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Master done - Einstieg: Work-Life Balance Priority

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Andreas_LA

Master done - Einstieg: Work-Life Balance Priority

Liebe Forengemeinde,

zum Profil: Österreicher, 25, Bachelor- (1,9 - Top 5% Studentenranking, Schwerpunkt Management und Marketing) und Masterstudiengang (CEMS - International Management 1,3) an der Wirtschaftsuniversität Wien. Ist eine sehr generalistische Ausbildung, öffnet durch den Namen einige Türen.
2 Austauschsemester, 1x USA und 1x Europa an einer renommierten Uni.
Praktika: 1x Marketing für nur 2 Monate, 1x In-House Consulting in Deutschland für ein DAX30 Unternehmen (3 Monate), und ein 6-Monatiges Consulting Projekt mit einem mittelständischen Unternehmen im Rahmen des CEMS Business Project.

Ich komplettiere im kommenden Semester mein Studium und schließe im Juli das Masterprogramm ab, steh also kurz vor dem Berufseinstieg. Nach meinen letzten beiden Praktika im Beratungsbereich (und man bedenke, es waren nichtmal externe - hatte meist so 50-60h Wochen) ist mir bewusst geworden, dass dieser Bereich mich mittelfristig auf keinen Fall glücklich macht - zum einen wegen der hohen Stundenanzahl, zum anderen wegen dem ständigen Reisen.

Auf Grund privater Umstände möchte ich in den nächsten Jahren in Österreich bleiben, bzw. nicht ständig den Standort wechseln, und eher ein geregeltes Arbeitsverhältnis mit ca. 40h (wenn es mal ab und an 45 werden natürlich kein Problem) eingehen. So gut wie alle Kollegen gehen in die Beratung, manche auch zu dem Top FMCG Konzern im Strategiebereich (dafür reicht denke ich meine geringe und unpassende Praktikaerfahrung nicht ganz aus).

Zu Studienbeginn wollte ich auch noch in die Beratung (Hab mich überschätzt, dachte das ständige Reisen und die Stunden machen mir nichts aus), jetzt - nach gesammelter Erfahrung - nicht mehr. Allerdings weiß ich ehrlich gesagt wenig über Alternativen Bescheid, für die ich mit meiner generalistischen Ausbildung (mMn zu wenig spezifisch für zB einen guten Posten im Marketing) eignen würde, bzw. die mich ansprechen.

Über Ratschläge, Tipps oder konkrete Empfehlungen für würde ich mich sehr freuen. Ich bin mir übrigens absolut bewusst, dass ich mit einem "normalen" 9-5 Job nicht mit Einstiegsgehältern von 50k+ rechnen kann, ist auch nicht mein Anspruch, meine Prioritäten sind momentan anders. Trotzdem möchte ich was finden, wo meine Ausbildung monetär zumindest zu einem gewissen Grad gewürdigt wird und mir später noch Aufstiegsmöglichkeiten/gute Wechselmöglichkeiten zustehen.

Liebe Grüße und herzlichen Dank für eure Hilfe,

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WiWi Gast

Re: Master done - Einstieg: Work-Life Balance Priority

Kann ich gut nachvollziehen. Bewirb dich einfach auf passende Positionen (ohne Berufserfahrung = Einstiegspositionen oder Trainee-Stellen) in mittleren Industrieunternehmen in deiner Umgebung.

Mehr Tipps kann man eigentlich nicht geben.
Viel Erfolg.

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WiWi Gast

Re: Master done - Einstieg: Work-Life Balance Priority

Wenn Du WLB und ein ordentliches Gehalt haben willst, probiere es mit einem Trainee Programm z.B. bei einer Bank oder Versicherung. Es ist aus eigener Erfahrung möglich mit einem sehr guten Abschluss und keiner Praxiserfahrung bei einer Bank, dennoch eine Traineestellen dort zu bekommen. Es gibt ja auch relativ generalistische Traineeprogramme bei denen man nicht hartes Bankwissen als Voraussetzung benötigt.

