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Berufseinstieg im AuslandAuswandern

Auswandern wegen Immobilien - schafft sich Deutschland wegen fehlendem Wohnraum selber ab?

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WiWi Gast

Auswandern wegen Immobilien - schafft sich Deutschland wegen fehlendem Wohnraum selber ab?

Ich habe es gestern kurz angerissen:
Ich kriege heute von 121 Euro, die ich verdiene, 100 Euro brutto ausgezahlt (Lohnnebenkosten).
Mein pers. Steuersatz liegt bei 35%, netto kommen also 65 Euro bei mir an (Rente, Sozialversicherung, etc.).
Anschließend zahle ich noch auf (fast) alle Ware und Dienstleistungen 19% (MWSt.).
Mir bleiben also 52,65 Euro von 121 Euro (s.o.), sprich: 43,5 Prozent dessen, was mein Arbeitgeber für mich ausgibt.

Deshalb bin ich nicht reich: Wenn ich zu meinem Brutto-Gehalt von etwa 130.000 die LNK addiere, lande ich bei 157.300 echten Kosten fürs Unternehmen.
Netto kriege ich allerdings "nur" 84.500 und muss anschließend bei allem, was ich kaufe noch die MWSt. abziehen, habe also "steuerfrei" 68.500 zur Verfügung. Ich habe also ein Delta von fast 90.000 an Steuern zwischen echten Unternehmenskosten und Netto-Einsatzwert meines Gehaltes.

Würde ich (Utopie, das ist mir klar) jeden Monat genau diese 7.500 zusätzlich zum Investieren haben, wäre ich nach 10 Jahren des Investierens vermögend... Tatsächlich trage ich 4 Immobilien ab, lebe ordentlich, und packe 1.000 ins Depot. Ich werde also bei Renteneintritt ein Immobilienvermögen von 1,5 Mio. und ein Depot von vielleicht 1-2 Mio. haben (wenn es bei der o.g. Konstellation bleibt), habe aber von heute an noch knapp 30 Jahre lang jährlich 90.000 echte Euro Steuern gezahlt. Zur Belohnung gibt es dann aber eine saftige Rente von, Stand heute, etwas mehr als 3.000. Die werde ich dann aber ebenso versteuern dürfen... <3

Die Berechnung der Lohnebenkosten mit 1,21 passt für Einkommen unter den Beitragsbemessungsgrenzen. Mit deinen 130k brutto bist du da weit drüber.

Bei dem Einkommen kannst du dich auch aus der gesetzlichen Krankenversicherung verabschieden, die du ja als Steuer ansiehst. Dann wirst du aber feststellen, dass die privaten Alternativen nicht unbedingt billiger sind, insbesondere im Alter und mit Familie.

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WiWi Gast

Auswandern wegen Immobilien - schafft sich Deutschland wegen fehlendem Wohnraum selber ab?

WiWi Gast schrieb am 13.09.2021:

(...)Fahr mal von Mainz eine Stunde in den Hunsrück oder von Berlin aus eine Stunde nach Brandenburg, da gibt es viele Immobilien super günstig!

Absolut korrekt.

Im gelobten Land USA würde man dann 1 h Fahrt locker in Kauf nehmen, in Australien auch.

Die fehlende Zug- oder S-Bahnverbindung spielt dann auf einmal auch keine Rolle mehr. In Deutschland ist das Haus ohne Hauptbahnhof mit mindestens zwei Zugsystemen (ICE + S-Bahn) vor der Haustür aber sowas von unattraktiv, geht gar nicht...

Dass man im Umkreis jeder beliebigen Stadt in Deutschland ein EFH für max. 400k bekommt, interessiert nicht. Dass dieses Haus im Gegensatz zum Holzständerhaus in den USA 100 Jahre hält und vererbt werden kann, interessiert auch keinen. Der Deutsche ist halt verwöhnt.

Die enorme internationale Nachfrage nach der eigenen Qualifikation, für die jede Klitsche 100k+ € auf den Tisch legt, ist schon verlockend. Es bleiben davon auch mindestens 90k € netto übrig, wohlgemerkt nach Abzug der Kosten für die Krankenversicherung, das Studium der Kinder und die üppige Rente, die dort schon mit 55 beginnt.

Auf gehts ins Traumland...
Deutschland ist quasi schon ein failed state :)

Bitte, finde ein Haus für 400k in/um Augsburg das nicht renovierungsbedürftig ist.

antworten
WiWi Gast

Auswandern wegen Immobilien - schafft sich Deutschland wegen fehlendem Wohnraum selber ab?

WiWi Gast schrieb am 14.09.2021:

WiWi Gast schrieb am 13.09.2021:

(...)Fahr mal von Mainz eine Stunde in den Hunsrück oder von Berlin aus eine Stunde nach Brandenburg, da gibt es viele Immobilien super günstig!

Absolut korrekt.

Im gelobten Land USA würde man dann 1 h Fahrt locker in Kauf nehmen, in Australien auch.

Die fehlende Zug- oder S-Bahnverbindung spielt dann auf einmal auch keine Rolle mehr. In Deutschland ist das Haus ohne Hauptbahnhof mit mindestens zwei Zugsystemen (ICE + S-Bahn) vor der Haustür aber sowas von unattraktiv, geht gar nicht...

