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Wirtschaft hält wenig von Bachelor-Absolventen

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WiWi Gast

Re: Wirtschaft hält wenig von Bachelor-Absolventen

Mit dem Bachelor hat das meiner Meinung nach wenig bis gar nichts zu tun. Das Kernproblem ist doch, dass zu viele Leute Abitur machen und dann studieren, die für ein Studium eigentlich gar nicht geeignet sind (was politisch so gewollt ist). Hätten wir noch das Diplom würden die statt Bachelor/Master eben Diplom studieren. Daraus resultiert dann eine abnehmende Qualität des Durchschnittsabsolventen. Eine andere Folge der Absolventenflut ist, dass Anforderungen (Praktika, Ausland, Noten, etc.) und Konkurrenzkampf stark zunehmen.

P.S. Bin selbst mit Bachelor in den Beruf eingestiegen, was problemlos geklappt hat. Allerdings hatte ich auch diverse Praktika, Auslandsaufenthalte und deutlich überdurchschnittliche Noten. Wer gut ist, der findet auch mit Bachelor einen adäquaten Job.

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WiWi Gast

Re: Wirtschaft hält wenig von Bachelor-Absolventen

Hallo,
ein User hier hat es treffend formuliert:

"Für die Qualität seines Studiums ist jeder selbst verantwortlich."

Jeder Student kann sich in seinem Studium Fachwissen selbst erarbeiten, auch wenn das nicht in dem straff strukturierten Studienplan steht.

Die Art und Weise wie man lernt, sollte einem bewusst werden.
Früher oder später wird schon ausgesiebt werden im Beruf und es wird sich zeigen, wer nachhaltig gelernt hat, sich für Sachverhalte über den Stoff hinaus interessiert hat und sich eigenes Wissen angeignet hat. Wer im Studium "Dienst nach Vorschrift" macht der wird eben nicht so ausgeprägte Fähigkeiten haben wie jemand der mehr macht.
In der Tat, mit "Dienst nach Vorschrift" kann jeder gute Abschlüsse erzielen . Es wird sich aber später im Beruf anhand der Kompetenzen (sozial wie fachlich) zeigen wer WIE und IN WELCHER WEISE sein Studium abgeschlossen hat.

Wer gewohnt ist in der Theorie auswendig zu lernen und nur das nötigste zu machen (und mit dieser Art kann man nunmal in vielen Studiengängen sehr einfach einen guten Abschluss erzielen) der bekommt halt im Beruf die Quittung. Solche Resonanzen der Unternehmen sind dann der Beweis dafür.

Fazit: Insider sein, alles geben und mit Herzblut dabei sein. Den Bachelor für mehr Engagement innerhalb und außerhalb des Studiums nutzen.
Das geht halt natürlich nur wenn man den Studiengang nicht nur aus finanziellen Aspekten wählt weil man später dann den tollen 5er BMW fährt und viel Geld verdient, sondern weil er einem Spaß macht.
Dafür sind 3 Jahre die perfekte Zeit um das zu erkennen und der Bachelor ein super Abschluss um weiter darauf aufzubauen und sich nicht nach dem Abschluss zurückzulehenen.

Lg

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WiWi Gast

Re: Wirtschaft hält wenig von Bachelor-Absolventen

  1. Wie soll man etwas vertiefen, wenn man das Vertiefen nicht gelernt hat? Genauso gut kannst du von den Analphabeten dieser Welt fordern, dass sie sich doch selbst das Lesen beibringen sollen. Der Sinn eines Studium soll es doch gerade sein, Grundlagen zur Problembewältigung zu bekommen. Oder er war es mal.

  2. Wie merkt der Arbeitgeber denn, dass ein Student die Dinge vertieft hat und der andere nicht? Nehmen wir an, beide haben toll auswendiggelernt und eine 1,8. Der eine hat vertieft, der andere nicht. Auf dem Arbeitsmarkt stehen beide gleichwertig da.

  3. Hat ein großer Teil der Studenten nicht das Niveau und den intellektuellen Horizont, um Dinge zu vertiefen. Die sind bereits mit dem Auswendiglernen am Maximum.

Lounge Gast schrieb:

Hallo,
ein User hier hat es treffend formuliert:

"Für die Qualität seines Studiums ist jeder selbst
verantwortlich."

Jeder Student kann sich in seinem Studium Fachwissen selbst
erarbeiten, auch wenn das nicht in dem straff strukturierten
Studienplan steht.

Die Art und Weise wie man lernt, sollte einem bewusst werden.
Früher oder später wird schon ausgesiebt werden im Beruf und
es wird sich zeigen, wer nachhaltig gelernt hat, sich für
Sachverhalte über den Stoff hinaus interessiert hat und sich
eigenes Wissen angeignet hat. Wer im Studium "Dienst
nach Vorschrift" macht der wird eben nicht so
ausgeprägte Fähigkeiten haben wie jemand der mehr macht.
In der Tat, mit "Dienst nach Vorschrift" kann jeder
gute Abschlüsse erzielen . Es wird sich aber später im Beruf
anhand der Kompetenzen (sozial wie fachlich) zeigen wer WIE
und IN WELCHER WEISE sein Studium abgeschlossen hat.

Wer gewohnt ist in der Theorie auswendig zu lernen und nur
das nötigste zu machen (und mit dieser Art kann man nunmal in
vielen Studiengängen sehr einfach einen guten Abschluss
erzielen) der bekommt halt im Beruf die Quittung. Solche
Resonanzen der Unternehmen sind dann der Beweis dafür.

Fazit: Insider sein, alles geben und mit Herzblut dabei
sein. Den Bachelor für mehr Engagement innerhalb und
außerhalb des Studiums nutzen.
Das geht halt natürlich nur wenn man den Studiengang nicht
nur aus finanziellen Aspekten wählt weil man später dann den
tollen 5er BMW fährt und viel Geld verdient, sondern weil er
einem Spaß macht.
Dafür sind 3 Jahre die perfekte Zeit um das zu erkennen und
der Bachelor ein super Abschluss um weiter darauf aufzubauen
und sich nicht nach dem Abschluss zurückzulehenen.

Lg

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WiWi Gast

Re: Wirtschaft hält wenig von Bachelor-Absolventen

Finde den Denkfehler: Die Studenten, denen das Denken abgenommen wird und die keine Wege aufgezeigt bekommen, wie man strukturiert an Probleme rangeht, sollten die Probleme, die sie nicht einmal kennen, weil sie es erst auf dem Arbeitsmarkt erfahren, durch strukturiertes Denken in Eigenregie lösen. Merkst du es selbst?

Lounge Gast schrieb:

Hallo,
ein User hier hat es treffend formuliert:

"Für die Qualität seines Studiums ist jeder selbst
verantwortlich."

Jeder Student kann sich in seinem Studium Fachwissen selbst
erarbeiten, auch wenn das nicht in dem straff strukturierten
Studienplan steht.

Die Art und Weise wie man lernt, sollte einem bewusst werden.
Früher oder später wird schon ausgesiebt werden im Beruf und
es wird sich zeigen, wer nachhaltig gelernt hat, sich für
Sachverhalte über den Stoff hinaus interessiert hat und sich
eigenes Wissen angeignet hat. Wer im Studium "Dienst
nach Vorschrift" macht der wird eben nicht so
ausgeprägte Fähigkeiten haben wie jemand der mehr macht.
In der Tat, mit "Dienst nach Vorschrift" kann jeder
gute Abschlüsse erzielen . Es wird sich aber später im Beruf
anhand der Kompetenzen (sozial wie fachlich) zeigen wer WIE
und IN WELCHER WEISE sein Studium abgeschlossen hat.

Wer gewohnt ist in der Theorie auswendig zu lernen und nur
das nötigste zu machen (und mit dieser Art kann man nunmal in
vielen Studiengängen sehr einfach einen guten Abschluss
erzielen) der bekommt halt im Beruf die Quittung. Solche
Resonanzen der Unternehmen sind dann der Beweis dafür.

Fazit: Insider sein, alles geben und mit Herzblut dabei
sein. Den Bachelor für mehr Engagement innerhalb und
außerhalb des Studiums nutzen.
Das geht halt natürlich nur wenn man den Studiengang nicht
nur aus finanziellen Aspekten wählt weil man später dann den
tollen 5er BMW fährt und viel Geld verdient, sondern weil er
einem Spaß macht.
Dafür sind 3 Jahre die perfekte Zeit um das zu erkennen und
der Bachelor ein super Abschluss um weiter darauf aufzubauen
und sich nicht nach dem Abschluss zurückzulehenen.

Lg

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WiWi Gast

Re: Wirtschaft hält wenig von Bachelor-Absolventen

Ja von mir aus ist es auch ein Diktat der bösen EU und kein Pakt, wie ich geschrieben habe.
Auf der anderen Seite seht ihr heute massig Leute unter 25, die schon die halbe Welt bereist haben. Und ich könnte mit meinem Bachelor ohne Probleme im Ausland arbeiten (wenn es dem Rest Europas nicht so dreckig gehen würde).

Übrigens ist die Aussage, dass die schlechte Lage in Südeuropa an den jungen Hochqlafizierten liegt, nicht nur inhaltlich falsch (Korrelation und Kausalität) sondern zeugt auch von der typisch deutschen Arroganz.

Ich sehe den deutschen Industriemanager mit seinem Diplom wedelnd quasi vor mir wie er irgendwo im Ausland den Leuten die Welt erklären will (obwohl er nur 3-5 Wörter englisch spricht).

Euer Weltbild ist einfach von gestern. Heute geht es bildungstechnisch einfach darum, sich sein lebenlang weiterzubilden und nicht auf Vergangenes auszuruhen.
Ein Bachelor ist dafür der perfekte Start in die Arbeitswelt.

