach 10Jahren eh nicht mehr vermittlungsfähig und ewig an den ÖD gebunden und meist auch an eine Stadt....jede we er mag aber sich freiwillig zum Sklaven zu machen ist schon hart...also ich habe 0 Respekt vor solchen Menschen

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WiWi Gast

Re: Öffentlicher Dienst - bleiben oder gehen ?

Es kann ja kaum sein, dass du mit 29 schon "verbeamtet" bist, also ist die Annahme, dass du dort bis zur Rente bleiben kannst (noch) nicht ganz so richtig.

Das mit dem "Preis-Leistungs-Verhältnis" hast du zutreffend beschrieben, ich denke als Berater oder Vorstandsassi ist dieses Verhältnis ziemlich mies.

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WiWi Gast

Re: Öffentlicher Dienst - bleiben oder gehen ?

Bei den von dir genannten Alternativen solltest du auch auf die Einbußen deiner Lebensqualität achten.

Zwar verdienst du bei UBs & Co wesentlich mehr als im ÖD, jedoch zahlst du dafür auch einen hohen Preis im Vergleich zu deiner "Freizeit" im ÖD.

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WiWi Gast

Re: Öffentlicher Dienst - bleiben oder gehen ?

Dann hier mal ein Beitrag von einer anderen Seite:
Ich (m., 25 J., Wiwi-Uni-Diplom mit 1.4) habe nach 11 Monaten intensiver Suche endlich eine befristete Stelle für ein Jahr bekommen. Habe 98 Bewerbungen geschrieben, von kleinen Firmen bis Großkonzernen, daneben noch eigeninitiativ IT-Weiterbildungen gemacht.
Während dieser Zeit habe ich von Hartz IV gelebt, mußte mich immer wieder selbst motivieren, um nicht aufzugeben. Habe auch miterlebt, wie zahlreiche Bekannte durch die Krise arbeitslos wurden, Gehälter gekürzt wurden oder Kurzarbeit machen mußten. Andere (wie Du) sind zwar mit ihrem Job nicht ganz zufrieden, sind aber froh, Arbeit und damit ein festes Einkommen zu haben. Berufseinsteiger mit Super-Abschlüssen und Auslandssemester haben zig Bewerbungen geschrieben und monatelang gesucht, sogar einige Promovierte mit Prädikatsexamen waren darunter. Ein paar Absolventen aus meinem Abschlussjahrgang sind ins Ausland gegangen, weil sie hier nach etlichen Bewerbungen und nur Absagen keine Chancen mehr sahen.
Aus meine zahlreichen Erfahrungen kann ich Dir nur raten, im ÖD zu bleiben. Was willst Du mehr als eine angemessene Bezahlung und einen sicheren Arbeitsplatz (und dann noch langfristig)? In der Industrie geht es knallhart zu, heutzutage fliegst Du schneller raus als Dir lieb ist. Weißt Du, ob der nächste potenzielle Arbeitsplatz besser ist?
Aufschwung? Ich bin sehr enttäuscht von Politik und den Personalabteilungen der Firmen. Viele Unternehmen haben es noch nicht mehr nötig, dem Bewerber auf eine ausgeschriebene Stelle zu antworten oder abzusagen. Die Arbeitslosenstatistik ist nach unten geschönt. Die Heizkosten und Renteneinzahlungen bei Hartz IV fallen jetzt auch weg.
Beim VG hat man mir schon gesagt, dass keine Aussicht auf Verlängerung oder Umwandlung in eine unbefristete Stelle besteht - also geht spätestens in ein paar Monaten der ganze "Spaß" mit dem Bewerben wieder los.
Dann lieber etwas Langeweile und 'ne ruhige Kugel schieben als so etwas zu erleben, das geht an die Substanz!

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WiWi Gast

Re: Öffentlicher Dienst - bleiben oder gehen ?

Arbeit im ÖD ist generell eine Mentalitätsfrage. Ich arbeite lieber für das Gemeinwohl der Steuerzahler, als für einen renditegeilen Kapitalisten bzw. die dividendengeilen Aktionäre. Darüberhinaus bietet der ÖD die unvergleichliche Jobsicherheit bei überschaubarer Arbeitsbelastung und zumindestens im höheren Dienst stimmt auch die Gehalts-Arbeitszeit-Relation. Das ist das "süsse Gift" des ÖD, an dem die meisten kleben bleiben.
Ich würde nie nur für gleich viel Geld in die vergleichsweise unsichere Wirtschaft wechseln. Etwas mehr Kohle muss bei jedem Wechsel rausspringen, sonst macht man sich ja verdächtig, gehen zu müssen.
Ansonsten würde ich einen Wirtschaftsjob nur als quasi Trainingsstelle, Eigenkapital- und Netzwerkaufbau für potentielle Kunden zum Aufbau einer Selbständigkeit nutzen, wenn man der Unternehmertyp ist.
Wer immer nur für andere arbeitet, wird niemals reich!

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WiWi Gast

Re: Öffentlicher Dienst - bleiben oder gehen ?

In welcher EG bist du denn eingrupiert?

Allgemein: So viel Freizeit wie im ÖD wirst du in der Privatwirtschaft nie haben. Daher also: Wenn du viele, zeitinternsive Hobbys hast, die du Pflegen möchtest, dann bleib da. Wenn du nach der Arbeit dagegen alleine vor dem PC oder Fernseher sitzt, dann mach den Absprung, bevor du noch an bore out vergehst.

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WiWi Gast

Re: Öffentlicher Dienst - bleiben oder gehen ?

Es gibt auch in der Privatwirtschaft Nischen, bei denn man es sich gut gehen lassen kann.

Ich, m, 28, Dipl BWL, 55-59k (fix-var) arbeite regelmäßig von 8-17h, oft kürzer, selten länger, 37,5h/W. DAX Konzern, chemische Industrie. Bin noch nicht lange dabei, 1Jahr, aber die Kollegen sprechen teilweise vom "Beamtenstatus in der freien Wirtschaft", soviel zur Sicherheit. Und der Job macht mir Spaß, tierisch Spaß. Nur bin ich halt noch vorm Abendessen daheim und nicht in irgendeinem Hotel oder bis Mitternacht beim Klienten.

Ich vermute solche Jobs gibt es öfter, aber wohl eher im Großkonzern, da sind die Gehälter besser und die Kündigungsgefahr geringer-

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WiWi Gast

Re: Öffentlicher Dienst - bleiben oder gehen ?

Rein wirtschaftlich betrachtet, immerhin ist dies hier ein Wiwi-Forum, sollte ein Arbeitnehmer danach streben, mit geringstmöglichen Arbeitsaufwand das maximale Einkommen zu erzielen.
Wenn dir die Wirtschaft nur mehr Arbeit fürs gleiche Geld, plus zusätzliche Jobunsicherheit bietet, dann kannst du dir die Antwort leicht selbst geben. Übrigens niemand wird jünger, mit 49 wärst du für die Jobsicherheit ÖD noch sehr viel dankbarer, weil du dann in der Wirtschaft in der Angestellten-Altersfalle sitzt (bei Jobverlust nie wieder eine halbwegs gut bezahlte Stelle zu finden).
Wenn Selbständigkeit für dich eine Option wäre (die wenigsten haben diese überdurchschnittlichen Fähigkeiten und Motivation), hättest du die Frage sicher nicht gestellt.

Ansonsten läuft gerade im ÖD Selbstverwirklichung nach Feierabend: Familie, Hobbys, politische Mandate im Stadt- oder Gemeinderat, Vereine usw. warten auf dein Engagement!

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WiWi Gast

Re: Öffentlicher Dienst - bleiben oder gehen ?

Ja, gerade bei den DAX-Konzernen gibt es Beamtenähnliche Beschäftigungsverhältnisse. Denke nur mal an VW. Da ist der Betriebsrat so mächtig, dass die Leute da quasi völlig entspannt sein können. Aber auch Siemens, Chemie etc.
Da braucht man (gerade als Akademiker) keine Angst zu haben.

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WiWi Gast

Re: Öffentlicher Dienst - bleiben oder gehen ?

"Rein wirtschaftlich betrachtet, immerhin ist dies hier ein Wiwi-Forum, sollte ein Arbeitnehmer danach streben, mit geringstmöglichen Arbeitsaufwand das maximale Einkommen zu erzielen."

Nö! Bei gegebenen Aufwand den max. Ertrag. Oder bei gegebenem Ertrag den minimalen Aufwand. ;)

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WiWi Gast

Re: Öffentlicher Dienst - bleiben oder gehen ?

Es soll auch schon DAX Unternehmen gegeben haben, die sind dort wieder verschwunden, weil Fusion o.ä. Ingenieurstunden sind in Indien deutlich günstiger zu bekommen, von irgendwelchen BWL Erbsenzählern ganz zu schweigen, niemand ist unersetzbar. Dann gibts mit dem Betriebsrat noch eine schöne Sozialauswahl, nette Abfindung und raus bist du!
Und wer dann Ende 40 oder gar älter ist, hat ein Riesenproblem, irgendeinen qualifizierten, geschweige denn ähnlich bezahlten Job zu finden, und das schöne Haus ist noch nicht abbezahlt... Sowas kann schon schlaflose Nächte bereiten, kennen Leute im ÖD nur vom Hörensagen, dafür haben sie auch etwas weniger Geld. Aber an nichts gewöhnt man sich schneller als an mehr Geld, die Zufriedenheit ist schnell vorbei und es nie genug!
Die Zeiten, als Wirtschaftsjobs (auch DAX) noch sicher bis zur Rente waren, sind längst vorbei und kommen auch nie wieder!

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WiWi Gast

Re: Öffentlicher Dienst - bleiben oder gehen ?

Ich bin der mit den Privatwirtschaftsnischen.

Euch ist schon klar dass ÖD nicht automatisch sofortige Verbeamtung heißt? Viele werden heute nur noch angestellt, müssen lange auf die Verbeamtung warten und wenn gespart werden muss, wird auch da gekürzt. Und sozial ist der ÖD sicher nicht, wenn es mal nicht so läuft mit den öffentlichen Kassen.

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WiWi Gast

Re: Öffentlicher Dienst - bleiben oder gehen ?

