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Re: Das harte Brot des BWLers - Oder auch: Wieso sich ein BWL Studium nicht lohnt.

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WiWi Gast

Das harte Brot des BWLers - Oder auch: Wieso sich ein BWL Studium nicht lohnt.

Hey Leute, ich wollte mir diesen Beitrag schon länger von der Seele schreiben und auch gerne eure Meinungen hören. Es soll kein BWL Bashing werden, aber zum Nachdenken anregen. Der Beitrag wird sich etwas abgehakt lesen, um Euch vom Lesen nicht zu ermüden. ;-)

Background:

  • kfm. Ausbildung
  • Bachelor BWL (FH)
  • Master BWL (FH), Finance Schwerpunkt
  • Auslandseemester

Seitdem ich angefangen habe BWL zu studieren und auch hier viel mitgelesen habe, hatte ich immer den Eindruck:

  • Alles unter 2,5 (egal ob target oder nicht) -> Schlecht.
  • Kein Auslandssemester ? Schlecht.
  • Keine Praktika bei einem DAX Konzern ? Einstieg nach Studium in gute UB / DAX -> Schwer.
  • Master-Platz ? Puuuh, mehr Bewerbungen als Studienplätze.

Die ganze Studienlaufbahn war ich eher damit beschäftigt, eine Art Checkliste abzuarbeiten und mein Profil zu schärfen, wochenlang für Klausuren zu lernen um Ende festzustellen, dass selbst dann eine Klausur noch Glückssache sein kann oder man eben nur 3 der 8 abgefragten Bulletpoints auf Papier bekommt.

Und auch das Bewerben für gute Praktika war ein kleiner Spießrutenlauf und am Ende durfte ich als Praktikant 50h / Woche für 6 Monate "knechten" für ein gutes Arbeitszeugnis und dem Absolvieren eines weiteren Checkpoints auf der Checkliste. Und selbst dann bekam ich mit einem abgeschlossenen Master evtl. mal 1x oder alle 2 Monate eine Xing Anfrage wg. irgendeines Job Angebotes.

Long Story short:
Durch dumme Zufälle, harte Arbeit bin ich in der wohl heute am schnellsten wachsenden IT Schiene gelandet und habe als Quereinsteiger fast nichts mehr mit BWL zu tun.

In der Firma (oder auch die DAX Kunden für die ich tätig bin) haben die meisten entweder nur einen Bachelor oder eine abgeschlossene, IT - nahe Ausbildung durchlaufen.

  • Auslandssemester ? Egal.
  • Noten ? Egal.
  • Außeruniversitäres Engagement ? Egal.
  • Abschluss ? Egal

es zählt, was du kannst. Länger als 40h - max. 50h die Woche arbeiten?
Die Leute schauen dich verdutzt an.

Heute bekomme ich 3-4x XING Anfragen / Woche. Als ich vor kurzem aus reiner Neugier auf einer Job Messe war und mit einem Recruiter von KPMG gesprochen habe und dem mein Kärtchen gab, hatte ich am nächsten Tag einen Anruf.

Ich möchte in diesem Thread nicht sagen "Boah, bist DU ein geiler Kerl" und phishing for compliments betreiben, aber dieser Gegensatz frustriert mich so UNGEMEIN, so unglaublich UNGEMEIN dass ich das Gefühl habe so viele Jahre verloren zu haben oder gestresst gewesen zu sein wegen guten Noten, Praktika, Studienzeit, dass meine IT Kollegen mich belächeln wenn ich denen das erzähle. Manche sind Ende 20 und haben nahezu eine abbezahlte Top Wohnung, während ich den Berufseinstieg gemacht habe.

In dem Sinne (!!!!!!): Wenn ihr davor seid ein Studium zu wählen, überlegt es euch gut. Lieber Wirtschaftsinformatik -> Meistens kein NC, und ihr könnt später immer noch in die BWL Schiene rutschten. Falls ihr schon im Bachelor seid, probieren auf Winfo Master umzusatteln - glaubt mir, es wird sich lohnen! Und es ist alles kein Rocket Science. Während die Welt sich digital verändert hat, hat es die BWL nicht getan. In diesem Sinne: Frohe Weihnachtstage und eine hoffentlich angeregte Diskussion. :-)

Upps, wurde nun doch länger als gedacht.

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WiWi Gast

Re: Das harte Brot des BWLers - Oder auch: Wieso sich ein BWL Studium nicht lohnt.

Nochmal der TE:

Als Ergänzung möchte ich kurz reinwerfen: Den Weg empfinde ich bei weitem als viel, viel steiniger, härter und enthaltsamer. Ich habe das Gefühl, dass das was wir alle auf die "Waage" legen müssen überproportional mehr ist, als was eben die Info- oder Winfo Leute drauflegen müssen um dasselbe zu haben vom Gehalt, Arbeitszeit etc.

Das kam als Quintessenz nicht ganz raus aus dem ersten Post.

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WiWi Gast

Re: Das harte Brot des BWLers - Oder auch: Wieso sich ein BWL Studium nicht lohnt.

Plain and simple: BWL > Winfo > Info für Karriere

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WiWi Gast

Re: Das harte Brot des BWLers - Oder auch: Wieso sich ein BWL Studium nicht lohnt.

Kann dir als WiWi nur zustimmen. Bin knapp 10 Jahre im Beruf und sehe auch, dass WiInf-ler deutlich breitere Einsazumöglichkeiten haben und vor allem auch zwischen Branchen gut wechseln können. Das geht als Wiwi leider nicht so einfach, ist mein Eindruck. Auch ist bei BWL einfach dieser Notenfetischismus ausgebrochen und selbst mit 1,x und Auslandsemester konkurriert man noch immer mit eine riesigen Masse.

Tjo, im Nachhinein hätte ich auch lieber WiInf gemacht. War bei uns eh mindestens 60% BWL und den Rest konnte man sich so zurechtlegen, dass man Hardcore-Nerd-IT-Sachen abwählen konnte.

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WiWi Gast

Re: Das harte Brot des BWLers - Oder auch: Wieso sich ein BWL Studium nicht lohnt.

Guter Punkt, aber welche Uni nimmt mich mit Wiwi-Bachelor ins Winfo-Master Programm auf? (ernstgemeinte Frage)

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WiWi Gast

Re: Das harte Brot des BWLers - Oder auch: Wieso sich ein BWL Studium nicht lohnt.

WiWi Gast schrieb am 20.12.2017:

Nochmal der TE:

Als Ergänzung möchte ich kurz reinwerfen: Den Weg empfinde ich bei weitem als viel, viel steiniger, härter und enthaltsamer. Ich habe das Gefühl, dass das was wir alle auf die "Waage" legen müssen überproportional mehr ist, als was eben die Info- oder Winfo Leute drauflegen müssen um dasselbe zu haben vom Gehalt, Arbeitszeit etc.

Das kam als Quintessenz nicht ganz raus aus dem ersten Post.