Die Unternehmen sind dabei in der Pflicht mit den gegebenen Rahmenbedingungen das Beste daraus zu machen. Das nennt sich unternehmerisches Handeln und es gibt eine menge positive Beispiele.

antworten
WiWi Gast

Re: Wirtschaft hält wenig von Bachelor-Absolventen

Das ist die Schieflage des Bildungssystems. Keine richtige Berufsausbildung, alles konzentriert sich auf das Hochschulsystem. Es fehlen qualifizierte Handwerker und Facharbeiter. Wenn man international viel unterwegs ist, sieht man sogar in den guten Hotels, woran es in den jeweiligen Ländern mangelt. Im Bad schlechte Fliesen, grauenhafte Installationen u.s.w. Es wird auch niemand behaupten, dass in den Südländern die Akademikerquote weiter gesteigert werden sollte. Was da an Bildung fehlt, bezieht sich auf eine Berufsausbildung. Das war immer die Stärke Deutschlands, geht jetzt aber auch verloren.

Lounge Gast schrieb:

Übrigens ist die Aussage, dass die schlechte Lage in
Südeuropa an den jungen Hochqlafizierten liegt, nicht nur
inhaltlich falsch (Korrelation und Kausalität) sondern zeugt
auch von der typisch deutschen Arroganz.

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WiWi Gast

Re: Wirtschaft hält wenig von Bachelor-Absolventen

Lounge Gast schrieb:

Und ich könnte mit
meinem Bachelor ohne Probleme im Ausland arbeiten (wenn es
dem Rest Europas nicht so dreckig gehen würde).

Ja, wenn es dem Rest Europas nicht so dreckig gehen würde. Warum geht es dem Rest denn so dreckig? Etwa wegen ein paar Systemfehlerchen? So wie den, den wir gerade im Bildungssystem machen?

Übrigens ist die Aussage, dass die schlechte Lage in
Südeuropa an den jungen Hochqlafizierten liegt, nicht nur
inhaltlich falsch (Korrelation und Kausalität) sondern zeugt
auch von der typisch deutschen Arroganz.

Hier fehlt mir das Leseverständnis. Da stand nicht, dass es den Ländern schlecht geht, weil so viele Akademiker sind, sondern da stand, dass es auffällt, dass es in den Ländern, in denen es wirtschaftlich seit Jahrzehnten schlechtläuft, die höchsten Akademikerquoten in Europa gibt. Daraus kann man nur folgern, dass eine hohe Akademikerquote keinesfalls zu wirtschaftlichem Wohlstand führt und sie daher kein lohnenswertes Ziel für Deutschland ist, in dem man mit dem dualen System viel besser gefahren ist.

Ich sehe den deutschen Industriemanager mit seinem Diplom
wedelnd quasi vor mir wie er irgendwo im Ausland den Leuten
die Welt erklären will (obwohl er nur 3-5 Wörter englisch
spricht).

Ja, der ungebildete deutsche Exportmanager, der so gar kein Englisch spricht, aber doch mit seiner Provinzfirma Weltmarktführer ist und aus einem der wirtschaftsstärksten Ländern der Welt kommt. Der und seine Kollegen haben früher einfach alles falsch gemacht und Gott sei Dank, wurde dieses 3.-Welt-Land und die Primitivlinge durch EU und Bachelor endlich erlöst und auf eine neue Zivilisationsstufe geführt..

Euer Weltbild ist einfach von gestern. Heute geht es
bildungstechnisch einfach darum, sich sein lebenlang
weiterzubilden und nicht auf Vergangenes auszuruhen.
Ein Bachelor ist dafür der perfekte Start in die Arbeitswelt.

Das ist eine Leerformel, wie sie nur von einem Betroffenen kommen kann: Die Weltmärkte verändern sich ständig und sind hochdynamisch. Wenn man sein Arbeitsleben in den 70ern begonnen hatte, musste man weitaus lernfähiger und anpassungsfähiger sein als heute. Nicht nur von der Marktentwicklung, auch von der ganzen Technik her. Damals gab es über die Jahre z.B. bei Computer und Internet ganze Revolutionen. Heute eher nur noch Evolutionen. Wenn es eine Wirtschaft gab, die sich als unglaublich anpassungsfähig erwiesen hat, dann die deutsche.

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WiWi Gast

Re: Wirtschaft hält wenig von Bachelor-Absolventen

"3. Hat ein großer Teil der Studenten nicht das Niveau und den intellektuellen Horizont, um Dinge zu vertiefen. Die sind bereits mit dem Auswendiglernen am Maximum."

War mit dem Diplom genauso. :P Bekommt halt nur das, was die Schule ausspuckt... und beim Eltern/Kind Schnuppertag war die Professorin dann nett und man hat sich für WIWI eingeschrieben oder was... Ist in anderen Berufen übrigens auch nicht anders, vielen nehmen nach ihrem Studium/Ausbildung etc. nie wieder ein Buch in die Hand... selbst Ärzte nicht.

"Wie soll man etwas vertiefen, wenn man das Vertiefen nicht gelernt hat?"

Aktuell werden einige Bachelor-Studiengänge ja wieder "entschlackt" damit mehr Zeit zum Selbststudium bleibt. Wenn das ein Fremdwort für die Studenten ist - Pech...

Ja wie gemein, auf der Schule hat man ja gerlernt, dass selber Sachen lesen verboten ist. Und Studenten dürfen auch nicht in die Bibliothek... und selber Bücher kaufen müssen ist sozial ungerecht...

"Es fehlen qualifizierte Handwerker und Facharbeiter."

Die will doch auch keiner bezahlen.. und da ist doch dasselbe man bekommt ja als funktionaler Analphabet ja auch seinen qualifzierten Hauptschulabschluss. Und wenn ein Anstreicher schon jemanden von der Realschule als Mindestanforderung bräuchte weil der wenigstens ne Fläche berechnen kann dann... Sind aber auch selber Schuld. In Deutschland meinen alle ist allles "Bringschuld" vom gottgleichen Staat...

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WiWi Gast

Re: Wirtschaft hält wenig von Bachelor-Absolventen

Wenn du ne richtige Berufsausbildung machen willst, dann mach doch einfach eine. Und danach deinen Meister.

In Deutschland gibts die Ausbildung, nur sie will keiner machen und die Handwerker will/kann keiner bezahlen... Anderswo gibts das nicht und der fleißige polnische Handwerker der durch Europa reist, bekommts zwar nicht "meisterhaft" zu Stande... aber für 20% trotzdem Ergebnisse mit denen man Leben kann.

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WiWi Gast

Re: Wirtschaft hält wenig von Bachelor-Absolventen

Bei uns an der FH war genau umgekehrt. Laut unserem Dekan, hatten es die Diplomer mit 8 Semester wesentlich einfach als wir, die den gleichen Kram in 7 Semester studiert haben. Original Zitat: "Ihre Kommis von früher zu Diplom Zeiten hatten es viel einfacher als Sie."

Wer glaubt, dass der Bachelor vom Niv. niedriger ist als das Diplom, der hat keine Ahnung....

Die Realität sieht so aus, dass je nach Aufteilung 80-100% des Stoffs in 60-80% der Zeit absolviert werden müssen. Im Master gibts dann neuen Stoff zusätzlich, denn es zu Diplom Zeiten gar nicht gab.

Lounge Gast schrieb:

Kann Dir vollkommen zustimmen! Beim alten System war es zudem
von Vorteil, dass das Hochschulsystem deutlich abgestuft war.
Wer es an der Uni nicht geschafft hat, konnte an eine FH
gehen und dort schnell und einfach noch einen Abschluss
machen. Und auch der war vom Niveau noch höher als der
heutige Bachelor. Ein alter Jugendfreund war an der Uni mit 5
rausgeprüft worden und hat dann an der FH einen 1er Abschluss
gemacht. Allerdings nicht BWL, sondern als Ingenieur.

Lounge Gast schrieb:

Das Bachelor ist meiner Ansicht nach leider eine Art
"verkrüppeltes" Studium. Man hat hier etwas
zurechtgebogen was früher natürlicherweise eine gewisse
Auslese im Akademikerfeld geschaffen hat (und damit auch
in
den entsprechenden Berufen). Nicht jeder hatte früher Lust
und Potential für 5-6 Jahre Studium. Heutzutage mit
Verkürzung und Alternative a, b, c (für Leute die mit
einem
Studium überfordert wären/sind) ist das ganze einfach
traurig
und niveaulos geworden. Ich sehe heute Leute
"studieren" die nach 2 Wochen auf dem Gymi in
der

  1. oder 10. Klasse mit hohem Bogen rausgeflogen wären! Und
    ach ja, in hohem Bogen aus jeder Art von Universität. Man
    kann natürlich nichts verallgemeinern, dennoch gibt es
    einige
    allgemeine Tendenzen
antworten
WiWi Gast

Re: Wirtschaft hält wenig von Bachelor-Absolventen

"1. Wie soll man etwas vertiefen, wenn man das Vertiefen nicht gelernt hat? Genauso gut kannst du von den Analphabeten dieser Welt fordern, dass sie sich doch selbst das Lesen beibringen sollen. Der Sinn eines Studium soll es doch gerade sein, Grundlagen zur Problembewältigung zu bekommen. Oder er war es mal."

-> Nunja, der Bachelor-Student bekommt ja Unterricht, er besucht ja die Universität. Genauso wie der Analphabet einen Lese- und Rechtschreibkurs besuchen kann. Es sind ja durchaus Grundlagen da um darauf aufzubauen, deshalb ist der Vergleich mit einem Analphabeten schon extrem. Der Bachelor-Student kann seine Fähigkeiten selbst ausbauen ohne das es jemand dazu braucht der ihn an die Hand nimmt. Wenn er schlau ist, merkt er es nach dem ersten Praktikum selbst, ob der Arbeitgeber mit ihm zufrieden ist oder nicht. Wenn das nicht der Fall ist, dann sollte er halt daran arbeiten.

"2. Wie merkt der Arbeitgeber denn, dass ein Student die Dinge vertieft hat und der andere nicht? Nehmen wir an, beide haben toll auswendiggelernt und eine 1,8. Der eine hat vertieft, der andere nicht. Auf dem Arbeitsmarkt stehen beide gleichwertig da."

-> Genau das ist ja der Punkt. Der der vertieft hat, hat viel größeres Fachwissen in der Praxis. Er hat ein umfangreicheres Wissen und kann die Dinger besser anwenden und übertragen. Es stehen beide nicht gleich auf dem Arbeitsmarkt da. Spätestens beim Assesment-Center oder im Parktikum merkt der AG schon, wer wie und in welcher Weise Wissen anwenden und neues lernen kann.

