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Berufseinstieg im AuslandSpanien

Arbeiten in Spanien - wie realistisch?

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WiWi Gast

Arbeiten in Spanien - wie realistisch?

Also, wir wissen ja alle, dass Spanien zur Zeit nicht die rosigsten Aussichten bzgl. Arbeit hat. Aber was tut man, wenn man trotzdem gerne als Lebensort Spanien vor Augen hat?

Wie machbar ist es, sich hier in Deutschland in spanische Unternehmen zu bewerben mit einem BA BWL, sagen wir in den Consulting oder Einkaufsbereich eines produzierenden Unternehmens, einen Arbeitsvertrag zu unterschreiben und dann nach Spanien umzuziehen? Oder sollte man eher den Konzernweg anstreben, z.B. in einen internationalen Konzern einsteigen und sich dann von dort nach Spanien verlegen lassen. Ist es möglich, so quasi mit einem deutschen Gehalt anzufangen und dann dieses Gehaltniveau zu erhalten, falls man nach Spanien verlegt wird?

Schreibt eure Rückmeldung, dieser Thread ist für all die Leute, die schon mal in Spanien waren/gearbeitet hatten/ einmal komplett in ein anderes Land zum Leben umgezogen sind

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WiWi Gast

Re: Arbeiten in Spanien - Arbeitsmarkt, Gehalt, Erfahrungen

Studiere momentan an einer guten Business School in Spanien. Die Lage ist nach wie vor schwierig für Berufsanfänger vor allem für ganz junge mit Bachelor. Sprachlich musst du momentan spanisch fließend sprechen können, es sei denn du kommst als Expat und selbst dann muss es zumindest gut sein, da viele Spanier nicht gut genug Englisch können...

Gehaltstechnisch sieht es mau aus. Bachelor steigen bei Top-Firmen mit 28-35k ein, wobei 35k Firmen wie McKisney sind. Ein Durchschnittsabsolvent fängt heute wenn er einen Job bekommt mit ca. 15k ein, aber auch Praktika für 500-800? monatlich gibt es zu genüge, was in Barcelona und Madrid nie zum Leben reicht außer Mama und Papa wohnen hier. Preisniveaus ist ähnlich deutscher Großstädte selbst jetzt in der Krise.

Es ist ein cooles Land, hohe Lebensqualität, aber Gehaltsniveau ist mickrig und momentan die Chancen wirklich hart. Eine Möglichkeit die es jedoch gibt ist der Einstieg über deutsche Startups die expandieren. Momentan suchen hier Lendico, aber auch Westwing und andere. Das wäre ggf. eine Option...

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WiWi Gast

Re: Arbeiten in Spanien - wie realistisch?

Es gibt einige int. Konzerne bei denen du in verschiedenen Europäischen Ländern einsteigen kannst. Kommt immer auf den genauen Bereich in den du möchtest. Hatte zB ein Interview für ein int. Controlling Programm das u.a. in Spanien und anderen Ländern stattgefunden hätte. Einfach mal große Unternehmenswebseiten Dax/Mdax und Portale nach internationalen Job Angeboten durchsuchen.

Warum sollte dir ein höheres Gehalt gezahlt werden als Kollegen mit gleicher Qualifikation, wenn du am gleichen Standort lebst? Als Suchmaschinen Programmierer in Kambodscha für dt. Firmen vielleicht aber ansonsten...

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WiWi Gast

Re: Arbeiten in Spanien - wie realistisch?

Warum sollte dir ein höheres Gehalt gezahlt werden als Kollegen mit gleicher Qualifikation, wenn du am gleichen Standort lebst? Als Suchmaschinen Programmierer in Kambodscha für dt. Firmen vielleicht aber ansonsten...

Ich dachte da eher dass es so läuft: in Konzern auf einen deutschen Standort mit deutschem Gehaltsniveau einsteigen, dann nach einer Weile intern für einen spanischen Standort bewerben und verlegen lassen. Falls das gewährt wird, werden die doch nicht im Ernst sagen "so, ok, und jetzt kürzen wir Ihr Gehalt mal um die Hälfte, ist doch nur fair gegenüber ihren Kollegen" oder?

Bachelor steigen bei Top-Firmen mit 28-35k ein

ich hab gelesen, dass in Spanien weniger Steuern aufs Einkommen anfallen, weshalb tendenziell mehr Netto vom Brutto bleibt? aber um wie viel mehr?

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WiWi Gast

Re: Arbeiten in Spanien - wie realistisch?

Kann sein das die Steuern ein bisschen geringer sind, aber macht net viel aus bei dem Gehaltsniveau. Nicht umsonst leben die meisten Spanier in Madrid oder Barcelona bis Ende Zwanzig noch daheim oder zumindest in einer WG, da sie sonst gar nichts sparen könnten.

