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BerufslebenMotivation

Was motiviert euch in eurem Job?

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WiWi Gast

Was motiviert euch in eurem Job?

Hallo zusammen,

ich habe eine vielleicht etwas unübliche, aber ernst gemeinte Frage. Und zwar was motiviert euch im Job - abgesehen vom Gehalt?

Der Hintergrund meiner Frage ist, dass ich nun seit ca. 2 Jahren (habe Bachelor und Master BWL gemacht) als Assistent der Geschäftsführung arbeite, aber irgendwie kommt mir der Spaß an der Arbeit mit der Zeit immer mehr abhanden. Vieles in der Firma läuft sehr langsam und unorganisiert, man sieht wenig Erfolge, die Leute haben oft keine Lust mitzuziehen... Ich kann es gerade nicht besser ausdrücken, aber mich würde einfach interessieren, was euch (abgesehen von Geld) bei der Arbeit anspornt. Mögt ihr es zu programmieren? Ist es cool Personalverantwortung zu haben? Ich mochte meinen Job eigentlich gern, aber irgendwie macht man von Allem ein bisschen, aber nichts richtig. Plus bei den ganzen Excel-Tapeten vergeht mir echt die Freude an der Arbeit - dazu Corona / wenig Kontakt mit Kollegen, was vorher finde ich Vieles wettgemacht hat...

Ich bin gespannt auf eure Meinungen.

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WiWi Gast

Was motiviert euch in eurem Job?

Einfach nur mehr Geld. Mir ging es am Anfang auch so... immer mehr Ideen eingebracht, nichts wurde umgesetzt. Dann kam MBB und es war doch ne gute Idee. (kam ja dann von denen).

Nach 3 Berufsjahren geht es mir nur noch ums Geld. Ich würde auch Regal hier einräumen, mich an den Empfang setzen oder Kaffee kochen. Geld ist Geld. Danken tut dir eh niemand etwas.

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WiWi Gast

Was motiviert euch in eurem Job?

Bin im Online Marketing tätig. Leider heutzutage nicht mehr viel. Am ehesten noch Projektmanagement und die wenige konzeptionelle Arbeit. Alles andere ist wenig anspruchsvoll und man stumpft generell ab in grösseren Unternehmen, weil die Spezialisierung hoch ist, viel Politik betrieben wird, immer wieder Reorganisationen gemacht werden und man halt in eine grössere Organisation eingebettet ist. Mit Dauer-HO fällt auch noch die soziale Komponente weg. Zurzeit würde ich bei mir als Motivatoren den Lohn nennen sowie, dass ich im HO private Dinge erledige (viel Leerlauf) und so mehr Zeit sparen kann. Weiss aber nicht wie ich das auf Dauer mehrere Jahrzehnte so weiter durchziehen soll. Werde demnächst aber auf Teilzeit wechseln.

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SnisniBrisni

Was motiviert euch in eurem Job?

Viele Jobs kann man in mehreren Branchen machen. Dann sucht man sich eine Branche aus, die Mehrwert stiftet, und ist bei gleichem Geld glücklicher, soweit die Theorie. IT-Admin bei der Polizei stiftet deutlich mehr intrinsischen Ansporn, als Admin bei bspw. einer Versicherung

WiWi Gast schrieb am 13.10.2021:

Hallo zusammen,

ich habe eine vielleicht etwas unübliche, aber ernst gemeinte Frage. Und zwar was motiviert euch im Job - abgesehen vom Gehalt?

Der Hintergrund meiner Frage ist, dass ich nun seit ca. 2 Jahren (habe Bachelor und Master BWL gemacht) als Assistent der Geschäftsführung arbeite, aber irgendwie kommt mir der Spaß an der Arbeit mit der Zeit immer mehr abhanden. Vieles in der Firma läuft sehr langsam und unorganisiert, man sieht wenig Erfolge, die Leute haben oft keine Lust mitzuziehen... Ich kann es gerade nicht besser ausdrücken, aber mich würde einfach interessieren, was euch (abgesehen von Geld) bei der Arbeit anspornt. Mögt ihr es zu programmieren? Ist es cool Personalverantwortung zu haben? Ich mochte meinen Job eigentlich gern, aber irgendwie macht man von Allem ein bisschen, aber nichts richtig. Plus bei den ganzen Excel-Tapeten vergeht mir echt die Freude an der Arbeit - dazu Corona / wenig Kontakt mit Kollegen, was vorher finde ich Vieles wettgemacht hat...

Ich bin gespannt auf eure Meinungen.

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WiWi Gast

Was motiviert euch in eurem Job?

Aktuell...die Mietabbuchung am Anfang des Monats...

Hänge seit 2 Jahren in Konzern nun und bin komplett deprimiert. Schaue gerade, dass ich wieder in die Beratung komme und wenigstens beschäftigt zu sein.

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WiWi Gast

Was motiviert euch in eurem Job?

WiWi Gast schrieb am 14.10.2021:

Aktuell...die Mietabbuchung am Anfang des Monats...

Hänge seit 2 Jahren in Konzern nun und bin komplett deprimiert. Schaue gerade, dass ich wieder in die Beratung komme und wenigstens beschäftigt zu sein.

Kannst du mal erzählen, was dich am Konzern stört? Ich höre das öfters, aber so richtig verstanden hab ich das noch nicht. Magst du mal erklären?

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WiWi Gast

Was motiviert euch in eurem Job?

