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Karriere vs Heimatliebe

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WiWi Gast

Karriere vs Heimatliebe

Bin derzeit extrem am Schwanken. Lieber einen mittelmäßig bezahlten Job in meiner Heimat bei meinen ganzen Freunden/Schulfreunden. Oder Jobs in einer Großstadt einnehmen, wo ich nichts habe und komplett fremd bin (allerdings Chance auf Karriere, Gehalt etc.)
Habe immer gedacht Karriere sei alles, aber fühle mich jetzt doch verbundener als gedacht. Kleineres Dorf, eigenes Haus (Eltern haben mehrere Häuser).
Dummer Gedankengang, oder doch berechtigt? Könntet ihr vllt eure Meinung oder Erfahrungen (die die schon im Berufsleben sind) kundtun?

grüße

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WiWi Gast

Karriere vs Heimatliebe

Stand vor kurzem vor derselben Entscheidung.
Und habe entgegen meiner Erwartung sogar etwas gut bezahltes bei einem KMU gefunden.
Mit der Entscheidung fühle ich mich sehr gut. Es gibt mehr im Leben als Karriere.
Und wenn ich jetzt noch bedenke, dass ich auf dem Land für 300k ein Haus mit großem Garten bekommen kann und davon in Städten wie Hamburg und München bestenfalls 70qm Wohnung bekomme, bestärkt es mich noch mehr in meiner Entscheidung.

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WiWi Gast

Karriere vs Heimatliebe

WiWi Gast schrieb am 21.11.2018:

Bin derzeit extrem am Schwanken. Lieber einen mittelmäßig bezahlten Job in meiner Heimat bei meinen ganzen Freunden/Schulfreunden. Oder Jobs in einer Großstadt einnehmen, wo ich nichts habe und komplett fremd bin (allerdings Chance auf Karriere, Gehalt etc.)
Habe immer gedacht Karriere sei alles, aber fühle mich jetzt doch verbundener als gedacht. Kleineres Dorf, eigenes Haus (Eltern haben mehrere Häuser).
Dummer Gedankengang, oder doch berechtigt? Könntet ihr vllt eure Meinung oder Erfahrungen (die die schon im Berufsleben sind) kundtun?

grüße

Genau meine aktuelle Situation. Ich wollte weiterkommen, war bei mir in der Region nicht möglich und ziehe nun 2 Stunden weg. Bei meiner neuen Firma arbeitet einer meiner besten Freunde, das erleichtert es sicherlich.
Ich bin jetzt 30 Jahre alt und mein Gedanke war:
jetzt nochmal weg,
nicht aus der Welt,
wertvolle Erfahrung sammeln,
Häuser und Grundstücke habe ich auch in der Heimat,
Zurückkommen kann ich in 2 bis 10 Jahren sofern ich es denn unbedingt möchte

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WiWi Gast

Karriere vs Heimatliebe

Ich bin gegangen und habe es sehr bereit. Bin nun mit meiner Firma wieder in der Heimat und möchte das nicht mehr missen. Geld macht nicht Glücklich, Freunde und Familie dafür um so mehr

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WiWi Gast

Karriere vs Heimatliebe

War beim OEM 700 km von zu Hause und habe es gehasst. Bin wieder zu Hause und mega glücklich bei meiner Freundin, Familie und Kollegen zu sein. Das wäre mir nicht mal 100 K wert. Geld und Karriere sind nicht alles. Ich kann aber verstehen wenn man Karriere machen will.

Muss aber auch erwähnen, dass ich Stadtkind bin. Fand es mega nervig im Kaff zu leben wo sich jeder über den Namen des Arbeitgebers definiert hat.

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WiWi Gast

Karriere vs Heimatliebe

stehe vor der gleichen entscheidung und war auch immer geil auf karriere und naja mir ist dann nach langen tagen im office aufgefallen dass es überhaupt nicht cool ist nach hause zu kommen und niemanden zu kennen, eine freundin zu haben die man alle 2 Wochen für ein wochenende sieht, etc.

Habe mich dann trotz wirklich sehr guter Praktika in der Pipeline für den Festeinstieg bei einer Big4 zuhause entschieden.

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WiWi Gast

Karriere vs Heimatliebe

Du könntest es zumindest für 2-3 Jahre ausprobieren. Menschen bereuen im nachhinein eher Dinge die sie nicht getan haben, anstatt Dinge die sie getan haben. So hast du es wenigstens mal ausprobiert.

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WiWi Gast

Karriere vs Heimatliebe

Bin für die Karriere ins Ausland gezogen (für 2 Jahre).
konnte freitags homeoffice machen, bin also montag früh hin und donnerstag abend zurück.
Habe es nie bereut. Echte Freunde und die Freundin werden es verstehen ;)

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WiWi Gast

Karriere vs Heimatliebe

Bin bei einer der Big4 und auf einem Projekt 5 Minuten von meiner Heimwohnung entfernt eingesetzt. Muss 1x die Woche ins Office.

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WiWi Gast

Karriere vs Heimatliebe

In München bekommst du damit ein Apartment von ca. 25qm Größe.

WiWi Gast schrieb am 21.11.2018:

Und wenn ich jetzt noch bedenke, dass ich auf dem Land für 300k ein Haus mit großem Garten bekommen kann und davon in Städten wie Hamburg und München bestenfalls 70qm Wohnung bekomme, bestärkt es mich noch mehr in meiner Entscheidung.

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WiWi Gast

Karriere vs Heimatliebe

WiWi Gast schrieb am 21.11.2018:

Und wenn ich jetzt noch bedenke, dass ich auf dem Land für 300k ein Haus mit großem Garten bekommen kann und davon in Städten wie Hamburg und München bestenfalls 70qm Wohnung bekomme, bestärkt es mich noch mehr in meiner Entscheidung.

Toll, dafür hast du dann ein Haus aufm Dorf. Wenn du Glück hast, fährt der Bus in die nächste Kleinstadt sogar stündlich und muss nur durch zwei andere Dörfer!

Diese Land vs. Großstadt-Vergleiche werden doch auch nur von Low-Performern gebracht, die sich ihre Entscheidung schönreden müssen weil sie sich die Großstadt nicht leisten können.

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WiWi Gast

Karriere vs Heimatliebe

Naja, man ist nicht immer Ende 20. Irgendwann werden andere Dinge wichtiger als der Rewe, der noch bis 24h geöffnet hat. Ob man das noch braucht mit Ende 30, hängt einzig und allein vom Familienstand ab. Von nichts anderem.

Letztendlich hat eine Großstadt ein unvergleichliches Angebot an Möglichkeiten. Diese ermöglichen es, auch ohne Freunde/Familie schnell heimisch zu werden und neue Leute kennezulernen.

Auf dem Dorf ist man lost, wenn man niemanden kennt. Dort wird man auch niemanden menr kennenlernen. Lohnt sich nur, um mit der Frau / dem Mann hinzuziehen zum Familie gründen.

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WiWi Gast

Karriere vs Heimatliebe

Also ich bin für die (Uni-)Karriere durch die halbe Welt gereist, habe mich dabei z.T. auch mal einsam gefühlt aber konnte dann schnell Anschluss finden. Wahrscheinlich ist dies aber an der Uni etc einfacher, als später mit ü30 im Job.

Als ich dann irgendwann wieder daheim war, war leider alles auch nicht mehr so wie es früher war, sodass man am Ende auch dort in ein neues Leben einsteigt. Selbst die Familie verändert sich in dieser Zeit, Freunde/Freundin sowieso..

Dieser Gedanke kann tatsächlich sehr hilfreich sein, sofern man nicht in der Heimatstadt studiert/zu Hause gewohnt hat und erst jetzt versucht weg zu ziehen.

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WiWi Gast

Karriere vs Heimatliebe

WiWi Gast schrieb am 21.11.2018:

Naja, man ist nicht immer Ende 20. Irgendwann werden andere Dinge wichtiger als der Rewe, der noch bis 24h geöffnet hat. Ob man das noch braucht mit Ende 30, hängt einzig und allein vom Familienstand ab. Von nichts anderem.

Letztendlich hat eine Großstadt ein unvergleichliches Angebot an Möglichkeiten. Diese ermöglichen es, auch ohne Freunde/Familie schnell heimisch zu werden und neue Leute kennezulernen.

Auf dem Dorf ist man lost, wenn man niemanden kennt. Dort wird man auch niemanden menr kennenlernen. Lohnt sich nur, um mit der Frau / dem Mann hinzuziehen zum Familie gründen.

Sinnlose Argumentation: Ich sehe es z.B. genau anders herum. Ich schätze gerade die Anonymität der Großstadt, weil sich niemand um den Nächsten schert.

Auf dem Dorf sind alle Nachbarn ein Verbund und neugierig über Neuankömmlinge. Wenn du da jemanden kennenlernen willst, ab in den Schützen- oder Fußballverein und du kannst nicht einmal mehr die Hälfte aller Geburtstagseinladungen bedienen.

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WiWi Gast

Karriere vs Heimatliebe

Ich finde, hier im Forum wird das Dorf immer völlig abwertend dargestellt. Ich wohne in einem Dorf ca. 60km nördlich von Frankfurt. Mit dem Auto kann ich in jeweils 12 min zwei Kleinstädte (ca. 80k Einwohner) erreichen. DIese Kleinstädte bieten ein solides Freizeitprogramm. Ansonsten bin ich in 45min in Frankfurt. In meinem Dorf gibt es auch ganz normal 2 Restaurants, eine Eisdiele, 2 Supermärkte. Man ist also nicht von der Welt.

Fazit: Steckt Dorf nicht immer in die eine Schublade!!!

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WiWi Gast

Karriere vs Heimatliebe

Rechne Dir mit einem Brutto - Netto - Rechner einmal aus, was Dir von dem (erhofften) Mehr - Brutto abzüglich den erhöhten Miet- und Lebenshaltungskosten der Großstadt tatsächlich übrig bleibt.

Meistens handelt es sich dabei um niedere Beträge, die auch andersweitig darstellbar sind, beispielsweise über Kapitalmarktorientierung.

Ob es sich so letztlich für Dich lohnt, mußt Du selbst entscheiden.

Ich hatte schon Anlagebauer als Mandanten, die in Saudi Arabien Ölförderanlagen errichtet haben. Diese bekamen das doppelte Gehalt (niedrig sechsstellig) wie ein vergleichbar hier Tätiger sowie Wohnung dort und Reisekosten von dem Konzern erstattet, für den sie tätig waren.

In diesen Dimensionen "lohnt" sich das, einer der so Tätigen hat das beispielsweise gemacht, um sich rasch das Kapital für den Erwerb einer eigenen Immobilie hier zusammenzusparen.

Nicht aber für lächerliche TEUR 10,0 bis TEUR 20,0 mehr brutto, von denen die teuren Lebenshaltungskosten der Großstadt zu finanzieren sind.

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WiWi Gast

Karriere vs Heimatliebe

WiWi Gast schrieb am 21.11.2018:

Bin derzeit extrem am Schwanken. Lieber einen mittelmäßig bezahlten Job in meiner Heimat bei meinen ganzen Freunden/Schulfreunden. Oder Jobs in einer Großstadt einnehmen, wo ich nichts habe und komplett fremd bin (allerdings Chance auf Karriere, Gehalt etc.)
Habe immer gedacht Karriere sei alles, aber fühle mich jetzt doch verbundener als gedacht. Kleineres Dorf, eigenes Haus (Eltern haben mehrere Häuser).
Dummer Gedankengang, oder doch berechtigt? Könntet ihr vllt eure Meinung oder Erfahrungen (die die schon im Berufsleben sind) kundtun?

grüße

Interessante Frage, die ich mir in letzter Zeit auch oft stelle. Habe Angebote von OEMs aus Süddeutschland und Beratungen mit flexiblen Standorten. Tendiere derzeit eher zur Beratung, was aber eigentlich 0 Sinn macht, weil ich dann Montag bis Donnerstag bei den OEMs bin und nur den Rest wirklich zuhause. Zuhause heißt btw Großstadt in der Nähe der Heimat, nicht Dorf selbst.

