DieManager von Morgen WiWi-TReFF.de - Zeitung & Forum für Wirtschaftsstudium & Karriere
Berufseinstieg: Wo & WieProbezeit

Probezeit überleben (?) :)

Autor
Beitrag
Otto11

Probezeit überleben (?) :)

Hi,
ich hab die letzten Tage wenig geschlafen - und muss mir das mal "von der Seele schreiben": Arbeite seit einem Monat - gut bezahlt - in einem Unternehmen.

Ich habe noch immer kein Projekt zugewiesen bekommen und auch Schulung hat noch nicht gestartet. Bekam nur kleinere Aufgaben: Kleinere Recherchen, an fertigen PowerPoint Folien rum feilen, mit einem noch nicht gestarteten Projekt spielen etc.

Alle Aufgaben erledige ich innerhalb kürzester Zeit und versende Ergebnisse per Mail (vielleicht zuviele inzwischen ^^). Für das Projekt habe ich sogar eine mögliche Struktur erarbeitet, weil der Projektmanager mir vor dem Kickoff keine geben wollte...

Ich schlage selbst Aufgaben vor, gehe auf Abendveranstaltungen, hab ein Buch zur Fortbildung gekauft und ... zweifel immer mehr an meinen Ergebnissen (oft sind Aufgaben schwammig formuliert: z.B. "beschäftigen Sie sich mal mit xy" .. da kann man alles daraus machen) ... und auf Nachfrage ist für mich auch keine klare Zielsetzung oder Frist erkennbar.

Wurde schon mal in der Probezeit entlassen vor Jahren ... mit der Aussage vom Chef "Wir sind auf der Arbeit und nicht auf der Flucht". Ich habe immer im Hinterkopf, was ich >pro Std.< koste ... und ich hab den Ehrgeiz, das auch wert zu sein ..

Kann mir da jemand einen Rat geben?

antworten
WiWi Gast

Re: Probezeit überleben (?) :)

Was soll man da raten? Rede rechtzeitig mit deinen Kollegen und deinem Chef und lass dir Feedback geben.

Ansonsten sei engagiert aber auch nicht nervig á la alle 5 minuten nach Aufgaben fragen. Wenn du ne Aufgabe bekommst und das Gefühl hast die sollte für den Tag reichen dann streck sie halt auf 5 Stunden auch wenn sie nur eine dauert. So bist du schneller als der Chef geplant hat und machst nen guten Eindruck aber siehst nicht so aus als ob du einfach nur schnell schnell machst und ungenau arbeitest. Es ist dabei egal ob es wirklich so ist oder nicht. Es sieht halt so aus.

Und nochmal: Feedback von Kollegen und Chef einholen und auch das socializen nicht vergessen.

antworten
WiWi Gast

Re: Probezeit überleben (?) :)

Sprich mal mit kollegen darüber. Hast du keinen mentor?

antworten
Otto11

Re: Probezeit überleben (?) :)

Vorgesetzten hab ich und bereits angesprochen, dass meine ausführlichen Berichte mit Arbeitsergebnissen eher Unsicherheit sind .. weil ich keine klaren Zielvorgaben habe und halt irgendetwas machen will: Sei alles gut so wie es läuft. Mittags mal gemeinsam Essen gehen, bisschen privat quatschen - passt alles. Ich frage mich halt im Moment, für was die mich eingestellt haben .. im Grunde war mein Gehalt für diesen Monat beinahe verschenkt ^^ Mir wird mehr vermittelt "Schön, dass wir dich haben .. alles ist happy .." Aber niemand gibt mir die Möglichkeit, durch Projektmitarbeit, klare Anweisungen, enge Feedbackschleifen etc. die Vorgehensweisen zu verstehen und möglichst schnell alleine zu laufen ... Habe diesen Monat beinahe nichts gelernt.

Einen Monat finde ich ziemlich viel Zeit ... Mitarbeiter halten sich eher raus - möchte auch nicht nerven und übermotiviert wirken.

antworten
bwlnothx

Re: Probezeit überleben (?) :)

Ich kann dir nur raten, dich der Geschwindigkeit im Unternehmen anzupassen und ggf. einen Gang zurück zu schalten. Es ist vollkommen ausreichend, wenn du deine Arbeit richtig und gut machst. Solange dir keine Fristen / Deadlines gesetzt werden, musst du auch keine Geschwindigkeitsrekorde aufstellen.

antworten
WiWi Gast

Re: Probezeit überleben (?) :)

Einen Monat gearbeitet und du machst dir solche Gedanken.. so sieht die Arbeitswelt nun mal aus

antworten
WiWi Gast

Re: Probezeit überleben (?) :)

Wenn man eine Aufgabe bekommt "beschäftigen sie sich mit XY" und man antwortet in "allerkürzester Zeit" ist das unglücklich.
Und wenn du auf Nachfrage keine Frist erhältst umso besser, dann kannst du dich ausgiebig mit dem Thema beschäftigen, z.B. eine Übersicht machen, einen Bericht dazu schreiben, im Internet dazu recherchieren etc.
Wenn dann einer nach Ergebnissen fragt hast du was vorzuweisen.
Nach einem Monat würde ich mir da keine Gedanken machen, wenn es in 2-3 Monaten nicht besser ist wird es bedenklich.

