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Jobfrustration nach drei Jahren

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WiWi Gast

Jobfrustration nach drei Jahren

Hallo zusammen,
ich bin an einem Punkt angekommen, an dem ich sage: Meine Motivation ist weg. Ich bin jetzt 27 und habe an der UNI BWL mit Schwerpunkt Quant Economics studiert und arbeite jetzt im bei einer Versicherung. Im ersten Jahr war noch alles gut es gab viel neues und ich bin gerne arbeiten gegangen, im zweiten war es noch in Ordnung mit dem Gefühl es ist doch nicht alles so dolle und im dritten dachte ich praktisch jeden zweiten Tag daran zu wechseln. Arbeitsroutine hat sich eingestellt, sehe keine Perspektiven, Kollegen nerven teilweise und ich konnte nie ganz meine Stärken entfalten. Ich denke häufig daran, dass ich eigentlich keine Lust mehr auf den Job habe und es belastet mich auch. Dem gegenüber steht allerdings auch: relative Jobsicherheit, bekannte Umgebung, Gehalt ist gut. Was mich interessiert ist: 1) Wer kennt so Phasen und hat gute Tipps? 2) Wer hat eine ähnliche Situation erlebt und ist daraufhin gewechselt (war es ein Fehler bzw. war der Wechsel absolut richtig?) 3) Gibt es wirklich jemand der seinen Traumjob hat bzw. nach drei Jahren gesagt hat er will nix anderes machen? Freue mich auf eure Antworten

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WiWi Gast

Re: Jobfrustration nach drei Jahren

Ach man du beschwerst dich aus einer Luxussituation heraus . Gutes Gehalt = Guter Anreiz zum Job . In diesen Zeiten zu wechseln ist reiner Wahnsinn

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WiWi Gast

Re: Jobfrustration nach drei Jahren

Ganz ehrlich, das ging mir ganz genauso, jetzt schon bei 2 Firmen. In der ersten war ich 2,5 Jahre. Am Anfang war alles toll, dann mit der Zeit wurde alles immer öder, ich dachte oft an Wechsel, aber war dann doch froh einen Job zu haben. Dann kam eine betriebsbedingte Kündigung und die Entscheidung wurde mir abgenommen. Dann der zweite Job, am Anfang war wieder alles fantastisch, aber nach 2,5 Jahren hat sich auch Ernüchterung und Routine eingestellt. Das ist glaube ich völlig normal. Aber der 2. Job ist trotzdem 100 mal besser als der erste, bin also sehr froh drum.

Was Jobs angeht "Woanders ist es auch scheiße" und "Arbeit heißt nicht umsonst Arbeit". Ich denke auch über Wechsel nach, aber ich weiß was kommt, nach 2 Jahren stehe ich wieder da wo ich jetzt bin :) Jeder Wechsel bringt zwar neue Chancen aber auch Risiken.

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WiWi Gast

Re: Jobfrustration nach drei Jahren

Ich denke du brauchst dringend eine Veränderung. Klar ist das immer mit Risiko verbunden, aber ich denke du solltest diesen Schritt wagen. Denn die nächsten 10 Jahre so wie dein letztes Jahr zu verbringen, kann auch nicht sein.

Du bist relativ jung, hast ein Studium abgeschlossen und 3 Jahre Berufserfahrung gesammelt. Ich denke du hast sehr gute Chancen auf dem Arbeitsmarkt. Fang etwas Neues an und du wirst viel neues dazu lernen und in den nächsten 3 Jahren ein noch wertvollerer AG sein.

Wenn du Angst hast einen Fehler zu begehen, kann dich dieser Artikel vielleicht bestärken den Schritt zu wagen:
http://blogs.hbr.org/bregman/2013/05/the-unexpected-antidote-to-pro.html

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WiWi Gast

Re: Jobfrustration nach drei Jahren

Mir war das schon von Anfang an klar, dass man zu bestimmten Zeitpunkten im Job wechseln muss, damit man nicht stehen bleibt und sich weiterentwickelt. Ich habe bisher einmal gewechselt und das war die richtige Entscheidung.

