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Leben nach dem Studium - Wie lief es bei euch?

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WiWi Gast

Leben nach dem Studium - Wie lief es bei euch?

Hallo Leute,

ich würde gerne mal von euch erfahren wie sich euer Leben beim Berufseinstieg verändert hat.
Seid ihr in eine neue Stadt gezogen? Habt ihr euch auf die Arbeit und Karriere fokussiert oder seid ihr schon um 16 Uhr im Biergarten gesessen? Wie habt ihr euch einen neuen Freundeskreis aufgebaut? Wurden Freundschaften schwächer als Kinder ins Spiel kamen?

Ich werde bald meinen Abschluss machen und schwanke noch zwischen UB in der Großstadt oder doch lieber IGM in meiner Gegend.

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WiWi Gast

Leben nach dem Studium - Wie lief es bei euch?

Nach dem Studium war ich erst mal 6 Monate arbeitslos, dann irgendwann in der Nähe einfach irgendwas genommen (leider völlig fachfremd). Dort extrem unglücklich gewesen und nach 2 Jahren zum Glück betriebsbedingt gekündigt worden.

Dann in eine andere Stadt gezogen und dort in meinem eigentlichen Beruf angefangen. 3 Jahre dort geblieben und dann wieder zurück in meine eigentliche Stadt zurückgekehrt in meinem eigentlichen Bereich. (Dort in einer provisorischen Miniwohnung gewohnt und keine Freunde gefunden, ich hab mich immer auf dem Sprung gefühlt, hatte nie vor da für immer zu bleiben)

Freunde sind leider auf 0 gefallen. Früher hab ich viel Basketball gespielt und kannte zig Leute, aber Ende Zwanzig hören die meisten und man selber irgendwann auch auf. (Verletzungen etc.)

Dazu ziehen nach dem Studium extrem viele Leute weit weg, viele andere heiraten, bekommen Kinder und müssen meistens zwangsweise auch weiter raus ziehen um noch eine bezahlbare Wohnung zu haben.

Studium war die geilste Zeit des Lebens, danach kollabiert alles. Lange Arbeitszeiten, lange Fahrtzeiten, kaum noch irgendwelche Kontakte. Nach der Abeit kommt man nur völlig fertig nach Hause und ist fertig mit der Welt. Am Wochenende nur Schlaf nachholen und Haushalt machen etc.

Und dabei hat man auch nur irgendeinen sinnlosen Job. Nichts mit toller Karriere oder so.

Der einzige Vorteil: man hat das Wochenende komplett frei, man kann Urlaub nehmen wann man will und man hat bisschen Geld, aber das Leben ist gefühlt trotzdem im Arsch.

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WiWi Gast

Leben nach dem Studium - Wie lief es bei euch?

Irgendwas machst du gewaltig falsch. Such dir einen Psychologen. Niemand muss mit so einer Einstellung zum Leben leben. Es ist deine Einstellung (An der kann man arbeiten). Nicht das Leben. Und jetzt erzähl mir nichts von... Es gibt mehrer Milliarden Menschen die für das Privileg in einer Deutschen Stadt geboren zu sein alles geben würden und mehr daraus machen würden. Es kann schwer sein, okay. Aber im Selbstmitleid versinken ist eine andere Sache. Arschbacken zusammenkneifen und raus aus deinem Tief!

WiWi Gast schrieb am 05.05.2021:

Nach dem Studium war ich erst mal 6 Monate arbeitslos, dann irgendwann in der Nähe einfach irgendwas genommen (leider völlig fachfremd). Dort extrem unglücklich gewesen und nach 2 Jahren zum Glück betriebsbedingt gekündigt worden.

Dann in eine andere Stadt gezogen und dort in meinem eigentlichen Beruf angefangen. 3 Jahre dort geblieben und dann wieder zurück in meine eigentliche Stadt zurückgekehrt in meinem eigentlichen Bereich. (Dort in einer provisorischen Miniwohnung gewohnt und keine Freunde gefunden, ich hab mich immer auf dem Sprung gefühlt, hatte nie vor da für immer zu bleiben)

Freunde sind leider auf 0 gefallen. Früher hab ich viel Basketball gespielt und kannte zig Leute, aber Ende Zwanzig hören die meisten und man selber irgendwann auch auf. (Verletzungen etc.)

Dazu ziehen nach dem Studium extrem viele Leute weit weg, viele andere heiraten, bekommen Kinder und müssen meistens zwangsweise auch weiter raus ziehen um noch eine bezahlbare Wohnung zu haben.

Studium war die geilste Zeit des Lebens, danach kollabiert alles. Lange Arbeitszeiten, lange Fahrtzeiten, kaum noch irgendwelche Kontakte. Nach der Abeit kommt man nur völlig fertig nach Hause und ist fertig mit der Welt. Am Wochenende nur Schlaf nachholen und Haushalt machen etc.

Und dabei hat man auch nur irgendeinen sinnlosen Job. Nichts mit toller Karriere oder so.

Der einzige Vorteil: man hat das Wochenende komplett frei, man kann Urlaub nehmen wann man will und man hat bisschen Geld, aber das Leben ist gefühlt trotzdem im Arsch.

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WiWi Gast

Leben nach dem Studium - Wie lief es bei euch?

