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Re: Teilzeit arbeiten mit 30 Jahren?

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WiWi Gast

Teilzeit arbeiten mit 30 Jahren?

Ich schreibe hier ins Forum, auch wenn es keine "Berufseinstiegsthema" ist.

Ich bin männlich, 30 Jahre und arbeite in seit ein paar Jahren in einem DAX-Unternehmen. Es gibt Tage an denen macht mir die Arbeit Spaß und es gibt Tage an denen macht sie mir weniger Spaß. Mit den Kollegen komme ich gut aus und die Bezahlung, sowie die Freiheiten, die ich habe, schätze ich. Den Job würde ich wohl nur gegen wenige tauschen. Ich habe vorher auch schon in einem anderen Unternehmen "karrieremäßig" gearbeitet und weiß daher das für mich ruhige "Industriebeamtenleben" zu schätzen.

Was mir zu schaffen macht, ist das "im Büro sitzen". Ich war nie jemand, der gerne viel gearbeitet hat. Im Studium war ich einer, die lieber in wenig Zeit die 2 mitgenommen haben, als viel Zeit für die 1 zu investieren. Bei Sonne im Biergarten sitzen hat mir immer mehr gegeben, als das Karrieregefasel.

Daher überlege ich Teilzeit zu arbeiten. Mein Arbeitgeber ermöglicht mir z.B. auch auf 90% zu reduzieren, also alle 2 Wochen einen Tag frei zu haben. Einmal beantragt ist der Weg zurück allerdings fast unmöglich. Für 90% muss die Arbeit reduziert werden, für mehrer Reduzierungen wird dann eine neue Kraft eingestellt und es ist offiziell dann keine Arbeit mehr da, falls ich wieder die Arbeitszeit erhöhen möchte. Karriereambitionen habe ich keine und meine nächsten Gehaltserhöhungen erhalte ich trotzdem (anteilig). Das Geld, welches ich mit 90% verdienen werde, reicht mir dicke.

Sollte ich mir die Freiheit rausnehmen und Teilzeit aus der Laune heraus beantragen oder habe ich etwas in der Gleichung nicht berücksichtigt?

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WiWi Gast

Re: Teilzeit arbeiten mit 30 Jahren?

Ich finde das ist ein legitimer und nachvollziehbarer Gedanke.

Meine Frage in dem Zusammenhang ist, wieviele Stunden den 100% Arbeitszeit sind?

Wenn du tatsächlich dann alle 2 Wochen einen zusätzlichen freien Tag hast musst du trotzdem 9 von 10 Tagen "voll" arbeiten, also gewinnst du an den 9 von 10 Tagen keine zusätzliche Zeit. Deshalb wäre eine tägliche Reduzierung um Zeit X vielleicht sinnvoller.
Wie ist die Überstundenregelung bei Euch gestaltet?
Vielleicht wäre Tele-Arbeit auch ein Weg? Dann sparst du dir immerhin die Fahrzeit.

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DAX Einkäufer

Re: Teilzeit arbeiten mit 30 Jahren?

Was spricht gegen Teilzeit, wenn Du einen unbefristeten Vertrag hast? Ich verstehe die 90% nicht, denn normalerweise findet Teilzeit zwischen 50% und 80% statt, aber wenn Du die Reduzierung tatsächlich wahrnehmen kannst, dann sehe ich keine Argumente dagegen. Steuerlich bleiben sogar mehr als 90% vom Netto.

Eine Reduktion jeden Tag stelle ich mir viel schwieriger vor. Du arbeitest ja nicht jeden Tag 7 Stunden und dann nur noch 6,3 Stunden, denn Du bist in denselben Sitzungen, derselben Organisation und demselben sozialen Umfeld. Da geht man nicht so einfach jeden Tag um 16.18 Uhr statt um 17.00 Uhr. Und von den 42min hast Du auch kaum was.

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WiWi Gast

Re: Teilzeit arbeiten mit 30 Jahren?

Aus meiner Sicht gibst Du Dir die Antwort doch selber.

Geldmäßig sollte das kein Problem sein: 10% weniger Brutto heißt 4% weniger Netto. D.h. Du verdienst nun anstatt 3000netto noch irgendwas zwischen 2850 und 2900.

Das andere ist wichtiger: Jetzt hast Du Lust auf Freizeit. Auch wenn Du mit 40 den Drang nach Karriere verspüren solltest, hast Du ihn Dir mit diesem Schritt mit ziemlicher Sicherheit verbaut.

Das mit dem "täglichen Reduzieren der Arbeitszeit" wäre wirklich der königsweg, aber - wie soll das gehen?
Jeder, der eine Zeit lang arbeitet, weiß: Man wird eigentlich nicht bezahlt für die Ergebnisse (was ist das überhaupt bei einem Bürojob?).

Tatsächlich wird man in einem Konzern für die Verfügbarkeit bezahlt: Man wird dafür bezahlt, um für den Chef verfügbar zu sein. Und verfügbar bist Du nunmal nicht, wenn Du im Biergarten sitzt.

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WiWi Gast

Re: Teilzeit arbeiten mit 30 Jahren?

Eine tägliche Reduktion halte ich für problematisch, wenn es so gering ist. Dann ist man gefühlt fast noch Vollzeitmitarbeiter und wird auch oftmals so gesehen, sprich, wenn am Nachmittag noch ein wichtiges Thema reinkommt, dann sitzt man eben trotzdem länger. Wahrscheinlich wird man auch immer etwas komisch angesehen, wenn man das Dreiviertelstündchen eher geht als andere. Ich würde in dem Fall deshalb den vollen Tag klar bevorzugen, bzw. wenn das Thema sowieso über die Gleitzeit geht, normal arbeiten und eben nach Belieben immer mal wieder frei nehmen, vielleicht auch mal nur einen halben Tag.

