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Druck/Stress Arbeitsleben vs. Studium

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WiWi Gast

Druck/Stress Arbeitsleben vs. Studium

Ihr kennt das wahrscheinlich das im Studium noch einige Hausarbeiten offen waren, auf Klausuren zu lernen waren und es immer einen gewissen Druck gab, sodass man Abends Zuhause nie einen freien Kopf hatte. Natürlich konnte man sich auch entspannen aber oft kreisten die gedanken noch rund ums Studium + Zukunft.
Ändert sich das mit dem Berufseinstieg - im Berufsleben ?
Kann man nach Feierabend die Gedanken auch ruhig im Büro lassen und hat einen freien Kopf oder nimmt man den Stress, Druck, Angst noch mit nach Hause ?
Was sind eure Erfahrungen?

Gruß

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WiWi Gast

Re: Druck/Stress Arbeitsleben vs. Studium

sehr geiles thema, würde mich auch brennend interessieren.
bisher habe ich von freunden und bekannten nur gehört, dass man nie mehr so viel freizeit haben wird, wie im studium und daher seine zeit an der uni genießen sollte.
ich muss allerdings sagen, dass es mir debst an die substanz ging, ständig dem notendruck ausgeliefert zu sein. ständig diese zukunftsangst: "wenn du nicht top noten gepaart mit guten praktikas und kurzer studienzeit vorzuweisen hast, war das studium für die katz..." dauerstress pur.
man entwickelt also eine art hoffnung, dass nach dem studium alles besser wird. wenn man halbwegs humane arbeitszeiten und nen sicheren arbeitsplatz hat, dann bringt man während der arbeit leistung, kann sich aber nach feierabend den schönen dingen des lebens widmen, ohne ein schlechtes gewissen zu haben, dass man ja noch lernen muss etc..
also leute, wunschdenken oder realität?

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WiWi Gast

Re: Druck/Stress Arbeitsleben vs. Studium

Weder noch.
Bei anspruchsvolleren Jobs gibt es immer Phasen in denen wichtige Entscheidungen getroffen werden müssen oder in dem zeitnah Ergebnisse erzielt werden müssen. Wenn ich an solchen Tagen lange arbeite krieg ich manchmal nicht den Kopf abends total frei. Dann denke ich unter Umständen auch noch im Bett über bestimmte Situationen / Szenarien nach etc. Man macht sich innerlich auch Druck.
Aber das gleicht sich bei mit Gott sei Dank mit den Phasen aus in denen ich ganz beruhigt ins Wochenende gehen kann. Heute z. B. werde ich sowas von entspannt ins Wochenende schliddern und brauche mir um NIX Gedanken zu machen. Im Studium, gerade nach Bologna, hat man aber tatsächlich schon einen gewissen Dauerdruck der ja auch damit einhergeht das nach dem Studium erst Mal ein Job gefunden muss. Die Jobsuche ist dann wieder verbunden mit Wohnungssuche etc.
Ich würde sagen so eine gewisse innere Ruhe kehrt dann so 3-4 Monate bzw. nach der Probezeit im neuen Job ein.

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WiWi Gast

Re: Druck/Stress Arbeitsleben vs. Studium

kommt drauf an, was man dann für einen Job hat. selten kann man verhindern, dass man was gedanklich mit nach hause nimmt. manchmal kannste auch direkt den Papierstapel einsacken und zu hause weitermachen. sicher gibt es auch jobs, bei denen die Freizeit noch viel eingeschränkter ist. letztendlich hat man das aber auch ein wenig selbst in der Hand.

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WiWi Gast

Re: Druck/Stress Arbeitsleben vs. Studium

Ich fand das Studium wesentlich stressiger als den Arbeitsalltag. Natürlich hat man im studium die ultimative flexibilität aber es ist schon wie du sagst. Man hat nie nie den Kopf frei. Ich war einer der glücklichen der ein "Burnout" bekommen hat und ich hab mein Studium mit letzter Kraft in Regelstudienzeit durchgezogen.
Ich unterlag eben genau diesem dauernden Druck. In jeder freien Minute hatte ich im Kopf "verdammt, du musst noch dies und das unbedingt fertig machen".
Ich empfinde studieren als nicht entspannend. In der Arbeitwelt hat man natürlich wenig flexibilität ist quasi den halben Tag fest eingebunden. Aber dafür hat man auch Feierabend. Das Wochenende ist Wochenende und Urlaub heißt Urlaub. Man geht aus der Tür und hat den Kopf frei, abend kann man auf dem Sofa sitzen und mist im TV gucken ohne ein schlechtes Gewissen zu haben. "Ich müsste eigentlich was wichtigeres tun".
Das hatte ich im Studium nie. Genau das gleiche höre ich aber von all meinen Studienkollegen.

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WiWi Gast

Re: Druck/Stress Arbeitsleben vs. Studium

ja es kommt sehr darauf an.

Mein Einstiegsjob, eine mittelständische Beratungsfirma bei der ich es knapp 3 Jahre aushielt, war definitiv um längen härter als mein Wirt-Ing FH Studium. Im Studium habe ich, wenn ich ehrlich bin, vllt 20 - 30 Stunden effektiv pro Woche was fürs Studium getan ( inkl. Vorlesungen zu vielen ging ich gar nicht hin wenn es ein gutes Skript gab, Anwesenheitspflicht gab es nicht ). In den Semesterferien musste ich weit weniger tun. Da gab es hin und wieder mal eine Blockveranstalltung oder halt das lernen auf Klausuren, sonst hab ich als Werkstudent in den Ferien gearbeitet.

Im ersten Job hatte ich regelmässig 50 - 60 H Wochen + Reisezeit. Es kam auch mal vor, dass am WE gearbeitet oder auch mal eine Nachtschicht eingelegt wurde ( ohne ÜBerstundenvergütung ! ).

Nach 3 Jahren bin ich zu einem Konzern gewechselt mit 35 H Woche, Tarifbindung usw und das ist ähnlich wie studieren. Klar man muss seine Leistung bringen, aber der Druck ist nicht so hoch wie im Beraterjob, WE ist frei. Alles in allem habe ich jetzt weniger Druck als im Studium, da ich gut verdiene und so keinerlei Geld Sorgen habe. Die Geldsorgen fand ich im Studium fast am schlimmsten, ich kam meist jeden Monat auf Null raus. Bekam kein Bafög und nur minimal Unterstützung von meinen Eltern, musste mir das meiste selbst zusammen arbeiten.

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WiWi Gast

Re: Druck/Stress Arbeitsleben vs. Studium

Ich hatte ein relativ stressiges Studium mit viel Lernerei abends und am Wochenende. Beim Job haben sich feste Arbeitszeiten und eine sorgenfreie Freizeit ergeben. Ich denke, vieles kann man sich selbst einrichten und "jeder ist seines Glückes Schmied". Meinen Job würde ich immer wieder wählen, studieren muss ich nicht nochmal. Wie oben beschrieben sind freie Abende und Wochenenden solch ein Genuss, dazu immer etwas Kohle auf dem Konto für den nächsten Biergarten. Das wollte ich nicht gegen Dauerdruck und ein karges Leben eintauschen.