WiWi Gast schrieb am 04.05.2021:

Hallo Leute,

ich würde gerne mal von euch erfahren wie sich euer Leben beim Berufseinstieg verändert hat.
Seid ihr in eine neue Stadt gezogen? Habt ihr euch auf die Arbeit und Karriere fokussiert oder seid ihr schon um 16 Uhr im Biergarten gesessen? Wie habt ihr euch einen neuen Freundeskreis aufgebaut? Wurden Freundschaften schwächer als Kinder ins Spiel kamen?

Ich werde bald meinen Abschluss machen und schwanke noch zwischen UB in der Großstadt oder doch lieber IGM in meiner Gegend.

Ganz ehrlich: Wenn du die Wahl hast, nimm IGM. UB macht man doch eh nur paar Jahre, ist ständig unterwegs und hat viele oberflächliche Kontakte.
Wenn du in deiner Gegend Leute kennst und Familie und Freunde hast, ist das doch eine super Sache.
Was bringt es dir in einer neuen Stadt zu sein, wo du niemanden kennst und dann 50-60h/Woche ackerst?

Ich habe Ende letzten Jahres mein Studium abgeschlossen und wollte unbedingt in meiner Gegend unterkommen, damit ich nicht wegziehen muss. Coronabedingt wurde es nichts mit der großen Auswahl an Unternehmen, so dass ich am Ende ein Plan B Arbeitgeber gewählt habe. Ich fand die Umstellung schon etwas schwierig. Man muss halt jeden Tag 8 Stunden arbeiten bzw. Präsenz zeigen. Ist die ersten Wochen schon anstrengend, wenn man, wie ich, der Typ 9 Uhr Aufstehen und erstmal bis 11 wenig machen war.

Was allerdings megageil ist: Feierabend ist auch Feierabend. Keine Abgabe, um die man sich noch kümmern muss. Kein schlechtes gewissen, dass man doch noch hätte lernen sollen. Freizeit ist einfach Freizeit. Wochenende ist komplett frei. Es bleibt auf einmal (sehr viel) Geld am Ende des Monats übrig.

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WiWi Gast

Leben nach dem Studium - Wie lief es bei euch?

Mein Leben hat sich nach dem Studium kaum verändert. Bin erstmal in der WG geblieben. Fast alle meine Freunde aus dem Studium sind auch da geblieben und wir treffen uns häufig unter der Woche auf ein Bier.
Am Wochenende knallen wir uns gerne trotzdem noch den Wiersig weg und haben Spaß :)

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WiWi Gast

Leben nach dem Studium - Wie lief es bei euch?

Kennst du dass, wenn Leute auf Arbeit sagen "Schon wieder Montag", oder "Endlich Freitag". Das ist so, weil es der Mehrheit der Menschen bei uns so geht wie dem Poster. Viele Jobs in der 1.Welt, sind stupide und ziemlich Sinnbefreit. Desshalb gibt es bei uns auch immer mehr Depressionen und in 1.Welt Ländern höhere Selbstmordraten, als in 3. Welt Ländern in denen es den Menschen materiell deutlich schlechter geht. Aber scheinbar psychische besser, weil das was sie tun, einen direkten Sinn stiftet. Anstelle den Fehler beim Poster zu suchen, solltest du das eher bei unserer Gesellschaft und unserer Wirtschafts-/Arbeitssystem tun.

WiWi Gast schrieb am 05.05.2021:

Irgendwas machst du gewaltig falsch. Such dir einen Psychologen. Niemand muss mit so einer Einstellung zum Leben leben. Es ist deine Einstellung (An der kann man arbeiten). Nicht das Leben. Und jetzt erzähl mir nichts von... Es gibt mehrer Milliarden Menschen die für das Privileg in einer Deutschen Stadt geboren zu sein alles geben würden und mehr daraus machen würden. Es kann schwer sein, okay. Aber im Selbstmitleid versinken ist eine andere Sache. Arschbacken zusammenkneifen und raus aus deinem Tief!

WiWi Gast schrieb am 05.05.2021:

Nach dem Studium war ich erst mal 6 Monate arbeitslos, dann irgendwann in der Nähe einfach irgendwas genommen (leider völlig fachfremd). Dort extrem unglücklich gewesen und nach 2 Jahren zum Glück betriebsbedingt gekündigt worden.

Dann in eine andere Stadt gezogen und dort in meinem eigentlichen Beruf angefangen. 3 Jahre dort geblieben und dann wieder zurück in meine eigentliche Stadt zurückgekehrt in meinem eigentlichen Bereich. (Dort in einer provisorischen Miniwohnung gewohnt und keine Freunde gefunden, ich hab mich immer auf dem Sprung gefühlt, hatte nie vor da für immer zu bleiben)

Freunde sind leider auf 0 gefallen. Früher hab ich viel Basketball gespielt und kannte zig Leute, aber Ende Zwanzig hören die meisten und man selber irgendwann auch auf. (Verletzungen etc.)

Dazu ziehen nach dem Studium extrem viele Leute weit weg, viele andere heiraten, bekommen Kinder und müssen meistens zwangsweise auch weiter raus ziehen um noch eine bezahlbare Wohnung zu haben.

Studium war die geilste Zeit des Lebens, danach kollabiert alles. Lange Arbeitszeiten, lange Fahrtzeiten, kaum noch irgendwelche Kontakte. Nach der Abeit kommt man nur völlig fertig nach Hause und ist fertig mit der Welt. Am Wochenende nur Schlaf nachholen und Haushalt machen etc.