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WiWi Gast

Karriere vs Heimatliebe

Heimat bleibt einfach immer die Heimat und dort wird es dich auch immer hinziehen. Manche Menschen brauchen ihr Nest und fühlen sich deswegen in einer Großstadt nicht wohl. Klar verdienst du mehr Geld, wenn du Karriere machst und manche fremde Leute mag das auch beeindrucken. Aber die wirklich wichtigen Dinge gibt es umsonst und du kannst nicht mehr als dich satt essen. Von daher, sehr berechtigt deine Zweifel.

antworten
Ceterum censeo

Karriere vs Heimatliebe

WiWi Gast schrieb am 22.11.2018:

Ich finde, hier im Forum wird das Dorf immer völlig abwertend dargestellt. Ich wohne in einem Dorf ca. 60km nördlich von Frankfurt. Mit dem Auto kann ich in jeweils 12 min zwei Kleinstädte (ca. 80k Einwohner) erreichen. DIese Kleinstädte bieten ein solides Freizeitprogramm. Ansonsten bin ich in 45min in Frankfurt. In meinem Dorf gibt es auch ganz normal 2 Restaurants, eine Eisdiele, 2 Supermärkte. Man ist also nicht von der Welt.

Hört sich stark nach einem Ort zwischen Marburg und Gießen an. Ich tippe mal auf Niederweimar? ;-)

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WiWi Gast

Karriere vs Heimatliebe

WiWi Gast schrieb am 22.11.2018:

Ich finde, hier im Forum wird das Dorf immer völlig abwertend dargestellt. Ich wohne in einem Dorf ca. 60km nördlich von Frankfurt. Mit dem Auto kann ich in jeweils 12 min zwei Kleinstädte (ca. 80k Einwohner) erreichen. DIese Kleinstädte bieten ein solides Freizeitprogramm. Ansonsten bin ich in 45min in Frankfurt. In meinem Dorf gibt es auch ganz normal 2 Restaurants, eine Eisdiele, 2 Supermärkte. Man ist also nicht von der Welt.

Fazit: Steckt Dorf nicht immer in die eine Schublade!!!

Das liegt eben daran, dass der durchschnittliche Forist vermutlich 20-23 Jahre alt ist.
In dieser Lebensphase macht das Dorf eben wenig Sinn und meistens ist eine reflektierte Sicht der Dinge wenig bis gar nicht möglich.

Spätestens mit dem 2. Kind ist der Großstadtcharme aber nur noch Prio 2 und die Tendenz wandelt sich, auch wenn sich das der ein oder andere heute überhaupt nicht vorstellen kann.

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WiWi Gast

Karriere vs Heimatliebe

Also ich komme aus Mecklenburg Vorpommern und es würde mir nicht im Traum einfallen in dieses braune Nest zurück zu kehren. Nicht jeder hat positive Erfahrungen in seiner einstigen Heimat aufgebaut. Für mich ist deswegen Heimat nicht dort wo ich aufgewachsen bin, sondern dort wo ich mich geborgen und zufrieden fühle. Deswegen habe ich auch mehrere nationale und internationale Orte die ich als Heimat bezeichnen könnte und hoffentlich kommen noch ein paar dazu. Ich habe inzwischen an 12 verschiedenen Orten gelebt und habe mich überall einleben können. Manchmal halt mehr und manchmal weniger gut. Später auch mit Familie. Erst dadurch habe ich gelernt dass mein ursprüngliches Heimatdorf echt keine Option ist. Die meisten würden ähnlich empfinden wenn sie mal rauskommen und sich komplett dem neuen Umfeld öffnen würden. Aber die Weltoffenheit beschränkt sich ja inzwischen auf Fernreisen und die obligatorischen instagram Stories währenddessen.

No offense tho

WiWi Gast schrieb am 22.11.2018:

Heimat bleibt einfach immer die Heimat und dort wird es dich auch immer hinziehen. Manche Menschen brauchen ihr Nest und fühlen sich deswegen in einer Großstadt nicht wohl. Klar verdienst du mehr Geld, wenn du Karriere machst und manche fremde Leute mag das auch beeindrucken. Aber die wirklich wichtigen Dinge gibt es umsonst und du kannst nicht mehr als dich satt essen. Von daher, sehr berechtigt deine Zweifel.

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WiWi Gast

Karriere vs Heimatliebe

WiWi Gast schrieb am 21.11.2018:

WiWi Gast schrieb am 21.11.2018:

Und wenn ich jetzt noch bedenke, dass ich auf dem Land für 300k ein Haus mit großem Garten bekommen kann und davon in Städten wie Hamburg und München bestenfalls 70qm Wohnung bekomme, bestärkt es mich noch mehr in meiner Entscheidung.

Toll, dafür hast du dann ein Haus aufm Dorf. Wenn du Glück hast, fährt der Bus in die nächste Kleinstadt sogar stündlich und muss nur durch zwei andere Dörfer!

Diese Land vs. Großstadt-Vergleiche werden doch auch nur von Low-Performern gebracht, die sich ihre Entscheidung schönreden müssen weil sie sich die Großstadt nicht leisten können.

Zu wenig Liebe in der Kindheit bekommen?

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WiWi Gast

Karriere vs Heimatliebe

WiWi Gast schrieb am 22.11.2018:

Heimat bleibt einfach immer die Heimat und dort wird es dich auch immer hinziehen. Manche Menschen brauchen ihr Nest und fühlen sich deswegen in einer Großstadt nicht wohl. Klar verdienst du mehr Geld, wenn du Karriere machst und manche fremde Leute mag das auch beeindrucken. Aber die wirklich wichtigen Dinge gibt es umsonst und du kannst nicht mehr als dich satt essen. Von daher, sehr berechtigt deine Zweifel.

Home is where your heart is. Ich habe mich in meiner alten Heimat (Dorf) nie wohl gefühlt, weil ich nicht der Mensch für Schützenverein/Fußballverein/freiwillige Feuerwehr/Dorffeste mit Schlager und Bier bin. Daher habe ich mich in mittelgroßen Städten immer am wohlsten gefühlt. Freunde kann man überall kennenlernen, wenn man sich dort wohlfühlt. Das Einzige, was fürs Privatleben wirklich anstrengend war, war die Phase meiner Karriere, in der ich häufig beruflich umgezogen bin (ca. 1x pro Jahr, hauptsächlich national aber auch international) und viel auf Dienstreisen war. Irgendwann kommt man in ein Alter, wo man seinen Platz gefunden hat, an dem man Wurzeln schlagen möchte. Ich finde aber auch, dass man mal aus der Heimat raus kommen sollte. Dann kennt man den Vergleich und kann sich bewusst für oder gegen die Rückkehr in die alte Heimat entscheiden.

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WiWi Gast

Karriere vs Heimatliebe

WiWi Gast schrieb am 21.11.2018:

Toll, dafür hast du dann ein Haus aufm Dorf. Wenn du Glück hast, fährt der Bus in die nächste Kleinstadt sogar stündlich und muss nur durch zwei andere Dörfer!

Was interessiert mich die nächste Kleinstadt? Oder Großstadt?
Es ist doch umgekehrt auch oft ein Schönreden, dass eine Großstadt so viel mehr zu bieten hat als das "Kaff" und man das natürlich auch nutzt. Wie sieht denn die Realität der meisten aus? Da wird unter der Woche rangeklotzt, man macht Abends bestenfalls noch ein paar Erledigungen oder Dinge, die man zu hause zutun hat. Am Wochenende fährt man dann raus, in München z.B. in die Berge oder der sagenumwobene Kurztripp an den Gardasee. Dafür muss ich aber nicht in München wohnen. Wenn es mir darum geht, am Wochenende schöne Tripps in die Natur machen zu können, gibt es genug Ecken in Deutschland, wo das toll möglich ist und man es ggf. sogar direkt vor der Haustür hat.

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WiWi Gast

Karriere vs Heimatliebe

WiWi Gast schrieb am 21.11.2018:

WiWi Gast schrieb am 21.11.2018:

Bin derzeit extrem am Schwanken. Lieber einen mittelmäßig bezahlten Job in meiner Heimat bei meinen ganzen Freunden/Schulfreunden. Oder Jobs in einer Großstadt einnehmen, wo ich nichts habe und komplett fremd bin (allerdings Chance auf Karriere, Gehalt etc.)
Habe immer gedacht Karriere sei alles, aber fühle mich jetzt doch verbundener als gedacht. Kleineres Dorf, eigenes Haus (Eltern haben mehrere Häuser).
Dummer Gedankengang, oder doch berechtigt? Könntet ihr vllt eure Meinung oder Erfahrungen (die die schon im Berufsleben sind) kundtun?

grüße

Genau meine aktuelle Situation. Ich wollte weiterkommen, war bei mir in der Region nicht möglich und ziehe nun 2 Stunden weg. Bei meiner neuen Firma arbeitet einer meiner besten Freunde, das erleichtert es sicherlich.
Ich bin jetzt 30 Jahre alt und mein Gedanke war:
jetzt nochmal weg,
nicht aus der Welt,
wertvolle Erfahrung sammeln,
Häuser und Grundstücke habe ich auch in der Heimat,
Zurückkommen kann ich in 2 bis 10 Jahren sofern ich es denn unbedingt möchte

2 Std ist doch nix. Da kannste doch jedes Wochenende zuhause sein und null den Anschluss verlieren. Das ist kein "wegziehen" in meinen Augen.

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WiWi Gast

Karriere vs Heimatliebe

Gerade in jungen Jahren sollte man es probieren und falls es nicht klappt - so what. I'm back in the hood b******!

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WiWi Gast

Karriere vs Heimatliebe

Irgendwie interessant, alle die hier schreiben kommen vom Land. Das zeigt wie viel eingeenter die Menschen dort oft sind: Der Grund warum ihr zurueck wollt in die Heimat sind Freunde und Familie. Ich als Staedter habe Freunde ueberall, in London, Muenchen, Frankfurt, Hamburg. Ausserdem kann man auch neue Freunde finden (und die alten Freunde behalten) wenn man wegzieht. Es ist nicht so als waere man zwangslaeufig alleine wenn man wegzieht fuer die Arbeit, auch dort lassen sich neue Freunde finden. Aber wenn ich das hier lese, dann weiss ich schon warum die AfD mittlerweile so viele Befuerworter bekommt.... blickt mal ueber den Tellerrand hinaus und lasst euch auf etwas Neues ein - und haltet das Alte dabei in ehren. Das ist Weltoffenheit.

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WiWi Gast

Karriere vs Heimatliebe

Also ich bin auch Städter aber diese Argumentation ist wirklich unverschämt und intellektuell ziemlich begrenzt. „Heimweh“ auf das wählen einer rechtspopulistuschen Partei umzumünzen und den Leuten fehlenden Horizont zu unterstellen..dein ernst, kid?