Dass man im Umkreis jeder beliebigen Stadt in Deutschland ein EFH für max. 400k bekommt, interessiert nicht. Dass dieses Haus im Gegensatz zum Holzständerhaus in den USA 100 Jahre hält und vererbt werden kann, interessiert auch keinen. Der Deutsche ist halt verwöhnt.

Die enorme internationale Nachfrage nach der eigenen Qualifikation, für die jede Klitsche 100k+ € auf den Tisch legt, ist schon verlockend. Es bleiben davon auch mindestens 90k € netto übrig, wohlgemerkt nach Abzug der Kosten für die Krankenversicherung, das Studium der Kinder und die üppige Rente, die dort schon mit 55 beginnt.

Auf gehts ins Traumland...
Deutschland ist quasi schon ein failed state :)

Bitte, finde ein Haus für 400k in/um Augsburg das nicht renovierungsbedürftig ist.

Scoud-ID 129624940 sieht doch ganz nett aus. 225 qm Wohnfläche, neue Heizung in 2021. Ca. 45 Minuten pro Weg nach Augsurg-Innenstadt. 427.000 Euro. Okay, ist jetzt 27k über Budget, aber evtl. ist ja noch Verhandlungsspielraum.

Es gibt noch einigere etwas preiswertere, die sind dann "altbacken", aber nicht renovierungsbedürftig. Das obere Beispiel ist schon recht modern (im Vergleich zum Durchschnitt aller mietbaren Objekte), auch wenn es keine fancy Bauhaus-Villa aus dem Jahr 2021 ist.

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WiWi Gast

Auswandern wegen Immobilien - schafft sich Deutschland wegen fehlendem Wohnraum selber ab?

Gerade im ländlichen aber stadtnahen Bereich sind es immer unsanierte Objekte und mit Grundstück bist du da locker bei 500-600k. Da kommen dann 150k Sanierungskosten obendrauf.

WiWi Gast schrieb am 14.09.2021:

Bitte, finde ein Haus für 400k in/um Augsburg das nicht renovierungsbedürftig ist.

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WiWi Gast

Auswandern wegen Immobilien - schafft sich Deutschland wegen fehlendem Wohnraum selber ab?

WiWi Gast schrieb am 14.09.2021:

WiWi Gast schrieb am 13.09.2021:

(...)Fahr mal von Mainz eine Stunde in den Hunsrück oder von Berlin aus eine Stunde nach Brandenburg, da gibt es viele Immobilien super günstig!

Absolut korrekt.

Im gelobten Land USA würde man dann 1 h Fahrt locker in Kauf nehmen, in Australien auch.

Die fehlende Zug- oder S-Bahnverbindung spielt dann auf einmal auch keine Rolle mehr. In Deutschland ist das Haus ohne Hauptbahnhof mit mindestens zwei Zugsystemen (ICE + S-Bahn) vor der Haustür aber sowas von unattraktiv, geht gar nicht...

Dass man im Umkreis jeder beliebigen Stadt in Deutschland ein EFH für max. 400k bekommt, interessiert nicht. Dass dieses Haus im Gegensatz zum Holzständerhaus in den USA 100 Jahre hält und vererbt werden kann, interessiert auch keinen. Der Deutsche ist halt verwöhnt.

Die enorme internationale Nachfrage nach der eigenen Qualifikation, für die jede Klitsche 100k+ € auf den Tisch legt, ist schon verlockend. Es bleiben davon auch mindestens 90k € netto übrig, wohlgemerkt nach Abzug der Kosten für die Krankenversicherung, das Studium der Kinder und die üppige Rente, die dort schon mit 55 beginnt.

Auf gehts ins Traumland...
Deutschland ist quasi schon ein failed state :)

Bitte, finde ein Haus für 400k in/um Augsburg das nicht renovierungsbedürftig ist.

Um Augsburg geht es noch. Versuch mal um Frankfurt/München.

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WiWi Gast

Auswandern wegen Immobilien - schafft sich Deutschland wegen fehlendem Wohnraum selber ab?

Es wäre zunächst mal wichtig beim Immobilienkauf die Herkunft des Geldes zu überprüfen. Viel zu oft wird in Deutschland Geld gewaschen durch Häuserkauf. Das treibt vor allemn in den Städten die Preise.
Zusätzlich ist es ein Unding Immobilien als Wertanlage zu missbrauchen. Es gibt außerdem viel bessere Anlagemöglichkeiten, z.B. die Börse. Deshalb sollte man den Immobilienspekulanten einen Riegel vorschieben.

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WiWi Gast

Auswandern wegen Immobilien - schafft sich Deutschland wegen fehlendem Wohnraum selber ab?

WiWi Gast schrieb am 14.09.2021:

(...)Fahr mal von Mainz eine Stunde in den Hunsrück oder von Berlin aus eine Stunde nach Brandenburg, da gibt es viele Immobilien super günstig!

Absolut korrekt.

Im gelobten Land USA würde man dann 1 h Fahrt locker in Kauf nehmen, in Australien auch.

