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Berufseinstieg: Wo & WieMINT

Wo landen Top-Mintler?

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WiWi Gast

Wo landen Top-Mintler?

In der USA ist die Sache ja ziemlich klar: dort gehen die begabtesten Mathematiker, Informatiker und Ingenieure, die nicht forschen wollen, zu FAANG, wenn sie viel Geld verdienen wollen oder zu Tech-Startups wie SpaceX (klar, inzwischen kein Startup mehr, aber ein junges, aufstrebendes Unternehmen mit motivierten, hart arbeitenden Angestelllten) - einige mglw. zur NASA...

Was ich fragen will: Auf der anderen Seite des Atlantiks ist der Jobmarkt - soweit ich gehört habe - für diese Leute extrem attraktiv bzgl. der Aufgaben in Unternehmen und wesentlich besser bezahlt als in Europa; was machen also die besten MINT-Absolventen von Unis wie dem Imperial College oder der ETH Zürich hier nach ihrem Studium?

LG von einem Physikstudenten

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WiWi Gast

Wo landen Top-Mintler?

Careers Office Umfrage an der ICL: Beliebteste Ziel ist die City - kein Wunder. Einige überzeugte MINTler gehen zu BP, Glaxo, Techs und sogar Big 4.

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Karush

Wo landen Top-Mintler?

Kenne eine bei McKinsey

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WiWi Gast

Wo landen Top-Mintler?

Habe Mathe und Physik studiert.

Einfach mal zu meinem Jahrgang:

In der Physik hat fast jeder erst mal promoviert. Die paar, die es nicht getan haben, sind bei DAX30 unter gekommen. Von denen die Promoviert haben, ist ca. die Hälfte erstmal in der Forschung geblieben. Die andere Hälfte ebenfalls größtenteils DAX30, ein paar bei sehr kleinen, aber in ihrer Branche sehr erfolgreichen Technik/Entwicklung Unternehmen. Ca. 5% des ursprünglichen Jahrgangs schließlich bei Beratungen und Ähnlichem. Sowohl McK also auch wieder ein paar kleinen Branchenspezifischen Buden.

Zu den Mathematiker (da waren wir nur 8 Absolventen). 5 haben erst noch promoviert. Schließlich: 3 Forschung. 3 Softwareentwickler. 1 Big4. 1 Bank

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WiWi Gast

Wo landen Top-Mintler?

WiWi Gast schrieb am 28.11.2019:

In der USA ist die Sache ja ziemlich klar: dort gehen die begabtesten Mathematiker, Informatiker und Ingenieure, die nicht forschen wollen, zu FAANG, wenn sie viel Geld verdienen wollen oder zu Tech-Startups wie SpaceX (klar, inzwischen kein Startup mehr, aber ein junges, aufstrebendes Unternehmen mit motivierten, hart arbeitenden Angestelllten) - einige mglw. zur NASA...

Was ich fragen will: Auf der anderen Seite des Atlantiks ist der Jobmarkt - soweit ich gehört habe - für diese Leute extrem attraktiv bzgl. der Aufgaben in Unternehmen und wesentlich besser bezahlt als in Europa; was machen also die besten MINT-Absolventen von Unis wie dem Imperial College oder der ETH Zürich hier nach ihrem Studium?

LG von einem Physikstudenten

Ich bin Dr.rer.nat. Für meine extrem kurze Promotion in der Physik mit vielen Veröffentlichungen habe ich ein paar Auszeichnungen bekommen. Ich schätze, ich gehöre deutschlandweit zu den top 5% aller promovierten Physiker. Ich habe Jobangebote an der Uni, bei Max-Planck, DLR, NASA und Fraunhofer gehabt. Jedoch habe ich Interesse an Forschung verloren und eine andere Karriere verfolgt.

Bei der Promotion in MathNat-Bereich gab es eine größe Inflation über die letzten 30 Jahren. Die Hälfte sind leicht überdurchschnittliche Menschen, die bereit waren, 12 Jahren ihres Lebens dafür zu verwenden. M.M.N. ist top MINTLER = top 10%. Ein Solcher hat es schwer in Deutschland einen Job zu finden, bei den man entsprechend gut bezahlt wird. Ich wollte ein Job haben, bei den ich entsprechend mehr als meine Kommilitonen bezahlt werde. Hier sind die Möglichkeiten, die ich mir damals überlegt habe:

  1. Bleib in der Forschung. Dies ist ein Selbstläufer. Du wirst zwar nie viel verdienen, dafür gibt es viele andere Vorteile. Sollte dies zu deiner Person passen, weiter so! Die Welt braucht motivierte Physiker.

  2. Im IB/PE/... Bereich nehmen die Firmen Menschen mit Vorerfahrung in Form von Praktika. Als herausragender Dr willst du keine Praktika machen. Eine Alternative wäre zu versuchen nach dem Bachelor einzusteigen. Solltest Du unbedingt hier weitermachen, dann versucht bei GMAT möglichst gutes Score zu bekommen. Das finden die Firmen in diesem Bereich teilweise sehr relevant. Mit einem Score von 779 habe ich ein para Skype-Interviews gehabt, aber mein Forschungsbereich war nicht so relevant e.g für Rentech. Das Angebotene Geld war schlechter als die Alternative in Deutschland.

