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Verzicht auf Konsum oder Freizeit?

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WiWi Gast

Verzicht auf Konsum oder Freizeit?

Mir missfällt es, lange arbeiten zu müssen, weil darunter die Gesundheit leidet und weil man nichts von seiner Jugend hat. Wer lange arbeitet, hat keine Zeit mehr für Freunde, kann keinen Sport mehr treiben oder auf seine Ernährung achten.

Wofür kann man Geld ausgeben?
Eigentumswohnung / Haus, Auto, Reisen, Familie, Mode, Restaurantbesuche

Das wars. Viel mehr kann man sich nicht kaufen. Viele Dinge kauft man nur, um "mithalten" zu können. Wenn Nachbarn, Bekannte oder ehemalige Klassenkameraden ein dickes Auto haben, in den Urlaub fahren usw. muss ich das auch haben, denke ich mir oft und ärgere mich.

Viele Leute verprassen ihr Geld auch sinnlos. Sinnlos ist es dann, wenn mein Ärger über die Mehrarbeit größer ist als mein Zugewinn durch den zusätzlichen Konsum. Oder andere sparen ihr Geld, werden dann arbeitslos und müssen erstmal ihre Ersparnisse aufbrauchen, bevor sie Anspruch auf ALG haben. Sparen ist also auch nicht zu empfehlen.

Mir kommt es so vor, dass viele Leute nur deshalb so lange arbeiten, weil sie Angst davor haben, arbeitslos zu werden. Und wenn man im BWL-Bereich erstmal einige Monate arbeitslos war, weil man nicht sofort wieder eine neue Stelle gefunden hat, wird es sehr schwer, wieder in den ersten Arbeitsmarkt zu kommen. Ist das nicht Ausbeutung? Was nutzt einem da dann der Firmenwagen oder das "schöne" Hotel?

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WiWi Gast

Re: Verzicht auf Konsum oder Freizeit?

Recht hast du!

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WiWi Gast

Re: Verzicht auf Konsum oder Freizeit?

Wofür kann man Geld ausgeben?
Du hast den Lebensunterhalt vergessen: Miete, Nahrung, Kleidung, Altersvorsorge.

In der Tat macht es mir Angst, plötzlich arbeitslos zu sein und meine Familie nicht mehr versorgen zu koennen. Das koennte auch die Arbeitsmotivation von vielen anderen Menschen gewesen sein (vermutlich auch schon vor 200.000 Jahren).

Ist das nicht Ausbeutung?
Nenn es wie du willst. Wer nicht gerade Millionär ist, der sollte lieber versuchen, seinen Job zu behalten.

Was ist denn nun eigentlich deine Frage bzw. deine These? Lange Arbeiten schuetzt vor Arbeitslosigkeit? Materielle Werte sind irrelevant? Das System ist krank und korrupt und sollte durch eine kommunistische Räterepublik ersetzt werden?
Du musst schon etwas konkreter werden.

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WiWi Gast

Re: Verzicht auf Konsum oder Freizeit?

bravo, warum hast Du nicht Philosophie studiert?
Naja Du hast schon recht, das Problem ist das die meisten erst drauf kommen wenn Sie Mitten drin sind in der "großen Karriere", meist kommt es dann wie es kommen muss, die Frau und die Kids sind weg, wen überhaupt welche da waren....die Kohle geht für Unterhalt und Gericht drauf....und schwups sthet man mit eiem Bein im Altersheim und denkt..hmm hätte ich nochmla die Chance würde ich mein Leben sinnlos in irgenwelchen Hotels,Büros und Meetings vergeuden nur um mir dann irgendeinen Orden wie "Abteilungsleiter" anzuheften oder das ganz dicke Auto zu fahren dass mich eh nur von A nach B bringt.....naja die wenigen die es begreiffen mögen darüber lachen

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WiWi Gast

Re: Verzicht auf Konsum oder Freizeit?

Wohnungseinrichtung, Elektronik (PC, Notebook, Handy, Flatscreen, Blu-Ray Player, etc.), Haushaltsgeräte (Kühlschrank, Waschmaschine, Trockner, etc.), Geldanlagen für das Alter, Feiern gehen (Taxi, Cocktails, Essen, Taxi), Gärtner, Haushaltshilfe, Kindermädchen/Au-Pair, Hobbys (Fitnessstudio, Vereine, Golfausrüstung, ...), Bücher, DVDs, BluRays, ein Klavier (10.000 EUR!!), Theater, Oper

Und ich reise doch nicht nur, weil das andere auch machen. Maaaan!

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WiWi Gast

Re: Verzicht auf Konsum oder Freizeit?

schau dir zu diesem thema zwei filme an...
...die werden dieses thema umfassend bewerten...
findest beide in youtube...
"HOME" und "Lets make money."

lg von einem weiteren freidenker...
...davon gibts nicht viele...
der großteil ist von gesellschaftlichen wertevorstellungen geprägt und nicht stark genug ein eigenes ich aufzubauen und auch zu leben...

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WiWi Gast

Re: Verzicht auf Konsum oder Freizeit?

Ich sehe diese Problematik etwas emotionsloser.

Arbeite in einem 60-70 Stundenjob,
genieße dadurch selbstverständlich Privilegien wie
Firmen-PKW, Handy, Homeoffice, Prämien etc.

jedoch muss man ganz klar sagen -
Arbeitszeit ist von Montag bis Freitag, Wochenende ist absolut FREI.

Bei mir funktionierts so.

VG

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WiWi Gast

Re: Verzicht auf Konsum oder Freizeit?

Geld verdienen ist das eine, Gesundheit das andere...

Es muss immer im Verhältnis stehen, was man arbeitet und Verdient...

Andere verdienen weniger, leben dafür gesünder und ruhriger...

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WiWi Gast

Re: Verzicht auf Konsum oder Freizeit?

sich an den strassenrand zu setzen und auf almosen zu warten ist keine alternative.
grundsätzlich arbeitet man mal um den lebensunterhalt zu finanzieren und nicht für den konsum unnötiger dinge.
als akademiker ist der notwendige lebensunterhalt recht schnell verdient, was man dann macht kommt drauf an. wer mehr will arbeitet mehr und kann sich davon eben mehr leisten. andere sagen sich freizeit ist wichtiger und arbeiten eben teilzeit um sich etwas anderem zu widmen. wer nur auf materielles achtet ist meiner meinung nach ne arme sau. kann alles kaputt gehen, verloren werden, gestohlen werden. hab nen 40Std.wochen -Job, fahr nen gebrauchten polo, wohnungseinrichtung ist überwiegend ikea muss beim einkaufen nicht aufs geld achten und fühl mich wohl. wer nur aufs prestige hin zeug kauft hat eben nen minderwertigkeitskompex und das sind halt auch die die zuerst mit ihrem gut prahlen und dann zu fortgeschrittener stunde bei klassentreffen drüber jammern dass sie keine zeit für die familie haben, der job sie auffrisst, burnout, nur noch "so lange das weitermachen bis was besseres kommt"..."mit 50 geh ich in rente" sagen.

ausserdem ist arbeit auch ne möglichkeit sich geistig zu betätigen, etwas zu erreichen, bestätigung zu erfahren, etwas das spass machen kann, ein soziales umfeld.... lauter immaterielle sachen die mich eher motivieren als geld.

und ehrlich gesagt will ich mich nie auf den staat verlassen müssen alles gleich verpulvern um dann im falle eines falles mit leeren taschen dazustehen wenn ich einen h4 antrag stellen müsste -ne!.