Du bist nicht alleine, kann das genau so bestätigen. Nur dass ich Maschinenbauer bin. Ist echt hart und ich bin wirklich frustriert. Ganze Mühe unsonst. Habe ein top CV und bin immer noch auf der Suche (5 Monate). Überlege mittlerweile, ob ich auswandern soll.

Hätte ich das vorher gewusst, hätte ich dual (Dax) studiert, Batterietechnologien oder Informatik (Data science) studiert.

Hinterher ist man immer schlauer.

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WiWi Gast

Re: Das harte Brot des BWLers - Oder auch: Wieso sich ein BWL Studium nicht lohnt.

Es liegt eher daran, dass du das falsche studiert hast. Es zeugt schon von begrenzter Sicht, generelle Empfehlungen zu verteilen, nur weil das BWL Studium für dich nicht passte.

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WiWi Gast

Re: Das harte Brot des BWLers - Oder auch: Wieso sich ein BWL Studium nicht lohnt.

WiWi Gast schrieb am 20.12.2017:

Guter Punkt, aber welche Uni nimmt mich mit Wiwi-Bachelor ins Winfo-Master Programm auf? (ernstgemeinte Frage)

Der TE hier. Puh, das kann ich Dir leider nicht sagen, ich habe einen anderen Weg genommen.

WiWi Gast schrieb am 20.12.2017:

Kann dir als WiWi nur zustimmen. Bin knapp 10 Jahre im Beruf und sehe auch, dass WiInf-ler deutlich breitere Einsazumöglichkeiten haben und vor allem auch zwischen Branchen gut wechseln können. Das geht als Wiwi leider nicht so einfach, ist mein Eindruck. Auch ist bei BWL einfach dieser Notenfetischismus ausgebrochen und selbst mit 1,x und Auslandsemester konkurriert man noch immer mit eine riesigen Masse.
Tjo, im Nachhinein hätte ich auch lieber WiInf gemacht. War bei uns eh mindestens 60% BWL und den Rest konnte man sich so zurechtlegen, dass man Hardcore-Nerd-IT-Sachen abwählen konnte.

Das meine ich eben. Es frustriert mich ein wenig zu sehen, wie "hart" ich an meinem 1,x Bachelor, 1,x Master gearbeitet habe, für 14 EUR / Stunde Excel Sheets gewälzt und Projekte gemanaged, für 800 EUR ein Praktikum bei 'ner Großbank gemacht habe für sagenhafte 6 (!) Monate. Mittlerweile bin ich von der Arbeit aus Sachen gewöhnt, dass ich mich Frage, wie ich die Jobs vorher "durchgestanden" habe. Und mein Party Wifo Bachelor Kollege mit 2,9 hat "nur" als Werkstudent etwas gearbeitet und steht auf der selben Stelle und ist 5 Jahre jünger. Und dabei geht es uns beidem im Vergleich zu meinen BWL Kommilitonen schon ziemlich gut.

Das empfinde ich im Vergleich einfach so unglaublich unfair. Und der "Nerd" Stuff wie Programmierung - Wer Finance und Mikro im Studium hatte und das einigermaßen gerafft hat, der wird sich auch easy Grundkenntnisse in der Programmierung aneignen können.

Natürlich werden sich sicherlich einige melden und sagen "Ähhh, verdienst du denn auch 90k EUR / Jahr und fährst 'nen BMW 5er wie ich bei einer MBB?". Und nein, das kann ich nicht von mir behaupten - aber ich arbeite auch nicht 80h Woche. Würde ich meinem AG freiwillig vorschlagen 80h die Woche zu kloppen, der würde es mit Kusshund akzeptieren, mir den 5er hinstellen und nochmals 1/3 zu den 90k hinzugeben.

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WiWi Gast

Re: Das harte Brot des BWLers - Oder auch: Wieso sich ein BWL Studium nicht lohnt.

Dieser Moment, wenn du diesen Post liest und dein halbes Leben bereust. Kann mich jemand auf die Vernunft bringen, warum BWL vorteilhafter ist?

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WiWi Gast

Re: Das harte Brot des BWLers - Oder auch: Wieso sich ein BWL Studium nicht lohnt.

WiWi Gast schrieb am 20.12.2017:

Es liegt eher daran, dass du das falsche studiert hast. Es zeugt schon von begrenzter Sicht, generelle Empfehlungen zu verteilen, nur weil das BWL Studium für dich nicht passte.

Kumpel, ich habe Bachelor mit 2,0 und Master mit 1,7 + Party Auslandssemester, Praktika und Werkstudent und war kurz und knapp davor eine Stelle im Financial Advisory anzutreten. Und sicherlich hätte ich mich auch dafür ganz gut begeistern können - darum geht es aber nicht.

Es geht darum, dass Du in einem BWL Studium einen unheimliches Investment reinlegen muss, damit unterm Strich etwas bei rumkommt. Es geht mir um diese verschobene Waage zwischen BWL und anderen Disziplinen. Ich kann da einfach nur für Wifo / Info <-> BWL sprechen. Wie es zwischen BWL <-> Maschinenbau oder Wifo <-> Maschinenbau ist o.ä. kann ich nicht beurteilen. Es geht einzig allein um die Waage.

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WiWi Gast

Re: Das harte Brot des BWLers - Oder auch: Wieso sich ein BWL Studium nicht lohnt.

was verdienst du denn und wie alt bist du jetzt?

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WiWi Gast

Re: Das harte Brot des BWLers - Oder auch: Wieso sich ein BWL Studium nicht lohnt.

WiWi Gast schrieb am 20.12.2017:

was verdienst du denn und wie alt bist du jetzt?

TE: Knapp 60k inkl. Firmenwagen, Alter: 28.

WiWi Gast schrieb am 20.12.2017:

Dieser Moment, wenn du diesen Post liest und dein halbes Leben bereust. Kann mich jemand auf die Vernunft bringen, warum BWL vorteilhafter ist?

Ehrlich gesagt, frage ich mich das auch. Ich habe mir neulich die Ergebnisse aus den Hochschulverfahren meiner FH angeschaut - X Leute bewerben sich auch noch heute für BWL und die Anzahl der Bewerber übersteigt die Anzahl der Plätze deutlich. Hingegen Wifo / Info -> Alle (nahezu) Zulassungsfrei. Könnt ihr selber mal für eure Uni / FH googeln.

Dabei klebt auch schon seit Monaten nahezu täglich in jedem Online Magazin - unabhängig ob Handelsblatt, Focus, Manager Magazin ein Artikel zum Thema Bitcoin, Digitalisierung, Künstliche Intelligenz, Automatisierung blabla. Selbst auf Stellenportalen wie Monster mir Jobs für München anschaue - ohne weitere Sucheinstellungen - ist die erste Ergebnisseite voll von Stellenausschreibungen zum Thema IT.

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WiWi Gast

Re: Das harte Brot des BWLers - Oder auch: Wieso sich ein BWL Studium nicht lohnt.

Mag ja alles sein, aber nicht jedem liegen nunmal die IT-Sachen und wenn man dann Winfo studiert und später nicht in die IT-Schiene sondern BWL Richtung will, dann konkurriert man als als Halb-BWLer mit Voll-BWLern.