  3. Einstieg im UB Bereich ist auch nicht selbstverständlich. Ich habe selber Absagen von allen 3 MBBs und S& bekommen. Außerdem ist die Arbeitsbelastung relativ hoch, so dass man einen schlechten Stundenlohn am Ende hat. Rechne mit ca 35€ pro Stunde am Anfang. Andere Beratungen sind da relativ ähnlich. Man Arbeitet eventuell ein bisschen weniger, bekommt aber dafür weniger Kohle. Wenn Deiner Vorerfahrungen wertvoll sind, dann kannst du versuchen bei BIG4 als Manager oder Expert einzusteigen. Da dürfte es 100k all-in im ersten Jahr sein. Dies ist aber ehrlich gesagt auch utopisch.

  4. FANG in USA ist ziemlich das Beste, dass man mit einem solchen Profil machen kann. Jedoch nicht jeder USA Physiker oder Mathematiker bekommt ein Angebot bei FANG. Da muss schon die Promotionsthema gut mit den Zielen des Unternehmens im Einklang sein. Sonst bekommst du Nichtmal eine Antwort. Bei vielen musst Du erstmal Menschen finden, die dich empfehlen. Sonst wird es nichts. Außerdem ist zu beachten, dass das Leben in Silicon Valley extrem teuer ist. Die Steuer sind auch sehr hoch. Selbst mit dem tollen 200k USD Gehalt, wird das nicht für ein gemütliches Leben mit Familie reichen. FANG in Texas wäre da viel besser. Ich habe hier ein paar Vorstellungsgespräche gehabt, jedoch am Ende hatte ich kein Jobangebot.

  5. DAX kannst du gerne vergessen. Außerdem du bist bereit niedrig einzusteigen und sich über 3-5 Jahren hochklettern. Da konnte es eventuell klappen. Das gleiche gilt für FANG in Deutschland: Bezahlung am Anfang ist nichts besonderes.

Daraus kann ich dir folgende Tipps geben, solltest du nicht in der Forschung bleiben wollen:

  • Erreiche im Studium ein Top-Performance: 1.x Noten überall, mit Summa cum laude, mit vielen Veröffentlichungen, Talks auf int. Konferenzen, Poster/Talk Auszeichnungen, usw.
  • Fokussiere deine Promotion: du sollst ein Thema finden, was für die Wirtschaft sehr relevant ist. E.g. gerade ist Machine-Learning beliebt
  • sammle während der Promotion die Skills, die für deinen späteren Beruf brauchst. E.g. Wahlfächer in den entsprechenden Bereich
  • mach im Bachelor/Master ein Praktikum in den Bereich, den du interessant findest. Dies lohnt sich sehr!
  • mach einige Zertifikate im Projektmanagement (klassisch und agil)
  • übernehme Führungsverantwortung über kleinere Teams schon an der Uni
  • mach ein Semester in den Staaten oder im Osten
  • überlege dir wie du deine Softskills in diesen 8 Jahren verbessern konntest, da dein Physikstudium dich darauf selten fokussiert.
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WiWi Gast

Wo landen Top-Mintler?

Da leidet jemand wohl unter starker Selbstüberschätzung.

WiWi Gast schrieb am 03.12.2019:

In der USA ist die Sache ja ziemlich klar: dort gehen die begabtesten Mathematiker, Informatiker und Ingenieure, die nicht forschen wollen, zu FAANG, wenn sie viel Geld verdienen wollen oder zu Tech-Startups wie SpaceX (klar, inzwischen kein Startup mehr, aber ein junges, aufstrebendes Unternehmen mit motivierten, hart arbeitenden Angestelllten) - einige mglw. zur NASA...

Was ich fragen will: Auf der anderen Seite des Atlantiks ist der Jobmarkt - soweit ich gehört habe - für diese Leute extrem attraktiv bzgl. der Aufgaben in Unternehmen und wesentlich besser bezahlt als in Europa; was machen also die besten MINT-Absolventen von Unis wie dem Imperial College oder der ETH Zürich hier nach ihrem Studium?

LG von einem Physikstudenten

Ich bin Dr.rer.nat. Für meine extrem kurze Promotion in der Physik mit vielen Veröffentlichungen habe ich ein paar Auszeichnungen bekommen. Ich schätze, ich gehöre deutschlandweit zu den top 5% aller promovierten Physiker. Ich habe Jobangebote an der Uni, bei Max-Planck, DLR, NASA und Fraunhofer gehabt. Jedoch habe ich Interesse an Forschung verloren und eine andere Karriere verfolgt.

Bei der Promotion in MathNat-Bereich gab es eine größe Inflation über die letzten 30 Jahren. Die Hälfte sind leicht überdurchschnittliche Menschen, die bereit waren, 12 Jahren ihres Lebens dafür zu verwenden. M.M.N. ist top MINTLER = top 10%. Ein Solcher hat es schwer in Deutschland einen Job zu finden, bei den man entsprechend gut bezahlt wird. Ich wollte ein Job haben, bei den ich entsprechend mehr als meine Kommilitonen bezahlt werde. Hier sind die Möglichkeiten, die ich mir damals überlegt habe:

  1. Bleib in der Forschung. Dies ist ein Selbstläufer. Du wirst zwar nie viel verdienen, dafür gibt es viele andere Vorteile. Sollte dies zu deiner Person passen, weiter so! Die Welt braucht motivierte Physiker.

  2. Im IB/PE/... Bereich nehmen die Firmen Menschen mit Vorerfahrung in Form von Praktika. Als herausragender Dr willst du keine Praktika machen. Eine Alternative wäre zu versuchen nach dem Bachelor einzusteigen. Solltest Du unbedingt hier weitermachen, dann versucht bei GMAT möglichst gutes Score zu bekommen. Das finden die Firmen in diesem Bereich teilweise sehr relevant. Mit einem Score von 779 habe ich ein para Skype-Interviews gehabt, aber mein Forschungsbereich war nicht so relevant e.g für Rentech. Das Angebotene Geld war schlechter als die Alternative in Deutschland.

