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Probezeit & massig Überstunden

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Heiopei

Probezeit & massig Überstunden

Hallo Leute,

ich bin seit 3 Monaten ca. bei einem neuen Arbeitgeber, der nun nach meinem ersten Job (Konzern) mein zweiter Arbeitgeber ist (Mittelstand).
Ich bin bislang mit allem zufrieden: Es wird strukturiert gearbeitet, die Kollegen sind nett, ich habe viel Verantwortung, das Gehalt stimmt etc. Demzufolge werde ich in meinem baldigen Zwischengespräch auch meinerseits positives Feedback geben und denke auch, dass ich solches zurück bekommen werde, weil ich mich gut reinhänge.

Es gibt nur ein Problem bei alldem: Ich habe 1-2 Kollegen, mit denen ich sehr eng zusammen arbeite und die Ihr Leben komplett der Arbeit verschrieben haben. Die Jungs hauen von morgens bis spät abends (teilweise 20/21 Uhr, Beginn um 7-8 Uhr) richtig rein und arbeiten sogar teilweise wochenends.

Das passt mir - und vllt können es einige nachvollziehen - gar nicht, da ich zwar auch mal über meine 40h / Woche komme, aber ab 45 h/Woche ist dann auch irgendwann Schluss bei mir, da es auch keinen Ausgleich für die Überstunden gibt.

Hattet ihr mal so eine Situation? Momentan gehe ich irgendwann nach 9-10 Stunden Arbeitszeit und diese Kollegen sitzen immer noch am Arbeitsplatz und gehen erst Stunden später. Man fühlt sich automatisch irgendwie als der "Drückeberger", obwohl ich der Firma bereits 5h/Woche "schenke". Zumindest momentan in der Probezeit. Danach würde ich definitiv nach einem Ausgleich fragen, da es gute 10-20 Stunden pro Monat mehr sind.

Habt ihr mal ähnliche Erfahrungen gemacht und Tipps für mich?

Danke & Gruß

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WiWi Gast

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WiWi Gast

Probezeit & massig Überstunden

Ja ich hatte mal bei einer Firma als meine direkten Arbeitskollegen Zwei die jeden Tag von ca. 09:00 bis 22:00 - 23:00 Uhr Abends anwesend waren und das von Montag bis Donnerstag.

Letztlich bin ich nach 8 Monaten gegangen, daher keine Ahnung ob das langfristig zu Konflikten geführt hätte.

Heiopei schrieb am 09.05.2019:

Hallo Leute,

ich bin seit 3 Monaten ca. bei einem neuen Arbeitgeber, der nun nach meinem ersten Job (Konzern) mein zweiter Arbeitgeber ist (Mittelstand).
Ich bin bislang mit allem zufrieden: Es wird strukturiert gearbeitet, die Kollegen sind nett, ich habe viel Verantwortung, das Gehalt stimmt etc. Demzufolge werde ich in meinem baldigen Zwischengespräch auch meinerseits positives Feedback geben und denke auch, dass ich solches zurück bekommen werde, weil ich mich gut reinhänge.

Es gibt nur ein Problem bei alldem: Ich habe 1-2 Kollegen, mit denen ich sehr eng zusammen arbeite und die Ihr leben komplett der Arbeit verschrieben haben. Die Jungs hauen von morgens bis spät abends (teilweise 20/21 Uhr, Beginn um 7-8 Uhr) richtig rein und arbeiten sogar teilweise wochenends.
Das passt mir - und vllt können es einige nachvollziehen - gar nicht, da ich zwar auch mal über meine 40h / Woche komme, aber ab 45 h/Woche ist dann auch irgendwann Schluss bei mir, da es auch keinen Ausgleich für die Überstunden gibt.

Hattet ihr mal so eine Situation? Momentan gehe ich irgendwann nach 9-10 Stunden Arbeitszeit und diese Kollegen sitzen immer noch am Arbeitsplatz und gehen erst Stunden später. Man fühlt sich automatisch irgendwie als der "Drückeberger", obwohl ich der Firma bereits 5h/Woche "schenke". Zumindest momentan in der Probezeit. Danach würde ich definitiv nach einem Ausgleich fragen, da es gute 10-20 Stunden pro Monat mehr sind.

Habt ihr mal ähnliche Erfahrungen gemacht und Tipps für mich?

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WiWi Gast

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Sch**ß auf die Kinder. Wer die Kontrolle über sein Leben verloren hat, muss doch nicht zu deinem Problem werden?

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WiWi Gast

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Es ist ihr leben nicht deins du wirst für 40 bezahlt oder also. Und aufstieg kommt mit Erfahrung. Also und überstunden schenken nein.

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WiWi Gast

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Bin in der gleichen Situation, aber als jemand, der wie deine Kollegen die letzten 2Jahre richtig Gas gegeben hat. Trotz Konzern gibt es Monate, wo 100h Überstunden angefallen sind (Vertrauensarbeitszeit)

Ich habe einen AT-Vertrag gefordert, der bewilligt, aber noch nicht umgesetzt wurde (langer interner Prozess). Dann würde auch das Gehalt stimmen (~120k vs. 90k aktuell).