Meine Erfahrung basiert auf Deutschland, aber ich denke, dass es in Österreich ähnlich sein müsste.

Ansonsten sollten aber auch alle anderen Traineeprogramme von führenden Industriunternehmen möglich sein, dort einfach mal auf ein generalistisches Traineeprogramm bewerben?

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WiWi Gast

Re: Master done - Einstieg: Work-Life Balance Priority

Bin in einer ähnlichen Situation wie du, allerdings mit M.Sc. in Informatik...auch meine Erfahrungen und persönlichen Ziele decken sich ziemlich gut mit deinen, es scheint doch noch normale Menschen zu geben ;)

Du schreibst du rechnest nicht mit einem 9-to-5 Job bei 50k, warum nicht? Es gibt auch verantwortungsvolle Positionen in Großen und Mittelständischen Unternehmen...die sind auch Top bezahlt. Vielleicht ein paar tausend weniger zum Einstieg, aber das machst du doch durch die nicht vorhandenen Reisen und das Plus an Lebensqualität locker wieder wett...Die Gehaltsentwicklung spielt hier auch eine Rolle, die ist evtl. viel besser als im Consultung!

Eine generalistische Ausbildung heißt nicht gleich das du nichts kannst. Du hast super Noten, bist jung und Thematisch "flexibel". Bewirb dich auf Stellen wo du denkst das könnte passen und dich interessieren, was hast du zu verlieren? Wenn du eingeladen wirst kann man immer noch alles im Gespräch abklären. Trenne dich von der Vorstellung das du zum Einstieg schon alles können musst, das hätten die Unternehmen vll. gerne so, ist aber fern ab der realität. Nach dem Studium sind die meisten erstmal generalisten, darum gehts doch auch, oder?

Gruß
henrik

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WiWi Gast

Re: Master done - Einstieg: Work-Life Balance Priority

Juhu, noch ein normaler Mensch,d er sich nicht todarbeiten möchte :D
Dann würde ich vom Marketing aber auch die Finger lassen. Habe da Praktikum gemacht und auch dort werden 60h Wochen als normal und notwendig angesehen. Wünsche dir viel Erfolg bei der Suche (bin auch gerade dabei)!

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Andreas_LA

Re: Master done - Einstieg: Work-Life Balance Priority

Vielen Dank für eure Antworten, helfen mir schonmal weiter. Freut mich zu sehen, dass es doch noch einige gibt, die ähnlich denken. Meine Studienkollegen sind (was ich auch keinesfalls schlecht reden möchte, jeder Mensch hat einfach andere Prioritäten und Hintergründe) durchwegs sehr karriereorientiert, fast alle Ziel Tier 1 UB's, die "schlechteren" machen halt den Einstieg über die Big 4. Ich werde in den nächsten Wochen/Monaten verstärkt nach Trainee-Angeboten ausschau halten und mich - sofern sie mich ansprechen und ich dem Profil entspreche - entsprechend bewerben.

Sind solche Positionen - bei zB.: Banken und Versicherungen - tendenziell denn generell mit einer rund 40h Woche zu vereinbaren? Wie sind solche Angebote/Positionen allgemein ausgeschrieben (meine Finance u. Accounting Erfahrungen beispielsweise sind eher niedrig, bis auf ein paar Kurse im Bachelor und einem im Master, mit dem man aber mMn im Berufsleben nicht sehr weit kommt)?
Hätte zB ein Angebot für ein Graduate Programm (3 Jahre bei einem US Konzern, Europäische Division) bekommen, allerdings mit einer fixen Rotation (1 weiteres Jahr mind. durchgehend im Ausland - bei mir auf keinen Fall möglich) als Expat, und ich bezweifle hier auch stark die 40h Woche, da es um die Ausbildung der "zukünftigen GM in 10-15 Jahren" für das Land ging, und die deshalb wahrscheinlich auch erstmal den Spreu vom Weizen trennen wollen, unter anderem durch hohen Druck und Arbeitsaufwand..