Frage:
Ist absehbar, dass das aktuelle Einkommen auch zukünftig reicht, bzw. dass du nicht nochmal "Gas geben" willst? Du bist 30, vielleicht steht mit 40 mal der Hausbau an und dann wäre der eine oder andere Euro mehr sehr willkommen. Solche Sachen sollten auf jeden Fall klar sein.

antworten
WiWi Gast

Re: Teilzeit arbeiten mit 30 Jahren?

...Teilzeit Arbeiten IN 30 Jahren......... vielleicht...

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DAX Einkäufer

Re: Teilzeit arbeiten mit 30 Jahren?

"Das andere ist wichtiger: Jetzt hast Du Lust auf Freizeit. Auch wenn Du mit 40 den Drang nach Karriere verspüren solltest, hast Du ihn Dir mit diesem Schritt mit ziemlicher Sicherheit verbaut."

Ach was. Wenn eine Firma jemanden haben will und nur genau dieser eine Mitarbeiter die richtige Erfahrung mitbringt, dann werden plötzlich Welten bewegt. Dann ist es völlig egal, ob der mal Teilzeit gemacht hat.

Ich fürchte allerdings, dass der Threadersteller nicht zu diesen Leuten gehört bzw. gehören will. Aber deshalb ist das ganze noch weniger kritisch.

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WiWi Gast

Re: Teilzeit arbeiten mit 30 Jahren?

Wie ich in meinem Kommentar eben schrieb, ist die Frage des Geldes ist hier absolut nebensächlich. Wenn die Frage einer Hausfinanzierung von 150 Euro mehr oder weniger Netto im Monat abhängt, dann sollte man es bleiben lassen.

Wie oben schon beschrieben ist die Frage nach der Karriere oder den Entwicklungsmöglichkeiten ist hier die einzig entscheidende!

Lounge Gast schrieb:
(...)

Frage:
Ist absehbar, dass das aktuelle Einkommen auch zukünftig
reicht, bzw. dass du nicht nochmal "Gas geben"
willst? Du bist 30, vielleicht steht mit 40 mal der Hausbau
an und dann wäre der eine oder andere Euro mehr sehr
willkommen. Solche Sachen sollten auf jeden Fall klar sein.

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WiWi Gast

Re: Teilzeit arbeiten mit 30 Jahren?

"Ach was. Wenn eine Firma jemanden haben will und nur genau dieser eine Mitarbeiter die richtige Erfahrung mitbringt, dann werden plötzlich Welten bewegt. Dann ist es völlig egal, ob der mal Teilzeit gemacht hat."

Absolut richtig, genau so läuft es. Bei uns kamen Leute aus dem Mutterschutz und anschließender Teilzeit zurück und sind direkt Manager geworden. Weil weit und breit niemand "brauchbares" zu finden war.

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WiWi Gast

Re: Teilzeit arbeiten mit 30 Jahren?

Finde deinen Post extrem sympatisch.

Was spricht schon dagegen, wenn du - und so klingt es - ziemlich sicher weißt, was du willst bzw. was du nicht willst.

Ich werde vermutlich bald vor ähnlichen Fragen stehen, wenn in 1-2 Jahren die Familiengründung ansteht.
Eigentlich möchte ich dann auch ein paar Monate in Vaterzeit gehen - aber ich vermute, dass alleine das direkt zum "Karriereverweigerer"-Stempel führt. Aber dann sei es eben drum.

Gruß

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WiWi Gast

Re: Teilzeit arbeiten mit 30 Jahren?

Hört sich gut an. Ich würde aber lieber Überstunden abfeiern, falls das möglich ist.

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WiWi Gast

Re: Teilzeit arbeiten mit 30 Jahren?

Danke euch für die vielen sinnvollen Beiträge soweit.

Mein Vertrag ist unbefristet und Überstunden können/müssen abgefeiert werden. Ich kann jeden Monat entscheiden, ob ich steche oder meine Arbeitszeit ohne Erfassung frei einteile. HomeOffice würde ich auch sehr gerne machen, geht aber nur in Ausnahmefällen (Handwerker sind da, Kind krank...). Generell 2-3 Tage im Monat leider momentan nicht möglich. Die Karriereambitionen sind tatsächlich nicht so krass bei mir ausgeprägt. Gerne würde ich noch mehr Verantwortung übernehmen, aber nie zu Lasten meiner Freizeit. Auch möchte ich auf keinen Fall direkte Personalverantwortung haben.

Wenn, dann möchte ich definitiv einen freien Tag alle 2 Wochen und nicht täglich weniger Zeit anwesend sein. Dann spare ich mir 14tägig den Weg zur Arbeit, kann ausschlafen usw. Auch ist das einfacher den Kollegen gegenüber zu kommunizieren. Es gibt hier auch einige Kollegen, die das so machen (wenn auch eher die Älteren; deswegen meine Frage).

Hat jm hier vielleicht sogar Erfahrung mit Teilzeit in jungen Jahren (ohne Mutter zu sein, sondern einfach der "Lust" wegen)?

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WiWi Gast

Re: Teilzeit arbeiten mit 30 Jahren?