Und dabei hat man auch nur irgendeinen sinnlosen Job. Nichts mit toller Karriere oder so.

Der einzige Vorteil: man hat das Wochenende komplett frei, man kann Urlaub nehmen wann man will und man hat bisschen Geld, aber das Leben ist gefühlt trotzdem im Arsch.

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WiWi Gast

Leben nach dem Studium - Wie lief es bei euch?

WiWi Gast schrieb am 05.05.2021:

Nach dem Studium war ich erst mal 6 Monate arbeitslos, dann irgendwann in der Nähe einfach irgendwas genommen (leider völlig fachfremd). Dort extrem unglücklich gewesen und nach 2 Jahren zum Glück betriebsbedingt gekündigt worden.

Dann in eine andere Stadt gezogen und dort in meinem eigentlichen Beruf angefangen. 3 Jahre dort geblieben und dann wieder zurück in meine eigentliche Stadt zurückgekehrt in meinem eigentlichen Bereich. (Dort in einer provisorischen Miniwohnung gewohnt und keine Freunde gefunden, ich hab mich immer auf dem Sprung gefühlt, hatte nie vor da für immer zu bleiben)

Freunde sind leider auf 0 gefallen. Früher hab ich viel Basketball gespielt und kannte zig Leute, aber Ende Zwanzig hören die meisten und man selber irgendwann auch auf. (Verletzungen etc.)

Dazu ziehen nach dem Studium extrem viele Leute weit weg, viele andere heiraten, bekommen Kinder und müssen meistens zwangsweise auch weiter raus ziehen um noch eine bezahlbare Wohnung zu haben.

Studium war die geilste Zeit des Lebens, danach kollabiert alles. Lange Arbeitszeiten, lange Fahrtzeiten, kaum noch irgendwelche Kontakte. Nach der Abeit kommt man nur völlig fertig nach Hause und ist fertig mit der Welt. Am Wochenende nur Schlaf nachholen und Haushalt machen etc.

Und dabei hat man auch nur irgendeinen sinnlosen Job. Nichts mit toller Karriere oder so.

Der einzige Vorteil: man hat das Wochenende komplett frei, man kann Urlaub nehmen wann man will und man hat bisschen Geld, aber das Leben ist gefühlt trotzdem im Arsch.

Du solltest dir glaube ich wirklich Hilfe suchen. Tut mir auf jeden fall leid, dass du das Leben nach dem Studium als so deprimierend empfindest.

Nun zum TE: Ich bin vor circa 8 Monaten in den Job eingestiegen nach dem Studium. Ich habe bei einer Big4 im Consulting angefangen und bin bisher mit meiner Wahl und meinem Leben nach dem Studium sehr zufrieden. Ich arbeite zwar häufig etwas länger (19/20 Uhr), habe aber super Kollegen und mir macht der Job einfach spaß. Es gibt mir sehr viel Energie, in einem motiverten Umfeld zu arbeiten.
Mein Leben hat sich insofern verändert, dass ich etwas unflexibler unter der Woche bin, was persönliche Termine angeht. Abends sehe ich aber häufig noch Freunde zum Fußball nach der Arbeit oder koche mit meiner Freundin was und schaue einen Film. 1-2 mal kam es vor, dass ich solche Pläne aufgrund von kurzfristigen Aufgaben mit Deadline absagen konnte, aber ist eher die Ausnahme. Durch die Überstunden Regelung bei meiner Big4 bin ich sehr sehr flexibel, was längere Reisen (nach Corona natürlich) angeht und diese abfeiern kann, was für mich ein super Ausgleich ist. Dementsprechend arbeite ich viel, kann aber auch viel Reisen (was für mich wirkliche Quality Time ist). Mein Privatleben kriege ich bisher super daneben gehändelt und am Wochenende unternehme ich dann alles mögliche mit Freunden. Das Leben ist schon anders, aber ich war im Studium sehr glücklich und bin es jetzt auch, also denke ich liegt es an einem selbst :)
Ein Tipp vielleicht noch der sich in meinem Umfeld zeigte: Die Leute die nach der Arbeit sich daran gewöhnen, sich nur von der Arbeit zu erholen, sind die die unglücklich sind. Du musst dir bewusst nach der Arbeit Dinge suchen die dir den Tag verschönern. Hoffe das hat geholfen

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WiWi Gast

Leben nach dem Studium - Wie lief es bei euch?

WiWi Gast schrieb am 04.05.2021:

Hallo Leute,

ich würde gerne mal von euch erfahren wie sich euer Leben beim Berufseinstieg verändert hat.
Seid ihr in eine neue Stadt gezogen? Habt ihr euch auf die Arbeit und Karriere fokussiert oder seid ihr schon um 16 Uhr im Biergarten gesessen? Wie habt ihr euch einen neuen Freundeskreis aufgebaut? Wurden Freundschaften schwächer als Kinder ins Spiel kamen?

Ich werde bald meinen Abschluss machen und schwanke noch zwischen UB in der Großstadt oder doch lieber IGM in meiner Gegend.