  3. Einstieg im UB Bereich ist auch nicht selbstverständlich. Ich habe selber Absagen von allen 3 MBBs und S& bekommen. Außerdem ist die Arbeitsbelastung relativ hoch, so dass man einen schlechten Stundenlohn am Ende hat. Rechne mit ca 35€ pro Stunde am Anfang. Andere Beratungen sind da relativ ähnlich. Man Arbeitet eventuell ein bisschen weniger, bekommt aber dafür weniger Kohle. Wenn Deiner Vorerfahrungen wertvoll sind, dann kannst du versuchen bei BIG4 als Manager oder Expert einzusteigen. Da dürfte es 100k all-in im ersten Jahr sein. Dies ist aber ehrlich gesagt auch utopisch.

  4. FANG in USA ist ziemlich das Beste, dass man mit einem solchen Profil machen kann. Jedoch nicht jeder USA Physiker oder Mathematiker bekommt ein Angebot bei FANG. Da muss schon die Promotionsthema gut mit den Zielen des Unternehmens im Einklang sein. Sonst bekommst du Nichtmal eine Antwort. Bei vielen musst Du erstmal Menschen finden, die dich empfehlen. Sonst wird es nichts. Außerdem ist zu beachten, dass das Leben in Silicon Valley extrem teuer ist. Die Steuer sind auch sehr hoch. Selbst mit dem tollen 200k USD Gehalt, wird das nicht für ein gemütliches Leben mit Familie reichen. FANG in Texas wäre da viel besser. Ich habe hier ein paar Vorstellungsgespräche gehabt, jedoch am Ende hatte ich kein Jobangebot.

  5. DAX kannst du gerne vergessen. Außerdem du bist bereit niedrig einzusteigen und sich über 3-5 Jahren hochklettern. Da konnte es eventuell klappen. Das gleiche gilt für FANG in Deutschland: Bezahlung am Anfang ist nichts besonderes.

Daraus kann ich dir folgende Tipps geben, solltest du nicht in der Forschung bleiben wollen:

  • Erreiche im Studium ein Top-Performance: 1.x Noten überall, mit Summa cum laude, mit vielen Veröffentlichungen, Talks auf int. Konferenzen, Poster/Talk Auszeichnungen, usw.
  • Fokussiere deine Promotion: du sollst ein Thema finden, was für die Wirtschaft sehr relevant ist. E.g. gerade ist Machine-Learning beliebt
  • sammle während der Promotion die Skills, die für deinen späteren Beruf brauchst. E.g. Wahlfächer in den entsprechenden Bereich
  • mach im Bachelor/Master ein Praktikum in den Bereich, den du interessant findest. Dies lohnt sich sehr!
  • mach einige Zertifikate im Projektmanagement (klassisch und agil)
  • übernehme Führungsverantwortung über kleinere Teams schon an der Uni
  • mach ein Semester in den Staaten oder im Osten
  • überlege dir wie du deine Softskills in diesen 8 Jahren verbessern konntest, da dein Physikstudium dich darauf selten fokussiert.
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WiWi Gast

Wo landen Top-Mintler?

Vielen Dank für Deinen Post. Aus Interesse, da ich in einer ähnliche Situation stehe wie Du damals: Was hast Du denn im Endeffekt gemacht? Du hast ja einige Karrierewege ausgeschlossen bzw. für unattraktiv erklärt.

WiWi Gast schrieb am 03.12.2019:

WiWi Gast schrieb am 28.11.2019:

In der USA ist die Sache ja ziemlich klar: dort gehen die begabtesten Mathematiker, Informatiker und Ingenieure, die nicht forschen wollen, zu FAANG, wenn sie viel Geld verdienen wollen oder zu Tech-Startups wie SpaceX (klar, inzwischen kein Startup mehr, aber ein junges, aufstrebendes Unternehmen mit motivierten, hart arbeitenden Angestelllten) - einige mglw. zur NASA...

Was ich fragen will: Auf der anderen Seite des Atlantiks ist der Jobmarkt - soweit ich gehört habe - für diese Leute extrem attraktiv bzgl. der Aufgaben in Unternehmen und wesentlich besser bezahlt als in Europa; was machen also die besten MINT-Absolventen von Unis wie dem Imperial College oder der ETH Zürich hier nach ihrem Studium?

LG von einem Physikstudenten

Ich bin Dr.rer.nat. Für meine extrem kurze Promotion in der Physik mit vielen Veröffentlichungen habe ich ein paar Auszeichnungen bekommen. Ich schätze, ich gehöre deutschlandweit zu den top 5% aller promovierten Physiker. Ich habe Jobangebote an der Uni, bei Max-Planck, DLR, NASA und Fraunhofer gehabt. Jedoch habe ich Interesse an Forschung verloren und eine andere Karriere verfolgt.