Wenn du nicht gerade in einer 5 Mann Bude arbeitest wird keiner deinen Stundenlohn überprüfen, ob der gerechtfertigt ist.

Und was ein Chef vor Jahren mal gesagt hat ist ebenso unwichtig, bei Probezeitkündigungen liegt es auch oft an falscher Personalplanung und Leute müssen gehen, obwohl sie gar nichts dafür können.

Mein Tip ist daher, dir das ganze noch 2-3 Monate anzuschauen, wie oben schon geschrieben 1-2 Gänge runter zu schalten, nach einem monatlichen (!) Abstimmungsmeeting mit deinem Chef zu fragen, indem du deine Ergebnisse vorstellst und um Feedback bittest.

antworten
WiWi Gast

Re: Probezeit überleben (?) :)

Mach den step back, chill ein bisschen mehr und mach dir nicht so viel kopf. scheinst sehr aufgedreht zu sein und pushy. in einigen wenigen deutschen unternehmenskulturen kommt das gut an, bei den meisten ist es eher "nervig".

du wärst ein kandidat für dynamische environments, mach dir mal selber ein paar gedanken, ob du in einem starren konzern-konstrukt selber glücklich wirst.

des weiteren: merkt dir eins, die meisten chefs wissen selber nicht was sie wollen, wenn sie aufgaben verteilen.

antworten
WiWi Gast

Re: Probezeit überleben (?) :)

Danke für das Kompliment ... und das Feedback ist super hilfreich. Ich würde gerne mal zwei Beispiele geben, wie ich Aufgaben in anderen Unternehmen angegangen bin (Feedback reichte von "spitze" bis hin zu "naja", was oft nicht offen gesagt wurde). Vielleicht habe ich doch irgendwo einen Denkfehler. Z.B.

  1. "Schau dir mal Unternehmen xy an, Umsatz, Gewinn etc."
    --> Meine Vorgehensweise: Ich schau mir alle Quellen an, die mir einfallen, mache Screenshots, rücke alles übersichtlich in Powerpoint zusammen ... und füge noch Ausschnitte aus Branchenberichten, Social Media etc. ein. Anschließend kann ich einen genauen mündlichen Bericht zzgl. Zahlen liefern, welche Aspekte auffällig sind, wie ich was interpretiere und was ich daraus auf die aktuelle "größere Aufgabe" ableite.

Das ganze schaffe ich natürlich viel schneller als jmd., der sich eine saubere Vorlage bastelt und sauber ein Profil zusammen schreibt (meist unter Verwendung von nur einer Quelle). Nur das, was ich mache, hat mehr Infos und v.a. Zwischentöne, ist bereits analysiert und genauso übersichtlich und nachvollziehbar - insbesondere hinsichtlich Quellen und Annahmen, die in den Daten stecken. Nur ist es halt nicht so hübsch. Wenn das nicht weiterverwendet werden muss, ist das meiner Meinung nach absolut effiziente Arbeitsweise!

  1. "Sie können gleich eine Übersicht von xy erstellen, um dann eine Entscheidung treffen zu können"
    --> Entweder ich kürze ab, indem ich z.B. schon todsichere "KO-Kriterien" identifiziere und daher nur noch Teile der Recherchearbeit weiter verfolge. Oder ich finde evtl. eine Übersicht im Internet, die man genauso ausdrucken und aufbereiten kann ... natürlich ohne Firmenlogo und nicht so sauber formatiert ... was meiner Ansicht nach für internen Gebrauch völlig egal sein sollte.

Wenn derartige Unterlagen z.B. zum Kunden oder in die Ablage sollen als Datenbasis, versteht es sich von selbst, dass man evtl. anders heran geht. Aber in diesem Fällen versuche ich möglichst schnell und effizient das herbeizuschaffen, was den Zweck hinter der Aufgabe erfüllt.

Denke ich da falsch? Bzw. muss ich mich mehr nach Konventionen richten und den Interpretationsraum anders auslegen? Man bekommt leider meist keine 100% klaren Vorgaben und ich will nicht dazu übergehen, "aus Selbstschutz und Selbstdarstellung heraus" zu denken.