Ich glaube immer noch, dass ich irgendwann an dem Punkt angelangt sein werde, wo ich dauerhaft mit meiner Arbeit zufrieden bin und diese Arbeit dann auch dauerhaft fordernd genug ist. Noch habe ich aber Spielraum :=))))

Hast du denn ein Ziel? Ich meine, es ist doch klar, dass einem die Tätigkeit, bei der man eingestiegen ist, nicht dauerhaft fordert. Es war doch eine Anfängeraufgabe.

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WiWi Gast

Re: Jobfrustration nach drei Jahren

Das Posting vor mir ist dummes geschwätrz. wenn man mal mit jemand redet der ein berufsleben hinter sich hat und mehrere firmen gesehen hat wird man feststellen, dass das weas du erlebst die Regel ist. Es sei denn du redest mit einem selbständigen der seinen Traum verwirklicht. Wilkommen in der realen Welt. mit 60 siehst du dann deine ersten Freunde wegsterben und wirst am Ende noch Religiös obwohl du es nie warst. So jetzt frag dich mal warum? Frag dich was du vom leben erwartest, was deine Ziele sind und was dir Sinn stiftet. Die Frage geht weit über chancen, Veränderung hinnaus. weil Veränderung kannst du, wie du selbst siehst, in einem 2 Jahren turnus immer haben. Macht dich das langfristig zufrieden?

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WiWi Gast

Re: Jobfrustration nach drei Jahren

hallo,

ich war selber in einer ähnlichen situation. nach 4 jahren harter arbeit mit meist langen arbeitszeiten hatte ich eine gewisse routine erreicht. anfangs war es sehr angenehm früher aus dem büro zu kommen. nach ein paar monaten war ich jedoch irgendwie frustriert. sollte das alles gewsen sein? werden nun jahrzente mit routinetätigkeiten folgen? viele fragen spuckten in meinem kopf herum. ich nahm damals urlaub und dachte über mein bisheriges berufsleben nach. schmerzlicherweise musste ich feststellen, dass ich jahrelang ein rastloses leben geführt hatte. vieles was im studium noch selstverständlich war, war nicht mehr da. regelmäßiger kontakt mit meinen eltern und verwandten, hobbies, freundschaften usw. waren mehr oder weniger verschwunden. selbst die langjährige beziehung mit der freundin war kurz vor dem ende. diie routine im job machte alles noch schlimmer, denn ich hatte plötzlich die möglichkeit und v.a. die zeit mir über mein leben gedanken zu machen. somit begann ich schon im urlaub kontakt mit alten freunden aufzubauen, kramte mein verstaubtes moutainbike hervor und organisierte für meine freundin und mich ein entspanntes candle light dinner. auch das hatte ich schon lange nicht mehr getan. meistens kam ich am abend nach hause und hatte nur noch wenig lust irgendwas zu unternehmen. ich musste erst wieder lernen ohne die ständige anspannung im job zu leben. wer schon einmal an einem sehr wichtigen projekt gearbeitet hat kennt das bestimmt. gerade gegen ende der projektphase wird gearbeitet bis zum umfallen. ein adrenalinkick bzw. meilenstein jagt den anderen und zum schluss fühlt man sich sehr erleichtert und fällt bisweilen in ein tiefes loch. heute bin ich sehr dankbar für eine gewisse routine, da ich dadurch zeit für sehr wichtige dinge im leben gewinne. insgesamt bin ich auch erfolgreicher geworden, da eine gute karriere v.a. eine gute persönlichkeit mit lebenserfahrung erfordert. reine arbeitstiere ohne privatleben werden zwar gerne eingestellt und gut bezahlt, verantwortungsvolle positionen bekommen jedoch nur die wenigsten. zusätzlich habe ich durch die routine mehr zeit um mich abteilungsübergreifend mit verschiedenen mitarbeitern auszutauschen. ich arbeite derzeit beispielsweise an einem projekt welches sowohl das controlling als auch die forschung&entwicklung mit einbezieht. gerade im konzern gibt es dafür praktisch unendliche möglichkeiten. also nutze die neu gewonnene routine um dir ein gutes netzwerk aufzubauen und um evtl. neue projekte zu initiieren. frag dich auch mal warum dich die kollegen nerven? brauchen sie vielleicht deine unterstützung oder sind sie nur sehr gestresst? wenn der zweite fall zutrifft dann geh auf sie zu und beweise deine führungsqualitäten. unternimm auch privat viel mit deinen kollegen. die besten geschäfte macht man üblicherweise mit menschen mit denen man auch privat gut auskommt. sei ein kreativer und motivierender anführer und v.a. ein unternehmer im unternehmen.

