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Work-Life-Balance in der Probezeit

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WiWi Gast

Work-Life-Balance in der Probezeit

Hallo Leute,

ich beginne gerade mal wieder einen neuen Job, der sehr fordernd ist. Man weiß ja auch, die ersten 100 Tage sind unglaublich wichtig.
Nachdem ich jetzt einige Wochen voll durchgepowert habe (wenig Sport, wenig Schlaf, keine Freunde getroffen, teils am Wochenende gearbeitet, Überstunden), frage ich mich einmal mehr, wie eigentlich eine gut Work-Life-Balance aussieht. Langfristig ist mir klar, dass das ungesund ist, aber was ist in der Probezeit? Sollte man auch da schon "achtsam" leben? Ich meine klar, das sagt sich so schön. Aber irgendwo her muß doch die Zeit kommen, die man benötigt, um in der Probezeit den nötigen Drive zu zeigen. Wie macht ihr das? Auf was verzichtet ihr?

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WiWi Gast

Work-Life-Balance in der Probezeit

Ohne die Branche zu kennen schwer zu antworten. Wenn der Neue im Dax Konzern zu viel Arbeit bekommt muss er richtig priorisieren oder sich Hilfe suchen um in Zukunft schneller zu arbeiten. Was nicht erledigt ist bleibt halt liegen. Habe jedes Hilfegesuch meinem Chef immer verkauft als: Wenn ichs jetzt richtig gezeigt bekomme werde ich es in Zukunft imner schneller erledigen können. Damit bin ich super gefahren.

Sieht in den arbeitszeit intensiven Branchen sicher anders aus. Da muss man halt Überstunden klotzen.

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WiWi Gast

Work-Life-Balance in der Probezeit

Ziehe das durch, bis einer oder mehrere Vorgesetzte dir mehrmals sagen, dass du ein bisschen runterkommen sollst (falls es eine halbwegs reputable Firma ist wird dies auch irgendwann passieren).

Ich weiß jetzt nicht in welcher Branche du bist, aber in der UB ist es z. B. so, dass Senior Consultants oder Manager einen Analysten oder Associate darum bitten, nicht regelmäßig bis nach Mitternacht oder am Wochenende zu arbeiten. Das hat einfach den Grund, dass deine Vorgesetzten, genau wie du von ihnen, ebenfalls Performance-Reviews bekommen von Partnern oder Managing Directors. Analysten jeden Tag bis 2 Uhr arbeiten zu lassen deutet auf schlechtes Managen des Teams und der Tasks an, und das will keiner im Review stehen haben (ausgenommen, wenn es ein wirklich zeitintensives Projekt ist).

By the way, die Probezeit ist zumindest bei der UB wo ich arbeite eine reine Formalität. Du kannst praktisch nur entlassen werden, wenn du

  • nur rumsitzt und nichts machst bzw. regelmäßig schwänzt
  • ein so starkes Kommunikationsproblem hast, dass du ständig vollkommen verschiedene Sachen machst von denen, die verlangt werden
  • sozial so inkompetent bist, dass es unmöglich ist dich beim Klienten vorzustellen
  • du irgendwas krasses machst wie mit Aktien von Klienten zu handeln, geheime Daten von Klienten publizierst, einer Kollegin am Hintern kneifst, jemanden ins Gesicht schlägst etc.

Also: gib dein bestes, mach einen möglichst guten Eindruck... aber versuche die Sache auch von der Perspektive der Anderen zu betrachten.

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WiWi Gast

Work-Life-Balance in der Probezeit

Ich habe in der Probezeit so gearbeitet wie ich es auch ohne getan hätte. Das heißt nicht rumheulen wenn es mal ein bis zwei Stunden länger geht aber auch nicht jeden Tag zwei Überstunden machen nur um Leistungsbereitschaft zu demonstrieren.

Ich würde es nämlich nicht einsehen so wie du es beschrieben hast dauerhaft zu arbeiten weshalb es da sowieso zu Konflikten mit dem AG gekommen wäre, da hätte ich mir lieber schnell was neues gesucht.
Schnell was neues findest du aber nur wenn du einen entsprechend guten CV hast, und gerade Berufseinsteiger mit einem 0815 CV sollten da eher vorsichtig sein.