Zu dieser Arbeitsweise kommen oft noch viele mögliche Ideen dazu, die ich immer mal am Rande erwähne .. nebenher verfolge und teilweise wieder verwerfe. Da kamen z.B. in Praktika schon richtig tolle Sachen dabei raus mit super Beurteilung! Aber das erweckt dann noch stärker den Eindruck, dass ich nicht koordiniert und unsorgfältig bin.

Das einzige, was ich sicher weiß, ist, dass ich total strukturiert bin und ständig alle Abhängigkeiten und Ziele im Kopf habe - das kann es nicht sein. Aber evtl. hab ich trotzdem irgendwie einen tiefgreifenden Denkfehler (?) Oder "Form" (die rein ästhetisch und über Klarheit hinaus geht - oft diese sogar eigentlich reduziert :)) ist einfach wichtiger als Ziele zu erfüllen (?)

Feedback wäre wirklich klasse! :)

antworten
WiWi Gast

Re: Probezeit überleben (?) :)

Wenn Du eine eigene Übersicht erstellen sollst, druckst Du Dir den erstbesten Treffer bei Google aus und wunderst Dich über schlechtes Feedback?

antworten
WiWi Gast

Re: Probezeit überleben (?) :)

Meine Erfahrung in Konzernen.

Es gibt Bereiche in denen die Verantwortlichen der Geschäftsführung pausenlos vorheulen wir ausgelastet ihre Bereiche sind (völlig egal wie der realistische Workload ist) und das sie mehr Personal brauchen (mehr Personal = dickere Eier). Wenn dann eine zusätzliche Stelle bewillig wird weiß man nichts mit der Person anzufangen.

Dann gibt es Bereiche in denen sich die Verantwortlichen auf die Fahne geschrieben haben die Personalkosten unter denen von allen anderen halten zu wollen, völlig egal wie viel Arbeit dahinter steckt und die Kollegen nach 2/3 Jahren völlig ausgebrannt wieder kündigen.

Selber als "Führungskraft bzw. Vorgesetzter" kann ich Dir nur raten offen gegenüber Kollegen zu sein und Interesse zu zeigen. Mehr wird in solch einer Situation gar nicht erwartet.

antworten
WiWi Gast

Re: Probezeit überleben (?) :)

Ich glaube dein Fehler könnte darin bestehen, dasss du nicht verstehst, dass die bspw. genannten Aufträge vor allem das Ziel haben könnten, dass du dich in ein Thema einarbeitest. Und nicht möglichst schnell über Abkürzungen zu einem scheinbaren Ziel (dokumentiertes Ergebnis) kommst aber wenig dabei gelernt hast. "Vorgefertigte Übersicht" aus dem internet wäre für mich dahingehend ein NoGo.

Genauso KO Kriterien, hier übrigens liegt noch ein Fettnäpfchen: woher weiß der Anfänger welche Kriterien seine Chefs wie gewichten? Oder hast du das auch schon mal für sie entschieden...?

Wenn es Zeit für schnell arbeiten und auf das wesentliche beschränken ist wirst du schon merken.

antworten
WiWi Gast

Re: Probezeit überleben (?) :)

Super nervig deine Einstellung! Bin vor einiger Zeit auch eingestiegen zu gutem Gehalt (ok keine 100k) und hatte auch NIX zu tun. Dann kam noch ein neuer der die ganze Zeit gepusht hat und nur Arbeiten wollte. Wozu? Lieber chillen kollegen kennenlernen Kaffe trinken und natürlich seine Aufgaben erledigen im normalen Tempo. Wär ich rausgeflogen? Wie denn habe alle Aufgaben erledigt. Wenn es zu wenige da sind, ist es wohl nicht meine Schuld. Außerdem wenn man gut ist, findet man auch was neues!!!! Warum dann die Angst!?

antworten
WiWi Gast

Re: Probezeit überleben (?) :)

Ganz ehrlich - so wie du schreibst ist ne Zusammenarbeit mit dir ne Tortur. Lern erstmal Selbstreflexion bevor du dich dermaßen abstoßend selbst über den Klee lobst!

Otto11 schrieb:

Hi,
ich hab die letzten Tage wenig geschlafen - und muss mir das
mal "von der Seele schreiben": Arbeite seit einem
Monat - gut bezahlt - in einem Unternehmen.

Ich habe noch immer kein Projekt zugewiesen bekommen und auch
Schulung hat noch nicht gestartet. Bekam nur kleinere
Aufgaben: Kleinere Recherchen, an fertigen PowerPoint Folien
rum feilen, mit einem noch nicht gestarteten Projekt spielen
etc.

Alle Aufgaben erledige ich innerhalb kürzester Zeit und
versende Ergebnisse per Mail (vielleicht zuviele inzwischen
^^). Für das Projekt habe ich sogar eine mögliche Struktur
erarbeitet, weil der Projektmanager mir vor dem Kickoff keine
geben wollte...