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WiWi Gast

Re: Master done - Einstieg: Work-Life Balance Priority

Banken eventuell, Versicherungen wohl eher nicht. Mit Sicherheit aber in die Industrie, wobei da eher 7:00 bis 16:30 Uhr ist, gerade im Mittelstand, in dem nicht bis 9 Uhr gepennt wird ;)

Andreas_LA schrieb:

Sind solche Positionen - bei zB.: Banken und Versicherungen -
tendenziell denn generell mit einer rund 40h Woche zu
vereinbaren?

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WiWi Gast

Re: Master done - Einstieg: Work-Life Balance Priority

Kleiner Einwurf: speziell bei Versicherungen herrscht oft noch eine "Beamtenmentalität", was die Arbeitszeiten angeht. Das ist in dem Fall nichts negatives, das soll einfach nur heißen, dass in Versicherungen oft (eigene Erfahrung) geregelte Arbeitszeiten herrschen und auch eingehalten werden können.

Lounge Gast schrieb:

Banken eventuell, Versicherungen wohl eher nicht. Mit
Sicherheit aber in die Industrie, wobei da eher 7:00 bis
16:30 Uhr ist, gerade im Mittelstand, in dem nicht bis 9 Uhr
gepennt wird ;)

Andreas_LA schrieb:

Sind solche Positionen - bei zB.: Banken und
Versicherungen -
tendenziell denn generell mit einer rund 40h Woche zu
vereinbaren?

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WiWi Gast

Re: Master done - Einstieg: Work-Life Balance Priority

Ins Ausland oder viel Reisen willst du nicht, das Berater-Denglisch hast du aber schon perfekt drauf: siehe Threadtitel :-)

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Andreas_LA

Re: Master done - Einstieg: Work-Life Balance Priority

Danke - hab mir bereits ein paar Trainee Programme angesehen, gibts auch in Österreich einige Stellen.
Wie werden solche Programme generell im Lebenslauf angesehen, falls man später mal einen Positionswechseln (mit evtl. mehr Führungsverantwortung) in Betracht zieht?

Und ja - viele Anglizismen und "Denglisch" hat sich bei mir leider wirklich schon eingeschlichen. Ich merke es selbst immer wieder bei den Kollegen (wo es mich auch etwas stört), gut, dass du mich darauf aufmerksam machst (bei einem selbst übersieht man "Fehler" schonmal ganz gern) :)

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Andreas_LA

Re: Master done - Einstieg: Work-Life Balance Priority

nach ein paar tagen research hab ich leider festgestellt, dass die bewerbungsfristen für die meisten trainee/graduate programme mit start 2015 in den letzten 1-2 monaten fast allesamt geendet haben.

paar gibts die öfter im jahr starten, vor allem im einzelhandel (zB Spar, Billa (REWE)...) - allerdings hab ich hier nur horrorgeschichten von einzelhandel-trainee programmen hier gelesen (ebenfalls arbeitsstunden 60+ - da mach ich lieber consulting, die arbeit ist wenigstens geistig fordernd und war bei meinem praktikum auch interessant, nur halt zu zeitintensiv)...

sind generell trainee-programme mit 40h angesetzt - wird da nicht vom chef dann auch in der regel erwartet, dass man trotzdem länger bleibt?
und was noch interessant wäre - gibt es erfahrungen mit durchschnittseinstiegsgehälter in österreich, für trainee-stellen (40k realistisch?)?

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WiWi Gast

Re: Master done - Einstieg: Work-Life Balance Priority

Hattest du die 50-60 Woche selbst bei Inhouse Consulting durchgehend? Was man da liest, soll es arbeitszeitlich doch einiges geregelter sein als in den externen UBs.

Ansonsten bin ich in einer ähnlichen Position wie du. Master, aber trotzdem relativ generalistisch ausgerichtet. Zudem scheue ich momentan auch vor einer regelmäßigen 50-60 h Woche zurück. Ich will nicht leben um zu arbeiten.
Dementsprechend frage ich mich welche Berufsfelder relevant sind. Da wirft man dann u.a. auch einen Blick auf die Banken, obwohl der Finanzschwerpunkt fehlt. General Management Trainee Programme interessieren mich ebenfalls. Ist nur die Frage wieviele es davon gibt und ob diese auch von KMUs angeboten werden (wo die Erfolgschancen einer Bewerbung möglicherweise höher sind).

