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Extremer Stress

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Vertriebler11

Extremer Stress

Hallo,

Falls ich in der falschen Kategorie bin, bitte Beitrag verschieben.
Bin seit 1999 im Vertrieb und war in den letzten 15 Jahren in einem großen Konzern der Unterhaltungselektronik als Außendienst beschäftigt ( B2B). Durch Umstrukturierung habe ich das Unternehmen selbst verlassen und bin in die Medizinprodukte Branche gewechselt.

Tolle Branche und es macht echt Spaß aber der Stresslevel ist brutal. Es wird von der Firma alles überwacht, es muss alles dokumentiert werden und ich komme kaum unter 12 Std täglich, diese aber durchgehend Vollgas.
In allen anderen Unternehmen hatte ich als AD sehr viele Freiheiten und es galt immer die Devise: wenn der Umsatz passt interessiert keinen was du den ganzen Tag machst. In meiner neuen Firma gibt es 100te von Vorgaben die erfüllt werden müssen.

Meine Frage an Euch: Da ich ja sehr lange beim letzten Arbeitgeber war kenne ich natürlich keinen Vergleich, aber ist das heutzutage so üblich, dass der Vertrieb bestmöglich überwacht wird und alles mögliche dokumentiert werden muss um nachzuweisen was man den ganzen Tag so macht? Über die Bezahlung kann ich mich wirklich nicht beklagen, aber permanent 60 Std Wochen möchte ich auf Dauer nicht haben.

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WiWi Gast

Extremer Stress

Ich bin nicht im Vertrieb tätig, habe aber in der Verwaltung eines Pharmakonzerns gearbeitet. Die Regularien und Dokumentationsanforderungen sind aufgrund unzähliger gesetzlicher Vorgaben in der Pharmabranche im Vergleich zu anderen Branchen tatsächlich sehr hoch, was zusätzlich zum Tagesgeschäft einiges an Bürokratie verursacht.

Vertriebler11 schrieb am 28.11.2021:

Hallo,

Falls ich in der falschen Kategorie bin, bitte Beitrag verschieben.
Bin seit 1999 im Vertrieb und war in den letzten 15 Jahren in einem großen Konzern der Unterhaltungselektronik als Außendienst beschäftigt ( B2B). Durch Umstrukturierung habe ich das Unternehmen selbst verlassen und bin in die Medizinprodukte Branche gewechselt.

Tolle Branche und es macht echt Spaß aber der Stresslevel ist brutal. Es wird von der Firma alles überwacht, es muss alles dokumentiert werden und ich komme kaum unter 12 Std täglich, diese aber durchgehend Vollgas.
In allen anderen Unternehmen hatte ich als AD sehr viele Freiheiten und es galt immer die Devise: wenn der Umsatz passt interessiert keinen was du den ganzen Tag machst. In meiner neuen Firma gibt es 100te von Vorgaben die erfüllt werden müssen.

Meine Frage an Euch: Da ich ja sehr lange beim letzten Arbeitgeber war kenne ich natürlich keinen Vergleich, aber ist das heutzutage so üblich, dass der Vertrieb bestmöglich überwacht wird und alles mögliche dokumentiert werden muss um nachzuweisen was man den ganzen Tag so macht? Über die Bezahlung kann ich mich wirklich nicht beklagen, aber permanent 60 Std Wochen möchte ich auf Dauer nicht haben.

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WiWi Gast

Extremer Stress

Kenne es eher so wie du beschrieben hast vom 1. Konzern. Ich bin selber bei einem US Tech Konzern, bis ich Account Executive wurde war es auch viel "überwachen" und dokumentieren, mein 1. Jahr als AE ebenfalls, aber die Zahlen stimmten da schon und mein Chef ließ mich daher im 2. Jahr etwas mehr alleine laufen, die Zahlen wurden noch besser und seitdem ist es ihm egal. Mittlerweile bin ich Senior AE und mein Chef und ich haben ein freundschaftlich-kollegiales Verhältnis, er will nur 5 min auf den neusten Stand der aktuellen Projekte gebracht werden Ende der Woche und das wars. Bei größeren Sachen ist er auch mal mehr dahinter, vertraut mir aber und lässt mich größtenteils in Ruhe. Bei ihm ist ganz klar die Devise sofern deine Zahlen stimmen kannst du machen was du willst. Allerdings arbeite ich auch ~55h ich denke das ist relativ normal im Sales...