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WiWi Gast

Re: Verzicht auf Konsum oder Freizeit?

ich bin auch ein freidenker außerhalb jeglicher gesellschaftlicher wertvorstellung. ich arbeite als freier berater, soviel ich will, ich kann gut davon leben. ich bin trotzdem sparsam, aber nicht geizig. was andere von mir denken ist mir ziemlch egal, ich habe ein schönes, ausgeglichenes und zufriedenes leben. eine putzfrau und einen firmenwagen habe ich auch auf firmenkosten (eigenes gewerbe). auf porsche und co kann ich getrost verzichten. lebenszeit ist nicht in geld aufzuwiegen!

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WiWi Gast

Re: Verzicht auf Konsum oder Freizeit?

In seinem Job hat man die Möglichkeit sich intellektuell auszutoben und Dinge zu gestalten.

Die Jobs über die wir sprechen sind doch keine stupiden Arbeiten an einer Industriemaschine.

Deshalb sollte man seine Ausbildung dahingehen ausrichten, dass man wirklich das macht was einem Spaß macht, einen interessiert und Freue bereitet. Geld ist da zweitrangig und, wenn nicht anders möglich, Arbeitszeit auch.

Denn wenn ich auf der Arbeit glücklich bin, kompensiert es denn ggf. erhöhten Arbeitseinsatz. Wenn ich meine reguläre Arbeitszeit (

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WiWi Gast

Re: Verzicht auf Konsum oder Freizeit?

In seinem Job hat man die Möglichkeit sich intellektuell auszutoben und Dinge zu gestalten.

Die Jobs über die wir sprechen sind doch keine stupiden Arbeiten an einer Industriemaschine.

Deshalb sollte man seine Ausbildung dahingehen ausrichten, dass man wirklich das macht was einem Spaß macht, einen interessiert und Freue bereitet. Geld ist da zweitrangig und, wenn nicht anders möglich, Arbeitszeit auch.

Denn wenn ich auf der Arbeit glücklich bin, kompensiert es denn ggf. erhöhten Arbeitseinsatz. Wenn ich meine reguläre Arbeitszeit (

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checker

Re: Verzicht auf Konsum oder Freizeit?

TE hat recht!!!

Lounge Gast schrieb:

sich an den strassenrand zu setzen und auf almosen zu warten
ist keine alternative.

Naja - zwischen arm und 60-h+x-Woche muss es ja noch was geben...

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WiWi Gast

Re: Verzicht auf Konsum oder Freizeit?

Was ist denn nun eigentlich deine Frage bzw. deine These? Lange Arbeiten schuetzt vor Arbeitslosigkeit? Materielle Werte sind irrelevant? Das System ist krank und korrupt und sollte durch eine kommunistische Räterepublik ersetzt werden? Du musst schon etwas konkreter werden.

Mir geht es darum, Handlungsleitlinien für ein erfolgreiches Leben zu entwerfen. Erfolg heisst für mich: mit möglichst wenig Aufwand einen möglichst hohen Nutzen erreichen. Ich schaue mir an, wie andere Leute leben. Ich möchte von anderen Leuten lernen. Geeignet sind hierfür besonders extreme Positiv- oder Negativbeispiele.

Es gibt viele Leute, die schon in der Schule und während des Studiums hart arbeiten müssen. Die verpassen ihre Jugend. Andere werden ausgebeutet. Wieder Andere, die ihre Jugend verpasst haben, weil sie hart gearbeitet haben, werden vielleicht später arbeitslos, müssen alles annehmen, was sie kriegen können und werden dann auch ausgebeutet.

Naja Du hast schon recht, das Problem ist das die meisten erst drauf kommen wenn Sie Mitten drin sind in der "großen Karriere", meist kommt es dann wie es kommen muss, die Frau und die Kids sind weg, wen überhaupt welche da waren....die Kohle geht für Unterhalt und Gericht drauf....und schwups sthet man mit eiem Bein im Altersheim und denkt..hmm hätte ich nochmla die Chance würde ich mein Leben sinnlos in irgenwelchen Hotels,Büros und Meetings vergeuden nur um mir dann irgendeinen Orden wie "Abteilungsleiter" anzuheften oder das ganz dicke Auto zu fahren dass mich eh nur von A nach B bringt....

Ich empfehle die Sendung "Ausgeträumt Fünf Jahre Leben mit Hartz IV". Zu Beginn der Dokumentation, im Teil 1/5 (http://www.youtube.com/watch?v=BFTbcgNWDaE), wird ein Mann interviewt, der als Vorstandsassistent 5000 Euro Brutto verdient hat, nach einigen Jahren betriebsbedingt gekündigt wurde und jetzt seit 5 Jahren arbeitslos ist. Er musste und muss seine gesamten Ersparnisse aufbrauchen und seine private Rentenversicherung kündigen. Er findet keinen Job, weil die Lücke im Lebenslauf zu groß ist und weil er schon über 40 Jahre alt ist. Das macht einen schon nachdenklich.

Wohnungseinrichtung, Elektronik (PC, Notebook, Handy, Flatscreen, Blu-Ray Player, etc.), Haushaltsgeräte (Kühlschrank, Waschmaschine, Trockner, etc.), Geldanlagen für das Alter, Feiern gehen (Taxi, Cocktails, Essen, Taxi), Gärtner, Haushaltshilfe, Kindermädchen/Au-Pair, Hobbys (Fitnessstudio, Vereine, Golfausrüstung, ...),

die nachfolgenden Aufwendungen sind eigentlich für jeden erschwinglich. Deshalb sind sie in meiner Aufzählung nicht aufgeführt. Ich möchte aber trotzdem darauf eingehen.

  • Unterhaltungselektronik ist sehr günstig geworden in den letzten Jahren. Man kann eventuell auch gebrauchte Sachen kaufen.
  • Haushaltsgeräte sind einmalige Anschaffungen. Ihre Anschaffung ist nicht mit hohen Kosten verbunden, deshalb sind sie in meiner Aufzählung nicht aufgeführt.
  • Feiern gehen kann auch günstig sein (Extrembeispiel: zwei Sixpacks Bier, eine Parkbank und die Party kann beginnen). Man kann aber auch, bevor man in die Kneipe geht, vorglühen, man kann in der Kneipe günstige Sachen trinken oder auch einfach weniger trinken (zuviel Alkohol ist sowieso ungesund).
  • man muss nicht ins Fitnessstudio: Hanteln, Theraband, Joggingschuhe, eine Badehose und ein Fahrrad reichen auch.

ich reise doch nicht nur, weil das andere auch machen. Maaaan!

Wenn man verreist, kann man hinterher im Bekanntenkreis erzählen, was man erlebt hat. Frauen, die sich davon beeindrucken lassen, kann man dann abschleppen. Oder wenn man eine Freundin hat, setzt Mann sich nicht dem Vorwurf aus, man wäre ein Langweiler, was für viele Frauen ein Trennungsgrund ist.

