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Homeoffice - top oder flop

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WiWi Gast

Homeoffice - top oder flop

Haltet ihr das momentane Gerede rund um das Thema Home-Office für einen Hype? Wie sind eure persönlichen Erfahrungen? Glaubt ihr, der verminderte persönliche Kontakt word Arbeitsergebnisse und Produktivität negativ beeinflussen?

Teilt eure Gedanken zu dem Thema! Ich bin gespannt auf ein paar angeregte Diskussionen.

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WiWi Gast

Homeoffice - top oder flop

Ich bin ein großer Fan von Homeoffice, wenn man sich konzentrieren kann. Ich bin aber auch von Natur aus introvertiert, sodass mir die Arbeit alleine gut tut. Vor allem sind wir auch technisch sehr gut ausgestattet und müssen nicht im Büro jeden Tag rumhocken. Allerdings habe ich zuhause auch einen eigenen Raum nur für die Arbeit und früher fürs lernen. Man hat auch viel mehr Zeit, etwas zu tun, ich kann meist 2-3 Stunden am Tag einsparen (Arbeite im Audit, die Strecke zum Mandanten ist selten kürzer als 1 Stunde). Allerdings glaube ich, dass Homeoffice bei uns nach Corona leider nicht mehr fortgeführt wird, die Manager und auch Kollegen wollen kein Homeoffice.

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WiWi Gast

Homeoffice - top oder flop

Es ist ein Hype, der in den nächsten 1-2 Jahren abflachen wird.

Was die Situation geschafft hat war, dass Unternehmen auf Homeoffice sensibilisiert wurden. Ich kenne Konzerne dort war Homeoffice strikt verboten oder nur sehr mühsam umsetzbar (Extra Vertrag notwendig, spezielle Einrichtung zuhause für "Telearbeiten" notwendig). Mit Corona sind in diesem Konzern diese ganzen Regelungen "entfallen" und nun darf jeder Homeoffice machen.

Aber ich merke als Abteilungsleiter, dass die Kommunikation einen ticken schwieriger ist als wenn alle vor Ort sind. Auch denke ich, dass das Team etwas lockerer an die Aufgaben drangeht als im Büro. Es funktioniert alle ganz gut, aber manchmal wünschte ich mir, dass ich die Leute im Meetingraum hätte - vor allem wenn es um komplexere Themen geht.
Die Koordination ist auch etwas schwieriger da Mitarbeiter A um 9 Uhr anfängt und um 18 Uhr geht, während Mitarbeiter B um 8 Uhr anfängt, um 10 Uhr zum Supermarkt geht, 14 Uhr Mittagessen tut und dann aber bis 20 Uhr arbeitet. Im Büro gibt es diese "persönliche Tätigkeiten" naturgemäß weniger.

Sobald sich die Lage normalisiert hat werde ich darauf schauen, dass man so 3 Tage im Office ist und 2 Tage von zu Hause aus arbeitet. (Mo und Fr Home-Office; Di-Do Office). Damit macht man den Montag etwas angenehmer und Freitags kann jeder früher in den Feierabend. Di-Do ist dann der "anstrengendere Teil" wo man sich auf die komplexeren Themen stürzt.

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WiWi Gast

Homeoffice - top oder flop

Sobald sich die Lage normalisiert hat werde ich darauf schauen, dass man so 3 Tage im Office ist und 2 Tage von zu Hause aus arbeitet. (Mo und Fr Home-Office; Di-Do Office). Damit macht man den Montag etwas angenehmer und Freitags kann jeder früher in den Feierabend. Di-Do ist dann der "anstrengendere Teil" wo man sich auf die komplexeren Themen stürzt.

So sehe ich das auch. Zwei Tage sind für mich optimal. Wir haben mittwochs immer ein Teammmeeting (1.5-2 Std), hier sollte, finde ich, dann jeder anwesend sein, weil die Kommunikation und Problemlösung einfach besser klappt, als über Zoom. Das haben wir alle in den letzten Monaten gemerkt. Fr, Mo oder Do, Fr vom Homeoffice arbeiten wäre für mich eine sehr gute Lösung, an den restlichen Tagen freue ich mich auch, meine Kollegen persönlich zu sehen und auch mal bisschen zu quatschen. Ich wünsche mir, dass unser Unternehmen das so beibehält - vor Corona war HomeOffice nämlich ein No-Go.

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WiWi Gast

Homeoffice - top oder flop

Home Office in Maßen funktioniert definitiv. Für ausschließliches Home Office sind allerdings nicht alle Mitarbeiter gemacht.
Manche verkümmern regelrecht, weil ihnen das soziale Umfeld fehlt. Der kurze Plausch in der Kaffeeküche trägt für viele zum Wohlbefinden und damit einer positiven Einstellung zur Arbeit bei. Im Home Office hat man diese "verplemperten" Zeiten zwar nicht, ob man dadurch aber produktiver arbeitet, wage ich zu beweiflen. Manche Mitarbeiter will ich auch überwiegend im Büro sehen, da die daheim alles machen, nur nicht arbeiten.

Was Corona geschafft hat, ist eine Öffnung vieler Unternehmen, über Home Office intensiver nachzudenken. Die breitere Akzeptanz wird meiner Meinung nach auch zu mehr Home Office führen (wohl dosiert). Den Hype á la Unternehmen kündigen reihenweise ihre Bürogebäude und schicken alle Mitarbeiter ins Home Office sehe ich aber nicht. Wie oben erwähnt will bzw. sollte nicht jeder Mitarbeiter zuhause arbeiten. Hinzu kommt Platzmangel in Wohnungen. Schön, wenn das Unternehmen Miete spart. Am Küchentisch den ganzen Tag zu arbeiten mit allen Ablenkungen wird auf Dauer nicht gutgehen, sowohl in punkto Arbeitsleistung als auch körperlicher Beanspruchung (ein ordentlicher Bürostuhl und Schreibtisch kann nicht durch Küchenhocker und Tresen ersetzt werden).

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WiWi Gast

Homeoffice - top oder flop

WiWi Gast schrieb am 09.09.2020:

Haltet ihr das momentane Gerede rund um das Thema Home-Office für einen Hype? Wie sind eure persönlichen Erfahrungen? Glaubt ihr, der verminderte persönliche Kontakt word Arbeitsergebnisse und Produktivität negativ beeinflussen?

Teilt eure Gedanken zu dem Thema! Ich bin gespannt auf ein paar angeregte Diskussionen.

Ich denke es kommt sehr auf die individuelle Situation des Mitarbeiters an wie positiv oder negativ Home Office ist. Jemand der privat kaum Kontakt zu Anderen hat wird noch einsamer, Andere freuen sich das sie ihr Privatleben leichter meistern können.

Ich sehe vielmehr die Gefahr, dass durch diese Entwicklung immer mehr Arbeitsplätze "outgesourced" werden könnten. Das lässt sich natürlich nicht auf alle Stellen übertragen aber die Unternehmen könnten sich durchaus überlegen, dass sie für gewisse Stellen Mitarbeiter im Ausland suchen, wenn z.B. statt dem teuren dt. Mitarbeiter ein IT- Experte aus Indien alles viel kostengünstiger machen kann.

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WiWi Gast

Homeoffice - top oder flop

top. wenn man seine Arbeit in 4h statt 8h erledigen kann...

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