Habe selbst ebenfalls mit 30 9 Monate lang Teilzeit gearbeitet (60%). Das war nicht geplant und hat sich bei mir durch Zufall ergeben - habe meine Stelle gekündigt ohne etwas neues zu haben. Direkt als ich raus bin hat sich meine Teamleitung (kleines Team, 6 MA und davon 2 Halbtagsmütter) das Bein sehr kompliziert gebrochen und ist für mehrere Monate ausgefallen. Hab dann nen Anruf bekommen ob ich nicht Lust hätte in Teilzeit wieder zu kommen bis ich was neues hab oder meine Stelle nachbesetzt ist. Gehalt war dann pro Stunde statt fix - netto kam aber abzüglich Anfahrtskosten das selbe raus wie vorher bei 100%. Hatte dann daher keine Eile was zu suchen und habs mir 9 Monate gut gehen lassen mit 3 Tagen pro Woche.

Am Ende hab ich mir ein Zeugnis geben lassen für die Gesamte Zeit (Die Zeit in Vollzeit plus die in Teilzeit) und da steht nichts davon drin, dass ich ne Weile nur in Teilzeit da war. Also für mich lief das absolut perfekt. War aber sicherlich nen Einzelfall der so nicht immer übertragbar ist.

Was ich allerdings sagen kann - ich hatte dadurch keinerlei Nachteile, auch nicht im Unternehmen selbst. Bin dann tatsächlich im selben Unternehmen geblieben, nur in nem anderen Bereich. Mein damaliger Chef hat mich auf ne neu geschaffene Stelle vermittelt. Demnach wurde mir diese Teilzeit-Sache auch von der Führungsetage nicht krum genommen.

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WiWi Gast

Re: Teilzeit arbeiten mit 30 Jahren?

Soso. Da hockt einer / eine in einem Dax-Unternehmen und hat womöglich täglich solche abstrusen Gedanken anstatt etwas zu schaffen bzw das Unternehmen zu stärken. Unternehmer? Nee sondern --> Unterlasser

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WiWi Gast

Re: Teilzeit arbeiten mit 30 Jahren?

Worin sieht das Unternehmen eigentlich den Sinn einer 10%-Reduzierung? Die Entlastung für Mitarbeiter dürfte minimal sein und gleichzeitig müssen weitere Mitarbeiter eingestellt werden, was in der Tendenz den Verwaltungs- und Koordinationsaufwand erhöht.

Bei einem kleinen Unternehmen würde ich mich auf so ein Modell eh nicht einlassen, da die Arbeit wahrscheinlich gleich bleiben würde, man aber nur 90% des Gehalts bekommen würde :=)

Wenn man keinen guten Grund für Teilzeit hat, würde ich lieber normal arbeiten. Wenn man das Geld nicht braucht, kann man ja früher in Rente gehen (vorher in Eigentumswohnung investieren etc.). Das macht sicherlich mehr Sinn.

Denn das "Drumherum" wie die Anfahrtswege, die Weiterbildung, Abstimmungen etc. reduzieren sich in Teilzeit ja meist nicht in gleichem Maße wie die vereinbarte Stundenzahl. Im Endeffekt verdient man in Teilzeit pro Stunde also weniger als in Vollzeit.

Ich habe auch mal ein halbes Jahr in Teilzeit gearbeitet (55%-Stelle). Und im Nachhinein war es vergeudete Zeit. Ich habe weder richtig verdient, noch war ich richtig "frei".

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WiWi Gast

Re: Teilzeit arbeiten mit 30 Jahren?

Hmm, ich würde bei dem Thema nochmal mit Betriebsrat und HR sprechen. Bei uns in IGM ist es so, dass Vollzeit die Stunden auf den Tag berechnet werden, aber bei Teilzeit auf die Woche.

D.h. bei Vollzeit muss man täglich 7h bei einer 35h Woche anwesend sein. Bei z.B. 80% Teilzeit hingegen werden dann 28h in der Woche abgerechnet. Die Einteilung nimmt der Teilzeit-AN mit der Führungskraft vor. Z.B. gibt es hier einen MA, der Fr immer frei hat und jeden zweiten Dienstag und das mit 80% Vertrag. Durch die freie Arbeitszeiteinteilung ist das kein Problem sofern es im Vorfeld klar kommuniziert wird mit dem Chef/den Kollegen.

Ich selbst habe mir auch schon mal überlegt, vielleicht auf 80% zu gehen, das wären bei mir immer noch >70k p.a. Gehalt, weil mich eine 4+3 Tage Woche reizen würde. Aber andererseits macht mir die Arbeit Spass und es gibt auch viel zu tun, so dass Teilzeit derzeit keine Option ist. Alternativ habe ich mir auch überlegt eine 40-45h-Woche von Mo-Do zu erfüllen. Das mache ich sowieso schon, daher macht es mir nichts aus und den Fr frei haben wäre ein guter Ausgleich. Aber leider habe ich viel mit Kunden zu tun und da ist ein freier Fr eben schwierig. So wie ich mich kenne, würde ich dann doch das Geschäftshandy in die Hand nehmen :(.

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WiWi Gast

Re: Teilzeit arbeiten mit 30 Jahren?

erst mal: sehr löblich, dass das hier im Forum sachlich diskutiert wird und nicht gleich irgendwelche Trollbeiträge kommen.

Hier meine Erfahrungen.
Bin 32, 39h Woche, 30 Urlaubstage, 70k Brutto bei 100%, in meinem Fall also rund 3300 netto.
Hab Ende letzten Jahres mit meinem Teamleiter gesprochen und den Vorschlag gemacht 2016 auf 90% zu gehen (etwas über 3000 netto jetzt). Bei uns ist das Modell möglich, dass man 100% arbeitet, also 39h Woche, und die Differenz in zusätzlichen Urlaubstagen bekommt.
Also 30*90%=27 Tage wegen Teilzeit plus 26 Tage (bei 80%=vier-Tage-Woche, also 52 Tage frei im Jahr, bei 90% 52/2=26) macht also 53 Urlaubstage p.a.