Hallo,

hier nochmal der Threadstarter. Um die aufgetauchten Fragen zu beantworten:

Ich arbeite in der IT, fühle mich aber nicht auf diesen Bereich festgelegt. Momentan bin ich der typischen Tarifgruppe 13 angestellt, das macht nach gut 4 Jahren Berufserfahrung knapp 45000 Euro im Jahr. Aussicht auf Verbeamtung besteht nicht, aber als Beamter lohnt sich ein Nebenjob auch nicht (Abführungspflicht !).

Die Idee mit der nebenberuflichen Selbständigkeit klingt nämlich sehr gut. Damit muss man allerdings nicht gleich in der Probezeit beim Chef ankommen. :-)

Ein Gedanke von mir war noch die wissenschaftliche Laufbahn einzuschlagen, d.h. sich als Juniorprofessor auszutoben. Allerdings verdient man dort etwa gleich viel, hat nur eine befristete Stelle mit unklarer Anschlussposition und muss wahrscheinlich Wochenendpendelei in Kauf nehmen. Da muss man schon mehr als nur Idealist sein !

Ich werde am besten mal ganz entspannt schauen was sich noch so ergibt...

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WiWi Gast

Re: Öffentlicher Dienst - bleiben oder gehen ?

Man muss halt wissen, wie wichtig einem "Karriere" im Verhältnis zu Work-life-balance ist. Da gibt es keine Pauschalantworten.

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WiWi Gast

Re: Öffentlicher Dienst - bleiben oder gehen ?

Diese kurzen befristeten Stellen (und die Unsicherheit der Zukunft) als wissensch. MA sind nur Notlösungen. Habe schon Stellenausschreibungen für 3 Monate gesehen, die Prädikatsexamen verlangten.

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WiWi Gast

Re: Öffentlicher Dienst - bleiben oder gehen ?

ich war der mit der nebentätigkeit.
45k ist wahrlich nicht sehr viel für einen promovierten...
entweder viel nebenher laufen lassen oder wirklich nach was neuem schauen BEVOR du zu lange dort festsitzt...

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WiWi Gast

Re: Öffentlicher Dienst - bleiben oder gehen ?

Mit PhD nur auf EG13? Für EG13 reicht doch auch ein Diplom oder Master (wenn es die Stelle hergibt).

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WiWi Gast

Re: Öffentlicher Dienst - bleiben oder gehen ?

Hallo,

ich würde das ganze auch entspannt angehen, nur nichts überstürzen und das (vermeintlich) erstbeste Angebot nehmen.

Für Hochschulabsolventen, die Vollzeit arbeiten, ist der öD monetär betrachtet nicht sinnvoll: TVÖD ist und bleibt nicht konkurrenzfähig zur Privatwirtschaft. Vlt. noch für Geistes-/Sozialwissenschaftler im sozialen oder kulturellen Bereich; aber nicht für Naturwissenschaftler oder Wiwis. Die Behörden, die solche Mitarbeiter in großer Zahl suchen, verbeamten daher id.R. so schnell wie möglich, sonst sind die MA schnell wieder weg. Insofern gibt es im öD eine "Zweiklassengesellschaft" in zweierlei Hinsicht: Beamte vs. Angestellte und Uniabsolventen vs. FHler.

Selbst wenn Du es auf den Stundensatz herunterrechnest, hättest Du m.E. gute Chancen, bei einer Beratung, einem Konzern, etc. auf ein höheres Gehalt als nach TVÖD zu kommen. Zumal Du im öD nur sehr überschaubare Aufstiegsmöglichkeiten bzw. Gehaltssteigerungen hast.

Ist die Entscheidung, in den öD zu gehen, eine Typfrage? Ich würde das nicht pauschal mit ja beantworten.

Lounge Gast schrieb:

Hallo,

hier nochmal der Threadstarter. Um die aufgetauchten Fragen
zu beantworten:

Ich arbeite in der IT, fühle mich aber nicht auf diesen
Bereich festgelegt. Momentan bin ich der typischen
Tarifgruppe 13 angestellt, das macht nach gut 4 Jahren
Berufserfahrung knapp 45000 Euro im Jahr. Aussicht auf
Verbeamtung besteht nicht, aber als Beamter lohnt sich ein
Nebenjob auch nicht (Abführungspflicht !).

Die Idee mit der nebenberuflichen Selbständigkeit klingt
nämlich sehr gut. Damit muss man allerdings nicht gleich in
der Probezeit beim Chef ankommen. :-)

Ein Gedanke von mir war noch die wissenschaftliche Laufbahn
einzuschlagen, d.h. sich als Juniorprofessor auszutoben.
Allerdings verdient man dort etwa gleich viel, hat nur eine
befristete Stelle mit unklarer Anschlussposition und muss
wahrscheinlich Wochenendpendelei in Kauf nehmen. Da muss man
schon mehr als nur Idealist sein !

Ich werde am besten mal ganz entspannt schauen was sich noch
so ergibt...

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WiWi Gast

Re: Öffentlicher Dienst - bleiben oder gehen ?

Aus meiner Erfahrung, nachdem ich 2 DAX-Konzerne und 1 STOXX-Konzern erlebt habe (die sich jeweils superdynamisch in ihrem Marketing darstellen): Langweile und Buerokratie gibts in der Privatwirtschaft auch, vor allem bei den Grossen. Da hast Du trotz cost-cutting immer noch viele Fettschichten. Richtig ran muss in der Regel nur der Vetrieb, die andern klappern zwar, aber das gehoert zum Handwerk. Ein kurzer Blick in die Internetnutzung der ach so gestressten Leute zeigt ein anderes Bild. Also: So gross ist der Unterschied OD und Privatwirtschadft gar nicht. Mach mal den test und versuch bei nem DAX-Unternehmen an nem Freitag nach 15 Uhr noch jemanden am Telefon zu erreichen

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WiWi Gast

Re: Öffentlicher Dienst - bleiben oder gehen ?

Interessanter Thread! Ich bin in exakt der gleichen Situation. Bin 28, allerdings gerade verbeamtet worden, BWL Studium (Diplom) und bin nun A13, was mit Zulagen und allem drum und dran rund 2800 netto ausmacht (Nettoangabe weil ja keine Rentenversicherungspflicht und keine GKV)
Aber: Ich fühle mich gnadenlos unterfordert. Sicher 41 Stundenwoche (und keine Minute mehr) und des Öfteren fällt um 15 Uhr der Bleistift. Morgens gute halbe Stunde Frühstück, mittags eine Stunde Essen, Kaffee und Spaziergang und nachmittags noch mal eine Kaffeepause. Man kann es eigentlich gar niemanden klar machen, die denken alle ich würde übertreiben.
Wenn weiteres nichts zu tun ist (was oft der Fall ist) spiele ich Flashgames, lerne Spanisch, lese die Zeitungen, SPON, Tagesschau und Co und wenn der Chef nicht da ist, lese ich ein Buch oder bringe mir html und Co bei...
Jetzt mag man sagen "Traumhaft! Kohle wie ein Akademiker, Job wie Hartz IV" Aber: es ist wirklich, wirklich hart sich acht Stunden am Tag aus reiner Eigenmotivation mit etwas zu beschäftigen! Dann lieber richtig viel Arbeit und die Zeit geht rum.
Zum Glück sind die Kollegen in Ordnung, sonst wäre ich wohl schon weg.

Worauf will ich hinaus: ÖD ist genau richtig (wie schon angesprochen) wenn:

  • man zeitintensive Hobbys hat
  • Familie
  • Kinder
  • Familie
  • Kinder möchte
  • neben dem Beruf promovieren möchte oder sich sonstwie fortbilden (Fern Uni o.ä,)

Aber man hat ein ganz großes (riesiges) Problem wenn man jemand ist, der seine Motivation und Selbstwert und Identifikation aus dem Beruf zieht. Das kann man knicken.
Lehrer nehme ich mal aus, die sind ja doch ziemlich auf ihren Job gebucht, im Gegensatz zu nem BWLer.

Dazu kommt (wurde auch schon angesprochen) dass man irgendwann unvermittelbar wird. Ich würde aber sagen nciht nach 10 Jahren, sondern nach 3-5 Jahren. Vor allem wenn man keine Ahnung hat wie es in der freien Wirtschaft läuft (so wie ich) und dann wahrscheinlich böse Überraschungen erlebt....

Nun bin also auch ich am Überlegen... Drei Jahre "Berufserfahrung" und keine Ahnung von freier Wirtschaft. Wenn ich lese was da für Sitten herrschen - man müsste mir ne ganze Menge mehr im Monat zahlen. Andererseits: Endlich was Sinnvolles machen, Verantwortung haben...

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WiWi Gast

Re: Öffentlicher Dienst - bleiben oder gehen ?

Du bist 28 und praktisch beim bore out syndrom. Du weisst schon, dass du da noch gute 40 Jahren arbeiten musst, oder? Und als Beamter bist du erst recht verbrannt für die Privatwirtschaft. Dann mal viel Spass bei den Flashgames weiterhin für die nächsten Jahrzehnte.

Hat man für sowas studiert? Ist da ein Studium überhaupt nötig? Sowas würde mir permanent durch den Kopf gehen.

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WiWi Gast

Re: Öffentlicher Dienst - bleiben oder gehen ?

darf ich fragen wo du als bwler verbeamtet wurdest, und mit welchen schwerpunkten?

danke

stefan

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WiWi Gast

Re: Öffentlicher Dienst - bleiben oder gehen ?

"Dann mal viel Spass bei den Flashgames weiterhin für die nächsten Jahrzehnte. "

Auf jedenfall besser als 50 Stunden in der Woche zu arbeiten:-)
Ich finde das ist genau mein Traumjob.

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WiWi Gast

Re: Öffentlicher Dienst - bleiben oder gehen ?

Was mich ein wenig stört, ist die Bringhaltung. Ich finde, Du schwankst ein wenig zwischen "eigentlich gefällt es mir so ganz gut" und "es könnten auch gerne anspruchsvollere tätigkeiten" sein. Wenn dich der Job nicht ausfüllt, so wäre doch evtl. mal ein Gespräch mit deinem Vorgesetzten zum Stichpunkt der Unterforderung eine nette Idee. Lass ihn an deiner Situation teilhaben. Vielleicht kannst Du zusätzliche Aufgaben übernehmen oder in Projekte einbezogen werden. Ich finde das ein bisschen wenig, was Du in und mit deiner Situation machst.

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WiWi Gast

Re: Öffentlicher Dienst - bleiben oder gehen ?