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WiWi Gast

Re: Druck/Stress Arbeitsleben vs. Studium

Während des Studiums kannte ich Druck / Streß gar nicht - natürlich wollte ich in der Regelstudienzeit bleiben und einigermaßen passable Noten schreiben, aber es war außer vllt. am Vorabend einer Prüfung nie so, dass mich das irgendwie belastet hätte. Im Berufsleben sieht das schon anders aus, gerade mit zunehmender Verantwortung habe ich durch die Aufgabenmenge / Termindruck und die "Ansprüche", die ich selbst an die Qualität meiner Arbeit stelle, schon oft Streß...

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WiWi Gast

Re: Druck/Stress Arbeitsleben vs. Studium

Zu mir: Bachelor/Master winf. Werkstudentenjobs während der 13 Semester Studium: 9 Semester.

Jetzt bin ich in einem igmetall konzern mit 35h/Woche und 30 Tagen Urlaub und es ist das Paradies im Gegensatz zum Studium. Nicht wirst du mal vernünftig für deine Arbeit entlohnt, nein, du hast sogar in den ca. 10 Wochen (Überstunden müssen abgefiert werden) Jahresurlaub echt mal wirklich frei. Es erwartet dich keine Hausarbeit, programmierpraktikm oder sonstige Dinge.

Alle kommen immer an und sagen: schade, dass Studium vorbei ist, oder? Ich Sage nur immer: nein! Endlich vorbei den Scheiß!

Das hängt aber natürlich immer von einem selber ab. Der partystudent, der später bei b4 anfängt wird natürlich das Gegenteil behaupten.

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WiWi Gast

Re: Druck/Stress Arbeitsleben vs. Studium

Die Probe-/Einarbeitungszeit war grauenhaft (lag an der Firma), keine richtige Einarbeitung, nur Druck. Die Kollegen kannten sich nicht aus, da die Position neu war. Der Vorgesetzte war oft nicht da oder anderweitig beschäftigt.
Nach 3 Monaten ging das schon an die Substanz, weil immer mehr anfiel und abgearbeitet werden musste. Nach einem Kreislaufkollaps habe ich dort aufgehört und inzwischen was Besseres gefunden. Die Position war nach ein paar Monaten wieder ausgeschrieben..

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WiWi Gast

Re: Druck/Stress Arbeitsleben vs. Studium

ja, es ändert sich- die belastung wird nämlich grösser im berufsleben. keine spontanen aus- oder downzeiten mehr, min 5 tage die woche von früh bis spät druck. und dieser druck bezieht sich auf dein berufliches fortkommen, dein ansehen, deine perspektiven, dein geld. nicht auf irgendwelche noten. geniess die zeit im studium.

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WiWi Gast

Re: Druck/Stress Arbeitsleben vs. Studium

Das Thema ist sehr interessant.

Ich arbeite seit ca 1.5 Jahren. Bei mir ist es so, dass ich immer noch sehr froh bin diesen Notendruck nicht mehr zu haben.
Auf der anderen Seite kann man unter der Woche nicht mehr so viel machen.
Ich arbeitsintensiven Wochen mit >48 Stunden schaffe ich es nur am WE den Kopf frei zu bekommen. (arbeite im Schnitt 43 Stunden)
In normalen Wochen wenn nix gravierendes passiert ist geht es aber ganz schnell den Kopf frei zu bekommen. Die Methode 20 min die Augen zu machen funktuniert bei mir da am Besten.
Natürlich gibt es auch alle Fälle zwischen diesen zwei beschriebenen.

Was du aber definitiv genau weißt ist, wann du frei hast und WE bzw. Urlaub ist.

Viel Spaß bei der Jobsuche.

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WiWi Gast

Re: Druck/Stress Arbeitsleben vs. Studium

Bin jetzt im letzten semester mehre Praktika bei IB's Ausland Schnitt 1.9 hab jetzt mehrere Gespräche und vor 2 Wochen einen üblen Burn-out zusammenbruch, Bewusstlos etc. ....gleich alles checken lassen ob in der Birne alles stimmt. . hatte 5-6 baustellen gleichzeitig. mehrere VG's 8 Klausuren Mündliche Prüfung und seit 2009 keine Woche Frei. In den Ferien hab ich in der IB gekloppt. in 1 mal umgezogen, Freundin futsch usw usw. Ich bin froh wenn ich einen Job hab und weiß das ich am Wochenende wieder den Tatort schauen kann ohne schlechtes gewissen und mit einem gewissen finanziellen Backup.

Es kommt immer drauf an was für ein Typ man ist. Mir kamen die Sachen im Studium nie zugeflogen. ich musste wesentlich mehr Kraft aufwenden um die selben Ergebnisse zu erzielen wie einige meiner Kollegen. Irgendwann machts halt ein schlag. Alkohol tut sein übriges.

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WiWi Gast

Re: Druck/Stress Arbeitsleben vs. Studium

Ich leide momentan total unter dem Notendruck und habe mein Praktikum zwar als anstrengend empfunden, weil man nur am Wochenende Zeit für sich hatte, aber dafür konnte ich das Wochenende wirklich mal als Wochenende genießen. Ich denke, dass wenn der Job Soaß macht und das Team gut ist, dann ist es wesentlich leichter auch unter der Woche den Kopf frei zu kriegen. Gegen Ende musste ich mich zB oft über Kollegen und Aufgaben ärgern, das ging an die Substanz und teilweise nahm man das auch ins Wochenende mit.

Das einzige, wovor ich mich richtig fürchte ist, dass ich nur wegen des Notendrucks nicht den Master machen werde und deshalb Angst habe, dass ich dadurch einen schlechten Job bekommen könnte. Aber da geht wohl einfach die Gesundheit vor. Mich hat das Studium psychisch sehr belastet. Momentan ist für mich die Vorstellung vom Master daher wie 2 Jahre täglich zum Zahnarzt zu gehen.

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WiWi Gast

Re: Druck/Stress Arbeitsleben vs. Studium

Das Arbeitsleben ist dröger, monotoner und nervtötender als jedes Studium. Jeden Tag die gleichen Heinos mit ihren immer gleichen Nonsens-Themen usw. Campus ist King! Hätte ich keine Rechnungen zu zahlen, würde ich noch mindestens ein Studium durchziehen. So viel Zeit hat man nie mehr für sich und seine Hobbys. Dazu noch junge, unverbrauchte Kommilitonen um einen herum, mit denen man rumblödeln kann. Dann noch die Campus-Diven in ihren Highheels und Tops, die man auf der nächsten Uniparty garantiert anbaggert...:)

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WiWi Gast

Re: Druck/Stress Arbeitsleben vs. Studium

ja das stimmt. Im Studium hatte man oft intellektuell herausfordernde Themen. Bin SAP Berater und wundere mich oft, mit welchen Banalitäten sich teils promovierte Physiker ( hab deren Lebenslauf teils auch gegoogelt ) rumschlagen. Da gibts Leute die haben sich mit komplexen softwaretechnischen Simulationen von ganzen Organismen beschäftigt und die palabern in Meetings nun ob nun eine Rechnungsnummer 15 oder doch lieber 25 Zeichen lang sein soll, oder ob man im Abbrechnungsprozess direkt auf das ERP System zugreift, oder lieber doch einen Umweg über eine Middelware geht .... das ist echt sowas von arm !!!!!!

andere die z.B. in VWL promoviert haben und sich mit komplexer Ökonometrie und Schätzverfahren beschäftigt haben, arbeiten nun als Junior Consultant und tickern in Excel Sheets Unternehmensfakten zusammen, wie Umsatz, Marktpotenzial und Marktanteile ....

ja mich frustriert das auch ziemlich ....