Kann dir dementsprechend also leider nicht helfen. Wollte jedoch damit sagen, dass es (wie man in diesem Thread sieht) anscheinend mehrere Berufseinsteiger mit deiner Mentalität gibt. Gerade in Foren wie diese hat man ja schnell den Eindruck mindestens jeder 2. Absolvent hat das Studium mit super Noten, langen Praktika und dem Ziel einer Top UB oder sonstigen Top Karriere Wünschen abgeschlossen.

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Andreas_LA

Re: Master done - Einstieg: Work-Life Balance Priority

ich war praktikant, sollte also theoretisch nach 7,5 stunden gehen - praktisch waren es selten unter 50 (conference calls haben oft erst um 18uhr begonnen...). viele der FTEs schuften deutlich mehr und länger, ist auch stark projektabhängig und je nachdem wie ambitioniert du bist. allerdings, im vergleich zu den meisten externen, doch relaxter (kollegen - auch praktikanten (!) - bei BCG zum beispiel kommen selten vor 22Uhr aus dem büro).

traineeships im einzelhandel - zumindest was man hier liest, zB hofer u lidl - haben ja anscheinend ähnliche arbeitszeiten (inkl. samstag) bei gleichwertiger bezahlung, aber mMn deutlich wenig interessanterer arbeit, kommt also auch nicht in frage für mich.
sieht das bei anderen einzelhandelsketten (nicht-discounter - in österreich zB billa, spar etc.) ähnlich aus?

ja, banken gäbe es auch in österreich so einige - aber wie du eben sagst, mir fehlt die finance erfahrung. sowohl im sinne von praktika, als auch spezialisierungen im studium. bin halt leider wirklich sehr generalistisch ausgebildet - ein bisschen was von allem, deswegen eig nur so richtig fürs consulting und general management programme geeignet, fürchte ich.
im bachelor hatte ich noch eine marketing-spezialisierung, beide abschlussarbeiten und auch ein kurzzeit praktikum in dem bereich, allerdings ist das ws auch zuwenig, für den berufseinstieg.

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DAX Einkäufer

Re: Master done - Einstieg: Work-Life Balance Priority

"Juhu, noch ein normaler Mensch, der sich nicht todarbeiten möchte :D"

90% der Generation der heute auf den Arbeitsmarkt kommenden WIWI-Absolventen denkt inzwischen so. Geregelte Arbeitszeiten, gesichertes Einkommen, geordnete Verhältnisse, risikofreies Leben, garantierte Beförderungen. Willkommen im öffentlichen Dienst!

An den Threadersteller: Wenn ich Dein Posting richtig lese, würde ich Dich keineswegs bei denjenigen einordnen, die in den öffentlichen Dienst gehören. Du möchtest nur lediglich etwas anderes machen als Beratung mit garantiert hohen Arbeitszeiten und hohem Reisepensum. Für Deinen bisherigen (erfolgreichen) Lebensweg muss es aber irgend eine Motivation gegeben haben, denn gute Noten, Praktika und Auslandssemester fallen ja nicht vom Himmel. Aus eigener Erfahrung kann ich Dir sagen, dass Du es durchaus in der Industrie versuchen kannst. Dort winkt zwar nicht der garantierte Feierabend um 16 Uhr für alle, man kann aber mit einem gesunden menschlichen Einsatz eine sehr gute Balance zwischen Arbeit und Leben erreichen und steht dabei hinsichtlich der Perspektiven und dem Gesamtpaket keineswegs schlecht da. Die Frage ist, ob es bestimmte Funktionen oder Branchen gibt, die Dich besonders interessieren.

Ich wüsste gerne, was Du unter Wechsel- und Aufstiegsmöglichkeiten verstehst - wo möchtest Du langfristig hin und welches Motiv steckt dahinter?