Ich schlage selbst Aufgaben vor, gehe auf
Abendveranstaltungen, hab ein Buch zur Fortbildung gekauft
und ... zweifel immer mehr an meinen Ergebnissen (oft sind
Aufgaben schwammig formuliert: z.B. "beschäftigen Sie
sich mal mit xy" .. da kann man alles daraus machen) ...
und auf Nachfrage ist für mich auch keine klare Zielsetzung
oder Frist erkennbar.

Wurde schon mal in der Probezeit entlassen vor Jahren ... mit
der Aussage vom Chef "Wir sind auf der Arbeit und nicht
auf der Flucht". Ich habe immer im Hinterkopf, was ich

pro Std.< koste ... und ich hab den Ehrgeiz, das auch
wert zu sein ..

Kann mir da jemand einen Rat geben?

antworten
WiWi Gast

Re: Probezeit überleben (?) :)

klassischer Fall von Selbstüberschätzung

antworten
WiWi Gast

Re: Probezeit überleben (?) :)

Okay! Danke. Ich werde versuchen, das auf nächste Woche anzuwenden. Das war hilfreich!

antworten
WiWi Gast

Re: Probezeit überleben (?) :)

Ich würde dem nicht zustimmen. Ich selbst arbeite seit 1,5 Jahren bei einer Firma, bei der ich einfach nicht genug zu tun habe. Genau dasselbe, was der Autor beschriebt - kleine Recherchen und ähnliche Aufgaben. 90% der Zeit hatte ich Arbeit für 1-3 Stunden pro Tag.

Und ja, ich habe um mehr gebeten, war auch total proaktiv. Es bringt leider nicht. Inzwischen kann ich einen neuen Job suchen, was ich auch tue. Ich kann mir aber vorstellen, der Autor erlebt gerade dasselbe und er/sie tut mir leid.

Ein Monat ist kurz. Wenn die Situation sich aber spätestens nach 3 Monaten nicht ändert, würde ich mir eine neue Stelle suchen.

Lounge Gast schrieb:

Ganz ehrlich - so wie du schreibst ist ne Zusammenarbeit mit
dir ne Tortur. Lern erstmal Selbstreflexion bevor du dich
dermaßen abstoßend selbst über den Klee lobst!

antworten
WiWi Gast

Re: Probezeit überleben (?) :)

Ich weiß nicht, wo du arbeitest, aber wenn ich dich als Consultant auf meinem Projekt hätte, wäre ich sehr genervt von solchen Ergebnissen.

Bin selbst noch Consultant, hatte aber schon die Aufgabe Juniore Kollegen einzuarbeiten.

Solche Aufgaben dienen häufig dazu, sich Deine Arbeitsweise anzuschauen und die ist ja offensichtlich grauenvoll.

Wenn du nicht weißt, was erwartet wird, frag halt nach. Und wenn du keine Antwort bekommst, erstell eine Struktur, wie du die Sachen erfassen würdest, stimm das ab und dann fang an.

Ich würde mich darauf konzentrieren sauberer zu arbeiten. Das ist das A und O für Anfänger.

Lounge Gast schrieb:

Danke für das Kompliment ... und das Feedback ist super
hilfreich. Ich würde gerne mal zwei Beispiele geben, wie ich
Aufgaben in anderen Unternehmen angegangen bin (Feedback
reichte von "spitze" bis hin zu "naja",
was oft nicht offen gesagt wurde). Vielleicht habe ich doch
irgendwo einen Denkfehler. Z.B.

  1. "Schau dir mal Unternehmen xy an, Umsatz, Gewinn
    etc."
    --> Meine Vorgehensweise: Ich schau mir alle Quellen an,
    die mir einfallen, mache Screenshots, rücke alles
    übersichtlich in Powerpoint zusammen ... und füge noch
    Ausschnitte aus Branchenberichten, Social Media etc. ein.
    Anschließend kann ich einen genauen mündlichen Bericht zzgl.
    Zahlen liefern, welche Aspekte auffällig sind, wie ich was
    interpretiere und was ich daraus auf die aktuelle
    "größere Aufgabe" ableite.

Das ganze schaffe ich natürlich viel schneller als jmd., der
sich eine saubere Vorlage bastelt und sauber ein Profil
zusammen schreibt (meist unter Verwendung von nur einer
Quelle). Nur das, was ich mache, hat mehr Infos und v.a.
Zwischentöne, ist bereits analysiert und genauso
übersichtlich und nachvollziehbar - insbesondere hinsichtlich
Quellen und Annahmen, die in den Daten stecken. Nur ist es
halt nicht so hübsch. Wenn das nicht weiterverwendet werden
muss, ist das meiner Meinung nach absolut effiziente
Arbeitsweise!