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WiWi Gast

Re: Verzicht auf Konsum oder Freizeit?

die meisten sagen sich immer: na wen ih das erstmal geschafft haeb dann ist ruhe...und dann kommt das Nächste...traurig..traurig

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WiWi Gast

Re: Verzicht auf Konsum oder Freizeit?

Das größte Verbrechen der Postmoderne am Menschen ist der Raub seiner Privatheit. Ein öffentliches Kraftfeld aus Geld, Sex und Aufmerksamkeit, welches von einer zumeist unsichtbaren Masse etabliert wurde, ist an die Stelle von physischen und geistigen Rückzugsräumen getreten. Die Welt hat sich in einem sehr niederen Sinne individualisiert, denn jeder muß schauen, irgendwie besonders zu wirken, damit ihn seine Umwelt wahrnimmt. Frustrierend ist, daß es anscheinend keine Alternativen zu diesem magischen Dreieck Geld, Sex und Aufmerksamkeit gibt.

„Geld regiert die Welt!“, das weiß mittlerweile schon jedes Kind. Aber das stimmt nicht ganz, denn was hilft großer Reichtum, wenn man einsam ist? Sicherlich, alles ist käuflich, aber vollkommen befriedigend dürften sowohl gekaufte Liebe als auch gekaufte Freunde nicht sein. Deshalb muß das Sprichwort erweitert werden: „Geld, Sex und Aufmerksamkeit regieren die Welt!“

Geld: „Mein Haus, mein Auto, mein Boot“

Beim Geld ist dies am einfachsten einzusehen. Wir definieren uns über Statussymbole und wünschen uns, größtmögliche Befriedigung unserer materiellen Bedürfnisse. „Mein Haus, mein Auto, mein Boot“, hieß es in einer Werbung der Sparkasse Ende der 90er-Jahre.

Der französische Skandalautor Michel Houellebecq deutet in seinem Roman „Ausweitung der Kampfzone“ jedoch an, weshalb neben dem Geld der Sex eine Art Parallelwährung ist: „Der Sex, sagte ich mir, stellt in unserer Gesellschaft eindeutig ein zweites Differenzierungssystem dar, das vom Geld völlig unabhängig ist; und es funktioniert auf mindestens genauso erbarmungslose Weise. (…) In einem völlig liberalen Wirtschaftssystem häufen einige wenige beträchtliche Reichtümer an; andere verkommen in der Arbeitslosigkeit und im Elend. In einem völlig liberalen Sexualsystem haben einige ein abwechslungsreiches und erregendes Sexualleben; andere sind auf Masturbation und Einsamkeit beschränkt. Der Wirtschaftsliberalismus ist die erweiterte Kampfzone, das heißt, er gilt für alle Altersstufen und Gesellschaftsklassen. Ebenso bedeutet der sexuelle Liberalismus die Ausweitung der Kampfzone, ihre Ausdehnung auf alle Altersklassen und Gesellschaftsklassen.“

Sex: Die Meßlatte liegt viel zu hoch.

Die Verinnerlichung des Sexualsystems läuft in unserer kaum mehr zwischen privat und öffentlich unterscheidenden Gesellschaft über Indoktrination. Durch ständigen – bewußten oder unbewußten – Konsum von Sexualität trainieren uns Werbung, Alltagskultur, Fernsehen und andere Medien ein hoch sensibilisiertes Verhältnis zu unserem Körper an. Die Meßlatte liegt dadurch enorm hoch, so daß sie fast jeder reißt. Frustration ist also für die Masse vorprogrammiert, denn kaum einer kann seine körperlichen Bedürfnisse in der Weise befriedigen, wie es ihm öffentlich vorgegaukelt wird.

Wir erleben ein „Theater der Körper“, welches eine Elite aufführt, die höchsten Wert auf dessen Optimierung legt. Die Masse kann dem nicht folgen, aber die Idealbilder haben einen enormen sexuellen Erwartungsdruck zur Folge, der letztendlich zu einem Weniger an tatsächlicher Lust führen dürfte. Der kolumbianische Reaktionär Nicolás Gómez Dávila überspitzte diesen Punkt wie folgt: „Erotismus ist die sexuelle Aktivität des Impotenten auf dem Kadaver der Sinnlichkeit.“

Aufmerksamkeit: Hunderte Bekanntschaften, aber keine Freunde

Neben den körperlichen Bindungen hat sich auch die Suche nach sozialen Kontakten in der Massengesellschaft, die keine festen Gemeinschaften mehr kennt, verändert. Über Humor, Extravaganz, Integrität und dem Herausstellen unserer (Pseudo)-Individualität kämpfen wir um das knappe Gut Aufmerksamkeit unserer Mitmenschen. Aufmerksamkeit ist jedoch nur ein kurz- bis mittelfristig wirksames Surrogat für intensive zwischenmenschliche Beziehungen. „Hauptsache anerkannt“, lautet das Motto der jungen Leute von heute, „und wenn möglich auch einmal 15 Minuten berühmt.“ Für was man eigentlich Aufmerksamkeit bekommen möchte, gerät dabei in den Hintergrund. Natürlich hat ein virtuoser Cellist es verdient, für sein Talent besonders beachtet zu werden. Mit welcher Berechtigung aber drängt sich ein gewöhnliches 16jähriges Mädchen mit schiefer Stimme in die Öffentlichkeit?

Dem Kampf um Geld, Sex und Aufmerksamkeit liegt ein kurz- bis mittelfristiges Denken zugrunde, welches auf ideelle Güter und wahrhaft überindividuelle Ziele verzichtet. Alle, die diesen Gesetzen der Postmoderne nicht folgen, haben es äußerst schwer. Denn einerseits ist für sie ein Schritt zurück in die Vergangenheit unmöglich beziehungsweise wäre nur Folklore, andererseits ist es für einen Menschen, der über sich selbst hinaus wirken möchte, nicht befriedigend in eine Gegenwelt zu flüchten.

Ein neuer Zauber des Privaten ist notwendig.

Doch vor der Lösung aller anderen Probleme unseres Gemeinwesens gilt es, sich und sein Umfeld von der Anziehungskraft dieses magischen Dreiecks der Gegenwart zu befreien. Das bedeutet nicht, daß es keinen Einfluß auf unser Leben mehr haben darf. Seine Beschränktheit müssen wir jedoch erkennen und deshalb den Blick für Metaphysisches weiten und den Kampf um unsere Privatsphäre aufnehmen. Der erste Schritt kann nur im Privaten erfolgen.

Wie schwierig dies unter den gegebenen gesellschaftlichen Umständen ist, hat der Soziologe Wolfgang Sofsky in seiner Streitschrift „Verteidigung des Privaten“ herausgearbeitet, indem er auf die politische Dimension des Raubs von persönlichen Rückzugsräumen hingewiesen hat. Sofsky meint, „daß das Private unter ideologischem Verdacht steht. Unpolitische Bekenntnisse, Wahlabstinenz, Gleichgültigkeit gegenüber dem Machttheater, Verweigerung des Applaus – dies zählt als Verrat an der Demokratie.“ Dem ist nur eins hinzuzufügen: Nicht nur unsere Politiker sind Feinde der Privatheit – nein, viel schlimmer: vielleicht sind wir alle gerade dabei, uns gegenseitig unsere privaten Rückzugsorte zu zerstören. Ein Erhalt dieser Räume ist nur durch eine Entzauberung des magischen Dreiecks Geld, Sex, Aufmerksamkeit möglich. Leider hat noch niemand den richtigen Zauberstab gefunden.