Ehrlich gesagt schlecht. Ich bin notgedrungen im Audit gelandet und hab es gehasst. Nach einer Session hab ich der Branche voller Narzissten den Rücken gekehrt. Hab den Fehler gemacht und nen guten Job nicht angenommen, weil ich Pendleln müssen hätte (2h/Tag).
Jetzt sitze ich im öD und langweil mich zu Tode. Studiere zwar nebenberuflich weiter, habe aber einfach weiterhin diese Zukunftsangst, dass mich später keine Sau haben will bzw. ich nie einen hochbezahlten Job kriege.
Hab vermutlich viele Fehler gemacht und bin einfach nur frustriert.

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WiWi Gast

Leben nach dem Studium - Wie lief es bei euch?

Ich fühle den Post von Typ zwei.

Nachdem man fertig ist, ist man leider übereifrig. Dann lernst du, dass je nach dem wo du bist auch nur mit Wasser gekocht wird.

Wenn du sehr ehrgeizig bist, wird das am Anfang ausgenutzt, allerdings möchten viele Abteilungen solche Mitarbeiter nicht haben, weil du im Prinzip den Job von 3 Leuten gleichzeitig machen könntest (irgendwie muss man ja die Stunden füllen). Die Bezahlung ist oftmals weit weg von dem, was hier gerne geschrieben wird.

Es ist Lebenszeitverschwendung. Und unglaublich fad. Oftmals fällt die geistige Herausforderung weg. Gefühlt brauchst du für 90% der Tätigkeiten eigentlich kein Studium.

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WiWi Gast

Leben nach dem Studium - Wie lief es bei euch?

WiWi Gast schrieb am 04.05.2021:

Hallo Leute,

ich würde gerne mal von euch erfahren wie sich euer Leben beim Berufseinstieg verändert hat.
Seid ihr in eine neue Stadt gezogen? Habt ihr euch auf die Arbeit und Karriere fokussiert oder seid ihr schon um 16 Uhr im Biergarten gesessen? Wie habt ihr euch einen neuen Freundeskreis aufgebaut? Wurden Freundschaften schwächer als Kinder ins Spiel kamen?

Ich werde bald meinen Abschluss machen und schwanke noch zwischen UB in der Großstadt oder doch lieber IGM in meiner Gegend.

Mein Leben hat sich nach dem Studium eigentlich kaum verändert. Hab in der nächstgrößeren Stadt ein Duales Studium bei einem IGM Konzern gemacht und arbeite nun im Controlling. Hatte ich sogar im Vorstellungsgespräch als Wunschabteilung bezeichnet. Bin auch heute noch im Familienhaus und als Single möchte ich auch nicht unbedingt alleine wohnen.

Arbeit läuft super. Nach 6 Monaten immer noch neue Themen, aber auch schon Routinen. Fange immer um 9:00 Uhr an und Feierabend ist meistens so ab 16:00 Uhr, wenn keine Abgabefristen sind. Sehr angenehm.

Was mich tatsächlich etwas stört ist die banale Sache, dass ich jetzt Geld zur Verfügung habe und es nicht ausgebe, weil ich einfach keine Ahnung habe wofür. Was macht man mit monatlich >2 k EUR Sparrate?
Ist zwar seltsam, aber was habt ihr mit dem hohen Geldanstieg nach dem Studium gemacht?

Fand den Gedanken vom vielen Geld immer Recht attraktiv, aber solangsam frage ich mich wohin damit?

Auto - Vorhanden
Häusle - Kommt nicht in Frage
Investieren - Führt ja nur dazu, dass noch mehr Geld rumliegt

Ernstgemeinte Frage. Was macht ihr mit all dem Geld? Selbst wenn ich ausziehen würde, hätte ich ja immer noch eine viel zu hohe (?) Sparrate.

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WiWi Gast

Leben nach dem Studium - Wie lief es bei euch?

WiWi Gast schrieb am 04.05.2021:

Hallo Leute,

ich würde gerne mal von euch erfahren wie sich euer Leben beim Berufseinstieg verändert hat.
Seid ihr in eine neue Stadt gezogen? Habt ihr euch auf die Arbeit und Karriere fokussiert oder seid ihr schon um 16 Uhr im Biergarten gesessen? Wie habt ihr euch einen neuen Freundeskreis aufgebaut? Wurden Freundschaften schwächer als Kinder ins Spiel kamen?

Ich werde bald meinen Abschluss machen und schwanke noch zwischen UB in der Großstadt oder doch lieber IGM in meiner Gegend.

Nach meinem Studium bin ich für meinen ersten Job aus FFM in den Süden aufs Land gezogen. Das hat sich durch meine Tätigkeit als Werksstudent bei diesem Unternehmen so ergeben. Rückblickend betrachtet wollte ich wohl einfach mal weg von zuhause...

Dort kannten sich alle seit dem Kindergarten und man war immer der Fremde. Habe in der Zeit bis auf Smalltalk bei der Arbeit auch nicht wirklich Anschluss gefunden. Die Arbeit an sich war mehr oder weniger spannend aber der Büroalltag hat sich nach der Freiheit im Studium angefühlt als würde man in Ketten gelegt werden.

Nach 2 Jahren bin ich wieder zurück nach Frankfurt und durch Corona -bis auf ein paar Auswärtstermine- durchgehend im Homeoffice. Für mich ist das nun eine ganz neue bzw. wiedergewonnene Lebensqualität.