  1. "Sie können gleich eine Übersicht von xy erstellen,
    um dann eine Entscheidung treffen zu können"
    --> Entweder ich kürze ab, indem ich z.B. schon todsichere
    "KO-Kriterien" identifiziere und daher nur noch
    Teile der Recherchearbeit weiter verfolge. Oder ich finde
    evtl. eine Übersicht im Internet, die man genauso ausdrucken
    und aufbereiten kann ... natürlich ohne Firmenlogo und nicht
    so sauber formatiert ... was meiner Ansicht nach für internen
    Gebrauch völlig egal sein sollte.

Wenn derartige Unterlagen z.B. zum Kunden oder in die Ablage
sollen als Datenbasis, versteht es sich von selbst, dass man
evtl. anders heran geht. Aber in diesem Fällen versuche ich
möglichst schnell und effizient das herbeizuschaffen, was den
Zweck hinter der Aufgabe erfüllt.

Denke ich da falsch? Bzw. muss ich mich mehr nach
Konventionen richten und den Interpretationsraum anders
auslegen? Man bekommt leider meist keine 100% klaren Vorgaben
und ich will nicht dazu übergehen, "aus Selbstschutz und
Selbstdarstellung heraus" zu denken.

Zu dieser Arbeitsweise kommen oft noch viele mögliche Ideen
dazu, die ich immer mal am Rande erwähne .. nebenher verfolge
und teilweise wieder verwerfe. Da kamen z.B. in Praktika
schon richtig tolle Sachen dabei raus mit super Beurteilung!
Aber das erweckt dann noch stärker den Eindruck, dass ich
nicht koordiniert und unsorgfältig bin.

Das einzige, was ich sicher weiß, ist, dass ich total
strukturiert bin und ständig alle Abhängigkeiten und Ziele im
Kopf habe - das kann es nicht sein. Aber evtl. hab ich
trotzdem irgendwie einen tiefgreifenden Denkfehler (?) Oder
"Form" (die rein ästhetisch und über Klarheit
hinaus geht - oft diese sogar eigentlich reduziert :)) ist
einfach wichtiger als Ziele zu erfüllen (?)

Feedback wäre wirklich klasse! :)

antworten
WiWi Gast

Re: Probezeit überleben (?) :)

Zu meiner Verteidigung ... :): Das, was der letzte Kommentator geschrieben hat, ist genau das, was ich eigentlich tue.

Man bekommt meist eine ungenaue Arbeitsanweisung ... und dann melde ich mich nach 2 Std. mit einem Ansatz und sage, dass ich Möglichkeiten x, y und z sehe, wie ich weitermachen könnte. "Was soll ich machen? Meiner Vorstellung nach gehts jetzt so weiter... ist das richtig?"

Oft sind die dann aber dann tatsächlich genervt .. entweder weil es offenbar "zuviele Gedanken drum herum" sind, die ich mir gemacht habe. Oder weil noch gar keine produktiven Ergebnisse erwartet werden, sondern nur, dass ich mich halt irgendwie damit beschäftige... (?) Und es ihnen vielleicht egal ist, was da wirklich dabei herauskommt.

Hat jeder dieses Problem? Man muss doch entweder präzise Anweisungen geben, was genau wie gemacht werden muss ... oder man muss dem Mitarbeiter das Ziel verständlich machen und akzeptieren, wenn er es auf seine Weise erreicht. Ansonsten muss man mit Nachfragen rechnen ...

Mir kommts immer so vor, als würde ich die "Konventionen, wie man arbeitet" nicht schnell genug kapieren ... weil ich mehrere Möglichkeiten sehe. (das soll nicht eingebildet sein! Sonst würde ich hier nicht versuchen herauszufinden, was ich falsch mache). Und tatsächlich gabs schon Vorgesetzte, die mich wirklich gelobt haben und mir sogar in Praktika direkt Jobs anboten ... aber meist ist es halt nur ein Vorgesetzter von vielen.

Ich tue mir auch sonst oft schwer, bestimmte Konventionen zu kapieren ... polarisieren tue ich immer in gewisser Weise.

antworten
WiWi Gast

Re: Probezeit überleben (?) :)

Du bist in die typische Anfänger-Arroganz-Falle getappt und solltest schleunigst dich daraus befreien.

  1. Derjenige, der frisch kommt ist entweder total zögerlich oder er strotzt nur so vor frischen Ideen.

  2. Leider vergisst er dabei, dass das Unternehmen oft schon länger am Markt ist, als der Neuling lebt. Damit hat man intern schon alles gehört, vieles probiert und letztendlich ist man ja erfolgreich. Da braucht man alles, aber bestimmt keine Belehrungen von jemanden, der frisch ist.