Bei der Promotion in MathNat-Bereich gab es eine größe Inflation über die letzten 30 Jahren. Die Hälfte sind leicht überdurchschnittliche Menschen, die bereit waren, 12 Jahren ihres Lebens dafür zu verwenden. M.M.N. ist top MINTLER = top 10%. Ein Solcher hat es schwer in Deutschland einen Job zu finden, bei den man entsprechend gut bezahlt wird. Ich wollte ein Job haben, bei den ich entsprechend mehr als meine Kommilitonen bezahlt werde. Hier sind die Möglichkeiten, die ich mir damals überlegt habe:

  1. Bleib in der Forschung. Dies ist ein Selbstläufer. Du wirst zwar nie viel verdienen, dafür gibt es viele andere Vorteile. Sollte dies zu deiner Person passen, weiter so! Die Welt braucht motivierte Physiker.

  2. Im IB/PE/... Bereich nehmen die Firmen Menschen mit Vorerfahrung in Form von Praktika. Als herausragender Dr willst du keine Praktika machen. Eine Alternative wäre zu versuchen nach dem Bachelor einzusteigen. Solltest Du unbedingt hier weitermachen, dann versucht bei GMAT möglichst gutes Score zu bekommen. Das finden die Firmen in diesem Bereich teilweise sehr relevant. Mit einem Score von 779 habe ich ein para Skype-Interviews gehabt, aber mein Forschungsbereich war nicht so relevant e.g für Rentech. Das Angebotene Geld war schlechter als die Alternative in Deutschland.

  3. Einstieg im UB Bereich ist auch nicht selbstverständlich. Ich habe selber Absagen von allen 3 MBBs und S& bekommen. Außerdem ist die Arbeitsbelastung relativ hoch, so dass man einen schlechten Stundenlohn am Ende hat. Rechne mit ca 35€ pro Stunde am Anfang. Andere Beratungen sind da relativ ähnlich. Man Arbeitet eventuell ein bisschen weniger, bekommt aber dafür weniger Kohle. Wenn Deiner Vorerfahrungen wertvoll sind, dann kannst du versuchen bei BIG4 als Manager oder Expert einzusteigen. Da dürfte es 100k all-in im ersten Jahr sein. Dies ist aber ehrlich gesagt auch utopisch.

  4. FANG in USA ist ziemlich das Beste, dass man mit einem solchen Profil machen kann. Jedoch nicht jeder USA Physiker oder Mathematiker bekommt ein Angebot bei FANG. Da muss schon die Promotionsthema gut mit den Zielen des Unternehmens im Einklang sein. Sonst bekommst du Nichtmal eine Antwort. Bei vielen musst Du erstmal Menschen finden, die dich empfehlen. Sonst wird es nichts. Außerdem ist zu beachten, dass das Leben in Silicon Valley extrem teuer ist. Die Steuer sind auch sehr hoch. Selbst mit dem tollen 200k USD Gehalt, wird das nicht für ein gemütliches Leben mit Familie reichen. FANG in Texas wäre da viel besser. Ich habe hier ein paar Vorstellungsgespräche gehabt, jedoch am Ende hatte ich kein Jobangebot.

  5. DAX kannst du gerne vergessen. Außerdem du bist bereit niedrig einzusteigen und sich über 3-5 Jahren hochklettern. Da konnte es eventuell klappen. Das gleiche gilt für FANG in Deutschland: Bezahlung am Anfang ist nichts besonderes.

Daraus kann ich dir folgende Tipps geben, solltest du nicht in der Forschung bleiben wollen:

  • Erreiche im Studium ein Top-Performance: 1.x Noten überall, mit Summa cum laude, mit vielen Veröffentlichungen, Talks auf int. Konferenzen, Poster/Talk Auszeichnungen, usw.
  • Fokussiere deine Promotion: du sollst ein Thema finden, was für die Wirtschaft sehr relevant ist. E.g. gerade ist Machine-Learning beliebt
  • sammle während der Promotion die Skills, die für deinen späteren Beruf brauchst. E.g. Wahlfächer in den entsprechenden Bereich
  • mach im Bachelor/Master ein Praktikum in den Bereich, den du interessant findest. Dies lohnt sich sehr!
  • mach einige Zertifikate im Projektmanagement (klassisch und agil)
  • übernehme Führungsverantwortung über kleinere Teams schon an der Uni
  • mach ein Semester in den Staaten oder im Osten
  • überlege dir wie du deine Softskills in diesen 8 Jahren verbessern konntest, da dein Physikstudium dich darauf selten fokussiert.
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WiWi Gast

Wo landen Top-Mintler?

Ich gaube, es lohnt sich gar nicht "Top" MINTler zu sein - zumindest nicht in unseren Gefilden. Der Bedarf an solchen krassen Spezialisten ist außerhalb von Robotik, selbstfahrenden Autos einfach kaum gegeben.

Wer bitte geht mit einer Promotion in Physik und einem summa cum laude zu den Big 4 oder DAX ? Damit schmeißt du potentiales Human Kapital auf den Scheiterhaufen.

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WiWi Gast

Wo landen Top-Mintler?

WiWi Gast schrieb am 03.12.2019:

WiWi Gast schrieb am 28.11.2019:

In der USA ist die Sache ja ziemlich klar: dort gehen die begabtesten Mathematiker, Informatiker und Ingenieure, die nicht forschen wollen, zu FAANG, wenn sie viel Geld verdienen wollen oder zu Tech-Startups wie SpaceX (klar, inzwischen kein Startup mehr, aber ein junges, aufstrebendes Unternehmen mit motivierten, hart arbeitenden Angestelllten) - einige mglw. zur NASA...

Was ich fragen will: Auf der anderen Seite des Atlantiks ist der Jobmarkt - soweit ich gehört habe - für diese Leute extrem attraktiv bzgl. der Aufgaben in Unternehmen und wesentlich besser bezahlt als in Europa; was machen also die besten MINT-Absolventen von Unis wie dem Imperial College oder der ETH Zürich hier nach ihrem Studium?