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Andreas_LA

Re: Master done - Einstieg: Work-Life Balance Priority

Motivation überdurchschnittlich zu verdienen und etwas Verantwortung zu haben, ist auch durchaus vorhanden. Ich weiß auch - sorry, falls das arrogant rüberkommt - dass ich das Zeug dazu hätte, Karriere zu machen. Allerdings war ich bei dem intensiveren Praktikum in der UB einfach unglücklich, genauso wie bei meinem zweiten Auslandssemester (Freundin zu Hause gehabt, auch sehr anspruchsvolle Uni) - ich möchte das einfach nicht mehr, dafür bin ich auch gewillt, auf Geld und "Karriere" zu verzichten, bis zu einem gewissen Grad.

Wechsel- und Aufstiegsmöglichkeiten möchte ich mir deshalb offenhalten, da ich mir später durchaus vorstellen könnte, auch wieder für den Job herumzureisen (möchte das nur die nächsten 2 Jahre unbedingt vermeiden, da ich meiner Beziehung in diesem Bezug schon genug zugemutet habe während des internationalen Studiums und meine Freundin die nächsten 2 Jahre noch an Österreich gebunden ist, danach würde sie auch mitkommen) und kurzfristig mal intensiver zu arbeiten.

Branchen interessieren mich eig keine bestimmten, ich bin in dem Bezug für alles offen. Wäre natürlich toll, wenn ich das mit meinen privaten Interessen verbinden könnte (Sport und Computer/Elektronik), allerdings habe ich auch meine bisherigen Praktika in der Finanzdienstleistungs und Pharmaindustrie durchaus für interessant empfunden.
Funktionen - ich bin wie gesagt sehr generalistisch ausgebildet, wodurch ich mir eigentlich keine typische Funktion so wirklich zutraue, also weder Finance/Accounting/HR/IT... Mein Studium war hauptsächlich auf Strategy ausgerichtet, außerdem habe ich meine Wahlfächer etwas auf Marketing spezialisiert (auch ein kurzes Praktikum gemacht und meine Thesen verfasst), also wäre das die einzig denkbare Richtung für mich. Denke aber auch hier, dass ich da definitiv einen Nachteil gegenüber allen anderen Bewerbern habe, die einen reinen Marketingmaster gemacht haben bzw. mehrere längere Praktika haben, sodass zum Beispiel ein Einstieg bei einem guten Unternehmen als Junior Brand Manager für mich wahrscheinlich unmöglich ist...

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WiWi Gast

Re: Master done - Einstieg: Work-Life Balance Priority

Generalistischer BWLer der was mit Strategy machen möchte und in Praktika bisher gelernt hat bis 22 Uhr im Büro heiße Luft zu produzieren. Sorry das klingt für mich nach einem Euphemismus für "kann nix will aber viel Kohle und wenig arbeiten" - Klischee bedient!

antworten
WiWi Gast

Re: Master done - Einstieg: Work-Life Balance Priority

Hallo Dax-Einkäufer, hast Du schon mal im öffentlichen Dienst gearbeitet? Vermutlich eher nicht! "geordnete Verhältnisse,
risikofreies Leben, garantierte Beförderungen.!" Die Lage hat sich da in vielen Bereichen in den letzten Jahrzehnten dramatisch verschlechtert. Dauernde Umstruturierungen, verbunden mit Standortschliessungen u.s.w. Existenzängste, weil eine Zwangsversetzung mit kleinem Gehalt eine wirtschaftliche Katastrophe sein kann. Und von wegen Beförderungen, ich kenne z.B. eine sehr engagierte Studienrätin, die auch im Alter von 55 noch nie befördert wurde. Relativ gut ist es bei der Polizei, exzellente Karrieremöglichkeiten (für Beamtenverhältnisse) und ordentliches Gehalt. Aber da kann man die geregelten Arbeitszeiten total vergessen. Grundsätzlich gibt es nichts besseres als eine Stelle bei Dax30. Im Gegensatz zu Dir (vermutlich) habe ich schon in beiden Welten gearbeitet.

antworten
DAX Einkäufer

Re: Master done - Einstieg: Work-Life Balance Priority

"Hallo Dax-Einkäufer, hast Du schon mal im öffentlichen Dienst gearbeitet? Vermutlich eher nicht!"