Ich bin selbst in einer mittelgroßen Stadt aufgewachsen, mit absolut wunderbaren Freunden und Familie. Ich rede hier von wirklich engen Freunden, die mich seit dem 8. Lebensjahr begleiten und bis heute (29) halten. Beruflich übrigens alles dabei.

Natürlich zieht es mich immer dahin zurück, denn solche jahrelangen Bindungen holt man nicht mal während eines Auslandssemesters oder im Studium auf. Da hier einige fehlende Horizont unterstellen, scheinen die Personen leider nie in den Genuss wahrer Freundschaft gekommen zu sein. Ich kenne auch genug von den schwätzern a la „ich habe Freunde überall“ - zweimal miteinander gesoffen bedeutet leider nicht gleich Freundschaft.

Ich lebe übrigens mittlerweile - nach 3 Jahren (MB) B und super Exit - in Frankfurt und bin wirklich froh, diese Konstante in form meiner Heimatstadt zu haben. Ja, man kann hier schicker und teurer einen trinken gehen und hat viel Freizeitangebot. Die Argumentation von einem der VP passt aber: Es ist nur die Möglichkeit für vieles gegeben, aber ein großer Unterschied zur Kleinstadt besteht im wahrgenommenen Freizeitangebot eben nicht. Ich schätze auch die meisten hier weder alternativ begeistert noch so kulturaffin ein, dass sie solche Angebote der Stadt Vermehrt wahrnehmen. Hier und da im Sommer die Weinfeste etc sind zwar schön, aber ein mehr an Lebensqualität bringt es nicht.

Einige Dinge gesehen zu haben schadet dem Horizont natürlich nie, aber den Drang zur Heimatnähe kann man niemandem verübeln, der nur gute Dinge mit seiner Kindheit und ehemaligem Umfeld verbindet. Ich bin zwar auch ein Freund des „Komfortzone-verlassens“ aber auf Dauer schätze ich die Zufriedenheit auch höher ein, wenn man ein konstantes Umfeld hat.

WiWi Gast schrieb am 22.11.2018:

Irgendwie interessant, alle die hier schreiben kommen vom Land. Das zeigt wie viel eingeenter die Menschen dort oft sind: Der Grund warum ihr zurueck wollt in die Heimat sind Freunde und Familie. Ich als Staedter habe Freunde ueberall, in London, Muenchen, Frankfurt, Hamburg. Ausserdem kann man auch neue Freunde finden (und die alten Freunde behalten) wenn man wegzieht. Es ist nicht so als waere man zwangslaeufig alleine wenn man wegzieht fuer die Arbeit, auch dort lassen sich neue Freunde finden. Aber wenn ich das hier lese, dann weiss ich schon warum die AfD mittlerweile so viele Befuerworter bekommt.... blickt mal ueber den Tellerrand hinaus und lasst euch auf etwas Neues ein - und haltet das Alte dabei in ehren. Das ist Weltoffenheit.

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WiWi Gast

Karriere vs Heimatliebe

WiWi Gast schrieb am 22.11.2018:

Also ich bin auch Städter aber diese Argumentation ist wirklich unverschämt und intellektuell ziemlich begrenzt. „Heimweh“ auf das wählen einer rechtspopulistuschen Partei umzumünzen und den Leuten fehlenden Horizont zu unterstellen..dein ernst, kid?

Ich bin selbst in einer mittelgroßen Stadt aufgewachsen, mit absolut wunderbaren Freunden und Familie. Ich rede hier von wirklich engen Freunden, die mich seit dem 8. Lebensjahr begleiten und bis heute (29) halten. Beruflich übrigens alles dabei.

Natürlich zieht es mich immer dahin zurück, denn solche jahrelangen Bindungen holt man nicht mal während eines Auslandssemesters oder im Studium auf. Da hier einige fehlende Horizont unterstellen, scheinen die Personen leider nie in den Genuss wahrer Freundschaft gekommen zu sein. Ich kenne auch genug von den schwätzern a la „ich habe Freunde überall“ - zweimal miteinander gesoffen bedeutet leider nicht gleich Freundschaft.

Ich lebe übrigens mittlerweile - nach 3 Jahren (MB) B und super Exit - in Frankfurt und bin wirklich froh, diese Konstante in form meiner Heimatstadt zu haben. Ja, man kann hier schicker und teurer einen trinken gehen und hat viel Freizeitangebot. Die Argumentation von einem der VP passt aber: Es ist nur die Möglichkeit für vieles gegeben, aber ein großer Unterschied zur Kleinstadt besteht im wahrgenommenen Freizeitangebot eben nicht. Ich schätze auch die meisten hier weder alternativ begeistert noch so kulturaffin ein, dass sie solche Angebote der Stadt Vermehrt wahrnehmen. Hier und da im Sommer die Weinfeste etc sind zwar schön, aber ein mehr an Lebensqualität bringt es nicht.

Einige Dinge gesehen zu haben schadet dem Horizont natürlich nie, aber den Drang zur Heimatnähe kann man niemandem verübeln, der nur gute Dinge mit seiner Kindheit und ehemaligem Umfeld verbindet. Ich bin zwar auch ein Freund des „Komfortzone-verlassens“ aber auf Dauer schätze ich die Zufriedenheit auch höher ein, wenn man ein konstantes Umfeld hat.

WiWi Gast schrieb am 22.11.2018:

Irgendwie interessant, alle die hier schreiben kommen vom Land. Das zeigt wie viel eingeenter die Menschen dort oft sind: Der Grund warum ihr zurueck wollt in die Heimat sind Freunde und Familie. Ich als Staedter habe Freunde ueberall, in London, Muenchen, Frankfurt, Hamburg. Ausserdem kann man auch neue Freunde finden (und die alten Freunde behalten) wenn man wegzieht. Es ist nicht so als waere man zwangslaeufig alleine wenn man wegzieht fuer die Arbeit, auch dort lassen sich neue Freunde finden. Aber wenn ich das hier lese, dann weiss ich schon warum die AfD mittlerweile so viele Befuerworter bekommt.... blickt mal ueber den Tellerrand hinaus und lasst euch auf etwas Neues ein - und haltet das Alte dabei in ehren. Das ist Weltoffenheit.

Ich bin dein Vorposter. Du scheinst mich nicht ganz verstanden zu haben.
Heimweh ist etwas anderes als nur wegen alten Freunden und Familie zurueckzufahren. Ich habe dasselbe was du beschreibst: Einige sehr alte Freunde, die ich immer gerne wiedersehe. Allerdings sind auch diese nicht in der Heimat geblieben sondern verstreut, auch auf die Staedte, die ich genannt habe.
Ich finde, dass du begrenzten Horizont zeigst indem du quasi implizierst, dass nur sehr alte Freunde sehr gute Freunde sein koennen. Im Studium im Ausland habe ich zwei Freunde kennengelernt mit denen ich viel gesoffen habe, wir uns aber auch so sehr verbunden fuehlen. Also finde ich dein Argument, dass ich nicht wuesste was wahre Freundschaft bedeutet, sehr engstirnig.

Mich zieht es demzufolge auch immer wieder in meine Heimat zurueck, aber mittelfristig muss ich deswegen nicht gleich dort wohnen.

Finde es schade, dass du sagst, dass die Weinfeste in Frankfurt nett sind (das sind sie sehr) aber nicht zur Lebensqualitaet beitragen. Das kannst du dann ja auf alles uebertragen was ein, zwei mal im Jahr stattfindet - das Dorffest ist vor dem Hintergrund dann auch nicht mehr so toll. Ich finde aber, dass all diesen kleinen Dinge das Leben und die Lebensqualitaet ausmachen. Dass du das nicht so siehst ist schade, ich wuensche dir, dass du das noch so sehen wirst.

Und ja, natuerlich nimmt man nicht alles an den Angeboten wahr, das einem geboten wird. Das ist aber ueberall so und trifft auf das gesamte Leben zu, das kann man nicht zum Vergleich zwischen Kleinstadt/Dorf und Grossstadt heranziehen. Ich wollte hier auch kein Bashing gegen Dorf betreiben, finde es nur interessant zu sehen, dass dort diese Denke eben staerker ist als in den Grossstaedten. Und dass Grosstaedte liberaler waehlen ist ein Fakt. Kannst ja mal gucken in welchen Regionen die Blauen auf dem Vormarsch ist.

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WiWi Gast

Karriere vs Heimatliebe

WiWi Gast schrieb am 22.11.2018:

Ich als Staedter habe Freunde ueberall, in London, Muenchen, Frankfurt, Hamburg.

Hmmm, ich überlege gerade, was für ein Aufwand es für dich sein muss, wenn du diese Freunde mal schnell zum Grillen einladen willst, oder kurzfristig dein Kind für 2h gut aufgehoben wissen willst.
Freunde in aller Welt mögen schön sein, sie ersetzen aber nicht die vor Ort. Und oberflächliche Bekanntschaften ersetzen auch nicht die "echten" Freunde, auf die man sich 100%ig verlassen kann. Spätestens wenn eine Familie anstehen werden diese Dinge wichtig. Und da interessiert es mich null, ob dann irgendwer in London sitzt oder sonstwo.

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WiWi Gast

Karriere vs Heimatliebe

Zwischen Wetzlar und Gießen. Aber nah dran

Ceterum censeo schrieb am 22.11.2018:

WiWi Gast schrieb am 22.11.2018:

Ich finde, hier im Forum wird das Dorf immer völlig abwertend dargestellt. Ich wohne in einem Dorf ca. 60km nördlich von Frankfurt. Mit dem Auto kann ich in jeweils 12 min zwei Kleinstädte (ca. 80k Einwohner) erreichen. DIese Kleinstädte bieten ein solides Freizeitprogramm. Ansonsten bin ich in 45min in Frankfurt. In meinem Dorf gibt es auch ganz normal 2 Restaurants, eine Eisdiele, 2 Supermärkte. Man ist also nicht von der Welt.

Hört sich stark nach einem Ort zwischen Marburg und Gießen an. Ich tippe mal auf Niederweimar? ;-)

antworten
WiWi Gast

Karriere vs Heimatliebe

WiWi Gast schrieb am 22.11.2018:

Irgendwie interessant, alle die hier schreiben kommen vom Land. Das zeigt wie viel eingeenter die Menschen dort oft sind: Der Grund warum ihr zurueck wollt in die Heimat sind Freunde und Familie. Ich als Staedter habe Freunde ueberall, in London, Muenchen, Frankfurt, Hamburg. Ausserdem kann man auch neue Freunde finden (und die alten Freunde behalten) wenn man wegzieht. Es ist nicht so als waere man zwangslaeufig alleine wenn man wegzieht fuer die Arbeit, auch dort lassen sich neue Freunde finden. ...

Nicht nur. Ich bin auch vom Dorf, habe oben schon geschrieben, dass ich nach einigen Jahren Stadt keinen Bock mehr auf Dorfleben hatte. Gerade weil ich den Vergleich Dorf vs. Stadt kenne möchte ich nicht ins Dorf zurück. Ansonsten geht es mir genau wie dir. Nicht nur du als Städter sondern auch ich als Dorfkind habe Freunde überall, in ganz Deutschland, teilweise Europa und USA. Ich hatte auch schon geschrieben, dass man überall Freunde finden kann. Man muss nur mal lange genug an einem Ort bleiben (Arbeitsnomadentum kappt Wurzeln) und für neue Bekanntschaften und andere Kulturen offen sein. Wirklich merkwürdig finde ich deshalb gerade die Leute, die von zu Hause nicht weg wollen, aber die "Welt da draußen" gar nicht kennengelernt haben. Wenn jemand dagegen fürs Studium und für die ersten Berufsjahre "weg" war und sich dann bewusst dazu entscheidet, wieder in die Heimat zurückzuziehen (egal ob die in der Stadt oder auf dem Land liegt), dann finde ich das eher nachvollziehbar.