LG von einem Physikstudenten

Ich bin Dr.rer.nat. Für meine extrem kurze Promotion in der Physik mit vielen Veröffentlichungen habe ich ein paar Auszeichnungen bekommen. Ich schätze, ich gehöre deutschlandweit zu den top 5% aller promovierten Physiker. Ich habe Jobangebote an der Uni, bei Max-Planck, DLR, NASA und Fraunhofer gehabt. Jedoch habe ich Interesse an Forschung verloren und eine andere Karriere verfolgt.

Bei der Promotion in MathNat-Bereich gab es eine größe Inflation über die letzten 30 Jahren. Die Hälfte sind leicht überdurchschnittliche Menschen, die bereit waren, 12 Jahren ihres Lebens dafür zu verwenden. M.M.N. ist top MINTLER = top 10%. Ein Solcher hat es schwer in Deutschland einen Job zu finden, bei den man entsprechend gut bezahlt wird. Ich wollte ein Job haben, bei den ich entsprechend mehr als meine Kommilitonen bezahlt werde. Hier sind die Möglichkeiten, die ich mir damals überlegt habe:

  1. Bleib in der Forschung. Dies ist ein Selbstläufer. Du wirst zwar nie viel verdienen, dafür gibt es viele andere Vorteile. Sollte dies zu deiner Person passen, weiter so! Die Welt braucht motivierte Physiker.

  2. Im IB/PE/... Bereich nehmen die Firmen Menschen mit Vorerfahrung in Form von Praktika. Als herausragender Dr willst du keine Praktika machen. Eine Alternative wäre zu versuchen nach dem Bachelor einzusteigen. Solltest Du unbedingt hier weitermachen, dann versucht bei GMAT möglichst gutes Score zu bekommen. Das finden die Firmen in diesem Bereich teilweise sehr relevant. Mit einem Score von 779 habe ich ein para Skype-Interviews gehabt, aber mein Forschungsbereich war nicht so relevant e.g für Rentech. Das Angebotene Geld war schlechter als die Alternative in Deutschland.

  3. Einstieg im UB Bereich ist auch nicht selbstverständlich. Ich habe selber Absagen von allen 3 MBBs und S& bekommen. Außerdem ist die Arbeitsbelastung relativ hoch, so dass man einen schlechten Stundenlohn am Ende hat. Rechne mit ca 35€ pro Stunde am Anfang. Andere Beratungen sind da relativ ähnlich. Man Arbeitet eventuell ein bisschen weniger, bekommt aber dafür weniger Kohle. Wenn Deiner Vorerfahrungen wertvoll sind, dann kannst du versuchen bei BIG4 als Manager oder Expert einzusteigen. Da dürfte es 100k all-in im ersten Jahr sein. Dies ist aber ehrlich gesagt auch utopisch.

  4. FANG in USA ist ziemlich das Beste, dass man mit einem solchen Profil machen kann. Jedoch nicht jeder USA Physiker oder Mathematiker bekommt ein Angebot bei FANG. Da muss schon die Promotionsthema gut mit den Zielen des Unternehmens im Einklang sein. Sonst bekommst du Nichtmal eine Antwort. Bei vielen musst Du erstmal Menschen finden, die dich empfehlen. Sonst wird es nichts. Außerdem ist zu beachten, dass das Leben in Silicon Valley extrem teuer ist. Die Steuer sind auch sehr hoch. Selbst mit dem tollen 200k USD Gehalt, wird das nicht für ein gemütliches Leben mit Familie reichen. FANG in Texas wäre da viel besser. Ich habe hier ein paar Vorstellungsgespräche gehabt, jedoch am Ende hatte ich kein Jobangebot.

  5. DAX kannst du gerne vergessen. Außerdem du bist bereit niedrig einzusteigen und sich über 3-5 Jahren hochklettern. Da konnte es eventuell klappen. Das gleiche gilt für FANG in Deutschland: Bezahlung am Anfang ist nichts besonderes.

Daraus kann ich dir folgende Tipps geben, solltest du nicht in der Forschung bleiben wollen:

  • Erreiche im Studium ein Top-Performance: 1.x Noten überall, mit Summa cum laude, mit vielen Veröffentlichungen, Talks auf int. Konferenzen, Poster/Talk Auszeichnungen, usw.
  • Fokussiere deine Promotion: du sollst ein Thema finden, was für die Wirtschaft sehr relevant ist. E.g. gerade ist Machine-Learning beliebt
  • sammle während der Promotion die Skills, die für deinen späteren Beruf brauchst. E.g. Wahlfächer in den entsprechenden Bereich
  • mach im Bachelor/Master ein Praktikum in den Bereich, den du interessant findest. Dies lohnt sich sehr!
  • mach einige Zertifikate im Projektmanagement (klassisch und agil)
  • übernehme Führungsverantwortung über kleinere Teams schon an der Uni
  • mach ein Semester in den Staaten oder im Osten
  • überlege dir wie du deine Softskills in diesen 8 Jahren verbessern konntest, da dein Physikstudium dich darauf selten fokussiert.

Tja, dumm nur dass ein gmat Score von 779 nicht existiert. ebenso wie dein hier vorgegebener Lebenslauf.

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WiWi Gast

Wo landen Top-Mintler?