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WiWi Gast

Re: Das harte Brot des BWLers - Oder auch: Wieso sich ein BWL Studium nicht lohnt.

Ich kann dem TE nur zu 100% zustimmen.
Ich habe selber eine Berufsausbildung gemacht und danach Wiwi studiert. Aus Karriere Sicht definitiv ein Fehler.
Hinterher ist man immer schlauer. Mein Einstiegsgehalt nach dem Studium war.auf dem selben Niveau wie das Gehalt, was.ich bei gleicher Betriebszugehörigkeit auch in meiner Firma bekommen hätte. Das Problem an Wiwi/ BWL ist halt, dass es komplett überlaufen ist. Ich würde aus heutiger Sicht jedem ein duales Studium empfehlen. Wer das nicht bekommt, sollte sich wirklich gut überlegen ob er wirklich Wiwi studieren will. Das Wiwi-Studium ist auch nicht so easy und am Ende steht man mit viel Konkurrenz da. Die Wiwi-Stellen sind jedenfalls nicht vielmehr geworden bzw. mehr Stellen zu deutlich weniger Gehalt.

Ich habe mittlerweile meinen Weg gefunden. Nach dem Exit aus der WP. Ich arbeite als Quereinsteiger als Sachbearbeiter in einer anderen Branche. Es ist nix besonderes. Auf jeden Fall hat sich das Studium dafür nicht gelohnt. Von meinem Ex-Kommolitonen haben auch viele die Branche gewechselt und arbeiten in Wiwi-fernen Jobs. Die anderen haben Sachbearbeiter Stellen in verschiedenen Unternehmen. Nur ein einziger ist in der WP glücklich geworden.
Ich könnte hier noch viel schreiben. Gleichzeitig sehe ich in meinem Freundeskreis die Massen an Leuten die BWL studiert haben ( keine Unifreunde) und den einzigen denen das Studium wirklich was gebracht hat, wären die die neben beruflich studiert.haben und die mit dem dualen Studium.

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WiWi Gast

Re: Das harte Brot des BWLers - Oder auch: Wieso sich ein BWL Studium nicht lohnt.

@TE: in welchem Bereich arbeitest du jetzt?

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WiWi Gast

Re: Das harte Brot des BWLers - Oder auch: Wieso sich ein BWL Studium nicht lohnt.

Gibt es hier auch nur eine einzige Person, die aus intrinsischen Motiven studiert?

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WiWi Gast

Re: Das harte Brot des BWLers - Oder auch: Wieso sich ein BWL Studium nicht lohnt.

Auch wenn der Ersteller sehr frustriert klingt, können wir im Grunde wieder mal festhalten, dass es zwei Gruppen gibt.

Die UB/IB/DAX/IGM/BIG4 Gruppe. Diese haben größtenteils eine gute Karriere vor sich und werden nach einigen Jahren ein Leben in der oberen Mittelschicht erreichen. Dafür sind natürlich gewisse Opfer während des Studiums notwendig (UB/IB mehr BIG4 weniger). Platt gesagt - für diese Leute lohnt sich das BWL-Studium.

Dann gibt es die andere Gruppe, die bei nicht tarifgebunden Unternehmen, fachfremd und in kleinen Buden unterkommt. Für diese Kollegen trifft die Aussage des Erstellers sicher zu.

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WiWi Gast

Re: Das harte Brot des BWLers - Oder auch: Wieso sich ein BWL Studium nicht lohnt.

Man sollte aber nicht übersehen, dass der IT-Markt eine starke Altersdiskriminierung betreibt. Hast du im Studium die neue XY-Technologie/-Sprache/whatever gelernt, dann bist du erstmal megagefragt. Fünfzehn Jahre später, wenn Technologie YZ rauskommt und sich niemand mehr XY interessiert, dann gibt es da vielleicht den nächsten Unineuling, der dich locker links liegenlässt...

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WiWi Gast

Re: Das harte Brot des BWLers - Oder auch: Wieso sich ein BWL Studium nicht lohnt.

Zu kurzfristig gedacht

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WiWi Gast

Re: Das harte Brot des BWLers - Oder auch: Wieso sich ein BWL Studium nicht lohnt.

Obere Mittelschicht? Wer Karriere in der UB oder IB macht, gehört sicherlich zur Oberschicht. Schau dir mal die Einkommensverteilung an. Nur 0,61% verdienen mehr als 12.000 Brutto im Monat. Das ist die absolute Einkommensoberschicht.

Vermögenstechnisch ist es wieder was anderes. Aber als Partner einer UB gehört man sicherlich nicht "nur" zur oberen Mittelschicht. Die Mittelschicht ist prinzipiell recht weit gefasst und beinhaltet fast alle die nicht arbeitslos sind.
Zitat: "Bei einem Alleinstehenden bedeutet das monatlich etwa zwischen 1400 und 2600 Euro netto." Das würde ich sogar noch etwas höher ansetzen, aber mit mehr als 10.000 netto bist du einfach nicht mehr Mittelschicht.

WiWi Gast schrieb am 21.12.2017:

Die UB/IB/DAX/IGM/BIG4 Gruppe. Diese haben größtenteils eine gute Karriere vor sich und werden nach einigen Jahren ein Leben in der oberen Mittelschicht erreichen. Dafür sind natürlich gewisse Opfer während des Studiums notwendig (UB/IB mehr BIG4 weniger). Platt gesagt - für diese Leute lohnt sich das BWL-Studium.

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WiWi Gast

Re: Das harte Brot des BWLers - Oder auch: Wieso sich ein BWL Studium nicht lohnt.

Wer weiß, was gewesen wäre, wenn der der TE Winfo studiert hätte und nicht BWL. Wäre er dann auch in der jetzigen Branche gelandet und würde oft angefragt?

Finde das Thema mühsam, im Nachhinein lässt sich einfach nicht sagen, ob ein anderer Studienweg besser oder vermeintlich einfacher (im Bezug auf mögliche Jobs) gewesen wäre.

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WiWi Gast

Re: Das harte Brot des BWLers - Oder auch: Wieso sich ein BWL Studium nicht lohnt.

Letztendlich selber schuld.
Gerade im bwl bereich is es wichtig dass man an einer Top Uni studiert, z.b. tum.
uni und nicht Fh.
Dann noch gute noten und du kommst überall rein.

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WiWi Gast

Re: Das harte Brot des BWLers - Oder auch: Wieso sich ein BWL Studium nicht lohnt.

TUM und Top-Uni :D
Made my day.

Die kommt nicht mal an ihre Nachbarn LMU, Goethe, Köln, WWU oder gar Augsburg ran :D

WiWi Gast schrieb am 21.12.2017:

Letztendlich selber schuld.
Gerade im bwl bereich is es wichtig dass man an einer Top Uni studiert, z.b. tum.
uni und nicht Fh.
Dann noch gute noten und du kommst überall rein.

antworten
WiWi Gast

Re: Das harte Brot des BWLers - Oder auch: Wieso sich ein BWL Studium nicht lohnt.