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WiWi Gast

Re: Jobfrustration nach drei Jahren

Der vorangegangene Post beschreibt es finde ich perfekt.

Es war, ist und wird immer so sein, dass nach einer gewissen Eingewöhnungszeit in jedem Job irgendwann Routine einkehren wird.
Außnahme ist hier evtl. der Bereich Consulting , wo du häufig wechselnde (nicht immer spannende) Projekte hast, dafür viel unterwegs bist und somit aufgrund der Arbeitsbelastung und vor allem Reisezeit einiges an ?Privatleben? aufgeben musst!

Die Frage die du dir tatsächlich stellen solltest ist, wo siehst du dich in bsp. In 3-5 Jahren.

Ich persönlich würde einen sicheren (noch ? wie lange noch EU-Entwicklung)und angemessen bezahlten Job nicht so einfach aufgeben.

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WiWi Gast

Re: Jobfrustration nach drei Jahren

Was auf keinen Fall geht ist zu kündigen ohne schon was anderes zu haben. Das wäre bei der jetzigen Situation Blödsinn hoch zehn.

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WiWi Gast

Re: Jobfrustration nach drei Jahren

Mein Beitrag ist kein dummes Geschwätz!

Ich finde, ihr geht zu sehr von solchen "verwaltenden Tätigkeiten" im Konzern aus. Klar ist das total einseitig, öde und hat keine Perspektive für eine Weiterentwicklung (wenn man mal von den wenigen Stellen mit großer Personalverantwortung absieht). Das wissen auch die Arbeitgeber und das ist ja auch der einzige Grund, warum die so gut zahlen. Die zahlen in Wirklichkeit nicht für eure Qualifikation, die braucht es auf solchen Positionen nämlich gar nicht, die kaufen sich in Wirklichkeit nur eure Lebenszeit. Die wissen, dass das primitive Jobs sind, und wollen durch das Gehalt nur verhindern, dass ihr euch umorientiert.

Solche Zustände sind aber sicherlich nicht auf alle Positionen, Berufe und Branchen übertragbar. Es gibt genug Jobs, wo man sich persönlich einbringen kann, wo man immer wieder mit anderen Problemstellungen konfrontiert wird und die Spaß machen.

Dass man zwischendurch mal wechseln muss, ist doch logisch, da man ja über viele Jahre eine Lernkurve hat und nicht unbedingt immer beim gleichen Arbeitgeber die dieselben Möglichkeiten zur Beförderung bestehen.

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WiWi Gast

Re: Jobfrustration nach drei Jahren

Ja, die suchen jemanden, der die langweiligen Aufgaben abarbeitet. Und das machen am besten Leute, denen im Prinzip egal ist, was sie arbeiten, weil es ihnen eben unheimlich wichtig ist, daß am Ende des Monats genug Geld auf dem Konto ist. Je weniger wichtig einem materielle Dinge sind, umso mehr sollte man darauf Wert legen, einen spannenden Job zu ergattern und dafür auch wechseln. Aber vorsicht: es hat schon mancher gesagt, daß ihm Geld nicht so wichtig sei, aber wenn das Gehalt dann wesentlich niedriger ist, die Stelle befristet und das Unternehmen immer kurz vor der Pleite, haben sich die Prioritäten oftmals wieder verschoben. Also gut darüber nachdenken, wieviel Langeweile und wieviel Sicherheit man im Leben haben will. Da ist jeder anders und keinen sollte man deshalb verurteilen.