WiWi Gast schrieb am 03.12.2019:

Vielen Dank für Deinen Post. Aus Interesse, da ich in einer ähnliche Situation stehe wie Du damals: Was hast Du denn im Endeffekt gemacht? Du hast ja einige Karrierewege ausgeschlossen bzw. für unattraktiv erklärt.

Die Tipps, die ich gegeben habe, hätten mir sehr viel geholfen, wenn ich sie im Bachelor gelesen hätte. Eine solche strategische Vorbereitung habe ich erst am Anfang der Promotion unternommen. Somit habe ich nicht alles gemacht, was ich jetzt empfehle.

Am Ende bin ich im UB gelandet. Das Job macht mir viel Spaß. Im ersten Jahr gab es 76k fix plus 30k variable bei 2392 Arbeitsstunden im Jahr. Obwohl ich mit Daten arbeite, ist ein solches Job KEINE analytische Herausforderung. Ich bin zwar schneller und entwickle bessere Konzepte als viele, jedoch ist ein solches Talent für diesen Job nicht notwendig. Vielmehr kommt es auf die Zusammenarbeit mit Menschen und Klienten.

WiWi Gast schrieb am 03.12.2019:

Ich gaube, es lohnt sich gar nicht "Top" MINTler zu sein - zumindest nicht in unseren Gefilden. Der Bedarf an solchen krassen Spezialisten ist außerhalb von Robotik, selbstfahrenden Autos einfach kaum gegeben.

Da gebe ich dir Recht. Jedoch muss man überlegen, dass keiner Geld verschenkt. D.h. nur weil jemand 0.001% der Bevölkerung ist, wird sein Tagessatz beim Mandanten nicht höher. Ergo das Gehalt kann nicht höher sein.

Da wo die Skills wirklich gebraucht werden, kann und will man dich als Berufsanfänger in Deutschland gar nicht viel bezahlen. Für den HRer stellst du ein potentiell teures Risiko dar.
Selbes gilt auch in den Staaten. Damit ein FAANG dich viel bezahlt, muss dein im Studium/Promotion erworbenes Skill 1 zu 1 zu deren Anforderungen passen.

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WiWi Gast

Wo landen Top-Mintler?

WiWi Gast schrieb am 03.12.2019:

Ich gaube, es lohnt sich gar nicht "Top" MINTler zu sein - zumindest nicht in unseren Gefilden. Der Bedarf an solchen krassen Spezialisten ist außerhalb von Robotik, selbstfahrenden Autos einfach kaum gegeben.

Wer bitte geht mit einer Promotion in Physik und einem summa cum laude zu den Big 4 oder DAX ? Damit schmeißt du potentiales Human Kapital auf den Scheiterhaufen.

Was sind denn bitte "krasse Spezialisten"? Eine Promotion scl in einem MINT-Fach ist doch nichts Besonderes und wirklich nicht selten. Wirklich krass wäre z.B. Jura mit doppelt-sehr gut. Davon gibt es vielleicht zwei, drei Leute im Jahr in ganz Deutschland.

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WiWi Gast

Wo landen Top-Mintler?

WiWi Gast schrieb am 03.12.2019:

In der USA ist die Sache ja ziemlich klar: dort gehen die begabtesten Mathematiker, Informatiker und Ingenieure, die nicht forschen wollen, zu FAANG, wenn sie viel Geld verdienen wollen oder zu Tech-Startups wie SpaceX (klar, inzwischen kein Startup mehr, aber ein junges, aufstrebendes Unternehmen mit motivierten, hart arbeitenden Angestelllten) - einige mglw. zur NASA...

Was ich fragen will: Auf der anderen Seite des Atlantiks ist der Jobmarkt - soweit ich gehört habe - für diese Leute extrem attraktiv bzgl. der Aufgaben in Unternehmen und wesentlich besser bezahlt als in Europa; was machen also die besten MINT-Absolventen von Unis wie dem Imperial College oder der ETH Zürich hier nach ihrem Studium?

LG von einem Physikstudenten

Ich bin Dr.rer.nat. Für meine extrem kurze Promotion in der Physik mit vielen Veröffentlichungen habe ich ein paar Auszeichnungen bekommen. Ich schätze, ich gehöre deutschlandweit zu den top 5% aller promovierten Physiker. Ich habe Jobangebote an der Uni, bei Max-Planck, DLR, NASA und Fraunhofer gehabt. Jedoch habe ich Interesse an Forschung verloren und eine andere Karriere verfolgt.

Bei der Promotion in MathNat-Bereich gab es eine größe Inflation über die letzten 30 Jahren. Die Hälfte sind leicht überdurchschnittliche Menschen, die bereit waren, 12 Jahren ihres Lebens dafür zu verwenden. M.M.N. ist top MINTLER = top 10%. Ein Solcher hat es schwer in Deutschland einen Job zu finden, bei den man entsprechend gut bezahlt wird. Ich wollte ein Job haben, bei den ich entsprechend mehr als meine Kommilitonen bezahlt werde. Hier sind die Möglichkeiten, die ich mir damals überlegt habe:

  1. Bleib in der Forschung. Dies ist ein Selbstläufer. Du wirst zwar nie viel verdienen, dafür gibt es viele andere Vorteile. Sollte dies zu deiner Person passen, weiter so! Die Welt braucht motivierte Physiker.