Die fehlende Zug- oder S-Bahnverbindung spielt dann auf einmal auch keine Rolle mehr. In Deutschland ist das Haus ohne Hauptbahnhof mit mindestens zwei Zugsystemen (ICE + S-Bahn) vor der Haustür aber sowas von unattraktiv, geht gar nicht...

Dass man im Umkreis jeder beliebigen Stadt in Deutschland ein EFH für max. 400k bekommt, interessiert nicht. Dass dieses Haus im Gegensatz zum Holzständerhaus in den USA 100 Jahre hält und vererbt werden kann, interessiert auch keinen. Der Deutsche ist halt verwöhnt.

Die enorme internationale Nachfrage nach der eigenen Qualifikation, für die jede Klitsche 100k+ € auf den Tisch legt, ist schon verlockend. Es bleiben davon auch mindestens 90k € netto übrig, wohlgemerkt nach Abzug der Kosten für die Krankenversicherung, das Studium der Kinder und die üppige Rente, die dort schon mit 55 beginnt.

Auf gehts ins Traumland...
Deutschland ist quasi schon ein failed state :)

Bitte, finde ein Haus für 400k in/um Augsburg das nicht renovierungsbedürftig ist.

Um Augsburg geht es noch. Versuch mal um Frankfurt/München.

Selbst in Augsburg kannst du das vergessen. Schau dir die Hausangebote mal an. Da werden selbst Bruchbuden teilweise für knapp 600k angeboten...

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WiWi Gast

Auswandern wegen Immobilien - schafft sich Deutschland wegen fehlendem Wohnraum selber ab?

WiWi Gast schrieb am 14.09.2021:

Ich habe es gestern kurz angerissen:
Ich kriege heute von 121 Euro, die ich verdiene, 100 Euro brutto ausgezahlt (Lohnnebenkosten).
Mein pers. Steuersatz liegt bei 35%, netto kommen also 65 Euro bei mir an (Rente, Sozialversicherung, etc.).
(...)

Tja, du unterschlägst so einiges:

  1. Bei einem Verdienst über der BBG erwirbst du auch einen lebenslangen Rentenanspruch von über 60 €/Monat (rund 2 Rentenpunkte p. a.) bei einer Einzahlung von rund 1300 €/Monat (AG+AN-Anteil)
  2. du unterschlägst deine pot. Leistungen aus der gesetzlichen KV
  3. du unterschlägst deine pot. Leistungen aus der PV (aktuell bis zu 2000 €/Monat Zuschuss)
  4. du unterschlägst deine pot. Leistungen aus der Arbeitslosenversicherung (Kurzarbeit)
  5. du unterschlägst die Kosten für deine Schul- und ggf. Hochschulausbildung im Wert von mehreren zehntausend Euro
  6. du unterschlägst die Kosten für die öffentliche Verwaltung, Infrastruktur, Sicherheit, Gerichte, usw.

Die meisten der o. g. Kosten musst du im Ausland privat bezahlen, dafür zahlst du weniger Abgaben. Als junger, gesunder Mensch ist der Deal dort oft besser, aber spätestens so mit Mitte 40 kippt das Ganze.

Ansonsten kann man hier die typischen Reaktionen beobachten:
Haus in Frankfurt/München ist zu teuer - Deutschland schafft sich ab
Abgaben-Milchmädchenrechnung s. o. - Deutschland schafft sich ab
Als Top-Performer verdient man woanders mehr - Deutschland schafft sich ab

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WiWi Gast

Auswandern wegen Immobilien - schafft sich Deutschland wegen fehlendem Wohnraum selber ab?

WiWi Gast schrieb am 14.09.2021:

Scoud-ID 129624940 sieht doch ganz nett aus. 225 qm Wohnfläche, neue Heizung in 2021. Ca. 45 Minuten pro Weg nach Augsurg-Innenstadt. 427.000 Euro. Okay, ist jetzt 27k über Budget, aber evtl. ist ja noch Verhandlungsspielraum.

Es gibt noch einigere etwas preiswertere, die sind dann "altbacken", aber nicht renovierungsbedürftig. Das obere Beispiel ist schon recht modern (im Vergleich zum Durchschnitt aller mietbaren Objekte), auch wenn es keine fancy Bauhaus-Villa aus dem Jahr 2021 ist.

Das ist:

  1. eine DHH
  2. über 50km von Augsburg weg, 1h einfach in eine Richtung, macht 22tkm nur Arbeitsweg
  3. im Dorf nebenan steht ein Atomkraftwerk
  4. ist mit NK näher an den 500k als an den 400k

In Augsburg gibt es bis 400k 0 Treffer, 15km Umkreis 8 (alle ein Fiasko)

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WiWi Gast

Auswandern wegen Immobilien - schafft sich Deutschland wegen fehlendem Wohnraum selber ab?