Problematisch wird es, wenn es nur noch die eine Spezies von Student gibt, die eben genau nur dieses Studium nach Vorschrift macht. Es erfordert halt einen größeren Intellekt über das System hinaus zu lernen. Aber immerhin kann man sich so ein schlechtes System zu nutzen machen und sich von anderen abgrenzen.
Es wird immer kluge Köpfe geben, die das schaffen werden.

"3. Hat ein großer Teil der Studenten nicht das Niveau und den intellektuellen Horizont, um Dinge zu vertiefen. Die sind bereits mit dem Auswendiglernen am Maximum."

-> Würde ich so nicht unterstreichen. Wenn ich an etwas wirklich Interesse habe, mir die Materie Spaß macht und ich das Ziel habe etwas zu erreichen, dann lernt man in einem ganz anderen Stil. Man fühlt sich nicht gezwungen, für die Prüfung zu lernen sondern lernt gerne dafür. Bloß wird der Studiengang halt oft nur aus finanziellen Interessen gewählt oder das man überhaupt studiert.
Dann fehlt von vorneherein die Grundlage.

-------------------------------------------------------------------
Ich würde das Bildungssystem so lassen wie es ist.
Natürlich, wenn es in Zukunft immer mehr Studenten gibt, dann werden die Firmen eben immer mehr davon einstellen, wenn nichts anderes da ist, logisch.
Bloß wird dann innerhalb des Betriebs wohl stärker selektiert werden wer was taugt und wer nicht. Dementsprechend werden dann halt die Positionen besetzt, auch eine Stelle für die früher eine Ausbildung gereicht hat wird dann halt mit einem Studenten besetzt.
Dafür hat aber jeder die gleichen Chancen sich im Studium zu entwickeln.
Jeder kann das beste daraus machen und sollte halt erkennen das er es machen muss. Dann zeigt sich wahre Intelligenz, Ehrgeiz und Wille.
Wer sich dadurch dann profillieren kann, weil er eben mehr im Studium macht als nur das was Vorschrift ist, der hat es sich m.M auch verdient gut bezahlt zu werden und eine höhere Position zu bekommen
-------------------------------------------------------------------

Zu dem Denkfehler-Kommentar:

Wenn man mit dem System geht, dann bekommt man das Denken abgenommen, ok von mir aus. Dann wird man früher oder später scheitern, logisch. Das Resultat steht in dem Bericht: Die AG können nichts mit den Studenten anfangen.
Dafür haben diejenigen, die sich eben von sich aus Wissen aneignen bessere Chancen. Wer Intelligent genug ist, macht das auch.
Das ist genau das was ich weiter oben gemeint habe mit Selektion.
Diejenigen, die sich dann individuell profilieren weil sie eben anders gelernt haben im Studium (mehr Interesse, Vertiefung, Eigenständigkeit) und das von sich aus einigermaßen hinbekommen (eine Grundlage ist ja durchs Studium durchaus da), werden dann halt bessere Chancen haben. Der Rest halt nicht.
Und solche Leute gibt es.

Der Wandel liegt genau darin wie es der Vorposter geschrieben hat:

"[Das Weltbild von vielen Studenten] ist einfach von gestern. Heute geht es bildungstechnisch einfach darum, sich sein lebenlang weiterzubilden und nicht auf Vergangenes auszuruhen.
Ein Bachelor ist dafür der perfekte Start in die Arbeitswelt."

Meiner Meinung nach muss man selbst raus finden, wie man Probleme für sich am besten effizient lösen kann. Dazu müsste der Stoff wohl im Studium in der Tat schwieriger sein. Wenn man sich aber tiefergehend mit der Materie beschäftigt, stößt man von ganz alleine auf Probleme und lernt diese eigenständig zu lösen (vorausgesetzt man hat Spaß am Fach). Wer das nicht macht aus mangeldem Interesse oder sonst was, der hat halt Pech und wird später halt nicht so gut werden.
Zudem hat man im Praktikum die Möglichkeit Feedback vom Arbeitgeber zu bekommen was gut klappt und wo man an sich selbst arbeiten muss.

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WiWi Gast

Re: Wirtschaft hält wenig von Bachelor-Absolventen

Tja, leider widersprechen dir Wirtschaft, Bildungsexperten und Studenten gleichermaßen. Hättest du mal auf die letzte Seite gesehen, wäre dir aufgefallen, dass auch Beteiligte an der Bildungsreform den Bachelor nicht als gleichwertigen Ersatz für ein Diplom oder Magister sehen.

Lounge Gast schrieb:

Bei uns an der FH war genau umgekehrt. Laut unserem Dekan,
hatten es die Diplomer mit 8 Semester wesentlich einfach als
wir, die den gleichen Kram in 7 Semester studiert haben.
Original Zitat: "Ihre Kommis von früher zu Diplom Zeiten
hatten es viel einfacher als Sie."

Wer glaubt, dass der Bachelor vom Niv. niedriger ist als das
Diplom, der hat keine Ahnung....

Die Realität sieht so aus, dass je nach Aufteilung 80-100%
des Stoffs in 60-80% der Zeit absolviert werden müssen. Im
Master gibts dann neuen Stoff zusätzlich, denn es zu Diplom
Zeiten gar nicht gab.

Lounge Gast schrieb:

Kann Dir vollkommen zustimmen! Beim alten System war es
zudem
von Vorteil, dass das Hochschulsystem deutlich abgestuft
war.
Wer es an der Uni nicht geschafft hat, konnte an eine FH
gehen und dort schnell und einfach noch einen Abschluss
machen. Und auch der war vom Niveau noch höher als der
heutige Bachelor. Ein alter Jugendfreund war an der Uni
mit 5
rausgeprüft worden und hat dann an der FH einen 1er
Abschluss
gemacht. Allerdings nicht BWL, sondern als Ingenieur.

Lounge Gast schrieb:

Das Bachelor ist meiner Ansicht nach leider eine Art
"verkrüppeltes" Studium. Man hat hier etwas
zurechtgebogen was früher natürlicherweise eine
gewisse
Auslese im Akademikerfeld geschaffen hat (und damit
auch
in
den entsprechenden Berufen). Nicht jeder hatte
früher Lust
und Potential für 5-6 Jahre Studium. Heutzutage mit
Verkürzung und Alternative a, b, c (für Leute die mit
einem
Studium überfordert wären/sind) ist das ganze einfach
traurig
und niveaulos geworden. Ich sehe heute Leute
"studieren" die nach 2 Wochen auf dem
Gymi in
der

  1. oder 10. Klasse mit hohem Bogen rausgeflogen
    wären! Und
    ach ja, in hohem Bogen aus jeder Art von
    Universität. Man
    kann natürlich nichts verallgemeinern, dennoch gibt
    es
    einige
    allgemeine Tendenzen
antworten
WiWi Gast

Re: Wirtschaft hält wenig von Bachelor-Absolventen

Das sind Märchengeschichten, die überall erzählt wurden. Mit der Realität hat das leider nichts zu tun. Sieht man ja, sonst hätten wir dieses Thema doch gar nicht.

Lounge Gast schrieb:

Bei uns an der FH war genau umgekehrt. Laut unserem Dekan,
hatten es die Diplomer mit 8 Semester wesentlich einfach als
wir, die den gleichen Kram in 7 Semester studiert haben.
Original Zitat: "Ihre Kommis von früher zu Diplom Zeiten
hatten es viel einfacher als Sie."

Wer glaubt, dass der Bachelor vom Niv. niedriger ist als das
Diplom, der hat keine Ahnung....

Die Realität sieht so aus, dass je nach Aufteilung 80-100%
des Stoffs in 60-80% der Zeit absolviert werden müssen. Im
Master gibts dann neuen Stoff zusätzlich, denn es zu Diplom
Zeiten gar nicht gab.

Lounge Gast schrieb:

Kann Dir vollkommen zustimmen! Beim alten System war es
zudem
von Vorteil, dass das Hochschulsystem deutlich abgestuft
war.
Wer es an der Uni nicht geschafft hat, konnte an eine FH
gehen und dort schnell und einfach noch einen Abschluss
machen. Und auch der war vom Niveau noch höher als der
heutige Bachelor. Ein alter Jugendfreund war an der Uni
mit 5
rausgeprüft worden und hat dann an der FH einen 1er
Abschluss
gemacht. Allerdings nicht BWL, sondern als Ingenieur.

Lounge Gast schrieb:

Das Bachelor ist meiner Ansicht nach leider eine Art
"verkrüppeltes" Studium. Man hat hier etwas
zurechtgebogen was früher natürlicherweise eine
gewisse
Auslese im Akademikerfeld geschaffen hat (und damit
auch
in
den entsprechenden Berufen). Nicht jeder hatte
früher Lust
und Potential für 5-6 Jahre Studium. Heutzutage mit
Verkürzung und Alternative a, b, c (für Leute die mit
einem
Studium überfordert wären/sind) ist das ganze einfach
traurig
und niveaulos geworden. Ich sehe heute Leute
"studieren" die nach 2 Wochen auf dem
Gymi in
der

  1. oder 10. Klasse mit hohem Bogen rausgeflogen
    wären! Und
    ach ja, in hohem Bogen aus jeder Art von
    Universität. Man
    kann natürlich nichts verallgemeinern, dennoch gibt
    es
    einige
    allgemeine Tendenzen
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WiWi Gast

Re: Wirtschaft hält wenig von Bachelor-Absolventen

Hallo nochmal,

Deutschland hat eine widerstandsfähige Wirtschaft und das liegt teilweise am Bildungssystem. Da würde ich dir recht geben.
Trotzdem denke ich, es ist zu hoch gegriffen zu sagen, dass es bei den Südländern an den hohen Akademikarquoten liegt. Es gibt genug Länder mit hohen Quoten die erfolgreich sind (insbesondere im angelsächsischen Raum). Aber hier geht es ja um Deutschland.