Bzgl. Kontakt zu alten Freunden habe ich festgestellt, dass gemeinsam mal zocken nach Feierabend nicht schlecht ist. Man ist nicht ortsgebunden, kann unter der Woche mal ne halbe Stunde quatschen, lachen und ab und zu auch was fürs Wochenende ausmachen und so leicht Kontakt halten.

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The Heir

Leben nach dem Studium - Wie lief es bei euch?

WiWi Gast schrieb am 05.05.2021:

Irgendwas machst du gewaltig falsch. Such dir einen Psychologen. Niemand muss mit so einer Einstellung zum Leben leben. Es ist deine Einstellung (An der kann man arbeiten). Nicht das Leben. Und jetzt erzähl mir nichts von... Es gibt mehrer Milliarden Menschen die für das Privileg in einer Deutschen Stadt geboren zu sein alles geben würden und mehr daraus machen würden. Es kann schwer sein, okay. Aber im Selbstmitleid versinken ist eine andere Sache. Arschbacken zusammenkneifen und raus aus deinem Tief!

Nach dem Studium war ich erst mal 6 Monate arbeitslos, dann irgendwann in der Nähe einfach irgendwas genommen (leider völlig fachfremd). Dort extrem unglücklich gewesen und nach 2 Jahren zum Glück betriebsbedingt gekündigt worden.

Dann in eine andere Stadt gezogen und dort in meinem eigentlichen Beruf angefangen. 3 Jahre dort geblieben und dann wieder zurück in meine eigentliche Stadt zurückgekehrt in meinem eigentlichen Bereich. (Dort in einer provisorischen Miniwohnung gewohnt und keine Freunde gefunden, ich hab mich immer auf dem Sprung gefühlt, hatte nie vor da für immer zu bleiben)

Freunde sind leider auf 0 gefallen. Früher hab ich viel Basketball gespielt und kannte zig Leute, aber Ende Zwanzig hören die meisten und man selber irgendwann auch auf. (Verletzungen etc.)

Dazu ziehen nach dem Studium extrem viele Leute weit weg, viele andere heiraten, bekommen Kinder und müssen meistens zwangsweise auch weiter raus ziehen um noch eine bezahlbare Wohnung zu haben.

Studium war die geilste Zeit des Lebens, danach kollabiert alles. Lange Arbeitszeiten, lange Fahrtzeiten, kaum noch irgendwelche Kontakte. Nach der Abeit kommt man nur völlig fertig nach Hause und ist fertig mit der Welt. Am Wochenende nur Schlaf nachholen und Haushalt machen etc.

Und dabei hat man auch nur irgendeinen sinnlosen Job. Nichts mit toller Karriere oder so.

Der einzige Vorteil: man hat das Wochenende komplett frei, man kann Urlaub nehmen wann man will und man hat bisschen Geld, aber das Leben ist gefühlt trotzdem im Arsch.

Er hat doch komplett recht. Kann Ihn 100% verstehen. Habe auch den nächstbesten Job nach etwa 6 Monate angenommen, bezahlung ist okay, bereue es aber zutiefst dort angefangen zu haben.

Karrieremöglichkeiten quasi nicht existent. Kann auch erst in 2 Jahren raus, da Bindungsfrist (Weiterbildungen bekommen).

Es macht auch alles kein Sinn. Wir ackern uns den ar*ch ab und wofür das ganze? Das einzige was noch bleibt ist die Hoffnung das man es doch irgendwie "schafft". Sonst finde ich so ein Leben wie ich (und x-tausend andere es führen) wohl kaum wirklich lebenswert... Fünf Tage moderne Sklaverei und 2 Tage frei wo man den Samstag sich eh nur ausruht aus den Strapazen und den Sonntag man eh nicht genießen kann wegen Montag

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WiWi Gast

Leben nach dem Studium - Wie lief es bei euch?

Sorry, aber das ist doch lächerlich.

Du bist vor 8 Monaten (also September 2020) bei einer Big4 eingestiegen und hast wahrscheinlich von den 150 Arbeitstagen seit Deinem Berufsstart an 120 Tagen im Homeoffice gesessen. Dann zu erzählen, man hätte "meist auch länger, bis 19/20 Uhr" gearbeitet, ist ungefähr so, also würde man stolz erzählen, dass man keinen Fernseher mehr hat [aber 10h pro Tag vor youtube oder netflix hängt]. Also reines Virtue Signalling.

Aus Deiner Situation dem frustrierten Ratschläge geben zu wollen ist etwas übereblich, bestenfalls naiv.

WiWi Gast schrieb am 05.05.2021:

Nach dem Studium war ich erst mal 6 Monate arbeitslos, dann irgendwann in der Nähe ...

Du solltest dir glaube ich wirklich Hilfe suchen. Tut mir auf jeden fall leid, dass du das Leben nach dem Studium als so deprimierend empfindest.