WiWi Gast schrieb am 21.12.2017:

TUM und Top-Uni :D
Made my day.

Die kommt nicht mal an ihre Nachbarn LMU, Goethe, Köln, WWU oder gar Augsburg ran :D

WiWi Gast schrieb am 21.12.2017:

Letztendlich selber schuld.
Gerade im bwl bereich is es wichtig dass man an einer Top Uni studiert, z.b. tum.
uni und nicht Fh.
Dann noch gute noten und du kommst überall rein.

Sehe TUM definitiv vor den von dir genannten Unis. Ähnlich wie Ulm.

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WiWi Gast

Re: Das harte Brot des BWLers - Oder auch: Wieso sich ein BWL Studium nicht lohnt.

Vllt habe ich mich hier nicht ganz klar ausgedrückt. Meine mit oberer Mittelschicht ein gutbürgerliches Leben im Sinne von Wohneigentum (ca. 150 qm), zwei Familienurlauben
(1 x Skifahren, 1 x Robinsonclub im Sommer) und sorgenfreies Studieren für den Nachwuchs. Absolute Gehälter sind hier schwierig zu vergleichen - Karriere im UB und IB ist nur in einigen großen Städten möglich. In Frankfurt ist oben beschriebenes Leben mit 2.600 sicherlich nicht möglich. Da befinden wir uns schnell bei einem Haushaltseinkommen von 6.000+ ohne nennenswerte Beträge sparen zu können.

Wer diesen Lebensstandard plant und mit hoher Wahrscheinlichkeit erreichen möchte, muss im BWL-Bereich einen der oben genannten Berufswege einschlagen. Selbst bei den BIG4 ist das Gehalt nach 6-7 Jahren ausreichend (knapp 100.000).

WiWi Gast schrieb am 21.12.2017:

Obere Mittelschicht? Wer Karriere in der UB oder IB macht, gehört sicherlich zur Oberschicht. Schau dir mal die Einkommensverteilung an. Nur 0,61% verdienen mehr als 12.000 Brutto im Monat. Das ist die absolute Einkommensoberschicht.

Vermögenstechnisch ist es wieder was anderes. Aber als Partner einer UB gehört man sicherlich nicht "nur" zur oberen Mittelschicht. Die Mittelschicht ist prinzipiell recht weit gefasst und beinhaltet fast alle die nicht arbeitslos sind.
Zitat: "Bei einem Alleinstehenden bedeutet das monatlich etwa zwischen 1400 und 2600 Euro netto." Das würde ich sogar noch etwas höher ansetzen, aber mit mehr als 10.000 netto bist du einfach nicht mehr Mittelschicht.

WiWi Gast schrieb am 21.12.2017:

Die UB/IB/DAX/IGM/BIG4 Gruppe. Diese haben größtenteils eine gute Karriere vor sich und werden nach einigen Jahren ein Leben in der oberen Mittelschicht erreichen. Dafür sind natürlich gewisse Opfer während des Studiums notwendig (UB/IB mehr BIG4 weniger). Platt gesagt - für diese Leute lohnt sich das BWL-Studium.

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WiWi Gast

Re: Das harte Brot des BWLers - Oder auch: Wieso sich ein BWL Studium nicht lohnt.

als Partner von mir aus

aber alles darunter nicht wirklich - du arbeitest hart und viel ... und nach Steuern bleibt auch nicht mehr so viel übrig

Oberschicht beginnt wenn deine Family ein Ferienhaus in der Schweiz hat, mal privat Business in den Urlaub fliegt, ein Boot in der Garage steht, du deine Kinder auf die Boarding school schicken kannst + das alles ohne groß Kalkulieren zu müssen oder nur auf eins der vielen Dinge zu sparen

da muss sich in Deutschland einiges an der Einstellung ändern: Think big. Wer viel leistet, dem steht auch viel zu (eher so wie in den USA). Wir als Zukünftige in einem Boot sollten daher genau so denken und uns nicht gegenseitig mit niedrigem Gehalt ausspielen lassen!

Unabhängig davon geht der Einstieg vielleicht leichter mit Winfo aktuell, aber to be honest, wer hat neben intrinsischer Motivation usw. das Studium nach Median- oder Durchschnitts-Einkommen ausgewählt?
Also zumindest die oberen 1, 2 Dezile sollten doch unserem Anspruch gerecht werden und da sieht es für BWL-ler schon nicht mehr so schlecht aus

WiWi Gast schrieb am 21.12.2017:

Obere Mittelschicht? Wer Karriere in der UB oder IB macht, gehört sicherlich zur Oberschicht. Schau dir mal die Einkommensverteilung an. Nur 0,61% verdienen mehr als 12.000 Brutto im Monat. Das ist die absolute Einkommensoberschicht.

Vermögenstechnisch ist es wieder was anderes. Aber als Partner einer UB gehört man sicherlich nicht "nur" zur oberen Mittelschicht. Die Mittelschicht ist prinzipiell recht weit gefasst und beinhaltet fast alle die nicht arbeitslos sind.
Zitat: "Bei einem Alleinstehenden bedeutet das monatlich etwa zwischen 1400 und 2600 Euro netto." Das würde ich sogar noch etwas höher ansetzen, aber mit mehr als 10.000 netto bist du einfach nicht mehr Mittelschicht.

WiWi Gast schrieb am 21.12.2017:

Die UB/IB/DAX/IGM/BIG4 Gruppe. Diese haben größtenteils eine gute Karriere vor sich und werden nach einigen Jahren ein Leben in der oberen Mittelschicht erreichen. Dafür sind natürlich gewisse Opfer während des Studiums notwendig (UB/IB mehr BIG4 weniger). Platt gesagt - für diese Leute lohnt sich das BWL-Studium.

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WiWi Gast

Re: Das harte Brot des BWLers - Oder auch: Wieso sich ein BWL Studium nicht lohnt.

Sicher ein wenig überspitzt formuliert, aber die Grundaussage ist absolut richtig!

WiWi Gast schrieb am 21.12.2017:

als Partner von mir aus...

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WiWi Gast

Re: Das harte Brot des BWLers - Oder auch: Wieso sich ein BWL Studium nicht lohnt.

Gruselig! So stellst du dir dein Leben vor? Robinson Club? Hast du den Golden Retriever und die zwei Kinder (Junge und Mädchen) schon? Deine Frau hat natürlich auch nur so einen Hobbyberuf wie Innenarchitektin und bleibt gerne für die Kinder zu Hause. Hobbies hast du leider keine außer 1x die Woche Fußball schauen, 1x die Woche was "Kulturelles" (für die Nachbarn und weil deine Frau drauf besteht) und 1x die Woche Kaffeetrinken oder Abendessen mit Freunden. Dein Sohn muss natürlich in den Fußballverein und deine Tochter macht Ballet oder spielt Tennis. Natürlich fahrt ihr nicht nur in den Robinson Club. Einmal Paris und einmal New York müssen natürlich auch mal sein. Und als absolute Krönung deines Lebenswegs steht am Ende der Eichenholzsarg auf dem für 30 Jahre gepachteten Grab.