Das Argument, dass füher alles komplizierter war, höre ich von älteren Kollegen oft und das kann ich nicht beurteilen. Aber laut Mooreschem Gesetz müssten die Veränderungen heute viel radikaler sein (und schneller). Auch durch Produktivitätszuwächse müssten Arbeitsabläufe heute komplexer sein als früher. Und eines ist klar bei IT, Biotech anderen Innovatieren Branchen sind wir höchstens Mittelmaß. Habe kürzlich gelesen, dass ein Unternehmer dachte, er kenne sich mit Industrie 4.0 aus, weil sein Sohn ein Smartphone besitzt :)

Der Erfolg der deutschen Industrie fußt auf den Automatiesierungstrend. Der schwächt aber bereits ab und alle restlichen "starken" Länder haben einen hohen Dienstleistungssektor mit entsprechend hohen Akademikerquoten (Schweiz, Skandinavien, USA usw.). Nicht zu vergessen, dass wir kaum Rohstoffe besitzen

Bachelorabsolventen sind nicht in der Lage, ihr Wissen zu vertiefen? Sorry aber das ist mir zu platt

antworten
WiWi Gast

Re: Wirtschaft hält wenig von Bachelor-Absolventen

Bzhl. FH-Diplom hast Du recht. Bestreitet auch keiner. Mit "Diplom-Zeiten" wird allgemein das ehemalige Uni-Diplom angesprochen. Das hatte mit FH-Diplom nichts zu tun.

Lounge Gast schrieb:

Bei uns an der FH war genau umgekehrt. Laut unserem Dekan,
hatten es die Diplomer mit 8 Semester wesentlich einfach als
wir, die den gleichen Kram in 7 Semester studiert haben.
Original Zitat: "Ihre Kommis von früher zu Diplom Zeiten
hatten es viel einfacher als Sie."

Wer glaubt, dass der Bachelor vom Niv. niedriger ist als das
Diplom, der hat keine Ahnung....

Die Realität sieht so aus, dass je nach Aufteilung 80-100%
des Stoffs in 60-80% der Zeit absolviert werden müssen. Im
Master gibts dann neuen Stoff zusätzlich, denn es zu Diplom
Zeiten gar nicht gab.

Lounge Gast schrieb:

Kann Dir vollkommen zustimmen! Beim alten System war es
zudem
von Vorteil, dass das Hochschulsystem deutlich abgestuft
war.
Wer es an der Uni nicht geschafft hat, konnte an eine FH
gehen und dort schnell und einfach noch einen Abschluss
machen. Und auch der war vom Niveau noch höher als der
heutige Bachelor. Ein alter Jugendfreund war an der Uni
mit 5
rausgeprüft worden und hat dann an der FH einen 1er
Abschluss
gemacht. Allerdings nicht BWL, sondern als Ingenieur.

Lounge Gast schrieb:

Das Bachelor ist meiner Ansicht nach leider eine Art
"verkrüppeltes" Studium. Man hat hier etwas
zurechtgebogen was früher natürlicherweise eine
gewisse
Auslese im Akademikerfeld geschaffen hat (und damit
auch
in
den entsprechenden Berufen). Nicht jeder hatte
früher Lust
und Potential für 5-6 Jahre Studium. Heutzutage mit
Verkürzung und Alternative a, b, c (für Leute die mit
einem
Studium überfordert wären/sind) ist das ganze einfach
traurig
und niveaulos geworden. Ich sehe heute Leute
"studieren" die nach 2 Wochen auf dem
Gymi in
der

  1. oder 10. Klasse mit hohem Bogen rausgeflogen
    wären! Und
    ach ja, in hohem Bogen aus jeder Art von
    Universität. Man
    kann natürlich nichts verallgemeinern, dennoch gibt
    es
    einige
    allgemeine Tendenzen
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WiWi Gast

Re: Wirtschaft hält wenig von Bachelor-Absolventen

Ja und auf der Ebene der Beispiele argumentierst du auch. Hier geht es darum, dass EMPIRISCHE Belege (ich hoffe du weißt was das ist, sonst mal googeln) für eine Bildungsinflation vorliegen.

Auf Deutsch: Das Niveau des akademischen Studiums sinkt.

Lebenslanges lernen und sonstige Phrasen können da nicht gegenhalten.

Lounge Gast schrieb:

Ja von mir aus ist es auch ein Diktat der bösen EU und kein
Pakt, wie ich geschrieben habe.
Auf der anderen Seite seht ihr heute massig Leute unter 25,
die schon die halbe Welt bereist haben. Und ich könnte mit
meinem Bachelor ohne Probleme im Ausland arbeiten (wenn es
dem Rest Europas nicht so dreckig gehen würde).

Übrigens ist die Aussage, dass die schlechte Lage in
Südeuropa an den jungen Hochqlafizierten liegt, nicht nur
inhaltlich falsch (Korrelation und Kausalität) sondern zeugt
auch von der typisch deutschen Arroganz.

Ich sehe den deutschen Industriemanager mit seinem Diplom
wedelnd quasi vor mir wie er irgendwo im Ausland den Leuten
die Welt erklären will (obwohl er nur 3-5 Wörter englisch
spricht).

Euer Weltbild ist einfach von gestern. Heute geht es
bildungstechnisch einfach darum, sich sein lebenlang
weiterzubilden und nicht auf Vergangenes auszuruhen.
Ein Bachelor ist dafür der perfekte Start in die Arbeitswelt.

Die Unternehmen sind dabei in der Pflicht mit den gegebenen
Rahmenbedingungen das Beste daraus zu machen. Das nennt sich
unternehmerisches Handeln und es gibt eine menge positive
Beispiele.

antworten
WiWi Gast

Re: Wirtschaft hält wenig von Bachelor-Absolventen

Klar, den Stoff gab es zu Diplom-Zeiten gar nicht. Den Stoff haben sie extra für euch Master-Studenten erfunden!

antworten
WiWi Gast

Re: Wirtschaft hält wenig von Bachelor-Absolventen

Das Umfeld wandelt sich immer und ständig. Ich glaube niemand im Jahr 1980 hätte sich den Automatisierungsgrad von 1990 vorstellen können. Gleiches gilt für die Internetwelt aus dem Jahr 2005. Auch ein DDR-Bürger wurde mit einer völlig neuen Welt konfrontiert. Dieser ständige Wandel wurde 1985 genauso propagiert, wie 1995, 2005 oder eben 2015.

Das wird natürlich nicht aufhören und es bedarf ständiger Optimierungen und Prozesse. Nicht immer sind diese Veränderungen und Entscheidungen sinnvoll. Manchmal greift man nur wieder auf alte Strategien in neuen Gewändern zurück.

Nur, und da ist deine Argumentation nicht schlüssig, werden diese Prozesse heute zu 98% noch von denen Leuten gesteuert, die noch im Vor-Bachelor-System ausgebildet wurden. Völlig egal ob 1975 oder 2005. Diese Leute sind es doch, die diesen Wandel begleiten. Ihnen daher mangelnde Flexibilität vorzuwerfen, ist absurd. Das System hat sich bewährt.

Den Vergleich mit den Akademikerquoten mag ich nicht und das hat einen banalen Grund: In vielen Ländern gibt es die betriebliche Ausbildung nicht und der Bachelor ersetzt die. Mehr soll ein Bachelor nicht sein. Diesen Weg gehen wir auch gerade im Rahmen der europäischen Angleichung: Duales System abschaffen, viele Ausbildungsberufe in Bachelorstudiengänge überführen.

Im Moment sind wir wohl in einer Übergangsphase. Es ist daher ganz logisch, dass man intellektuell nicht mehr so viel erwarten kann, wenn ein großer Teil der die Azubis und damit der jungen Bevölkerung in das Studium übergeführt werden.

Daher würde ich sagen: Selbstverständlich sind viele Bachelorabsolventen in der Lage zu vertiefen, aber eben nur ein Teil. Für die ist aber das Vertiefen auch nicht vorgesehen.

Lounge Gast schrieb:

Hallo nochmal,

Deutschland hat eine widerstandsfähige Wirtschaft und das
liegt teilweise am Bildungssystem. Da würde ich dir recht
geben.
Trotzdem denke ich, es ist zu hoch gegriffen zu sagen, dass
es bei den Südländern an den hohen Akademikarquoten liegt. Es
gibt genug Länder mit hohen Quoten die erfolgreich sind
(insbesondere im angelsächsischen Raum). Aber hier geht es ja
um Deutschland.

Das Argument, dass füher alles komplizierter war, höre ich
von älteren Kollegen oft und das kann ich nicht beurteilen.
Aber laut Mooreschem Gesetz müssten die Veränderungen heute
viel radikaler sein (und schneller). Auch durch
Produktivitätszuwächse müssten Arbeitsabläufe heute komplexer
sein als früher. Und eines ist klar bei IT, Biotech anderen
Innovatieren Branchen sind wir höchstens Mittelmaß. Habe
kürzlich gelesen, dass ein Unternehmer dachte, er kenne sich
mit Industrie 4.0 aus, weil sein Sohn ein Smartphone besitzt :)

Der Erfolg der deutschen Industrie fußt auf den
Automatiesierungstrend. Der schwächt aber bereits ab und alle
restlichen "starken" Länder haben einen hohen
Dienstleistungssektor mit entsprechend hohen Akademikerquoten
(Schweiz, Skandinavien, USA usw.). Nicht zu vergessen, dass
wir kaum Rohstoffe besitzen

Bachelorabsolventen sind nicht in der Lage, ihr Wissen zu
vertiefen? Sorry aber das ist mir zu platt

antworten
WiWi Gast

Re: Wirtschaft hält wenig von Bachelor-Absolventen

Nein, weder hat der Beitragsschreiber für die FHs Recht, noch ist mit dem Diplomzeitalter nur die Uni gemeint. Bei den FHs wurde genauso umgebaut, wie bei der Uni. Bei manchen sofort radikal, bei manchen Stück für Stück.

Lounge Gast schrieb:

Bzhl. FH-Diplom hast Du recht. Bestreitet auch keiner. Mit
"Diplom-Zeiten" wird allgemein das ehemalige
Uni-Diplom angesprochen. Das hatte mit FH-Diplom nichts zu tun.