Mein Vorschlag war, dass ich mir in der Regel freitags Urlaub nehme. Er erinnerte mich dann daran (wusste das nicht), dass das Gesetz vorsieht, dass man zwei Wochen (idR 10 Werktage) am Stück Urlaub nehmen muss (!) und normal Urlaub machen will ich ja auch trotzdem. Bleiben also 43 Urlaubstage nebst einem zwei-Wochen-Urlaub.

Da ich ohnehin keinen Urlaub nehmen kann, wenn mein Kollege Urlaub nimmt (Vertreterregelung) bzw. idealerweise auch nicht, wenn er krank wird (und das passiert mit kleinem Kind häufiger als man denkt) und wenn man dann dran denkt, dass manche Wochen eh "kurz" sind (Karfreitag offensichtlich, aber auch andere Feiertage. Wenn Montag Feiertag ist, muss ich nicht Freitag wieder frei nehmen) sowie dass ich überhaupt kein Problem damit habe eben auch mal freitags zu kommen, wenn gerade ein Projekt kurz vor dem Abschluss steht oder so, dann kommt man (ich) mit gut 40 Urlaubstagen faktisch das Jahr über auf eine vier-Tage-Woche obwohl mal nicht auf 80% reduziert hat, sondern nur auf 90% und netto ist es wie hier ja auch schon angemerkt wurde noch mal etwas weniger auf das man verzichtet.
Zu dem ist man flexibel eben doch einen längeren oder einen zweiten Urlaub zu machen und halt einen Monat freitags zu kommen oder so.

Dazu kommt noch, dass es sowieso eine Gleitzeitregelung gibt. Der eine oder andere Tag mehr (als Gleitzeittag) kommt also ohnehin noch dazu. Nicht genommener Urlaub kann bei uns ins kommende Jahr mitgenommen werden und erst noch ein Jahr später würde er verfallen. Bei der Blockteilzeitregelung wird dann nicht genommener Urlaub aber ins Gleitzeitkonto gebucht, so dass man noch ein Jahr mehr Zeit hat.

Mein Teamleiter hatte kein Problem damit. Ist eine flexible Lösung (weil eben nicht stur vier Tage Woche und jeden Freitag nicht da, sondern ich sag in der Teambesprechung monatgs an, dass ich Freitag Urlaub nehme - wovon er aber auch ausgeht - und meine Vertretung da ist bzw. das mit ihr geklärt ist) und man hat gegenseitig genug Vertrauen, dass das eben mit Augenmaß genutzt wird. Also nicht nach dem Motto "ha! Es liegt gerade unangenehme Arbeit an, die vielleicht auch noch genau mein Sachgebiet und zeitkritisch ist, da nehm ich besser mal frei oder bin krank"...

Ich denke es kommt sehr auf die Teamstimmung und die Arbeitsatmosphäre an, wie das aufgenommen wird. Bei uns herrscht generell eine sehr gesunde work-life-balance. Wenn es dann doch mal mehr gibt, dann ist aber weder unter den Kollegen noch zwischen Chef und Kollegen ein Misstrauen a la "der will jetzt nicht arbeiten und drückt sich" vorhanden.

Das Jahr ist noch jung, aber bislang bin ich sehr glücklich mit dem Modell und es hat mich durchaus auch motiviert für die Arbeit. Es ist eben ein Stück weit ein Vertrauensbeweis und Zeichen einer guten Stimmung, dass sowas geht. Zudem habe ich nach den mehrjährigen Erfahrungen mit Gleitzeittagen und Co nicht die Befürchtung, dass ich faktisch doch jeden Freitag da wäre. Wenns bei uns um Urlaub oder Gleitzeittage geht war vom Chef immer die Ansage: Frag nicht mich, frag deinen Vertreter. Wenn der da ist, ist es mir recht.

Zum Thema Karriere - ist mir egal. Personalverantwortung strebe ich nicht an, mir macht mein Job Spaß (nicht dass ich jetzt vor Freude aus dem Bett springen würde, dass ich zur Arbeit darf, aber ich glaube wenn man nach sechs Jahren im Job noch sagen kann, dass man gerne hingeht, nette Kollegen hat und alles ganz entspannt ist, hinreichend abwechslunsgreich und man in angenehmem Maße Neues lernt, dann ist das schon ganz schön was wert) und das Gehalt ist in Ordnung für quasi null Stress.

Insgesamt sehe ich aber nicht (gibt bei uns viele die in den absurdesten Weisen Teilzeit, Home Office, Elternzeit, Nebentätigkeiten und sonst was kombinieren), dass es bei uns für die Karriere wirklich hinderlich wäre. Also selbst wenn jemand sich dann für Höheres bewirbt. Vor allem in unserer IT sind mega-flexible Modelle in allen Hierarchiestufen gängig und deswegen auch akzeptiert. In anderen Bereichen weniger, aber dennoch. Es kommt eben vor allem drauf an ob man trotzdem noch gute Arbeit abliefert. Home-Office würde ich mir zum Beispiel gar nicht zutrauen.
Man kann aber sicher auch nicht sagen, dass es für eine steile Karriere förderlich wäre. Ich will mal so sagen: In der ganzen Liste weicher Faktoren die für Leute, die aufsteigen wollen wichtig sind (habe ich sichtbare Projekte, kann ich mit den nächsten Hierarchiestufen gut und und und), liegt die Frage ob man gerade Teilzeit macht hinsichtlich der Bedeutung im unteren Mittelfeld.

So. Länger geworden als ich dachte. Sorry.

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WiWi Gast

Re: Teilzeit arbeiten mit 30 Jahren?