Da es mit der Genehmigung zusätzlicher Stellen schwierig ist, habe wir jetzt zu mindestens 2 Praktikanten im Team und eine Werkstudentin. Erstere übernehmen einfache (aber zeitraubende) und wechselnde Projektaufgaben wie Recherche/Präsentationen etc.. Letztere ist meine "persönliche Assisentenz" , kommt an 2 halben Tagen in der Woche und übernimmt einfache Regelaufgaben wie z.B. Reisekostenabrechnungen, Terminabsprachen etc.
Da die Werkstudentin vor hat, mindestens 2Jahre (bis zu ihrem Abschluss) bei uns zu bleiben, spielt man sich vor allem bei den administrativen Sachen ein.
Dem Unternehmen kostet das nicht so viel (~2k im Monat) wie eine Festeinstellung, nimmt aber ähnlich viel Druck raus.

Dadurch konnte ich meine wöchentliche Arbeitszeit um mindestens 10h reduzieren.

Da die Atmosphäre im Team/Abteilung cool ist und die Arbeit wirklich Spaß macht, sind mir das die Überstunden wert. Außerdem nehme ich keinen Urlaub für Brückentage oder ähnliches (mal ein verlängertes Wochenende) - da ist der AG kulant genug, da er weiß, dass das nur einen Bruchteil meiner eigentlichen Überstunden ausmacht.

Heiopei schrieb am 09.05.2019:

Hallo Leute,

ich bin seit 3 Monaten ca. bei einem neuen Arbeitgeber, der nun nach meinem ersten Job (Konzern) mein zweiter Arbeitgeber ist (Mittelstand).
Ich bin bislang mit allem zufrieden: Es wird strukturiert gearbeitet, die Kollegen sind nett, ich habe viel Verantwortung, das Gehalt stimmt etc. Demzufolge werde ich in meinem baldigen Zwischengespräch auch meinerseits positives Feedback geben und denke auch, dass ich solches zurück bekommen werde, weil ich mich gut reinhänge.

Es gibt nur ein Problem bei alldem: Ich habe 1-2 Kollegen, mit denen ich sehr eng zusammen arbeite und die Ihr leben komplett der Arbeit verschrieben haben. Die Jungs hauen von morgens bis spät abends (teilweise 20/21 Uhr, Beginn um 7-8 Uhr) richtig rein und arbeiten sogar teilweise wochenends.
Das passt mir - und vllt können es einige nachvollziehen - gar nicht, da ich zwar auch mal über meine 40h / Woche komme, aber ab 45 h/Woche ist dann auch irgendwann Schluss bei mir, da es auch keinen Ausgleich für die Überstunden gibt.

Hattet ihr mal so eine Situation? Momentan gehe ich irgendwann nach 9-10 Stunden Arbeitszeit und diese Kollegen sitzen immer noch am Arbeitsplatz und gehen erst Stunden später. Man fühlt sich automatisch irgendwie als der "Drückeberger", obwohl ich der Firma bereits 5h/Woche "schenke". Zumindest momentan in der Probezeit. Danach würde ich definitiv nach einem Ausgleich fragen, da es gute 10-20 Stunden pro Monat mehr sind.

Habt ihr mal ähnliche Erfahrungen gemacht und Tipps für mich?

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WiWi Gast

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In der Probezeit den Hintern zusammenkneifen und danach ansprechen oder nicht mehr leisten. Ist nicht in Ordnung und wenn die kein eigenes Leben haben, dann ist das schön für die Firma, aber kann nicht die Erwartungshaltung an alle sein.

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WiWi Gast

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Solche Leute einfach ganz gezielt fragen, was denn eigentlich so wichtiges zu erledigen ist, dass sie so lange arbeiten und ob ihr echtes Leben so armselig und hobbylos ist, dass sie freiwillig so viel arbeiten.

Hatte im Big4 Praktikum einen Mitpraktikanten, der immer schön facetime betrieben hat. Nachdem es mir irgendwann gereicht hat und ich ihn gefragt hab, weshalb er für Aufgaben, die jeder in 5h erledigen kann, 10h+ braucht nur um länger dazubleiben, ist er jeden Tag um 18:00 dann gegangen.

Solche Leute sind einfach nur lächerlich auf höchstem Niveau. Wünsche dir viel Erfolg mit den 2 Kaspern.

Heiopei schrieb am 09.05.2019:

Hallo Leute,

ich bin seit 3 Monaten ca. bei einem neuen Arbeitgeber, der nun nach meinem ersten Job (Konzern) mein zweiter Arbeitgeber ist (Mittelstand).
Ich bin bislang mit allem zufrieden: Es wird strukturiert gearbeitet, die Kollegen sind nett, ich habe viel Verantwortung, das Gehalt stimmt etc. Demzufolge werde ich in meinem baldigen Zwischengespräch auch meinerseits positives Feedback geben und denke auch, dass ich solches zurück bekommen werde, weil ich mich gut reinhänge.

Es gibt nur ein Problem bei alldem: Ich habe 1-2 Kollegen, mit denen ich sehr eng zusammen arbeite und die Ihr leben komplett der Arbeit verschrieben haben. Die Jungs hauen von morgens bis spät abends (teilweise 20/21 Uhr, Beginn um 7-8 Uhr) richtig rein und arbeiten sogar teilweise wochenends.
Das passt mir - und vllt können es einige nachvollziehen - gar nicht, da ich zwar auch mal über meine 40h / Woche komme, aber ab 45 h/Woche ist dann auch irgendwann Schluss bei mir, da es auch keinen Ausgleich für die Überstunden gibt.