Mal ein anderes Beispiel: Bin Beamter hD bei einer Bundesbehörde. Gleizeit, jede Minute (wenn nicht grad auf Dienstreise) wird am Terminal erfasst.

Am 31.12. wurde mein Überstundenkonto von 170h auf 40h gestutzt, denn irgendwann wurde zwischem AG und Personalrat mal ausgehandelt, dass nicht mehr Überstunden ins neue Jahr genommen werden dürfen. Abfeiern ("Gleittage") max. drei Tage pro Monat.

Ein Freund bei KPMG hat mich ausgelacht. Der arbeitet im Winter/Frühjahr zwar mehr Stunden pro Woche, kann dann aber gern im Sommer mal drei Wochen am Stück freinehmen.

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WiWi Gast

Re: Öffentlicher Dienst - bleiben oder gehen ?

Und die 130 h wurden nicht vergütet?

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WiWi Gast

Re: Öffentlicher Dienst - bleiben oder gehen ?

Nein. Die Überstunden werden - auch bei mir - im ÖD gekappt. Du bist im Prinzip selbstverantwortlich dafür, erst gar nicht solch einen Berg von Überstunden anzuhäufen.

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WiWi Gast

Re: Öffentlicher Dienst - bleiben oder gehen ?

Am 31.12. wurde mein Überstundenkonto von 170h auf 40h gestutzt, denn irgendwann wurde zwischem AG und Personalrat mal ausgehandelt, dass nicht mehr Überstunden ins neue Jahr genommen werden dürfen. Abfeiern ("Gleittage") max. drei Tage pro Monat.

Sei froh, dass es im ÖD überhaupt eine Personalvertretung gibt. Das ist in der freien Wirtschaft nicht üblich. Oft wird dort die Bildung von Betriebsräten systematisch unterbunden.

Nein. Die Überstunden werden - auch bei mir - im ÖD gekappt. Du bist im Prinzip selbstverantwortlich dafür, erst gar nicht solch einen Berg von Überstunden anzuhäufen.

Warum hast du denn überhaupt so viele Überstunden angesammelt? Einen Beamten kann niemand zwingen, Überstunden zu machen. Das übliche Druckmittel "Gehaltskürzung" oder "Kündigung" steht nicht zur Verfügung. Mir ist auch nicht bekannt, dass sich ein Personalchef, der im ÖD arbeitet, mal an untergebenen Beamten rächen wollte, indem er ihnen Tätlichkeiten oder Diebstahl andichtete, um so eine außerordentliche Kündigung zu rechtfertigen. Sowas kommt in der freien Wirtschaft öfters vor.

Ein Freund bei KPMG hat mich ausgelacht. Der arbeitet im Winter/Frühjahr zwar mehr Stunden pro Woche, kann dann aber gern im Sommer mal drei Wochen am Stück freinehmen.

ja, lol. DER hat dich ausgelacht. Wie blöd ist der eigentlich? Dieser Typ wird GEZWUNGEN, Überstunden zu machen und dann lacht er dich aus?

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WiWi Gast

Re: Öffentlicher Dienst - bleiben oder gehen ?

Um mal mit einer sehr festsitzenden Fehleinschätzung aufzuräumen: im ÖD gibt es nicht nur Beamte und aktuell wird dort fast niemand mehr verbeamtet. (außer Polizei etc.)

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WiWi Gast

Re: Öffentlicher Dienst - bleiben oder gehen ?

Bei KPMG, so meine Info, werden Überstunden mit 125% kontiert. Dienstreisen sind - von der ersten halben Stunde abgesehen - Arbeitszeit. Bei mir achtet die Reisestelle sehr akribisch darauf, dass auf den Fehlzeitmeldungen Reise- und Arbeitszeit genau aufgeschlüsselt werden. Das bedeutet dann z.B., dass bei einer Tagesreise nach Brüssel (ca. alle sechs Wochen bei mir) am Ende 8h pro Tag angerechnet werden, obwohl ich um 5.30 Uhr das Haus zum Flughafen verlasse und nicht vor 22.30 Uhr zurück bin. In dieser Hinsicht geht es meinem Freund bei KPMG schon besser.

Aber ich möchte mich nicht beschweren, schließlich habe ich eine der raren Stellen im öD erhalten. Ich wehre mich nur gegen das Vorurteil, dass bei uns alles auf eine 40h Stunde hinausläuft und wir womöglich in dieser Zeit nur untätig herumsitzen.

Lounge Gast schrieb:

Am 31.12. wurde mein Überstundenkonto von 170h
auf 40h gestutzt, denn irgendwann wurde zwischem AG und
Personalrat mal ausgehandelt, dass nicht mehr Überstunden ins
neue Jahr genommen werden dürfen. Abfeiern
("Gleittage") max. drei Tage pro Monat.

Sei froh, dass es im ÖD überhaupt eine Personalvertretung
gibt. Das ist in der freien Wirtschaft nicht üblich. Oft wird
dort die Bildung von Betriebsräten systematisch unterbunden.

Nein. Die Überstunden werden - auch bei mir - im
ÖD gekappt. Du bist im Prinzip selbstverantwortlich dafür,
erst gar nicht solch einen Berg von Überstunden anzuhäufen.

Warum hast du denn überhaupt so viele Überstunden
angesammelt? Einen Beamten kann niemand zwingen, Überstunden
zu machen. Das übliche Druckmittel "Gehaltskürzung"
oder "Kündigung" steht nicht zur Verfügung. Mir ist
auch nicht bekannt, dass sich ein Personalchef, der im ÖD
arbeitet, mal an untergebenen Beamten rächen wollte, indem er
ihnen Tätlichkeiten oder Diebstahl andichtete, um so eine
außerordentliche Kündigung zu rechtfertigen. Sowas kommt in
der freien Wirtschaft öfters vor.

Ein Freund bei KPMG hat mich ausgelacht. Der
arbeitet im Winter/Frühjahr zwar mehr Stunden pro Woche, kann
dann aber gern im Sommer mal drei Wochen am Stück freinehmen.

ja, lol. DER hat dich ausgelacht. Wie blöd ist der
eigentlich? Dieser Typ wird GEZWUNGEN, Überstunden zu machen
und dann lacht er dich aus?

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WiWi Gast

Re: Öffentlicher Dienst - bleiben oder gehen ?

hallo zusammen! ich bin 25 und angestellte im öffentlichen dienst. offiziell gleicht mein aufgabenbereich einem hochkarätigen buch (der länge und der ausformulierung nach gesehen), aber ich habe genau das selbe problem, welches die anderen hier beschreiben. habe mich aus verzweiflung mal umgesehen, ob ich wirklich die einzige bin, die diese Probleme mit der Langeweile hat. Das die Beschreibungen so exakt passen, hätte ich nicht für möglich gehalten. Ich weiß genau wie man sich fühlt. Ich habe auch überlegt in die freie Wirtschaft zu wechseln, aber es aus den gleichen Gründen wie Jobsicherheit etc. nicht getan. Für mich gibt es nur eine Lösung: Ich muss irgendetwas finden, was ich hier nebenbei machen kann. Vielleicht hat jemand eine Idee... Weiterbildungen habe ich schon etliche hinter mir und sozial ehrenamtlich tätig war ich auch eine lange Zeit. Manche Versicherungen bieten Tarife extra nur für den ö. D. an. Die könnte man noch bezahlt vermitteln. Leider ist hier im Unternehmen immer nur einer dazu betrechtigt. Somit kann ich auch das leider nicht machen. Vielleicht braucht noch jemand einen Schreibdienst oder Präsentationen - bloß wo soll man das nur finden. Bei uns im ö. D. ist das Betriebsklima zudem so schlecht, dass jeder in seinem Büro sitzt und so tut, als ob er arbeitet. Das zehrt wirklich an den Nerven. Einige von euch werden sagen "die Gesundheit zählt", aber wenn ich keinen sicheren Arbeitsplatz habe, habe ich auch null gewonnen. Vielleicht gibt es Ideen für "Nebenbeschäftigungen am Arbeitsplatz"?

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WiWi Gast

Re: Öffentlicher Dienst - bleiben oder gehen ?

Lies ein Buch während der Arbeitszeit, lern eine Fremdsprache usw.
Mach halt irgendwas produktives während des Langweilens am Arbeitsplatz, also irgendwas, was dich weiterbringt.

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WiWi Gast

Re: Öffentlicher Dienst - bleiben oder gehen ?

ich hab ähnliche "probleme" habe mich jetzt zu einem business english zertifikat angemeldet und lerne dafür immer schön bei der arbeit ^^

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WiWi Gast

Re: Öffentlicher Dienst - bleiben oder gehen ?

Vielleicht sollte mal hier dem Vorurteil, dass im öD nicht gearbeitet wird, begegnet werden. Ich war drei Jahre in der Privatwirtschaft und bin seit knapp vier Jahren im höheren Dienst einer Bundesbehörde tätig, Vergleichsmöglichkeiten liegen mir also vor.

Momentan sieht es bei uns so aus, dass wir uns vor Arbeit nicht retten können. Zwei Stellen in meinem Referat (9 Personen) sind unbesetzt. Nur 41h arbeitet hier wirklich keiner, zumal die Reisezeiten (wie oben schon einer richtig angemerkt hat) nicht angerechnet werden. Da wir (bei einer Ausnahme) alle im höheren Dienst sind, fallen bei uns sehr viel Reisetätigkeiten an - auch international, da darf man für eine Sitzung am Montag schon einmal Sonntags oder gar Samstags auf die Reise gehen. Wie gesagt, zeitlich gesehen ist das dann Privatvergnügen.

Uns sitzt ein Ministerium im Nacken. Die rufen mit Vorliebe mit ad hoc-Anfragen nach 18h an. Während der Krise waren Arbeitszeiten bis 20h die Regel, Sa/So für den einen oder anderen fast Normalität.

Wenn ich wollte, könnte ich mich in ein Referat des inneren Dienstes oder eine andere Behörde wegbewerben. Da gibt es sicherlich weniger zu tun und zu reisen (natürlich bei gleichem Gehalt). Nur warum sollte ich das tun?

Wer WiWi oder Jura studiert hat, der kann im öffentlichen Dienst einer Menge anspruchsvoller und fordernder Tätigkeiten nachgehen. Für die, die hier sagen, dass sie sich unterfordert fühlen, mein Rat: Sucht Euch eine andere Stelle im Haus oder bei einer anderen Behörde. Arbeit/Stellen sind genug da - jeder ist seines Glückes Schmied.