Ich verstehe die Vergleiche nicht mit Paris unsw. Du kannst doch ludwigshafen nicht mit Paris vergleichen 😄. Man kann aber unter dem preislichen Aspekt gerne mal einen Vergleich mit madrid oder Dubai oder madeira ziehen. Da bekommst du für 500k wirklich was geboten. Hier in ludwigshafen/Mannheim bekommst du wie schon so oft erwähnt Schrott auf erbpacht für 500k. Bis die Dinger bewohnbar sind bist hier bei 600-700k zumindest der Otto normal muss das investieren der keine freunde aus litauen oder Aserbaidschan hat. Und dann bist du immernoch in Mannheim Stadt mkt der geringsten Lebenserwartung in Deutschland. In Zeiten von Homeoffice werden sich wohl immer mehr junge Leute fragen müssen ob Sie nicht Auswandern. In Länder wo es was für das geld gibt. Man darf auch nicht außer Acht lassen das die automobil Industrie und die Tourismus Industrie unsw darunter leidet oder zumindest mwhr Umsätzen könnten. Jemand der auf krampf finanziert der hat kein Geld mehr für einen dicken benz oder nen schönen Urlaub 3 mal im Jahr. Das war vor 10 Jahren alles noch möglich mit einem überdurchschnittlichen Einkommen. Heute ist das unwahrscheinlich ohne Erbe. Auch wenn du gutes Geld verdienst. Meine Prognose durch meine beobachtungen am Markt sind für mich eindeutig. Der höchstand ist erreicht zumindest hier in Mannheim. Leerstand und Preisnachlässe in 200k schritten habe ich schon zu häufig beobachtet. 2 fache Mietpreissenkungen innerhalb 2 Monaten in neubaugebieten auch schon erlebt. Der Markt ist überbewertet. Jeder der jetzt in eine neue Miet oder in Eigentum umzieht macht einen Fehler. Das ist meine Meinung muss jeder selbst wissen.

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WiWi Gast

Auswandern wegen Immobilien - schafft sich Deutschland wegen fehlendem Wohnraum selber ab?

Immobilien sind in der Tat nahezu unbezahlbar geworden. Wenn ich weiter oben von 400k für ein EFH lese, muss ich wahlweise lachen oder weinen.

Wir suchen z. B. im halben Ruhrgebiet nach solchen Immobilien. Darunter so illustre Weltstädte wie Herne oder Gelsenkirchen. Orte, die ich vor ein paar Jahren noch kategorisch ausgeschlossen hätte.

Und sogar dort geht unter 500k (inkl. Nebenkosten eher 600k) eigentlich nichts, was in Richtung EFH geht. Soll das Grundstück dann auch noch etwas mehr als 150qm haben, sind auch 700k keine Unmöglichkeit. Die genannten 400k sind schon für Reihenhäuser günstig geworden.

Ehrlich, ich habe keine Ahnung, wer sich das noch leisten können soll. Ohne Erbe geht hier doch nix.

Ob es im Ausland aber so viel besser ist, wage ich zu bezweifeln. Ähnliche Geschichten und Entwicklungen liest man doch aus allen westlichen Ländern. Egal ob nun UK, USA, Schweiz oder BRD.

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WiWi Gast

Auswandern wegen Immobilien - schafft sich Deutschland wegen fehlendem Wohnraum selber ab?

Vor ca. 10 Jahren war zwar ein besonders guter Kaufzeitpunkt im langjährigen Vergleich.
Bei den früher niedrigeren Immobilienpreisen sollte man allerdings beachten,

  • dass damals auch die Zinsen noch deutlich höher waren. Ein Kredit über 300k bei 4% Zinssatz und 2% Tilgung ergibt die gleiche monatliche Rate (1500 Euro) wie ein Kredit über 600k bei 1% Zinssatz und 2% Tilgung.
  • Banken oft nur max. 80% finanziert haben - heute dagegen werden oft 100-110%-Finanzierungen angeboten.
  • Die Gehälter nominal im Lauf der Jahre gestiegen sind.

WiWi Gast schrieb am 13.11.2021:

Immobilien sind in der Tat nahezu unbezahlbar geworden. Wenn ich weiter oben von 400k für ein EFH lese, muss ich wahlweise lachen oder weinen.

Wir suchen z. B. im halben Ruhrgebiet nach solchen Immobilien. Darunter so illustre Weltstädte wie Herne oder Gelsenkirchen. Orte, die ich vor ein paar Jahren noch kategorisch ausgeschlossen hätte.

Und sogar dort geht unter 500k (inkl. Nebenkosten eher 600k) eigentlich nichts, was in Richtung EFH geht. Soll das Grundstück dann auch noch etwas mehr als 150qm haben, sind auch 700k keine Unmöglichkeit. Die genannten 400k sind schon für Reihenhäuser günstig geworden.

Ehrlich, ich habe keine Ahnung, wer sich das noch leisten können soll. Ohne Erbe geht hier doch nix.

Ob es im Ausland aber so viel besser ist, wage ich zu bezweifeln. Ähnliche Geschichten und Entwicklungen liest man doch aus allen westlichen Ländern. Egal ob nun UK, USA, Schweiz oder BRD.

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WiWi Gast

Auswandern wegen Immobilien - schafft sich Deutschland wegen fehlendem Wohnraum selber ab?

WiWi Gast schrieb am 13.11.2021:

Immobilien sind in der Tat nahezu unbezahlbar geworden. Wenn ich weiter oben von 400k für ein EFH lese, muss ich wahlweise lachen oder weinen.