Lounge Gast schrieb:

Bei uns an der FH war genau umgekehrt. Laut unserem Dekan,
hatten es die Diplomer mit 8 Semester wesentlich einfach
als
wir, die den gleichen Kram in 7 Semester studiert haben.
Original Zitat: "Ihre Kommis von früher zu Diplom
Zeiten
hatten es viel einfacher als Sie."

Wer glaubt, dass der Bachelor vom Niv. niedriger ist als
das
Diplom, der hat keine Ahnung....

Die Realität sieht so aus, dass je nach Aufteilung 80-100%
des Stoffs in 60-80% der Zeit absolviert werden müssen. Im
Master gibts dann neuen Stoff zusätzlich, denn es zu
Diplom
Zeiten gar nicht gab.

Lounge Gast schrieb:

Kann Dir vollkommen zustimmen! Beim alten System
war es
zudem
von Vorteil, dass das Hochschulsystem deutlich
abgestuft
war.
Wer es an der Uni nicht geschafft hat, konnte an
eine FH
gehen und dort schnell und einfach noch einen
Abschluss
machen. Und auch der war vom Niveau noch höher als
der
heutige Bachelor. Ein alter Jugendfreund war an der
Uni
mit 5
rausgeprüft worden und hat dann an der FH einen 1er
Abschluss
gemacht. Allerdings nicht BWL, sondern als Ingenieur.

Lounge Gast schrieb:

Das Bachelor ist meiner Ansicht nach leider
eine Art
"verkrüppeltes" Studium. Man hat
hier etwas
zurechtgebogen was früher natürlicherweise eine
gewisse
Auslese im Akademikerfeld geschaffen hat (und
damit
auch
in
den entsprechenden Berufen). Nicht jeder hatte
früher Lust
und Potential für 5-6 Jahre Studium.
Heutzutage mit
Verkürzung und Alternative a, b, c (für Leute
die mit
einem
Studium überfordert wären/sind) ist das ganze
einfach
traurig
und niveaulos geworden. Ich sehe heute Leute
"studieren" die nach 2 Wochen auf dem
Gymi in
der

  1. oder 10. Klasse mit hohem Bogen rausgeflogen
    wären! Und
    ach ja, in hohem Bogen aus jeder Art von
    Universität. Man
    kann natürlich nichts verallgemeinern, dennoch
    gibt
    es
    einige
    allgemeine Tendenzen
antworten
WiWi Gast

Re: Wirtschaft hält wenig von Bachelor-Absolventen

Nein, hat er nicht. Es gab vereinzelt Unis und FHs, die das erste Jahr nach Einführung nur versucht haben, den Stoff zu verengen und die Prüfungen zu erleichtern, aber die Struktur beizubehalten. Das stimmt, aber die Schwierigkeit war nicht der Stoff, sondern das kurzzeitige Chaos.

Das betraf ca. 10% der Hochschulen. Da stand dann das gleiche drauf, war aber weniger drin, wobei viele Professoren mit dem Kürzen überfordert waren. Kurz, das hat hinten und vorne nicht funktioniert. Als Folge hat man dann diese Studiengänge in den Folgejahren doch radikal umgebaut und massiv vereinfacht.

Da ich an so einer Uni war, kann ich ein Lied davon singen. Habe 2007 begonnen und die ersten zwei Semeser waren voller Reformen, Umbenennungen und ständigen Verschiebungen. Nach zwei Semestern gab sich das dann aber. Was man dann später aus dem Bachelor gemacht hat, ist wieder eine andere, sehr traureige Geschichte.

Lounge Gast schrieb:

Bzhl. FH-Diplom hast Du recht. Bestreitet auch keiner. Mit
"Diplom-Zeiten" wird allgemein das ehemalige
Uni-Diplom angesprochen. Das hatte mit FH-Diplom nichts zu tun.

Lounge Gast schrieb:

Bei uns an der FH war genau umgekehrt. Laut unserem Dekan,
hatten es die Diplomer mit 8 Semester wesentlich einfach
als
wir, die den gleichen Kram in 7 Semester studiert haben.
Original Zitat: "Ihre Kommis von früher zu Diplom
Zeiten
hatten es viel einfacher als Sie."

Wer glaubt, dass der Bachelor vom Niv. niedriger ist als
das
Diplom, der hat keine Ahnung....

Die Realität sieht so aus, dass je nach Aufteilung 80-100%
des Stoffs in 60-80% der Zeit absolviert werden müssen. Im
Master gibts dann neuen Stoff zusätzlich, denn es zu
Diplom
Zeiten gar nicht gab.

Lounge Gast schrieb:

Kann Dir vollkommen zustimmen! Beim alten System
war es
zudem
von Vorteil, dass das Hochschulsystem deutlich
abgestuft
war.
Wer es an der Uni nicht geschafft hat, konnte an
eine FH
gehen und dort schnell und einfach noch einen
Abschluss
machen. Und auch der war vom Niveau noch höher als
der
heutige Bachelor. Ein alter Jugendfreund war an der
Uni
mit 5
rausgeprüft worden und hat dann an der FH einen 1er
Abschluss
gemacht. Allerdings nicht BWL, sondern als Ingenieur.

Lounge Gast schrieb:

Das Bachelor ist meiner Ansicht nach leider
eine Art
"verkrüppeltes" Studium. Man hat
hier etwas
zurechtgebogen was früher natürlicherweise eine
gewisse
Auslese im Akademikerfeld geschaffen hat (und
damit
auch
in
den entsprechenden Berufen). Nicht jeder hatte
früher Lust
und Potential für 5-6 Jahre Studium.
Heutzutage mit
Verkürzung und Alternative a, b, c (für Leute
die mit
einem
Studium überfordert wären/sind) ist das ganze
einfach
traurig
und niveaulos geworden. Ich sehe heute Leute
"studieren" die nach 2 Wochen auf dem
Gymi in
der

  1. oder 10. Klasse mit hohem Bogen rausgeflogen
    wären! Und
    ach ja, in hohem Bogen aus jeder Art von
    Universität. Man
    kann natürlich nichts verallgemeinern, dennoch
    gibt
    es
    einige
    allgemeine Tendenzen
antworten
WiWi Gast

Re: Wirtschaft hält wenig von Bachelor-Absolventen

Ich denke so kann man das gut zusammenfassen:

  • In vielen Ländern sind (Bachelor-)Akademiker keine Akademiker nach unseren Vorstellungen, sondern ein Synonym für die berufliche Erstausbildung, die bei uns im dualen Ausbildungssystem erfolgt.

  • Das deutsche System der dualen Ausbildung hat sich bewährt und die Wirtschaft gestärkt.

  • Aufgrund des Druckes der EU hat man sich in Deutschland entschlossen, das System der "akademischen" Erstausbildung zu übernehmen.

  • Man ist gerade in der Übergangsphase und möchte das in der Krise nicht zu laut kommunizieren. Schlechte Nachrichten aus Europa gibt es im Moment genug.

  • Viele Studenten begreifen nicht, dass sie nicht mehr verdienen werden als fertige Lehrlinge und es sich nur um einen Systemwechsel handelt. Sie sind nicht klüger, nicht besser, sondern werden in Zukunft nur anderes ausgebildet.

  • Das Ansehen eines Studium ist in der Bevölkerung noch weitaus höher, als es die Realität hergibt und es wird noch Jahre dauern, bis die breite Masse begreift, dass es einen Systemwechsel gab.

  • Das lässt sich gut mit einem Beispiel erklären: Obwohl heute nur noch ca. 19% der Schüler auf die Hauptschule gehen und über 50% auf das Gymnasium, gilt die Hauptschule bei vielen in der Bevölkerung immer noch als die Brutstätte der "Praktiker" und das Gymnasium als die Stätte für "Denker". Die Zahlen sagen etwas komplett anderes, aber das Denken ändert sich schon seit gut 20 Jahren nur langsam.

  • Auch die Wirtschaft begreift das nicht und jammert nun, weil sie die tauglichen nicht von den untauglichen unterscheiden können, dabei hat sie das System teilweise mitgetragen.

  • Tatsächlich ist es aber nur ein politisch gewollter Systemwechsel, um einheitliche Standards zu bekommen.

  • Um die Standards zu erhalten und EU-Quoten zu erfüllen, musste das Niveau natürlich allgemein abgesenkt werden, denn ohne Abitur kein Bachelor of Nursing.

  • Im Moment gibt es daher viele Übergangsschwierigkeiten.

  • Die Transformationsschwierigkeiten sollen 2020 abgeschloßen sein.

  • Bis dahin sollen zahlreiche Ausbildungsberufe "verbachelort" sein. Den Anfang haben die Büroberufe gemacht. Im Moment werden gerade die Pflege- und Krankenausbildung umgebaut.

  • Alle jungen Menschen müssen sich auf die Situation besinnen und einstellen und dürfen nicht in der Vergangenheit leben!
antworten
WiWi Gast

Re: Wirtschaft hält wenig von Bachelor-Absolventen

Hallo,

ich weiß sehr wohl was hinter einer empirischen Studie steckt. Die IHK hat aber einen Interessenskonflikt bezüglich dualer Ausbildung daher ist die Umfrage nicht repräsentativ! CHE hat bspw. gegenteilige Ergebnisse.

Beide gelten aber nicht als Beweis, denn wie der Kollege korrekt angemerkt hat, sind 98% der jetzigen Akteure ja im alten System groß geworden. Wenn ihr es wissenschaftlich wollt, dann lassen sich die positiven Ergebnisse der Vergangenheit nicht in die Zukunft projizieren und die Stichprobe der vermeintlichen 2 % ist zu klein, um valide Aussagen treffen zu können.

Entwicklungen der letzten 5 Jahre? Social media, Start up Scene in Berlin usw. ich finde bis jetzt haben wir uns gut geschlagen.

Und der Bachelor sollte explizit NICHT das Diplom ablösen. Es ist eine andere Ausbildung. Das sie gleich oder höherwertig ist, hat nie jemand behauptet. Das Bashing wird immer von oben herab betrieben (die junge Generation hat ja nicht schon genug Lasten zu tragen).

Das viele Nullen bei den Absolventen dabei sind, da gebe ich euch ja recht. Aber diese undifferenzierten Aussagen der Wertigkeit von Abschlüssen nerven langsam echt.