Ganz einfach: Geld.

Geld damit ich meine Wohnung, mein Auto, meine täglichen Kosten und am Ende auch mein Depot bezahlen kann.

Mir ist das Spaß bzw. die Motivation am Job nach 2-3 Jahren komplett vergangen. Dann war der Reiz des Neuen und Unbekannten weg, die Arbeit wurde größtenteils Routine.
Außerdem habe ich langsam verstanden, wie das Berufsleben funktioniert. Und das ist alles andere als motivierend.

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WiWi Gast

Was motiviert euch in eurem Job?

Sich weiterentwickeln zu können und mehr Geld zu bekommen.

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WiWi Gast

Was motiviert euch in eurem Job?

WiWi Gast schrieb am 14.10.2021:

Aktuell...die Mietabbuchung am Anfang des Monats...

Hänge seit 2 Jahren in Konzern nun und bin komplett deprimiert. Schaue gerade, dass ich wieder in die Beratung komme und wenigstens beschäftigt zu sein.

Kannst du mal erzählen, was dich am Konzern stört? Ich höre das öfters, aber so richtig verstanden hab ich das noch nicht. Magst du mal erklären?

Nicht der Ursprungsposter aber auch mit Dax30-Erfahrung: da findest du hier im Forum viele Threads dazu.

Generell würde ich dir im Berufsleben empfehlen:

a) voll Karriere zu machen, was halt nur mit Einbussen im Privatleben möglich ist

oder

b) auf Teilzeit zu wechseln, bsp. 4-Tagewoche, damit man mehr vom Leben hat.

Einen unbefriedigenden Job in Vollzeit auszuüben ist für mich reine Lebenszeit- und Energieverschwendung. Boreout kann einem nämlich auch fertig machen und der kommt meist früher als man glaubt. Mit Teilzeit nimmt der Job dann auch einen weniger grossen Teil im Leben ein. Mit einem 80% Pensum kann man dennoch alle Funktionen ausfüllen (Spezialist, Project Lead, Team Lead).

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WiWi Gast

Was motiviert euch in eurem Job?

WiWi Gast schrieb am 14.10.2021:

Einfach nur mehr Geld. Mir ging es am Anfang auch so... immer mehr Ideen eingebracht, nichts wurde umgesetzt. Dann kam MBB und es war doch ne gute Idee. (kam ja dann von denen).

Nach 3 Berufsjahren geht es mir nur noch ums Geld. Ich würde auch Regal hier einräumen, mich an den Empfang setzen oder Kaffee kochen. Geld ist Geld. Danken tut dir eh niemand etwas.

Bester Beitrag! genauso geht es mir seit 15 Jahren in einem Konzern. Was mich antreibt? dass ich mit dem Job, vor 10 und 15 Jahren konnte man das noch, in kleine Mietswohnungen in großen Städten investieren konnte. Damit konnte ich mir ein schönes passives Einkommen aufbauen um bald auf Teilzeit wechseln zu können. Bei diesen Investments und an der Börse, da kann ich mein ökonomisches Wissen gebrauchen. Im Job eher kaum. Da mache ich Dienst nach Vorschrift und mich motiviert mein Vermögen, was ich dank meines Jobs aufbauen konnte und immer noch kann, sowie der Lifestyle. Die Arbeit ist lediglich Mittel zum Zweck und in der Tat, würde man mir mein Gehalt weiter bezahlen, würde ich dafür auch in unserem Konzern als Putzmann dafür arbeiten. Idealismus, "was bewegen wollen" so dachte ich mal früher als junger Absolvent, das habe ich längst begraben. Solange ich gut dafür bezahlt werde, mache ich den Job doch gerne.
Anders gesagt: Würde ich für meinen Job nur die Hälfte bekommen, könnte mir weder Eigenheim noch Investments leisten, hätte ich längst gekündigt.

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WiWi Gast

Was motiviert euch in eurem Job?

WiWi Gast schrieb am 14.10.2021:

Aktuell...die Mietabbuchung am Anfang des Monats...

Hänge seit 2 Jahren in Konzern nun und bin komplett deprimiert. Schaue gerade, dass ich wieder in die Beratung komme und wenigstens beschäftigt zu sein.

Kannst du mal erzählen, was dich am Konzern stört? Ich höre das öfters, aber so richtig verstanden hab ich das noch nicht. Magst du mal erklären?

Vorab: Bin Projektleiter mit (imho) gutem Draht zum Vorstand und den Chefs. Das Thema ist auch strategisch und das größte Transformationsprojekt, dass der Laden die letzten Jahre gesehen hat.

Warum ich es nicht mehr packe: Jeden Tag nur Excel und Powerpoint klatschen...Einfach eine sehr langsame Organisation mit Beamtenähnlichen Strukturen. Die Leute machen das absolute Minimum und es sind kaum Leute zu finden die mit dir was anpacken wollen.

Beispiel: Du rufst jemanden an um was zu erfragen, ob man etwas z.B. so und so machen könnte. Die erste Antwort ist immer erstmal "Nein"...das kotzt mich wirklich immens an...Aber das scheint die Unternehmenskultur zu sein. Zudem ist der Laden auch noch Basisdemokratisch. D.h. ich kommt mit einer Entscheidung und will die umsetzen lassen und die Leute fangen mit mir das diskutieren an, wie Sch**** das ist und ob das wirklich sein muss. Da frage ich mich echt ob es noch geht bei manchen...