Wir suchen z. B. im halben Ruhrgebiet nach solchen Immobilien. Darunter so illustre Weltstädte wie Herne oder Gelsenkirchen. Orte, die ich vor ein paar Jahren noch kategorisch ausgeschlossen hätte.

Und sogar dort geht unter 500k (inkl. Nebenkosten eher 600k) eigentlich nichts, was in Richtung EFH geht. Soll das Grundstück dann auch noch etwas mehr als 150qm haben, sind auch 700k keine Unmöglichkeit. Die genannten 400k sind schon für Reihenhäuser günstig geworden.

Ehrlich, ich habe keine Ahnung, wer sich das noch leisten können soll. Ohne Erbe geht hier doch nix.

Ob es im Ausland aber so viel besser ist, wage ich zu bezweifeln. Ähnliche Geschichten und Entwicklungen liest man doch aus allen westlichen Ländern. Egal ob nun UK, USA, Schweiz oder BRD.

EFH? In Frankfurt zahlt man das für eine 1-2 Zimmer Wohnung in einem okayen Gebiet etwas außerhalb.

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WiWi Gast

Auswandern wegen Immobilien - schafft sich Deutschland wegen fehlendem Wohnraum selber ab?

Man muss die hässlichen Entlein finden.

Wir haben ein Reiheneckhaus, 170 qm Wohnfläche mit 350 qm Grundstück in einer G7-Stadt für unter 500.000 € gefunden und gekauft. Klar, es musste was gemacht werden.
100.000 € reingesteckt und jetzt haben wir u.a. neues Elektronik, neueste Heiztechnik, neueste Bodenbeläge etc. Wir haben auch viel in Eigenregie gemacht.
Wenn ich mir nun vergleichbare Häuser bei Immoscout anschaue, könnten wir unser Haus wohl (inkl. Nebenkosten) mit Gewinn verkaufen.

Klar, wenn man ein bezugsfertiges Haus haben will, wird es nichts. Man muss das Potential erkennen und dann was draus machen. Quasi Geschäftschancen ergreifen.

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WiWi Gast

Auswandern wegen Immobilien - schafft sich Deutschland wegen fehlendem Wohnraum selber ab?

WiWi Gast schrieb am 13.11.2021:

Immobilien sind in der Tat nahezu unbezahlbar geworden. Wenn ich weiter oben von 400k für ein EFH lese, muss ich wahlweise lachen oder weinen.

Wir suchen z. B. im halben Ruhrgebiet nach solchen Immobilien. Darunter so illustre Weltstädte wie Herne oder Gelsenkirchen. Orte, die ich vor ein paar Jahren noch kategorisch ausgeschlossen hätte.

Und sogar dort geht unter 500k (inkl. Nebenkosten eher 600k) eigentlich nichts, was in Richtung EFH geht. Soll das Grundstück dann auch noch etwas mehr als 150qm haben, sind auch 700k keine Unmöglichkeit. Die genannten 400k sind schon für Reihenhäuser günstig geworden.

Ehrlich, ich habe keine Ahnung, wer sich das noch leisten können soll. Ohne Erbe geht hier doch nix.

Ob es im Ausland aber so viel besser ist, wage ich zu bezweifeln. Ähnliche Geschichten und Entwicklungen liest man doch aus allen westlichen Ländern. Egal ob nun UK, USA, Schweiz oder BRD.

Was ist mit Hagen? Da gibt es billig Häuser, selbst wenn nochmal 100k Renovierungskosten oben drauf kämen, wärst du noch immer weißt von den 500k entfernt.

Meine Eltern haben hier (Bonner Speckgürtel) für 100k ein Haus gekauft. In den 80ern. Die gehen jetzt für 800-1.000k weg.
Da frage ich mich auch, wie ich mir je ein Haus leisten sollte (und wie sie es geschafft haben, den Kredit noch immer nicht abzubezahlen).

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WiWi Gast

Auswandern wegen Immobilien - schafft sich Deutschland wegen fehlendem Wohnraum selber ab?

WiWi Gast schrieb am 14.11.2021:

Immobilien sind in der Tat nahezu unbezahlbar geworden. Wenn ich weiter oben von 400k für ein EFH lese, muss ich wahlweise lachen oder weinen.

Wir suchen z. B. im halben Ruhrgebiet nach solchen Immobilien. Darunter so illustre Weltstädte wie Herne oder Gelsenkirchen. Orte, die ich vor ein paar Jahren noch kategorisch ausgeschlossen hätte.

Und sogar dort geht unter 500k (inkl. Nebenkosten eher 600k) eigentlich nichts, was in Richtung EFH geht. Soll das Grundstück dann auch noch etwas mehr als 150qm haben, sind auch 700k keine Unmöglichkeit. Die genannten 400k sind schon für Reihenhäuser günstig geworden.

Ehrlich, ich habe keine Ahnung, wer sich das noch leisten können soll. Ohne Erbe geht hier doch nix.

Ob es im Ausland aber so viel besser ist, wage ich zu bezweifeln. Ähnliche Geschichten und Entwicklungen liest man doch aus allen westlichen Ländern. Egal ob nun UK, USA, Schweiz oder BRD.