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DAX Einkäufer

Re: Jobfrustration nach drei Jahren

Nach 3-4 Jahren kommt eine gewisse Routine auf und das ist ganz normal. Es ist ein guter Zeitpunkt, INTERN (!) in eine neue Aufgabe zu wechseln und die von Dir beschriebenen Symptome sind bei den meisten Konzernangestellten in "verwaltenden" Tätigkeiten zu beobachten. Vor allem bei denen, die recht gut ausgebildet sind und noch was bewegen wollen im Leben. Also nutze Dein internes Netzwerk und schau dich nach einer neuen Verantwortung um. Ja, das geht.

In diesem Forum schreiben viele Studenten. Das merkt man daran, dass bei den geringsten Anzeichen der Routine immer gleich von einem Arbeitgeberwechsel gesprochen wird. Diese Rat lässt völlig außer Acht, dass ein guter interner Wechsel viel erfolgreicher sein kann. Vorausgesetzt, dass dich lediglich die Tätigkeiten langweilen und nicht das Unternehmen als ganzes.

Ich habe nach ca. 3 Jahren im ersten Job auch was anderes gemacht. Und dann nach ca. 3 Jahren wieder und so weiter. Konzerne sind groß und es gibt immer was Interessantes zu tun. Kenne auch zahlreiche Kollegen, bei denen die durchschnittliche Verweildauer auf einer Position 3-4 Jahre sind.

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WiWi Gast

Re: Jobfrustration nach drei Jahren

DAX Einkäufer schrieb:

....

Danke an DAX Einkäufer für den sehr guten Kommentar aus der Praxis. Nach 3 (spätestens 5) Jahren wird absolut jeder Job langweilig. Dann ist es Zeit für einen Rollenwechsel bzw. zusätzlich Übernahme von Verantwortung. Jeder Arbeitgeber kennt das und es ist völlig legitim, sich aktiv um die persönliche Entwicklung zu kümmern. Ein interner Wechsel oder die Frage nach der Erweiterung der Kompetenzen wäre auch mein erster Schritt. Geh auf deinen Vorgesetzten zu. Sowas geht natürlich nicht von heute auf morgen - also Geduld mitbringen. Falls sich absolut kein Tor öffnet (unwahrscheinlich), dann ist auch der externe Wechsel keine schlechte Idee.

Zur Info: Ich bin seit über 9 Jahren beim gleichen Konzern, hatte aber nie länger als 2-3 Jahre die gleiche Rolle. Länger wäre für mich auch untragbar.

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checker

Re: Jobfrustration nach drei Jahren

DAXEinkäufer hat das gut beschreiben.

Deine Situation ist völlig normal. Ich behaupte 90% der Leute geht das so. Einige richten sich so ein und machen bis zur Rente so weiter. Andere wechseln beim ersten Anzeichen der Unzufriedenheit den Job/Unternehmen.

Ich denke ein ausgewogener Mittelweg ist das richtige.

Der erste Schritt sollte ein Gespräche mit deinem Chef sein. Erkläre ihm, dass du gern etwas neues machen möchtest. Weiße unbedingt darauf hin, dass dir der aktuelle Job sehr gut gefällt und das er dich auslastet aber das du "zeitnah" was anderes machen möchstest. So verhinderst du, dass er denkt, dass du keinen Bock mehr hast und dich "fallen" lässt. Das mag ja stimmen, aber fallst du nicht wechseln kannst oder plötzlich nicht mehr willst ist das ungünstig.

Pass auf, dass es nicht so rüber kommt als wenn du zu wenig zu tun hast. Wichtig ist auch dann ggf. neue Aufgaben nicht zusätzlich kommen und du zu viel arbeit hast. Chefs wälzen gern arbeit um oder glänzen bei ihren Chefs mit ihrer Leistung. Ein "Doofer" der nach mehr fragt kommt da gerade recht.