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WiWi Gast

Extremer Stress

Vertriebler11 schrieb am 28.11.2021:

Hallo,

Falls ich in der falschen Kategorie bin, bitte Beitrag verschieben.
Bin seit 1999 im Vertrieb und war in den letzten 15 Jahren in einem großen Konzern der Unterhaltungselektronik als Außendienst beschäftigt ( B2B). Durch Umstrukturierung habe ich das Unternehmen selbst verlassen und bin in die Medizinprodukte Branche gewechselt.

Tolle Branche und es macht echt Spaß aber der Stresslevel ist brutal. Es wird von der Firma alles überwacht, es muss alles dokumentiert werden und ich komme kaum unter 12 Std täglich, diese aber durchgehend Vollgas.
In allen anderen Unternehmen hatte ich als AD sehr viele Freiheiten und es galt immer die Devise: wenn der Umsatz passt interessiert keinen was du den ganzen Tag machst. In meiner neuen Firma gibt es 100te von Vorgaben die erfüllt werden müssen.

Meine Frage an Euch: Da ich ja sehr lange beim letzten Arbeitgeber war kenne ich natürlich keinen Vergleich, aber ist das heutzutage so üblich, dass der Vertrieb bestmöglich überwacht wird und alles mögliche dokumentiert werden muss um nachzuweisen was man den ganzen Tag so macht? Über die Bezahlung kann ich mich wirklich nicht beklagen, aber permanent 60 Std Wochen möchte ich auf Dauer nicht haben.

Bin selbst Vertriebler und mittlerweile beim 4ten Unternehmen. (Positionen von AD bis SKAM).
Den Workload kenne ich aus allen UN nur in Spitzenzeiten, aber ganz sicher nicht dauerhaft.
Bin ebenso ganz bei dir, wenn die Performance passt, die rudimentären KPI erfüllt sind, dann haste nen Freifahrtschein.

Sprich doch mal mit den Kollegen, ob das Level so bleibt. Eventuell fällt dir ja nur die Einarbeitung/Umgewöhnung nach all den Jahren schwer?

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Vertriebler11

Extremer Stress

WiWi Gast schrieb am 29.11.2021:

Bin selbst Vertriebler und mittlerweile beim 4ten Unternehmen. (Positionen von AD bis SKAM).
Den Workload kenne ich aus allen UN nur in Spitzenzeiten, aber ganz sicher nicht dauerhaft.
Bin ebenso ganz bei dir, wenn die Performance passt, die rudimentären KPI erfüllt sind, dann haste nen Freifahrtschein.

Sprich doch mal mit den Kollegen, ob das Level so bleibt. Eventuell fällt dir ja nur die Einarbeitung/Umgewöhnung nach all den Jahren schwer?

Das war ehrlich gesagt meine Hoffnung auch, aber ich bin mittlerweile echt gut eingearbeitet und mit der Materie vertraut. Meine Kollegen haben die gleiche Problematik dass die total überladen sind. Manchmal habe ich sogar den Eindruck dass ich noch etwas besser dastehe, weil ich halt echt straff organisiert bin und mich nicht mit Kleinigkeiten aufhalte. Die Kollegen haben z.b. immer wieder Zeit per WhatsApp zu jammern und zu schimpfen, wofür ich halt keine Zeit habe.

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DerDex

Extremer Stress

Ich war knapp 8 Jahre im Bereich Telekomunikation (B2B) tätig, bei zwei verschiedenen Unternehmen. Der Workload ist schon relativ hoch und ich hatte selten 40 Stunden Wochen.

Allerdings kenne ich es auch so wie Du es beschrieben hast: passen die Zahlen, lassen Dich die Leute i.d.R. in Ruhe... Das sollte auch die Devise sein: jeder Vertriebler hat doch eine intrinsische Motivation Umsatz zu erzielen (oftmals ist das ja auch der spannende Teil beim Gehalt) - sofern das passt, gibt es keinen Grund zu hinterfragen was der Vertriebler den ganzen Tag macht.

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WiWi Gast

Extremer Stress

Habe das auch im Außendienst kenne gelernt. Hast du schlechte Zahlen, bekommst man noch gesagt, wie man den Kugelschreiber hinzulegen hast.
Bist du relativ erfolgreich, kann dir im Grunde niemand was.

Habe nach 3 Tage mir was anderes gesucht.

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WiWi Gast

Extremer Stress

Bei Medizinprodukten ist die Dokumentation und der damit verbundene bürokratische Aufwand vermutlich unvermeidbar. Mein Freund arbeitet im Vertrieb für Medizintechnik. Da ist das mit der Dokumentation auch schon sehr aufwändig und zeitintensiv. Ist bei einem Röntgengerät oder einem MRT aber auch wichtig, dass alles nachvollziehbar ist.

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