Was ist mit Hagen? Da gibt es billig Häuser, selbst wenn nochmal 100k Renovierungskosten oben drauf kämen, wärst du noch immer weißt von den 500k entfernt.

Meine Eltern haben hier (Bonner Speckgürtel) für 100k ein Haus gekauft. In den 80ern. Die gehen jetzt für 800-1.000k weg.
Da frage ich mich auch, wie ich mir je ein Haus leisten sollte (und wie sie es geschafft haben, den Kredit noch immer nicht abzubezahlen).

Das stimmt nicht, ich wohne in Hagen. Die Preise für Häuser (falls man überhaupt eins bekommt!) sind sehr stark angezogen und bezahlbare Häuser sind in Gebieten wo du nicht wohnen willst...

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WiWi Gast

Auswandern wegen Immobilien - schafft sich Deutschland wegen fehlendem Wohnraum selber ab?

WiWi Gast schrieb am 26.12.2019:

Hallo,
ich wandere bald nach Australien aus, weil ich mich dort freier fühle. Es geht vor allem auch darum, dass ich mir dort innerhalb weniger Wochen eine Riesenvilla aus Holz selbst zusammenbauen kann, ohne einen Kredit aufzunehmen. Innerhalb von ca. 7 Wochen steht eine Villa, die ich in Deutschland nicht finanzieren könnte und die in Deutschland auch nach 4 Jahrzehnten Erwerbstätigkeit nicht abbezahlt wäre.

Ich möchte mal folgende Fragen zur Diskussion stellen:

  1. Inwieweit verhindern die Immo-Preise in Deutschland die Familienbildung (Prinzip: kleine Wohnung führt zu wenigen Kindern)? Ich würde in Deutschland niemals drei Kinder in die Welt setzen, weil mir es einfach zu stressig wäre, in einer Mietwohnung auf engstem Raum keine Rückzugsmöglichkeit meinetwegen in Form eines Hobbyraumes mehr zu haben. Wie wäre eurer Meinung nach die Geburtenquote, wenn der Wohnraum so verfügbar wäre, wie es meinetwegen in Sydney ist, wenn man 1h rausfährt? Sind diese kleinen Wohnungen in Deutschland ein wichtiger Grund für die niedrige Geburtenquote? Oder ist es die hohe Abgabenlast allgemein auf den Faktor Arbeit?
  2. Wäre es sinnvoll, mal darüber nachzudenken, den Wohnraum innerhalb Deutschlands einfach mal mittelfristig (meinetwegen 20 Jahre) zu verdoppeln, um jungen Familien zu helfen?
  3. Müsste sich nicht die Wirtschaft mal melden, und darauf hinweisen, dass die Arbeitnehmer viel zu viel Geld fürs Wohnen ausgeben - man könnte dadurch die Gehälter senken oder zumindest die Steigerungen in diesem Bereich verhindern, wenn man das Immo-Angebot drastisch erweitert?
  4. Wäre es nicht sinnvoller oder sogar notwendig, dass die Deutschen statt in den Immobilienmarkt ihr Geld in neue Technologiefirmen stecken, die in Deutschland ansässig sind, weil die Neugründungen in diesem Bereich in Deutschland in letzter Zeit katastrophal sind (ich meine jetzt wirkliche Hi-Tech, nicht Start-Ups mit einer neuen App zur Aufzeichnung von irgendeinem Quatsch)? Dagegen spräche natürlich, dass ca. 40 Mio Immo-Besitzer in Deutschland Geld durch die Senkung der Immo-Preise bzw. durch die Erweiterung des Angebots in diesem Bereich verlieren, auf der anderen Seite wäre Deutschland wettbewerbsfähiger, weil die Gehälter gesenkt werden könnten und zudem auch die Arbeitnehmer wie angedeutet in deutsche Hi-Tech investieren könnten? In meinen Augen müsste das dringend, notfalls sogar per Gesetz erfolgen ?
    Wie seht ihr dieses Szenario? Geld mittelfristig aus dem Immobiliensektor rausholen bzw, deutliche Verbilligung des Wohnraumes, um Familiengründungen zu erleichtern. 40 Mio Immo-besitzer wären dagegen, weil sie Geld verlieren. Zudem hätte man nicht mehr so vielen Arbeitnehmer, die bis ins letzte Drittel ihrer Erwerbstätigkeit verschuldet sind und deshalb so lange in ihrem Job engagiert sind. Diese Schuldner sind natürlich aufgrund ihrer Arbeitsmotiviation schon wichtig - wenn die mit 45 in Rente gingen, würde schon etwas fehlen. Eine Bankenkrise in Deutschland wäre bei Veränderungen im Immo-Sektor leidere fast vorprogrammiert.
    Auf der anderen Seite die vielen notwendigen Vorteile: Vermehrtes Investieren in Start-Ups (müsste notfalls mit Steuern voran gebracht werden), Geld für anderen Konsum im Inland (Restaurantbesuche, Kauf von deutschen Autos, also Stimulierung der Binnennachfrage, weil mehr Geld übrig bleibt), Familiengründungen, Senkung der Lohnkosten, …

Mein Eindruck ist, dass sich Deutschland durch Besitzstandswahrung der Immobilienbesitzer und Investoren komplett lahmlegt. Man kann doch wirklich nicht erwarten, dass bei diesen Mieten für Mini-Wohnungen noch Familien gegründet werden.