Wünsch euch noch viel Spaß ich bin raus

antworten
WiWi Gast

Re: Wirtschaft hält wenig von Bachelor-Absolventen

Potenziell bieten aber Gymnasium und Studium nach wie vor die besten Möglichkeiten, sich zu einem richtigen "Akademiker" zu entwickeln. Wenn man jemanden von der Hauptschule und mit dualer Ausbildung nimmt, ist das ganz sicher kein "Denker", da auf diesem Bildungsweg einfach viel zu wenig theoretische Grundlagen und Methodenkompetenzen vermittelt werden.

Man muss im Berufsleben einfach davon wegkommen, jemanden pauschal nach der formalen Qualifikation zu beurteilen, sondern man muss sich im Detail anschauen, was jemand wirklich kann.

antworten
WiWi Gast

Re: Wirtschaft hält wenig von Bachelor-Absolventen

Ist sowieso Blödsinn... das mit der Ausbildung/Bachelor mag für England oder Niederlande ja stimmen, aber deren Bachelor rangieren ja unter nem deutschen B.A.

In Ausbildungsberufen wo "gearbeitet" wird ist Praxis wichtig, und die gibts nicht in Uni und FH. Und wird es auch nicht geben. Wobei ein heutiger FH-Bachelor mit Praktika auch in BWL nunmal aber schon deutlich "praktischer" veranlagt ist als jemand der 1985 nen Diplom-Kaufmann an ner Uni gemacht hat...

Was sicher stimmt das in Zukunft stellen die vorher ein Kaufmann besetzt hat häufiger mit jemanden mit Studium besetzt werden mit entsprechendem Gehalt. aber das war früher auch schon so... nicht jeder der studiert macht Karriere oder ist der Überflieger sondern der Großteil bleibt schlicht auch nur Sachbearbeiter im Hamsterad.

Aber das Gejammer über Bologna ist imho völlig übertriebener Kappes und es werden sowieso Äpfel mit Birnen verglichen. Uni ist nicht Uni, FH ist nicht FH, die Studiengänge unterscheiden sich in Ausrichtung und Ablauf deutlich. Aber Bachelor ist heute überall Bachelor, das ist zumindest ein Schritt mehr Richtung vereinheitlich.
Man kann auch nicht pauschal sagen was nun einfacher oder schwerer wäre, auch nicht was die "besseren" Absolventen erzeugen... Es kommt am Ende doch auf den Menschen an und nicht auf den Abschluss.

antworten
WiWi Gast

Re: Wirtschaft hält wenig von Bachelor-Absolventen

Dein Beitrag ist leider schon deswegen wenig sinnvoll, weil deine Gedankenwelt im Gestern fußt. Heute sind vielleicht gerade mal noch 15% der Schüler auf der Hauptschule und 30% auf der Realschule.

Das heißt über 50% sind doch schon auf dem Gymnasium und ein großer Teil der Realschüler und der guten Hauptschüler macht später noch Fachabi, Abendschule oder kann durch die Ausbildung/Fortbildung auch studieren.

Was meinst du denn, wieso sich das in wenigen Jahren seit den Reformen so geändert hat? Dein Beispiel mit dem Hauptschüler macht also gar keinen Sinn. Die Hauptschule war 1980 der Standard für normalintelligente Leute. Bereits in den 90ern war die Realschule der Standard. Heute ist es das Gymnasium.

Lounge Gast schrieb:

Potenziell bieten aber Gymnasium und Studium nach wie vor die
besten Möglichkeiten, sich zu einem richtigen
"Akademiker" zu entwickeln. Wenn man jemanden von
der Hauptschule und mit dualer Ausbildung nimmt, ist das ganz
sicher kein "Denker", da auf diesem Bildungsweg
einfach viel zu wenig theoretische Grundlagen und
Methodenkompetenzen vermittelt werden.

Man muss im Berufsleben einfach davon wegkommen, jemanden
pauschal nach der formalen Qualifikation zu beurteilen,
sondern man muss sich im Detail anschauen, was jemand
wirklich kann.

antworten
WiWi Gast

Re: Wirtschaft hält wenig von Bachelor-Absolventen

1.) Genau dieses System strebt man in Deutschland an: Duale Ausbildung größtenteils weg. Bachelorstudiengänge für alles.

Beleg: Das belegen natürlich auch die Zahlen. Vor 2012 gab es mehr Auszubildende als Studenten. 2012 waren es gleich viele. 2014 sind es doppelt so viele Studenten wie Auszubildende.

2.) Natürlich ist ein Bachelorabsolvent wesentlich schlechter ausgebildet, als ein früherer Diplomer. Das räumen doch nicht nur die Beteiligte am Bologna-Prozess ein, sondern sind doch auch die Erfahrungen der Unternehmen

Beleg: Die hohen Steigerungsraten bei Abitur und Studium (Verdpoppelung der Anfänger seit 2008) erklären sich durch einen bewussten Systemumbau und eine Herabsetzung der Standards, um Quoten zu erhöhen. Quellen hierfür findest du in den jährlichen Veröffentlichungen der Bundesregierung zum Bereich Bildung oder einfach auf der letzten Seite in dem Interview mit einem führenden Kopf der Bologna-Reform. Da wird deutlich gesagt, dass Bachelors bestenfalls 2/3 Absolventen seien. Mehr als wortwörtlich diesen Ausdruck zu benutzen, geht nicht-

Lounge Gast schrieb:

Ist sowieso Blödsinn... das mit der Ausbildung/Bachelor mag
für England oder Niederlande ja stimmen, aber deren Bachelor
rangieren ja unter nem deutschen B.A.

In Ausbildungsberufen wo "gearbeitet" wird ist
Praxis wichtig, und die gibts nicht in Uni und FH. Und wird
es auch nicht geben. Wobei ein heutiger FH-Bachelor mit
Praktika auch in BWL nunmal aber schon deutlich
"praktischer" veranlagt ist als jemand der 1985 nen
Diplom-Kaufmann an ner Uni gemacht hat...

Was sicher stimmt das in Zukunft stellen die vorher ein
Kaufmann besetzt hat häufiger mit jemanden mit Studium
besetzt werden mit entsprechendem Gehalt. aber das war früher
auch schon so... nicht jeder der studiert macht Karriere oder
ist der Überflieger sondern der Großteil bleibt schlicht auch
nur Sachbearbeiter im Hamsterad.

Aber das Gejammer über Bologna ist imho völlig übertriebener
Kappes und es werden sowieso Äpfel mit Birnen verglichen.
Uni ist nicht Uni, FH ist nicht FH, die Studiengänge
unterscheiden sich in Ausrichtung und Ablauf deutlich. Aber
Bachelor ist heute überall Bachelor, das ist zumindest ein
Schritt mehr Richtung vereinheitlich.
Man kann auch nicht pauschal sagen was nun einfacher oder
schwerer wäre, auch nicht was die "besseren"
Absolventen erzeugen... Es kommt am Ende doch auf den
Menschen an und nicht auf den Abschluss.

antworten
WiWi Gast

Re: Wirtschaft hält wenig von Bachelor-Absolventen

Bei uns im Unternehmen (ca. 3.300 Mitarbeiter, ich: Ausbildung Industriekauffrau, anschließend ein Jahr Erfahrung und dann auf Diplom BWL studiert, nebenbei im gleichen Unternehmen geblieben und nun dort seit 13 Jahren tätig) war es früher generell so, dass sowohl die Azubis als auch die Absolventen immer höhere Ansprüche stellten, aber immer weniger belastbar waren.

Viele waren häufig krank, wenig leistungsbereit, wussten bei Einstellung aber immer schon, dass sie ein Handy und einen Dienstwagen wollen (die Absolventen), die Signatur in der Mail wurde auch gleich angepasst, hauptsache, es hört sich gut an. Ich habe mein Diplom nicht drunterstehen, da für mich die Berufserfahrung wertvoller ist, das Diplom war nur die Eintrittskarte für eine Beförderung.

Psychische Erkrankungen galten unter den Azubis als "schick", Belastungen von zu Hause wurden mit auf die Arbeit genommen, viele konnten auch schlecht ihren Alltag organisieren, z. B. Arzttermine. Bei den Azubis mit Abitur finde ich erschreckend, dass viele bereits Probleme haben mit einfacher Zinsrechnung oder Dreisätzen.

Es scheint also vehement an genereller Vorbereitung auf das Berufsleben zu fehlen, sowohl in Schule als auch an der Uni. Bei uns am Gymnasium gab es z. B. kein Fach "Wirtschaft" oder "Geld", nur Politik, wo übers Wahlsystem etc. gesprochen wurde. Im Bachelor ist zudem zu wenig Zeit für Praktika oder außer-universitäres Engagement, bei Berufseinstieg sind viele noch "grün hinter den Ohren".

Aber das wollten die Unternehmen ja auch so, den 22-jährigen Absolventen und das ist nun die Quittung dafür.

Wir haben im Unternehmen unser System umgestellt, bieten den Azubis viele selbstständige Projekte sowie zusätzlichen, betriebsinternen Unterricht, eine wenigstens halbjährige, aber meist längere Übernahmegarantie sowie ein duales Programm. Jetzt hat es sich bei uns gebessert und wir hatten die letzten zwei, drei Jahre nur noch gute Azubis, die auch alle geblieben sind.

Ausbildung muss wieder attraktiver werden, mit vernünftigen Arbeitszeiten, guten Konzepten und Übernahme-Angeboten.

Zudem zahlen wir den Akademikern nicht mehr übermäßig viel zu Beginn, damit die "geldsüchtigen Karriere-Verfolger", die kein interesse am Unternehmen haben, gar nicht erst zu uns kommen. Man kann nach einiger Zeit das Gehalt aufstocken und sich im internen Wissens-Forum weiterqualifizieren, es gibt jetzt ein neues "Junior-Management-Programm".