  3. Für den größten Teil deiner Kollegen, ist der Job zum Geld verdienen da und interessiert sie nicht die Bohne darüber hinaus. Vielleicht sind sie weniger intelligent als du. Vielleicht sind sie viel intelligenter. Mit Sicherheit haben sie aber schon viel mehr probiert als du und können besser abschätzen, was wirkt und was nicht.

  4. Mit der Zeit haben deine Kollegen gelernt, Ihre Intelligenz so einzusetzen, dass sie ihre Aufgaben mit minimalsten Aufwand (=effektiv und effizient) erledigen. Da stört ein hyperaktiver Neuling natürlich extrem den Betriebsfrieden und die Abläufe.

  5. Wenn du das nicht kapierst, dann fehlt dir eine wichtige Eigenschaft, um ihm Leben erfolgreich sein zu können: Soziale Intelligenz.

  6. Da du das aber schon selbst merkst ("verstehe die Konventionen") nicht, ist bei dir nichts verloren. Es ist allerdings an der Zeit, deine Kollegen zu beobachten und die Unternehmenskultur zu lernen.

  7. In einigen Jahren wirst du, wenn du nicht die ganz große Karriere anstrebst, wie deine Kollegen sein. Du machst deinen Job und du machst den gut. Einen Burn out brauchst du nicht, außerdem musst du Klein-Linus später noch zum Fußball fahren.

  8. Und den neuen von der Hochschule, der natürlich alles besser kann und weiß und viel schneller ist, belächelst du, weil er keine Ahnung hat, worauf es im Leben wirklich ankommt ;)

Lounge Gast schrieb:

Zu meiner Verteidigung ... :): Das, was der letzte
Kommentator geschrieben hat, ist genau das, was ich
eigentlich tue.

Man bekommt meist eine ungenaue Arbeitsanweisung ... und dann
melde ich mich nach 2 Std. mit einem Ansatz und sage, dass
ich Möglichkeiten x, y und z sehe, wie ich weitermachen
könnte. "Was soll ich machen? Meiner Vorstellung nach
gehts jetzt so weiter... ist das richtig?"

Oft sind die dann aber dann tatsächlich genervt .. entweder
weil es offenbar "zuviele Gedanken drum herum"
sind, die ich mir gemacht habe. Oder weil noch gar keine
produktiven Ergebnisse erwartet werden, sondern nur, dass ich
mich halt irgendwie damit beschäftige... (?) Und es ihnen
vielleicht egal ist, was da wirklich dabei herauskommt.

Hat jeder dieses Problem? Man muss doch entweder präzise
Anweisungen geben, was genau wie gemacht werden muss ... oder
man muss dem Mitarbeiter das Ziel verständlich machen und
akzeptieren, wenn er es auf seine Weise erreicht. Ansonsten
muss man mit Nachfragen rechnen ...

Mir kommts immer so vor, als würde ich die
"Konventionen, wie man arbeitet" nicht schnell
genug kapieren ... weil ich mehrere Möglichkeiten sehe. (das
soll nicht eingebildet sein! Sonst würde ich hier nicht
versuchen herauszufinden, was ich falsch mache). Und
tatsächlich gabs schon Vorgesetzte, die mich wirklich gelobt
haben und mir sogar in Praktika direkt Jobs anboten ... aber
meist ist es halt nur ein Vorgesetzter von vielen.

Ich tue mir auch sonst oft schwer, bestimmte Konventionen zu
kapieren ... polarisieren tue ich immer in gewisser Weise.

antworten
WiWi Gast

Re: Probezeit überleben (?) :)

Dem, was der letzte Redner schreibst, kann ich aus eigener Erfahrung nicht recht geben:

Als neuer Mitarbeiter habe ich bereits zu hören bekommen, dass das Unternehmen es als Chance sieht, jemanden mit frischen Blick drauf schauen zu lassen und dass Vorschläge erwünscht sind. Woher soll ein Berufseinsteiger wissen, dass das nur eine Floskel ist und man gut beraten ist den Mund zu halten? Das weiß man nur als alter Hase. Und nein: In den meisten Branchen können Neulinge tatsächlich bessere Abläufe finden. Ganz einfach deshalb, weil sich der Markt schnell verändert und junge Mitarbeiter mehr technisches Knowhow mitbringen. Kann man es ernsthaft als "eingebildet und sozial inkompetent abtun", wenn jemand einen Handgriff mit VBA eben mal kurz automatisiert, der davor jahrelang manuell getätigt wurde? Oder vielmehr die Ignoranz der Kollegen anprangern, wenn das gegen denjenigen verwendet wird?

"In einigen Jahren wirst du, wenn du nicht die ganz große Karriere anstrebst, wie deine Kollegen sein.":
-------
Wenn alle so denken, siehts schwarz aus für Deutschland! Das macht nicht glücklich und man kann davon nur dringend abraten. Die Strategie mag für unsere Elterngeneration funktioniert haben. Aber es wird in Zukunft immer weniger Jobs für Leute geben, die an ihrem vorhandenen Status festhalten und den Porsche von A nach B fahren wollen.