Hattet ihr mal so eine Situation? Momentan gehe ich irgendwann nach 9-10 Stunden Arbeitszeit und diese Kollegen sitzen immer noch am Arbeitsplatz und gehen erst Stunden später. Man fühlt sich automatisch irgendwie als der "Drückeberger", obwohl ich der Firma bereits 5h/Woche "schenke". Zumindest momentan in der Probezeit. Danach würde ich definitiv nach einem Ausgleich fragen, da es gute 10-20 Stunden pro Monat mehr sind.

Habt ihr mal ähnliche Erfahrungen gemacht und Tipps für mich?

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WiWi Gast

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Das mag sich anonym im Forum und am Stammtisch so anhören als wärst du ein richtig harter und geiler Typ, aber würdest du diesen Tipp auch einem Freund geben?

Zum Verständnis noch einmal dein Tipp:
Die Kollegen "hauen von morgens bis spät abends (teilweise 20/21 Uhr, Beginn um 7-8 Uhr) richtig rein und arbeiten sogar teilweise wochenends" (sic), und sind offensichtlich auch der Meinung des TEs nach Leistungsträger. Diese Leistungsträger soll er also als Neuling während seiner Probezeit angreifen?

Zur Erläuterung:
Wenn du als Neuling die Highperformer wegen ihrer Arbeitszeiten (und das noch mit dem Angriff "Facetime") konfrontieren würdest, wäre das beste Ergebnis ein offener Konflikt mit den Kollegen. Im schlimmsten Falle torpedieren sie dich (als alte Hasen besser vernetzt) hinter deinem Rücken.

Den Transfer deiner Praktikantenerfahrung auf die reale Arbeitswelt sehe ich deshalb als erfolglos an...

WiWi Gast schrieb am 09.05.2019:

Solche Leute einfach ganz gezielt fragen, was denn eigentlich so wichtiges zu erledigen ist, dass sie so lange arbeiten und ob ihr echtes Leben so armselig und hobbylos ist, dass sie freiwillig so viel arbeiten.

Hatte im Big4 Praktikum einen Mitpraktikanten, der immer schön facetime betrieben hat. Nachdem es mir irgendwann gereicht hat und ich ihn gefragt hab, weshalb er für Aufgaben, die jeder in 5h erledigen kann, 10h+ braucht nur um länger dazubleiben, ist er jeden Tag um 18:00 dann gegangen.

Solche Leute sind einfach nur lächerlich auf höchstem Niveau. Wünsche dir viel Erfolg mit den 2 Kaspern.

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WiWi Gast

Probezeit & massig Überstunden

Ich bin jemand der ebenfalls von früh bis Abend im Büro sitzt. Von 8-20 oder 21 Uhr. Allerdings ungewollt. (Controlling)
Da dies nicht mit meinen Vorstellungen übereinstimmt, werde ich auch nach nur 10 Monaten kündigen.
Leider ist es nicht möglich, nur die vertraglichen 38.5h zu arbeiten.

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WiWi Gast

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Geht mir ebenso. Bin auch Controller.

WiWi Gast schrieb am 09.05.2019:

Ich bin jemand der ebenfalls von früh bis Abend im Büro sitzt. Von 8-20 oder 21 Uhr. Allerdings ungewollt. (Controlling)
Da dies nicht mit meinen Vorstellungen übereinstimmt, werde ich auch nach nur 10 Monaten kündigen.
Leider ist es nicht möglich, nur die vertraglichen 38.5h zu arbeiten.

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WiWi Gast

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Schonmal versucht herauszufinden ob es gerechtfertigt ist, dass die so lange da sitzen? Vlt. mal Hilfe anbieten und schauen, wie die darauf reagieren?

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WiWi Gast

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WiWi Gast schrieb am 09.05.2019:

Ich bin jemand der ebenfalls von früh bis Abend im Büro sitzt. Von 8-20 oder 21 Uhr. Allerdings ungewollt. (Controlling)
Da dies nicht mit meinen Vorstellungen übereinstimmt, werde ich auch nach nur 10 Monaten kündigen.
Leider ist es nicht möglich, nur die vertraglichen 38.5h zu arbeiten.

Und dich hindert wer daran deine vertraglichen Stunden zu arbeiten? Im schlimmsten Fall nichts zu Schulden kommen lassen und nach 38.5h den Stift fallen lassen.

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WiWi Gast

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Sind die langen Arbeitszeiten im Controlling normal?

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WiWi Gast

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Es wird immer so Leute geben, die meinen sich über die Arbeitszeit profilieren zu müssen. Es gibt auch andere Wege. Ich wurde immer wertgeschätzt, wenn ich schnell und akkurat geliefert habe. Die Leute merken dann schon deine Qualität und wertschätzen das ohne dass du bis in die Nacht da sitzen musst. Für mich ist Anwesenheit kein Qualitätsmerkmal, sondern es stimmt dann entweder was nicht mit dem Unternehmen (zu wenige AN) oder den Menschen (Workaholics oder ineffektiv). Zieh dein Ding durch und wenn du deine Aufgaben in der normalen Zeit erledigst, geh nach Hause. Bringt ja nichts da sinnlos rumzusitzen oder verkrampft Aufgaben zu suchen.

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WiWi Gast

Probezeit & massig Überstunden

WiWi Gast schrieb am 09.05.2019:

Sind die langen Arbeitszeiten im Controlling normal?

Controller sind meistens schon fleißige Arbeitsbienchen. Meine ehem. Kollegin war auch gern mal noch von zu Hause aus nachts um 2 oder 3 Uhr im SAP aktiv. Das natürlich nur während der Planung wenn es viel zu tun gab. Ansonsten war sie auch um 8-9 draussen.
ABER: Die Controller bei uns fangen auch alle sehr früh an. Tlw. um halb 7. Ich starte so um halb 8 bis 8 und bin fast immer der letzte.