Wie würdet ihr euch entscheiden, wenn ihr wisst, dass das Team evtl in 1-2 Jahren umstrukturiert werden soll? Hätte das Einfluss auf eure Entscheidung?

Wird ein Teilzeitmitarbeiter eher gekündigt, weil man ihm mangelnde Motivation/Leistungswille unterstellt, oder wird eher ein Vollzeitmitarbeiter gekündigt, weil man dann mit einer Kündigung "mehr" einspart?

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WiWi Gast

Re: Teilzeit arbeiten mit 30 Jahren?

"Wird ein Teilzeitmitarbeiter eher gekündigt, weil man ihm mangelnde Motivation/Leistungswille unterstellt, oder wird eher ein Vollzeitmitarbeiter gekündigt, weil man dann mit einer Kündigung "mehr" einspart?"

Das kommt ganz drauf an und kann nie pauschal beurteilt werden. Wenn bereits jetzt absehbar ist, dass im großen Stil umstrukturiert wird und Leute gekündigt werden, dann nutze die Zeit und mach einen Abflug.

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WiWi Gast

Re: Teilzeit arbeiten mit 30 Jahren?

Naja, in größerem Maße wir nicht umstrukturiert, sondern eher das konkrete Team VIELLEICHT verkleinert. Eine andere Stelle im Konzern sollte möglich sein, wir reden nicht von einer kleinen Bude. Die Sache ist eher die, dass ich nicht aus dem Team raus will oder die Wahrscheinlichkeit dahingehend vergrößern möchte.

Hat die Teilzeit evtl. einen Einfluss darauf?

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WiWi Gast

Re: Teilzeit arbeiten mit 30 Jahren?

Ja, hat evtl einen Einfluss. Bringt dich das weiter? ;)

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WiWi Gast

Re: Teilzeit arbeiten mit 30 Jahren?

1 Tag in 2 Wochen - merkst Du das wirklich?
Wenn man seine Zeit gut organisiert, hat man auch bei 100% die Möglichkeit, ab und zu mal zum Biergarten zu gehen. Außerdem hat man ja auch jede Menge Feiertage, 30 Tage Urlaub usw.
Ich würde eher darauf achten, keine Überstunden zu machen und immer rechtzeitig nach Hause zu gehen. Die Überstunden sind der echte Freizeitkiller.

Bei durchschnittlich 3000 netto wären das 300 netto weniger. Lohn sich das?

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WiWi Gast

Re: Teilzeit arbeiten mit 30 Jahren?

"Naja, in größerem Maße wir nicht umstrukturiert, sondern eher das konkrete Team VIELLEICHT verkleinert. Eine andere Stelle im Konzern sollte möglich sein, wir reden nicht von einer kleinen Bude. Die Sache ist eher die, dass ich nicht aus dem Team raus will oder die Wahrscheinlichkeit dahingehend vergrößern möchte. Hat die Teilzeit evtl. einen Einfluss darauf?"

Wird dir hier keiner sagen können. Ich kann nur soviel sagen: Es gibt keine Garantie, dass ein Team, wie es heute besteht in der Zukunft genauso besteht. Vorgesetzten, Teammitglieder, Aufgaben und Atmosphäre können sich ändern. Daher ist es deine Entscheidung zu warten, bis sich dein Umfeld ändert oder du dein Leben in die Hand nimmst und eigene Entscheidungen triffst. Das gilt auch für die Teilzeit. Wenn die Teilzeit hier und jetzt dein großer Wunsch ist dann würde ich nicht wegen irgendwelchen Eventualitäten, die in der Zukunft passieren könnten, darauf verzichten. Hier und jetzt ist es für dich eine gute und richtige Entscheidung, Teilzeit zu machen. Ob diese Entscheidung in ein paar Jahren immer noch gut und richtig für den dann zuständigen Entscheidungsträger ist, wenn das Team dann vielleicht verkleinert wird, steht auf einem anderen Blatt Papier. Das wirst du niemals erfahren. Du kannst jetzt nur eins machen: Eine Entscheidung treffen.

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WiWi Gast

Re: Teilzeit arbeiten mit 30 Jahren?

WiWi Gast schrieb am 05.02.2016:

Ja, hat evtl einen Einfluss. Bringt dich das weiter? ;)#
Ja tut es ;) ;)

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WiWi Gast

Re: Teilzeit arbeiten mit 30 Jahren?

gibt es heute wieder entsprechende Leute die soetwas planen?

antworten
WiWi Gast

Re: Teilzeit arbeiten mit 30 Jahren?

WiWi Gast schrieb am 15.04.2022:

gibt es heute wieder entsprechende Leute die soetwas planen?

Ja, ich
Bin jetzt Anfang 30 und plane sobald Kinder da sind auf 3- oder 4-Tagewoche zu reduzieren und dann aber dauerhaft so beizubehalten.
Frau ebenso.

Würde mich interessieren, wie es dem Topicersteller so ergangen ist.

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WiWi Gast

Re: Teilzeit arbeiten mit 30 Jahren?

Beide auf 3-4 Tage Woche, sobald die Kinder (Mehrzahl) da sind.

Darf ich fragen wie Ihr das finanzieren wollt? Die Kosten steigen, ebenso die Ansprüche und gleichzeitig reduziert Ihr Euer Einkommen um vereinfacht gerechnete 20-40%. Das klingt für mich mehr nach kühnem Plan als nach greifbarer Realität.

antworten
WiWi Gast

Re: Teilzeit arbeiten mit 30 Jahren?

Man darf nicht nur das laufende Einkommen sehen sondern muß stets das Gesamtvermögen betrachten.