Nun zum TE: Ich bin vor circa 8 Monaten in den Job eingestiegen nach dem Studium. Ich habe bei einer Big4 im Consulting angefangen und bin bisher mit meiner Wahl und meinem Leben nach dem Studium sehr zufrieden. Ich arbeite zwar häufig etwas länger (19/20 Uhr), habe aber super Kollegen und mir macht der Job einfach spaß. Es gibt mir sehr viel Energie, in einem motiverten Umfeld zu arbeiten.
Mein Leben hat sich insofern verändert, dass ich etwas unflexibler unter der Woche bin, was persönliche Termine angeht. Abends sehe ich aber häufig noch Freunde zum Fußball nach der Arbeit oder koche mit meiner Freundin was und schaue einen Film. 1-2 mal kam es vor, dass ich solche Pläne aufgrund von kurzfristigen Aufgaben mit Deadline absagen konnte, aber ist eher die Ausnahme. Durch die Überstunden Regelung bei meiner Big4 bin ich sehr sehr flexibel, was längere Reisen (nach Corona natürlich) angeht und diese abfeiern kann, was für mich ein super Ausgleich ist. Dementsprechend arbeite ich viel, kann aber auch viel Reisen (was für mich wirkliche Quality Time ist). Mein Privatleben kriege ich bisher super daneben gehändelt und am Wochenende unternehme ich dann alles mögliche mit Freunden. Das Leben ist schon anders, aber ich war im Studium sehr glücklich und bin es jetzt auch, also denke ich liegt es an einem selbst :)
Ein Tipp vielleicht noch der sich in meinem Umfeld zeigte: Die Leute die nach der Arbeit sich daran gewöhnen, sich nur von der Arbeit zu erholen, sind die die unglücklich sind. Du musst dir bewusst nach der Arbeit Dinge suchen die dir den Tag verschönern. Hoffe das hat geholfen

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WiWi Gast

Leben nach dem Studium - Wie lief es bei euch?

Ich habe auch nach dem Studium mehrere Jobs gehabt. Ich war auch nie so richtig zufrieden. Und war ständig am wechseln. Immer auf der Suche nach dem besseren Job.

Ich bin dann vor einigen Jahren als Prof. an eine FH an meinem Wohnort gewechselt. Die Wohnhortnähe war wirklich großes Glück. Ich finde meinen Job jetzt super. Ich kann super autonom über meinen Berufsalltag bestimmen und muss mich nicht ständig vor irgendwelchen Vorgesetzten rechtfertigen. Auch die Zeiteinteilung ist als Familienvater perfekt.

Von daher: Wenn man nicht zufrieden ist, einfach den Wechsel wagen. Irgendwann kommt schon das passende.

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WiWi Gast

Leben nach dem Studium - Wie lief es bei euch?

Arbeite bei einem Hidden Champion und finde es super. Viel Homeoffice, gutes Gehalt, spannende Tätigkeiten und trotzdem ist um spätestens 17 Uhr Schluss. Solche Erfahrungsberichte wie die von dem Kollegen oben finde ich schockierend, da würde ich sofort alles in Bewegung setzen um etwas anderes zu finden. Niemand sollte in Deutschland wegen zu viel Arbeit Schlaf nachholen müssen (es sei denn man will es als IBler so).

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WiWi Gast

Leben nach dem Studium - Wie lief es bei euch?

WiWi Gast schrieb am 05.05.2021:

Ernstgemeinte Frage. Was macht ihr mit all dem Geld? Selbst wenn ich ausziehen würde, hätte ich ja immer noch eine viel zu hohe (?) Sparrate.

Also Möglichkeiten um Geld für schöne Erlebnisse oder Dinge auszugeben, gibt es auf dieser Welt doch mehr als genug. Wenn dich das alles nicht interessiert, spende es doch oder geh auf Teilzeit.

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WiWi Gast

Leben nach dem Studium - Wie lief es bei euch?

Ich bin in der Logistik zuhause und wollte nach dem Master etwas von der Welt sehen.
Und um Berufs- und Lebenserfahrung zu sammeln habe ich in den ersten fünf Jahren vier Jobs gehabt. Alle im Ausland. USA, Kanada, Singapur und in den Vereinigten Arabischen Emiraten.

Habe in der Zeit echt viel gelernt, nicht nur für den Job. Menschlich/Persönlich hat mir die Zeit glaube ich sehr viel gebracht. Man wird halt erwachsen. In den USA wurde mir ein dauerhafter Job angeboten. Das hatte ich aber nach längerer Überlegung abgelehnt. Bin 2018 zurück nach Deutschland und arbeite nun für ein Beratungsunternehmen, welches sich auf die Logistikberatung spezialisiert hat. Das Gehalt und die Work-Live Balance sind ganz gut. Und wenn alles gut geht fange ich im kommenden Jahr mit meiner Promotion an.

Kann eigentlich jedem nur dazu raten mal für eine gewisse Zeit ins Ausland zu gehen. Wenn sich einem diese Möglichkeit bietet.

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WiWi Gast

Leben nach dem Studium - Wie lief es bei euch?

WiWi Gast schrieb am 05.05.2021:

Ernstgemeinte Frage. Was macht ihr mit all dem Geld? Selbst wenn ich ausziehen würde, hätte ich ja immer noch eine viel zu hohe (?) Sparrate.

Gibs Deinen Eltern.

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WiWi Gast

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WiWi Gast schrieb am 05.05.2021:

Hallo Leute,

ich würde gerne mal von euch erfahren wie sich euer Leben beim Berufseinstieg verändert hat.
Seid ihr in eine neue Stadt gezogen? Habt ihr euch auf die Arbeit und Karriere fokussiert oder seid ihr schon um 16 Uhr im Biergarten gesessen? Wie habt ihr euch einen neuen Freundeskreis aufgebaut? Wurden Freundschaften schwächer als Kinder ins Spiel kamen?