"Super nervig deine Einstellung! Bin vor einiger Zeit auch eingestiegen zu gutem Gehalt (ok keine 100k) und hatte auch NIX zu tun. Dann kam noch ein neuer der die ganze Zeit gepusht hat und nur Arbeiten wollte. Wozu? Lieber chillen kollegen kennenlernen Kaffe trinken und natürlich seine Aufgaben erledigen im normalen Tempo. Wär ich rausgeflogen? Wie denn habe alle Aufgaben erledigt.":
----
Dazu sage ich nur: Hoch lebe Deutschland, der Innovationsmotor der Welt! Ich halte diese Einstellung für dekadent und volkswirtschaftlich schädlich. Besonders pervers wirds dann, wenn diese "Karriere über soziale Spielchen und möglichst wenig Arbeit" Einstellung noch mit "Ich bin ein High Potential, tara :)" gepaart ist.

antworten

Artikel zu Probezeit

Probezeit – Tipps für den erfolgreichen Start

Der erste Arbeitstag rückt näher und Fragen kommen auf: Werde ich mich integrieren können? Welche Anforderungen kommen auf mich zu? In der Probezeit müssen sich Arbeitnehmer behaupten, aber auch herausfinden, ob die Position im Unternehmen das Richtige ist. Der WiWi-Treff befasst sich im Teil 2 mit interessanten Tipps für den erfolgreichen Start in die Probezeit.

Probezeit – arbeitsrechtliche Grundlagen

Werde ich mit den neuen Aufgaben zurechtkommen? Kann ich mich in das Team integrieren? Vor dem ersten Arbeitstag ist die Aufregung groß – denn nun heißt es, ab ins kalte Wasser und sich behaupten. Die Probezeit ist ideal, sowohl für Arbeitgeber als auch für Arbeitnehmer, im Unternehmen seinen Platz zu finden oder nicht. Der WiWi-Treff befasst sich im Teil 1 mit relevanten arbeitsrechtlichen Grundlagen und Pflichten die das Thema Probezeit umfassen.

Probezeit: Vorausgegangenes Praktikum zählt nicht zur Probezeit einer Berufsausbildung

Gebäude des Bundesarbeitsgerichtes

Viele beginnen vor einer Berufsausbildung ein Praktikum im Unternehmen. Kann so ein vorangegangenes Praktikum als Probezeit im Anschluss angerechnet werden? Das Bundesarbeitsgericht (BAG) hat dazu entschieden: Ein vorausgegangenes Praktikum gilt nicht als Probezeit in einer anschließenden Berufsausbildung.

Gute Chance, die Probezeit zu bestehen

Die Probezeit ist für neue Mitarbeiter kein großer Unsicherheitsfaktor. Zu diesem Ergebnis kommt die personal total AG in einer Studie.

JobTrends 2017: Gute Jobaussichten für Wirtschaftswissenschaftler

Screenshot: Jobtrends-Studie 2017 von Kienbaum und Staufenbiel.

Was Berufseinsteiger im Jahr 2017 wissen müssen, dem ist die JobTrends-Studie von Staufenbiel und Kienbaum nachgegangen. Personaler checken Bewerbungen oft nur in maximal fünf Minuten. In nur sechs Prozent der Fälle googlen Entscheider den Namen der Bewerber. Punkten können Absolventen beim Berufseinstieg eher mit Praxiserfahrung als mit einem guten Studienabschluss. Beim Gehalt können Berufseinsteiger aktuell fünf bis zehn Prozent mehr heraushandeln.

Millenials mit Angst um Arbeitsplatz durch holprigen Berufsstart

Frau klettert in der Halle nach oben.

Die Generation Y, der zwischen 1980 und 1999 Geborenen, ist durch Probleme beim Berufseinstieg geprägt. Die Konsequenzen sind ein Gefühl der Unsicherheit und Angst um den Arbeitsplatz. Die unter 35-Jährigen Millenials denken zudem überwiegend individualistisch, zeigt eine von der Hans-Böckler-Stiftung geförderte Studie.

McKinsey-Fellowship: Einstiegsprogramm Marketing & Sales für Studenten

Ein weißes Schild an einer roten Wand mit roter Aufschrift Warenausgabe und einem Pfeil nach links.

Hochschulabsolventen mit ersten Berufserfahrungen und Interesse an Marketing und Vertrieb können sich ab sofort für das Marketing & Sales Fellowship von der Unternehmensberatung McKinsey & Company bewerben. Der neue Jahrgang des Programms startet zum 1. Oktober 2017 in Düsseldorf, München oder Köln. Die Bewerbung ist bis zum 23. April 2017 möglich.