Kleine Notiz am Rande: Wenn du dein eigenes Wohlbefinden aufgibst oder deine eigenen Bedürfnisse für den Chef oder AG hinten anstellst wird es dir NIE (!!) in gleichem Maße gedankt. Auch wenn du noch soviel für deinen Chef gemachst hast, bei der nächsten Sparrunde interessiert es den nicht mehr. Tu das niemals.

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WiWi Gast

Work-Life-Balance in der Probezeit

WiWi Gast schrieb am 05.09.2020:

Hallo Leute,

ich beginne gerade mal wieder einen neuen Job, der sehr fordernd ist. Man weiß ja auch, die ersten 100 Tage sind unglaublich wichtig.
Nachdem ich jetzt einige Wochen voll durchgepowert habe (wenig Sport, wenig Schlaf, keine Freunde getroffen, teils am Wochenende gearbeitet, Überstunden), frage ich mich einmal mehr, wie eigentlich eine gut Work-Life-Balance aussieht. Langfristig ist mir klar, dass das ungesund ist, aber was ist in der Probezeit? Sollte man auch da schon "achtsam" leben? Ich meine klar, das sagt sich so schön. Aber irgendwo her muß doch die Zeit kommen, die man benötigt, um in der Probezeit den nötigen Drive zu zeigen. Wie macht ihr das? Auf was verzichtet ihr?

Wenn die sehen du bist bereit zu leisten werden die es ausnutzen. Wenn dann was zu tun ist und jemand muss länger bleiben, wirst es du sein.

Am besten ist es gerade das Minimum zu tun, nur leider ist oft nicht klar, was das Minimum und was zu wenig ist

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WiWi Gast

Work-Life-Balance in der Probezeit

Kommt drauf an was das für ein Unternehmen ist. Heißt Probezeit Probearbeiten oder ist es einfach eine Formalie, wenn man kein Vollversager ist.

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WiWi Gast

Work-Life-Balance in der Probezeit

WiWi Gast schrieb am 05.09.2020:

Am besten ist es gerade das Minimum zu tun, nur leider ist oft nicht klar, was das Minimum und was zu wenig ist

Ja genau... Wenn man keine Ambitionen auf Karriere hat vielleicht.
Natürlich muss man gerade am Anfang voll reinpowern. Aber nicht übertreiben - wenn man dann nach einem Jahr in ein Loch fällt weil man ausgebrannt ist, und dann die Leistung abfällt, dann wird eher das auffallen und in Erinnerung bleiben als die vorherige Leistung. Also reinpowern ja - aber nur so, dass man das Niveau auch langfristig einigermaßen halten kann.

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WiWi Gast

Work-Life-Balance in der Probezeit

Das hängt ganz individuell von deinem Vorgesetzten, dem Unternehmensspirit und dem Unternehmen selbst ab.

Es gibt sowohl Vorgesetzte und Unternehmen die juckt es einfach nicht, wie du in der Probezeit arbeitest.... sofern du dir keinen großen Schnitzer leistest, wirst du immer übernommen, da es ja einen Grund gab, weshalb die Stelle besetzt wurde....

Dann gibt es aber auch Unternehmen oder Vorgesetzte, die sehr wohl auf die Leistung schauen und wenn du eben in einem Unternehmen bist (z.B. Beratung), das sehr auf Leistung getrimmt ist fällt es natürlich auf, wenn du dich wie ein Konzernmitarbeiter verhälst.

Kurz gesagt: Solange die Arbeit gemacht wird meckert keiner. Schaffst du das nicht in der "üblichen" Arbeitszeit solltest du auf Ursachensuche gehen. Woran liegt das? Zuviel Arbeit? Ineffizient? ...

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WiWi Gast

Work-Life-Balance in der Probezeit

In meiner letzten Probezeit war ich grad so meine vertragliche Arbeitszeit im Büro und war trotzdem der letzte, der gegangen ist.

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