Ich werde bald meinen Abschluss machen und schwanke noch zwischen UB in der Großstadt oder doch lieber IGM in meiner Gegend.

Mein Leben hat sich nach dem Studium eigentlich kaum verändert. Hab in der nächstgrößeren Stadt ein Duales Studium bei einem IGM Konzern gemacht und arbeite nun im Controlling. Hatte ich sogar im Vorstellungsgespräch als Wunschabteilung bezeichnet. Bin auch heute noch im Familienhaus und als Single möchte ich auch nicht unbedingt alleine wohnen.

Arbeit läuft super. Nach 6 Monaten immer noch neue Themen, aber auch schon Routinen. Fange immer um 9:00 Uhr an und Feierabend ist meistens so ab 16:00 Uhr, wenn keine Abgabefristen sind. Sehr angenehm.

Was mich tatsächlich etwas stört ist die banale Sache, dass ich jetzt Geld zur Verfügung habe und es nicht ausgebe, weil ich einfach keine Ahnung habe wofür. Was macht man mit monatlich >2 k EUR Sparrate?
Ist zwar seltsam, aber was habt ihr mit dem hohen Geldanstieg nach dem Studium gemacht?

Fand den Gedanken vom vielen Geld immer Recht attraktiv, aber solangsam frage ich mich wohin damit?

Auto - Vorhanden
Häusle - Kommt nicht in Frage
Investieren - Führt ja nur dazu, dass noch mehr Geld rumliegt

Ernstgemeinte Frage. Was macht ihr mit all dem Geld? Selbst wenn ich ausziehen würde, hätte ich ja immer noch eine viel zu hohe (?) Sparrate.

Deine Probleme möcht ich haben

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WiWi Gast

Leben nach dem Studium - Wie lief es bei euch?

WiWi Gast schrieb am 06.05.2021:

Sorry, aber das ist doch lächerlich.

Du bist vor 8 Monaten (also September 2020) bei einer Big4 eingestiegen und hast wahrscheinlich von den 150 Arbeitstagen seit Deinem Berufsstart an 120 Tagen im Homeoffice gesessen. Dann zu erzählen, man hätte "meist auch länger, bis 19/20 Uhr" gearbeitet, ist ungefähr so, also würde man stolz erzählen, dass man keinen Fernseher mehr hat [aber 10h pro Tag vor youtube oder netflix hängt]. Also reines Virtue Signalling.

Aus Deiner Situation dem frustrierten Ratschläge geben zu wollen ist etwas übereblich, bestenfalls naiv.

Nach dem Studium war ich erst mal 6 Monate arbeitslos, dann irgendwann in der Nähe ...

Du solltest dir glaube ich wirklich Hilfe suchen. Tut mir auf jeden fall leid, dass du das Leben nach dem Studium als so deprimierend empfindest.

Nun zum TE: Ich bin vor circa 8 Monaten in den Job eingestiegen nach dem Studium. Ich habe bei einer Big4 im Consulting angefangen und bin bisher mit meiner Wahl und meinem Leben nach dem Studium sehr zufrieden. Ich arbeite zwar häufig etwas länger (19/20 Uhr), habe aber super Kollegen und mir macht der Job einfach spaß. Es gibt mir sehr viel Energie, in einem motiverten Umfeld zu arbeiten.
Mein Leben hat sich insofern verändert, dass ich etwas unflexibler unter der Woche bin, was persönliche Termine angeht. Abends sehe ich aber häufig noch Freunde zum Fußball nach der Arbeit oder koche mit meiner Freundin was und schaue einen Film. 1-2 mal kam es vor, dass ich solche Pläne aufgrund von kurzfristigen Aufgaben mit Deadline absagen konnte, aber ist eher die Ausnahme. Durch die Überstunden Regelung bei meiner Big4 bin ich sehr sehr flexibel, was längere Reisen (nach Corona natürlich) angeht und diese abfeiern kann, was für mich ein super Ausgleich ist. Dementsprechend arbeite ich viel, kann aber auch viel Reisen (was für mich wirkliche Quality Time ist). Mein Privatleben kriege ich bisher super daneben gehändelt und am Wochenende unternehme ich dann alles mögliche mit Freunden. Das Leben ist schon anders, aber ich war im Studium sehr glücklich und bin es jetzt auch, also denke ich liegt es an einem selbst :)
Ein Tipp vielleicht noch der sich in meinem Umfeld zeigte: Die Leute die nach der Arbeit sich daran gewöhnen, sich nur von der Arbeit zu erholen, sind die die unglücklich sind. Du musst dir bewusst nach der Arbeit Dinge suchen die dir den Tag verschönern. Hoffe das hat geholfen

Ich bin der Verfasser und weiss nicht genau worauf du hinaus willst. Ist es für dich nicht nachvollziehbar, dass dieser Karierreweg der richtige für mich persönlich ist und ich trotzdem mein privatleben gut daneben organisiert bekomme?

Wie gesagt ich bin mit meiner Entscheidung und wie ich mein Privatleben mit dem Beruf vereinbaren kann sehr zufrieden und allgemein happy. Ich kann relativ klar absehen, welche Karierremöglichkeiten sich in den kommenden Jahren ergeben werden, welche für mich attraktiv erscheinen und gleichzeitig werde ich in Form von Überstundenausgleich immer wieder Zeit für längere Auszeiten haben. Mein Lebensmodell wird sicher nicht jedem taugen, aber ich kann dieses mal als Beispiel hier aufführen, weil genau danach gefragt wurde.