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WiWi Gast

Re: Verzicht auf Konsum oder Freizeit?

Tja, es ist eine skurrile Tragikkomödie, die wir alle miteinander auf der Bühne des absurden Menschheitstheaters im 21. Jh aufführen...

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WiWi Gast

Re: Verzicht auf Konsum oder Freizeit?

Also wenn du unter einem erfolgreichen Leben ein glückliches Leben verstehst, dann gehört dazu m.E. das gesamte Paket:

  • zügiges Studium & Karriere
  • gesund & sportlich
  • Social Life (Freunde & Frauen)
  • Hobbys

Und ich kenne da in meinem Freundes- und Bekanntenkreis so einige, die alles vereinen. Sehe es auch als den Regelfall an. Wer intelligent, fleißig & extrovertiert ist, der kann alles auf einmal erreichen. Wer nur einen Sachbearbeiterjob hat, der wird auch privat eher langweilig sein und Frauen stehen auf Männer mit Selbstbewusstsein und nicht auf Sachbearbeiter ohne Ziele im Leben. Wer sich nicht fit hält, dem werden gesundheitliche Probleme der Karriere im Weg stehen. Wer dagegen topfit ist, der kann auch nach einem anstrengenden Arbeitstag noch feiern gehen und ist am nächsten Tag auch wieder fit.

Was du da allerdings beschreibst, ist m.E. mit wenig Lebensqualität verbunden.
Gebrauchte Unterhaltungselektronik? Wo gibt es es gebrauchte Full-LEDs?
Haushaltsgeräte sind nicht mit hohen Kosten verbunden? Miele Trockner: 1.000 EUR, Waschmaschine: 1.000 EUR, Geschirrspüler: 800 EUR, Kühlschrank: ab 1.000 EUR - und länger als 10 Jahre halten die Sachen trotzdem nicht.
Feiern auf der Parkbank? Sorry, du hast echt keine Ahnung wie man sein Leben genießt!
Hanteln und Therabend? Sorry, du hast keine Ahnung wie man richtig trainiert!

Ich reise gerne, weil ich andere Kulturen kennen lernen möchte, mich für Architektur interessiere oder eben an den Strand weil es einfach toll ist :). Und Frauen stehen darauf, weil es einen persönlich bereichert und nicht zu so einem Langweiler macht, der nie verreist, sich auf der Parkbank zum saufen trifft und der seine Zukunft in einem 40h-Sachbearbeiter-Job sieht.

Ich werde mein Leben jedenfalls weiterhin nach der Devise "Work hard, Party hard" ausrichten, d.h. meine Karriere ist mir wichtig, genauso wie mein soziales Leben und mein Spass. Ich weiß, irgendwas bleibt trotzdem auf der Strecke. Bei mir ist das wohl bisschen meine persönliche Bildung. Ich würde wirklich gerne mehr lesen, aber dafür bleibt im Moment einfach keine Zeit. Glücklich bin ich trotzdem - und das zählt ;)

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WiWi Gast

Re: Verzicht auf Konsum oder Freizeit?

@ Vorposter

lol....ich wäre4 auch gerne so ein toller Typ wie Du, bin ich leider nicht. Wie genießt MANN denn SEIN eigenes Leben? Wie trainiert MANN denn richtig?

Jetzt muss ich aber los, zusehen das ich einen Job bekomme auf den die Frauen stehen :-)

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WiWi Gast

Re: Verzicht auf Konsum oder Freizeit?

Mir geht es darum, Handlungsleitlinien für ein erfolgreiches
Leben zu entwerfen. Erfolg heisst für mich: mit möglichst
wenig Aufwand einen möglichst hohen Nutzen erreichen. Ich
schaue mir an, wie andere Leute leben. Ich möchte von anderen
Leuten lernen. Geeignet sind hierfür besonders extreme
Positiv- oder Negativbeispiele.

Was du da beschreibst ist eine verkehrte Definition des Minimalprinzips. Auf Sparflamme wirst du wohl kaum den Nutzen maximieren.
Und was genau ist so spektaktulaer an deiner "Handlungsrichtlinie"? Die meisten Menschen fahren das Minimalprinzip. Es gibt Millionen von gluecklichen Hauptschulabsolventen, die mit all den von dir beschriebenen Einschraenkungen prima zurecht kommen. Ich verstehe das Problem immer noch nicht? Kann das sein, dass du nicht so gluecklich bist mit deinem Studium?
Ich habe sehr gerne studiert und ich arbeite seit Jahren unheimlich gerne. Mir macht es Spass, mehr zu leisten - ich teile deine Erfolgsdefinition ueberhaupt nicht (obwohl es die meist verbreitete ist)

Es gibt viele Leute, die schon in der Schule und während des
Studiums hart arbeiten müssen. Die verpassen ihre Jugend.
Andere werden ausgebeutet. Wieder Andere, die ihre Jugend
verpasst haben, weil sie hart gearbeitet haben, werden
vielleicht später arbeitslos, müssen alles annehmen, was sie
kriegen können und werden dann auch ausgebeutet.

... wie gesagt: Niemand zwingt dich. Du kannst auch den normalen Weg gehen und auf ein Studium verzichten, aber lass doch bitte die Hochleistenden ihr Ding drehen. Jeder muss gluecklich werden nach seiner Fasson. Es soll sogar Leute geben, die gerne Schmerzen moegen ;-)

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checker

Re: Verzicht auf Konsum oder Freizeit?

Du bist höchstens 25 und single, oder? - Yuppie!

Ich würde einiges darauf wetten das du das in 5 Jahren anders siehst!

Lounge Gast schrieb:
Wer dagegen topfit ist, der kann auch nach einem

anstrengenden Arbeitstag noch feiern gehen und ist am
nächsten Tag auch wieder fit.

Was du da allerdings beschreibst, ist m.E. mit wenig
Lebensqualität verbunden.
Gebrauchte Unterhaltungselektronik? Wo gibt es es gebrauchte
Full-LEDs?
Haushaltsgeräte sind nicht mit hohen Kosten verbunden? Miele
Trockner: 1.000 EUR, Waschmaschine: 1.000 EUR,
Geschirrspüler: 800 EUR, Kühlschrank: ab 1.000 EUR - und
länger als 10 Jahre halten die Sachen trotzdem nicht.
Feiern auf der Parkbank? Sorry, du hast echt keine Ahnung wie
man sein Leben genießt!
Hanteln und Therabend? Sorry, du hast keine Ahnung wie man
richtig trainiert!

Ich reise gerne, weil ich andere Kulturen kennen lernen
möchte, mich für Architektur interessiere oder eben an den
Strand weil es einfach toll ist :). Und Frauen stehen darauf,
weil es einen persönlich bereichert und nicht zu so einem
Langweiler macht, der nie verreist, sich auf der Parkbank zum
saufen trifft und der seine Zukunft in einem
40h-Sachbearbeiter-Job sieht.