Wenn das Gesamtvermögen trotz Einkommensreduktion weiter wächst so ist alles in Ordnung.

antworten
WiWi Gast

Re: Teilzeit arbeiten mit 30 Jahren?

WiWi Gast schrieb am 20.04.2022:

Beide auf 3-4 Tage Woche, sobald die Kinder (Mehrzahl) da sind.

Darf ich fragen wie Ihr das finanzieren wollt? Die Kosten steigen, ebenso die Ansprüche und gleichzeitig reduziert Ihr Euer Einkommen um vereinfacht gerechnete 20-40%. Das klingt für mich mehr nach kühnem Plan als nach greifbarer Realität.

was denn für kosten? wieso sollte man wegen kindern so viel geld brauchen? meine mutter hat mich in den späten 70ern und frühen 80ern mit sehr wenig geld groß gezogen. hat mir dennoch an nichts gefehlt. heute ist nochmal alles viel günstiger als damals. was habt ihr vor, eure kinder mit übertrieben vielen spielsachen und den teuersten kleidern zuhäufen?

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WiWi Gast

Re: Teilzeit arbeiten mit 30 Jahren?

DAX Einkäufer schrieb am 22.01.2016:

Eine Reduktion jeden Tag stelle ich mir viel schwieriger vor. Du arbeitest ja nicht jeden Tag 7 Stunden und dann nur noch 6,3 Stunden, denn Du bist in denselben Sitzungen, derselben Organisation und demselben sozialen Umfeld. Da geht man nicht so einfach jeden Tag um 16.18 Uhr statt um 17.00 Uhr. Und von den 42min hast Du auch kaum was.

Das kommt vermutlich sehr auf die Organisation der Firma an. Bei uns im Konzern hat der gesamte Overhead Vertrauensarbeitszeit. Hier halten sie Teilzeitleute ihre Arbeitszeit deutlich besser ein als ein Vollzeitmitarbeiter, weil man ein Argument hat, wirklich pünktlich seinen Stift fallen zu lassen während bei den Vollzeitmitarbeitern eine gewisse Verfügbarkeit vorausgesetzt wird. 90% würde hier vermutlich eher einer realen Reduktion um 15-20% entsprechen.

WiWi Gast schrieb am 20.04.2022:

Darf ich fragen wie Ihr das finanzieren wollt? Die Kosten steigen, ebenso die Ansprüche und gleichzeitig reduziert Ihr Euer Einkommen um vereinfacht gerechnete 20-40%. Das klingt für mich mehr nach kühnem Plan als nach greifbarer Realität.

Wahrscheinlich kommt das einfach auf die finanzielle Situation an. Wenn man eh einen beträchtlichen Teil sparen kann, spricht ja nichts dagegen. Und die Ansprüche können auch sinken, gerade mit Kindern wird man erstmal eher keine teuren, speziellen Urlaube machen oder 5x im Jahr einen Städtetrip übers Wochenende, Feiern gehen dürfte auch eher selten werden.
Mein Kollege hat mit der Elternzeit dauerhaft auf 15h reduziert. Seine Frau ist Lehrerin, arbeitet Vollzeit, kann sich die Zeit aber natürlich viel besser einteilen. Beide haben dadurch sehr viel Zeit mit den Kindern bzw. auch gemeinsam, das EFH scheint auch finanzierbar zu sein. Solange das so klappt gibt es doch nix besseres.

antworten
WiWi Gast

Re: Teilzeit arbeiten mit 30 Jahren?

Ich arbeite seit ich 28 bin nur noch 4 Tage die Woche (32h). Bei uns in der IT Branche ist das z.B. gar nicht so selten. Solange die ganze Sache planbar ist (mein freier Tag ist z.B. immer Freitags) hatte bisher kaum ein Arbeitgeber bei mir ein Problem damit.

Ich hatte sogar schon Gespräche mit Unternehmen, wo der Wunsch gut ankam. Liegt aber auch daran, dass die Firmen sehr direkt gesagt haben, dass sie wissen, dass die Produktivität Richtung Wochenende meist zu wünschen übrig lässt. Und bei einem Unternehmen wo die Produktivität nicht Stunden sondern Leistungsbasiert ist, bringt Stunden absitzen dem Unternehmen auch nichts. Dann lieber etwas Lohnkosten einsparen.

3 Tage Wochenende ist einfach nochmal eine ganz andere Lebensqualität.

Für mich war das finanziell auch gut verkraftbar. Ich habe vorher bei 40h 8,5k brutto verdient (~4,8k netto) und verdiene jetzt mit 32h 7k brutto (~4k netto). Ich habe mich damals darauf geeinigt, dass ich etwas mehr als 80% des Gehalts bekomme.

antworten
WiWi Gast

Re: Teilzeit arbeiten mit 30 Jahren?

WiWi Gast schrieb am 20.04.2022:

Darf ich fragen wie Ihr das finanzieren wollt? Die Kosten steigen, ebenso die Ansprüche und gleichzeitig reduziert Ihr Euer Einkommen um vereinfacht gerechnete 20-40%. Das klingt für mich mehr nach kühnem Plan als nach greifbarer Realität.

Wenn man es richtig angeht beträgt der Einkommensverlust 0% oder man verdient sogar mehr, trotz Reduktion. Ich würde empfehlen eine Reduktion der Arbeitszeit immer mit der Gehaltsverhandlung zusammenzulegen. Beispiel: Beförderung steht an, +20-30% Gehalt. 30% fordern, dann kann man immer noch sagen man bleibt beim aktuellen Gehalt, arbeitet dafür einen Tag weniger. Kenne einige Kollegen bei denen das genau so funktioniert hat. Viele (gute) Arbeitgeber machen da mit. Eins sollte einem nämlich klar sein: wenn man seine Arbeitszeit verkürzt werden die restlichen 20% der fehlenden Zeit nicht auf die Kollegen aufgeteilt, es wird einfach erwartet dass man sein Zeug in 4 Tagen erledigt bekommt :) Deswegen würde ich bei einer Arbeitszeitreduktion niemals eine Lohnkürzung hinnehmen.

antworten
WiWi Gast

Re: Teilzeit arbeiten mit 30 Jahren?