WiWi Gast schrieb am 21.12.2017:

Vllt habe ich mich hier nicht ganz klar ausgedrückt. Meine mit oberer Mittelschicht ein gutbürgerliches Leben im Sinne von Wohneigentum (ca. 150 qm), zwei Familienurlauben
(1 x Skifahren, 1 x Robinsonclub im Sommer) und sorgenfreies Studieren für den Nachwuchs. Absolute Gehälter sind hier schwierig zu vergleichen - Karriere im UB und IB ist nur in einigen großen Städten möglich. In Frankfurt ist oben beschriebenes Leben mit 2.600 sicherlich nicht möglich. Da befinden wir uns schnell bei einem Haushaltseinkommen von 6.000+ ohne nennenswerte Beträge sparen zu können.

Wer diesen Lebensstandard plant und mit hoher Wahrscheinlichkeit erreichen möchte, muss im BWL-Bereich einen der oben genannten Berufswege einschlagen. Selbst bei den BIG4 ist das Gehalt nach 6-7 Jahren ausreichend (knapp 100.000).

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WiWi Gast

Re: Das harte Brot des BWLers - Oder auch: Wieso sich ein BWL Studium nicht lohnt.

Das hier gesagte mag alles stimmen. Man sollte aber auch die zukünftige Karriere bedenken. Okay wenn man nach dem Forum geht, ist die hier einschlägige Kriegsbemalung (Target Uni, ba + Ma 1,x, Ausland etc) für top Tier ub/ib wichtig. Für diese Leute lohnt sich das dann auch direkt beim Einstieg.

Was ist mit den anderen? Freund von mir: kaufmännische Ausbildung, ba und Ma 1,x an guter fh und vor kurzem Einstieg in dem Unternehmen in dem ich auch arbeite.
Einstiegsjob war n richtiger doofen Job. Intern gewechselt und n guten Job bekommen. Aber halt auch n Job deb alte Mitarbeiter mit ner Ausbildung machen.
Aber so ist das heute nunmal.
Wir haben hier junge Leute mit top Lebensläufen.
Man kann das ganze nicht mehr mit den Bedingungen von damals vergleichen.
Studium ist halt auch für die einfachen Jobs bei uns mittlerweile gängig.

Andererseits. Und jetzt kommt mit der Karriere... Wer hier von den neueren Kollegen kein Studium hat und nur ne Ausbildung wird wenn es um höhere Positionen geht weitaus weniger in Frage kommen als Akademiker.

Also Te, momentan mag dir die Jahre nach dem Studium alles noch sinnlos vorkommen. Aber niemand wird bei eventuellen Beförderungen oder Jobwechseln dir deine Anschlüsse streitig machen. Denke dass sich die Jahre des Lernens und Entbehrungen später bestimmt noch lohnen können.

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WiWi Gast

Re: Das harte Brot des BWLers - Oder auch: Wieso sich ein BWL Studium nicht lohnt.

:DD

WiWi Gast schrieb am 21.12.2017:

Gruselig! So stellst du dir dein Leben vor? Robinson Club? ...

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WiWi Gast

Re: Das harte Brot des BWLers - Oder auch: Wieso sich ein BWL Studium nicht lohnt.

Naja aber unter Karriere in einer UB versteht man letztendlich den Aufstieg zum Partner, ansonsten bist du nämlich raus aus der UB. Du wirst kaum jemand mit 50 dort sehen, der als Manager oder Senior Manager arbeitet. Die Leute die eben nicht Partner werden konnten, haben den Exit genommen.

Auch im IB wirst du letztendlich weiter oben ankommen, oder eben ausscheiden und woanders teilweise sogar mehr verdienen. Im IB hast du allerdings nicht so den Zwang Partner mit der Zeit zu werden wie im UB, da gibt es viele MD im höheren Alter und die verdienen auch mehr als genug.

Zu "sorgenfreies Studieren für den Nachwuchs" sage ich nur eins: Nicht so verwöhnen, der Nachwuchs kann auch selbst dann arbeiten gehen und sich zum großen Teil selbst ernähren. Ist auch der deutlich bessere Weg, als wenn man wohlstandsverwahrlost alles von Daddy bezahlt bekommt. Ist besser für den Charakter.

Mit Karriere im eigentlichen Sinne kannst du dir das Leben das du dir anscheinend vorstellst schon leisten.

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WiWi Gast

Re: Das harte Brot des BWLers - Oder auch: Wieso sich ein BWL Studium nicht lohnt.

Jeder Mensch hat andere Vorstellungen an sein zukünftiges Leben...
Wo liegt das Problem? Ich vermute mal Neid oder ein sehr engstirniges linkes Weltbild.

Wie sieht deine Vorstellung aus?
35 Stunden Woche und danach den tollen Hobbies, wie bspw. Kegelclub nachkommen. Im Urlaub gehts dann an den Campingplatz nach Slowenien? und die Kinder können leider nur an der nächsten FH studieren, weil der Herr Papa keine Lust hatte ordentlich zu arbeiten?

Finde ich egoistisch, langweilig und zum kotzen. Natürlich sollten meine Kinder schon während sie aufwachsen die Welt (New York und Paris) sehen. Deine Kindern können sich natürlich freuen, dass Herr Papa der Stellvertreter des Kegelclubs Oberhausen ist :)

WiWi Gast schrieb am 21.12.2017:

Gruselig! So stellst du dir dein Leben vor? Robinson Club? Hast du den Golden Retriever und die zwei Kinder (Junge und Mädchen) schon? Deine Frau hat natürlich auch nur so einen Hobbyberuf wie Innenarchitektin und bleibt gerne für die Kinder zu Hause. Hobbies hast du leider keine außer 1x die Woche Fußball schauen, 1x die Woche was "Kulturelles" (für die Nachbarn und weil deine Frau drauf besteht) und 1x die Woche Kaffeetrinken oder Abendessen mit Freunden. Dein Sohn muss natürlich in den Fußballverein und deine Tochter macht Ballet oder spielt Tennis. Natürlich fahrt ihr nicht nur in den Robinson Club. Einmal Paris und einmal New York müssen natürlich auch mal sein. Und als absolute Krönung deines Lebenswegs steht am Ende der Eichenholzsarg auf dem für 30 Jahre gepachteten Grab.

WiWi Gast schrieb am 21.12.2017:

Vllt habe ich mich hier nicht ganz klar ausgedrückt. Meine mit oberer Mittelschicht ein gutbürgerliches Leben im Sinne von Wohneigentum (ca. 150 qm), zwei Familienurlauben
(1 x Skifahren, 1 x Robinsonclub im Sommer) und sorgenfreies Studieren für den Nachwuchs. Absolute Gehälter sind hier schwierig zu vergleichen - Karriere im UB und IB ist nur in einigen großen Städten möglich. In Frankfurt ist oben beschriebenes Leben mit 2.600 sicherlich nicht möglich. Da befinden wir uns schnell bei einem Haushaltseinkommen von 6.000+ ohne nennenswerte Beträge sparen zu können.