Ich werde mein Leben jedenfalls weiterhin nach der Devise
"Work hard, Party hard" ausrichten, d.h. meine Karriere ist
mir wichtig, genauso wie mein soziales Leben und mein Spass.
Ich weiß, irgendwas bleibt trotzdem auf der Strecke. Bei mir
ist das wohl bisschen meine persönliche Bildung. Ich würde
wirklich gerne mehr lesen, aber dafür bleibt im Moment
einfach keine Zeit. Glücklich bin ich trotzdem - und das
zählt ;)

antworten
WiWi Gast

Re: Verzicht auf Konsum oder Freizeit?

toller Thread, gut eröffnet! Ehrlich gesagt vmtl der beste Thread den ich hier seit langem gelesen habe! Die Ironie ist, das ich gerade zu busy bin, um ernsthaft zu lesen (nur mal zur Abwechslung hier reingeschaut) ...

antworten
WiWi Gast

Re: Verzicht auf Konsum oder Freizeit?

Lounge Gast schrieb:

Also wenn du unter einem erfolgreichen Leben ein glückliches
Leben verstehst, dann gehört dazu m.E. das gesamte Paket:

  • gesund & sportlich

Sehe es auch als den Regelfall

Wer sich nicht fit hält,
dem werden gesundheitliche Probleme der Karriere im Weg
stehen. Wer dagegen topfit ist, der kann auch nach einem
anstrengenden Arbeitstag noch feiern gehen und ist am
nächsten Tag auch wieder fit.

Klar die Gesundheit hängt ausschließlich von der Fitness ab....

Was machst du wenn du z.B. Krebs, MS, Schlaganfall bekommst ?

Das kann jeden treffen. Ich keine leider einige Fälle aus dem beruflichen und privaten Bereich wo es erbarmgunslos reingehauen hat das teilweise mit gerade mal Anfang 30.

Wenn du die Chemo bekommen hast - war es das mal mit Party und Co. und Job mit 60 - 70 Stundenwoche. Wenn du MS oder eine vergleichbare Krankheit hast - ist ein stressfreies Leben angesagt.

Ich hatte persönlich auch einen harten gesundheitlichen Tiefpunkt mit Ende 20 - mit einer schweren Darmerkrankung von jetzt auf gleich ohne Vorwarnung ... welche mit einer Notoperation endete, wo wirklich auf der Kippe stand. Ich habe nochmals die Kurve bekommen und was verändert.

Draus gelernt habe ich - gehe arbeiten um zu Leben nicht mehr andersrum. Ich habe mir einen anderen Job gesucht und Gänge runtergeschaltet. Aus dem BMW ist ein Japaner geworden. Eine Wohnung in guter mittlerer Wohnlage. Ein Urlaub mit Auto oder ab und an eine Fernreise ist auch drin. Essen gehen und Kultu, Sport geht mehr denn je - da mehr Zeit.
Frauen - da gibts es auch genug die nicht auf den Yuppie stehen und mehr Zeit in der Freizeit verbringen wollen und nicht schlecht aussehen - von wegen :-))

Also hoffentlich brauchst du nicht einen solchen Schlag um mal über die westenlichen Dinge nachzudenken. Das muss nicht gleich mitdem Lossagen von allen materiellen Dingen des Lebens einhergehen.

antworten
WiWi Gast

Re: Verzicht auf Konsum oder Freizeit?

An unseren Superman:
Bravo, bist der nächste TOP Manager!
---

Deine Gleichung mit Sachbearbeiter = (wahrscheinlich) langweilig ist einfach nur Mist. Sicherlich gibt es einige, die in dein Raster passen, aber bei einem Sachbearbeiterjob bleibt i.d.R. auch die Zeit, entsprechend Sport zu treiben (Mountainbiken, Fallschirmspringen, kenne einige Sachbearbeiter, die ein ganz abwechslungsreiches und erfüllendes Leben haben.)

Sachbearbeiter muss nicht zwangsläufig ein Mensch ohne entsprechende Bildung sein, manch einer hat einfach nichts für Karriere über, trotz mitunter gutem Studium und der Perspektive. (Nein, ich spreche nicht von mir)

Hanteln und Therabend? Sorry, du hast keine Ahnung wie man richtig trainiert!

Was für ein Schwachsinn. Du scheinst null Ahnung zu haben.
So ein Alleskönner wie du dich in deinem Post schilderst, scheinst du dann doch nicht zu sein.

[...] Sehe es auch als den Regelfall an. [...]

Junge, Junge, was kennst du nur für Leute.

Zum Schluss empfehle ich dir ein Praktikum/Semesterjob in einem mittelständigen Unternehmen. Dein Weltanschauung ist wirklich sowas von verklärt.

Aber gut, genieß es, scheinst ja ein recht sorgenfreies Leben zu führen. Glück.

antworten
WiWi Gast

Re: Verzicht auf Konsum oder Freizeit?

lg von einem weiteren freidenker...
...davon gibts nicht viele...

Ich glaub davon gibts mehr als wir denken, Ich bin seit einem Auslandsaufenthalt in einem Entwicklungsland auch einer und würde nicht nochmal BWL studieren. Aber das zeig ich auch nur meinen engsten Freunden. Meinen normalen "BWL-Kollegen" zeig ich diese Seite nicht.

antworten
WiWi Gast

Re: Verzicht auf Konsum oder Freizeit?

Sehr guter Post!
Besonders die Krebserkrankungen nehmen in unser heutigen Zeit immer mehr zu. Da kann man noch soviel Sport machen und Bio-Nahrung essen, es kann da einen von heute auf morgen treffen.

Lounge Gast schrieb:

Lounge Gast schrieb:

Also wenn du unter einem erfolgreichen Leben ein glückliches
Leben verstehst, dann gehört dazu m.E. das gesamte Paket:

  • gesund & sportlich

Sehe es auch als den Regelfall

Wer sich nicht fit hält,
dem werden gesundheitliche Probleme der Karriere im Weg
stehen. Wer dagegen topfit ist, der kann auch nach einem
anstrengenden Arbeitstag noch feiern gehen und ist am
nächsten Tag auch wieder fit.

Klar die Gesundheit hängt ausschließlich von der Fitness
ab....

Was machst du wenn du z.B. Krebs, MS, Schlaganfall bekommst
?

Das kann jeden treffen. Ich keine leider einige Fälle aus dem
beruflichen und privaten Bereich wo es erbarmgunslos
reingehauen hat das teilweise mit gerade mal Anfang 30.

Wenn du die Chemo bekommen hast - war es das mal mit Party
und Co. und Job mit 60 - 70 Stundenwoche. Wenn du MS oder
eine vergleichbare Krankheit hast - ist ein stressfreies
Leben angesagt.

Ich hatte persönlich auch einen harten gesundheitlichen
Tiefpunkt mit Ende 20 - mit einer schweren Darmerkrankung
von jetzt auf gleich ohne Vorwarnung ... welche mit einer
Notoperation endete, wo wirklich auf der Kippe stand. Ich
habe nochmals die Kurve bekommen und was verändert.

Draus gelernt habe ich - gehe arbeiten um zu Leben nicht
mehr andersrum. Ich habe mir einen anderen Job gesucht und
Gänge runtergeschaltet. Aus dem BMW ist ein Japaner geworden.
Eine Wohnung in guter mittlerer Wohnlage. Ein Urlaub mit Auto
oder ab und an eine Fernreise ist auch drin. Essen gehen und
Kultu, Sport geht mehr denn je - da mehr Zeit.
Frauen - da gibts es auch genug die nicht auf den Yuppie
stehen und mehr Zeit in der Freizeit verbringen wollen und
nicht schlecht aussehen - von wegen :-))

Also hoffentlich brauchst du nicht einen solchen Schlag um
mal über die westenlichen Dinge nachzudenken. Das muss nicht
gleich mitdem Lossagen von allen materiellen Dingen des
Lebens einhergehen.

antworten
WiWi Gast

Re: Verzicht auf Konsum oder Freizeit?