Ich will was bewegen, aber kann den Riesenklotz an Ballast nicht im Alleingang bewegen (Imho kann das niemand in dem Laden.)

Dazu kommen sehr lange und vor allem intransparente Prozesse. Eine einfache Entscheidung würde wochen per Email Ping Pong dauern, wohingegend die sms an den Bereichsleiter/Vorstand sofort eine Entscheidung bringt...Aber man will/kann nicht immer die ganze Linie umgehen.

Am frustrierensten ist aber, wenn mal wieder von irgendwoher eine "Watschen" geflogen kommt, weil man irgendeinen fiktiven Prozess nicht beachtet hätte und XY nicht freigegeben, nicht abgeholt wurde und du nicht mal wusstest, dass es diesen Prozess gibt und der eingehalten werden "muss".
Es scheint auch niemanden in dem Laden zu geben der einem erklären kann wie der Prozess geht.

Auch hier wieder ein Beispiel: Ich habe mich über Wochen durchfragen müssen wie man externen Beratern VPN Zugriff gibt...

Als Abschluss ist noch die fehlende Gehaltsentwicklung und die fehlenden Entwicklungen zu nennen (Sieht das UN natürlich gaaaaanz anders)

Gehalt war zum Einstieg leicht überdurchschnittlich, aber seitdem keine Entwicklung mehr.
Beförderung ist nur durch Politik bzw. "Ersitzen" möglich. Zudem wurden im Lauf der Zeit alle Ebenen abgebaut und die Arbeit sehr verdichtet...Es gibt nur noch 3 Ebenen zwischen mir und Vorstand und diese Positionen sind alle besetzt und es nicht absehbar/planbar ob und wann eine frei wird...da sitzen Leute mit Mitte 40 die sicher nicht in naher Zukunft kündigen werden.

So Rant Ende.

Das sind einige der Gründe warum ich nie mehr in einem Konzern mit Beamten arbeiten werden.

Bonus: Personalverantwortung willst du hier auch nicht...deine MA tanzen dir auf der Nase rum. Nichtstun bzw. Ziele nicht erreichen hat 0 Konsequenzen und dank sehr starkem Betriebsrat ist rausmanagen auch kaum Möglich, bei Beamten sowie nicht. in Einzelfällen mal mit einem stabil sechsstelligen Abfindungspaket.

(Wer die Firma errät bekommt von mir ein Eis)

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WiWi Gast

Was motiviert euch in eurem Job?

Wenn ich immer höre dass die Leute zu wenig zu tun haben im HO, tun sie mir immer leid, weil sie vermutlich überhaupt keine Interessen außerhalb der Arbeit haben. Ich würde sofort tauschen.

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Was motiviert euch in eurem Job?

Ein Konzern ist halt eine sichere Bank in vielen Fällen.

Als ich in der Beratung war, habe ich es mir gewünscht in einem entspanntem Konzern zu sein. Wer in seinem Beruf seine Berufung sieht d.h. vollkommenes aufgehen, der wird in der Beratung sicherlich richtig sein. Wer jedoch auf Freizeit, Sport, Hobbys, intakte Freund- und Partnerschaften wert legt, der wird in der Beratung nicht glücklich werden. Ich habe eine Freundin, die konnte es gar nicht erwarten wieder zum Kunden zu reisen. Sie hat aber auch kaum Freunde, keine Hobbies und auch keinen Partner. Vielleicht ändert es sich ja mit letzterem. ;-)

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WiWi Gast

Was motiviert euch in eurem Job?

WiWi Gast schrieb am 14.10.2021:

Wenn ich immer höre dass die Leute zu wenig zu tun haben im HO, tun sie mir immer leid, weil sie vermutlich überhaupt keine Interessen außerhalb der Arbeit haben. Ich würde sofort tauschen.

Ich arbeite 40h im Home Office und habe davon 20h Arbeit.
Das ist natürlich eine tolle Ausgangssituation. Haushalt kann z.B. nebenbei gemacht werden. Meine sonstigen Interessen liegen jedoch außerhalb meiner vier Wände. Und wenn man gerade auf dem Rennrad oder im Fitnessstudio sitzt, wenn der Kunde plötzlich anruft und niemanden erreicht, kommt das halt nicht so geil.

Man ist also 20h effektiv beschäftigt, muss die anderen 20h aber "auf Abruf" in der Nähe vom PC sein. Dass das nicht das gleiche wie Freizeit ist, sollte klar sein.

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WiWi Gast

Was motiviert euch in eurem Job?

Bonus: Personalverantwortung willst du hier auch nicht...deine MA tanzen dir auf der Nase rum. Nichtstun bzw. Ziele nicht erreichen hat 0 Konsequenzen und dank sehr starkem Betriebsrat ist rausmanagen auch kaum Möglich, bei Beamten sowie nicht. in Einzelfällen mal mit einem stabil sechsstelligen Abfindungspaket.

(Wer die Firma errät bekommt von mir ein Eis)

Du sagst starker Betriebsrat und es gibt im Konzern sogar noch Beamte? dann muss es ein ehemaliger Staatsbetrieb sein. Post? Telekom? wobei das was Du beschreibst, ist doch der Traum vieler junger Absolventen heutzutage. Insbesondere die Generation Woke. Hohe Sicherheit, wenig Druck, wenig Drohkulissen durch Chefs bezüglich Kündigung, sehr guter Arbeitnehmerschutz und vermutlich ein passables Gehalt, ohne sich dafür den Hintern aufreissen zu müssen.