Meine Kalkulation für mein Holzvilla in Australien: ca. 50 000 Baukosten – für diese Wohnfläche würde ich im Umkreis von München mehrere Millionen zahlen (allerdings würde ich dann auch nicht selber beim Bau mithelfen müssen).

Was sind denn eurer Meinung nach (weitere) Gründe, weshalb die Geburtenquote so niedrig ist? Steuern, nichts Finanzielles, sondern einfach eine Mentalitätsfrage?

Leider bringst du einiges in deinen Post durcheinander. Ein Haus in Sydney kostet bestimmt keine 50k. Schau mal auf ein paar Immo Seiten unter 1 Mio Aus $ findest du da kaum was. Klar kannst du dir im Outback irgendwo für 50 k irgend ne Holzhütte hinstellen, nur ist da die Infrastruktur dort schlechter als in jeden Kaff in Sachsen und die nächste Großstadt 200 Meilen entfernt. Das jetzt mit den Münchner Umland zu vergleichen lässt mich etwas an deiner Intelligenz zweifeln...

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WiWi Gast

Auswandern wegen Immobilien - schafft sich Deutschland wegen fehlendem Wohnraum selber ab?

Das waren damals 200k DM. Für den "Speckgürtel" passt das ganz gut. Näher an Bonn hat man damals 250k bis 300k DM bezahlt.

Die Gehälter waren damals vergleichsweise niedrig. Ein jüngerer A13-Beamter hatte ca. 2,5k DM netto verdient und die Zinsen lagen zwischen 6 und 10%. Damals galt ein zugeteilter Bausparvertrag, auf den man nur 4,5% Zinsen bezahlen musste, als der absolute Jackpot!

Nebenbei bemerkt: Bonn war die Bundeshauptstadt. Trotzdem wollten viele Bundesbeamte nicht dahin umziehen, auch wenn sie eine Stelle in einem Bundesministerium hätten haben können. In Bonn zu leben war für viele nicht attraktiv. Es gab durchaus Probleme, berufserfahrene Beamte nach Bonn zu locken.

WiWi Gast schrieb am 14.11.2021:

Meine Eltern haben hier (Bonner Speckgürtel) für 100k ein Haus gekauft. In den 80ern. Die gehen jetzt für 800-1.000k weg.
Da frage ich mich auch, wie ich mir je ein Haus leisten sollte (und wie sie es geschafft haben, den Kredit noch immer nicht abzubezahlen).

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WiWi Gast

Auswandern wegen Immobilien - schafft sich Deutschland wegen fehlendem Wohnraum selber ab?

WiWi Gast schrieb am 14.11.2021:

Immobilien sind in der Tat nahezu unbezahlbar geworden. Wenn ich weiter oben von 400k für ein EFH lese, muss ich wahlweise lachen oder weinen.

Wir suchen z. B. im halben Ruhrgebiet nach solchen Immobilien. Darunter so illustre Weltstädte wie Herne oder Gelsenkirchen. Orte, die ich vor ein paar Jahren noch kategorisch ausgeschlossen hätte.

Und sogar dort geht unter 500k (inkl. Nebenkosten eher 600k) eigentlich nichts, was in Richtung EFH geht. Soll das Grundstück dann auch noch etwas mehr als 150qm haben, sind auch 700k keine Unmöglichkeit. Die genannten 400k sind schon für Reihenhäuser günstig geworden.

Ehrlich, ich habe keine Ahnung, wer sich das noch leisten können soll. Ohne Erbe geht hier doch nix.

Ob es im Ausland aber so viel besser ist, wage ich zu bezweifeln. Ähnliche Geschichten und Entwicklungen liest man doch aus allen westlichen Ländern. Egal ob nun UK, USA, Schweiz oder BRD.

Was ist mit Hagen? Da gibt es billig Häuser, selbst wenn nochmal 100k Renovierungskosten oben drauf kämen, wärst du noch immer weißt von den 500k entfernt.

Meine Eltern haben hier (Bonner Speckgürtel) für 100k ein Haus gekauft. In den 80ern. Die gehen jetzt für 800-1.000k weg.
Da frage ich mich auch, wie ich mir je ein Haus leisten sollte (und wie sie es geschafft haben, den Kredit noch immer nicht abzubezahlen).

Das stimmt nicht, ich wohne in Hagen. Die Preise für Häuser (falls man überhaupt eins bekommt!) sind sehr stark angezogen und bezahlbare Häuser sind in Gebieten wo du nicht wohnen willst...

Ich hatte vor gar nicht langer Zeit nach Wohnungen/Häusern geschaut, da waren mehrere in Hohenlimburg und ein Hagener meinte, das sei eine verschlafene Rentnergegend.
Emst, Eilpe und Dahl sagen mir nichts, aber da finde ich gerade auch Häuser unter 300k. In Witten und Iserlohen finde ich welche unter 200k.
Ich kann aber die Gegenden nicht beurteilen. Mann kann halt nicht in München wohnen wollen aber Bronx Mieten zahlen wollen.