Das kann passieren, aber bis dahin habe ich dann glücklich gelebt und bin die Karriereleiter ein paar Sprossen hinauf geklettert :).

checker schrieb:

Du bist höchstens 25 und single, oder? - Yuppie!

Ich würde einiges darauf wetten das du das in 5 Jahren anders
siehst!

@Vorposter: Schlaganfall ist zu 99,9% von der Gesundheit abhängig und diese ist zum großen Teil von der Fitness abhängig. Ebenso ist Krebs eine lebensstilbedingte Erkrankung. Und wie du deine Krankheit beschreibst, warst du an dieser anscheinend auch mitschuldt - "Kurve bekommen und was verändert".

Aber ja, natürlich kannst du gesund und fit sein und trotzdem eine Krankheit bekommen. Das ist aber kaum der Regelfall. Natürlich kann dir auf der Landstraße jemand ins Auto fahren. Wer sich um sowas Sorgen macht, der kann nicht glücklich leben.

Gerade beim Auto habe ich übrigens auch noch einen Japaner :). Solche Sachen wie dein Fernseher, deine Wohnung, die Qualität deiner Haushaltsgeräte beeinflussen aber schon direkt deine Lebensqualität, daher achte ich dort auf gute Sachen.

Für Sport und Feiern gehen habe ich auch genug Zeit, trotz gut bezahltem Job.

Das ist halt alles eine Frage der Organisation. Wer stundenlang am Tag vor dem TV hockt, der hat keine Zeit für Sport, Freunde, Frauen, etc. Ebenso wer nachdem er nach Hause gekommen ist, erstmal eine Stunde braucht. Ich bin manchmal Freitag mit dem Flieger gelandet, mit dem Taxi nach Hause, unter die Dusche und wurde 10 Minuten später abgeholt.

antworten
WiWi Gast

Re: Verzicht auf Konsum oder Freizeit?

Manche sind hier fern der Realität, da frierts einen ja...
Das merkt man schon, typisch Preißn hoid

antworten
WiWi Gast

Re: Verzicht auf Konsum oder Freizeit?

Lounge Gast schrieb:

An unseren Superman:
Bravo, bist der nächste TOP Manager!
---
Ich habe ja nicht gesagt, dass ich der nächste TOP Manager werde, wenn du darunter so etwas wie DAX/MDAX-Vorstand verstehst. Aber ein Gehalt nördlich von 100k sollte auf jeden Fall zeitnah drin sein. Damit ist man auch nur gut überdurchschnittlich, da der Durchschnitts-Wiwi mehr als 80k im Schnitt verdient - stand mal im Spiegel (genauso wie der Durchschnitts-Ingenieur übrigens).

Deine Gleichung mit Sachbearbeiter = (wahrscheinlich)
langweilig ist einfach nur Mist. Sicherlich gibt es einige,
die in dein Raster passen, aber bei einem Sachbearbeiterjob
bleibt i.d.R. auch die Zeit, entsprechend Sport zu treiben
(Mountainbiken, Fallschirmspringen, kenne einige
Sachbearbeiter, die ein ganz abwechslungsreiches und
erfüllendes Leben haben.)

Sachbearbeiter muss nicht zwangsläufig ein Mensch ohne
entsprechende Bildung sein, manch einer hat einfach nichts
für Karriere über, trotz mitunter gutem Studium und der
Perspektive. (Nein, ich spreche nicht von mir)

Na wenn da so ist. Sorry aber in meinem Freundes- und Bekanntenkreis ist das eben anders. Außerdem machen einen solche Hobbys noch lange nicht zu einem interessanten Menschen. Wie gesagt, so kenne ich es:
a) zurückhaltend bis introvertiert, normaler Job, keine Karriere, geht lieber z.B. in eine urige Kneipe als in Szene-Bars oder in Clubs, nicht sehr kontaktfreudig, kein selbstbewusstes Auftreten
b) extrovertiert, sozial, offen, sehr gut im Studium, vor allem solche Sachen wie Auslandspraktika auf anderen Kontinenten oder ähnliches, bzw. falls mit dem Studium fertig in "Karrierejobs" bei großen Unternehmen (Deutsche Bank, Big4, Porsche, ...), wechselende Frauenbeziehungen bzw. glückliche Langzeitbeziehung, selbstbewusst

Hanteln und Therabend? Sorry, du hast keine Ahnung wie man
richtig trainiert!

Was für ein Schwachsinn. Du scheinst null Ahnung zu haben.
So ein Alleskönner wie du dich in deinem Post schilderst,
scheinst du dann doch nicht zu sein.

Zu einem richtigen Training gehören richtige Übungen wie Bankdrücken, Kreuzheben und Kniebeugen. Ich spreche hier nicht von bisserl fit halten, dass man nicht fett wird - ich hab einen athletischen Körper und möchte diesen behalten.

[...] Sehe es auch als den Regelfall an. [...]

Junge, Junge, was kennst du nur für Leute.

Zum Schluss empfehle ich dir ein Praktikum/Semesterjob in
einem mittelständigen Unternehmen. Dein Weltanschauung ist
wirklich sowas von verklärt.

Aber gut, genieß es, scheinst ja ein recht sorgenfreies Leben
zu führen. Glück.

Sag ich ja, das Wichtigste ist, dass man glücklich ist ;)

Praktikum brauche ich keines machen, habe schon mehrere und außerdem bin mit meinem Studium fertig und arbeite bereits. Nein, ich bin noch kein alter Hase, aber eine hohe Arbeitsbelastung mit meinem sozialen Leben in Einklang zu bringen, kenne ich auch schon von den Praktika.

Ich sag auch nicht, dass ich mich selbst zu 100% zu Typ b) zähle, aber ich versuche es auf jeden Fall so gut wie es geht zu erreichen ;)

Mit Regelfall war gemeint, dass Menschen die in einem Bereich ihres Lebens etwas erreichen, es auch in anderen Bereichen schaffen und es auch Menschen gibt, die in keinem Bereich ihres Lebens etwas erreichen. Entweder (fast) alles oder nichts. Aber das ist ja nur meine Beobachtung :)

Man muss sich eben Ziele im Leben stecken und sich Gedanken darüber machen, was man möchte und wie man es erreichen kann. Die meisten Menschen planen ihren nächsten Urlaub besser als ihr eigenes Leben. Mit etwas Planung, konkreten, schriftlichen Zielen und eine guten Portion Optimismus kann man soviel mehr aus seinem Leben machen.

antworten
WiWi Gast

Re: Verzicht auf Konsum oder Freizeit?

Lounge Gast schrieb:
Vorrposter: Schlaganfall ist zu 99,9% von der Gesundheit

abhängig und diese ist zum großen Teil von der Fitness
abhängig. Ebenso ist Krebs eine lebensstilbedingte
Erkrankung.