Wenn du andere Aufgaben (Projekte, Teamleitung o.ä.) als teilweisen ersatz für bisherige Aufgaben übernehmen kannst hast du für die nächsten 2 Jahre vielleicht wieder mehr spaß und kannst dich bei höherem Gehalt beweisen. Dann stehen dir mehr möglichkeiten offen.

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WiWi Gast

Re: Jobfrustration nach drei Jahren

huch, ich hab es noch nie 3 jahre irgendwo ausgehalten. nach dem ersten wird es langsam routine und nach dem 2. bin ich meist weg. Das Gehalt entwickelt sich so auch viel besser, da bei jedem wechsle 15- 25% steigerung drin sind. als junger mensch insb. berufsanfänger absolut legitimes verhalten. einziges problem ist es, dass man bei jedem neueinstieg wieder ein netzwerk aufbauen muss. nun mit mitte 30 und familie, ist es für mich allerdings nicht mehr so schwer irgendwo zu bleiben.

kann außer beratung noch IT service provider empfehlen. da ist immer was los und alle 3 monate erfindet sich der eigene laden oder der Kunde neu. Langeweile hat bei uns zumindest niemand...

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WiWi Gast

Re: Jobfrustration nach drei Jahren

Vorab kurz zu mir: Dipl.-Kfm., 27 Jahre, seit 3 Jahren im Job, Vertrieb, Dienstleistung, Konzern (über 1.000 MA), gut bezahlt mit Firmenwagen.

Bei mir war es fast haargenau so, wie von den meisten Vorpostern geschrieben: Nach 2,5 Jahren im Job schlich sich immer mehr Routine ein, so dass die Arbeit immer weniger Spaß machte bzw. mich überhaupt nicht mehr erfüllte. Abends kam ich immer häufiger schlecht gelaunt nach Hause, was auch zu Problemen in meiner Beziehung geführt hat. Vor ca. 3 Monaten habe ich mich dann aktiv nach Alternativen umgeschaut. Es gab im Prinzip folgende Möglichkeiten:

  • Kündigen ohne etwas Neues zu haben und sich dann in Ruhe nach Alternativen umschauen: Habe ich kurz überlegt, aber dann verworfen. Ich wollte erst einen konkreten Plan haben, bevor ich diesen Schritt gehe. Der Leidensdruck muss schon sehr groß sein, wenn man diesen Schritt geht.

  • Extern bewerben: Hier müsste ich in der Branche und im Vertrieb bleiben, wenn ich mein Gehaltsniveau halten bzw. mich verbessern wollte. Problem ist, dass mein aktueller AG Marktführer ist, ein Wechsel also eher ein Abstieg wäre. Bei einem branchen- bzw. Aufgabenwechsel müsste ich nochmal von vorn anfangen als Trainee oder in einer Junior-Position. Das möchte ich eigtl. nicht mehr.

  • Die A**backen zusammenkneifen und weitermachen, schließlich kann es sich auch nur um eine Phase handeln: Sicherlich die einfachste Variante und in meinem Fall auch nicht unattraktiv, da mir auch eine Beförderung in Aussicht gestellt wurde. Da ich von Tag zu Tag aber unglücklicher wurde, habe ich mich trotz der Beförderung dagegen entschieden.

  • Intern wechseln: Es gab eine interessante Position in einer anderen Abteilung, die meinem derzeitigen Job nicht unähnlich ist, aber trotzdem anders genug um spannend zu sein. Gehaltlich verbessere ich mich sogar ein wenig. Das habe ich jetzt schlussendlich gemacht.
    Mein Plan ist es mich in 2-3 Jahren selbstständig zu machen, um nicht mehr so fremdbestimmt zu arbeiten. Klar wird das auf jeden Fall mehr Arbeit bedeuten, aber ich glaube, dass ich auf Dauer in einem Konzern mit fremden Vorgaben etc. nicht wirklich glücklich werden kann.