Danke für Deine ausführliche Antwort. Ich habe mich da wohl schlecht ausgedrückt. Mit meinem Beitrag wollte ich nicht etwa den Eindruck erwecken, dass der ÖD diese "tollen" Rahmenbedingungen bietet, sondern dass Studenten sich das heute fälschlicherweise so vorstellen. Die von Dir beschriebenen Schwierigkeiten kenne ich genau so von einem Verwandten, der im ÖD arbeitet. Empfehlen würde ich das niemandem, auch den strikten Karriereverweigerern nicht.

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WiWi Gast

Re: Master done - Einstieg: Work-Life Balance Priority

"Generalistischer BWLer der was mit Strategy machen möchte und in Praktika bisher gelernt hat bis 22 Uhr im Büro heiße Luft zu produzieren. Sorry das klingt für mich nach einem Euphemismus für "kann nix will aber viel Kohle und wenig arbeiten" - Klischee bedient! "

Was soll denn so ein Beitrag. Du scheinst von Business nicht viel Ahnung zu haben... In meinem letzten Dax Praktikum habe ich mit einigen Unternehmensberatern zusammen gearbeitet und die Jungs waren

  1. Super Ausgebildet
  2. Sehr smart (deutlich smarter als 90% der Dax30 Angestellten)
  3. Sehr fleißig
  4. Und haben Ergebnisse produziert (was man von vielen Mitarbeitern im Konzern nicht gerade sagen kann.

Klar sind die Lösungen oft Konzeptionell und für einfachere Menschen nicht direkt nachzuvollziehen, aber hier Unternehmensberater als "Nichtskönner" zu bezeichnen ist totaler quatsch, weil es nachweißlich die top Talente des Landes sind!

Viel Kohle mit Wenig Arbeit sind oft die Autobauer und Versicherungen. Bei Autobauern sind vlt die Fragestellung was interessanter, also wäre das meine Empfehlung.

antworten
WiWi Gast

Re: Master done - Einstieg: Work-Life Balance Priority

Das würde mich jetzt aber wirklich interessieren: Wie kommst Du darauf, dass ausgerechnet die Unternehmensberater zu den Top-Talenten gehören? Habe schon mit vielen zusammengearbeitet. Smart u.s.w. kann man gelten lassen. Im wesentlichen tragen die aber die Informationen von unternehmensinternen SAchbearbeitern / Experten zusammen und bereiten diese auf. Eine besonders hohe Wertschätzung für die UB habe ich bei allen beteiligten nie erkennen können.

Lounge Gast schrieb:

Unternehmensberater als "Nichtskönner" zu
bezeichnen ist totaler quatsch, weil es nachweißlich die top
Talente des Landes sind!

antworten
Andreas_LA

Re: Master done - Einstieg: Work-Life Balance Priority

"Generalistischer BWLer der was mit Strategy machen möchte und in Praktika bisher gelernt hat bis 22 Uhr im Büro heiße Luft zu produzieren. Sorry das klingt für mich nach einem Euphemismus für "kann nix will aber viel Kohle und wenig arbeiten" - Klischee bedient! "