Ich vermute du willst ausschließlich provozieren - Ist gibt eine Menge Krebserkrankungen die Erblich bedingt sind z.B. Blutkrebs, Gehirntumore, Brustkrebs, Darmkrebs - also davon Lebensstil bedingter Krankheit ist fast schon eine Beleidigung betroffener Personen.

Und wie du deine Krankheit beschreibst, warst du

an dieser anscheinend auch mitschuldt - "Kurve bekommen und
was verändert".

Ist gibt Darmerkrankungen die erblich bedingt sind - und ebenso wie Krebs einen treffen können. Kurve bekommen will heißen ich hätte fast unter der Erde gelegen

Aber ja, natürlich kannst du gesund und fit sein und trotzdem
eine Krankheit bekommen. Das ist aber kaum der Regelfall.
Natürlich kann dir auf der Landstraße jemand ins Auto fahren.
Wer sich um sowas Sorgen macht, der kann nicht glücklich leben.

Gerade beim Auto habe ich übrigens auch noch einen Japaner
:). Solche Sachen wie dein Fernseher, deine Wohnung, die
Qualität deiner Haushaltsgeräte beeinflussen aber schon
direkt deine Lebensqualität, daher achte ich dort auf gute
Sachen.

Für Sport und Feiern gehen habe ich auch genug Zeit, trotz
gut bezahltem Job.

Das ist halt alles eine Frage der Organisation. Wer
stundenlang am Tag vor dem TV hockt, der hat keine Zeit für
Sport, Freunde, Frauen, etc. Ebenso wer nachdem er nach Hause
gekommen ist, erstmal eine Stunde braucht. Ich bin manchmal
Freitag mit dem Flieger gelandet, mit dem Taxi nach Hause,
unter die Dusche und wurde 10 Minuten später abgeholt.

In der Summe spricht einfach eine unreife Persönlichkeit oder auch vermutbar ein, mit deinen Worten zu sprechen Live und Job -low performer.

Sorry - must mal sein

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WiWi Gast

Re: Verzicht auf Konsum oder Freizeit?

@Vorposter: Schlaganfall ist zu 99,9% von der Gesundheit
abhängig und diese ist zum großen Teil von der Fitness
abhängig. Ebenso ist Krebs eine lebensstilbedingte
Erkrankung. Und wie du deine Krankheit beschreibst, warst du
an dieser anscheinend auch mitschuldt - "Kurve bekommen und
was verändert".

Ich stimme dir ja zu, dass man es selber in der Hand hat, ob man erfolgreich im Beruf und Leben ist (bspw. im Job oder bei Frauen etc.). Wenn man sich Ziele setzt und anstrengt, kann man etwas erreichen (oder eben auch scheitern).

Aber es gibt viele Dinge im Leben, die man nicht kontrollieren kann. Dazu gehören eben solche Krebserkrankungen bzw. andere Erkrankungen.
Ich kenne einige krebserkrankte (auch junge Leute), die ein gesundes Leben vorher geführt haben. Also nix mit Alkohol, Fast Food und Nikotin. Krebserkrankungen nehmen heutzutage immer mehr zu. Schuld ist nicht unbedingt der Lebensstil, sondern teilweise Vererbung aber hauptsächlich sind es Umweltgifte, denen man gar nicht mehr entkommen kann als Normalsterblicher. Die stecken überall drin (in Nahrung, Textilien und Kosmetika etc.).
Laut einer Dokumentation (wer Interesse hat, dem schicke ich den Link), bekommt heute bereits jede 8. Frau Brustkrebs. Vor ein paar Jahrzehnten war es noch jede 20. Frau. Tendenz steigend. Jetzt sag mal den Frauen ins Gesicht, dass sie selber "schuld" seien, daran erkrankt zu sein, weil sie einen falschen Lebenstil hatten. (By the way, Brustkrebs ist nur ein Beispiel. Es gibt noch viele andere Krebserkrankungen, die zugenommen haben, aber das würde jetzt den Rahmen sprengen und hat mit eigentlichen Thema nichts mehr zu tun...).

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WiWi Gast

Re: Verzicht auf Konsum oder Freizeit?

ich bin überzeugt, dass die freidenker eine art frühindikator unseres falsch laufenden gesellschaftlichen systems sind...
...der wandel wird kommen...
so wie bisher wird unser system nicht mehr ewig funktionieren...
die wörter verantwortung und nachhaltigkeit werden an bedeutung gewinnen... ...konsum, kapital und das "schöne" leben wird so nicht mehr vieln zur verfügung stehen... und der sinn des lebens in konsum wird die menschheit auch nicht mehr lange zufrieden stellen.... die leute werden schritt für schritt anfangn zu überlegen... ...denn die märkte in unserern regionen sind übersättigt... was brauch ich led plasma? ein herkömmlicher flachbildschirm macht mich auch glücklich... ...ich hoffe die menschen werden näher zusammen rücken.. das system wird sich ändern... hoffentlich ohne barbarei und krieg... und ich denke unsere junge generation wird das noch miterleben...

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WiWi Gast

Re: Verzicht auf Konsum oder Freizeit?

Moinsen - hier schreibt mal wieder der Herr Partner.

Typisch für den Mittzwanziger-Mann ist dessen digitale Schwarz/Weiss-Weltsicht. In dem Alter gerade noch so erlaubt:-)

Es gibt unglückliche Sachbearbeiter und in sich ruhende Topmanager. Als FH-Sachbearbeiter kann man durchaus eine 60-70-Stundenwoche haben (ich denke gerade an die Jungs in meiner Buchhaltung), als 200k-EUR-Mann kann man es in den beratenden Berufen und im Vertrieb durchaus hinkriegen, mit Home Office und viel Reiserei sich eine zeitliche Flexibilität zu konstruieren, die dem Bürohengst neidisch werden lässt. Nicht um 17h im eigenen Reihenhaus, sondern nachmittags einfach mal kurz zuhause vorbeischauen, weil man "Boss" ist und einem keiner sagt, wann man wo zu sein hat.

Was kann man mit "viel Geld" machen? Die eigenen Eltern unterstützen. Spenden, an ein Projekt, welches einem am Herzen liegt. Was lernen, wofür in der Jugend kein Geld da war (Musikinstrument, Jagdschein etc). Es einfach zurücklegen, um bei der nächsten Massenentlassung nicht in ein finanzielles und psychisches Loch zu fallen. Der Liebsten einen Traum erfüllen - dass kann ne Rolex, aber auch die Großspende ans Tierheim, die 3-wöchige Rundreise durch das Land ihrer Großeltern etc sein.

Fazit: Wer nicht "Karriere" machen will, soll das dürfen - wer es aber will, auch. Mehr Toleranz gegenüber Leistungswilligen!!!!

PS: Wer das, was er macht, gerne macht und es gut kann, das zudem in einem Umfeld tut, dass ihn schätzt - der macht zu 99% "Karriere". Und das Geld....das kommt von ganz alleine....

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WiWi Gast

Re: Verzicht auf Konsum oder Freizeit?

Ja, klar Herr Partner...

Die Crux: Unsere Eliten reproduzieren sich nur noch selber und halten allen "Leistungswillen", aber höchtens nur die Rübe vors Gesicht. Unzählige, seriöse sozialwissenschaftliche Studien belegen, dass es nicht auf individuelle Leistung ankommt, sondern Habitus, Elternhaus und natürlich Vitamin B in all seinen Erscheinungsformen der wahre (!) Karrierfaktor sind.