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WiWi Gast

Re: Druck/Stress Arbeitsleben vs. Studium

das ist die wahrhaftigste beschreibung die ich je gelesen habe!
100% agree.

Lounge Gast schrieb:

Das Arbeitsleben ist dröger, monotoner und nervtötender als
jedes Studium. Jeden Tag die gleichen Heinos mit ihren immer
gleichen Nonsens-Themen usw. Campus ist King! Hätte ich keine
Rechnungen zu zahlen, würde ich noch mindestens ein Studium
durchziehen. So viel Zeit hat man nie mehr für sich und seine
Hobbys. Dazu noch junge, unverbrauchte Kommilitonen um einen
herum, mit denen man rumblödeln kann. Dann noch die
Campus-Diven in ihren Highheels und Tops, die man auf der
nächsten Uniparty garantiert anbaggert...:)

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WiWi Gast

Re: Druck/Stress Arbeitsleben vs. Studium

Leistungsdruck gibt es im Job genauso wie beim Studium. Nur kommt es mehr auf die Abteilung an, wie hoch der Druck ist.

In der Buchhaltung heißt Druck vielleicht den Jahresabschluss rechtzeitig fertig zu bekommen / Im Marketing steht der Launch eines neuen Produktes bevor.... usw.

Ich habe 2003 Dipl Kfm gemacht und bin seitdem im Vertrieb (bitte keine Diskussion, ob man für Vertrieb studieren muss oder nicht.). Heute habe ich eine Umsatzverantwortung von 12 Mio EUR pro Jahr und habe natürlich viel Druck, um die Zahlen zu schaffen.

Wichtig ist einfach, dass man lernt, mit dem Druck umzugehen. Wenn es unerträglich wird die Ursachen analysieren und ggf. Jobwechsel. Beim Studium sollte man aber durchziehen, Druck hin oder her. Das ist der Grundstein für die spätere Karriere.

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WiWi Gast

Re: Druck/Stress Arbeitsleben vs. Studium

Kommt natürlich auf 2 Faktoren an:

1.) Wie stressig das Studium war
2.) Welchen Job man ergattert

Notendruck habe ich mir im Studium nie gemacht, bin nach dem Motto "4 gewinnt" gefahren. Musste trotzdem richtig ranklotzen, da es eine TOP-Uni war und ich nur durch Zufälle einen Platz bekam, also weit unterdurchschnittlich begabt war im Vergleich zu den Anderen. (die ja durch NC ausgefiltert wurden) Richtig ist, dass es in Prüfungszeiten trotzdem sehr stressig war und man auch am Sonntag mittag an nichts anderes denkt, den Kopf nicht frei bekommen kann.
Dafür war es am Anfang des Semesters easy, da konnte man fast immer ausschlafen, sich allerlei privatem Kram (Tenniskurs, Sprachkurs, Freunde/Bekannte in ganz Deutschland besuchen) widmen. Die Belastung war sehr ungleich verteilt.

Jetzt, nach 3 Jahren (davon 1 AG-Wechsel) im Job finde ich es um Längen entspannter. Unternehmenskultur ist fantastisch, man geht mit viel Respekt miteinander um. 38h-Woche und danach ist wirklich frei.
In der Probezeit/Einarbeitung macht man sich noch Gedanken über die Leute, wie man menschlich und fachlich ankommt, liest sich am WE ggf. noch was durch, ist im Gedanken oftmals nach Feierabend noch im Büro. Aber das legt sich nach ein paar Monaten.

Der für mich entscheidende Punkt war:

Wenn beim Studium gegen Ende noch was schief geht, sind viele Jahre und einige zehntausend Euro verloren, wenn jetzt beim Job was schief läuft gibt es haufenweise Alternativen (andere Arbeitgeber)

Deshalb fand ich den Druck gegen Ende des Studiums fast unerträglich.

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WiWi Gast

Re: Druck/Stress Arbeitsleben vs. Studium

Diesen Spruch:"Das Studium ist die schönste Zeit deines Lebens. Genieß es!" konnte ich bisher nie nachvollziehen. Die Professoren gehen davon aus, dass man 24/7 fürs Studium da ist. Ständig hat man irgendwelche Hausarbeiten, Projekte, Klausuren zu bewältigen. Wenn man dann einigermaßen Anspruch an seine Leistung und Ehrgeiz hat, dann läuft es darauf hinaus, dass man am WE oder in den Semesterferien durchlernt. Klar, die Kommilitonen mit der "4-gewinnt-Mentalität" sehen das natürlich anders. Die haben auch unter der Woche immer schön Party gemacht. Ich wäre während des gesamtem Studiums vielleicht zweimal feiern.
Was mich besonders genervt hat, war, dass man so viele verschiedene Dinge gleichzeitig machen musste. Da hat man ein Projekt in Business Intelligence, eins in Systemanalyse usw. Man konnte also nie irgendwo 100% seiner Aufmerksamkeit in eine Sache stecken. Im Job habe ich ein Projekt, einen in sich abgeschlossenen Bereich, auf den ich mich voll konzentrieren kann. Ich empfinde das als sehr angenehm.
Klar, auch ich arbeite 50-60 pro Woche + Reisezeit, dennoch habe ich gefühlt viel mehr Freizeit. Wenn ich nach Hause gehe, schalte ich ab. Arbeitsplatz und Heim ist auch räumlich viel stärker getrennt. Im Studium sind Heim und Arbeitsstätte ja i.d.R. dasselbe. Am Wochenden und im Urlaub hat man dann auch wirklich frei und kann irgendwas machen ohne schlechtes Gewissen (eigentlich müsste ich ja lernen...). Bei uns erwartet auch niemand, dass man in seinem Urlaub/am Wochenende irgendwas macht.
Sicher, wenn ich irgendwelche komplexeren Konzepte schreiben muss, setze ich mich auch manchmal abends noch zu Hause dran oder wenn im Projekt stressig Phasen sind, dann nimmt man oft den Druck mit nach Hause und grübelt dort noch ein wenig. Machnmal kommen mir beim Kacken oder Duschen noch gute Idee (kein Witz). Dennoch empfinde ich das alles als viel weniger stressig als das Studium. Noch entspannter waren eigentlich nur die Zeit bei der Bundeswehr. ;)

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WiWi Gast

Re: Druck/Stress Arbeitsleben vs. Studium

Kann mich meinen Vorrednern nur anschließen: Es kommt wirklich darauf an. Punkt 1 - wie war Dein Studium? D.h. war es eher ein anspruchsvolles Studium (rein kognitiv); wars BA/FH/UNI?(bitte ohne Wertung aufnehmen, um unnötigen Diskussionen aus dem Wege zu gehen :-)). Punkt 2 - wie waren die Rahmenbedingungen, d.h. wie ruhig konnte man das Studium angehen im Bezug auf finanzieller Absicherung - Bafög, nebenbei jobben, elterliche Unterstützung. Punkt 3 - Wie bist Du persönlich strukturiert, d.h. was stresst dich?. Punkt 4 - Was strebst Du danach an?.