Wer diesen Lebensstandard plant und mit hoher Wahrscheinlichkeit erreichen möchte, muss im BWL-Bereich einen der oben genannten Berufswege einschlagen. Selbst bei den BIG4 ist das Gehalt nach 6-7 Jahren ausreichend (knapp 100.000).

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WiWi Gast

Re: Das harte Brot des BWLers - Oder auch: Wieso sich ein BWL Studium nicht lohnt.

Bis auf diesen Punkt eigentlich ein guter Beitrag.
Da immer mehr Leute studieren wird es immer wichtiger sich anderweitig nebenbei zu qualifizieren: Praktika, Auslandssemester, Ehrenamt, Top-Noten. Hier haben einfach Leute, die nicht unterstützt werden immense Nachteile. Hat mich verwöhnen wenig zu tun.

WiWi Gast schrieb am 21.12.2017:

Zu "sorgenfreies Studieren für den Nachwuchs" sage ich nur eins: Nicht so verwöhnen, der Nachwuchs kann auch selbst dann arbeiten gehen und sich zum großen Teil selbst ernähren. Ist auch der deutlich bessere Weg, als wenn man wohlstandsverwahrlost alles von Daddy bezahlt bekommt. Ist besser für den Charakter.

antworten
WiWi Gast

Re: Das harte Brot des BWLers - Oder auch: Wieso sich ein BWL Studium nicht lohnt.

Rocket Science rules!

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WiWi Gast

Re: Das harte Brot des BWLers - Oder auch: Wieso sich ein BWL Studium nicht lohnt.

Zum Thema dass man mit einer Familie sehr schnell bei 6.000 Euro Haushaltseinkommen ist ohne nennenswerte Beträge sparen zu können. Das ist (leider) durchaus sehr realistisch. Eine sorgsame und umfassende - ausdrücklich nicht luxuriöse - Lebensführung kommt für eine 4-Personen Familie sehr schnell auf >5.000 Euro im Monat. Nur mal die Rechnung aufzumachen mit realen Zahlen aus meinem Haushaltsbudget und nicht frei erfundenen Werten was wir als Beispiel wirklich verbrauchen (Durchschnittswerte pro Monat):

  • Lebensmittel und Alltagssachen: 1000 Euro im Monat
  • Kleidung: 100 Euro
  • Heizöl oder Erdgas: 200 Euro
  • Pendlerkosten (Bahn): 300 Euro
  • Kindergarten: 300 Euro
  • Versicherung (ohne Altersvorsorge): 300 Euro (Gebäude, Haftpflicht, Risiko LV, BU-Schutz)
  • PKW und Benzin: 150 Euro
  • Strom, Wasser, Müll: 150 Euro
  • Telefon & Internet: 100 Euro
  • Grundsteuern: 100 Euro
  • Restaurant / Ausgehen / Freitzeit: 200 Euro
  • Handwerkerkosten: 100 Euro
  • Abtrag auf das Haus: 1.200 Euro (bei anderen halt wahlweise Miete für eine Großstadt-Wohnung)

Da sind wir schon bei über 4.000 Euro Minimum ohne dass ein Cent in den Urlaub oder in die Altersvorsorge geflossen ist. Eigenkapitalaufbau findet hier erstmal nur durch das Haus statt, realistisch ist vor allem aber, dass viele Anfangs eher zur Miete wohnen, dass die Rechnung oben sogar nur eine Kosten wären. Etwas abknappsen könnte man beim Thema Ausgehen & Freizeit, aber die 200 Euro machen den Kohl nicht fett und dann würde man nur noch zuhause rumsitzen, auch nicht realistisch.

Realitätsnah kommen zudem einige andere Kosten hinzu: Irgendwann sind Möbel oder Einrichtungsgegenstände fällig, in gewissem Maße fallen hier und da mal Kosten für medizinische Versorgung an und oben sind auch 0 Euro für Konsumgüter drin, jede Blueray von Amazon oder ein PC-Spiel ist in der Rechnung oben noch gar nicht drin.

Je nach Lebenssituation wird mancher etwas billiger wegkommen (z.B. keine Pendelkosten oder geringerer Versicherungsschutz), aber die Spielmasse ist irgendwo begrenzt. Je nach Lebensstil liegen die Kosten realistisch sehr schnell zwischen 4.000 und 6.000 Euro bevor der erste Euro "on-top" fließt, der dann wirklich aufm Sparbuch landet.

Das ist jetzt für mich normaler Mittelklasse-Lebensstil, gewisser Luxus (eigenes Haus) ist da drin, andere nicht wie z.B. Urlaub (machen wir nie, sind immer zuhause und sparen die Kosten). Geht es auch mit weniger Geld wie z.B. 2.500 Euro Nettoeinkommen? Natürlich geht das, aber dann fehlt es auch vorne und hinten, dann ist der Lebensstil halt eher Plattenbau 3-Zimmer Wohnung und bei zwei Kindern geteiltes Kinderzimmer und Weihnachten eher auf Sparflamme. Kann ich aus eigener Erfahrung sagen, dass ich das meinen Kindern nicht antun muss und nicht ganz so geil finde.

Mit 6.000 Euro ist eine Familie sicherlich sehr üppig und gut versorgt, aber sehr weit drunter geht es auch nicht wenn der Lebensstandard halbwegs im Normalbereich liegen soll. Wer selber Familie mit mind. zwei Kindern hat, wird das gut nachvollziehen können.

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WiWi Gast

Re: Das harte Brot des BWLers - Oder auch: Wieso sich ein BWL Studium nicht lohnt.

Und wenn man keine Affinität zum Programmieren hat? Dann sind die ganzen Überlegungen obsolet, weil man dann auch trotz besserer Aussichten nicht glücklich wird.

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WiWi Gast

Re: Das harte Brot des BWLers - Oder auch: Wieso sich ein BWL Studium nicht lohnt.

WiWi Gast schrieb am 30.12.2017:

Und wenn man keine Affinität zum Programmieren hat? Dann sind die ganzen Überlegungen obsolet, weil man dann auch trotz besserer Aussichten nicht glücklich wird.

Jeder der eine Passion für Zahlen hat, wird eine Affinität an Programmierung finden. Es macht wirklich Spaß - und du musst ja kein hardcore Programmierer sein z.B. im Bereich Data Analytics. Etwas Python und SQL reicht da vollkommen aus + BWL Hintergrund und du bist der Star.

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WiWi Gast

Re: Das harte Brot des BWLers - Oder auch: Wieso sich ein BWL Studium nicht lohnt.

Ich weiß schon, warum ich auf ein Haus verzichte. Guck dir nur mal all die mit dem Haus zusammenhängenden, exorbitanten Kosten an!