Bzgl. großer Konzerne, wenn du nur kurze Auslandsstation hast dann werden sie Dein Gehalt grob beibehalten, wenn du dauerhaft wechselst eher dir nen lokalen Vertrag geben, der auch Gehaltsabstriche bedeuten kann. Auf jeden Fall bei Berufsanfängern, beim CEO mag das anders laufen ;-)

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WiWi Gast

Re: Arbeiten in Spanien - wie realistisch?

Burger King hat die Europazentrale in Madrid und sucht auch immer Trainees. Gehalt ist 30000 zu Beginn, was in Spanien rund 2k netto sind. Also fuer das Land echt gut aber ich hab es trotzdem nicht angenommen..

Also, wir wissen ja alle, dass Spanien zur Zeit nicht die
rosigsten Aussichten bzgl. Arbeit hat. Aber was tut man, wenn
man trotzdem gerne als Lebensort Spanien vor Augen hat?

Wie machbar ist es, sich hier in Deutschland in spanische
Unternehmen zu bewerben mit einem BA BWL, sagen wir in den
Consulting oder Einkaufsbereich eines produzierenden
Unternehmens, einen Arbeitsvertrag zu unterschreiben und dann
nach Spanien umzuziehen? Oder sollte man eher den Konzernweg
anstreben, z.B. in einen internationalen Konzern einsteigen
und sich dann von dort nach Spanien verlegen lassen. Ist es
möglich, so quasi mit einem deutschen Gehalt anzufangen und
dann dieses Gehaltniveau zu erhalten, falls man nach Spanien
verlegt wird?

Schreibt eure Rückmeldung, dieser Thread ist für all die
Leute, die schon mal in Spanien waren/gearbeitet hatten/
einmal komplett in ein anderes Land zum Leben umgezogen sind

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WiWi Gast

Re: Arbeiten in Spanien - wie realistisch?

Habs mal in einem Rechner gecheckt. Abgaben und Steuern sind tatsächlich einiges geringer, so dass 40k Deutschland ca. 33k Spanien entsprechen. Allerdings bin ich nicht genau sicher wie Krankenversicherung und Rente da schon berücksichtigt sind. Bei den höheren Gehältern nivelliert sich der Unterschied jedoch. Zudem gab es wohl lange eine Ausnahme für Expats, die mit geringeren Steuerregelungen gelockt wurden für einige Jahre.

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WiWi Gast

Re: Arbeiten in Spanien - wie realistisch?

Hmm, naja ist zumindest eine Überlegung wert. Weiß einer bescheid ob es möglich ist, nicht unbedingt in den überfülltesten Städten wegen Miete etc. zu verarmen? Ich meine, Barcelona und Madrid haben ja einige Mio einwohner, da ist ist wahrscheinlich genau dasselbe wie in Berlin, London etc: teure Mieten, überfüllt, Dauerstau in der Stadtmitte. Allerdings haben Valencia, Murcia & Co schon humanere Einwohnerzahlen.

Überhaupt jemand schon mal Spanien-Erfahrungen gemacht oder mitbekommen?

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WiWi Gast

Re: Arbeiten in Spanien - wie realistisch?

bump zur vorherigen Frage

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WiWi Gast

Re: Arbeiten in Spanien - wie realistisch?

bump2

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WiWi Gast

Re: Arbeiten in Spanien - wie realistisch?

Lady Bump. Meine Guete, es ist doch ganz einfach. Warum wohl kommen die Spanier alle nach D (Berlin)??

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WiWi Gast

Re: Arbeiten in Spanien - wie realistisch?

Hallo zusammen,
ich studiere derzeit in Spanien und bin gerade dabei meine Abschlussarbeit in einem spanischen Unternehmen in Barcelona zu schreiben.
Die Situation hat sich kaum verändert.
Einstiegsgehälter gehen eher weiter zurück als dass sie sich ein wenig angleichen. Das normal Einstiegsgehalt von einem Masterstudenten sind derzeit 24-27000 Euro im Jahr was netto im Monat ca.1550 Euro (bei 24000) sind. Viele meiner Freunde haben sogar mit 19-21k angefagen. Das geht aber nur, wenn man noch zu Hause wohnen kann. Zudem werden nicht deutsche Absolventen gesucht. Die Situation ist wirklich deprimierend derzeit. Dies wirkt sich natürlich auch auf das Arbeitsleben aus. Absolventen machen eigtl. jeden Tag Überstunden (was okay ist, wenn es eine Perspektive geben würde) und werden nicht gerade "ernst" genommen auf der Arbeit.
Ich würde sehr gerne in Spanien bleiben, jedoch glaube ich, dass es zur Zeit besser ist, sich eine Arbeitsstelle in Deutschland zu suchen. Falls es dann ein gutes Arbeitsangebot aus Spanien gibt, kann man immer noch zurück.