Die Liste wäre endlos fortsetzbar....ich persönlich fand das Studium auch eher entspannend denn stressend - trotz nebenbei ordentlich arbeiten und co....auf Master hätte ich auch Lust, aber wie immer eine Frage zwischen Daumen und Zeigefinger - außerdem wäre die Idee einer eigenen Familie auch nicht von der Hand zu weisen...ich denke, dass kann man sich nur für sich selbst beantworten - und wenn es durch testen erfolgen muss ;-)...

In diesem Sinne...schönes WE allen zusammen!

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WiWi Gast

Re: Druck/Stress Arbeitsleben vs. Studium

für mich schwer zu beantworten...
Studium 15 Sem. auf Diplom, keine Notwendigkeit der Eigenfinanzierung, grade in den letzten Semestern 1-2 Vorlesungen pro Woche...total entspannt
Arbeit IGM-Betrieb, 35h-Woche, nette Kollegene, top Bezahlung...bis dato (1 Jahr jetzt) auch entspannt...

von demher, ich fand und finde beides toll ^^

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WiWi Gast

Re: Druck/Stress Arbeitsleben vs. Studium

Hier ein BAler.

Ich war froh, als es vorbei war. Unser Studium ist sicherlich was anderes als ein Universitätsstudium der Atomphysik, anspruchvoll ist es, Arbeitslebenalltag und -druck mit den Anforderungen des "Studium"-Teils zu verbinden.

Jetzt komme ich abends nach Hause und die Arbeit bleibt auf der Arbeit, ich kann relativ guten Gewissens chillen.

Größere Dinge bei der Arbeit nimmt man natürlich trotzdem mit - ich habe in einem Großprojekt eine Teilprojektverantwortung (habe es gut unterschätzt) und da denke ich abends durchaus oft mal daran, ob das wohl alles gut gehen wird, insbesondere, weil da eine Beförderung in einer erste (kleine) Führungsaufgabe mit dranhängt.

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WiWi Gast

Re: Druck/Stress Arbeitsleben vs. Studium

Wer immernoch an das Märchen glaubt, dass bei den BIG4 nur Partystudenten arbeiten, dem ist nicht zu helfen. Ich habe auch dort gearbeitet und kenne viele Lebensläufe. Grade in Advisory sind sehr viele Top-Absolventen und oft auch promovierte dabei. Es stimmt, dass bei sehr guten Zeiten auch mal weniger gute Studenten genommen wurden, aber das ist nicht die Regel.

Zum Studium: Empfand das Studium als viel schwieriger. Wenn man bei den BIG4 nicht auf die Examina lernt, ist der Job ok. Will man den Stb/WP/CFA und Co. machen, wirds schnell schwer. Hab übrigens den Mythos von Studium = Freizeit nie verstanden. Bei über 60 Klausuren in 9 Semestern (Uni), war da nicht viel mit Freizeit. Lernen war angesagt. Studium ist kein Zuckerschlecken. Mir tun die Leute leid, die trotz sehr guter Qualis keinen Job finden und noch ein weiteres Studium machen müssen. Kenne da auch einige, auch in Wiwi und selbst mit Finance:). Ich glaube, die Unsicherheit ist ein großer Faktor...wenn man ex post nichts findet (nichts gescheites), dann fallen viele in ein Loch. Im Job herrscht auf Erwartung, wenn man was erreichen will. Irgendwo beneide ich einige Kumpels, mit Realabschluss und Ausbildung, die in meinem Alter nur das Problem Auto und Haus haben und alle mehr verdienen als ich es als BIG4 Manager tat. Selbst im Konzern verdiene ich im Verglich zu einigen von Ihnen viel weniger.....zumal wir auch viele Menscehn im Konzern in Führungspositionen mit Ausbildung und Realabschluss haben. Nichts gegen deren Werdegang, aber wenn ich mir überlege, was ich bisher so alles hinter mir habe, dann ist mein Gehalt....Auch wird im Konzern auch nicht grade im AT-Bereich 9/5 gearbeitet.
Ich glaube die Ruhe im Leben wird man im Grab haben, den die "Rente" werden wir eh nie erleben...

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WiWi Gast

Re: Druck/Stress Arbeitsleben vs. Studium

Und wenn Du die Rente doch erleben solltest, kommt das böse Erwachen. Dann wirst Du feststellen, dass eben diese Kollegen mit Ausbildungswerdegang und dann AT sich sehr viel besser stehen werden! Als Hochschulabsolvent die Rente zu erleben wird gleichbedeutend sein mit relativ geringem Lebensstandard. Mein Vater war ganz normaler kaufmännischer Angestellter mit mittlerer Reife. Hat immer gut verdient und als Rente (BfA + Betriebsrente) einen Betrag erhalten, von dem ich nur träumen kann!

Lounge Gast schrieb:

Ich glaube die Ruhe im Leben wird man im Grab haben, den die
"Rente" werden wir eh nie erleben...

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WiWi Gast

Re: Druck/Stress Arbeitsleben vs. Studium

Hmm, ich empfand das Studium als viel chilliger als das Arbeitsleben. Außer für Prüfungen war doch nicht so viel zu tun zwischendrin und es hat für einen sehr guten Abschluss dennoch gereicht. Sicherlich gibt es da noch große Unterschiede zwischen denen, die einfach lernen müssen, um gute Noten zu bekommen, dann denen wo es zugefallen ist und auch ohne viel zu tun super Leistung erbrachten und der letzten Gruppe, die viel lernten um noch 0,1 besser zu werden. Ich habe auch vollsten respekt vor denen die ihr Studium so eifrig durchgezogen haben und wenig Zeit für andere Dinge gefunden hatten. Meistens auch nicht dafür über den Tellerand hinaus zu schauen indem man fachfremde Vorlesungen besucht - z.B. neben BWL evtl auch ein bisschen Philosopie, Sprachen/Kultur usw.

Jetzt im Job kann ich z.b. nicht einfach mal eine Vorlesung nicht besuchen oder NAchts arbeiten wie früher sondern bin meist von 9- abends 20 Uhr im Job und danach im Hotel arbeite ich auch noch für die Company und mache Zusatzarbeiten um eventuell vorranzukommen. Bei Daimler oder BMW wo man nach 35 Stunden heim geht, kann das ggf. anders aussehen.

ich würd aber liebend gern wieder studieren. Und kann jedem nur raten das Leben da zu genießen.