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WiWi Gast

Karriere vs Heimatliebe

Das größte Problem am Dorf wären für mich die Leute die dort wohnen.

antworten
WiWi Gast

Karriere vs Heimatliebe

WiWi Gast schrieb am 22.11.2018:

Das größte Problem am Dorf wären für mich die Leute die dort wohnen.

Denk ja nicht, dass sich umgekehrt die "Dorf-Bewohner" auf dich freuen...

antworten
WiWi Gast

Karriere vs Heimatliebe

Mit solch einer Einstellung würde er da auch sehr einsam sein.
Aber er hat ja seine oberflächlichen Freundschaften in der weiten Welt.

WiWi Gast schrieb am 22.11.2018:

WiWi Gast schrieb am 22.11.2018:

Das größte Problem am Dorf wären für mich die Leute die dort wohnen.

Denk ja nicht, dass sich umgekehrt die "Dorf-Bewohner" auf dich freuen...

antworten
WiWi Gast

Karriere vs Heimatliebe

WiWi Gast schrieb am 22.11.2018:

Mit solch einer Einstellung würde er da auch sehr einsam sein.
Aber er hat ja seine oberflächlichen Freundschaften in der weiten Welt.

WiWi Gast schrieb am 22.11.2018:

WiWi Gast schrieb am 22.11.2018:

Das größte Problem am Dorf wären für mich die Leute die dort wohnen.

Denk ja nicht, dass sich umgekehrt die "Dorf-Bewohner" auf dich freuen...

Es ist echt lächerlich, wie internationale/ueberregionale Freundschaften von euch als oberflächlich gebranntmarkt werden. Das bestätigt nur meine Ansicht, dass viele Leute aus Kleinstädten ein eingeengtes, ablehnendes Weltbild haben

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WiWi Gast

Karriere vs Heimatliebe

WiWi Gast schrieb am 21.11.2018:

Bin derzeit extrem am Schwanken. Lieber einen mittelmäßig bezahlten Job in meiner Heimat bei meinen ganzen Freunden/Schulfreunden. Oder Jobs in einer Großstadt einnehmen, wo ich nichts habe und komplett fremd bin (allerdings Chance auf Karriere, Gehalt etc.)
Habe immer gedacht Karriere sei alles, aber fühle mich jetzt doch verbundener als gedacht. Kleineres Dorf, eigenes Haus (Eltern haben mehrere Häuser).
Dummer Gedankengang, oder doch berechtigt? Könntet ihr vllt eure Meinung oder Erfahrungen (die die schon im Berufsleben sind) kundtun?

grüße

Schwere Entscheidung...Also ich bin für das Studium vom Dorf in eine Großstadt gegangen. Bin aber nach einer ersten Berufsstation wieder zurück in die Heimat. Was soll ich sagen zuhause ist es doch am schönsten. Insbesondere wenn man dort Freunde und Familie hat.

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WiWi Gast

Karriere vs Heimatliebe

Gegenfrage: warum wohnen deine Freunde denn bitte noch in dem Dorf?
Ist anscheinend bei vielen hier im Thread so, aber bei mir sind alle guten Freunde auch kreuz und quer in Deutschland verstreut. Dazu kommen noch die Studienfreunde mit denen ich mich sogar besser verstanden habe und die auch in Deutschland und der Welt verteilt sind.

Was für ein Horror das für mich wäre in das Kaff meiner Eltern zurückzuziehen. Da habe ich mich einfach persönlich zu sehr und zu verschieden weiterentwickelt.

WiWi Gast schrieb am 23.11.2018:

WiWi Gast schrieb am 21.11.2018:

Bin derzeit extrem am Schwanken. Lieber einen mittelmäßig bezahlten Job in meiner Heimat bei meinen ganzen Freunden/Schulfreunden. Oder Jobs in einer Großstadt einnehmen, wo ich nichts habe und komplett fremd bin (allerdings Chance auf Karriere, Gehalt etc.)
Habe immer gedacht Karriere sei alles, aber fühle mich jetzt doch verbundener als gedacht. Kleineres Dorf, eigenes Haus (Eltern haben mehrere Häuser).
Dummer Gedankengang, oder doch berechtigt? Könntet ihr vllt eure Meinung oder Erfahrungen (die die schon im Berufsleben sind) kundtun?

grüße

Schwere Entscheidung...Also ich bin für das Studium vom Dorf in eine Großstadt gegangen. Bin aber nach einer ersten Berufsstation wieder zurück in die Heimat. Was soll ich sagen zuhause ist es doch am schönsten. Insbesondere wenn man dort Freunde und Familie hat.

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WiWi Gast

Karriere vs Heimatliebe

Ich habe dort einfach meine richtigen Freunde, mit denen ich seit dem Kindergarten befreundet bin. Wir sind alle in der näheren Umgebung geblieben und machen jedes Wochenende noch etwas. Bzw. auch unter der Woche, wenn es von der Arbeitszeit passt. Dieses Gefühl würde ich für kein Geld der Welt eintauschen. Im Endeffekt ist Geld nichts "festes und reales" sondern ein Konstrukt. Meine Freunde/Clique hingegen ist real und gibt mir mehr als Geld ;)

Ich hoffe ich konnte dir helfen, meinen Gedankengang nachzuvollziehen.
Was nicht heißt, dass ich keinem seine Karriere gönne. Ich bin kein neidischer Mensch. Ich gönne jedem High-Performer seine Karriere
Ich verdiene jetzt 65k bei ner 35h. Aufm Dorf völlig ausreichend. Meine Freundin verdient nochmals 45k bei 35h/Woche. Damit zahlen wir unser schönes Haus mit Garten und Pool ab. Was will man mehr ?! ;)

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WiWi Gast

Karriere vs Heimatliebe

Sie wohnen da nicht noch, sondern WIEDER.
Alles Ingenieure, Ärzte, Lehrer etc.
Es geht einfach auch darum, dass die Kaufkraft (sofern man einen guten Job auf dem Land findet) im Vergleich zur Stadt sehr sehr viel höher ist. Und wenn man sich dort wohlfühlt und in der Nähe der Familie wohnt, erhöht es einfach die Lebensqualität.
Wenn man sich natürlich ind er Stadt wohlfühlt und weit weg von der Familie leben möchte, ist das eben eine andere Einstellung. Ich denke dass ist alles sehr individuell.

WiWi Gast schrieb am 23.11.2018:

Gegenfrage: warum wohnen deine Freunde denn bitte noch in dem Dorf?
Ist anscheinend bei vielen hier im Thread so, aber bei mir sind alle guten Freunde auch kreuz und quer in Deutschland verstreut. Dazu kommen noch die Studienfreunde mit denen ich mich sogar besser verstanden habe und die auch in Deutschland und der Welt verteilt sind.

Was für ein Horror das für mich wäre in das Kaff meiner Eltern zurückzuziehen. Da habe ich mich einfach persönlich zu sehr und zu verschieden weiterentwickelt.

WiWi Gast schrieb am 23.11.2018:

WiWi Gast schrieb am 21.11.2018:

Bin derzeit extrem am Schwanken. Lieber einen mittelmäßig bezahlten Job in meiner Heimat bei meinen ganzen Freunden/Schulfreunden. Oder Jobs in einer Großstadt einnehmen, wo ich nichts habe und komplett fremd bin (allerdings Chance auf Karriere, Gehalt etc.)
Habe immer gedacht Karriere sei alles, aber fühle mich jetzt doch verbundener als gedacht. Kleineres Dorf, eigenes Haus (Eltern haben mehrere Häuser).
Dummer Gedankengang, oder doch berechtigt? Könntet ihr vllt eure Meinung oder Erfahrungen (die die schon im Berufsleben sind) kundtun?

grüße

Schwere Entscheidung...Also ich bin für das Studium vom Dorf in eine Großstadt gegangen. Bin aber nach einer ersten Berufsstation wieder zurück in die Heimat. Was soll ich sagen zuhause ist es doch am schönsten. Insbesondere wenn man dort Freunde und Familie hat.

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WiWi Gast

Karriere vs Heimatliebe

Ja, das möge für familienverbundene Menschen gelten. Aber subjektiv aus meinem Freundeskreis nehme ich das einfach als nicht mehr so wichtig war, in der Nähe der Eltern zu wohnen. Und wenn der Faktor weg fällt, ist es doch sehr unwahrscheinlich, dass das Dorf in dem man aufgewachsen ist, die höchst mögliche Lebensqualität aufweist. Dazu gibt es einfach zu viele Dörfer und generell zu viele Orte in Deutschland und der Welt. Dadurch denke ich da leider manchmal zu schnell in Schubladen und behaupte, dass der Großteil dieser Menschen einfach weniger weltoffen ist bzw. einen sehr simplen Maßstab für das eigene Leben legen. Und nein, regelmäßige Reisen nach Thailand (oder andere plakative Beispiel, die in solchen Momenten gerne genutzt werden) beweisen nicht das Gegenteil, sondern bestätigen das eher.

Aber: Jede Jeck es anders, jeder es anders jeck, und jet jeck sin mir all.

WiWi Gast schrieb am 23.11.2018:

Sie wohnen da nicht noch, sondern WIEDER.
Alles Ingenieure, Ärzte, Lehrer etc.
Es geht einfach auch darum, dass die Kaufkraft (sofern man einen guten Job auf dem Land findet) im Vergleich zur Stadt sehr sehr viel höher ist. Und wenn man sich dort wohlfühlt und in der Nähe der Familie wohnt, erhöht es einfach die Lebensqualität.
Wenn man sich natürlich ind er Stadt wohlfühlt und weit weg von der Familie leben möchte, ist das eben eine andere Einstellung. Ich denke dass ist alles sehr individuell.

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WiWi Gast

Karriere vs Heimatliebe

So sehe ich das auch. Mein Freundeskreis ist sehr heterogen in Bezug auf die berufliche Tätigkeit. Da ist vom WiWi wie mir über den Arzt, Piloten, Ingenieur oder Sozialarbeiter alles dabei. Ich bin auch gut herumgekommen, aber mich zieht es ebenfalls - so wie auch viele meiner Freunde - zurück in die Heimat. Das schließt ja auch ein offenes Mindset nicht aus.

Guter Job + gute Freunde +bekanntes Umfeld + Familie ist für mich absolut unschlagbar in der Lebensqualität. Natürlich gibt es den einen oder anderen mit dauerhaftem Fernweh, den es in die Welt zieht und der so glücklicher ist. Die Welt ist aber so verdammt schnelllebig und globalisiert. Alleine im Studium habe ich zwei Auslandssemester gehabt und war auch im Beruf über ein Jahr international unterwegs. Da tut irgendwann eine Konstante in Form der Heimat sehr gut.

Heimat muss ja auch nicht 5000 Mann Dorf bedeuten. So etwas sehe ich alleine durch die soziale Interaktion und Dynamik auch problematisch. Aber ich habe hier das Gefühl, dass schon wieder schwarz-weiß in Metropole oder Kuhkaff eingeordnet wird. Die meisten Städte mit 100-600k Einwohner bringen aber auch schon genügend Offenheit und Kultur mit!:)

Was für mich auch ein klarer Grund ist: Bei uns steht demnächst Nachwuchs an und da ist es einfach sehr schön, die (Groß-) Eltern um die Ecke zu haben. So etwas "erleichtert" ungemein viel.