Da gehen also auch die Unternehmen noch falsche Wege zum Teil.

antworten
WiWi Gast

Re: Wirtschaft hält wenig von Bachelor-Absolventen

P.S.: Mich hat im Bachelor-Studium gestört, dass keine Vertiefungen oder Spezialisierungen angeboten wurden, das gab es erst im Diplom. Es war ein allgemein gehaltenes Grundstudium.

antworten
WiWi Gast

Re: Wirtschaft hält wenig von Bachelor-Absolventen

Inzwischen machen doch schon über 50% Allgemeinabitur. Das heißt die Ausbildung auf dem Gymnasium ist im Jahr 2015 Standard. Der größte Teil von Rest kann dann immer noch Fachabitur machen oder sonstige Fortbildungen. Was meinst du denn, woher die Studienanfängerquote von fast 60% (gemessen an der Gesamtbevölkerung) herkommt?

Lounge Gast schrieb:

Potenziell bieten aber Gymnasium und Studium nach wie vor die
besten Möglichkeiten, sich zu einem richtigen
"Akademiker" zu entwickeln. Wenn man jemanden von
der Hauptschule und mit dualer Ausbildung nimmt, ist das ganz
sicher kein "Denker", da auf diesem Bildungsweg
einfach viel zu wenig theoretische Grundlagen und
Methodenkompetenzen vermittelt werden.

Man muss im Berufsleben einfach davon wegkommen, jemanden
pauschal nach der formalen Qualifikation zu beurteilen,
sondern man muss sich im Detail anschauen, was jemand
wirklich kann.

antworten
WiWi Gast

Re: Wirtschaft hält wenig von Bachelor-Absolventen

Was für Azubis habt ihr denn lange Jahre genommen? Laut Statistik machen weit über 50% Abitur und 13% Fachabitur. Wenn ihr euch nur aus den restlichen 37% bedient hab, kann ich gut nachvollziehen, wenn ihr Probleme bekommen habt. Zumindest wenn euer Standort nicht Bayern oder Sachen ist.

Bei uns gilt die Faustformel Abitur 2015 = Realschule 2008 = Hauptschule 1998. Das heißt, im Jahr 1998 hat ein durchschnittlicher Hauptschüler alles mitgebracht um erfolgreich zu sein. 2008 hat man für die gleichen Anforderungen einen Realschüler gebraucht und heute einen Abiturienten. Einzelne Ausnahmen gibt es immer. Widerspreche ich nicht, aber in der Regel ist es nun einmal kein Zufall, dass das Abitur heute der Massenabschluss ist, oder?

Da die Anforderungen sich nicht wesentlich geändert haben, muss man damit leben, dass ein Abitur heute wesentlich leichter ist als ein Abitur von vor 7 Jahren.

Lounge Gast schrieb:

Bei uns im Unternehmen (ca. 3.300 Mitarbeiter, ich:
Ausbildung Industriekauffrau, anschließend ein Jahr Erfahrung
und dann auf Diplom BWL studiert, nebenbei im gleichen
Unternehmen geblieben und nun dort seit 13 Jahren tätig) war
es früher generell so, dass sowohl die Azubis als auch die
Absolventen immer höhere Ansprüche stellten, aber immer
weniger belastbar waren.

Viele waren häufig krank, wenig leistungsbereit, wussten bei
Einstellung aber immer schon, dass sie ein Handy und einen
Dienstwagen wollen (die Absolventen), die Signatur in der
Mail wurde auch gleich angepasst, hauptsache, es hört sich
gut an. Ich habe mein Diplom nicht drunterstehen, da für mich
die Berufserfahrung wertvoller ist, das Diplom war nur die
Eintrittskarte für eine Beförderung.

Psychische Erkrankungen galten unter den Azubis als
"schick", Belastungen von zu Hause wurden mit auf
die Arbeit genommen, viele konnten auch schlecht ihren Alltag
organisieren, z. B. Arzttermine. Bei den Azubis mit Abitur
finde ich erschreckend, dass viele bereits Probleme haben mit
einfacher Zinsrechnung oder Dreisätzen.

Es scheint also vehement an genereller Vorbereitung auf das
Berufsleben zu fehlen, sowohl in Schule als auch an der Uni.
Bei uns am Gymnasium gab es z. B. kein Fach
"Wirtschaft" oder "Geld", nur Politik, wo
übers Wahlsystem etc. gesprochen wurde. Im Bachelor ist zudem
zu wenig Zeit für Praktika oder außer-universitäres
Engagement, bei Berufseinstieg sind viele noch "grün
hinter den Ohren".

Aber das wollten die Unternehmen ja auch so, den 22-jährigen
Absolventen und das ist nun die Quittung dafür.

Wir haben im Unternehmen unser System umgestellt, bieten den
Azubis viele selbstständige Projekte sowie zusätzlichen,
betriebsinternen Unterricht, eine wenigstens halbjährige,
aber meist längere Übernahmegarantie sowie ein duales
Programm. Jetzt hat es sich bei uns gebessert und wir hatten
die letzten zwei, drei Jahre nur noch gute Azubis, die auch
alle geblieben sind.

Ausbildung muss wieder attraktiver werden, mit vernünftigen
Arbeitszeiten, guten Konzepten und Übernahme-Angeboten.

Zudem zahlen wir den Akademikern nicht mehr übermäßig viel zu
Beginn, damit die "geldsüchtigen
Karriere-Verfolger", die kein interesse am Unternehmen
haben, gar nicht erst zu uns kommen. Man kann nach einiger
Zeit das Gehalt aufstocken und sich im internen Wissens-Forum
weiterqualifizieren, es gibt jetzt ein neues
"Junior-Management-Programm".

Da gehen also auch die Unternehmen noch falsche Wege zum Teil.

antworten
WiWi Gast

Re: Wirtschaft hält wenig von Bachelor-Absolventen

Naja das die Leute nicht schlauer geworden sind ok ....
Aber sind sie auch dümmer geworden?
Hauptschule 1998 = Kindergarten 1988 ?
Macht euch nicht lächerlich....

antworten
WiWi Gast

Gute Karrierechancen für Bachelor-Absolventen

"Die Berufschancen der Bachelor-Absolventen werden zu Unrecht mit Skepsis betrachtet, denn die Karrieremöglichkeiten sind in der Wirtschaft mit einem Bachelor genauso gut wie mit einem Master."
http://www.wiwi-treff.de/home/index.php?mainkatid=1&ukatid=18&sid=18&artikelid=7892&pagenr=0

Ich halts nicht aus.......... da bin ich aber mal auf die nächsten "Unkenrufen" des Bachelorhater Personalleiters gespannt. Da schreibt der sich hier im Forum'nen Wolf und jetzt fahren die ihm so in die Parade............. ich hohl direkt mal Popcorn für die anstehende Aufklärungswelle.

antworten
WiWi Gast

Re: Wirtschaft hält wenig von Bachelor-Absolventen

Hm....mal abgesehen von deiner Polemik, hat er aber schon Recht. 1998 hast du auch als Hauptschüler noch eine Lehrstelle bei der Sparkasse bekommen. 2002 musste es Realschule sein und heute geht nichts mehr ohne Abitur. Die Entwicklung lässt sich echt nicht leugnen und wenn schon alleine 51% Allgemeinabitur machen, dann spricht das eher nicht für die Qualität des Abiturs.

Lounge Gast schrieb:

Naja das die Leute nicht schlauer geworden sind ok ....
Aber sind sie auch dümmer geworden?
Hauptschule 1998 = Kindergarten 1988 ?
Macht euch nicht lächerlich....

antworten
WiWi Gast

Re: Gute Karrierechancen für Bachelor-Absolventen

Schade, aber leider scheinst du das Theme intellektuell nicht zu durchdringen, denn sonst hättest du bemerkt, dass deine Verlinkung nichts mit dem Thema zu tun hat. Und auf den Fakt, dass Bachelorabsolventen auch im Beruf ankommen müssen, weil es nur Bachelorabsolventen gibt, wäre man auch durch Nachdenken gekommen..

Lounge Gast schrieb:

"Die Berufschancen der Bachelor-Absolventen werden zu
Unrecht mit Skepsis betrachtet, denn die
Karrieremöglichkeiten sind in der Wirtschaft mit einem
Bachelor genauso gut wie mit einem Master."

Ich halts nicht aus.......... da bin ich aber mal auf die
nächsten "Unkenrufen" des Bachelorhater
Personalleiters gespannt. Da schreibt der sich hier im
Forum'nen Wolf und jetzt fahren die ihm so in die
Parade............. ich hohl direkt mal Popcorn für die
anstehende Aufklärungswelle.

antworten
WiWi Gast

Re: Gute Karrierechancen für Bachelor-Absolventen

Lounge Gast schrieb:

"Die Berufschancen der Bachelor-Absolventen werden zu
Unrecht mit Skepsis betrachtet, denn die
Karrieremöglichkeiten sind in der Wirtschaft mit einem
Bachelor genauso gut wie mit einem Master."

Ich halts nicht aus.......... da bin ich aber mal auf die
nächsten "Unkenrufen" des Bachelorhater
Personalleiters gespannt. Da schreibt der sich hier im
Forum'nen Wolf und jetzt fahren die ihm so in die
Parade............. ich hohl direkt mal Popcorn für die
anstehende Aufklärungswelle.

Verstehe nicht, was du uns sagen willst: Der Tenor ist, dass Bachelors Karrierechancen haben. Ist jetzt nicht die Überraschung. Welche genau und für wie viele davon, steht da nirgends. Nicht so ganz durchdacht, deine Polemik?

antworten
WiWi Gast

Re: Gute Karrierechancen für Bachelor-Absolventen

So, so....mit einem Bachelor KANN man also Karriere machen. Ja, das ist natürlich ein Fakt, der alles ändert.. lol

Lounge Gast schrieb:

"Die Berufschancen der Bachelor-Absolventen werden zu
Unrecht mit Skepsis betrachtet, denn die
Karrieremöglichkeiten sind in der Wirtschaft mit einem
Bachelor genauso gut wie mit einem Master."

Ich halts nicht aus.......... da bin ich aber mal auf die
nächsten "Unkenrufen" des Bachelorhater
Personalleiters gespannt. Da schreibt der sich hier im
Forum'nen Wolf und jetzt fahren die ihm so in die
Parade............. ich hohl direkt mal Popcorn für die
anstehende Aufklärungswelle.

antworten
WiWi Gast

Re: Gute Karrierechancen für Bachelor-Absolventen

Ich gehe davon aus, dass du Bachelor-Absolvent bist und überhaupt nicht merkst, dass deine Verlinkung überhaupt nichts mit dem Thema zu tun hat. Von daher gibt es mildernde Umstände zu berücksichtigen.