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Heiopei

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WiWi Gast schrieb am 09.05.2019:

Das mag sich anonym im Forum und am Stammtisch so anhören als wärst du ein richtig harter und geiler Typ, aber würdest du diesen Tipp auch einem Freund geben?

Zum Verständnis noch einmal dein Tipp:
Die Kollegen "hauen von morgens bis spät abends (teilweise 20/21 Uhr, Beginn um 7-8 Uhr) richtig rein und arbeiten sogar teilweise wochenends" (sic), und sind offensichtlich auch der Meinung des TEs nach Leistungsträger. Diese Leistungsträger soll er also als Neuling während seiner Probezeit angreifen?

Zur Erläuterung:
Wenn du als Neuling die Highperformer wegen ihrer Arbeitszeiten (und das noch mit dem Angriff "Facetime") konfrontieren würdest, wäre das beste Ergebnis ein offener Konflikt mit den Kollegen. Im schlimmsten Falle torpedieren sie dich (als alte Hasen besser vernetzt) hinter deinem Rücken.

Den Transfer deiner Praktikantenerfahrung auf die reale Arbeitswelt sehe ich deshalb als erfolglos an...

WiWi Gast schrieb am 09.05.2019:

Solche Leute einfach ganz gezielt fragen, was denn eigentlich so wichtiges zu erledigen ist, dass sie so lange arbeiten und ob ihr echtes Leben so armselig und hobbylos ist, dass sie freiwillig so viel arbeiten.

Hatte im Big4 Praktikum einen Mitpraktikanten, der immer schön facetime betrieben hat. Nachdem es mir irgendwann gereicht hat und ich ihn gefragt hab, weshalb er für Aufgaben, die jeder in 5h erledigen kann, 10h+ braucht nur um länger dazubleiben, ist er jeden Tag um 18:00 dann gegangen.

Solche Leute sind einfach nur lächerlich auf höchstem Niveau. Wünsche dir viel Erfolg mit den 2 Kaspern.

Wie du bereits richtig erkannt hast, rede ich hier nicht von "Clowns", die irgendwie versuchen Zeit zu schinden, sondern wirklichen Leistungsträgern, die einen 3-4 Mann Job zu zweit packen und sich dazu zwingen, es packen zu müssen, weil sie gegenüber den Chefs kein "nein" rausbekommen und jeden bedienen, der ins Büro kommt, egal ob sie dafür zuständig sind oder nicht. Bei den Chefs kommt das natürlich super an, aber die Gesundheit/Psyche wird davon auf Dauer nicht verschont bleiben, denke ich.

Von daher werd ich wohl, wie ich es bereits vor hatte, das Ganze über die Probezeit durch durchziehen, mich aber danach nach einer Lösung erkundigen.

Danke soweit für die Anregungen und mein Beileid an die armen Controller. :-/

antworten
WiWi Gast

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Danke. Ich wäre auch lieber kein Controller mehr.

Heiopei schrieb am 09.05.2019:

Das mag sich anonym im Forum und am Stammtisch so anhören als wärst du ein richtig harter und geiler Typ, aber würdest du diesen Tipp auch einem Freund geben?

Zum Verständnis noch einmal dein Tipp:
Die Kollegen "hauen von morgens bis spät abends (teilweise 20/21 Uhr, Beginn um 7-8 Uhr) richtig rein und arbeiten sogar teilweise wochenends" (sic), und sind offensichtlich auch der Meinung des TEs nach Leistungsträger. Diese Leistungsträger soll er also als Neuling während seiner Probezeit angreifen?

Zur Erläuterung:
Wenn du als Neuling die Highperformer wegen ihrer Arbeitszeiten (und das noch mit dem Angriff "Facetime") konfrontieren würdest, wäre das beste Ergebnis ein offener Konflikt mit den Kollegen. Im schlimmsten Falle torpedieren sie dich (als alte Hasen besser vernetzt) hinter deinem Rücken.

Den Transfer deiner Praktikantenerfahrung auf die reale Arbeitswelt sehe ich deshalb als erfolglos an...

WiWi Gast schrieb am 09.05.2019:

Solche Leute einfach ganz gezielt fragen, was denn eigentlich so wichtiges zu erledigen ist, dass sie so lange arbeiten und ob ihr echtes Leben so armselig und hobbylos ist, dass sie freiwillig so viel arbeiten.

Hatte im Big4 Praktikum einen Mitpraktikanten, der immer schön facetime betrieben hat. Nachdem es mir irgendwann gereicht hat und ich ihn gefragt hab, weshalb er für Aufgaben, die jeder in 5h erledigen kann, 10h+ braucht nur um länger dazubleiben, ist er jeden Tag um 18:00 dann gegangen.

Solche Leute sind einfach nur lächerlich auf höchstem Niveau. Wünsche dir viel Erfolg mit den 2 Kaspern.

Wie du bereits richtig erkannt hast, rede ich hier nicht von "Clowns", die irgendwie versuchen Zeit zu schinden, sondern wirklichen Leistungsträgern, die einen 3-4 Mann Job zu zweit packen und sich dazu zwingen, es packen zu müssen, weil sie gegenüber den Chefs kein "nein" rausbekommen und jeden bedienen, der ins Büro kommt, egal ob sie dafür zuständig sind oder nicht. Bei den Chefs kommt das natürlich super an, aber die Gesundheit/Psyche wird davon auf Dauer nicht verschont bleiben, denke ich.