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WiWi Gast

Was motiviert euch in eurem Job?

WiWi Gast schrieb am 14.10.2021:

Einfach nur mehr Geld. Mir ging es am Anfang auch so... immer mehr Ideen eingebracht, nichts wurde umgesetzt. Dann kam MBB und es war doch ne gute Idee. (kam ja dann von denen).

Nach 3 Berufsjahren geht es mir nur noch ums Geld. Ich würde auch Regal hier einräumen, mich an den Empfang setzen oder Kaffee kochen. Geld ist Geld. Danken tut dir eh niemand etwas.

Same here. Veränderungen herbei geführt, was bewegt und selbst etwas von 0 auf 100 umgesetzt habe ich während meiner Promotion. Seit dem ich in der Industrie arbeite habe ich "akzeptiert" und verstanden und optimiere das Gehalt jetzt bis zum Sweetspot. Allerdings muss ich schon sagen, dass mich Anerkennung durch Kunden Feedback schon durchaus motiviert und wichtig ist, sonst wäre es ein ganz schlimmer Tag...

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WiWi Gast

Was motiviert euch in eurem Job?

WiWi Gast schrieb am 14.10.2021:

Wenn ich immer höre dass die Leute zu wenig zu tun haben im HO, tun sie mir immer leid, weil sie vermutlich überhaupt keine Interessen außerhalb der Arbeit haben. Ich würde sofort tauschen.

Ich arbeite 40h im Home Office und habe davon 20h Arbeit.
Das ist natürlich eine tolle Ausgangssituation. Haushalt kann z.B. nebenbei gemacht werden. Meine sonstigen Interessen liegen jedoch außerhalb meiner vier Wände. Und wenn man gerade auf dem Rennrad oder im Fitnessstudio sitzt, wenn der Kunde plötzlich anruft und niemanden erreicht, kommt das halt nicht so geil.

Man ist also 20h effektiv beschäftigt, muss die anderen 20h aber "auf Abruf" in der Nähe vom PC sein. Dass das nicht das gleiche wie Freizeit ist, sollte klar sein.

THIS. Ich frage mich bei den Kommentatoren, wie es sein kann, dass einem im HO langweilig ist wenn man nichts zu tun hat, ob die Leute alle Jobs haben, bei denen nicht mal der eine Kollege kurzfristig was will, der Chef mit einer Aufgabe um die Ecke kommt oder man durch den Tag immer mal wieder einzelne Calls hat.

Klar geht sowas wie Wäsche waschen, mal ein bisschen Netflix oder auch die Einkäufe in einer längeren Mittagspause erledigen. ABER man muss dennoch kurzfristig verfügbar sein. Und gedanklich abschalten, ist dann auch unheimlich schwierig.

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WiWi Gast

Was motiviert euch in eurem Job?

WiWi Gast schrieb am 14.10.2021:

Bonus: Personalverantwortung willst du hier auch nicht...deine MA tanzen dir auf der Nase rum. Nichtstun bzw. Ziele nicht erreichen hat 0 Konsequenzen und dank sehr starkem Betriebsrat ist rausmanagen auch kaum Möglich, bei Beamten sowie nicht. in Einzelfällen mal mit einem stabil sechsstelligen Abfindungspaket.

(Wer die Firma errät bekommt von mir ein Eis)

Du sagst starker Betriebsrat und es gibt im Konzern sogar noch Beamte? dann muss es ein ehemaliger Staatsbetrieb sein. Post? Telekom? wobei das was Du beschreibst, ist doch der Traum vieler junger Absolventen heutzutage. Insbesondere die Generation Woke. Hohe Sicherheit, wenig Druck, wenig Drohkulissen durch Chefs bezüglich Kündigung, sehr guter Arbeitnehmerschutz und vermutlich ein passables Gehalt, ohne sich dafür den Hintern aufreissen zu müssen.

Würde mal Bosch, Trumpf (allerdings haben die nur n GF und keinen Vorstand) daimler oder Porsche reinwerfen.

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WiWi Gast

Was motiviert euch in eurem Job?

WiWi Gast schrieb am 14.10.2021:

Wenn ich immer höre dass die Leute zu wenig zu tun haben im HO, tun sie mir immer leid, weil sie vermutlich überhaupt keine Interessen außerhalb der Arbeit haben. Ich würde sofort tauschen.

Ich arbeite 40h im Home Office und habe davon 20h Arbeit.
Das ist natürlich eine tolle Ausgangssituation. Haushalt kann z.B. nebenbei gemacht werden. Meine sonstigen Interessen liegen jedoch außerhalb meiner vier Wände. Und wenn man gerade auf dem Rennrad oder im Fitnessstudio sitzt, wenn der Kunde plötzlich anruft und niemanden erreicht, kommt das halt nicht so geil.

Man ist also 20h effektiv beschäftigt, muss die anderen 20h aber "auf Abruf" in der Nähe vom PC sein. Dass das nicht das gleiche wie Freizeit ist, sollte klar sein.

Wer sagt denn dass du rund um die Uhr erreichbar sein musst? Wenn der Kunde anruft und du machst gerade Sport, hast du halt zufälligerweise gerade Pause.

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Karlmags

Was motiviert euch in eurem Job?