  2. Im IB/PE/... Bereich nehmen die Firmen Menschen mit Vorerfahrung in Form von Praktika. Als herausragender Dr willst du keine Praktika machen. Eine Alternative wäre zu versuchen nach dem Bachelor einzusteigen. Solltest Du unbedingt hier weitermachen, dann versucht bei GMAT möglichst gutes Score zu bekommen. Das finden die Firmen in diesem Bereich teilweise sehr relevant. Mit einem Score von 779 habe ich ein para Skype-Interviews gehabt, aber mein Forschungsbereich war nicht so relevant e.g für Rentech. Das Angebotene Geld war schlechter als die Alternative in Deutschland.

  3. Einstieg im UB Bereich ist auch nicht selbstverständlich. Ich habe selber Absagen von allen 3 MBBs und S& bekommen. Außerdem ist die Arbeitsbelastung relativ hoch, so dass man einen schlechten Stundenlohn am Ende hat. Rechne mit ca 35€ pro Stunde am Anfang. Andere Beratungen sind da relativ ähnlich. Man Arbeitet eventuell ein bisschen weniger, bekommt aber dafür weniger Kohle. Wenn Deiner Vorerfahrungen wertvoll sind, dann kannst du versuchen bei BIG4 als Manager oder Expert einzusteigen. Da dürfte es 100k all-in im ersten Jahr sein. Dies ist aber ehrlich gesagt auch utopisch.

  4. FANG in USA ist ziemlich das Beste, dass man mit einem solchen Profil machen kann. Jedoch nicht jeder USA Physiker oder Mathematiker bekommt ein Angebot bei FANG. Da muss schon die Promotionsthema gut mit den Zielen des Unternehmens im Einklang sein. Sonst bekommst du Nichtmal eine Antwort. Bei vielen musst Du erstmal Menschen finden, die dich empfehlen. Sonst wird es nichts. Außerdem ist zu beachten, dass das Leben in Silicon Valley extrem teuer ist. Die Steuer sind auch sehr hoch. Selbst mit dem tollen 200k USD Gehalt, wird das nicht für ein gemütliches Leben mit Familie reichen. FANG in Texas wäre da viel besser. Ich habe hier ein paar Vorstellungsgespräche gehabt, jedoch am Ende hatte ich kein Jobangebot.

  5. DAX kannst du gerne vergessen. Außerdem du bist bereit niedrig einzusteigen und sich über 3-5 Jahren hochklettern. Da konnte es eventuell klappen. Das gleiche gilt für FANG in Deutschland: Bezahlung am Anfang ist nichts besonderes.

Daraus kann ich dir folgende Tipps geben, solltest du nicht in der Forschung bleiben wollen:

  • Erreiche im Studium ein Top-Performance: 1.x Noten überall, mit Summa cum laude, mit vielen Veröffentlichungen, Talks auf int. Konferenzen, Poster/Talk Auszeichnungen, usw.
  • Fokussiere deine Promotion: du sollst ein Thema finden, was für die Wirtschaft sehr relevant ist. E.g. gerade ist Machine-Learning beliebt
  • sammle während der Promotion die Skills, die für deinen späteren Beruf brauchst. E.g. Wahlfächer in den entsprechenden Bereich
  • mach im Bachelor/Master ein Praktikum in den Bereich, den du interessant findest. Dies lohnt sich sehr!
  • mach einige Zertifikate im Projektmanagement (klassisch und agil)
  • übernehme Führungsverantwortung über kleinere Teams schon an der Uni
  • mach ein Semester in den Staaten oder im Osten
  • überlege dir wie du deine Softskills in diesen 8 Jahren verbessern konntest, da dein Physikstudium dich darauf selten fokussiert.

Deinen Erfolg in allen Ehren, aber deine "Top Noten" haben dich etwas überheblich gemacht. Bin selbst promovierter Physiker mit Durchschnittsnoten und hatte ebenfalls sehr gute Angebote bzw. Interviews bei FAANG und Co. Die Noten haben da nie jemanden interessiert, sondern eher das Gesamtpaket an Skills und meine Forschungsrichtung in der Diss. Außerdem war ich mir nicht zu fein nochmal ein Praktikum zu machen, was am Ende schließlich sich auch als Pluspunkt herausgestellt hat. Muss natürlich das richtige Praktikum sein. Den Leuten, vor allem bei FAANG, gehts nicht nur um fachliche Kompetenz, keine Frage das die wichtig ist, sondern die wollen auch Menschen mit dem richtigen "Drive", also warum machst du fachlich das, was du machst?

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WiWi Gast

Wo landen Top-Mintler?

Warum werden diese Silicon Valley und FAANG-Unternehmen hier so gehypt? Es gibt doch reichlich Unternehmen, die für MINT weit attraktiver sind, weil technologisch viel anspruchsvoller (z.B. Lockheed Martin, Raytheon, Medtronic und viele andere).

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WiWi Gast

Wo landen Top-Mintler?

WiWi Gast schrieb am 28.11.2019:

In der USA ist die Sache ja ziemlich klar: dort gehen die begabtesten Mathematiker, Informatiker und Ingenieure, die nicht forschen wollen, zu FAANG, wenn sie viel Geld verdienen wollen oder zu Tech-Startups wie SpaceX (klar, inzwischen kein Startup mehr, aber ein junges, aufstrebendes Unternehmen mit motivierten, hart arbeitenden Angestelllten) - einige mglw. zur NASA...

Was ich fragen will: Auf der anderen Seite des Atlantiks ist der Jobmarkt - soweit ich gehört habe - für diese Leute extrem attraktiv bzgl. der Aufgaben in Unternehmen und wesentlich besser bezahlt als in Europa; was machen also die besten MINT-Absolventen von Unis wie dem Imperial College oder der ETH Zürich hier nach ihrem Studium?