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checker

Re: Öffentlicher Dienst - bleiben oder gehen ?

Ich kann dich zwar verstehen, aber du bist erst 25. Hast du schon Familie?

Ich arbeite in der privaten Wirtschaft und habe noch keine Familie. Bei dem Stress und Arbeitszeit die hier meist herrschen frage ich mich wie ich meinen Hobbys nachgehen und eine Familie haben soll.

Würde mir das also überlegen. In ein paar Jahren verdienst du mehr und brauchst die Zeit privat.

Wollen wir tauschen? ;)

Lounge Gast schrieb:

hallo zusammen! ich bin 25 und angestellte im öffentlichen
dienst. offiziell gleicht mein aufgabenbereich einem
hochkarätigen buch (der länge und der ausformulierung nach
gesehen), aber ich habe genau das selbe problem, welches die
anderen hier beschreiben. habe mich aus verzweiflung mal
umgesehen, ob ich wirklich die einzige bin, die diese
Probleme mit der Langeweile hat. Das die Beschreibungen so
exakt passen, hätte ich nicht für möglich gehalten. Ich weiß
genau wie man sich fühlt. Ich habe auch überlegt in die freie
Wirtschaft zu wechseln, aber es aus den gleichen Gründen wie
Jobsicherheit etc. nicht getan. Für mich gibt es nur eine
Lösung: Ich muss irgendetwas finden, was ich hier nebenbei
machen kann. Vielleicht hat jemand eine Idee...
Weiterbildungen habe ich schon etliche hinter mir und sozial
ehrenamtlich tätig war ich auch eine lange Zeit. Manche
Versicherungen bieten Tarife extra nur für den ö. D. an. Die
könnte man noch bezahlt vermitteln. Leider ist hier im
Unternehmen immer nur einer dazu betrechtigt. Somit kann ich
auch das leider nicht machen. Vielleicht braucht noch jemand
einen Schreibdienst oder Präsentationen - bloß wo soll man
das nur finden. Bei uns im ö. D. ist das Betriebsklima zudem
so schlecht, dass jeder in seinem Büro sitzt und so tut, als
ob er arbeitet. Das zehrt wirklich an den Nerven. Einige von
euch werden sagen "die Gesundheit zählt", aber wenn
ich keinen sicheren Arbeitsplatz habe, habe ich auch null
gewonnen. Vielleicht gibt es Ideen für
"Nebenbeschäftigungen am Arbeitsplatz"?

antworten
WiWi Gast

Re: Öffentlicher Dienst - bleiben oder gehen ?

Arbeite als Dipl.-VWL im Finanzamt München. Fange um 8 an, komme um 16 Uhr heim, Freitags um 13 Uhr. In der Freizeit kann ich die Sachen machen, die mich ausfüllen. Eine F-Jugendfussballmannschaft trainieren, Bücher lesen (Heidegger), am Nachmittag zum Tegernsee fahren...

Ihr karrieregeilen Typen tut mir leid. Ihr lebt um zu arbeiten, ich arbeite um zu leben.

antworten
WiWi Gast

Re: Öffentlicher Dienst - bleiben oder gehen ?

Man muss das Beste aus den beiden Welten vereinen. Also ein gutes Gehalt und Prestige bei lockerer Arbeitszeit! Lösung: DAX30-Konzerne mit 35/h Woche.

antworten
WiWi Gast

Re: Öffentlicher Dienst - bleiben oder gehen ?

Dann ist Dein Gleitzeitkonto aber ordentlich im Minus...

Lounge Gast schrieb:

Arbeite als Dipl.-VWL im Finanzamt München. Fange um 8 an,
komme um 16 Uhr heim, Freitags um 13 Uhr. In der Freizeit
kann ich die Sachen machen, die mich ausfüllen. Eine
F-Jugendfussballmannschaft trainieren, Bücher lesen
(Heidegger), am Nachmittag zum Tegernsee fahren...

Ihr karrieregeilen Typen tut mir leid. Ihr lebt um zu
arbeiten, ich arbeite um zu leben.

antworten
WiWi Gast

Re: Öffentlicher Dienst - bleiben oder gehen ?

An den Threadstarter: Ich würde nebenher diverse Projekte starten.
Selbstständigkeit, Promotion, Unternehmensberatung, Zweitstudium, Business Angel Tätigkeit etc. bieten sich an. Zumal du viele davon in deine "Arbeitszeit" verlagern kannst.

@24.03 Dax 30 Mitarbeiter
Nicht jeder findet eine Anstellung im Konzern ...

antworten
WiWi Gast

Re: Öffentlicher Dienst - bleiben oder gehen ?

An den Dipl.VWLer im Finanzamt München:
Wie bist Du denn als VWLer ins Finanzamt gekommen? Ich dachte immer, in der Finanzverwaltung werden nur Juristen im höheren Dienst beschäftigt? Und wie sieht Dein Tätigkeitsbereich aus? Eher Sachbearbeitung oder Personalführung?
Danke schonmal.

antworten
WiWi Gast

Re: Öffentlicher Dienst - bleiben oder gehen ?

Danke für den Link. Die Steuerverwaltung scheint sich tatsächlich den Ökonomen zu öffnen. Das halte ich für richtig, zahlreiche Fragestellungen verlangen doch einigermaßen fundierten wirtschaftlichen Sachverstand. Habe mich schon immer gewundert, warum bei den BIG4 und als mittelständische Steuerberater so viele BWLer arbeiten, die Steuerverwaltung aber ausschließlich Juristen einstellt.

antworten
WiWi Gast

Re: Öffentlicher Dienst - bleiben oder gehen ?

In den Big4 und mittelständischen Kanzleien würde auch mehr Juristen arbeiten, wenn die denn welche bekämen. Oft scheitert es einfach am Angebot. Die Big4 schauen sehr auf die Note. Ein Prädikatsexamen oder knapp drunter soll es sein. Davon gibt es etwa 1.500 Absolventen pro Jahr. Die Hälfte wandert in den Staatsdienst. Der Bedarf bei den Großkanzleien (die deutlich mehr zahlen) ist noch einmal so hoch. In manchen Gerichtsbezirken z.B. OLG Hamm wird händeringend Richternachwuchs gesucht. Und in dem Umfeld Juristen zu finden, die dann auch noch Steuerrecht machen wollen, ist schwierig.

Juristen im Staatsdienst haben einen Vorteil, den man nicht unterschätzen darf. Sie sind u.a. auch in Verfassungsrecht ausgebildet worden. Diese grundsätzlichen Zusammenhänge werden von den Verwaltungen gerne vernachlässigt. Also macht es Sinn, deren Einhaltung intern zu überwachen.

Das soll nicht heißen, dass ich es schlecht heiße, wenn sich die Finanzverwaltung nun auch für Wirtschaftswissenschaftler öffnet. Meiner Meinung nach macht das insbesondere auch deshalb Sinn, weil Wirtschaftswissenschaften bei der Ausbildung der Dipl-Finw. nur eine untergeordnete Rolle spielt.

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WiWi Gast

Re: Öffentlicher Dienst - bleiben oder gehen ?

Jemand mit Prädikatsexamen ist für die Big4 so gut wie nicht zu bekommen. Ganz einfach: Das würde deren Gehaltsgefüge enorm schädigen. Die großen Kanzleien zahlen einfach wesentlich mehr - im Bereich Tax bekommt auch ein Jurist bei KPMG und Co. als Berufseinsteiger nicht mehr als ca. 42 TEUR. Da ist man auch als verbeamteter Regierungsrat im öffentlichen Dienst netto wesentlich besser dran.

Ich kenne jemanden, der ist mit befriedigend- im ersten und ausreichend+ im zweiten Examen bei einer Big4 untergekommen. Das war zwar in einer guten wirtschaftlichen Phase (2007), aber viele bessere Noten werden heute auch nicht verlangt.

Lounge Gast schrieb:

In den Big4 und mittelständischen Kanzleien würde auch mehr
Juristen arbeiten, wenn die denn welche bekämen. Oft
scheitert es einfach am Angebot. Die Big4 schauen sehr auf
die Note. Ein Prädikatsexamen oder knapp drunter soll es
sein. Davon gibt es etwa 1.500 Absolventen pro Jahr. Die
Hälfte wandert in den Staatsdienst. Der Bedarf bei den
Großkanzleien (die deutlich mehr zahlen) ist noch einmal so
hoch. In manchen Gerichtsbezirken z.B. OLG Hamm wird
händeringend Richternachwuchs gesucht. Und in dem Umfeld
Juristen zu finden, die dann auch noch Steuerrecht machen
wollen, ist schwierig.

Juristen im Staatsdienst haben einen Vorteil, den man nicht
unterschätzen darf. Sie sind u.a. auch in Verfassungsrecht
ausgebildet worden. Diese grundsätzlichen Zusammenhänge
werden von den Verwaltungen gerne vernachlässigt. Also macht
es Sinn, deren Einhaltung intern zu überwachen.

Das soll nicht heißen, dass ich es schlecht heiße, wenn sich
die Finanzverwaltung nun auch für Wirtschaftswissenschaftler
öffnet. Meiner Meinung nach macht das insbesondere auch
deshalb Sinn, weil Wirtschaftswissenschaften bei der
Ausbildung der Dipl-Finw. nur eine untergeordnete Rolle spielt.

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WiWi Gast

Re: Öffentlicher Dienst - bleiben oder gehen ?

Nein, es gbt viele von uns! Die Lösung: FernUni Hagen! Mach dein Bachelor in irgendwas, was Dich interessiert. Was viele hier auch nicht verstehen ist das Betriebsklima. Ständig dieses "so tun als ob man arbeiten würde". Ich meine, wenn es hieße "arbeiten, wenn Arbeit da ist" und aber auch "Buch lesen oder Fern sehen wenn keine Arbeit da ist" -- okay. Aber wenn lange keine Arbeit da ist (auch wenn man Ideen hat und nach neuen Aufgabengebieten aktiv fragt!) es aber trotzdem erwartet wird, beschäftigt auszusehen (sonst würde dem Chef ja die Stelle gestrichen) dann ist das zutiefst zermürbend.
Es ist so hart sich fünf, sechs Stunden am Tag (von acht) fünf Tage die Woche dazu zu motivieren IRGENDWAS zu tun. Sicher, einige Wochen, Monate oder die Harten schaffens auch ein oder zwei Jahre - aber dann? Dann hat man immer noch Jahrzehnte vor sich. Die Kunst der Eigenmotivation stößt da an Grenzen. Zumal man sich meist in nicht gerade motivierend, anregender Umgebung befindet. Mal im ernst fünf, sechs Stunden am Tag habe ich auch nicht für mein Studium (wer schon?) konzentriert, jeden Tag am Schreibtisch gesessen (und an den ist man ja mehr oder minder gefesselt) . Will sagen, man muss sich klar sein wie viel Zeit das ist. Ich kann da den Kollegen mit den FlashGames schon verstehen und ihm nur raten schnell da abzuhauen. Oder eine Familie zu gründen - mehr Kohle, mehr Urlaub, mehr alles und vor allem mehr Arbeit (zu Hause).