Ich habe folgendes gemerkt:

  • Sachbearbeitung find ich auf die Dauer recht schei*e
  • ich will Entscheidungen treffen
  • ich finds geil, viel zu verdienen
  • Hybrid ist gut. 100% Office ist schei*e, 100% Remote ist schei*e.
  • jedes Mal, wenn was fertig wird, fühlt sich das gut an (fertig ist besser als perfekt).
  • der Wille zu sinnvollen Änderungen muss da sein. wenn ich unsinnige Arbeit verrichte (was ich tue) macht das keinen Spaß (manchmal gibt es Aufgaben, die sind nicht besser fertig als perfekt, weil sie nur Sinn ergeben, wenn sie perfekt ausgeführt werden).

Deswegen gut, dass ich jetzt Teamleiter bin, in einer Organisation, die weiß, dass sie sich ändern muss.

Wir sind in 20 Jahren von 200 auf 800 Mio, in der Gruppe machen wir >2 Mrd. 2 Standbeine. Ergo 'kleiner', familiengeführter Konzern, der sich noch richtig entwickeln muss. Frustrierend und spannend zugleich. Lohnniveau ist räudig im Vergleich zu Top Konzernen, aber man kann ja nicht alles haben - und regional ist es top, hier arbeitet keiner für unter 2k netto bei 35h 30d Urlaub, passt also, für Dorf.^^

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WiWi Gast

Was motiviert euch in eurem Job?

Ich bin der 100k+ Konzern Sachbearbeiter, der für das Geld auch Kaffee kochen oder putzen würde. Entscheidungen treffen und viel verdienen? Das tue ich auch. Habe vor 15 Jahren mit Immobilien Investments angefangen und wurde so zum Selfmade Millionär, bin definitiv wohlhabender als mein Chef und sehr wahrscheinlich sogar als mein Chef-Chef. Wenn die ihre Jobs verlieren würden, haben die ein grosses Problem, da müssen teure EFHs abbezahlt werden, Leasingautos usw., ich selber habe passive Einkommen und harte Assets. Bei Investments da gehe ich auf, da treffe ich Entscheidungen, dort nutze ich mein Wissen aus dem Wiwi Studium. Den Job mach ich einfach, weil er für Sachbearbeiterebene sehr gut bezahlt ist und mir die nötige Bonität gegeben hat, als Investor erfolgreich zu werden. Dort sehe ich meine Erfüllung, Arbeit ist nur Mittel zum Zweck. Es ist teilweise auch eine Art Doppelleben. Als Immobilienanleger da bin ich wirklich jemand, ein Entscheidungsträger, jemand der was besitzt. Auf der Arbeit dagegen ein Sachbearbeiter. Aber solang sich das so sehr lohnt, ist mir das auch egal. Für mich zählt das, was am Ende an Vermögen dabei rumkommt. Viel verdienen und viel ausgeben wäre daher nichts für mich. Ich kenne daher viele Führungskräfte über mir, die haben weit weniger Vermögen als ich. Gleichzeitig haben die viel mehr Stress und Überstunden. Entscheidungen fällen die, aber nicht für ihr eigenes Vermögen, sondern für andere.

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WiWi Gast

Was motiviert euch in eurem Job?

Der Text hätte von mir sein können.
Willkommen im Club, eine sehr gesunde Einstellung!

WiWi Gast schrieb am 15.10.2021:

Ich bin der 100k+ Konzern Sachbearbeiter, der für das Geld auch Kaffee kochen oder putzen würde. Entscheidungen treffen und viel verdienen? Das tue ich auch. Habe vor 15 Jahren mit Immobilien Investments angefangen und wurde so zum Selfmade Millionär, bin definitiv wohlhabender als mein Chef und sehr wahrscheinlich sogar als mein Chef-Chef. Wenn die ihre Jobs verlieren würden, haben die ein grosses Problem, da müssen teure EFHs abbezahlt werden, Leasingautos usw., ich selber habe passive Einkommen und harte Assets. Bei Investments da gehe ich auf, da treffe ich Entscheidungen, dort nutze ich mein Wissen aus dem Wiwi Studium. Den Job mach ich einfach, weil er für Sachbearbeiterebene sehr gut bezahlt ist und mir die nötige Bonität gegeben hat, als Investor erfolgreich zu werden. Dort sehe ich meine Erfüllung, Arbeit ist nur Mittel zum Zweck. Es ist teilweise auch eine Art Doppelleben. Als Immobilienanleger da bin ich wirklich jemand, ein Entscheidungsträger, jemand der was besitzt. Auf der Arbeit dagegen ein Sachbearbeiter. Aber solang sich das so sehr lohnt, ist mir das auch egal. Für mich zählt das, was am Ende an Vermögen dabei rumkommt. Viel verdienen und viel ausgeben wäre daher nichts für mich. Ich kenne daher viele Führungskräfte über mir, die haben weit weniger Vermögen als ich. Gleichzeitig haben die viel mehr Stress und Überstunden. Entscheidungen fällen die, aber nicht für ihr eigenes Vermögen, sondern für andere.

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WiWi Gast

Was motiviert euch in eurem Job?

WiWi Gast schrieb am 14.10.2021:

Bonus: Personalverantwortung willst du hier auch nicht...deine MA tanzen dir auf der Nase rum. Nichtstun bzw. Ziele nicht erreichen hat 0 Konsequenzen und dank sehr starkem Betriebsrat ist rausmanagen auch kaum Möglich, bei Beamten sowie nicht. in Einzelfällen mal mit einem stabil sechsstelligen Abfindungspaket.