Von daher werd ich wohl, wie ich es bereits vor hatte, das Ganze über die Probezeit durch durchziehen, mich aber danach nach einer Lösung erkundigen.

Danke soweit für die Anregungen und mein Beileid an die armen Controller. :-/

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WiWi Gast

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Klar zeigen dass sowas nicht geht und konsequent auch mal gehen.
Ob eine Arbeit nun heute oder morgen erledigt wird, ändert in den meisten Fällen nun wirklich nichts.

antworten
WiWi Gast

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WiWi Gast schrieb am 10.05.2019:

Klar zeigen dass sowas nicht geht und konsequent auch mal gehen.
Ob eine Arbeit nun heute oder morgen erledigt wird, ändert in den meisten Fällen nun wirklich nichts.

Ich verstehe wirklich nicht, warum ihr einem Kollegen, der in der Probezeit steckt, solche Tipps gebt.
Was würdet ihr an seiner Stelle machen?
Was macht jeder in der Probezeit?

Man reißt sich seinen Hintern auf.

Hier tut die Hälfte so, als würde man schon während der Probezeit um 16:00 Uhr den Stift fallen lassen...

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WiWi Gast

Probezeit & massig Überstunden

Wenn 2 Leute, die Arbeit von 3-4 machen, müssen die Leute halt mal den Mund aufmachen und sich dafür stark machen, dass jemand eingestellt wird oder ein Praktikant kommt. Auf der anderen Seite ist es aber eigentlich auch Aufgabe des Managers, das zu erkennen und seine Leute zu entlasten. Versuch bloß nicht, dich in die Spirale reinziehen zu lassen. Aus Erfahrung weiß ich, dass das leichter gesagt als getan ist, man hat ja ein Verantwortungsgefühl. Also versuch deine Kollegen zu motivieren, dass ihr euch gemeinsam für mehr MA einsetzt.

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WiWi Gast

Probezeit & massig Überstunden

Ich bin Ingenieur in einem DAX30 und arbeite auch sehr oft von 0800 bis 2000 mit 0,5-1 h Mittagspause, zusätzlich am Wochenende weil Deadlines eingehalten werden müssen. Außertariflich ohne Überstundenvergütung. ca. 80k All-In mit einem Jahr BE.

Ansprechen ist ein zweischneidiges Schwert. Wenn man die max. 48 h Ernst nimmt und zum Chef geht kann es auch heißen: Soso Sie brauchen als nun 60 h pro Woche für diese Aufgaben? Sind Sie etwas langsam im Kopf?

Wenn dann die Kollegen auch noch so reinhauen ist man im Vergleich natürlich ein Querschießer der einfach keine Leistung bringt. Meine Kollegen im Projekt sind auch jeden Abend und am Wochenende im Home Office und bearbeiten das Projekt.

Ich hab mich dran gewöhnt und meine Frau wartet mit dem Abendessen als Hausfrau ; )

antworten
WiWi Gast

Probezeit & massig Überstunden

WiWi Gast schrieb am 10.05.2019:

Ich bin Ingenieur in einem DAX30 und arbeite auch sehr oft von 0800 bis 2000 mit 0,5-1 h Mittagspause, zusätzlich am Wochenende weil Deadlines eingehalten werden müssen. Außertariflich ohne Überstundenvergütung. ca. 80k All-In mit einem Jahr BE.

Ansprechen ist ein zweischneidiges Schwert. Wenn man die max. 48 h Ernst nimmt und zum Chef geht kann es auch heißen: Soso Sie brauchen als nun 60 h pro Woche für diese Aufgaben? Sind Sie etwas langsam im Kopf?

Wenn dann die Kollegen auch noch so reinhauen ist man im Vergleich natürlich ein Querschießer der einfach keine Leistung bringt. Meine Kollegen im Projekt sind auch jeden Abend und am Wochenende im Home Office und bearbeiten das Projekt.

Ich hab mich dran gewöhnt und meine Frau wartet mit dem Abendessen als Hausfrau ; )

48h für gerade mal 80k? Wieso tut man sich sowas an? Gut aber als Ing hat man mittlerweile auch nicht mehr so die Auswahl und dann ist das noch besser als Zeitarbeit.

antworten
WiWi Gast

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Übrigens: Mehr Leute helfen in diesem Fall auch nicht, da die Themen so komplex sind, dass mehr Köche den Brei umso mehr verderben...

antworten
WiWi Gast

Probezeit & massig Überstunden

WiWi Gast schrieb am 10.05.2019:

WiWi Gast schrieb am 10.05.2019:

Ich bin Ingenieur in einem DAX30 und arbeite auch sehr oft von 0800 bis 2000 mit 0,5-1 h Mittagspause, zusätzlich am Wochenende weil Deadlines eingehalten werden müssen. Außertariflich ohne Überstundenvergütung. ca. 80k All-In mit einem Jahr BE.

Ansprechen ist ein zweischneidiges Schwert. Wenn man die max. 48 h Ernst nimmt und zum Chef geht kann es auch heißen: Soso Sie brauchen als nun 60 h pro Woche für diese Aufgaben? Sind Sie etwas langsam im Kopf?

Wenn dann die Kollegen auch noch so reinhauen ist man im Vergleich natürlich ein Querschießer der einfach keine Leistung bringt. Meine Kollegen im Projekt sind auch jeden Abend und am Wochenende im Home Office und bearbeiten das Projekt.