Mal schauen, was kommt. Auf jeden Fall freue ich mich jetzt erstmal auf die neuen Aufgaben intern.

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WiWi Gast

Re: Jobfrustration nach drei Jahren

Als was macht sich denn ein vertriebler selbständig?

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WiWi Gast

Re: Jobfrustration nach drei Jahren

Noch nie etwas vom selbständigen Makler/Handelsvertreter gehört?

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WiWi Gast

Re: Jobfrustration nach drei Jahren

also ich bin manchmal auch sehr gefrustet.

Kurz zu mir : habe 4 Jahre BE, bin Dipl.-Inf(Uni), hatte BWL als Nebenfach und in Informatik den Schwerpunkt Robotik und künstliche Intelligenz.

Ich wurde Anfang 2009 fertig und da war leider Krise in dem Bereich in den ich eigentlich rein wollte. Da ich mich fürs Studium verschulden musste ( kein Bafög, keine reiche Eltern, lange Geschichte ... ) und die Bank auf Rückzahlung drängte musste ein Job her. Also bewarb ich mich auf Rat eines Bekannten bei einigen SAP Beratungen, wo die Krise nicht so sehr war. Dank meiner guten Noten und Referenzen wurde ich auch prompt genommen. Ich war natürlich super froh, wegen der Schulden.

Nun, die Schulden sind abgezahlt, ich bin immer noch bei der Beraterfirma. Teilweise macht mir der Job Spaß, ich bin eher im Bereich technische Beratung und Entwicklung unterwegs, weniger Prozessberatung. Teilweise aber denke ich, dass vieles was man so im SAP Bereich so entwickelt, nichts ist wofür ich mein Studium gebraucht hätte. Teils denke ich, dass ich vieles schon nach meinem Abi hätte programmieren können. Irgendwie fehlt mir die intellektuelle Herausforderung. Meist geht es nur um die Automatisierung eines bürokratischen Prozesses, was kein Hexenwerk ist oder halt Dinge wie "Beleg A bekommt noch ein zusätzliches Feld und wird dann von System X zu System Y geschoben wo er dann Beleg B heißt" usw.

manchmal sind auch komplexere Dinge dabei die Spaß machen, oft aber ehr so Routine Dinge. Wie ich hier lese, geht es anderen, in anderen Bereichen, wohl auch so.

Ich fühle mich in der Firma sehr wohl, Chefs und Kollegen sind alle sehr nett und ich habe keinen hohen Druck, dafür flexible Arbeitszeiten und wenig Reisetätigkeit ( Inhouse Stelle ) Gehalt könnte besser sein, aber passt auch noch und habe die Chance auf einer Erhöhung. Dennoch würde mich fachlich eine höhere Herausforderung reizen, vllt. auch im SAP Bereich z.B. wenn es mehr analytisch wird. Allerdings habe ich auch da das Gefühl, dass das meiste auch nur das simple rausziehen von Daten ist, wo man vllt. noch ein paar Prozentwerte berechnet. Entscheidungsunterstützungssysteme z.B. fände ich sehr interessant, sowas habe ich im Bereich Robotik und künstlicher Intelligenz auch als Hiwi gemacht. Da ging es darum dass Roboter selbständig Entscheidungen treffen konnten bezüglich eines Arbeitsschrittes oder eines Weges der abgefahren werden sollte. Das ist etwas mehr als nur etwas Prozentrechnen sondern da stecken viele komplexe Entscheidungsalgorithmen dahinter. Sowas im SAP Umfeld würde mich sehr reizen. Gibt es in dem Bereich überhaupt Bedarf oder eine Richtung die man einschlagen kann ? bzw. einschlägige Stellen ?