(Wer die Firma errät bekommt von mir ein Eis)

Du sagst starker Betriebsrat und es gibt im Konzern sogar noch Beamte? dann muss es ein ehemaliger Staatsbetrieb sein. Post? Telekom? wobei das was Du beschreibst, ist doch der Traum vieler junger Absolventen heutzutage. Insbesondere die Generation Woke. Hohe Sicherheit, wenig Druck, wenig Drohkulissen durch Chefs bezüglich Kündigung, sehr guter Arbeitnehmerschutz und vermutlich ein passables Gehalt, ohne sich dafür den Hintern aufreissen zu müssen.

Wir haben hier (mW) keine Beamte, sonst hätte ich auf meinen AG getippt - die KfW :D

Ich dachte, mich würden hier die ökologisch und sozial sinnvollen Vorhaben motivieren. Aber davon merke ich nichts, wenn ich zum 20ten Mal irgendeine Excel-Tabelle befülle, durch das Haus renne um Unterschriften für ein Formular einzuholen oder irgendwelche Kontrollvorgänge freigebe. Mir fehlt die konzeptionelle Arbeit sehr. Aber man sitzt hier natürlich bequem und sicher. Alles nicht so einfach.

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WiWi Gast

Was motiviert euch in eurem Job?

WiWi Gast schrieb am 14.10.2021:

Aktuell...die Mietabbuchung am Anfang des Monats...

Hänge seit 2 Jahren in Konzern nun und bin komplett deprimiert. Schaue gerade, dass ich wieder in die Beratung komme und wenigstens beschäftigt zu sein.

Kannst du mal erzählen, was dich am Konzern stört? Ich höre das öfters, aber so richtig verstanden hab ich das noch nicht. Magst du mal erklären?

Vorab: Bin Projektleiter mit (imho) gutem Draht zum Vorstand und den Chefs. Das Thema ist auch strategisch und das größte Transformationsprojekt, dass der Laden die letzten Jahre gesehen hat.

Warum ich es nicht mehr packe: Jeden Tag nur Excel und Powerpoint klatschen...Einfach eine sehr langsame Organisation mit Beamtenähnlichen Strukturen. Die Leute machen das absolute Minimum und es sind kaum Leute zu finden die mit dir was anpacken wollen.

Beispiel: Du rufst jemanden an um was zu erfragen, ob man etwas z.B. so und so machen könnte. Die erste Antwort ist immer erstmal "Nein"...das kotzt mich wirklich immens an...Aber das scheint die Unternehmenskultur zu sein. Zudem ist der Laden auch noch Basisdemokratisch. D.h. ich kommt mit einer Entscheidung und will die umsetzen lassen und die Leute fangen mit mir das diskutieren an, wie Sch**** das ist und ob das wirklich sein muss. Da frage ich mich echt ob es noch geht bei manchen...

Ich will was bewegen, aber kann den Riesenklotz an Ballast nicht im Alleingang bewegen (Imho kann das niemand in dem Laden.)

Dazu kommen sehr lange und vor allem intransparente Prozesse. Eine einfache Entscheidung würde wochen per Email Ping Pong dauern, wohingegend die sms an den Bereichsleiter/Vorstand sofort eine Entscheidung bringt...Aber man will/kann nicht immer die ganze Linie umgehen.

Am frustrierensten ist aber, wenn mal wieder von irgendwoher eine "Watschen" geflogen kommt, weil man irgendeinen fiktiven Prozess nicht beachtet hätte und XY nicht freigegeben, nicht abgeholt wurde und du nicht mal wusstest, dass es diesen Prozess gibt und der eingehalten werden "muss".
Es scheint auch niemanden in dem Laden zu geben der einem erklären kann wie der Prozess geht.

Auch hier wieder ein Beispiel: Ich habe mich über Wochen durchfragen müssen wie man externen Beratern VPN Zugriff gibt...

Als Abschluss ist noch die fehlende Gehaltsentwicklung und die fehlenden Entwicklungen zu nennen (Sieht das UN natürlich gaaaaanz anders)

Gehalt war zum Einstieg leicht überdurchschnittlich, aber seitdem keine Entwicklung mehr.
Beförderung ist nur durch Politik bzw. "Ersitzen" möglich. Zudem wurden im Lauf der Zeit alle Ebenen abgebaut und die Arbeit sehr verdichtet...Es gibt nur noch 3 Ebenen zwischen mir und Vorstand und diese Positionen sind alle besetzt und es nicht absehbar/planbar ob und wann eine frei wird...da sitzen Leute mit Mitte 40 die sicher nicht in naher Zukunft kündigen werden.

So Rant Ende.

Das sind einige der Gründe warum ich nie mehr in einem Konzern mit Beamten arbeiten werden.

Bonus: Personalverantwortung willst du hier auch nicht...deine MA tanzen dir auf der Nase rum. Nichtstun bzw. Ziele nicht erreichen hat 0 Konsequenzen und dank sehr starkem Betriebsrat ist rausmanagen auch kaum Möglich, bei Beamten sowie nicht. in Einzelfällen mal mit einem stabil sechsstelligen Abfindungspaket.

(Wer die Firma errät bekommt von mir ein Eis)

Hört sich eindeutig nach der deutschen Bahn an

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WiWi Gast

Was motiviert euch in eurem Job?

Bin jetzt Mitte 30 aber kann mir nicht vorstellen noch Jahrzehnte weiterzuarbeiten. Zurzeit motivieren mich: 1. Lohn, 2. WLB, 3. Im HO genügend Zeit für anderes.