Heizöl oder Erdgas: 200 Euro
Versicherung (ohne Altersvorsorge): 300 Euro (Gebäude, Haftpflicht, Risiko LV, BU-Schutz)
Strom, Wasser, Müll: 150 Euro
Telefon &amp; Internet: 100 Euro
Grundsteuern: 100 Euro
Handwerkerkosten: 100 Euro
Abtrag auf das Haus: 1.200 Euro 

Das sind schon über 2000 EUR im Monat nur für die Hütte und den Rattenschwanz! Da muss man mindestens 6000 Netto nach Hause bringen, für diese Rechnung. Und das ist nun alles andere als Standard.

WiWi Gast schrieb am 30.12.2017:

Zum Thema dass man mit einer Familie sehr schnell bei 6.000 Euro Haushaltseinkommen ist ohne nennenswerte Beträge sparen zu können. Das ist (leider) durchaus sehr realistisch. Eine sorgsame und umfassende - ausdrücklich nicht luxuriöse - Lebensführung kommt für eine 4-Personen Familie sehr schnell auf >5.000 Euro im Monat. Nur mal die Rechnung aufzumachen mit realen Zahlen aus meinem Haushaltsbudget und nicht frei erfundenen Werten was wir als Beispiel wirklich verbrauchen (Durchschnittswerte pro Monat):

  • Lebensmittel und Alltagssachen: 1000 Euro im Monat
  • Kleidung: 100 Euro
  • Heizöl oder Erdgas: 200 Euro
  • Pendlerkosten (Bahn): 300 Euro
  • Kindergarten: 300 Euro
  • Versicherung (ohne Altersvorsorge): 300 Euro (Gebäude, Haftpflicht, Risiko LV, BU-Schutz)
  • PKW und Benzin: 150 Euro
  • Strom, Wasser, Müll: 150 Euro
  • Telefon & Internet: 100 Euro
  • Grundsteuern: 100 Euro
  • Restaurant / Ausgehen / Freitzeit: 200 Euro
  • Handwerkerkosten: 100 Euro
  • Abtrag auf das Haus: 1.200 Euro (bei anderen halt wahlweise Miete für eine Großstadt-Wohnung)

Da sind wir schon bei über 4.000 Euro Minimum ohne dass ein Cent in den Urlaub oder in die Altersvorsorge geflossen ist. Eigenkapitalaufbau findet hier erstmal nur durch das Haus statt, realistisch ist vor allem aber, dass viele Anfangs eher zur Miete wohnen, dass die Rechnung oben sogar nur eine Kosten wären. Etwas abknappsen könnte man beim Thema Ausgehen & Freizeit, aber die 200 Euro machen den Kohl nicht fett und dann würde man nur noch zuhause rumsitzen, auch nicht realistisch.

Realitätsnah kommen zudem einige andere Kosten hinzu: Irgendwann sind Möbel oder Einrichtungsgegenstände fällig, in gewissem Maße fallen hier und da mal Kosten für medizinische Versorgung an und oben sind auch 0 Euro für Konsumgüter drin, jede Blueray von Amazon oder ein PC-Spiel ist in der Rechnung oben noch gar nicht drin.

Je nach Lebenssituation wird mancher etwas billiger wegkommen (z.B. keine Pendelkosten oder geringerer Versicherungsschutz), aber die Spielmasse ist irgendwo begrenzt. Je nach Lebensstil liegen die Kosten realistisch sehr schnell zwischen 4.000 und 6.000 Euro bevor der erste Euro "on-top" fließt, der dann wirklich aufm Sparbuch landet.

Das ist jetzt für mich normaler Mittelklasse-Lebensstil, gewisser Luxus (eigenes Haus) ist da drin, andere nicht wie z.B. Urlaub (machen wir nie, sind immer zuhause und sparen die Kosten). Geht es auch mit weniger Geld wie z.B. 2.500 Euro Nettoeinkommen? Natürlich geht das, aber dann fehlt es auch vorne und hinten, dann ist der Lebensstil halt eher Plattenbau 3-Zimmer Wohnung und bei zwei Kindern geteiltes Kinderzimmer und Weihnachten eher auf Sparflamme. Kann ich aus eigener Erfahrung sagen, dass ich das meinen Kindern nicht antun muss und nicht ganz so geil finde.

Mit 6.000 Euro ist eine Familie sicherlich sehr üppig und gut versorgt, aber sehr weit drunter geht es auch nicht wenn der Lebensstandard halbwegs im Normalbereich liegen soll. Wer selber Familie mit mind. zwei Kindern hat, wird das gut nachvollziehen können.

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WiWi Gast

Re: Das harte Brot des BWLers - Oder auch: Wieso sich ein BWL Studium nicht lohnt.

Und in einer Mietwohnung zahlst du keine Heizkosten, Grundsteuern und Versicherung? Schonmal eine Betriebskostenabrechnung gelesen für deine Wohnung? Du zahlst die gleichen Kosten auch in einer MIetwohnung, denn diese Posten darf der Vermieter dir zu 100% alle in Rechnung stellen.

Einziger Unterschied: In absoluten Werten kommst du billiger weg, denn normalerweise wirst du keine Wohnung mit >200m² anmieten, in der Liga bist du mit einem vernünftigen Haus hingegen relativ schnell. Aber das ist dann in der Tat eine Lifestyle-Frage, denn das Lebensgefühl der Herr in den eigenen vier Wänden auf einem eigenen Grundstück zu sein ist mit Geld nicht mehr aufzuwiegen wenn man über 10 Jahre lang im Mietblock gewohnt hat und sich ständig mit allerlei Nachbarn arrangieren muss. Aber das ist eher eine persönliche, weniger eine monetäre Frage.

In Bezug auf Betriebskosten relativ pro Quadratmeter Fläche wirst du in etwa denselben "Rattenschwanz" haben, da macht Eigenheim oder Mietwohnung kaum einen Unterschied. In manchen MIetwohnungen bist du sogar eher teurer dran, z.B. wenn ein Fahrstuhl drin ist, der ist ein Cash-Burn-Maschine.

Du hast übrigens oben einen Rechenfehler gemacht: Du kannst ja nicht 300 Euro als komplette Haushalts-Versicherungskosten inkl. Risiko LV und BU einem Haus zuordnen. Die Gebäudeversicherung kostet dich etwa 500 Euro im Jahr für ein "normales" Haus, das ist eher ein überschaubarer Posten.

Realistisch würde ich sagen kommt man mit 500 Euro Betriebskosten für ein 200m² Haus schon sehr gut hin, inkl. Strom, Wasser, Steuern usw. Das ist nicht weit entfernt von den laufenden Nebenkosten einer großen Mietwohnung. Einziger Unterschied: Von den 1.200 Abtrag bei der Bank sind 900 Tilgung und 300 Zinsen. Bei der Miete ist dagegen alles futsch bis auf den letztern Cent. Der Vermieter dagegen freut sich wie Bolle im aktuellen Zinsniveau. Kann ich ganz gut beurteilen, mir gehören selber ein paar Wohnungen.

antworten
WiWi Gast

Re: Das harte Brot des BWLers - Oder auch: Wieso sich ein BWL Studium nicht lohnt.

Was denkt Ihr?