Ich arbeite in einem IGM Konzern (IT-Bereich) 35h und habe diese auch auf 4 Tage verteilt. Gar kein Stress. In Zukunft möchte ich weiter reduzieren.

WiWi Gast schrieb am 20.04.2022:

Ich arbeite seit ich 28 bin nur noch 4 Tage die Woche (32h). Bei uns in der IT Branche ist das z.B. gar nicht so selten. Solange die ganze Sache planbar ist (mein freier Tag ist z.B. immer Freitags) hatte bisher kaum ein Arbeitgeber bei mir ein Problem damit.

Ich hatte sogar schon Gespräche mit Unternehmen, wo der Wunsch gut ankam. Liegt aber auch daran, dass die Firmen sehr direkt gesagt haben, dass sie wissen, dass die Produktivität Richtung Wochenende meist zu wünschen übrig lässt. Und bei einem Unternehmen wo die Produktivität nicht Stunden sondern Leistungsbasiert ist, bringt Stunden absitzen dem Unternehmen auch nichts. Dann lieber etwas Lohnkosten einsparen.

3 Tage Wochenende ist einfach nochmal eine ganz andere Lebensqualität.

Für mich war das finanziell auch gut verkraftbar. Ich habe vorher bei 40h 8,5k brutto verdient (~4,8k netto) und verdiene jetzt mit 32h 7k brutto (~4k netto). Ich habe mich damals darauf geeinigt, dass ich etwas mehr als 80% des Gehalts bekomme.

antworten
WiWi Gast

Re: Teilzeit arbeiten mit 30 Jahren?

Ich bin 32 Jahre alt, im strategischen Einkauf tätig und arbeite seit 2019 nur noch 20 Stunden pro Woche in meinem alten Job. Bei mein Arbeitgeber läuft es schon länger nicht mehr so gut. Meine Dienste werden zwar gebraucht, allerdings nicht mehr 40 Stunden pro Woche.

Und statt die anderen 20 Stunden in der Woche in einer anderen Abteilung zu verbringen habe ich mich selbstständig gemacht. Nach Absprache mit meinem Arbeitgeber versteht sich. Ich biete jetzt Einkaufsdienstleistungen an und nutze mein vorhandenes Wissen und meine Kontakte.

Man muss sich vorher halt gut überlegen, wie man die "Teilzeit" finanzieren will/kann.
Meine Freundin war zu Anfang nicht so begeistert davon. Mittlerweile sieht sie aber, dass die Selbstständigkeit bei mir mittlerweile mehr abwirft als mein regulärer Job.

antworten
Der Einkäufer

Re: Teilzeit arbeiten mit 30 Jahren?

WiWi Gast schrieb am 21.04.2022:

Ich bin 32 Jahre alt, im strategischen Einkauf tätig und arbeite seit 2019 nur noch 20 Stunden pro Woche in meinem alten Job. Bei mein Arbeitgeber läuft es schon länger nicht mehr so gut. Meine Dienste werden zwar gebraucht, allerdings nicht mehr 40 Stunden pro Woche.

Und statt die anderen 20 Stunden in der Woche in einer anderen Abteilung zu verbringen habe ich mich selbstständig gemacht. Nach Absprache mit meinem Arbeitgeber versteht sich. Ich biete jetzt Einkaufsdienstleistungen an und nutze mein vorhandenes Wissen und meine Kontakte.

Man muss sich vorher halt gut überlegen, wie man die "Teilzeit" finanzieren will/kann.
Meine Freundin war zu Anfang nicht so begeistert davon. Mittlerweile sieht sie aber, dass die Selbstständigkeit bei mir mittlerweile mehr abwirft als mein regulärer Job.

Freelancer? Beißt sich das nicht mit deinem AG? Netzwerk und so?
Habe ich mir auch überlegt, meine Skills und Netzwerk sind viel zu gut um die bei einem AG in VZ einzubringen, unabhängig von der Bezahlung.
Würde das auch gern nebenbei machen, aber das beißt sich mit meinem AG :(

antworten
WiWi Gast

Re: Teilzeit arbeiten mit 30 Jahren?

WiWi Gast schrieb am 21.04.2022:

Freelancer? Beißt sich das nicht mit deinem AG? Netzwerk und so?

Nein, für meinen Arbeitgeber passt das. Am Anfang war ich als Einzelunternehmer tätig und habe auf Provisionsbasis die gesuchten Lieferanten ausfindig gemacht.

Seit Anfang des Jahres kaufe ich mittlerweile Waren selber ein und verkaufe diese mit einem entsprechenden Gewinn weiter. Ist für mich deutlich lukrativer. Allerdings werde ich hierfür wohl im Laufe des Jahres eine GmbH gründen müssen. Mein Arbeitgeber hat mir dazu vor zwei Tage auch sein ok gegeben.

Ich mache meinem Arbeitgeber auch keine Konkurrenz. Und deren Meinung nach leidet meine Arbeitsleistung auch nicht unter der Selbstständigkeit.

Wir greifen halt nur auf die gleichen Lieferanten zu.

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Immer mehr Frauen arbeiten Teilzeit

Ein graues Schild mit einem Symbol für eine Damentoilette.