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WiWi Gast

Auswandern wegen Immobilien - schafft sich Deutschland wegen fehlendem Wohnraum selber ab?

Mein Vater war Hauptmann bei der Bundeswehr mit Auslandseinsätzen, meine Mutter kaufmännische Angestellte.
Ich denke mit 1-2 Urlauben weniger (Italien, Spanien, Sylt etc) im Jahr wäre das Haus längst abbezahlt und ich würde nicht nur Schulden erben. Kann es nicht nachvollziehen, wie man 30 Jahre lang die Raten runtersetzen kann um sich alle 2 Jahre ein neues Auto kaufen zu können.
Mein Bruder meinte selbst, dass unser Vater nicht vorhat den Kredit je abzubezahlen und uns das dann überlässt.

WiWi Gast schrieb am 14.11.2021:

Das waren damals 200k DM. Für den "Speckgürtel" passt das ganz gut. Näher an Bonn hat man damals 250k bis 300k DM bezahlt.

Die Gehälter waren damals vergleichsweise niedrig. Ein jüngerer A13-Beamter hatte ca. 2,5k DM netto verdient und die Zinsen lagen zwischen 6 und 10%. Damals galt ein zugeteilter Bausparvertrag, auf den man nur 4,5% Zinsen bezahlen musste, als der absolute Jackpot!

Nebenbei bemerkt: Bonn war die Bundeshauptstadt. Trotzdem wollten viele Bundesbeamte nicht dahin umziehen, auch wenn sie eine Stelle in einem Bundesministerium hätten haben können. In Bonn zu leben war für viele nicht attraktiv. Es gab durchaus Probleme, berufserfahrene Beamte nach Bonn zu locken.

WiWi Gast schrieb am 14.11.2021:

Meine Eltern haben hier (Bonner Speckgürtel) für 100k ein Haus gekauft. In den 80ern. Die gehen jetzt für 800-1.000k weg.
Da frage ich mich auch, wie ich mir je ein Haus leisten sollte (und wie sie es geschafft haben, den Kredit noch immer nicht abzubezahlen).

antworten
WiWi Gast

Auswandern wegen Immobilien - schafft sich Deutschland wegen fehlendem Wohnraum selber ab?

Also, es beklagen sich jetzt ernsthaft Leute darüber, dass sie zwar ein 600k-Haus erben, aber dass gleichzeitig noch eine Restschuld von 50 oder 100k auf dem Haus offen ist?!

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WiWi Gast

Auswandern wegen Immobilien - schafft sich Deutschland wegen fehlendem Wohnraum selber ab?

Der Vater macht es genau richtig! Macht Urlaube, so lange er das noch kann und erfreut sich an neuen Autos. Irgendwann ist das dann mal zu Ende. Jeder kennt die Beispiele dafür. Evtl. wird er das Haus noch verkaufen, um den Platz in einer Seniorenresidenz bezahlen zu können. Grundsätzlich muss er seinen Söhnen überhaupt nichts vererben.

WiWi Gast schrieb am 15.11.2021:

Mein Vater war Hauptmann bei der Bundeswehr mit Auslandseinsätzen, meine Mutter kaufmännische Angestellte.
Ich denke mit 1-2 Urlauben weniger (Italien, Spanien, Sylt etc) im Jahr wäre das Haus längst abbezahlt und ich würde nicht nur Schulden erben. Kann es nicht nachvollziehen, wie man 30 Jahre lang die Raten runtersetzen kann um sich alle 2 Jahre ein neues Auto kaufen zu können.
Mein Bruder meinte selbst, dass unser Vater nicht vorhat den Kredit je abzubezahlen und uns das dann überlässt.

WiWi Gast schrieb am 14.11.2021:

Das waren damals 200k DM. Für den "Speckgürtel" passt das ganz gut. Näher an Bonn hat man damals 250k bis 300k DM bezahlt.

Die Gehälter waren damals vergleichsweise niedrig. Ein jüngerer A13-Beamter hatte ca. 2,5k DM netto verdient und die Zinsen lagen zwischen 6 und 10%. Damals galt ein zugeteilter Bausparvertrag, auf den man nur 4,5% Zinsen bezahlen musste, als der absolute Jackpot!

Nebenbei bemerkt: Bonn war die Bundeshauptstadt. Trotzdem wollten viele Bundesbeamte nicht dahin umziehen, auch wenn sie eine Stelle in einem Bundesministerium hätten haben können. In Bonn zu leben war für viele nicht attraktiv. Es gab durchaus Probleme, berufserfahrene Beamte nach Bonn zu locken.

WiWi Gast schrieb am 14.11.2021:

Meine Eltern haben hier (Bonner Speckgürtel) für 100k ein Haus gekauft. In den 80ern. Die gehen jetzt für 800-1.000k weg.
Da frage ich mich auch, wie ich mir je ein Haus leisten sollte (und wie sie es geschafft haben, den Kredit noch immer nicht abzubezahlen).

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