Berufseinstieg: Stipendiaten fordern bessere Digitalausbildung im Studium

Einstieg, Enter, Berufseinstieg,

Die Digitalisierung ist längst nicht mehr aufzuhalten. Um auf dem zukünftigen Arbeitsmarkt bestehen zu können, sollten junge Talente während des Studiums darauf vorbereitet werden. Fähigkeiten in der Analyse großer Datenmengen, Webanalysen und Programmierung zu besitzen, sehen Toptalente für den Berufseinstieg als zentral an. Das ergeben die neuen Ergebnisse der Umfrage „Most Wanted“ des Karrierenetzwerks e-fellows.net und der Unternehmensberatung McKinsey & Company.

Bildung auf einen Blick 2016: Start ins Berufsleben funktioniert

OECD-Bildungsbericht-2016 Start-ins-Berufsleben

Die aktuelle OECD-Studie „Bildung auf einen Blick 2016“ bestätigt: Die deutsche Erwerbslosenquote liegt in allen Bildungsbereichen unter dem OECD-Durchschnitt. Das berufliche Bildungssystem in Deutschland beweist seine Stärke durch den reibungslosen Übergang von der Ausbildung in den Beruf. Der Bericht zeigt, wer einen Studienabschluss ergreift, hat einen Gehaltsvorteil von mehr als 50 Prozent. Im Ländervergleich sind in Deutschland besonders MINT-Studiengänge beliebt.

Literatur-Tipp: Top-Karriere mit Staufenbiel Wirtschaftswissenschaftler

Handbuch-Staufenbiel Wirtschaftswissenschaftler 2010

Der erste Job soll top sein: Wer als Wirtschaftswissenschaftler nach der Uni durchstarten will, sollte auch Experte in Sachen Karriere, Bewerbung, Arbeitgeber und Einstiegsgehälter sein. Wie es mit Karriere und Jobeinstieg klappt, das zeigt zweimal im Jahr jeweils die aktuelle Ausgabe von »Staufenbiel Wirtschaftswissenschaftler«.

Unternehmen legen bei Absolventen am meisten Wert auf Praxiserfahrung

Eine blaue Mappe mit der weißen Aufschrift Bewerbung rechts oben in der Ecke, auf einem Hocker im Garten.

Die Hochschul-Recruiting-Studie 2014 der Jobbörse Jobware und der Hochschule Koblenz deckt die wichtigsten Einstellungskriterien auf. Die Unternehmen legen bei Absolventen am meisten Wert auf die Praxiserfahrung, den passenden Studiengang und Studienschwerpunkt.

OECD-Bildungsbericht 2014 - Rekordniveau bei Hochschulabschlüssen

OECD-Bildungsbericht 2014

In Deutschland erwerben mit 31 Prozent so viele wie nie einen Hochschulabschluss und ihre Jobaussichten sind perfekt. Nur 2,4 Prozent der Akademiker sind arbeitslos und sie verdienten 2012 mit einem Studium 74 Prozent mehr als ohne. Das geht aus dem aktuellen OECD-Bericht 2014 „Bildung auf einen Blick“ hervor.

6 Prozent mehr Hochschul­absol­venten im Jahr 2013

Eine undurchsichtige Tür mit dem angeklebten Papierschild Prüfung.

Im Prüfungsjahr 2013 erwarben rund 436 400 Absolventinnen und Absolventen einen Hochschul­abschluss an deutschen Hochschulen. In den Rechts-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften waren es insgesamt 139 756 Hochschul­absol­venten, von denen 80 529 einen Bachelorabschluss machten.

Meister sind Akademikern ab sofort gleichgestellt

Ein Frisörgeschäft mit dem Namen: Meisterschnitt.

Der berufliche Meister und der akademische Bachelorabschluss sind ab sofort gleichwertig. Meisterbriefe enthalten fortan den Hinweis, dass der Abschluss im Deutschen und Europäischen Qualifikationsrahmen dem Niveau 6 entspricht. Dieser Stufe ist auch der Bachelorabschluss zugeordnet.

Reisekostenerstattung beim Berufseinstieg

Ein Taxischild au dem Autodach.

Fahrt-, Umzugs-, Trennungskostenbeihilfen und Reisekostenerstattung beim Berufseinstieg. Bestimmten Berufsgruppen wie Volks- oder Betriebswirten werden für die Bewerbung im europäischen Ausland einmalig die Flugkosten erstattet.

Antworten auf Probezeit überleben (?) :)

Als WiWi Gast oder Login

Forenfunktionen

Kommentare 21 Beiträge

Diskussionen zu Probezeit

Weitere Themen aus Berufseinstieg: Wo & Wie

Feedback +/-

Feedback