Lounge Gast schrieb:

"Die Berufschancen der Bachelor-Absolventen werden zu
Unrecht mit Skepsis betrachtet, denn die
Karrieremöglichkeiten sind in der Wirtschaft mit einem
Bachelor genauso gut wie mit einem Master."

Ich halts nicht aus.......... da bin ich aber mal auf die
nächsten "Unkenrufen" des Bachelorhater
Personalleiters gespannt. Da schreibt der sich hier im
Forum'nen Wolf und jetzt fahren die ihm so in die
Parade............. ich hohl direkt mal Popcorn für die
anstehende Aufklärungswelle.

antworten
WiWi Gast

Re: Gute Karrierechancen für Bachelor-Absolventen

Lounge Gast schrieb:

"Die Berufschancen der Bachelor-Absolventen werden zu
Unrecht mit Skepsis betrachtet, denn die
Karrieremöglichkeiten sind in der Wirtschaft mit einem
Bachelor genauso gut wie mit einem Master."

Ich halts nicht aus.......... da bin ich aber mal auf die
nächsten "Unkenrufen" des Bachelorhater
Personalleiters gespannt. Da schreibt der sich hier im
Forum'nen Wolf und jetzt fahren die ihm so in die
Parade............. ich hohl direkt mal Popcorn für die
anstehende Aufklärungswelle.

An deiner Stelle hätt ich die Verlinkung erst einmal durchgelesen. Dann wäre dir das Zitat aufgefallen:

?Die Studie zeigt: Bachelor-Absolventen haben in Unternehmen immer bessere Chancen. Der Bachelor-Abschluss ist etwas wert. Dies war eines der Ziele der Bologna-Reform?, sagt Bundesbildungsministerin Johanna Wanka zu der Studie. ?Bachelor-Absolventen stehen viele Wege offen, sie haben gute Gehalts- und Karrieremöglichkeiten. Allen Unkenrufen zum Trotz: Damit kommt auch zum Ausdruck, dass viele Unternehmen die Kompetenzen schätzen, die Bachelor-Absolventen mitbringen.?

Was können wir dem Zitat entnehmen:

  1. Offensichtlich hält die Wirtschaft nicht viel von Bachelors.
    Das scheint inzwischen so allgemein verbreitet zu sein, dass es selbst die Bundesbildungsministerin extrem herausstreichen muss.

  2. Im Bereich Kompetenzen, Einstiegsmöglichkeiten und Entlohnung sind nur Floskeln vorhanden
    Die Ministerin scheut Quervergleiche mit vorherigen Abschlüssen wie der Teufel das Wasser

  3. Immer mehr Bachelors schaffen den Einstieg
    Logisch, gibt ja nur noch Bachelors.

Die wirklich wichtigen Fakten werden auch noch in Nebensätzen abgetan:

"Wie schon in der Befragung des Jahres 2010 sichtbar wurde, werden Positionen mit größerer Sach- oder Personalverantwortung generell seltener an Berufsanfänger vergeben."

Damit ist doch alles gesagt, oder?

Ansonsten findet sich in dieser Studie nichts brauchbares. Mal wieder die Feststellung, dass Traineeprogramme dufte sind, Gehaltsumfragen, bei denen man nicht weiß, ob sie stimmen und sonst nur peinliche Allgemeinplätze.

Im Grunde genommen sagt deine Verlinkung das exakte Gegenteil von dem aus, was du sagen wolltest, denn da steht eigentlich:

Ätsch. obwohl ihr den Bachelor alle doof findet, müsst ihr die Typen doch zähneknirschend nehmen.

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Unternehmensranking 2011: Graduate Barometer Wirtschaftswissenschaften

Firmeneingang der Google-Zentrale in den USA.

Studierende aus 24 Ländern haben entschieden: Google ist Europas beliebtester Arbeitgeber. Das Unternehmen kann auch Vorjahressieger Pricewaterhouse Coopers auf den zweiten Platz bei den Business-Studierenden verdrängen. Die Wirtschaftsprüfer und Autobauer sind ebenfalls wieder sehr gefragt.

Unternehmensranking 2009 - Absolventenbarometer Wirtschaftswissenschaften

Lufthansa-Logo Marke

Absolventenbarometer Wirtschaftswissenschaften 2009: Das Berliner trendence Institut befragte auch in diesem Jahr rund 25.000 examensnahe Studierende und Absolventen nach ihren Einstellungen bezüglich der beruflichen Zukunft, Karrierezielen und ermittelte die attraktivsten Arbeitgeber in dieser Zielgruppe.

Unternehmensranking: Top Arbeitgeber 2008 - Business & Engineering

Ein Kletterer steht auf dem Gipfel eines Berges.

Das Berliner trendence Institut befragte rund 4.000 Young Professionals nach ihren Einstellungen und Karrierezielen und ermittelte die attraktivsten Arbeitgeber in dieser gefragten Zielgruppe.

Unternehmensranking: Absolventenbarometer Wirtschaftswissenschaften 2003

Absolventenbarometer: In einer Studie des Berliner trendence Instituts gaben über 5.500 Absolventen der Wirtschaftswissenschaften Auskunft über die attraktivsten Arbeitgeber, Zukunftsperspektiven und Karrierepläne

Bain-Karriereprogramm »Red Carpet« für Berufseinsteiger

Bain-Karriereprogramm "Red Carpet": Von oben aufgenommen betritt eine Business-Frau gerade einen roten Teppich.

Das neue Karriereprogramm „Red Carpet“ der Strategieberatung Bain & Company unterstützt Studenten beim Berufseinstieg. Ob Wirtschaftswissenschaftlerin oder Wirtschaftswissenschaftler im ersten Semester, Jurist im Staatsexamen oder Psychologiestudentin im Master: Das Karriereprogramm „Red Carpet“ richtet sich an Studierende aller Fachrichtungen und Semester.

Studie: Hochschulabsolventen starten erfolgreich ins Berufsleben

Berufsstart: Ein Vogel landet im Getümmel.

Die Arbeitslosenquote liegt sowohl für Fachhochschul- als auch für Universitätsabsolventen mit traditionellen Abschlüssen – Diplom, Magister, Staatsexamen - nach einem Jahr bei 4 Prozent. Bachelors sind sogar noch seltener arbeitslos (3 Prozent, FH bzw. 2 Prozent Uni). Das zeigt die aktuelle Absolventenstudie des HIS-Instituts für Hochschulforschung (HIS-HF).

Broschüre: Startklar - Tipps und Infos für Uni-Absolventen

Berufseinstieg: Ein Lego-Männchen steht am Start in einem Labyrint.

Wie gelingt der Start in den Beruf am besten? Hilfestellung leistet die Broschüre »Startklar«, die vom Informationszentrum der deutschen Versicherer ZUKUNFT klipp + klar neu aufgelegt wurde. Uni-Absolventen finden dort nützliche Tipps, wie sie ihrem Traumjob näher kommen.

Millenials mit Angst um Arbeitsplatz durch holprigen Berufsstart

Eine Frau klettert - wie nach dem Berufseinstieg - in einer Halle nach oben.

Die Generation Y, der zwischen 1980 und 1999 Geborenen, ist durch Probleme beim Berufseinstieg geprägt. Die Konsequenzen sind ein Gefühl der Unsicherheit und Angst um den Arbeitsplatz. Die unter 35-Jährigen Millenials denken zudem überwiegend individualistisch, zeigt eine von der Hans-Böckler-Stiftung geförderte Studie.

Bildung auf einen Blick 2016: Start ins Berufsleben funktioniert

Blick auf Berufseinstieg: Der Gesichtsausschnitt einer Frau mit Auge und Augenbraue.

Die aktuelle OECD-Studie „Bildung auf einen Blick 2016“ bestätigt: Die deutsche Erwerbslosenquote liegt in allen Bildungsbereichen unter dem OECD-Durchschnitt. Das berufliche Bildungssystem in Deutschland beweist seine Stärke durch den reibungslosen Übergang von der Ausbildung in den Beruf. Der Bericht zeigt, wer einen Studienabschluss ergreift, hat einen Gehaltsvorteil von mehr als 50 Prozent. Im Ländervergleich sind in Deutschland besonders MINT-Studiengänge beliebt.

Vitamin-B beim Berufseinstieg der Königsweg

Eine goldene selbstgebastelte Krone symbolisiert die kostbaren Beziehungen beim Berufseinstieg.

Hochschulabsolventen, die über persönliche Kontakte ihre erste Stelle finden, erzielen höhere Gehälter, haben bessere Aufstiegschancen und bleiben diesem Arbeitgeber länger treu, so lautet das Ergebnis einer Absolventenbefragung vom Bayerischen Staatsinstitut für Hochschulforschung.

JobTrends 2017: Gute Jobaussichten für Wirtschaftswissenschaftler

Screenshot: Jobtrends-Studie 2017 von Kienbaum und Staufenbiel.

Was Berufseinsteiger im Jahr 2017 wissen müssen, dem ist die JobTrends-Studie von Staufenbiel und Kienbaum nachgegangen. Personaler checken Bewerbungen oft nur in maximal fünf Minuten. In nur sechs Prozent der Fälle googlen Entscheider den Namen der Bewerber. Punkten können Absolventen beim Berufseinstieg eher mit Praxiserfahrung als mit einem guten Studienabschluss. Beim Gehalt können Berufseinsteiger aktuell fünf bis zehn Prozent mehr heraushandeln.

Junge Menschen starten immer später ins Berufsleben

Ein Gemälde an einer geschlossenen Garage von Menschen, die in einer Kneipe sitzen und der Schrift:...what else?!

Anteil der Erwerbstätigen unter den jungen Menschen im Alter von 15 bis 29 Jahren von April 1991 bis Mai 2003 deutlich von 63% auf 48% gesunken.

Antworten auf Wirtschaft hält wenig von Bachelor-Absolventen

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