Wichtig ist halt verbeamtet zu sein, einfach des Nettos wegen. Mit A13 kann man einigermaßen leben.
Die einzige vernünftige Lösung für einen Beamten sind allerdings in der Tat - die Empfehlung gabs hier auch schon - Kinder. Familie.

Lounge Gast schrieb:

hallo zusammen! ich bin 25 und angestellte im öffentlichen
dienst. offiziell gleicht mein aufgabenbereich einem
hochkarätigen buch (der länge und der ausformulierung nach
gesehen), aber ich habe genau das selbe problem, welches die
anderen hier beschreiben. habe mich aus verzweiflung mal
umgesehen, ob ich wirklich die einzige bin, die diese
Probleme mit der Langeweile hat. Das die Beschreibungen so
exakt passen, hätte ich nicht für möglich gehalten. Ich weiß
genau wie man sich fühlt. Ich habe auch überlegt in die freie
Wirtschaft zu wechseln, aber es aus den gleichen Gründen wie
Jobsicherheit etc. nicht getan. Für mich gibt es nur eine
Lösung: Ich muss irgendetwas finden, was ich hier nebenbei
machen kann. Vielleicht hat jemand eine Idee...
Weiterbildungen habe ich schon etliche hinter mir und sozial
ehrenamtlich tätig war ich auch eine lange Zeit. Manche
Versicherungen bieten Tarife extra nur für den ö. D. an. Die
könnte man noch bezahlt vermitteln. Leider ist hier im
Unternehmen immer nur einer dazu betrechtigt. Somit kann ich
auch das leider nicht machen. Vielleicht braucht noch jemand
einen Schreibdienst oder Präsentationen - bloß wo soll man
das nur finden. Bei uns im ö. D. ist das Betriebsklima zudem
so schlecht, dass jeder in seinem Büro sitzt und so tut, als
ob er arbeitet. Das zehrt wirklich an den Nerven. Einige von
euch werden sagen "die Gesundheit zählt", aber wenn
ich keinen sicheren Arbeitsplatz habe, habe ich auch null
gewonnen. Vielleicht gibt es Ideen für
"Nebenbeschäftigungen am Arbeitsplatz"?

antworten
WiWi Gast

Re: Öffentlicher Dienst - bleiben oder gehen ?

Ein A13-Netto nennst du "einigemaßen gut leben"? Da fehlen mir die Worte!

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WiWi Gast

Re: Öffentlicher Dienst - bleiben oder gehen ?

Wo gibt es denn noch wirklich A13 Einsteigerstellen, auf denen man verbeamtet wird? Also auf Kommunalebene, die den Großteil der Jobs ausmacht. Der öffentliche Dienst ist doch mittlerweile für Kettenbefrist

antworten
WiWi Gast

Re: Öffentlicher Dienst - bleiben oder gehen ?

Verbeamtung gibt es in der Finanzverwaltung. Sonst wird es sehr schwierig. Insbesondere auch auf Kommunalebene wird viel nach TVöD eingestellt (es sei denn, man schafft es auf eine Stelle als Beigeordneter oder Kämmerer).

Juristen mit einem oder zwei Prädikatsexamen gibt es auch bei den Big4. Das mit dem Gehaltsgefüge ist sicher ein Problem und wird dann manchmal über eine höhere Einstufung (Einstieg direkt als Senior) gelöst.

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WiWi Gast

Re: Öffentlicher Dienst - bleiben oder gehen ?

Du Spaßvogel. A13 sind in Bayern um die 2800 Netto (plus Familienzuschläge). Auf welchem Planeten lebt ihr eigentlich?

antworten
WiWi Gast

Re: Öffentlicher Dienst - bleiben oder gehen ?

Bin zwar nicht der Spaßvogel, aber Deutschland ist größer als Bayern und gewisse Bundesbehörden zahlen auf A13 und Co auch noch Zulagen. Die Bundesbank zum Beispiel (A13+9%) dann kommen die 3000 netto schon hin.

Und was ist eigentlich mit "einigermaßen gut leben" jetzt gemeint? Dass 3 Netto zu viel oder zu wenig dafür sind?

antworten
WiWi Gast

Re: Öffentlicher Dienst - bleiben oder gehen ?

Werden Dipl.-Math. (Abschlussnote sehr gut) auch im ÖD gesucht? Wenn ja, in welchen Behörden?

antworten
WiWi Gast

Re: Öffentlicher Dienst - bleiben oder gehen ?

Statisches Bundesamt!

antworten
WiWi Gast

Re: Öffentlicher Dienst - bleiben oder gehen ?

BaFin, Bundesbank, BND, Bundesamt für Risikobewertung, ...

Lounge Gast schrieb:

Werden Dipl.-Math. (Abschlussnote sehr gut) auch im ÖD
gesucht? Wenn ja, in welchen Behörden?

antworten
WiWi Gast

Re: Öffentlicher Dienst - bleiben oder gehen ?

Klar geht das, z.b. gibt es in NRW keine Mindesaltersgrenze mehr für eine Berufung auf Lebenszeit... jemand der z.b. im Mittleren Dienst mit 17 Jahre anfängt, kann mit 22 Jahre auf Lebenszeit ernannt werden. 2 Jahre Ausbildung + 3 Jahre Probezeit, danach ist Lebenszeit möglich...

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WiWi Gast

Re: Öffentlicher Dienst - bleiben oder gehen ?

lol. gemeinwohl der steuerzahler, wenn du durch dein gehalt deren geld verprasselst? vieles im öd ist überflüssiger bürokratieschnickschnack. und obendrein noch ineffizient und nicht anreizgesteuert...

antworten
WiWi Gast

Re: Öffentlicher Dienst - bleiben oder gehen ?

Bitte keine Illusionen, Du hast wohl noch nie in einem Dax-Unternehmen vollkommen unsinnige Berichte produziert? Und an solcher Blindleistung arbeiten ganze Abteilungen! Als BWLer hast Du gute Chancen, auch so einen sinnreichen Job machen zu dürfen!

Lounge Gast schrieb:

lol. gemeinwohl der steuerzahler, wenn du durch dein gehalt
deren geld verprasselst? vieles im öd ist überflüssiger
bürokratieschnickschnack. und obendrein noch ineffizient und
nicht anreizgesteuert...

antworten
WiWi Gast

Re: Öffentlicher Dienst - bleiben oder gehen ?

Hach,
so viele Leidensgenossen... ich gebe euch die Hand!

24,weiblich, verbeamtet gD, gelangweilt und leidet an perspektivlosigkeit....
finanziell wenig bis gar keine Aussichten... bei uns gehen mittlerweile die Frauen im gehoben Dienst schon mit A10 in Rente *ui* < dann werd ich immerhin noch einmal im Leben befördert.
In meiner Dienstbehörde gibt es eine Dienstkrankheit; sie lautet mobben und Arbeitskollegen transalieren sehr erwünscht und tun Sie so, als würden Sie arbeiten.
Die kleinen Angestellten mit ihrer EG3-5 (netto ca 1100 - 1200)arbeiten sich tot wegen Stellenstreichungen und Wiederbesetzungssperren... und wir (ich und wie hier oben beschrieben ein paar Andere) - würden gerne was leisten und dürfen nicht.
jawohl.... herzlichen Glückwunsch! meine Ausbildung kostete 90 000 ? insgesamt - bin kurz davor alles hinzuschmeißen und verdiene monatlich 2300 brutto (ca. 1 900 netto - KV) hätte ich etwas Anstand würde ich meinem Dienstherrn das Geld zurück bezahlen, weil ich dafür nichts tue außer den Psychokrieg auf der Arbeit zu ertragen. Aber Beamte werden ja für ihre Anwesenheit bezahlt... also komme ich halt, kassiere und mache (leider) überdurchschnittlich viel krank (weil, a) ist ja eh nix wesentliches zu tun außer so zu tun als ob und b) wen interessierts??).
Bei uns im Amt sitzen ohne Witz, Personen in Führungspositionen, die einen ganzen Tag lang damit beschäftigt sind eine Worddatei zu formatieren!!!! (rechnet mal bitte dieses betriebswirtschaftliche Desaster um... ? / std).

Da wundern sich Andere warum der Staat pleite geht?!
Ich hoffe, dass endlich mal einigen so richtig der Marsch geblasen wird und das Geld der Steuerzahler anständig umgesetzt wird und der Beamte wieder das wird was er war, ein angesehener Staatsdiener und kein frustrierter, langsamer und intelligenzmäßig zurückgebliebenes Wesen.

Für mich gilt zZ folgendes... Ich habe eine Quereinsteigerposition in der freien Wirtschaft, und evtl. die Möglichkeit eines Dienstherrnwechsels, welchen Weg ich jetzt gehe, weiß ich noch nicht.
Aber ich hoffe nur, dass egal welchen Weg ich wähle, es besser wird, denn mit 24 bin ich eindeutig noch zu jung und motiviert jetzt schon an die Rente zu denken...
... und wer weiß denn heute schon, ob er in einer Welt von Singles und Schnelllebigkeit überhaupt jemals eine Familie gründen wird...

Ich bin mir nicht sicher, was ich tun soll....

Fazit: traurige Gedanken, schlaflose Nächte, man/frau fühlt sich hilflos und wünscht sich man wüsste was man nicht wüsste...

:-/

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WiWi Gast

Re: Öffentlicher Dienst - bleiben oder gehen ?

Am besten ist es Industriebeamter bei den DAX30 zu werden. Riesiger interner Stellenmarkt quer durch alle Funktionen (auch international), üppige IGM-Bezahlung, super WLB, gutes Prestige.

antworten
WiWi Gast

Re: Öffentlicher Dienst - bleiben oder gehen ?