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WiWi Gast

Re: Druck/Stress Arbeitsleben vs. Studium

Also wer hier schreibt, dass er seine Studienzeit blöd fand oder sie ihm gar nicht gefallen hat, hat einfach was falsch gemacht! fertig aus, keine Diskussionen. Ich befinde ich gerade am Ende des Studiums, in 2 Monaten bin ich fertig. Ok, JETZT nervt mich mein Studium tierisch! Habe den Arsch voll Arbeit mit Lernen und Hausarbeiten. Das liegt daran, dass ich mittlerweile schon fast richtig arbeite und unter einer Doppelbellastung leide. Mit zunehmenden Alter steigt auch der Lebensstandard. Darum freue ich endlich richtiges Geld zu kassieren. Aber das Studium vergisst man nie! Superzeit! Man lernt einen haufen neuer Leute kennen, feiert bis in die Morgenstunden und grüßt morgens die fleißigen Bienchen die zur Arbeit wandern mit einem betrunkenen lächeln und einem Burger in der Hand. Im Nachhinein frage ich mich, WIE ich mein Leben im Studium finanziert habe. Parties, Urlaub, eigenes Auto.... von den Eltern gabs episodisch immer was Geld, aber es reichte vorne und hinten nicht. Trotzdem prima über die Runden gekommen. Mit einem riesigen Netzwerk an Freunden kannte einer immer , der einen kannte der einen kannte. Zylinderkopfdichtung für 100? repariert bekommen, Zahlreiche Kellner und Barkeeper spendierten Freigetränke, Urlaub immer irgendwelche Last-Minute Angebote mitten in der Woche, für Klausuren wurde in Guppen gelernt, ach, und noch so viele mehr. Man hat einfach zeit für sich! Innerhalb der Jahre hat man sich persönlich richtig weiterentwickelt und gelernt sich immer durchzubeissen. Es gab mal eine Zeit, wo ich heute nicht wusste, wo ich morgen schlafen werde. Klar hat sich der Freundeskreis dezimiert, aber ich verfüge über ein sher gutes netzwerk, was ich noch aufrecht erhalte. Man kommt an Jobs, Dienstleistungen und Waren, die einem sonst verschlossen bleiben. Zudem hatte ich im Studium drei Beziehungen, zahlreiche Affären. Man muss dazu auch sagen, dass ich noch auf Diplom studiert habe und mich bis vor einem jahr keine einzige Note interessiert hat. Immer schön mit 3,x irgendwie durchgemogelt. Leider wird man während des Studiums erwachsener... Bier trinken um 10 c.t. im Hösesaal wurde schon im zweiten Semester abgeschafft. Die Leute und man selber wird immer spißiger, einige haben schon geheiratet und/oder Kinder bekommen. Und wer mir sagt, sein Studium hat ihm nicht gefallen, der MUSS eifnach was falsch gemacht haben. Klar ist auch, dass durch die Medien oder Hollywood ein falsches Studentenbild sich in der GEsellscahft etabliert hat, aber es gibt wirklich Phasen, wo das Studentenleben ALLES das bietet was einem durch die MEdien versprochen haben. So viele Frauen, Alkohol, Spass und Gelassenheit wird es nicht mehr geben. Mir sagen viele, dass ich meine letzten Monate als Student genießen soll.... aber wie soll das mit dem Haufen Arbeit die noch vor mir liegt gehen??? Ich habe das Studentenleben in voll Zügen genossen und gehe mit einem lachenden und einem weinenden Auge Richtung Berufswelt ;)

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WiWi Gast

Re: Druck/Stress Arbeitsleben vs. Studium

Studium=viel Zeit zum Leben
Job=Arbeitsknecht ohne Leben :(

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WiWi Gast

Re: Druck/Stress Arbeitsleben vs. Studium

Wohl dem, der im Versorgungswerk der Rechtsanwälte ist! Da gibt es wirklich noch fette Renten abzukassieren. Also schnell noch RA werden!

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WiWi Gast

Re: Druck/Stress Arbeitsleben vs. Studium

Jawohl!

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WiWi Gast

Re: Druck/Stress Arbeitsleben vs. Studium

mm, ich empfand das Studium als viel chilliger als das Arbeitsleben. Außer für Prüfungen war doch nicht so viel zu tun zwischendrin und es hat für einen sehr guten Abschluss dennoch gereicht.

Was hast du den studiert?
Das spielt natürlich eine sehr große Rolle ..

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WiWi Gast

Re: Druck/Stress Arbeitsleben vs. Studium

Der Arbeitsalltag kann schon öfter mal langweilig sein. Und wisst ihr was, ich liebe es! Ich arbeite in einer Projektabteilung. Die Aufgaben sind schon recht abwechslungsreich, aber es gibt natürlich auch immer mal langweilige aufgaben. Es gibt öfter mal zeiten in denen ich alle bälle zurück gespielt habe und dann genieße ich es, an meinen eigenen kleine Projekten weiter zu arbeiten oder ich erledige auch mal private dinge oder surfe im Internet.

Nach 8 Stunden packe ich dann ein und gehe heim, ohne jegliche sorgen! Im Studium hatte ich immer sorgen wegen der langen Studiendauer, teilweise schlechter noten und irgendwelcher dinge, die immer zu erledigen waren. Das Packet auf dem rücken war so groß, dass ich um dem zu entfliehen erst mal Party gemacht oder auf der PlayStation gezockt habe. Danach war das paket auf dem rücken natürlich umso größer. Oft habe ich auch schlecht geträumt usw. Ich kann mich jetzt noch nicht mal dran erinnern, dass ich je von der Arbeit geträumt hätte :)

Ich habe im Studium schon wesentlich mehr erlebt als jetzt und will die Erlebnisse auch nicht missen, aber ich bin sehr froh, dass es vorbei ist!

Dann kamen natürlich auch noch Geldsorgen dazu. Ich habe damals von 400 Euro monatlich gelebt. Ich musste also immer bei jeder Kleinigkeit überlegen, ob das wirklich sein muss. Das sieht jetzt mit über 3 k netto natürlich anders aus.

Ich kann nur sagen, dass sich bei mir alles geändert hat. Das einzige was ich jetzt noch gerne hätte, wär eine 35 Std. Woche!

PS: auf dem Smartphone getippt

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WiWi Gast

Re: Druck/Stress Arbeitsleben vs. Studium

Ich habe gerade einen Praktikanten für 3 Monate gehabt, mit dem ich einen intensive und netten Austausch hatte.

Ein großer Unterschied ist bei Studium, das die bestandene Prüfung dann auch bestanden ist. In der Arbeitswelt sind die Dinge selten so eindeutig.

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WiWi Gast

Re: Druck/Stress Arbeitsleben vs. Studium

Mal ehrlich, wer im Studium extremen (DAUER-)Stress hat, ist entweder ein sehr genauer, was selten vorkommt oder einfach nur, selbst mit diesem verschulten System und den gekürzten Stoff, überfordert.

Da wir heute eine Studienanfängerquote von 60% haben, also eine deutliche Mehrheit aller jungen Leute studiert, braucht man nicht groß zu rätseln, was die Ursache ist, oder?

Es ist einfach so, dass Leute, für die es vor 7, 8 Jahren nur zum guten Real- oder sehr guten Hauptschulabschluss gelangt hätte, heute alle Abitur haben. Die Intelligenz ist leider nicht mit der Häufigkeit des Abiturs gewachsen und so sind viele Studenten, selbst mit dem abgespeckten Bachelor, heillos überfordert und erzählen dann tränentriffend, dass alles so viel schwerer geworden ist. Ist es aber nicht, nur die Studenten sind überfordert, weil nicht geeignet.