WiWi Gast schrieb am 23.11.2018:

Sie wohnen da nicht noch, sondern WIEDER.
Alles Ingenieure, Ärzte, Lehrer etc.
Es geht einfach auch darum, dass die Kaufkraft (sofern man einen guten Job auf dem Land findet) im Vergleich zur Stadt sehr sehr viel höher ist. Und wenn man sich dort wohlfühlt und in der Nähe der Familie wohnt, erhöht es einfach die Lebensqualität.
Wenn man sich natürlich ind er Stadt wohlfühlt und weit weg von der Familie leben möchte, ist das eben eine andere Einstellung. Ich denke dass ist alles sehr individuell.

WiWi Gast schrieb am 23.11.2018:

Gegenfrage: warum wohnen deine Freunde denn bitte noch in dem Dorf?
Ist anscheinend bei vielen hier im Thread so, aber bei mir sind alle guten Freunde auch kreuz und quer in Deutschland verstreut. Dazu kommen noch die Studienfreunde mit denen ich mich sogar besser verstanden habe und die auch in Deutschland und der Welt verteilt sind.

Was für ein Horror das für mich wäre in das Kaff meiner Eltern zurückzuziehen. Da habe ich mich einfach persönlich zu sehr und zu verschieden weiterentwickelt.

WiWi Gast schrieb am 23.11.2018:

WiWi Gast schrieb am 21.11.2018:

Bin derzeit extrem am Schwanken. Lieber einen mittelmäßig bezahlten Job in meiner Heimat bei meinen ganzen Freunden/Schulfreunden. Oder Jobs in einer Großstadt einnehmen, wo ich nichts habe und komplett fremd bin (allerdings Chance auf Karriere, Gehalt etc.)
Habe immer gedacht Karriere sei alles, aber fühle mich jetzt doch verbundener als gedacht. Kleineres Dorf, eigenes Haus (Eltern haben mehrere Häuser).
Dummer Gedankengang, oder doch berechtigt? Könntet ihr vllt eure Meinung oder Erfahrungen (die die schon im Berufsleben sind) kundtun?

grüße

Schwere Entscheidung...Also ich bin für das Studium vom Dorf in eine Großstadt gegangen. Bin aber nach einer ersten Berufsstation wieder zurück in die Heimat. Was soll ich sagen zuhause ist es doch am schönsten. Insbesondere wenn man dort Freunde und Familie hat.

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WiWi Gast

Karriere vs Heimatliebe

So geht es uns auch, nur das wir beide verschiedener Meinungen sind. Ich (Doppelverdiener) möchte zurück, bewusst, da ich einfach in den TOP 7 Städten keine Zukunft sehe, meine Frau (Einfach Verdiener) will da bleiben, da es ihr hier gefällt. Aber unterm Strich zählt leider der Nettoeuro der hängen bleibt und da muss man ehrlich zu sich selbst sein und sagen was sache ist. In einer Großstadt bleibt einfach nichts hängen, man hat zwar Jobalternativen, mehr aber nicht und bei den aktuellen Mieten/Kaufpreisen wird sich das nicht ändern. Ich denke mir einfach, selbst wenn ich 100k habe, was soll das, es wird nicht besser und kaufen ist in den heutigen Zeiten sogut wie unmöglich ohne Erbe, etc. Daher lieber zurück und einfach bescheiden leben als verschuldet und ohne soziale Kontakte, denn das ist das was lebensqualität ausmacht und nicht geld. Bei uns ist es aber eine Sondersituation. Wir kommen aus dem goldenen Osten wo blühende Landschaften (Wald und Wiesen) blühen, da ist leider mit Industrie usw. nicht viel möglich. Des Weiteren werden dort die Jobs mittlerweile auch knapper und der Trend den ich langsam für mich persönlich festgestellt habe ist folgender. Ausländische "Fachkräfte" gehen in die Städe und in den Osten (Eingewöhnungszeit) und verlassen diese dann in die Ballungszentren im Westen und im Osten bleibt quasi das hängen, was keiner will. Habe in den letzten Wochen viel recheriert und herausgefunden, dass in Ostdeutschland jeder 8 Mediziner Ausländer ist. Die meinste Jobs in Niedriglohnsektor werden von Osteuropärn gemacht und alles was irgendwie qualifiziert ist geht in den Westen oder verlässt Deutschland gleich ganz und die Rückkehrer (Leipzig und Dresden mal ausgenommen), werden teilweise mit echt missen Angeboten (Informatiker für 15E/h abgespeist). Wir sind auch sehr zwiegespalten.

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WiWi Gast

Karriere vs Heimatliebe

WiWi Gast schrieb am 22.11.2018:

WiWi Gast schrieb am 21.11.2018:

WiWi Gast schrieb am 21.11.2018:

Bin derzeit extrem am Schwanken. Lieber einen mittelmäßig bezahlten Job in meiner Heimat bei meinen ganzen Freunden/Schulfreunden. Oder Jobs in einer Großstadt einnehmen, wo ich nichts habe und komplett fremd bin (allerdings Chance auf Karriere, Gehalt etc.)
Habe immer gedacht Karriere sei alles, aber fühle mich jetzt doch verbundener als gedacht. Kleineres Dorf, eigenes Haus (Eltern haben mehrere Häuser).
Dummer Gedankengang, oder doch berechtigt? Könntet ihr vllt eure Meinung oder Erfahrungen (die die schon im Berufsleben sind) kundtun?

grüße

Genau meine aktuelle Situation. Ich wollte weiterkommen, war bei mir in der Region nicht möglich und ziehe nun 2 Stunden weg. Bei meiner neuen Firma arbeitet einer meiner besten Freunde, das erleichtert es sicherlich.
Ich bin jetzt 30 Jahre alt und mein Gedanke war:
jetzt nochmal weg,
nicht aus der Welt,
wertvolle Erfahrung sammeln,
Häuser und Grundstücke habe ich auch in der Heimat,
Zurückkommen kann ich in 2 bis 10 Jahren sofern ich es denn unbedingt möchte

2 Std ist doch nix. Da kannste doch jedes Wochenende zuhause sein und null den Anschluss verlieren. Das ist kein "wegziehen" in meinen Augen.

Hier der, der 2 Stunden wegzieht.
Logo geht auch immer weiter, für mich war das ne gute Kombi, da ich wie du sagst auch schnell zuhause sein kann und ich eben in der Heimat sowieso schon Grundstücke und Häuser im Familienbesitz habe.
Wollte nur meine Situation aufzeigen, vllt kann der Threadsteller mal sagen wie weit seine Optionen von der Heimat entfernt sind und in welchem Lebensabschnitt er ist. Ist ja schon ein großer Unterschied ob er eine Freundin hat oder nicht zB

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WiWi Gast

Karriere vs Heimatliebe

Ich habe eine ganz andere Beobachtung gemacht: Zu Weihnachten zurück im Dorf nach Jahren in Großstädten & Ausland und siehe da, alles beim alten. Man selbst hat sich unglaublich weiter entwickelt und "daheim" trotten alle immer noch im gleichen Schritt.

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WiWi Gast

Karriere vs Heimatliebe

Wenn ich länger als 2 tage im Heimatdorf bin, werde ich depressiv. Freue mich jedes mal meine Eltern wieder zu sehen und dann wirds extrem schnell extrem langweilig.

Das "Argument" der wahren Freunde verstehe ich nicht. Wir haben ne Gruppe von 7 Jungs, wir kennen uns seit dem Kindergarten und haben auch durch Unizeiten/Berufseinstieg engen Kontakt gehalten und häufige Treffen. Keiner von denen wohnt auch nur im Heimatsbundesland. Was soll ich jetzt da? Mit den Leuten die da geblieben sind/wieder dort wohnen kann man sich gut mal nen Abend unterhalten, aber mich interessiert nicht wie der lokale Fussbalverein gespielt hat und ich habe auch keine Lust dauernd ne Stunde in die nächste Grossstadt zu fahren, um mal wieder in einem sehr guten Restaurant zu sitzen.

London, Paris, Hamburg, Berlin, München, Barcelona, Stockholm, Zürich, Mailand, Wien, Kopenhagen, Amsterdam. Je nach individuellem Geschmack, danach wirds schon sehr eng.

Mal ganz ehrlich, wie häufig trefft ihr in der Kleinstadt wirklich beeindruckende Menschen. Wenn man wirklich was reissen will im Leben, kommt man an den Metropolen nicht vorbei, und nein ich meine nicht den 100k UB Exit im Dax.

Im Vorraus: Danke. Mir ist bewusst, dass mich auch keiner im Dorf haben will. Damit komme ich gut zu Recht :D

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WiWi Gast

Karriere vs Heimatliebe

Wie vom Vorposter auch schon angemerkt, du bist derjenige der eine beschränkte und eingeengte Sichtweise hat. Warum? Weil du eben allen, die nicht "liberal" wählen und deinen "kosmopolitischen" Weg gehen eben Beschränkheit unterstellst. Und allerdings, Heimweh und Heimatliebe mit Rechtspopulismus gleichzustellen disqualifiziert dich komplett (milde ausgedrückt) an der Disukussion hier teilzunehmen.

Ich hoffe mal für dich, dass du nicht arg viel älter als 22 bist und erst vor kurzem angefangen hast, dich in der "weiten Welt" zurechtzufinden. Dass du in ihr zurechtkommst und du etwas euphorisch bist, ist ja schön für dich. Aber weder ist das etwas Besonderes, noch macht dich das zu einem besseren Menschen, als jemand der aus Heimatliebe sein Dorf nie verlässt.

Leben und leben lassen.

WiWi Gast schrieb am 22.11.2018:

Also ich bin auch Städter aber diese Argumentation ist wirklich unverschämt und intellektuell ziemlich begrenzt. „Heimweh“ auf das wählen einer rechtspopulistuschen Partei umzumünzen und den Leuten fehlenden Horizont zu unterstellen..dein ernst, kid?

Ich bin selbst in einer mittelgroßen Stadt aufgewachsen, mit absolut wunderbaren Freunden und Familie. Ich rede hier von wirklich engen Freunden, die mich seit dem 8. Lebensjahr begleiten und bis heute (29) halten. Beruflich übrigens alles dabei.

Natürlich zieht es mich immer dahin zurück, denn solche jahrelangen Bindungen holt man nicht mal während eines Auslandssemesters oder im Studium auf. Da hier einige fehlende Horizont unterstellen, scheinen die Personen leider nie in den Genuss wahrer Freundschaft gekommen zu sein. Ich kenne auch genug von den schwätzern a la „ich habe Freunde überall“ - zweimal miteinander gesoffen bedeutet leider nicht gleich Freundschaft.

Ich lebe übrigens mittlerweile - nach 3 Jahren (MB) B und super Exit - in Frankfurt und bin wirklich froh, diese Konstante in form meiner Heimatstadt zu haben. Ja, man kann hier schicker und teurer einen trinken gehen und hat viel Freizeitangebot. Die Argumentation von einem der VP passt aber: Es ist nur die Möglichkeit für vieles gegeben, aber ein großer Unterschied zur Kleinstadt besteht im wahrgenommenen Freizeitangebot eben nicht. Ich schätze auch die meisten hier weder alternativ begeistert noch so kulturaffin ein, dass sie solche Angebote der Stadt Vermehrt wahrnehmen. Hier und da im Sommer die Weinfeste etc sind zwar schön, aber ein mehr an Lebensqualität bringt es nicht.