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WiWi Gast

Leben nach dem Studium - Wie lief es bei euch?

WiWi Gast schrieb am 06.05.2021:

Ich bin in der Logistik zuhause und wollte nach dem Master etwas von der Welt sehen.
Und um Berufs- und Lebenserfahrung zu sammeln habe ich in den ersten fünf Jahren vier Jobs gehabt. Alle im Ausland. USA, Kanada, Singapur und in den Vereinigten Arabischen Emiraten.

Habe in der Zeit echt viel gelernt, nicht nur für den Job. Menschlich/Persönlich hat mir die Zeit glaube ich sehr viel gebracht. Man wird halt erwachsen. In den USA wurde mir ein dauerhafter Job angeboten. Das hatte ich aber nach längerer Überlegung abgelehnt. Bin 2018 zurück nach Deutschland und arbeite nun für ein Beratungsunternehmen, welches sich auf die Logistikberatung spezialisiert hat. Das Gehalt und die Work-Live Balance sind ganz gut. Und wenn alles gut geht fange ich im kommenden Jahr mit meiner Promotion an.

Kann eigentlich jedem nur dazu raten mal für eine gewisse Zeit ins Ausland zu gehen. Wenn sich einem diese Möglichkeit bietet.

Kannst du sagen in welcher Beratung du bist?

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WiWi Gast

Leben nach dem Studium - Wie lief es bei euch?

12h vor ner Nähmaschine zu sitzen find ich nicht sehr sinnstiftend. Ich denke beim TE ist das Problem dass er während des Studiums ein sehr erfülltes Leben hatte das er nun nicht mehr hat. Bei mir war das ähnlich, vor allem weil ich auch verltzungsbedingt keinen Sport mehr machen konnte. Und dann war mein erster Job auch alles andere als spannend. Aber als ich mich dann damit halbwegs abgefunden hatte und mir neue Ziele (Familie, neues Hobbies) gesucht hat, ging’s mir auch wieder besser. Aber etwas Resignation bleibt schon. Naja that‘s life.

WiWi Gast schrieb am 05.05.2021:

Kennst du dass, wenn Leute auf Arbeit sagen "Schon wieder Montag", oder "Endlich Freitag". Das ist so, weil es der Mehrheit der Menschen bei uns so geht wie dem Poster. Viele Jobs in der 1.Welt, sind stupide und ziemlich Sinnbefreit. Desshalb gibt es bei uns auch immer mehr Depressionen und in 1.Welt Ländern höhere Selbstmordraten, als in 3. Welt Ländern in denen es den Menschen materiell deutlich schlechter geht. Aber scheinbar psychische besser, weil das was sie tun, einen direkten Sinn stiftet. Anstelle den Fehler beim Poster zu suchen, solltest du das eher bei unserer Gesellschaft und unserer Wirtschafts-/Arbeitssystem tun.

Irgendwas machst du gewaltig falsch. Such dir einen Psychologen. Niemand muss mit so einer Einstellung zum Leben leben. Es ist deine Einstellung (An der kann man arbeiten). Nicht das Leben. Und jetzt erzähl mir nichts von... Es gibt mehrer Milliarden Menschen die für das Privileg in einer Deutschen Stadt geboren zu sein alles geben würden und mehr daraus machen würden. Es kann schwer sein, okay. Aber im Selbstmitleid versinken ist eine andere Sache. Arschbacken zusammenkneifen und raus aus deinem Tief!

Nach dem Studium war ich erst mal 6 Monate arbeitslos, dann irgendwann in der Nähe einfach irgendwas genommen (leider völlig fachfremd). Dort extrem unglücklich gewesen und nach 2 Jahren zum Glück betriebsbedingt gekündigt worden.

Dann in eine andere Stadt gezogen und dort in meinem eigentlichen Beruf angefangen. 3 Jahre dort geblieben und dann wieder zurück in meine eigentliche Stadt zurückgekehrt in meinem eigentlichen Bereich. (Dort in einer provisorischen Miniwohnung gewohnt und keine Freunde gefunden, ich hab mich immer auf dem Sprung gefühlt, hatte nie vor da für immer zu bleiben)

Freunde sind leider auf 0 gefallen. Früher hab ich viel Basketball gespielt und kannte zig Leute, aber Ende Zwanzig hören die meisten und man selber irgendwann auch auf. (Verletzungen etc.)

Dazu ziehen nach dem Studium extrem viele Leute weit weg, viele andere heiraten, bekommen Kinder und müssen meistens zwangsweise auch weiter raus ziehen um noch eine bezahlbare Wohnung zu haben.

Studium war die geilste Zeit des Lebens, danach kollabiert alles. Lange Arbeitszeiten, lange Fahrtzeiten, kaum noch irgendwelche Kontakte. Nach der Abeit kommt man nur völlig fertig nach Hause und ist fertig mit der Welt. Am Wochenende nur Schlaf nachholen und Haushalt machen etc.

Und dabei hat man auch nur irgendeinen sinnlosen Job. Nichts mit toller Karriere oder so.

Der einzige Vorteil: man hat das Wochenende komplett frei, man kann Urlaub nehmen wann man will und man hat bisschen Geld, aber das Leben ist gefühlt trotzdem im Arsch.

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