Hab niemals gesagt, dass ich das möchte, auch nicht durchklingen lassen. Mir ist es wichtig, eine Balance zu finden - das Leistungs bezahlt wird ist mir klar und befürworte ich absolut, ich hab auch mehrmals betont, ein deutlich geringeres Gehalt für bessere Arbeitszeiten in Kauf nehmen zu wollen.
Und bezüglich UB kann ich meinem Vorposter nur zustimmen - fast alle meine Kollegen bei der internen UB würde ich als höchst intelligent und fleißig bezeichnen, die Zeiten in denen die Berater nur "Arbeiterinfos schön auf Folien verpacken" sind lange vorbei, sofern es die je gegeben hat (bei meiner UB Zeit zB wurde gar keine wertvolle Zeit mit Folien malen verschwendet, nur kurze Skizzen und dann ausgesourced zum schön machen und Richtlinien anpassen). Viele der internen UB Kollegen von damals sind jetzt auch in der Linie tätig, allesamt höchst erfolgreich und arbeiten jetzt sicher nicht mehr ;)
Das Berater nicht wertgeschätzt werden, kann ich auch nicht bestätigen - klar gibt es einige, von denen man als böse Rationalisier in Anzügen angesehen wird, gerade auf den höheren Leveln wurde unser Input aber immer extrem geschätzt, das hat man auch gespürt (ansonsten würde man auch nicht engagiert werden, immerhin zahlen die Leute extrem hohe Preise - würde man wahrscheinlich nicht machen, wenn man denkt, Berater würden nur "heiße Luft" produzieren).

Geht hier aber eigentlich garnicht um die Legetimation des Beraterberufes mit all seinen Vor- und Nachteilen, sondern um Ratschläge für meinen persönlichen Einstieg in die Berufswelt. Ich bin momentan noch immer am Trainee-Programme sammeln, erste Bewerbungen gehen diese Woche raus. Viel gibt es leider nicht in Österreich, das mich anspricht - die meisten Programme zielen auf Ausbildungen im Controlling/Revision ab, mit dem ich leider fast garnichts anfangen kann. Beiersdorf bietet zB auch ein Marketing-Trainee Programm an, das ist schonmal eine Anlaufstelle für mich :)

antworten
WiWi Gast

Re: Master done - Einstieg: Work-Life Balance Priority

Ich hab absolut keine Ahnung ob das für dich passen könnte, aber bei der Deutschen Bahn gibt es ein Trainee Programm, wo man in verschiedene Bereiche wie Finance oder Logistik Einblicke erhält und das auf BWL Absolventen ausgerichtet ist. Von den Arbeitszeiten her soll es wohl eher entspannt sein, allerdings ist man örtlich gebunden an die jeweiligen Standorte. Wenn die in Richtung Marketing gehen möchtest würde ich erstmal die Konsumgüterhersteller abklappern.

antworten
Andreas_LA

Re: Master done - Einstieg: Work-Life Balance Priority

Jap, Konsumgüterhersteller stehen ebenfalls auf der Liste für Traineeprogramme. Deutsche Bahn nicht (da Österreicher), aber unser heimisches Gegenstück, die ÖBB, bietet ebenfalls ein Programm an.

Ich werde mich auf für Juniorpositionen bewerben. Wie macht sich sowas im Lebenslauf, sind hier die Aufstiegschancen signifikant schlechter als bei Trainee-Programmen (sofern man so eine Aussage pauschal treffen kann). Z.B.: Junior Product Manager bei Hartlauer (Elektrohandel - 35k/Jahresgehalt, und ich nehm mal an humane Arbeitszeiten), oder Junior Brand Manager bei einem anderen Österreischen Unternehmen (33k) - verbau ich mir durch sowas meine späteren Aufstiegschancen/hab ich dadurch deutlich weniger Möglichkeiten in der Zukunft, im Vergleich zu jetzt 2 Jahren in einer UB oder einem Traineeprogramm?
Hab da leider sehr wenig Einblicke, wie sowas vom Arbeitsmarkt wahrgenommen wird, welche Entscheidungen man gerade am Anfang seiner Karriere trifft.

antworten
WiWi Gast

Re: Master done - Einstieg: Work-Life Balance Priority

/push

Was gibts denn da noch so an Einstiegspositionen?

antworten
WiWi Gast

Re: Master done - Einstieg: Work-Life Balance Priority

tja dann sollte man Lehrer werden! Das iste in Beruf wo Milch ud Honig fliessen und überall sind Schokoladenhässchen die herumhüpfen. Naja so siehst aus und das bei einem extrem guten gehalt .

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