Im Beruf setzt sich das später übrigens fort, wobei da natürlich die Marktkräfte greifen und nicht der "Jeder-muss-einen-Bachelor-haben-Sozialimus". Der Markt sortiert aus und am Ende werden ca. 75% der heutigen Studienanfänger wieder in den Jobs landen, die sie früher mit dem Haupt- oder Realschulabschluss (+Lehre) erreicht hätten.

Wir kleben andere Etiketten drauf. Der Inhalt ist der alte. Das mein Betrag zum Thema Druck und Stress, der einigen sicher nicht passen wird, aber nun einmal der Wahrheit entspricht.

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WiWi Gast

Re: Druck/Stress Arbeitsleben vs. Studium

Intelligenz hat NICHTS aber auch gar nichts mit dem Umgang mit Druck und Stress zu tun.

Der gesellschaftliche Druck ist einfach an sich schon gestiegen. Jeder weiß, dass man nicht mehr so leicht seinen Platz im Berufsleben bekommt.
Das weiß man schon in der Schule und in der Uni wirds eben konkreter. Daher steigt auch der Leistungsdruck und die Ansprüche, die man an sich selbst stellt.

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WiWi Gast

Re: Druck/Stress Arbeitsleben vs. Studium

es kommt immer auf den Menschen an, ob man nach Feierabend mal so richtig ausspannen/abschalten kann. - ich kann abends den kopf komplett abschalten und lasse mir da auch keinen druck oder stress machen.

meine letzte sekretärin konnte das nicht und hatte immer einen zittrigen wenn sie morgens kam und abends ging, weil ihr immer die sachen im kopf blieben und die gute frau nie abschalten konnte. habe ihr mal einen entspannungs-kurs empfohlen und wir haben sie im haus umgesetzt sonst hätte die frau irgendwann einen herzinfarkt bekommen - für nix und wider nichts..

solange die bude nicht der eigene laden ist gibt es keinen grund irgendeinen stress mit nach hause zu nehmen - es sei denn die bezahlung ist soo gut, dass die entschädigt.

mal ehrlich, solange ich noch arbeitnehmer bin (und nicht im Handelsregister oder unter Prokura stehe) kann kein Gehalt gut genug sein..

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WiWi Gast

Re: Druck/Stress Arbeitsleben vs. Studium

Mir gefaellt das Arbeitsleben auch wesentlich besser. Meine Familie gehoert nicht zu den besser gestellten, da hatte auch noch nie einer studiert. Ich hatte also immer das Gefuehl allein zu sein, Notendruck sowie finanzieller Druck. Was mache ich, wenn am Ende des Bafoeg (Foerderungshoechstdauer) noch Studium uebrig ist? Gleichzeitig hatte ich den Druck Auslandserfahrung sammeln zu muessen (ohne is man ja nix) und das irgendwie zu finanzieren. Bei dem ewigen Lernen stimme ich auch zu. Man war ja nie wirklich fertig, sondern hoerte irgendwann auf.

In den ersten 5 Jahren meines Arbeistlebens koennte ich mein Einkommen ueberhaupt nicht geniessen. Im Studium habe ich jeden cent 2x umgedreht, und wenn ich mir mal was gegoennt hatte, hatte ich ein schlechtes Gewissen. Es hat sehr lange gedauert, bis ich mir das abgewoehnen konnte. Heute bin ich viel gluecklicher als Damals. Ich spare jeden Monat ordentlich, aber ich habe auch einen Freibetrag zum Spass haben. Ausserdem geniesse ich, dass wenn ich aus dem Buero gehe ich idR auch frei habe. WE sowieso. Und ich geniesse, dass ich den Aufstieg aus der Arbeiterklasse geschafft habe.

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WiWi Gast

Re: Druck/Stress Arbeitsleben vs. Studium

Lounge Gast schrieb:

Intelligenz hat NICHTS aber auch gar nichts mit dem Umgang
mit Druck und Stress zu tun.

Der gesellschaftliche Druck ist einfach an sich schon
gestiegen. Jeder weiß, dass man nicht mehr so leicht seinen
Platz im Berufsleben bekommt.
Das weiß man schon in der Schule und in der Uni wirds eben
konkreter. Daher steigt auch der Leistungsdruck und die
Ansprüche, die man an sich selbst stellt.

Wo ist der gesellschaftliche Druck gestiegen? Wenn 60% studieren und es (laut den Studien) inzwischen mehr Studenten als Azubis gibt, dann ist der Leistungsdruck selbstgemacht, denn wenn ich eine Sparte wähle, die vollkommen überfüllt ist und bei der klar ist, dass 50% keinen tollen Beruf bekommen werden, dann ist das eine persönliche Fehleinschätzung für die keiner was kann. Der Konkurrenzdruck ist aber bei den Zahlen schon absehbar gewesen, oder? Keiner hat die Massen zum Studium gezwungen.

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WiWi Gast

Re: Druck/Stress Arbeitsleben vs. Studium

Lounge Gast schrieb:

Mal ehrlich, wer im Studium extremen (DAUER-)Stress hat, ist
entweder ein sehr genauer, was selten vorkommt oder einfach
nur, selbst mit diesem verschulten System und den gekürzten
Stoff, überfordert.

Da wir heute eine Studienanfängerquote von 60% haben, also
eine deutliche Mehrheit aller jungen Leute studiert, braucht
man nicht groß zu rätseln, was die Ursache ist, oder?

Es ist einfach so, dass Leute, für die es vor 7, 8 Jahren nur
zum guten Real- oder sehr guten Hauptschulabschluss gelangt
hätte, heute alle Abitur haben. Die Intelligenz ist leider
nicht mit der Häufigkeit des Abiturs gewachsen und so sind
viele Studenten, selbst mit dem abgespeckten Bachelor,
heillos überfordert und erzählen dann tränentriffend, dass
alles so viel schwerer geworden ist. Ist es aber nicht, nur
die Studenten sind überfordert, weil nicht geeignet.

Im Beruf setzt sich das später übrigens fort, wobei da
natürlich die Marktkräfte greifen und nicht der
"Jeder-muss-einen-Bachelor-haben-Sozialimus". Der
Markt sortiert aus und am Ende werden ca. 75% der heutigen
Studienanfänger wieder in den Jobs landen, die sie früher mit
dem Haupt- oder Realschulabschluss (+Lehre) erreicht hätten.

Wir kleben andere Etiketten drauf. Der Inhalt ist der alte.
Das mein Betrag zum Thema Druck und Stress, der einigen
sicher nicht passen wird, aber nun einmal der Wahrheit
entspricht.

Genau sehe ich es auch und das deckt sich mit meinen Beobachtungen.
Bin im Moment wissenschaftliche Hilfskraft, weil ich noch promoviere und betreue gelegentlich Bachelor-Studenten.
Da laufen "Intelligenzbestien" herum, die in einem Studium nichts zu suchen haben. Wenn ich aber für einfachste Zusammenhänge, für die zwei Stunden vorgesehen waren, eine Woche brauche, bis ich die begreife, dann bin ich im Studium einfach nur falsch.

Das Hauptproblem ist tatsächlich, dass viele Studenten selbst mit einem Bachelor-Studium heillos überfordert sind und die eigene Überforderung dann als "Anspruch" verkaufen. Tatsächlich ist aber vieles leichter als früher. Man stelle sich vor, die armen Buben und Mädchen müssten sich ihre Kurse noch von Hand zusammensuchen und alles wäre nicht so verschult..