Ich hab mich dran gewöhnt und meine Frau wartet mit dem Abendessen als Hausfrau ; )

48h für gerade mal 80k? Wieso tut man sich sowas an? Gut aber als Ing hat man mittlerweile auch nicht mehr so die Auswahl und dann ist das noch besser als Zeitarbeit.

Die 48 h waren als offizielles und theoretisches Maximum (Zeitarbeitsgesetz) gemeint für Angestellte in dieser Gehaltsrange. Normalerweise sind es eher zwischen 50 und 60 h in der Woche für 80k. Wir müssen auch jede Woche im SAP dokumentieren, dass wir ja nicht über die 48 h kommen, sonst gibts Ärger. Nur trägt die wahren Stunden da natürlich keiner ein, eine komplette Farce.

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WiWi Gast

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WiWi Gast schrieb am 10.05.2019:

Übrigens: Mehr Leute helfen in diesem Fall auch nicht, da die Themen so komplex sind, dass mehr Köche den Brei umso mehr verderben...

Das ist so das typische Arbeitgeberargument. In der Realität trifft es vielleicht in 1% der Fälle auch wirklich zu. Wenn du von Anfang an die doppelte Zahl von Leuten auf ein Projekt staffst, funktioniert das natürlich VIEL besser. Natürlich wenn du bei 80% Arbeitsfortschritt wen komplett Neues reinbringst dann nicht.

antworten
WiWi Gast

Probezeit & massig Überstunden

WiWi Gast schrieb am 10.05.2019:

WiWi Gast schrieb am 10.05.2019:

Übrigens: Mehr Leute helfen in diesem Fall auch nicht, da die Themen so komplex sind, dass mehr Köche den Brei umso mehr verderben...

Das ist so das typische Arbeitgeberargument. In der Realität trifft es vielleicht in 1% der Fälle auch wirklich zu. Wenn du von Anfang an die doppelte Zahl von Leuten auf ein Projekt staffst, funktioniert das natürlich VIEL besser. Natürlich wenn du bei 80% Arbeitsfortschritt wen komplett Neues reinbringst dann nicht.

Macht natürlich keiner. Unsere Projekte im DAX30 gehen 4-5 Jahre. Die Führungskräfte wechseln alle 3-4 Jahre. Ein Projekt wird fast immer mit viel Geschwafel beschönigt und mit geballter Inkompetenz gestartet damit es auch bloß genehmigt wird. am Ende badet es dann ein kleines Team von Experten aus die 60 h die Woche malochen. Jedenfalls scheint sich dieses DAX30 Unternehmen diese Inkompetenz noch leisten zu können. Ihr glaub gar nicht wieviel Geld hier verbrannt wird wegen falscher Planung und inkompetenzen Führungskräften die von der Technik 0 Ahnung haben.

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WiWi Gast

Probezeit & massig Überstunden

Typisch Konzern!

WiWi Gast schrieb am 12.05.2019:

Übrigens: Mehr Leute helfen in diesem Fall auch nicht, da die Themen so komplex sind, dass mehr Köche den Brei umso mehr verderben...

Das ist so das typische Arbeitgeberargument. In der Realität trifft es vielleicht in 1% der Fälle auch wirklich zu. Wenn du von Anfang an die doppelte Zahl von Leuten auf ein Projekt staffst, funktioniert das natürlich VIEL besser. Natürlich wenn du bei 80% Arbeitsfortschritt wen komplett Neues reinbringst dann nicht.

Macht natürlich keiner. Unsere Projekte im DAX30 gehen 4-5 Jahre. Die Führungskräfte wechseln alle 3-4 Jahre. Ein Projekt wird fast immer mit viel Geschwafel beschönigt und mit geballter Inkompetenz gestartet damit es auch bloß genehmigt wird. am Ende badet es dann ein kleines Team von Experten aus die 60 h die Woche malochen. Jedenfalls scheint sich dieses DAX30 Unternehmen diese Inkompetenz noch leisten zu können. Ihr glaub gar nicht wieviel Geld hier verbrannt wird wegen falscher Planung und inkompetenzen Führungskräften die von der Technik 0 Ahnung haben.

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Heiopei

Probezeit & massig Überstunden

WiWi Gast schrieb am 10.05.2019:

Ich bin Ingenieur in einem DAX30 und arbeite auch sehr oft von 0800 bis 2000 mit 0,5-1 h Mittagspause, zusätzlich am Wochenende weil Deadlines eingehalten werden müssen. Außertariflich ohne Überstundenvergütung. ca. 80k All-In mit einem Jahr BE.

Ansprechen ist ein zweischneidiges Schwert. Wenn man die max. 48 h Ernst nimmt und zum Chef geht kann es auch heißen: Soso Sie brauchen als nun 60 h pro Woche für diese Aufgaben? Sind Sie etwas langsam im Kopf?

Wenn dann die Kollegen auch noch so reinhauen ist man im Vergleich natürlich ein Querschießer der einfach keine Leistung bringt. Meine Kollegen im Projekt sind auch jeden Abend und am Wochenende im Home Office und bearbeiten das Projekt.

Ich hab mich dran gewöhnt und meine Frau wartet mit dem Abendessen als Hausfrau ; )

Das ist echt heftig. Ich hoffe doch, dass das gestrige EUGH Urteil nicht in Schall und Rauch aufgeht, bzw. umgangen wird und wir endlich unsere tatsächlichen Arbeitszeiten erfasst kriegen.