Und was würde passieren wenn du einfach nach mehr Arbeit fragen würdest, damit du dich nicht so dermaßen langweilst?!
Du machst die andren nieder aber bist genauso drauf!

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WiWi Gast

Re: Öffentlicher Dienst - bleiben oder gehen ?

Wo kommt eigentlich immer das Märchen vom Industriebeamten im Dax 30 Konzern her? Das mag vielleicht für die alte Riege (ca. 50 Jahre alt und schon die Ausbildung im Konzern gemacht) gelten. Jeder der neu in einen DaX 30 Konzern einsteigt, muß sich von Befristung zu Befristung hangeln. Und Sparprogramme sind bei Aktiengesellschaften nunmal an der Tagesordnung. Ratet mal wer bei sozialverträglichem Abbau als erstes gehen darf?

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WiWi Gast

Re: Öffentlicher Dienst - bleiben oder gehen ?

Ich mach die Anderen nieder??? Nee tue ich nicht, ich kenne auch einige die viel arbeiten, viel leisten und wirklich herausfordernde Arbeit tätigen. Aber ich persönlich erlebe es anders.... Es geht um Macht, Intrigen und persönliche Spielchen...

In der Theorie hört sich alles toll an, einfach sagen was los ist und Rettung naht... auf einer Abteilung gibt es nur ein bestimmtes Aufgabengebiet und wenn alles bearbeitet ist, ist halt alles gemacht. Dann machen wir die restlichen Stunden vom Tag Ablage abheften oder wie Andere backrezepte lesen... dafür hab ich studiert???
Ach und ich habe wirklich es an entscheidender Stelle gesagt, was los ist und ich sehr unglücklich bin. Die Antwort war sie haben ja noch viele Jahre Dienst vor sich....
Danke

antworten
WiWi Gast

Re: Öffentlicher Dienst - bleiben oder gehen ?

also in meinem DAX30 wird keiner befristet eingestellt.....

Lounge Gast schrieb:

Wo kommt eigentlich immer das Märchen vom Industriebeamten im
Dax 30 Konzern her? Das mag vielleicht für die alte Riege
(ca. 50 Jahre alt und schon die Ausbildung im Konzern
gemacht) gelten. Jeder der neu in einen DaX 30 Konzern
einsteigt, muß sich von Befristung zu Befristung hangeln. Und
Sparprogramme sind bei Aktiengesellschaften nunmal an der
Tagesordnung. Ratet mal wer bei sozialverträglichem Abbau als
erstes gehen darf?

antworten
WiWi Gast

Re: Öffentlicher Dienst - bleiben oder gehen ?

Die DAX30 sind ein Schlaraffenland. Grenzt teilweise an spätrömischer Dekadenz, wieviel die Leute da kassieren und wie wenig sie dafür machen.

antworten
WiWi Gast

Re: Öffentlicher Dienst - bleiben oder gehen ?

neidisch :) ?

antworten
WiWi Gast

Re: Öffentlicher Dienst - bleiben oder gehen ?

Woher weisst du was sie kassieren und wieviel sie dafür tun müssen?
Hast du schonmal da gearbeitet?
Ein Unternehmen, dass so viele Mitarbeiter hat, hat psychologisch einiges drauf und weiss schon, wie man Leistung aus den Leuten herauspresst. Ja, ich spreche von einem nicht umgehbaren Druck!

Das kannst wohl erst beurteilen, wenn du mal drin bist..

antworten
WiWi Gast

Re: Öffentlicher Dienst - bleiben oder gehen ?

Ja, kann ich, da ich in so einem Sesselfurzerl-Laden arbeite. Wenn ich hier das Gehalt eines Kollegen (ATler!!) posten würde, der lediglich auch nur Sachbearbeiter (!) ist und sich ungelogen 80% vom Tag nur über Fussball und Frauen unterhält, dann würdet ihr morgen alle aus dem Fenster springen.

Aber schön, dass die DAX30 zumindest noch von Externen als High-Efficiency-Läden mit mörderischem Leistungsdruck wahrgenommen werden. lol

Lounge Gast schrieb:

Woher weisst du was sie kassieren und wieviel sie dafür tun
müssen?
Hast du schonmal da gearbeitet?
Ein Unternehmen, dass so viele Mitarbeiter hat, hat
psychologisch einiges drauf und weiss schon, wie man Leistung
aus den Leuten herauspresst. Ja, ich spreche von einem nicht
umgehbaren Druck!

Das kannst wohl erst beurteilen, wenn du mal drin bist..

antworten
WiWi Gast

Re: Öffentlicher Dienst - bleiben oder gehen ?

AT in Dax30 als Sachbearbeiter sollte ca. 100TEuro pro Jahr sein. (Aus eigener Anschauung).

Lounge Gast schrieb:

Ja, kann ich, da ich in so einem Sesselfurzerl-Laden arbeite.
Wenn ich hier das Gehalt eines Kollegen (ATler!!) posten
würde, der lediglich auch nur Sachbearbeiter (!) ist und sich
ungelogen 80% vom Tag nur über Fussball und Frauen unterhält,
dann würdet ihr morgen alle aus dem Fenster springen.

Aber schön, dass die DAX30 zumindest noch von Externen als
High-Efficiency-Läden mit mörderischem Leistungsdruck
wahrgenommen werden. lol

Lounge Gast schrieb:

Woher weisst du was sie kassieren und wieviel sie dafür
tun
müssen?
Hast du schonmal da gearbeitet?
Ein Unternehmen, dass so viele Mitarbeiter hat, hat
psychologisch einiges drauf und weiss schon, wie man
Leistung
aus den Leuten herauspresst. Ja, ich spreche von einem
nicht
umgehbaren Druck!

Das kannst wohl erst beurteilen, wenn du mal drin bist..

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WiWi Gast

Re: Öffentlicher Dienst - bleiben oder gehen ?

Ja, haut hin. 100k bei 35 Stunden Woche. Hat sonst noch wer Fragen?

antworten
WiWi Gast

Re: Öffentlicher Dienst - bleiben oder gehen ?

Nein, nicht ganz. Die haben 40 Stunden -Verträge.

Lounge Gast schrieb:

Ja, haut hin. 100k bei 35 Stunden Woche. Hat sonst noch wer
Fragen?

antworten
WiWi Gast

Re: Öffentlicher Dienst - bleiben oder gehen ?

Wenn das so ist, wie erklärst du dir dann die Burnout-Rate bei den tollen Unternehmen?
Tipp es mal in Google ein und du findest einige Übersichten mit Zahlen.

Und jetzt erzähle mir bitte nicht, dass das alle besonders weiche Eier seien. Keiner fällt freiwillig aus und schon garnicht, wenn der Job machbar erscheint.

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WiWi Gast

Re: Öffentlicher Dienst - bleiben oder gehen ?

Wo kann ich mich bewerben?? :-)

antworten
WiWi Gast

Re: Öffentlicher Dienst - bleiben oder gehen ?

Bei den ganzen Ammenmärchen die hier in Bezug auf den DAX-30 Beamten aufgestellt werden, frage ich mich immer wo ich die letzten 5 Jahre eigentlich gearbeitet habe? Außer einer weitesgehend geregelten Arbeitszeit kann ich keinen der Punkte bestätigen. Druck, Streß, Befristungen bis hin zu Entlassungen habe ich in den gesamten 5 Jahren miterlebt.

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WiWi Gast

Re: Öffentlicher Dienst - bleiben oder gehen ?

Naja, es gibt ja auch BurnIN!!!

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WiWi Gast

Re: Öffentlicher Dienst - bleiben oder gehen ?

IGM und IGC haben beide weniger als 40h. Auch AT (Sachbearbeiter)

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WiWi Gast

Re: Öffentlicher Dienst - bleiben oder gehen ?

Alte Leier, welche mich wohl auch betrifft:

M, 26 Jahre, zZ Beamter auf Probe (in zwei Jahren auf Lebenszeit), gehobener Dienst: A9.

Ich kann bereits jetzt ziemlich gut nachvollziehen, was die Kollegen des öD schreiben. Mir geht es ähnlich. Und das bereits nach wenigen Jahren. Ich weiß nicht, ob ich das bis zur Pension aushalte. Aufstiegschancen sehen bei uns im Lande sowieso schlecht aus. Das kriege ich von jedem Kollegen gesagt.

Da bringt mir auch die ach so tolle Sicherheit nichts, wenn ich zu den Konditionen unglücklich bleibe.

Hobbies suchen hin oder her. Das kann es ja wohl nicht schon gewesen sein.

Aus diesen und anderen Gründen bin ich schon länger hart am überlegen, ob ich nicht noch was neues starten sollte. Im Kopf schwirrt mir der Begriff Fernstudium eines Masters herum, um mir neue Türen zu öffnen.

Vielleicht hat ja auch jemand eine Idee für mich:

  • abgeschl. Ausbildung zum Bürokaufmann
  • FH-Reife Wirtschaft
  • Bachelor-Studium (B.A.)
  • derzeitige Tätigkeit: Finanzermittler einer landesweiten Behörde

Die letzten Beiträge in dieser Lounge sind ja schon paar Tage alt. Haben sich die Kollegen von damals was Neues gesucht?

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WiWi Gast

Re: Öffentlicher Dienst - bleiben oder gehen ?

Komisch dieser etwas ältere Thread. In anderen Threads liest man, dass alle unbedingt rein wollen in den verbeamteten ÖD und hier klagen die Beamten, dass sie raus wollen. Klingt danach, als sollte man aufpassen was man sich wünscht...

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WiWi Gast

Re: Öffentlicher Dienst - bleiben oder gehen ?

Ach der sagt das, weil er eben noch sehr jung ist. Frag ihn in ein paar Jahren und er wird sehr sehr glücklich sein. Erst Recht wenn er Familie hat.
Und in Pension wirst du von Millionen Menschen keinen einzigen finden, der lieber in der freien Wirtschaft gelandet wäre.

antworten
WiWi Gast

Re: Öffentlicher Dienst - bleiben oder gehen ?

Was ist denn das für ein Schwachsinn? Es gibt viele Möglichkeiten, in der freien Wirtschaft eine bessere Altersversorgung zu haben. Und vor allem schon in der längeren aktiven Zeit netto mehr zu verdienen. Im gehobenen Dienst kommt er irgendwann mal nach A12. Das ist dann wirklich nicht so toll. Wenn er irgendeinen Verwaltungsjob in einer großen Firma findet hat er auf jeden Fall mehr. Auch an Betriebsrente.