LG von einem Physikstudenten

Aus eigener Erfahrung:

Diejenigen, die es nicht schaffen auf Dauer in der Forschung zu bleiben (Wissenschaftszeitvertragsgesetz mit seiner 12 Jahres Regel lässt grüßen) werden oft Lehrer. Kenne z.B. einen promovierten Chemiker, der nun an der Realschule Flüchtlingskinder unterrichtet und auf seine Verbeamtung wartet. Vorher hatte er einen kurzen Ausflug in die freie Wirtschaft gemacht (Pharma), das war nicht so seins.

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WiWi Gast

Wo landen Top-Mintler?

WiWi Gast schrieb am 03.12.2019:

In der USA ist die Sache ja ziemlich klar: dort gehen die begabtesten Mathematiker, Informatiker und Ingenieure, die nicht forschen wollen, zu FAANG, wenn sie viel Geld verdienen wollen oder zu Tech-Startups wie SpaceX (klar, inzwischen kein Startup mehr, aber ein junges, aufstrebendes Unternehmen mit motivierten, hart arbeitenden Angestelllten) - einige mglw. zur NASA...

Was ich fragen will: Auf der anderen Seite des Atlantiks ist der Jobmarkt - soweit ich gehört habe - für diese Leute extrem attraktiv bzgl. der Aufgaben in Unternehmen und wesentlich besser bezahlt als in Europa; was machen also die besten MINT-Absolventen von Unis wie dem Imperial College oder der ETH Zürich hier nach ihrem Studium?

LG von einem Physikstudenten

Aus eigener Erfahrung:

Diejenigen, die es nicht schaffen auf Dauer in der Forschung zu bleiben (Wissenschaftszeitvertragsgesetz mit seiner 12 Jahres Regel lässt grüßen) werden oft Lehrer. Kenne z.B. einen promovierten Chemiker, der nun an der Realschule Flüchtlingskinder unterrichtet und auf seine Verbeamtung wartet. Vorher hatte er einen kurzen Ausflug in die freie Wirtschaft gemacht (Pharma), das war nicht so seins.

Bei mir war es ander herum. Wollte nach dem Studium erstmal nichts mehr von Forschung wissen und bin in die Industrie. Allerdings fand ich es dann nach ein paar Jahren, trotz sehr guten Gehalt und WLB, nicht mehr schön und bin zurück an die Uni. Bin sehr froh über diesen Schritt.

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WiWi Gast

Wo landen Top-Mintler?

WiWi Gast schrieb am 03.12.2019:

Vielen Dank für Deinen Post. Aus Interesse, da ich in einer ähnliche Situation stehe wie Du damals: Was hast Du denn im Endeffekt gemacht? Du hast ja einige Karrierewege ausgeschlossen bzw. für unattraktiv erklärt.

Die Tipps, die ich gegeben habe, hätten mir sehr viel geholfen, wenn ich sie im Bachelor gelesen hätte. Eine solche strategische Vorbereitung habe ich erst am Anfang der Promotion unternommen. Somit habe ich nicht alles gemacht, was ich jetzt empfehle.

Am Ende bin ich im UB gelandet. Das Job macht mir viel Spaß. Im ersten Jahr gab es 76k fix plus 30k variable bei 2392 Arbeitsstunden im Jahr. Obwohl ich mit Daten arbeite, ist ein solches Job KEINE analytische Herausforderung. Ich bin zwar schneller und entwickle bessere Konzepte als viele, jedoch ist ein solches Talent für diesen Job nicht notwendig. Vielmehr kommt es auf die Zusammenarbeit mit Menschen und Klienten.

Ich gaube, es lohnt sich gar nicht "Top" MINTler zu sein - zumindest nicht in unseren Gefilden. Der Bedarf an solchen krassen Spezialisten ist außerhalb von Robotik, selbstfahrenden Autos einfach kaum gegeben.

Da gebe ich dir Recht. Jedoch muss man überlegen, dass keiner Geld verschenkt. D.h. nur weil jemand 0.001% der Bevölkerung ist, wird sein Tagessatz beim Mandanten nicht höher. Ergo das Gehalt kann nicht höher sein.

Da wo die Skills wirklich gebraucht werden, kann und will man dich als Berufsanfänger in Deutschland gar nicht viel bezahlen. Für den HRer stellst du ein potentiell teures Risiko dar.
Selbes gilt auch in den Staaten. Damit ein FAANG dich viel bezahlt, muss dein im Studium/Promotion erworbenes Skill 1 zu 1 zu deren Anforderungen passen.

Das ist völliger Quatsch, und derjenige, der das schreibt, ist weder MINTler, noch hat er irgendeine Ahnung. Wenn deine quantitativen Skills on fleek sind und du coden kannst, interessiert es auch bei FAANG nicht, ob du Physik, CS, Engineering, Mathe, oder was auch immer studiert hast.

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WiWi Gast

Wo landen Top-Mintler?

WiWi Gast schrieb am 03.12.2019:

Warum werden diese Silicon Valley und FAANG-Unternehmen hier so gehypt? Es gibt doch reichlich Unternehmen, die für MINT weit attraktiver sind, weil technologisch viel anspruchsvoller (z.B. Lockheed Martin, Raytheon, Medtronic und viele andere).

Wer hat denn kein Bock Raketen zu konstruieren die ein paar Zivilisten in 1000 Teile sprengen? Und das noch für ein durchschnittliches Gehalt. Traumjob schlechthin. Da spekuliere ich lieber mit dem Geld einen Rentenfonds.

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