Natürlich reiß ich mir in der Probezeit den Arsch auf und gehe nicht als erster, bloß weil meine 8 Stunden voll sind. Aber ich sehe es auch einfach nicht ein, dass man mit der tollen "Vertrauensarbeitszeit", die ich nun im Konzern und auch jetzt im Mittelstand als doch immer so toll angepriesen bekommen habe, so derart dumm als Arbeitnehmer dar steht, weil man kaum Handhabe mehr hat, um sich gegen die Überstunden zu wehren.

Ich hoffe, dass das gestrige EUGH Urteil hier einiges verändert und nicht wieder irgendwie durch die Firmen umgangen wird.

antworten
WiWi Gast

Probezeit & massig Überstunden

Heiopei schrieb am 15.05.2019:

WiWi Gast schrieb am 10.05.2019:

Ich bin Ingenieur in einem DAX30 und arbeite auch sehr oft von 0800 bis 2000 mit 0,5-1 h Mittagspause, zusätzlich am Wochenende weil Deadlines eingehalten werden müssen. Außertariflich ohne Überstundenvergütung. ca. 80k All-In mit einem Jahr BE.

Ansprechen ist ein zweischneidiges Schwert. Wenn man die max. 48 h Ernst nimmt und zum Chef geht kann es auch heißen: Soso Sie brauchen als nun 60 h pro Woche für diese Aufgaben? Sind Sie etwas langsam im Kopf?

Wenn dann die Kollegen auch noch so reinhauen ist man im Vergleich natürlich ein Querschießer der einfach keine Leistung bringt. Meine Kollegen im Projekt sind auch jeden Abend und am Wochenende im Home Office und bearbeiten das Projekt.

Ich hab mich dran gewöhnt und meine Frau wartet mit dem Abendessen als Hausfrau ; )

Das ist echt heftig. Ich hoffe doch, dass das gestrige EUGH Urteil nicht in Schall und Rauch aufgeht, bzw. umgangen wird und wir endlich unsere tatsächlichen Arbeitszeiten erfasst kriegen.

Natürlich reiß ich mir in der Probezeit den Arsch auf und gehe nicht als erster, bloß weil meine 8 Stunden voll sind. Aber ich sehe es auch einfach nicht ein, dass man mit der tollen "Vertrauensarbeitszeit", die ich nun im Konzern und auch jetzt im Mittelstand als doch immer so toll angepriesen bekommen habe, so derart dumm als Arbeitnehmer dar steht, weil man kaum Handhabe mehr hat, um sich gegen die Überstunden zu wehren.

Ich hoffe, dass das gestrige EUGH Urteil hier einiges verändert und nicht wieder irgendwie durch die Firmen umgangen wird.

Hier der Ingenieur aus dem DAX30: Das Problem ist wirklich diese "Vertrauensarbeitzeit". Die Tarifler können bei 14xGrundgehalt auch auf ihre 80-100k kommen, dies aber bereits bei 35 oder 37 h / Woche die per Karte zwingend vom System erfasst werden.

Ich soll als ATler eine Excel Tabelle führen, meine Wochenarbeitszeit in ein Online Programm eintragen und noch irgendwo in so einem umständlichen SAP Programm. Falls ich 2x > 48 h komme in einem Quartal, bekommt mein Chef eine Warnung und es geht hoch zum Abteilungsleiter. Damit hat das Unternehmen ja in der Theorie offiziell alles getan, um sowas ja nie vorkommen zu lassen.

Was macht man also?
Man trägt brav 5*9 = 45h ein und alle sind zufrieden. Einzige nicht umsetzbare Möglichkeit: Verbot des mobilen Arbeitens und zwingende Erfassung der Ankunft und Abreise am Arbeitsplatz ähnlich den Tariflern.

Andererseits habe ich aber auch die persönliche Meinung, dass die Deutschen ein recht faules und verwöhntes Volk geworden sind, daher trage ich meine hohe Arbeitslast mit preussischer Demut. Reale 37h / Woche für diese Gehälter sind eigentlich absoluter Luxus. Wir werden uns in einigen Jahrzehnten nochmal umsehen müssen ;)

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WiWi Gast

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WiWi Gast schrieb am 15.05.2019:

Ich bin Ingenieur in einem DAX30 und arbeite auch sehr oft von 0800 bis 2000 mit 0,5-1 h Mittagspause, zusätzlich am Wochenende weil Deadlines eingehalten werden müssen. Außertariflich ohne Überstundenvergütung. ca. 80k All-In mit einem Jahr BE.

Ansprechen ist ein zweischneidiges Schwert. Wenn man die max. 48 h Ernst nimmt und zum Chef geht kann es auch heißen: Soso Sie brauchen als nun 60 h pro Woche für diese Aufgaben? Sind Sie etwas langsam im Kopf?

Wenn dann die Kollegen auch noch so reinhauen ist man im Vergleich natürlich ein Querschießer der einfach keine Leistung bringt. Meine Kollegen im Projekt sind auch jeden Abend und am Wochenende im Home Office und bearbeiten das Projekt.

Ich hab mich dran gewöhnt und meine Frau wartet mit dem Abendessen als Hausfrau ; )

Das ist echt heftig. Ich hoffe doch, dass das gestrige EUGH Urteil nicht in Schall und Rauch aufgeht, bzw. umgangen wird und wir endlich unsere tatsächlichen Arbeitszeiten erfasst kriegen.