Lounge Gast schrieb:

Und in Pension wirst du von Millionen Menschen keinen
einzigen finden, der lieber in der freien Wirtschaft gelandet
wäre.

antworten
WiWi Gast

Re: Öffentlicher Dienst - bleiben oder gehen ?

In Steuerklasse I sind A12 höchste Gruppe ca. 3200EUR netto.
In der freien Wirtschaft muss man dafür ca. 5500EUR butto haben.

Ich denke nicht dass man "auf jeden Fall" in "irgendeinem Verwaltungsjob" mehr hat.

Dazu kommt als Beamter ein Pension von etwas über 3000EUR (ganz grob).
Man müsste schon über 1000EUR betriebliche Altersversorgung bekommen um mit der gesetzlichen Rente an diese Bruttosumme zu kommen.

Nochmals: natürlich kann man in der Wirtschaft mehr verdienen. Aber es ist kein Automatismus wie es hier gerne hingestellt wird.

Lounge Gast schrieb:

Was ist denn das für ein Schwachsinn? Es gibt viele
Möglichkeiten, in der freien Wirtschaft eine bessere
Altersversorgung zu haben. Und vor allem schon in der
längeren aktiven Zeit netto mehr zu verdienen. Im gehobenen
Dienst kommt er irgendwann mal nach A12. Das ist dann
wirklich nicht so toll. Wenn er irgendeinen Verwaltungsjob in
einer großen Firma findet hat er auf jeden Fall mehr. Auch an
Betriebsrente.

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WiWi Gast

Re: Öffentlicher Dienst - bleiben oder gehen ?

66.000 Euro Jahresbrutto sind in der freien Wirtschaft bei Angestellten (auch ohne Studium) im Alter von über 50 Jahren nicht allzu selten! Dein Äquivalent zu A12.

Lounge Gast schrieb:

In Steuerklasse I sind A12 höchste Gruppe ca. 3200EUR netto.
In der freien Wirtschaft muss man dafür ca. 5500EUR butto
haben.

Ich denke nicht dass man "auf jeden Fall" in
"irgendeinem Verwaltungsjob" mehr hat.

Dazu kommt als Beamter ein Pension von etwas über 3000EUR
(ganz grob).
Man müsste schon über 1000EUR betriebliche Altersversorgung
bekommen um mit der gesetzlichen Rente an diese Bruttosumme
zu kommen.

Nochmals: natürlich kann man in der Wirtschaft mehr
verdienen. Aber es ist kein Automatismus wie es hier gerne
hingestellt wird.

Lounge Gast schrieb:

Was ist denn das für ein Schwachsinn? Es gibt viele
Möglichkeiten, in der freien Wirtschaft eine bessere
Altersversorgung zu haben. Und vor allem schon in der
längeren aktiven Zeit netto mehr zu verdienen. Im
gehobenen
Dienst kommt er irgendwann mal nach A12. Das ist dann
wirklich nicht so toll. Wenn er irgendeinen
Verwaltungsjob in
einer großen Firma findet hat er auf jeden Fall mehr.
Auch an
Betriebsrente.

antworten
WiWi Gast

Re: Öffentlicher Dienst - bleiben oder gehen ?

Ich gebe dir recht, es ist möglich und nichtmal unwahrscheinlich. Nichts anderes habe ich jedoch selbst geschrieben.
Mit Einschränkung bei der Rente vielleicht, das ist glaube ich wirklich nicht so einfach.

Mein Vorredner jedoch schrieb dass man in "irgendeinem Verwaltungsjob [...] auf jeden Fall mehr" hat. Und das finde ich stark übertrieben dargestellt. Er tut geradezu so als würde man immer so viel verdienen. Und das ist, auch im Konzern und als Akademiker, definitiv nicht der Fall.

Lounge Gast schrieb:

66.000 Euro Jahresbrutto sind in der freien Wirtschaft bei
Angestellten (auch ohne Studium) im Alter von über 50 Jahren
nicht allzu selten! Dein Äquivalent zu A12.

antworten
WiWi Gast

Re: Öffentlicher Dienst - bleiben oder gehen ?

Lounge Gast schrieb:

66.000 Euro Jahresbrutto sind in der freien Wirtschaft bei
Angestellten (auch ohne Studium) im Alter von über 50 Jahren
nicht allzu selten! Dein Äquivalent zu A12.

Das ist ungefähr der Schnitt, den die guten Akademikerfaecher wie BWL un ING erzielen. Und da sind auch Fuehrungskraefte dabei. Fuer die jüngere Generation wird das zu erreichen auch deutlich schwieriger, den heutzutage hat man alleine durch ein Studium nicht mehr das Standingbwie vor 30 Jahren.
Zu behaupten 66k waere auch ohne Studium nicht allzu selten stimmt so in kleinster Weise. Das ist das doppelte des Medianeinkommens fuer Vollzeitstellen. Dahin kommt man mit Studium schon nicht automatisch und ohne schon mal gar nicht "nicht allzu selten".

Und man darf auch nicht vergessen, Betriebsrechte heißt heutzutage meistens Entgeltumwandlung, wo der Arbeitgeber mit Glück ein paar Euro dazu gibt. Um damit auf die Pension eines Beamten zu kommen, muss man schon mehrere hundert Euro jeden Monat einzahlen, wenn man eine sichere Anlageform als einen Aktienfonds wählt geht es wahrscheinlich schnell auf deutlich über 500.

antworten
WiWi Gast

Re: Öffentlicher Dienst - bleiben oder gehen ?

Zudem werden Angestellte, die in diesen Dimensionen verdienen, nicht selten mit ~60 Jahren vor die Tür gesetzt. Allerdings glaubt niemand, dass es einen selbst trifft...

antworten
WiWi Gast

Re: Öffentlicher Dienst - bleiben oder gehen ?

Unter "guten Akademikerfächern" würde ich eher andere sehen, mit Sicherheit nicht BWL, und Ing auch nur eingeschränkt. Ingenieure verdienen als Sachbearbeiter im Alter über 50 normalerweise im Bereich zwischen 70k und 100k. Das sind diejenigen, die keine Karriere gemacht haben. Dafür reicht ein FH-Studium. Auch Techniker mit Sb-Tätigkeit schaffen es bis dahin. Ist auch nicht verwunderlich. Wenn Absolventen mit 40 bis 50k eingestellt werden, die eigentlich noch nichts können, dann ist es doch klar, dass Fachkräfte mit 30 Jahren Berufserfahrung eher das Doppelte verdienen.

Lounge Gast schrieb:

Lounge Gast schrieb:

66.000 Euro Jahresbrutto sind in der freien Wirtschaft bei
Angestellten (auch ohne Studium) im Alter von über 50
Jahren
nicht allzu selten! Dein Äquivalent zu A12.

Das ist ungefähr der Schnitt, den die guten Akademikerfaecher
wie BWL un ING erzielen. Und da sind auch Fuehrungskraefte
dabei. Fuer die jüngere Generation wird das zu erreichen auch
deutlich schwieriger, den heutzutage hat man alleine durch
ein Studium nicht mehr das Standingbwie vor 30 Jahren.
Zu behaupten 66k waere auch ohne Studium nicht allzu selten
stimmt so in kleinster Weise. Das ist das doppelte des
Medianeinkommens fuer Vollzeitstellen. Dahin kommt man mit
Studium schon nicht automatisch und ohne schon mal gar nicht
"nicht allzu selten".

Und man darf auch nicht vergessen, Betriebsrechte heißt
heutzutage meistens Entgeltumwandlung, wo der Arbeitgeber mit
Glück ein paar Euro dazu gibt. Um damit auf die Pension eines
Beamten zu kommen, muss man schon mehrere hundert Euro jeden
Monat einzahlen, wenn man eine sichere Anlageform als einen
Aktienfonds wählt geht es wahrscheinlich schnell auf deutlich
über 500.

antworten
WiWi Gast

Re: Öffentlicher Dienst - bleiben oder gehen ?

Lounge Gast schrieb:

Ingenieure verdienen als Sachbearbeiter im
Alter über 50 normalerweise im Bereich zwischen 70k und 100k.
Das sind diejenigen, die keine Karriere gemacht haben. Dafür
reicht ein FH-Studium.

Sorry, aber das stimmt so schlicht nicht.
Ingenieure verdienen im Durchschnitt klar unter 70k, ebenso wie BWLer, das Ganze inkl. Führungskräfte. Es mag in großen Konzernen Leute geben, die keine Karriere machen wollen und nur für's Hintern plattsitzen irgendwann auf über 70k rutschen, das ist im Durchschnitt aber bei weitem nicht so. Heutzutage wird normalerweise nach Stelle bezahlt, und wenn da jemand auf einer sitzt, die eben nur ein Sachbearbeiterjob ist, dann wird er auch so bezahlt.

antworten
WiWi Gast

Re: Öffentlicher Dienst - bleiben oder gehen ?

Sind Erfahrungswerte aus meinem Umfeld. Sowohl Dax30 als auch andere Konzerne. Gilt natürlich für größere Firmen. Gruppenleiter und darüber sind normalerweise eher AT. Also über den genannten Werten. Wohlgemerkt, es geht hier um Fachkräfte, die 30 Jahre Berufserfahrung haben. Keine Absolventen!

Lounge Gast schrieb:

Lounge Gast schrieb:

Ingenieure verdienen als Sachbearbeiter im
Alter über 50 normalerweise im Bereich zwischen 70k und
100k.
Das sind diejenigen, die keine Karriere gemacht haben.
Dafür
reicht ein FH-Studium.

Sorry, aber das stimmt so schlicht nicht.
Ingenieure verdienen im Durchschnitt klar unter 70k, ebenso
wie BWLer, das Ganze inkl. Führungskräfte. Es mag in großen
Konzernen Leute geben, die keine Karriere machen wollen und
nur für's Hintern plattsitzen irgendwann auf über 70k
rutschen, das ist im Durchschnitt aber bei weitem nicht so.
Heutzutage wird normalerweise nach Stelle bezahlt, und wenn
da jemand auf einer sitzt, die eben nur ein Sachbearbeiterjob
ist, dann wird er auch so bezahlt.

antworten
WiWi Gast

Re: Öffentlicher Dienst - bleiben oder gehen ?