Im Jahr 2014 waren elf Millionen Frauen teilzeitbeschäftigt, das sind doppelt so viele wie 1991. Auch der Anteil der Frauen an den Beschäftigten ist seit 1991 gestiegen und zwar um fünf Prozentpunkte. Damit war 2014 fast die Hälfte aller Beschäftigten weiblich. Das geht aus einer Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) zur Entwicklung der Erwerbs- und Arbeitszeitmuster seit der Wiedervereinigung hervor.

Ungenutztes Arbeitskräftepotenzial: 6,7 Millionen Menschen wollen mehr Arbeit

Ein verschnörkeltes Schild mit der Aufschrift: Arbeit ist des Bürgers Zierde.

Im Jahr 2012 wünschten sich rund 6,7 Millionen Menschen im Alter von 15 bis 74 Jahren Arbeit oder mehr Arbeitsstunden. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) auf der Grundlage der Arbeitskräfteerhebung weiter mitteilt, setzt sich dieses ungenutzte Arbeitskräftepotenzial aus 2,3 Millionen Erwerbslosen, 1,1 Millionen Personen in Stiller Reserve und insgesamt 3,3 Millionen Unterbeschäftigten zusammen.

Vier von fünf Frauen im mittleren Management fordern flexiblere Arbeitszeiten

Um Familie und Karriere besser in Einklang zu bringen, wünschen sich Frauen im mittleren Management in erster Linie flexiblere Arbeitszeiten. 81 Prozent der Mittelmanagerinnen sehen in beweglichen Arbeitszeitmodellen die größte konkrete Hilfe noch vor mehr Führungspositionen in Teilzeit und verbesserten Betreuungsangeboten für Kinder.

Ungenutztes Arbeitskräftepotenzial im Jahr 2011 bei 7,4 Millionen Menschen

Im Jahr 2011 wünschten sich nach Ergebnissen der Arbeitskräfteerhebung rund 7,4 Millionen Menschen im Alter von 15 bis 74 Jahren Arbeit oder mehr Arbeitsstunden.

Teilzeitquote von Frauen in Deutschland deutlich über EU-Durchschnitt

Erwerbstätige Frauen in Deutschland arbeiten im Vergleich zu Frauen in anderen EU-Ländern überdurchschnittlich häufig in Teilzeit. Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, waren 2010 in Deutschland insgesamt 69,6 Prozent der 20- bis 64-jährigen Frauen erwerbstätig.

Immer mehr Menschen arbeiten in Teilzeit

Auf dem Gepäckträger eines abgestellten Fahrrads hängen zwei rote Taschen mit Zeitungen.

In Deutschland ist im letzten Jahrzehnt zwar die Zahl der Erwerbstätigen deutlich gewachsen, doch die Arbeitsstunden sind nicht mehr geworden. Das Beschäftigungswachstum kam allein durch einen Zuwachs bei den Teilzeitarbeitsplätzen zustande. Deren Zahl ist um etwa 40 Prozent gestiegen.

Statistik: Atypische Beschäftigung

Was beschreibt der Indikator "Atypische Beschäftigung"?

Arbeitsmarktstudie - Immer weniger traditionelle Beschäftigungsverhältnisse

Ausbildung, Handwerk,

Die Zahl der traditionellen Beschäftigungsverhältnisse ist in Deutsch­land seit 2001 im internationalen Vergleich stark zurückgegangen. Dagegen nahm der Umfang von Teilzeitjobs und befristeter Beschäftigung deutlich zu. Dies zeigt eine Studie der Bertelsmann Stif­tung, die gemeinsam mit dem Forschungsinstitut zur Zukunft der Arbeit (IZA) erstellt wurde.

Immer mehr Vollzeit-Jobs werden abgebaut

Ein Glas Sekt vor schwarzem Hintergrund.

Bei den Vollzeitbeschäftigten war im dritten Quartal 2009 ein Rückgang von 1,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr zu verzeichnen, berichtet das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB). Im zweiten Quartal lag der Rückgang gegenüber dem Vorjahr erst bei 0,8 Prozent.

Teilzeitarbeit fördert Flexibilität und Produktivität

Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung: Unter Ertragsgesichtspunkten wird Teilzeitarbeit von Unternehmen als vorteilhaft eingeschätzt. Unter reinen Kostengesichtspunkten beurteilen sie Teilzeit dagegen sehr unterschiedlich.

Informationsportal zur Teilzeitarbeit

Teilzeitarbeit

Das Portal »Teilzeit-Info« des Bundesministeriums für Wirtschaft und Arbeit (BMWA) informiert rund um die Teilzeitarbeit und bietet darüber hinaus einen Teilzeitgehalts-Rechner.

Burnout: Gut jeder dritte Arbeitgeber ist besorgt um die Mitarbeiter

Burnout: Das Bild zeigt eine übermüdete Mitarbeiterin im Büro.

Ein großer Teil der Fehlzeiten im Büro ist auf psychische Erkrankungen zurückzuführen. Den psychischen Erkrankungen voran geht häufig ein Burnout, ein weit verbreitetes Erschöpfungssyndrom. Unternehmen haben die Bedeutung des Themas bereits erkannt. 39 Prozent der deutschen Führungskräfte rechnen damit, dass es bei ihren Mitarbeitenden dieses Jahr zu einem Burnout kommen kann. Vor allem Unsicherheit und Mehrfachbelastungen sind Auslöser für einen Burnout am Arbeitsplatz. Dies sind Ergebnisse einer aktuellen Arbeitsmarktstudie von Robert Half.

Antworten auf Re: Teilzeit arbeiten mit 30 Jahren?

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