Einige Dinge gesehen zu haben schadet dem Horizont natürlich nie, aber den Drang zur Heimatnähe kann man niemandem verübeln, der nur gute Dinge mit seiner Kindheit und ehemaligem Umfeld verbindet. Ich bin zwar auch ein Freund des „Komfortzone-verlassens“ aber auf Dauer schätze ich die Zufriedenheit auch höher ein, wenn man ein konstantes Umfeld hat.

WiWi Gast schrieb am 22.11.2018:

Irgendwie interessant, alle die hier schreiben kommen vom Land. Das zeigt wie viel eingeenter die Menschen dort oft sind: Der Grund warum ihr zurueck wollt in die Heimat sind Freunde und Familie. Ich als Staedter habe Freunde ueberall, in London, Muenchen, Frankfurt, Hamburg. Ausserdem kann man auch neue Freunde finden (und die alten Freunde behalten) wenn man wegzieht. Es ist nicht so als waere man zwangslaeufig alleine wenn man wegzieht fuer die Arbeit, auch dort lassen sich neue Freunde finden. Aber wenn ich das hier lese, dann weiss ich schon warum die AfD mittlerweile so viele Befuerworter bekommt.... blickt mal ueber den Tellerrand hinaus und lasst euch auf etwas Neues ein - und haltet das Alte dabei in ehren. Das ist Weltoffenheit.

Ich bin dein Vorposter. Du scheinst mich nicht ganz verstanden zu haben.
Heimweh ist etwas anderes als nur wegen alten Freunden und Familie zurueckzufahren. Ich habe dasselbe was du beschreibst: Einige sehr alte Freunde, die ich immer gerne wiedersehe. Allerdings sind auch diese nicht in der Heimat geblieben sondern verstreut, auch auf die Staedte, die ich genannt habe.
Ich finde, dass du begrenzten Horizont zeigst indem du quasi implizierst, dass nur sehr alte Freunde sehr gute Freunde sein koennen. Im Studium im Ausland habe ich zwei Freunde kennengelernt mit denen ich viel gesoffen habe, wir uns aber auch so sehr verbunden fuehlen. Also finde ich dein Argument, dass ich nicht wuesste was wahre Freundschaft bedeutet, sehr engstirnig.

Mich zieht es demzufolge auch immer wieder in meine Heimat zurueck, aber mittelfristig muss ich deswegen nicht gleich dort wohnen.

Finde es schade, dass du sagst, dass die Weinfeste in Frankfurt nett sind (das sind sie sehr) aber nicht zur Lebensqualitaet beitragen. Das kannst du dann ja auf alles uebertragen was ein, zwei mal im Jahr stattfindet - das Dorffest ist vor dem Hintergrund dann auch nicht mehr so toll. Ich finde aber, dass all diesen kleinen Dinge das Leben und die Lebensqualitaet ausmachen. Dass du das nicht so siehst ist schade, ich wuensche dir, dass du das noch so sehen wirst.

Und ja, natuerlich nimmt man nicht alles an den Angeboten wahr, das einem geboten wird. Das ist aber ueberall so und trifft auf das gesamte Leben zu, das kann man nicht zum Vergleich zwischen Kleinstadt/Dorf und Grossstadt heranziehen. Ich wollte hier auch kein Bashing gegen Dorf betreiben, finde es nur interessant zu sehen, dass dort diese Denke eben staerker ist als in den Grossstaedten. Und dass Grosstaedte liberaler waehlen ist ein Fakt. Kannst ja mal gucken in welchen Regionen die Blauen auf dem Vormarsch ist.

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WiWi Gast

Karriere vs Heimatliebe

WiWi Gast schrieb am 23.11.2018:

Ich habe eine ganz andere Beobachtung gemacht: Zu Weihnachten zurück im Dorf nach Jahren in Großstädten & Ausland und siehe da, alles beim alten. Man selbst hat sich unglaublich weiter entwickelt und "daheim" trotten alle immer noch im gleichen Schritt.

Das ging mir beim letzten Klassentreffen auch so. Ich hatte mich darauf gefreut, spannende Geschichten von interessanten Menschen zu hören. Das klappte nur bei wenigen, die rumgekommen waren. Viele waren „zu Hause“ geblieben, hatten nichts Spannendes zu erzählen (außer Sachbearbeiterjobs und Kinder) und schwelgten den ganzen Abend nur in vergangenen Zeiten. Für die war früher alles toll und nichts ist besser geworden, maximal gleich geblieben. Für mich war es früher zwar auch gut, aber heute ist in meinem Leben alles besser geworden. Ist wohl eine Einstellungssache...

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WiWi Gast

Karriere vs Heimatliebe

WiWi Gast schrieb am 22.11.2018:

Es ist echt lächerlich, wie internationale/ueberregionale Freundschaften von euch als oberflächlich gebranntmarkt werden. Das bestätigt nur meine Ansicht, dass viele Leute aus Kleinstädten ein eingeengtes, ablehnendes Weltbild haben

Ganz genau, deshalb lassen sich solche Leute auch so gut von rechten Hetzern ködern. Wie wär's mal mit Solidarität und sozialer Gerechtigkeit statt Hass und Ausgrenzung.

antworten
WiWi Gast

Karriere vs Heimatliebe

Vorallem bitte nicht übertreiben. Mein Dorf hat auch lockere 80 T Einwohner und 20-30 Minuten zwei ausgewiesene Großstädte neben sich. Für mich ist die Mischung daher perfekt. Natürlich gibt es hier nicht so viel zu erleben wie in einer Großstadt, aber der nächste Laden ist auch nicht 15 km entfert ;) Habe selber bereits in 3 verschiedenen Großstädten gelebt und muss sagen, dass es einfach nichts für mich ist auf Dauer. Irgendwann gehen mir die ganzen Leute (insbesondere die, mit denen man nichts zutun haben will) tierisch auf den Wecker. Auch reise ich gerne, aber ständig unterwegs sein gibt mir einfach nichts. Würde aber jedem trotzdem empfehlen mal für eine gewisse Zeit zB Studium einfach raus aus seinem Nest zu gehen. Hab dadurch viele Erfahrungen gemacht, neue Sachen und Leute kennengelernt, die ich nicht missen möchte. Auf lange Sicht aber eben doch ganz klar - HEIMATLIEBE!

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WiWi Gast

Karriere vs Heimatliebe

WiWi Gast schrieb am 23.11.2018:

Das ging mir beim letzten Klassentreffen auch so. Ich hatte mich darauf gefreut, spannende Geschichten von interessanten Menschen zu hören. Das klappte nur bei wenigen, die rumgekommen waren.

Das ist wiederum aber auch Frage, was man selbst interessant findet. Ich interessiere mich z.B. nicht großartig für Reisen, andere Kulturen, entsprechend auch nicht für berufliche Dinge, die damit in Zusammenhang stehen. Dagegen interessiere ich mich sehr dafür, wenn jemand Musik macht oder sportlich erfolgreich ist, beides trifft auch auf mich zu. Entsprechend sind Leute für mich todlangweilig, die "nur" Karriere machen aber daneben nichts vorzuweisen haben. Auf der anderen Seite sind Leute extrem interessant, die im Hobbybereich erfolgreich sind bzw. sich dort verwirklichen. Ich habe z.B. vor zwei Jahren auf einen Klassentreffen jemanden nach 20 Jahren wiedergesehen. Er hat mit Mitte 30 seinen Job an den Nagel gehängt und macht seitdem nur noch elektronische Musik. Das ganze in einer kleinen Nische, aber es reicht für die gelegentliche Veröffentlichung eines Albums und Auftritte. Er lebt davon mehr schlecht als Recht, hat keine Familie, aber ich fand das super interessant und hab mich fast den ganzen Abend nur mit ihm unterhalten.

Die ganzen "Hamsterrad"-Leute, die sich ihren Job selbst schönreden müssen und bei solchen Treffen im Grunde auch nur von ihren Jobs erzählen (von was anderem können viele schlicht nicht erzählen, weil es da nichts gibt) langweilen mich da einfach nur, da sie geistig meistens sehr eindimensional unterwegs sind. Von daher sehe ich es genau umgekehrt. Jemand mit Priorität auf Karriere konzentriert sich stärker auf eine Sache, er kann schlicht nicht so mehrdimensional unterwegs sein wie jemand, der den Job in erster Linie als Mittel zum Geldverdienen sieht und zusätzlich noch anderen Interessen nachgeht.

Natürlich ist das ganze nur eine Tendenz. Es gibt selbstverständlich auch Karrieristen die es schaffen, nebenher noch vielen Interessen nachzugehen und es gibt umgekehrt den 35h-Sachbearbeiter, der ab 15:00 zuhause sitzt und außer Playstation-Zocken nicht viel macht.

antworten
WiWi Gast

Karriere vs Heimatliebe

Guten Abend,

wenn ich schon lese:

"Toll, dafür hast du dann ein Haus aufm Dorf. Wenn du Glück hast, fährt der Bus in die nächste Kleinstadt sogar stündlich und muss nur durch zwei andere Dörfer!
Diese Land vs. Großstadt-Vergleiche werden doch auch nur von Low-Performern gebracht, die sich ihre Entscheidung schönreden müssen weil sie sich die Großstadt nicht leisten können."

Ich weiß echt nicht warum, aber im Umkreis von 10km wohnen bei mir (auf dem Land, mit so echt Feld, Wald und Wiese) überproportional viele Millionäre, Multi-Millionäre und sogar ein Milliardär. Zudem rede ich nicht vom Bodensee, oder sonst einem "Hippen-Standort".
Ich sehe keinen Grund in einer Wohnung in der Innenstadt zu wohnen, wo ich laute Nachbarn habe, selbst still sein muss, ich zum wandern 2h "raus" fahren muss und weder Privatsphäre, noch Platz habe, dafür aber Lärm, "Gesocks" und Kriminalität.
Aber ja, wir können es uns einfach nicht leisten. Sind ja keine "Highperformer".
Ich bin in 20min in einer Großstadt, in einer Stunde in einer Metropole. Das reicht.
Vielleicht lebst du einfach noch deinen BWL 1. Semester Lifestyle, aber jeder wie er will.

antworten
WiWi Gast

Karriere vs Heimatliebe

WiWi Gast schrieb am 23.11.2018:

WiWi Gast schrieb am 23.11.2018:

Das ging mir beim letzten Klassentreffen auch so. Ich hatte mich darauf gefreut, spannende Geschichten von interessanten Menschen zu hören. Das klappte nur bei wenigen, die rumgekommen waren.

Das ist wiederum aber auch Frage, was man selbst interessant findet. Ich interessiere mich z.B. nicht großartig für Reisen, andere Kulturen, entsprechend auch nicht für berufliche Dinge, die damit in Zusammenhang stehen. Dagegen interessiere ich mich sehr dafür, wenn jemand Musik macht oder sportlich erfolgreich ist, beides trifft auch auf mich zu. Entsprechend sind Leute für mich todlangweilig, die "nur" Karriere machen aber daneben nichts vorzuweisen haben. Auf der anderen Seite sind Leute extrem interessant, die im Hobbybereich erfolgreich sind bzw. sich dort verwirklichen. Ich habe z.B. vor zwei Jahren auf einen Klassentreffen jemanden nach 20 Jahren wiedergesehen. Er hat mit Mitte 30 seinen Job an den Nagel gehängt und macht seitdem nur noch elektronische Musik. Das ganze in einer kleinen Nische, aber es reicht für die gelegentliche Veröffentlichung eines Albums und Auftritte. Er lebt davon mehr schlecht als Recht, hat keine Familie, aber ich fand das super interessant und hab mich fast den ganzen Abend nur mit ihm unterhalten.