Natürlich reiß ich mir in der Probezeit den Arsch auf und gehe nicht als erster, bloß weil meine 8 Stunden voll sind. Aber ich sehe es auch einfach nicht ein, dass man mit der tollen "Vertrauensarbeitszeit", die ich nun im Konzern und auch jetzt im Mittelstand als doch immer so toll angepriesen bekommen habe, so derart dumm als Arbeitnehmer dar steht, weil man kaum Handhabe mehr hat, um sich gegen die Überstunden zu wehren.

Ich hoffe, dass das gestrige EUGH Urteil hier einiges verändert und nicht wieder irgendwie durch die Firmen umgangen wird.

Hier der Ingenieur aus dem DAX30: Das Problem ist wirklich diese "Vertrauensarbeitzeit". Die Tarifler können bei 14xGrundgehalt auch auf ihre 80-100k kommen, dies aber bereits bei 35 oder 37 h / Woche die per Karte zwingend vom System erfasst werden.

Ich soll als ATler eine Excel Tabelle führen, meine Wochenarbeitszeit in ein Online Programm eintragen und noch irgendwo in so einem umständlichen SAP Programm. Falls ich 2x > 48 h komme in einem Quartal, bekommt mein Chef eine Warnung und es geht hoch zum Abteilungsleiter. Damit hat das Unternehmen ja in der Theorie offiziell alles getan, um sowas ja nie vorkommen zu lassen.

Was macht man also?
Man trägt brav 5*9 = 45h ein und alle sind zufrieden. Einzige nicht umsetzbare Möglichkeit: Verbot des mobilen Arbeitens und zwingende Erfassung der Ankunft und Abreise am Arbeitsplatz ähnlich den Tariflern.

Andererseits habe ich aber auch die persönliche Meinung, dass die Deutschen ein recht faules und verwöhntes Volk geworden sind, daher trage ich meine hohe Arbeitslast mit preussischer Demut. Reale 37h / Woche für diese Gehälter sind eigentlich absoluter Luxus. Wir werden uns in einigen Jahrzehnten nochmal umsehen müssen ;)

Und hier hat man den Hauptgrund, wieso man sich gut überlegen sollte vom Tarifband in AT zu wechseln, solange dass Angebot nicht sehr gut ist oder man entsprechende Perspektive hat

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WiWi Gast

Probezeit & massig Überstunden

Und hier hat man den Hauptgrund, wieso man sich gut überlegen sollte vom Tarifband in AT zu wechseln, solange dass Angebot nicht sehr gut ist oder man entsprechende Perspektive hat

Viele Unternehmen stellen ja nur noch Master Absolventen als AT ein. Da hat man keine Möglichkeit mehr mit Studium in den Tarif Bereich zu kommen. AT bedeutet schon lange keine Auszeichnung mehr bzw. ÜT.

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WiWi Gast

Probezeit & massig Überstunden

WiWi Gast schrieb am 15.05.2019:

Und hier hat man den Hauptgrund, wieso man sich gut überlegen sollte vom Tarifband in AT zu wechseln, solange dass Angebot nicht sehr gut ist oder man entsprechende Perspektive hat

Viele Unternehmen stellen ja nur noch Master Absolventen als AT ein. Da hat man keine Möglichkeit mehr mit Studium in den Tarif Bereich zu kommen. AT bedeutet schon lange keine Auszeichnung mehr bzw. ÜT.

Blödsinn, ich kenne viele Unternehmen die Master-Absolventen weit unter AT einstellen und das kann ich wie weiter oben auch nur empfehlen. Ich komme als Tarifkraft auf 85k bei 38h Woche... Überstunden gibt es kaum und 42 Tage Urlaub. Als AT wäre das ein ganz anderes Bild für etwas mehr Geld... aber will man das??

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WiWi Gast

Probezeit & massig Überstunden

AT heißt nicht ÜT!
Gibt einige die in IGM Läden AT sind aber NICHT ÜT.
Wie die das vor dem Betriebsrat verkaufen wüsste ich auch gerne...

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WiWi Gast

Probezeit & massig Überstunden

WiWi Gast schrieb am 16.05.2019:

WiWi Gast schrieb am 15.05.2019:

Und hier hat man den Hauptgrund, wieso man sich gut überlegen sollte vom Tarifband in AT zu wechseln, solange dass Angebot nicht sehr gut ist oder man entsprechende Perspektive hat

Viele Unternehmen stellen ja nur noch Master Absolventen als AT ein. Da hat man keine Möglichkeit mehr mit Studium in den Tarif Bereich zu kommen. AT bedeutet schon lange keine Auszeichnung mehr bzw. ÜT.

Blödsinn, ich kenne viele Unternehmen die Master-Absolventen weit unter AT einstellen und das kann ich wie weiter oben auch nur empfehlen. Ich komme als Tarifkraft auf 85k bei 38h Woche... Überstunden gibt es kaum und 42 Tage Urlaub. Als AT wäre das ein ganz anderes Bild für etwas mehr Geld... aber will man das??

Wieso Blödsinn? In unserem DAX30 werden Uniabsolventen nur AT eingestellt. ca. 55 - 65k Start Jahresgehalt - Danach Anpassung auf das Zielgehalt von ca. 90k innerhalb von 5 Jahren. mit den unbezahlten Überstunden der jungen Leute ist das wirklich lukrativ. Tarif ist nur noch für Ausbildung und Bachelor FH mit entpsrechenden Jobbeschreibungen vorgesehen. Dort bekommt ein erfahrener Mitarbeiter auch 85k bei 37,5h. Mit Überstunden.

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