Zu Barcelona/Madrid ist teuer und Valencia/Murcia billig.
Das ist recht einfach: B/M=Arbeit/normales Einkommen, Val/MUr=keine Arbeit/Einkommen niedriger

Ich hoffe, ich konnte ein wenig weiterhelfen.
Falls jemand deutsche Firmen kennt, die in Spanien Leute suchen, immer her damit :) (Lidl,Aldi,Siemens etc.) sind bekannt.

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WiWi Gast

Re: Arbeiten in Spanien - wie realistisch?

Nochmal - welchen Grund sollte ein deutsches Unternehmen haben, einen deutschen Absolventen (ggf sogar ohne Spanischkenntnisse) zum deutschen Gehalt nach Spanien zu schicken?!?!

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WiWi Gast

Re: Arbeiten in Spanien - wie realistisch?

eben... das Lohnniveau ist doch da ganz entscheidend. Was die Leute hier wollen, ist doch eine Entsendung nach Spanien. Da hat man dann beides: Spanien und hohes Lohnniveau.

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DAX Einkäufer

Re: Arbeiten in Spanien - wie realistisch?

"Nochmal - welchen Grund sollte ein deutsches Unternehmen haben, einen deutschen Absolventen (ggf sogar ohne Spanischkenntnisse) zum deutschen Gehalt nach Spanien zu schicken?!?!"

Was ist das für eine ketzerische Frage...! Der Grund "der Absolvent will an einem schönen und sonnigen Ort leben, aber mehr Geld verdienen als die anderen Leute dort" sollte doch ausreichen!

;)

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WiWi Gast

Re: Arbeiten in Spanien - wie realistisch?

Ja, gut, es geht nicht um die Motivation des Kandidatens, sondern warum das UNTERNEHMEN das machen sollte (macht ja keener).

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DAX Einkäufer

Re: Arbeiten in Spanien - wie realistisch?

"Ja, gut, es geht nicht um die Motivation des Kandidatens, sondern warum das UNTERNEHMEN das machen sollte (macht ja keener)."

Dementsprechend zynisch war meine Antwort.

Unternehmerisch und wirtschaftlich denken können die meisten Mitglieder dieses Forums doch nur, solange es nicht um ihr eigenes Gehalt geht. Geht es um das eigene Gehalt, werden plötzlich ganz andere Argumente herangezogen ("wieso gibt es keine Jobs, bei denen ich ohne Überstunden 100.000 Euro verdiene?").

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WiWi Gast

Re: Arbeiten in Spanien - wie realistisch?

WiWi Gast schrieb am 22.04.2014:

Lady Bump. Meine Guete, es ist doch ganz einfach. Warum wohl kommen die Spanier alle nach D (Berlin)??

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WiWi Gast

Re: Arbeiten in Spanien - wie realistisch?

Arbeiten in Spanien wäre auch mein Favorit, aber deren Jobmarkt ist einfach unglaublich schlecht. Zum einen dumpen Zuwanderer aus Mexiko und Mittelamerika die Löhne, da sie dort relativ viel verdienen im Vergleich zur Heimat (und überweisen dann entsprechend hohe Summen in die Heimat zurück). Zum anderen ist die Sprachbarriere (englische Jobs so gut wie unmöglich). Und zu allerletzt ist der Markt an sich sehr begrenzt was Jobs angeht. Gleichzeitig hat man in Madrid und BARC einen sehr angespannten Wohnungsmarkt. Beispiel in Madrid, 3 Zimmer WG in der Nähe einer U-Bahnstation (ca. 500m Fußweg) für jeweils 500 EUR (1.500 EUR Gesamtmiete). Klar zahlt man weniger Steuern, aber das gleicht auf keinen Fall nur annähernd nicht den Bruttogehaltsunterschied aus.

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WiWi Gast

Re: Arbeiten in Spanien - wie realistisch?

Ich habe bis vor ein paar Jahren bei einer IB in Barcelona gearbeitet. Tolle Stadt und Land und Leute deutlich sympathischer/angenehmer als in Deutschland. Meine Freundin lebte und arbeitete auf Mallorca. Von daher passte alles. Mittlerweile arbeite ich in Frankfurt und fliege am WE nach Mallorca. Meine Freundin ist mittlerweile meine Frau und wir leben dort in einem kleinen Häuschen, fernab der ganzen Touristenscharen. Montags morgens geht es im Flieger wieder nach Frankfurt.

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WiWi Gast

Re: Arbeiten in Spanien - wie realistisch?

PUSH jemand weitere Erfahrungen? Wie sieht es mit einigen Jahren Berufserfahrung aus, ist die Situation dann besser (vorausgesetzt man spricht Spanisch fließend)?

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