Wie hält man das mental lange durch? Habe auch schon mehrere Unternehmen/Postionen durch und bleibt am Schluss dasselbe. Muss wohl die Arbeitszeit reduzieren, damit noch Zeit und Energie für Sinnvolleres bleibt. Der Karrieretyp bin ich leider nicht, sonst würde mich das auch nicht stören und ich würde wie ein Verrückter arbeiten.

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WiWi Gast

Was motiviert euch in eurem Job?

WiWi Gast schrieb am 15.10.2021:

Ich bin der 100k+ Konzern Sachbearbeiter, der für das Geld auch Kaffee kochen oder putzen würde. Entscheidungen treffen und viel verdienen? Das tue ich auch. Habe vor 15 Jahren mit Immobilien Investments angefangen und wurde so zum Selfmade Millionär, bin definitiv wohlhabender als mein Chef und sehr wahrscheinlich sogar als mein Chef-Chef. Wenn die ihre Jobs verlieren würden, haben die ein grosses Problem, da müssen teure EFHs abbezahlt werden, Leasingautos usw., ich selber habe passive Einkommen und harte Assets. Bei Investments da gehe ich auf, da treffe ich Entscheidungen, dort nutze ich mein Wissen aus dem Wiwi Studium. Den Job mach ich einfach, weil er für Sachbearbeiterebene sehr gut bezahlt ist und mir die nötige Bonität gegeben hat, als Investor erfolgreich zu werden. Dort sehe ich meine Erfüllung, Arbeit ist nur Mittel zum Zweck. Es ist teilweise auch eine Art Doppelleben. Als Immobilienanleger da bin ich wirklich jemand, ein Entscheidungsträger, jemand der was besitzt. Auf der Arbeit dagegen ein Sachbearbeiter. Aber solang sich das so sehr lohnt, ist mir das auch egal. Für mich zählt das, was am Ende an Vermögen dabei rumkommt. Viel verdienen und viel ausgeben wäre daher nichts für mich. Ich kenne daher viele Führungskräfte über mir, die haben weit weniger Vermögen als ich. Gleichzeitig haben die viel mehr Stress und Überstunden. Entscheidungen fällen die, aber nicht für ihr eigenes Vermögen, sondern für andere.

Hast du alle Immobilien selbst erworben oder bereits einen Pool übernommen (Erbe)?

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WiWi Gast

Was motiviert euch in eurem Job?

Ich arbeite als Einkäufer bei einem Mittelständler.

Habe dort vor acht Jahren angefangen, direkt nach dem (Bachelor-Studium) im kaufmännischen Bereich. Wollte eigentlich noch meinen Master dranhängen.
Wir waren damals nur zu viert, also ein wirklich kleines Unternehmen mit eigener Produktion.

Jetzt ist die Firma nach und nach gewachsen. Mittlerweile haben wir fast 50 Mitarbeiter.
Das Unternehmen schreibt tiefschwarze Zahlen und ist schon sehr rentabel. Ein kleines Firmengelände wurde mittlerweile auch gekauft, Büro und Produktionsstätte errichtet usw.

Meine Arbeit hat schon sehr viel Einfluss, nicht nur Qualitativ sondern auch finanziell. "Nur" wenn ich "hochwertig" und "kostenbewusst" einkaufe, können wir auch entsprechende Produkte fertigen und verkaufen.

Ein weiterer Punkt ist, dass ich als Teilhaber am Unternehmenserfolg beteiligt bin.
Beim Kauf der ersten größere Maschine 2014 für die Produktion habe ich Geld gegeben.
Im Gegenzug bin ich mit 7,5% am Unternehmen beteiligt. Zwei Kollegen haben das damals ebenso gemacht.

Im Endeffekt ist das jetzt auch "mein Unternehmen". Da ist man von Haus aus vermutlich noch einmal ein bisschen mehr motiviert. Das die Firma jetzt so groß geworden ist hätte damals vermutlich niemand gedacht.

Mein Tun sorgt mit dafür, dass viele Mitarbeiter, deren Familien, Ehepartner usw. ein regelmäßiges Einkommen habe. Auf welches ich natürlich auch angewiesen bin. Das motiviert mich schon, auch weil die Arbeit mir noch einmal zusätzlich spaß macht.

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WiWi Gast

Was motiviert euch in eurem Job?

Hey, zur Abwechslung neben dem ganzen Herumgejammere mal was Positives: Mich motiviert bei der Arbeit, dass mein Rat stets gefragt ist, ich super Feedback erhalte, mein Chef mir immer den Rücken freihält, ich meine Stärken in meiner aktuellen Rolle bestmöglich nutzen kann, ich über ein Talentprogramm gefördert werde, an strategisch interessanten Projekten mitwirke und ich mit netten Kollegen zusammenarbeite. Arbeite in einem Konzern, vorher ein paar Jahre Beratung.

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WiWi Gast

Was motiviert euch in eurem Job?