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DAX Einkäufer

Re: Jobfrustration nach drei Jahren

Der Begriff "Rollenwechsel" trifft es gut. In jedem Unternehmen gibt es Kernfunktionen (z.B. Konstruktion, Einkauf, Fertigung, Vertrieb...) und verwaltende Funktionen (z.B. Strategie, Personal, IT, Controlling...). Es kann interessant sein, von einer Kernfunktion in eine verwaltende Funktion zu wechseln. Oder umgekehrt. Oder von einer Kernfunktion zu einer anderen Kernfunktion, mit der man bisher nur am Rande zu tun hatte. Entscheidend ist: Du solltest dich in Deiner heutigen Funktion sehr gut auskennen und trotzdem genig Flexibilität mitbringen, um in einer anderen Funktion nochmal die Grundlagen neu zu lernen. Wer am Ende sowas wie "Management" hinbekommen will, der darf nicht sein Leben lang immer nur dasselbe gemacht haben. Wer z.B. als Controller arbeitet, der sollte das, was er controllt, irgendwann auch mal gemacht haben. Ist gut für die Glaubwürdigkeit.

Übrigens haben die meisten Unternehmen selbst großes Interesse daran, Mitarbeiter aktiv in neue Aufgaben zu entwickeln. Die Personaler lernen das auf ihren Unis. Und wenn es nicht die Personaler sind, dann merken das irgendwann die Topmanager selbst, dass das Unternehmen nicht mehr richtig funktioniert, wenn überall nur noch Tunnelblick herrscht, weil es keine aufgabenübergreifenden Personalwechsel gibt.

Die entscheidende Frage ist, wie man seinen Arbeitgeber dazu bringt, einen in dieser Personalentwicklungsaktivität zu berücksichtigen.

"Als was macht sich denn ein vertriebler selbständig?"

Kleine Firmen stellen oft keine eigenen Vertriebler an, sondern lassen sich von selbständigen Vertrieblern vertreten. Diese bekommen dann ein Festhonorar oder eine Auftragsprovision, je nach Vertragsgestaltung. Ist aber ein hartes Brot, wenn man nicht erstklassige Kontakte aus seinem früheren Berufsleben hat oder ein guter Klinkenputzer ist.

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WiWi Gast

Re: Jobfrustration nach drei Jahren

Ich selbst habe vor 6 Monaten die Firma (und den Wohnort gewechselt). Aus privater Sicht ein Gewinn, beruflich gesehen ein Abstieg.
Bei meiner alten Firma (2.000MA) standen mir eigentlich alle Türen offen, neben meiner eigentlichen Arbeit wurde ich in fast alle Sonderprojekte einbezogen z.B. Prototypen, Teil eines internationalen Teams zur Optimierung der Prozesse und internen Software usw. Mir wurde sogar eine Stelle als Abteilungsleiter angeboten.
Zu dem damaligen Zeitpunkt war der Job aber irgendwie langweilig und ich entschied mich zu meiner Freundin zu ziehen, anstatt umgekehrt. Mein neuer Arbeitgeber hat keine 100 MA (bewußt gewählt) und ich arbeite hier als Projektingenieur oder wie es mein Chef nennt "freier Radikaler". Ich genieße hier alle Freiheiten und kann quasi machen was ich möchte. In erster Linie bin ich hier um Verbesserungen zu erarbeiten und umzusetzen. Das können Kleinigkeiten sein oder auch größere Sachen, jetzt gerade lasse ich die komplette Fertigung umstellen. Und was soll ich sagen, ich hätte nie gedacht, dass mir eines Tages das Tagesgeschäft so fehlen wird. Beruflich gesehen würde ich sofort wieder bei meinem alten Arbeitgeber anfangen. Dei Arbeit war interessanter und vor allem auch mehr!

Was ich eigentlich sagen will, triff keine vorschnellen Entscheidungen. Ein neuer Arbeitgeber sieht im ertsen Moment immer viel besser aus als der alte, aber die Ernüchterung tritt schnell ein.
Mache es so, wie hier einige Vorredner geschrieben haben und sprich mit deinem Vorgesetzten. Je nach Unternehmensgröße gibt es viele verschiedene Aufgaben.

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