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WiWi Gast

Re: Druck/Stress Arbeitsleben vs. Studium

Habe bisher nur Praktikumserfahrungen, aber studieren gefällt mir da doch besser.
Jetzt jedenfalls, wo ich einen Master mache, der mich auch wirklich interessiert. Klar, wir haben furchtbar viele Baustellen (Projekte, Klausuren, Masterarbeit,etc.) aber die Projekte/Hausarbeiten sind echt interessant und es macht Spaß, sich in die Themen einzuarbeiten. Zudem mag ich die Flexibilität mir meine Zeit selber einteilen zu können. Heute bin ich produktiv und motiviert, da arbeite ich mal 12-14 Stunden am Tag. Bin ich müde und fühle mich einfach nicht gut oder möchte einen Abend ausgehen, dann wird eben nur, was wirklich brennt bearbeitet.
Und wenn es wirklich mal eine Lücke zum entspannen gibt, kann ich die auch nutzen. Nichts mit albernem Anwesenheitskult und nur wer mind. 10 Stunden auf der Arbeit bleibt, hat auch eine Chance auf Beförderung.
Habe Praktikum im Brand Management gemacht und gesehen, dass meine Betreuerin zielsicher ins Burnout geschliddert ist. Launches waren alle viel zu dicht geplant, Vollzeit MA wurden duch Praktikanten ersetzt und zusätzlich eben erwähnter Anwesenheitskult. Da hat man sich entschuldigt, wenn man um 19 Uhr nach Hause gegangen ist, weil noch Freunde zum Essen kommen. Sie war nie unter 10 Stunden im Büro, hat sich die Arbeit dann auch mit nach Hause genommen und am Wochenende Zeitschriften (Vogue, Elle & Co) durchgesehen und nach potenziellen neuen Ideen für die Marke gesucht (war Konsumgüterbranche). Abschalten gab es einfach nicht.

Der gesellschaftliche Druck ist insofern gestiegen, als das solch ein Verhalten und die Aufgabe des Privatlebens inzwischen von vielen AG einfach erwartet wird und die Arbeitnehmer das auch mitmachen, da sie einfach Angst um ihren Job haben. Das Ergebnis ist ein Teufelskreis, der immer schlimmer wird. Arbeitnehmer werden wirklich nur noch als Human Resources gesehen und wenn die verbraucht bzw. ausgebrannt sind, kommt eben ein frischer Absolvent und das Spielchen geht wieder von vorne los. Ich beneide jeden, der es geschafft hat, einen 9 to 5 oder zumindest 9 to 6 Job zu ergattern.

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WiWi Gast

Re: Druck/Stress Arbeitsleben vs. Studium

Der Anspruch ist vielleicht nicht gestiegen, aber definitiv die Menge und der Zeitdruck. Wenn ich mir anschaue, wie mein Freund studiert hat und das mit mir vergleiche... Er Diplom, 4 gewinnt durchs ganze Studium, Vordiplom war eh egal und über 9 Semester. Super chilliges Leben.
Ich habe 4 Projekte gleichzeitig an denen ich arbeiten muss, plus Klausrvorbereitung, und jede einzelne Note vom ersten Semester an hat gezählt. Nebenbei noch im Studentenprojekt gearbeitet, Praktika gemacht und versucht auch noch Ausland unterzukriegen und am besten alles in Regelstudienzeit (das hat dann aus familiäeren Gründen leider nicht geklappt).
Man muss nicht sonderlich intelligent sein, um ein Bachelorstudium zu schaffen (musste man für das Diplom aber auch nicht), aber was man definitiv haben muss, wenn man einen vernünftigen Abschluss machen möchte ist ein verdammt gutes Zeitmanagement und Selbstorganisation. Kenne Leute, die ein Diplom haben, aber höchstwahrscheinlich im Bachelor untergegangen wären, wenn ich mir mal so deren Organisationfähigkeit anschaue.

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WiWi Gast

Re: Druck/Stress Arbeitsleben vs. Studium

es ist so teils teils. Bei meinem ersten Job nach dem Studium war der Druck weitaus höher als im Studium. Viele unbezahlte Überstunden (Beratung) und sehr hoher Druck. Dann habe ich gewechselt, auf eine Inhouse Stelle im Konzern mit 35 Stunden Woche. Jetzt ist der Druck weniger als im Studium. Ich arbeite meine 35 Stunden pro Woche, mal 40 (Gleitzeit) mal 30 und gut ist. Als Student (Wing) musste ich sicher auch 20-40 Stunden pro Woche lernen und noch mindestens 10 Stunden nebenbei arbeiten damit das Geld reicht und ich lebte dennoch knapp über Hartz4 Niveau. Heute arbeite ich im Schnitt meine 35 Stunden und habe ein gutes Gehalt, so dass sich die Arbeit am Monatsende zumindest lohnt. Auch finde ich, dass das Arbeiten im Konzern bequemer ist, man wird mehr wertgeschätzt als früher als Student. Manche Profs hatten völlig willkürliche Bewertungen und teils auch Launen, da war man denen komplett ausgeliefert. Bei meinem Arbeitgeber ist das meist nicht so.

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WiWi Gast

Re: Druck/Stress Arbeitsleben vs. Studium

Ohje, jetzt kommen wieder die "früher war alles besser" Freunde aus den Löchern.

Hört doch mal auf so zu verallgemeinern. Ich hatte während meinem Bachelor-Studium extremen Stress (selbst gemacht) und jetzt im Job geht mir alles locker von der Hand. Dagegen habe ich hier in der Abteilung einige sitzen, die ein Diplom gemacht haben und die den ganzen Tag über Stress jammern.

Und was sagt uns das? Genau, gar nichts! Studium und Job sind 2 ganz verschiedene Dinge. Aber woher soll eine wissenschaftliche Hilfskraft das auch wissen!

Übrigens haben wir hier auch 2 (durchaus komepetente) Kollegen mit Dr. Titel sitzen. Aber die machen auch nichts anderes als meine Wenigkeit als Bachelor.

Spielt euch mal nicht so auf, am Ende braucht man doch meistens nur gesunden Menschenverstand.

antworten
WiWi Gast

Re: Druck/Stress Arbeitsleben vs. Studium

"Im Beruf setzt sich das später übrigens fort, wobei da natürlich die Marktkräfte greifen und nicht der "Jeder-muss-einen-Bachelor-haben-Sozialimus". Der Markt sortiert aus und am Ende werden ca. 75% der heutigen Studienanfänger wieder in den Jobs landen, die sie früher mit dem Haupt- oder Realschulabschluss (+Lehre) erreicht hätten."

Bester Beitrag seit langem. Genau die 75% sitzen dann da und meinen, dass sie automatisch befördert werden müssen, "weil sie ja studiert haben." Nach ein paar Jahren Erfahrung geht vielen dann ein Licht auf und sie merken, dass im Büro eigentlich nie jemand nach deren Studium gefragt hat und dass sie schon lange Jobs machen für die eine solide Ausbildung auch gereicht hätte.