Die ganzen "Hamsterrad"-Leute, die sich ihren Job selbst schönreden müssen und bei solchen Treffen im Grunde auch nur von ihren Jobs erzählen (von was anderem können viele schlicht nicht erzählen, weil es da nichts gibt) langweilen mich da einfach nur, da sie geistig meistens sehr eindimensional unterwegs sind. Von daher sehe ich es genau umgekehrt. Jemand mit Priorität auf Karriere konzentriert sich stärker auf eine Sache, er kann schlicht nicht so mehrdimensional unterwegs sein wie jemand, der den Job in erster Linie als Mittel zum Geldverdienen sieht und zusätzlich noch anderen Interessen nachgeht.

Natürlich ist das ganze nur eine Tendenz. Es gibt selbstverständlich auch Karrieristen die es schaffen, nebenher noch vielen Interessen nachzugehen und es gibt umgekehrt den 35h-Sachbearbeiter, der ab 15:00 zuhause sitzt und außer Playstation-Zocken nicht viel macht.

Nicht dass ich mich zur Zockergemeinde zähle (habe selbst keine einzige Konsole), aber wen interessiert es, ob der 15 Uhr Sachbearbeiter nachmittags zu Hause sitzt und nur Playstation zockt? Wenn es ihn glücklich macht, dann soll er das doch tun. Wer definiert schon ein sinnvolles Hobby oder Zeitverschwendung? Schlussendlich geht es doch darum, dass der Zocker dabei niemandem schadet und er seinen Spaß hat. Soll ihm doch gegönnt sein. Ansonsten stimme ich dir voll und ganz zu.

antworten
WiWi Gast

Karriere vs Heimatliebe

Du musst dir ganz einfach die Frage stellen: Wenn ich alles für das Unternehmen aufgebe (überspitzt gesagt), würde das Unternehmen auch alles für mich tun?

Die Antwort ist ganz klar: nein. Sobald ein Unternehmen die Möglichkeit hat deine Stelle auszugliedern und der Nutzen dabei höher ist oder du keinen oder nur noch geringen Nutzen dem Unternehmen bringst, wirst du auf der Straße sitzen. Und genau so sollte man Unternehmen auch behandeln. Bitte nicht das ganze Umfeld, die Beziehung oder Privatleben auf Risiko setzen. Ich dachte früher auch Karriere zu machen ist das einzige was zählt. Der Rest kommt danach. Aber das war damals einfach nur jugendliche Naivität. Bei mir ist es zwar keine Heimatliebe, sondern die reale Liebe, denn ich bin alles andere als ortsgebunden, aber meine Beziehung würde wahrscheinlich keinen Umzug auf Dauer überleben.

In deinem Fall sprichst du von der Heimatliebe, also gehe ich von Verbundenheit, Wurzeln zur Heimat aus, Freundeskreis usw. Deshalb meine klare Empfehlung: Heimatliebe vor Karriere in deinem Fall.

antworten
WiWi Gast

Karriere vs Heimatliebe

Mit 21 habe ich auch noch gedacht Karriere ist alles. Mittlerweile denke ich eher Karriere ist nichts. Bin eigentlich nur noch Angestellt und nicht als freiberufler mit low-income im dorf am hustlen, weil mein Umfeld es von mir so erwartet und ich nicht sozial absteigen möchte.

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WiWi Gast

Karriere vs Heimatliebe

Im Grunde genommen geht es in dieser Diskussion doch gar nicht um Heimat oder nicht, sondern um die viel fundamentalere Frage „Wo finde ich die idealen Rahmenbedingungen für mein Leben(-sglück)?“

Wo man dann für sich selbst die ideale Balance findet ist individuell wieder sehr unterschiedlich. (Familie, Freunde, Landschaft, Arbeitgeber, Lebenspartner, Freizeitangebot, Grundstückspreise, etc. pp.)

Ich z.B. liebe meine Heimat zwar grundsätzlich, will und kann dorthin nicht zurück. Familie und Freunde sind großteils weggezogen, weil strukturschwache Region. Einen adäquaten Arbeitsplatz finde ich dort nicht, weil strukturschwache Region.

Die Verfechter von „In der Heimat ist es doch am Besten“ hier im thread sollten sich also eines klar machen: Wenn ihr es in der Heimat so schön findet, dann seid froh darüber, dass eure Heimat euch so gute Rahmenbedingungen bietet. Diesen Luxus hat leider nicht jeder.

antworten
WiWi Gast

Karriere vs Heimatliebe

Bei mir ähnlich. Bin einer der VP. Absolut glücklich in der Heimat und tolles Umfeld, aber "höheres" Banking oder allgemein große Industrien für ein WiWi gibt's dort halt nichts. Der Lehrer, Arzt oder Pädagoge im Freundeskreis hingegen fühlt sich aber pudelwohl dort, da es für diese Berufe dort entsprechende (Aufstiegs-/Gehalts-) Möglichkeiten gibt.

Es ist schade aber wahr, manchmal kann man rein aus rationalen Gründen nicht zurück..

WiWi Gast schrieb am 28.11.2018:

Im Grunde genommen geht es in dieser Diskussion doch gar nicht um Heimat oder nicht, sondern um die viel fundamentalere Frage „Wo finde ich die idealen Rahmenbedingungen für mein Leben(-sglück)?“

Wo man dann für sich selbst die ideale Balance findet ist individuell wieder sehr unterschiedlich. (Familie, Freunde, Landschaft, Arbeitgeber, Lebenspartner, Freizeitangebot, Grundstückspreise, etc. pp.)

Ich z.B. liebe meine Heimat zwar grundsätzlich, will und kann dorthin nicht zurück. Familie und Freunde sind großteils weggezogen, weil strukturschwache Region. Einen adäquaten Arbeitsplatz finde ich dort nicht, weil strukturschwache Region.

Die Verfechter von „In der Heimat ist es doch am Besten“ hier im thread sollten sich also eines klar machen: Wenn ihr es in der Heimat so schön findet, dann seid froh darüber, dass eure Heimat euch so gute Rahmenbedingungen bietet. Diesen Luxus hat leider nicht jeder.

antworten
WiWi Gast

Karriere vs Heimatliebe

Super zusammengefasst.

Als hochqualifizierte Frau mit Migrationshintergrund werde ich nie wieder in meine braune "Heimat" in Mecklenburg-Vorpommern zurückkehren. Auch wenn das schade für meine Eltern ist, aber die dürfen mich gerne jederzeit und so oft sie wollen besuchen kommen. Der jährliche Besuch an Weihnachten für 2-3Tage reicht mir vollkommen, um meine Vorurteile wiederholt bestätigt zu wissen (Spruch aus 2017 von stadtbekannten Hartz4-Empfängern: "Schaut euch mal die N***r-Familie an, die wir mit unseren Steuergeldern durchfüttern.").

Habe meine neue Heimat in BW gefunden, da hier die Rahmenbedingungen von denen du sprichst, genau für mich passen (lukrativer Konzernjob, coole Natur, offene Menschen, Freunde aus dem Studium...).

Die Leute, die sich mit ihrem Heimatdörfchen identifizieren können: Glückwunsch, aber das ist tatsächlich Glück, das nicht jeder hat und nicht jeder möchte.

WiWi Gast schrieb am 28.11.2018:

Im Grunde genommen geht es in dieser Diskussion doch gar nicht um Heimat oder nicht, sondern um die viel fundamentalere Frage „Wo finde ich die idealen Rahmenbedingungen für mein Leben(-sglück)?“

Wo man dann für sich selbst die ideale Balance findet ist individuell wieder sehr unterschiedlich. (Familie, Freunde, Landschaft, Arbeitgeber, Lebenspartner, Freizeitangebot, Grundstückspreise, etc. pp.)

Ich z.B. liebe meine Heimat zwar grundsätzlich, will und kann dorthin nicht zurück. Familie und Freunde sind großteils weggezogen, weil strukturschwache Region. Einen adäquaten Arbeitsplatz finde ich dort nicht, weil strukturschwache Region.

Die Verfechter von „In der Heimat ist es doch am Besten“ hier im thread sollten sich also eines klar machen: Wenn ihr es in der Heimat so schön findet, dann seid froh darüber, dass eure Heimat euch so gute Rahmenbedingungen bietet. Diesen Luxus hat leider nicht jeder.

antworten
WiWi Gast

Karriere vs Heimatliebe

WiWi Gast schrieb am 27.11.2018:

Nicht dass ich mich zur Zockergemeinde zähle (habe selbst keine einzige Konsole), aber wen interessiert es, ob der 15 Uhr Sachbearbeiter nachmittags zu Hause sitzt und nur Playstation zockt? Wenn es ihn glücklich macht, dann soll er das doch tun.

Klar soll jeder das tun, was er möchte.

Es ging an der Stelle aber doch um die Ansicht, dass Leute die Karriere machen interessant wären und Leute, die im Heimatort bleiben und einen "normalen "Job haben die Langweiler sind. Und genau so ist es eben nicht, meiner Erfahrung nach oftmals genau andersrum. Die Karrieristen haben nicht viel mehr als ihren Job. Das kann man natürlich toll finden und wenn man darin voll aufgeht, ist es das sicher auch. Aber es ist meiner Erfahrung nach eben auch sehr einengend in vielen Bereichen und gerade das macht eben alles andere als interessant und vielfältig.

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WiWi Gast

Karriere vs Heimatliebe

WiWi Gast schrieb am 22.11.2018:

WiWi Gast schrieb am 22.11.2018:

Das größte Problem am Dorf wären für mich die Leute die dort wohnen.

Denk ja nicht, dass sich umgekehrt die "Dorf-Bewohner" auf dich freuen...

Hehe das kam wahrscheinlich etwas provokativer rüber als es gemeint war.

Einfach statistisch gesehen, passen die Leute in ländlichen Regionen weniger zu dem Profil von Menschen mit welchen ich hauptsächlich befreundet bin. Und das wäre: Jung (20-30), Akademiker, International (Ausländer oder Deutsche mit Auslandserfahrung), politisch und sozial progressiv. Dieses Profil findet man einfach hauptsächlich in Städten.

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WiWi Gast

Karriere vs Heimatliebe

"politisch und sozial progressiv" SMH

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WiWi Gast

Karriere vs Heimatliebe

Ich finde und meine das Begriffspaar "progressiv" vs. "konservativ" komplett wertungsfrei. Dass es Unterschiede gibt, ist relativ eindeutig belegt. Zwei Beispiele:

  • Liberalisierung der Dr*genpolitik
  • Gleichgeschlechtliche Ehe

Kann man beides gut oder schlecht finden. Bei beiden Themen wirst du recht unterschiedliche Meinungen zwischen Stadt und Landbevölkerung feststellen. Die Unterschiede schlagen sich ja auch in den Wahlergebnissen wieder. Z.B. ist die SPD in Nürnberg und München seit langer Zeit die stärkste Kraft, obwohl im restlichen Bayern die CSU regiert.

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WiWi Gast

Karriere vs Heimatliebe

WiWi Gast schrieb am 28.11.2018:

Ich finde und meine das Begriffspaar "progressiv" vs. "konservativ" komplett wertungsfrei. Dass es Unterschiede gibt, ist relativ eindeutig belegt. Zwei Beispiele:

  • Liberalisierung der Dr*genpolitik
  • Gleichgeschlechtliche Ehe

Ja das sind natürlich extrem wichtige Themen, die das Lebensglück von den meisten Menschen erheblich beeinflussen. Als Mann muss man einfach Prinzipien haben und für diese einstehen. Stimme dir da auch zu, dass dies in dem Fall am ehesten "progressives" tun, vor allem die Veganer.