Übrigens, wie werden denn Partner ernannt? Da habe ich auch mehr als genug kompetente gesehen, die keine Chance bekamen, und wiederum solche, die vorrangig heiße Luft produzieren, aber sämtliche Golfkurse kennen und sich mit den "Entscheidern" die Klinke in die Hand geben, um sich dann bspw. genüßlich über FH-Sachabearbeiter die durchaus eine 60-70 Stundenwoche haben können, lustig zu machen...Soweit dazu.

Eines ist aber sicher: Die Zeiten ändern sich. Immer mehr Leute stellen kritische Fragen bzgl. der Ungleichverteilung und der Arbeitswelt 2.0....und sie geben sich nicht mehr mit billigen Antworten bzw. Phrasen zufrieden.

antworten
WiWi Gast

Re: Verzicht auf Konsum oder Freizeit?

in Frankreich vielleicht.

In Deutschland kann man doch jeden Scheiß machen, ALLE haltens MAUL.

antworten
WiWi Gast

Re: Verzicht auf Konsum oder Freizeit?

" nicht auf individuelle Leistung ankommt, sondern Habitus, Elternhaus und natürlich Vitamin B"
Elternhaus bedingt doch Habitus durch gute Erziehuund Vitamin B. Beides ist für mich Bestandteil der Leistungsfähigkeit und -bereichtschaft bzw. besitzen nun mal eine hohe Korelation mit dieser. Kann ich doch nichts dafür, wenn meine Eltern mir etwas vorlesen und etwas auf den Weg mitgeben, statt mich mich Chips und Cola vor Glotze zu parken. Nun rate mal, welche Gruppe sich ändern sollte, um das Land weiterzubringen!

"a) zurückhaltend bis introvertiert, normaler Job, keine Karriere, geht lieber z.B. in eine urige Kneipe als in Szene-Bars oder in Clubs, nicht sehr kontaktfreudig, kein selbstbewusstes Auftreten"

Also hier im Süden lernt man die interessanten Menschen in der urigen Kneipe kennen und Zurückhaltung und Bescheidenheit sind gern gesehene Tugenden, die von Selbstbewusstsein und einer guten Kinderstube zeugen - unabhängig von der Karriere und Beziehung. Im Gegenteil, umso erfolgreicher die Karriere und das Liebesleben, umso weniger muss man darüber reden.

In die "Szene-Clubs" geht man, um den belanglosen Eitelkeiten und oberflächlichen Smalltalk der zugezogenen Neureichen zu lauschen , die dort ihren sozialen Aufstieg mit einem Gläschen Prosecco feiern.

In anderen Worten, "interessant" ist relativ und hat mit Karriere oder Auftreten nichts zu tun.

antworten
WiWi Gast

Re: Verzicht auf Konsum oder Freizeit?

Du lebst im falschen Land

In Deutschland bist Du nur was mit Geld,
weil die Deutschen wenig Lebenskultur besitzen

Es ist genauso wie Du es beschreibst ...

antworten
checker

Re: Verzicht auf Konsum oder Freizeit?

Lounge Gast schrieb:

Du lebst im falschen Land

In Deutschland bist Du nur was mit Geld,
weil die Deutschen wenig Lebenskultur besitzen

Es ist genauso wie Du es beschreibst ...

Quatsch! Es kommt darauf an was man daraus macht. Ich war vor ein paar Monaten im Ausland. Das war zwar schön, aber erst da habe ich gemerkt warum man Deutschland lieben sollte!

antworten
WiWi Gast

Re: Verzicht auf Konsum oder Freizeit?

Absolut richtig!

Jeder der am Nörgeln ist, wie schelcht Deutschland doch sei, dem sei ein längerer Aufentshaltsbesuch in z. B. Asien oder Nordafrika empfohlen.

Selbst EU weit ist Deutschland einfach nur 'sehr gut' - wenn einem jeglicher Vergleich fehlt, dann meckert es sich halt leichter.

checker schrieb:

Quatsch! Es kommt darauf an was man daraus macht. Ich war vor
ein paar Monaten im Ausland. Das war zwar schön, aber erst da
habe ich gemerkt warum man Deutschland lieben sollte!

antworten
WiWi Gast

Re: Verzicht auf Konsum oder Freizeit?

Ausland ist nicht gleich Ausland.

Wer in Italien lebt, der weiß erst, was für depressive Spießbürger in Deutschland leben. Das einzige, was man an Deutschland ernsthaft vermissen könnte, ist die Infrastruktur - das wars.

antworten
WiWi Gast

Re: Verzicht auf Konsum oder Freizeit?

das wichtigste gut des menschen ist die gesundheit

wenn jemand nur stress hat und eine 60h woche dann kann es passieren das er einen herzinfarkt bekommt oder vielleicht mit 50 in die kiste springt
dann nützt das geld und der firmenwagen auch nichts
und wofür hat man dann gelebt? um für andere zu arbeiten?

antworten
WiWi Gast

Re: Verzicht auf Konsum oder Freizeit?

Erwissenermaßen leben unsere Leistungseliten, d.h. im speziellen leitendende Angestellte und Top-Manager, gesünder als der Durchschnittsdeutsche. Haben weniger Herzinfarkte, gesunderes Herz-Kreislauf-System etc.

stand vor kurzem im Spiegel!!

antworten
WiWi Gast

Re: Verzicht auf Konsum oder Freizeit?

Der PArtner hier. Ich habe oftmals eine 50-60-Stunden-Woche. Allerdings bin ich weder Fluglotse noch Herzchirug, und ich stehe auch nicht am Fliessband.

50-60 Stunden Bürotätigkeit mit Reisen und PA sind jedem Enddreissiger/Mittvierziger zuzumuten. Und völlig entspannt machbar.

antworten
WiWi Gast

Re: Verzicht auf Konsum oder Freizeit?

Es sei denn, man steht unter permanenten Termindruck. Das geht dann auf die Pumpe.

Lounge Gast schrieb:

Der PArtner hier. Ich habe oftmals eine 50-60-Stunden-Woche.
Allerdings bin ich weder Fluglotse noch Herzchirug, und ich
stehe auch nicht am Fliessband.

50-60 Stunden Bürotätigkeit mit Reisen und PA sind jedem
Enddreissiger/Mittvierziger zuzumuten. Und völlig entspannt
machbar.

antworten
WiWi Gast

Re: Verzicht auf Konsum oder Freizeit?

Das ist eine Frage, wie man mit Stress umgeht. Ich sehe das ja manchmal, wie sich manche Menschen da selbst richtig fertig machen. Man muss mit Stress umgehen können, ja Stress kann sogar förderlich sein wenn man damit richtig umgeht ("positiver Stress") - wer das nicht kann lernt es entweder oder ist für solche Positionen nicht geeignet.

antworten
WiWi Gast

Re: Verzicht auf Konsum oder Freizeit?

@ Zu einem Beitrag weiter oben

Was spricht dagegen im Sommer bei gutem Wetter schön auf der Parkbank im Grünen mit guten Freundin einige Bierchen zu trinken.
Muss ehrlich sagen, dass ich das oftmals allen anderen bevorzuge. Leider ist hält sich das schöne Wetter bei uns in Grenzen.

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