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WiWi Gast

Re: Druck/Stress Arbeitsleben vs. Studium

generell ist oft eine hohe Bildung in vielen Bereichen des Geschäftslebens überflüssig. Oft geht es viel mehr darum, den richtigen Geschäftssinn zu haben und einfach einen Riecher für gute Gelegenheiten. Im Prinzip basiert sämtlicher wirtschaftlicher Erfolg eigentlich nur darauf, dass man Marktintransparanzen ausnutz, d.h. etwas günstiger einkauft als andere und dann teurer verkauft.

So z.B. ein mir bekannter Hausmeister mit Volksschulabschluß, gelernter Schloßer, seit 30 Jahren Hausmeister, nebenbei handelt er erfolgreich mit Wohnungen, da er durch seinen Job sehr gut an Informationen über Verkäufe (Erben, Scheidungen, Zwangsversteigerungen usw.) ran kommt. Er verdient durch seine Tätigkeit als Wohnungsmakler ein Vielfaches von seinem Hausmeistergehalt, er arbeitet nur noch in Teilzeit als Hausmeister, weil er dadurch an die Infos ran kommt die er braucht und weil es ihm Spaß macht. Mancher studierter Immobilienökonom kann gegen seine Kenntnisse und Erfahrung ziemlich abstinken.

Oder das bekannteste Beispiel überhaupt: der Mathelehrer sieht seinen alten Schüler der nur 5en hatte, außer einem neuen Porsche aussteigen. Er fragt ihn "aber du warst doch immer so schlecht in Mathe, wie kannst Du dir das leisten?" Er sagt: "Ganz einfach, ich kaufe Kisten für je 1 Euro und verkaufe sie für 4 Euro und von den 3 % Differenz lebe ich ganz gut" ;-)

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WiWi Gast

Re: Druck/Stress Arbeitsleben vs. Studium

Naja, und zu dem Brand-Manager-Praktikanten-Checker:

Wenn die heutigen Konsumenten - also DU - immer alles schneller, bunter und vor allem BILLIGER wollen...dann muss der Brand Manager und die gesamte Maschinerie der Konsumgüterwelt eben rotieren.

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WiWi Gast

Re: Druck/Stress Arbeitsleben vs. Studium

Lounge Gast schrieb:

"Im Beruf setzt sich das später übrigens fort, wobei da
natürlich die Marktkräfte greifen und nicht der
"Jeder-muss-einen-Bachelor-haben-Sozialimus". Der
Markt sortiert aus und am Ende werden ca. 75% der heutigen
Studienanfänger wieder in den Jobs landen, die sie früher mit
dem Haupt- oder Realschulabschluss (+Lehre) erreicht
hätten."

Bester Beitrag seit langem. Genau die 75% sitzen dann da und
meinen, dass sie automatisch befördert werden müssen,
"weil sie ja studiert haben." Nach ein paar Jahren
Erfahrung geht vielen dann ein Licht auf und sie merken, dass
im Büro eigentlich nie jemand nach deren Studium gefragt hat
und dass sie schon lange Jobs machen für die eine solide
Ausbildung auch gereicht hätte.

Nö, denn für die gibt es ja gar keine Stellen. Die sind erstmal arbeitslos und irgendwann müssen die Unternehmen, weil es an Lehrlingen mangelt, die Bachelor-Meute für die einfachen Bürojobs nehmen. Das ist doch total absehbar.

antworten
WiWi Gast

Re: Druck/Stress Arbeitsleben vs. Studium

Studium war 5 Monate Party und Sport und 1 Monat Lernen und bisschen weniger Party und Sport. Vorlesungen und Übungen habe ich meist gekonnt ignoriert - wie soll man da auch hin kommen wenn man erst 4 Uhr zuhause war?

Jetzt ist Arbeit und zum Glück habe ich eine gut bezahlte 40h-Stelle. Da ich als Student mehr als genug Party hatte, ist für mich diese Zeit auch vorbei. Sport ab und zu, leider zu wenig. Jetzt sind eher Themen wie Familienplanung, Fernreisen und Vermögensaufbau interessant.

Die Zeit ist deutlich weniger, aber für ein paar schöne Abend mit Freunden, Essen gehen usw. ist die Zeit immer noch da. 4-5x Party die Woche bis 4-5h und Schlafen bis 14-15h muss nicht mehr sein. 16h ging es dann zum Sport und 19h hat man sich schon wieder mit Freunden zur Vorbereitung ("Vorglühen") für die nächste Party getroffen. Feine Zeit, aber wie gesagt, mittlerweile brauche ich das auch nicht mehr.

antworten
WiWi Gast

Re: Druck/Stress Arbeitsleben vs. Studium

Lounge Gast schrieb:

Ihr kennt das wahrscheinlich das im Studium noch einige
Hausarbeiten offen waren, auf Klausuren zu lernen waren und
es immer einen gewissen Druck gab, sodass man Abends Zuhause
nie einen freien Kopf hatte. Natürlich konnte man sich auch
entspannen aber oft kreisten die gedanken noch rund ums
Studium + Zukunft.
Ändert sich das mit dem Berufseinstieg - im Berufsleben ?
Kann man nach Feierabend die Gedanken auch ruhig im Büro
lassen und hat einen freien Kopf oder nimmt man den Stress,
Druck, Angst noch mit nach Hause ?
Was sind eure Erfahrungen?

Gruß

Wenn ein Student in einem verschulten Easy-Grundstudium wie dem Bachelor überfordert ist, dann muss er sich die Frage stellen, ob er überhaupt für diesen Weg geeignet ist.
Stress, das Einwerfen von Pillen und Druck haben in der Regel gar nichts mit Anspruch oder Schwierigkeit zu tun, sondern mit totaler Überforderung.
Blöd nur, dass sich das kaum einer eingestehen will, denn es ist ja gerade "cool" zu studieren und es macht ja wirklich jeder. Nur ist leider nicht einmal jeder für ein Sparstudium geeignet..
...übrigens werden 65 bis 75% der heutigen Studenten niemals einen Job erhalten, für den man einen richtigen Hochschulabsolventen sucht. Von daher bekommt man auch später keinen Stress....außer mit dem Amt und mit dem Vorarbeiter bei der Fast-Food-Kette..

antworten
WiWi Gast

Re: Druck/Stress Arbeitsleben vs. Studium

Ich persönlich fand das Studentenleben stressiger, da mir die allseits bekannten Schwächen und Ängste in Bezug auf Zeitmanagement und Zukunftsperspektiven durchaus bekannt sind.

Heute bin ich froh, nicht mehr das Gefühl haben zu müssen, dass das was ich mache am Ende für die Katz ist, da keine finale Prüfung darüber entscheidet, ob ich im Leben voran komme oder nicht. Es ist ein gutes Gefühl am Monatsende sein Gehalt zu bekommen und sich die Dinge zu gönnen, die man sich vorher nicht leisten konnte.

Rück blickend war die Studienzeit aber dennoch interessanter, weil man die Möglichkeit hatte, selbst über sein Leben zu bestimmen und es war einfacher neue Leute kennenzulernen. Also ich will die Zeit nicht missen. Sollte ich demnächst mal im Lotto den Jackpot gewinnen, werde ich dort auch zurückkehren und den Doktor machen ;-)

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