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WiWi Gast

Karriere vs Heimatliebe

Ist doch irgendwie seltsam. Man könnte hier den Eindruck bekommen, dass die meisten Foristen auf dem Land aufgewachsen sind und dann in eine Stadt zur Uni gegangen sind. Ich war schon immer in der Großstadt, habe eigentlich fast nie Leute vom Dorf kennen gelernt. Alle Bekannte / Kollegen sind auch in der Großstadt aufgewachsen und meistens da geblieben. Nur einer ist in Richtung Kleinstädte abgewandert.

WiWi Gast schrieb am 28.11.2018:

Es ging an der Stelle aber doch um die Ansicht, dass Leute die Karriere machen interessant wären und Leute, die im Heimatort bleiben und einen "normalen "Job haben die Langweiler sind. Und genau so ist es eben nicht, meiner Erfahrung nach oftmals genau andersrum. Die Karrieristen haben nicht viel mehr als ihren Job. Das kann man natürlich toll finden und wenn man darin voll aufgeht, ist es das sicher auch. Aber es ist meiner Erfahrung nach eben auch sehr einengend in vielen Bereichen und gerade das macht eben alles andere als interessant und vielfältig.

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WiWi Gast

Karriere vs Heimatliebe

WiWi Gast schrieb am 01.12.2018:

Ist doch irgendwie seltsam. Man könnte hier den Eindruck bekommen, dass die meisten Foristen auf dem Land aufgewachsen sind und dann in eine Stadt zur Uni gegangen sind. Ich war schon immer in der Großstadt, habe eigentlich fast nie Leute vom Dorf kennen gelernt.

Bis dahin war es bei mir auch so. Mit dem Unterschied, dass ich mich nach einigen Jahren im Beruf bewusst gegen die Stadt entschieden habe. Mir war selbst als Stadtkind schon immer klar, dass das Gesamtpaket auf dem Land für mich persönlich einfach deutlich besser ist und ich bin heilfroh, diesen Schritt gegangen zu sein. Wenn ich ehrlich bin fällt mir noch nicht Mal ein einziger negativer Punkt dazu ein. Alleine finanziell ist es ein eklatanten Unterschied + alle anderen Annehmlichkeiten.

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WiWi Gast

Karriere vs Heimatliebe

Was bringt das Leben in der Heimat, wenn eventuell die meisten Freunde eh weg gehen? Ich studiere aktuell in meiner Heimatstadt (120k) und merke Jahr für Jahr wie immer mehr Freunde in Großstädte ziehen, die meisten nach Wien. So wird es weiter gehen bis ich und der Rest mit dem Studium fertig sind. Wenn es ganz wild kommt, habe ich in 3-5 Jahren nur noch 1-2 Freunde hier, da es einfach wo anders mehr Möglichkeiten gibt. Ergo wäre die einzige Person die ich verlassen würde meine Mutter, aber dank Skype und WhatsApp kann man auch das verkraften. Daher mach ich mir nicht so viele Gedanken darüber. Am Ende meines Studiums werde ich mich auf Jobs in meiner Heimatstadt und in Wien bewerben und je nachdem wo ich etwas solides finde werde ich meine Entscheidung treffen. Soziale Kontakte und auch Familie hätte ich an beiden Orten.

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WiWi Gast

Karriere vs Heimatliebe

Ja aber bedenke für die meiste Menschen ist die Großstadt nur ein Durchlaufposten für die erste Berufserfahrung mehr nicht. So sieht es in Deutschland auch aus. Was glaubst du den, warum Sie alle in die Großstädte wollen. Nur wegen der Jobs, aber irgendwann merken auch die, dass nicht alles Gold ist was glänzt. Was glaubst du warum die Mieten in den Großstädten immer so schnell steigen, ganz einfach, weil i. d. R. jemand nur 3 Jahre dort bleibt mehr nicht. Bei uns war es genauso. Wir sind vom platten Land in die Großstadt wegen Arbeit, nach 5 Arbeitgebern und einigen privaten Eskapaden stehe wir nun auch vor der Entscheidung. Die meisten gehen nach der Schule zur Uni oder in die Ausbildung und wollen dann große Geld verdienen, was die meisten aber vergessen ist, was kommt danach. Bei uns war es auch so und nun sind wir an dem Punkt wo man eine Entscheidung trifft.

Bei uns war es so, dass wir beide in Ausbildung sind, da wir einfach nicht das Geld hatten zum Studieren. Dannach war ich und meine jetzige Frau Arbeitslos, da uns einfach keiner haben wollte. Dann sind wir eben weg Managels Alternative. Haben uns durchgekämpfe und sind nun an dem Punkt, wo wir auch einsehen müssen, dass einen Großstadt keine Alternative zur Heimat ist. Warum, ganz einfach, die Mieten steigen und steigen und man ist gezwungen sich entweder zu verkleinern und mehr zu bezahlen oder noch weiter raus zugehen. Nur irgendwann ist die Schmerzgrenze einfach erreicht.

Unser Werdegang ist der von so vielen ohne Geld und Kapital:
Schule - Ausbildung / Studium - Arbeitslos - Jobsuche - erste Stelle (niedriges Gehalt) - zweite Stelle (mehr Gehalt / reinfall wegen irgendwas) - dritte Stelle (08/15 mit WLB) - vierte Stelle (regneriert - neue Herausforderung) - Karriere (Schicksalsschlag - Privat oder beruflich) - berufliche Dramen (Outscouring, befristet Stellen, etc.) - Fokus auf Familie und Freunde - Neustart wie es dann weiter geht bei den meisten ganz einfach

Trennung, Neue Liebe neues Glück, berufliche Zufriedenheit, Schicksschläge in der Familie (Eltern sterben auch irgendwann irgendwie), Trauer, etc. Trennung, Neubau des Lebens, Krise in den 40´er, Wechsel, neue Herausforderung, neue Liebe mit 50´er, beste Zukunftsaussichten, Kinder gehen aus dem Haus, man wird alt und stellt die Fragen des Lebens, erste körperliche Erscheinungen treten auf, etc. Rentendarsein, etc.

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WiWi Gast

Karriere vs Heimatliebe

Also ich wollte immer raus aus meiner Kleinstadt in eine Großstadt wegen dem Lifestyle und nicht wegen dem Job. Der Job ist das Mittel zum Zweck.

Aber jedem das seine, es ist natürlich schoen, dass es Leute gibt die Heimatverbunden sind.

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WiWi Gast

Karriere vs Heimatliebe

Gratuliere, du hast absolut nichts zum Thema beigetragen.
Btw: In meiner kleinen Heimatstadt sind die Mieten höher als in vielen Großstädten.

WiWi Gast schrieb am 11.03.2019:

Ja aber bedenke für die meiste Menschen ist die Großstadt nur ein Durchlaufposten für die erste Berufserfahrung mehr nicht. So sieht es in Deutschland auch aus. Was glaubst du den, warum Sie alle in die Großstädte wollen. Nur wegen der Jobs, aber irgendwann merken auch die, dass nicht alles Gold ist was glänzt. Was glaubst du warum die Mieten in den Großstädten immer so schnell steigen, ganz einfach, weil i. d. R. jemand nur 3 Jahre dort bleibt mehr nicht. Bei uns war es genauso. Wir sind vom platten Land in die Großstadt wegen Arbeit, nach 5 Arbeitgebern und einigen privaten Eskapaden stehe wir nun auch vor der Entscheidung. Die meisten gehen nach der Schule zur Uni oder in die Ausbildung und wollen dann große Geld verdienen, was die meisten aber vergessen ist, was kommt danach. Bei uns war es auch so und nun sind wir an dem Punkt wo man eine Entscheidung trifft.

Bei uns war es so, dass wir beide in Ausbildung sind, da wir einfach nicht das Geld hatten zum Studieren. Dannach war ich und meine jetzige Frau Arbeitslos, da uns einfach keiner haben wollte. Dann sind wir eben weg Managels Alternative. Haben uns durchgekämpfe und sind nun an dem Punkt, wo wir auch einsehen müssen, dass einen Großstadt keine Alternative zur Heimat ist. Warum, ganz einfach, die Mieten steigen und steigen und man ist gezwungen sich entweder zu verkleinern und mehr zu bezahlen oder noch weiter raus zugehen. Nur irgendwann ist die Schmerzgrenze einfach erreicht.

Unser Werdegang ist der von so vielen ohne Geld und Kapital:
Schule - Ausbildung / Studium - Arbeitslos - Jobsuche - erste Stelle (niedriges Gehalt) - zweite Stelle (mehr Gehalt / reinfall wegen irgendwas) - dritte Stelle (08/15 mit WLB) - vierte Stelle (regneriert - neue Herausforderung) - Karriere (Schicksalsschlag - Privat oder beruflich) - berufliche Dramen (Outscouring, befristet Stellen, etc.) - Fokus auf Familie und Freunde - Neustart wie es dann weiter geht bei den meisten ganz einfach

Trennung, Neue Liebe neues Glück, berufliche Zufriedenheit, Schicksschläge in der Familie (Eltern sterben auch irgendwann irgendwie), Trauer, etc. Trennung, Neubau des Lebens, Krise in den 40´er, Wechsel, neue Herausforderung, neue Liebe mit 50´er, beste Zukunftsaussichten, Kinder gehen aus dem Haus, man wird alt und stellt die Fragen des Lebens, erste körperliche Erscheinungen treten auf, etc. Rentendarsein, etc.

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Regina12

Karriere vs Heimatliebe

Wow ich bin momentan auch in so einer Phase und überlege ob ich wegziehen soll. Aber deine Antwort ist mit Abstand die beste hier! Jeder erzählt was von im Dorf ist es so schrecklich und in der Großstadt zu teuer. Deine Antwort motiviert :) Danke

WiWi Gast schrieb am 22.11.2018:

WiWi Gast schrieb am 22.11.2018:

Heimat bleibt einfach immer die Heimat und dort wird es dich auch immer hinziehen. Manche Menschen brauchen ihr Nest und fühlen sich deswegen in einer Großstadt nicht wohl. Klar verdienst du mehr Geld, wenn du Karriere machst und manche fremde Leute mag das auch beeindrucken. Aber die wirklich wichtigen Dinge gibt es umsonst und du kannst nicht mehr als dich satt essen. Von daher, sehr berechtigt deine Zweifel.

Home is where your heart is. Ich habe mich in meiner alten Heimat (Dorf) nie wohl gefühlt, weil ich nicht der Mensch für Schützenverein/Fußballverein/freiwillige Feuerwehr/Dorffeste mit Schlager und Bier bin. Daher habe ich mich in mittelgroßen Städten immer am wohlsten gefühlt. Freunde kann man überall kennenlernen, wenn man sich dort wohlfühlt. Das Einzige, was fürs Privatleben wirklich anstrengend war, war die Phase meiner Karriere, in der ich häufig beruflich umgezogen bin (ca. 1x pro Jahr, hauptsächlich national aber auch international) und viel auf Dienstreisen war. Irgendwann kommt man in ein Alter, wo man seinen Platz gefunden hat, an dem man Wurzeln schlagen möchte. Ich finde aber auch, dass man mal aus der Heimat raus kommen sollte. Dann kennt man den Vergleich und kann sich bewusst für oder gegen die Rückkehr in die alte Heimat entscheiden.

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