Dann hast du einen Jackpott geknackt. Von einem Beamtenstatus in der Wirtschaft kann nicht die Rede sein. Arbeite nach meinem BWL-Studium über eine Zeitarbeit in einem Großkonzern (Lebesmittelherstetellung).

Und bei uns sind grade ziemlich viele aus dem Bereich Produktion entassen worden bzw. die befrissteten Verträge wurden nicht verlängert.
Die älteren Kollegen, die schon bisschen längern dabei sind, haben Angst mit 50-55 mit einer Abfindung abgespeist zu werden.

Jüngere kosten halt nicht so viel. ... Sogar das Budget für die Ausbildung ist für das nächste Jahr eingefroren. Darf ich fragen, wann deine Kollegen das letzte mal in Jobportale oder auf die Homepages der Großkonzerne geschaut.
z.Bs. Daimler hat für die Region Bremen ( Umkreis 200 km) nur Praktikumsplatze zu vergeben. Airbus das selbe. Kenne da eine Ingenieur, der da schon seit 20 Jahren ist, und er meinte das sie da junge Ingenenieure sitzn haben, dieseit 7-8 Jahren über Zeitarbeits firm da sind.

... Wenn Du so einen tollen Job hast, dann mach alles dafür es sehr lange zu behalten. Weil ich weiß aus persönlicher Erfahrung und Erfahrung meiner Kommilitonen, das es auch ganz anders sein kann.

Gruß
Olga

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WiWi Gast

Re: Öffentlicher Dienst - bleiben oder gehen ?

Hallo, habe nach langer Durststrecke (Hartz 4 endlosen Bewerbungen ca. 1000) nun feste Stelle im ÖD. Entspricht nicht meiner Qualifiaktion (Geisteswissenschafltiches Studium) ist aber super
nette Kollegen und super Arbeitszeiten. Besser bleiben und mal nicht so hoch fliegen... kann auch ganz anders kommen.. pflege meine Gesundheit und Hobbies und Freunde/Familie...
und wer will kann ja immer was machen... Ehrenamt, Fortbildung, Zweitstudium etc Phantasie ohne Ende.. von daher bleiben ganz klar.... grüße

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Chefs in öffentlichen Unternehmen verdienen 2015 rund zwei Prozent mehr

Öffentliche Unternehmen erhöhen 2015 die Gehälter ihrer Geschäftsführer und Vorstände um rund zwei Prozent: Die Grundbezüge steigen im Vergleich zum Vorjahr um durchschnittlich 1,8 Prozent, die Gesamtbezüge inklusive Bonuszahlungen um 2,4 Prozent. 64 Prozent der Unternehmen zahlen ihren Vorständen und Geschäftsführern zwischen 100.000 Euro und 300.000 Euro.

Öffentliche Unternehmen zahlen Geschäftsführern deutlich weniger

Ein Hand hält ein Bündel 100 Euro Geldscheine.

Geschäftsführer und Vorstände in öffentlichen Unternehmen verdienen deutlich weniger als ihre Kollegen in der Privatwirtschaft. 21 Prozent der öffentlichen Arbeitgeber zahlen ihren Geschäftsführern und Vorständen ein Jahresgehalt von weniger als 100.000 Euro. 62 Prozent verdienen zwischen 100.000 und 300.000 Euro im Jahr.

Chefs in öffentlichen Unternehmen verdienen deutlich weniger

Frau, Boss, Chefin, Führungskraft, Managerinnen,

In der Privatwirtschaft sind die Gehälter der obersten Führungsetage hingegen im Schnitt doppelt so hoch wie die in öffentlichen Unternehmen. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Studie der Managementberatung Kienbaum.

Gehaltsrechner Öffentlicher Dienst

Screenshot der Internetseite paul.schubbi.org zu Gehältern und Besoldung im öffentlichen Dienst.

Das Online-Angebot von Markus Klenk bietet jeweils Gehalts-Rechner für den Tarifvertrag Öffentlicher Dienst, für den Bundesangestellten-Tarif und für die Beamtenbesoldung.

Bain-Karriereprogramm »Red Carpet« für Berufseinsteiger

Bain-Karriereprogramm "Red Carpet": Von oben aufgenommen betritt eine Business-Frau gerade einen roten Teppich.

Das neue Karriereprogramm „Red Carpet“ der Strategieberatung Bain & Company unterstützt Studenten beim Berufseinstieg. Ob Wirtschaftswissenschaftlerin oder Wirtschaftswissenschaftler im ersten Semester, Jurist im Staatsexamen oder Psychologiestudentin im Master: Das Karriereprogramm „Red Carpet“ richtet sich an Studierende aller Fachrichtungen und Semester.

Studie: Hochschulabsolventen starten erfolgreich ins Berufsleben

Berufsstart: Ein Vogel landet im Getümmel.

Die Arbeitslosenquote liegt sowohl für Fachhochschul- als auch für Universitätsabsolventen mit traditionellen Abschlüssen – Diplom, Magister, Staatsexamen - nach einem Jahr bei 4 Prozent. Bachelors sind sogar noch seltener arbeitslos (3 Prozent, FH bzw. 2 Prozent Uni). Das zeigt die aktuelle Absolventenstudie des HIS-Instituts für Hochschulforschung (HIS-HF).

Broschüre: Startklar - Tipps und Infos für Uni-Absolventen

Berufseinstieg: Ein Lego-Männchen steht am Start in einem Labyrint.

Wie gelingt der Start in den Beruf am besten? Hilfestellung leistet die Broschüre »Startklar«, die vom Informationszentrum der deutschen Versicherer ZUKUNFT klipp + klar neu aufgelegt wurde. Uni-Absolventen finden dort nützliche Tipps, wie sie ihrem Traumjob näher kommen.

Millenials mit Angst um Arbeitsplatz durch holprigen Berufsstart

Eine Frau klettert - wie nach dem Berufseinstieg - in einer Halle nach oben.

Die Generation Y, der zwischen 1980 und 1999 Geborenen, ist durch Probleme beim Berufseinstieg geprägt. Die Konsequenzen sind ein Gefühl der Unsicherheit und Angst um den Arbeitsplatz. Die unter 35-Jährigen Millenials denken zudem überwiegend individualistisch, zeigt eine von der Hans-Böckler-Stiftung geförderte Studie.

Bildung auf einen Blick 2016: Start ins Berufsleben funktioniert

Blick auf Berufseinstieg: Der Gesichtsausschnitt einer Frau mit Auge und Augenbraue.

Die aktuelle OECD-Studie „Bildung auf einen Blick 2016“ bestätigt: Die deutsche Erwerbslosenquote liegt in allen Bildungsbereichen unter dem OECD-Durchschnitt. Das berufliche Bildungssystem in Deutschland beweist seine Stärke durch den reibungslosen Übergang von der Ausbildung in den Beruf. Der Bericht zeigt, wer einen Studienabschluss ergreift, hat einen Gehaltsvorteil von mehr als 50 Prozent. Im Ländervergleich sind in Deutschland besonders MINT-Studiengänge beliebt.

Vitamin-B beim Berufseinstieg der Königsweg

Eine goldene selbstgebastelte Krone symbolisiert die kostbaren Beziehungen beim Berufseinstieg.

Hochschulabsolventen, die über persönliche Kontakte ihre erste Stelle finden, erzielen höhere Gehälter, haben bessere Aufstiegschancen und bleiben diesem Arbeitgeber länger treu, so lautet das Ergebnis einer Absolventenbefragung vom Bayerischen Staatsinstitut für Hochschulforschung.

JobTrends 2017: Gute Jobaussichten für Wirtschaftswissenschaftler

Screenshot: Jobtrends-Studie 2017 von Kienbaum und Staufenbiel.

Was Berufseinsteiger im Jahr 2017 wissen müssen, dem ist die JobTrends-Studie von Staufenbiel und Kienbaum nachgegangen. Personaler checken Bewerbungen oft nur in maximal fünf Minuten. In nur sechs Prozent der Fälle googlen Entscheider den Namen der Bewerber. Punkten können Absolventen beim Berufseinstieg eher mit Praxiserfahrung als mit einem guten Studienabschluss. Beim Gehalt können Berufseinsteiger aktuell fünf bis zehn Prozent mehr heraushandeln.

Junge Menschen starten immer später ins Berufsleben

Ein Gemälde an einer geschlossenen Garage von Menschen, die in einer Kneipe sitzen und der Schrift:...what else?!

Anteil der Erwerbstätigen unter den jungen Menschen im Alter von 15 bis 29 Jahren von April 1991 bis Mai 2003 deutlich von 63% auf 48% gesunken.

McKinsey-Fellowship: Einstiegsprogramm Marketing & Sales für Studenten

Ein weißes Schild an einer roten Wand mit roter Aufschrift Warenausgabe und einem Pfeil nach links.

Hochschulabsolventen mit ersten Berufserfahrungen und Interesse an Marketing und Vertrieb können sich ab sofort für das Marketing & Sales Fellowship von der Unternehmensberatung McKinsey & Company bewerben. Der neue Jahrgang des Programms startet zum 1. Oktober 2017 in Düsseldorf, München oder Köln. Die Bewerbung ist bis zum 23. April 2017 möglich.

Berufseinstieg: Stipendiaten fordern bessere Digitalausbildung im Studium

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Die Digitalisierung ist längst nicht mehr aufzuhalten. Um auf dem zukünftigen Arbeitsmarkt bestehen zu können, sollten junge Talente während des Studiums darauf vorbereitet werden. Fähigkeiten in der Analyse großer Datenmengen, Webanalysen und Programmierung zu besitzen, sehen Toptalente für den Berufseinstieg als zentral an. Das ergeben die neuen Ergebnisse der Umfrage „Most Wanted“ des Karrierenetzwerks e-fellows.net und der Unternehmensberatung McKinsey & Company.

Literatur-Tipp: Top-Karriere mit Staufenbiel Wirtschaftswissenschaftler

Handbuch-Staufenbiel Wirtschaftswissenschaftler 2010

Der erste Job soll top sein: Wer als Wirtschaftswissenschaftler nach der Uni durchstarten will, sollte auch Experte in Sachen Karriere, Bewerbung, Arbeitgeber und Einstiegsgehälter sein. Wie es mit Karriere und Jobeinstieg klappt, das zeigt zweimal im Jahr jeweils die aktuelle Ausgabe von »Staufenbiel Wirtschaftswissenschaftler«.

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