Ich war immer sehr ehrgeizig im Job und wollte es den Chefs immer recht machen. Das heißt überdurchschnittliche Performance, viele Überstunden, viel Ja sagen. Warum habe ich das gemacht? Wegen der Anerkennung. Vielleicht auch wegen des "Ruhms" der mit der erfolgreichen Arbeit und einer möglichen Beförderung einhergeht.
Bin jetzt ca. 8 Jahre im Berufsleben und bin noch immer keine Führungskraft. So langsam habe ich die Hoffnung auf diesen Schritt aufgegeben. Dadurch dass der externe Motivator wegfällt, habe ich auf viele Aufgaben tatsächlich kein Bock mehr. Durch meine starke Performance in der Vergangenheit kann ich aber auch sehr selbstbewusst auftreten und mir Aufgaben relativ gut aussuchen. Mache daher vordergründig Sachen, die mir Spaß machen, bei denen ich etwas lernen kann und bei denen ich mir ein gutes Rüstzeug für die Zukunft zulege. Zukunft bedeutet hier externe Stellen oder Selbstständigkeit. Geld ist seit damals immer ein maßgeblicher Motivator. Mit dem Geld investiere ich in Aktien/ETF und Immobilien und strebe hier auch eine Millionen Nettovermögen an. Es ist aber ein sich selbst abschwächender Prozess. Je höher das Nettovermögen ist, desto weniger motiviert mich Geld auf der Arbeit.

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WiWi Gast

Was motiviert euch in eurem Job?

Alles lässt sich bei mir auf einen einzigen, recht nüchtern klingenden Motivationsfaktor reduzieren: Geld.

Bin gerade in einer Tier2-UB (RB, S&, OW, ATK) und würde sagen dass es den meisten hier ähnlich geht, denn wer mag es schon, während normale Menschen im Biergarten hocken, PowerPoint-Slides zu basteln wo 30-40% der Infos völlig offensichtlicher Bullshit sind? Klar ist es interessant, Probleme wirklich mal aus der Vogelperspektive zu betrachten und deren Treiber und Sub-Treiber etc. zu erkennen, aber dies erscheint eher ab Project Lead level und macht vielleicht 10-20% der Arbeit aus.

Früher im Studium (Ingenieurwissenschaften) bestand meine Motivation noch daraus, still und alleine in meinem Kämmerlein zu sitzen und Knobelaufgaben in Thermodynamik, Mechanik, Regelungstechnik, Strömungsmechanik oder Höherer Mathematik zu lösen, und für diese Skills dementsprechend in Form von brillianten Klausurergebnissen belohnt zu werden. Es war, sozusagen, dieser Endorphinschub, der mich motivierte. Die Kehrseite der Medaille war, dass ich in der Regel den gesamten Tag alleine verbrachte, was auf schlechte Kommunikationsfähigkeiten und skurriles Verhalten in sozialen Situationen führte.

Nach den ersten praktischen Erfahrungen habe ich gemerkt, dass diese theoretischen "Problemlösungsfähigkeiten" aus dem Studium in dieser Form nirgendwo wirklich gebraucht werden (außer vielleicht wenn man sich mit Lehre beschäftigen will), und es eher darauf ankommt, mit anderen Menschen gut klarzukommen (z. B. zeigen dass man sich für etwas interessiert, auch wenn es oft nicht so ist; Erklärungen richtig verstehen und wenn nicht dann früh die richtigen Rückfragen stellen, sodass man den anderen nicht auf die Nerven geht etc.).

Das alles ist mir bei den ersten Praktika und Teamprojekten richtig auf den Keks gegangen, ich fand alles extrem langweilig und zeigte dementsprechend schlechte Leistungen, sodass die Betreuer / Kollegen mich nicht mochten und mich teilweise auch belächelten, was sich demensprechend schlecht auf meine psychische Gesundheit auswirkte.

Ich habe es irgendwann am Ende akzeptiert dass die wirkliche Welt eben so funktioniert, und wenn ich mich schon anpasse dann nur für entsprechend viel Geld. Fäuste zusammengeballt, Ärmel hochgekrempelt und an mir gearbeitet: so ist eben das Tier2-UB-Angebot rausgesprungen.

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WiWi Gast

Was motiviert euch in eurem Job?

WiWi Gast schrieb am 16.10.2021:
die viel mehr Stress und Überstunden. Entscheidungen fällen die, aber nicht für ihr eigenes Vermögen, sondern für andere.

Hast du alle Immobilien selbst erworben oder bereits einen Pool übernommen (Erbe)?

Selbst erworben, keinen Cent geerbt. Ich fing in den 00er Jahren an, als man selbst in A-Städten 1-Zimmerwohnungen mit bis zu 10% Mietrendite für 40-60k kaufen konnte, teils gar noch aus Zwangsversteigerungen. Damals war es einfach noch nicht "in", in sowas zu investieren. Ich wurde teils für dumm und verrückt gehalten. Allerdings auch immer gut verdient, aber immer nur Sachbearbeiterebene im Konzern. Gleichzeitig nicht geizige, aber sparsame Haushaltsführung und eine Partnerin, die ähnlich tickt wie ich. Sonst, wäre das nicht möglich. Selbst ohne den Immo Boom der letzten 10 Jahre wären die meisten Objekte mittlerweile von selbst abbezahlt und würden ein passives Einkommen abwerfen. Die ersten Objekte habe ich bereits verkauft und damit unser Eigenheim schon abbezahlt. In einem Alter wo manch einer der "Karriere gemacht hat", in einer A-Stadt sich siebenstellig für ein Eigenheim erst verschuldet bis zur Rente oder gar darüber hinaus. Solche Menschen müssen dann trotz Karriere immer schön buckeln und sind absolut nicht frei, trotz das sie Entscheidungsträger auf der Arbeit sind.

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