Vorgeschichte: Mittlere Reife, Sanitäter, Industriekaufmann IHK, 20 Jahre verheiratet, schwerbehindert GdB 60, 15 Jahre auf Beschäftigungssuche ohne Unterstützung vom Staat, weil Frau zuviel verdient, kleinere Jobs wie Zeitung austragen, PennyMärkte Inventurhelfer, usw. ... bin Computer-Nerd und Programmierer seit 11. Lebensjahr autodidaktisch... (BASIC, Assembler, C++, HTML, JAVA, Javascript, PHP, beste theoretische und praktische Hardwarekenntnisse, Netzwerke, etc.)
...
Mit über 40 noch den Staatlich geprüften Betriebswirt, Schwerpunkt Informationswirtschaft mit Ergänzung: Personal-, Absatz- und Finanzwirtschaft, Wirtschaftspsychologie, Bilanzierung HGB/IFRS, ... machen, parallel am ECBM in London den International Kaufmann AHK sich zertifizieren lassen, danach an der PFH Göttingen in einem Jahr den Bachelor in BWL - General Management mit den Schwerpunkten Industriemanagement/Banking/Wirtschaftsinformatik studieren, parallel dazu den gepr. Wirtschaftsfachwirt IHK (nur die Prüfungen ablegen), Ada-Schein, EBCL Certified Manager, dann Job suchen und parallel zum Job den Master an der PFH anschliessen, und wiederum parallel für den gepr. Betriebswirt (IHK) büffeln, eventuell noch IHK Sachkundeprüfung nach §34a GewO, dann MBA an der PFH ... selbstverständlich alles selbst finanziert und von der Einkommensteuer abgesetzt ohne Meister-Bafög, etc.

Wenn ich fertig bin, dann bin ich 47.

Wäre das ein guter Weg, was meint Ihr?

Würde ich dann in meinem Alter noch irgendwo genommen werden, und was würde ich da so verdienen?

antworten
WiWi Gast

Re: Das harte Brot des BWLers - Oder auch: Wieso sich ein BWL Studium nicht lohnt.

Danke für die Antwort. Ja, ich habe es bewusst etwas überspitzt dargestellt und kann deinen Argumenten natürlich auch folgen. Das Ding mit dem Haus ist ja auch schön und gut. Nur was hat man von einer Niedrigzins-Phase, wo der Kredit günstig, aber fast jedes Haus und Grundstück locker 20% über Normalwert angeboten werden? Am Ende spart man nicht, sondern zahlt drauf. Je mehr zu tilgen, umso schlechter. Unabhängig von Zinsen.

WiWi Gast schrieb am 31.12.2017:

Und in einer Mietwohnung zahlst du keine Heizkosten, Grundsteuern und Versicherung? Schonmal eine Betriebskostenabrechnung gelesen für deine Wohnung? Du zahlst die gleichen Kosten auch in einer MIetwohnung, denn diese Posten darf der Vermieter dir zu 100% alle in Rechnung stellen.

Einziger Unterschied: In absoluten Werten kommst du billiger weg, denn normalerweise wirst du keine Wohnung mit >200m² anmieten, in der Liga bist du mit einem vernünftigen Haus hingegen relativ schnell. Aber das ist dann in der Tat eine Lifestyle-Frage, denn das Lebensgefühl der Herr in den eigenen vier Wänden auf einem eigenen Grundstück zu sein ist mit Geld nicht mehr aufzuwiegen wenn man über 10 Jahre lang im Mietblock gewohnt hat und sich ständig mit allerlei Nachbarn arrangieren muss. Aber das ist eher eine persönliche, weniger eine monetäre Frage.

In Bezug auf Betriebskosten relativ pro Quadratmeter Fläche wirst du in etwa denselben "Rattenschwanz" haben, da macht Eigenheim oder Mietwohnung kaum einen Unterschied. In manchen MIetwohnungen bist du sogar eher teurer dran, z.B. wenn ein Fahrstuhl drin ist, der ist ein Cash-Burn-Maschine.

Du hast übrigens oben einen Rechenfehler gemacht: Du kannst ja nicht 300 Euro als komplette Haushalts-Versicherungskosten inkl. Risiko LV und BU einem Haus zuordnen. Die Gebäudeversicherung kostet dich etwa 500 Euro im Jahr für ein "normales" Haus, das ist eher ein überschaubarer Posten.

Realistisch würde ich sagen kommt man mit 500 Euro Betriebskosten für ein 200m² Haus schon sehr gut hin, inkl. Strom, Wasser, Steuern usw. Das ist nicht weit entfernt von den laufenden Nebenkosten einer großen Mietwohnung. Einziger Unterschied: Von den 1.200 Abtrag bei der Bank sind 900 Tilgung und 300 Zinsen. Bei der Miete ist dagegen alles futsch bis auf den letztern Cent. Der Vermieter dagegen freut sich wie Bolle im aktuellen Zinsniveau. Kann ich ganz gut beurteilen, mir gehören selber ein paar Wohnungen.

antworten
WiWi Gast

Re: Das harte Brot des BWLers - Oder auch: Wieso sich ein BWL Studium nicht lohnt.

WiWi Gast schrieb am 31.12.2017:

Was denkt Ihr?

Vorgeschichte: Mittlere Reife, Sanitäter, Industriekaufmann IHK, 20 Jahre verheiratet, schwerbehindert GdB 60, 15 Jahre auf Beschäftigungssuche ohne Unterstützung vom Staat, weil Frau zuviel verdient, kleinere Jobs wie Zeitung austragen, PennyMärkte Inventurhelfer, usw. ... bin Computer-Nerd und Programmierer seit 11. Lebensjahr autodidaktisch... (BASIC, Assembler, C++, HTML, JAVA, Javascript, PHP, beste theoretische und praktische Hardwarekenntnisse, Netzwerke, etc.)
...
Mit über 40 noch den Staatlich geprüften Betriebswirt, Schwerpunkt Informationswirtschaft mit Ergänzung: Personal-, Absatz- und Finanzwirtschaft, Wirtschaftspsychologie, Bilanzierung HGB/IFRS, ... machen, parallel am ECBM in London den International Kaufmann AHK sich zertifizieren lassen, danach an der PFH Göttingen in einem Jahr den Bachelor in BWL - General Management mit den Schwerpunkten Industriemanagement/Banking/Wirtschaftsinformatik studieren, parallel dazu den gepr. Wirtschaftsfachwirt IHK (nur die Prüfungen ablegen), Ada-Schein, EBCL Certified Manager, dann Job suchen und parallel zum Job den Master an der PFH anschliessen, und wiederum parallel für den gepr. Betriebswirt (IHK) büffeln, eventuell noch IHK Sachkundeprüfung nach §34a GewO, dann MBA an der PFH ... selbstverständlich alles selbst finanziert und von der Einkommensteuer abgesetzt ohne Meister-Bafög, etc.

Wenn ich fertig bin, dann bin ich 47.

Wäre das ein guter Weg, was meint Ihr?

Würde ich dann in meinem Alter noch irgendwo genommen werden, und was würde ich da so verdienen?

Wieso das ganze BWLer kram ? Entscheide dich: Bist du nun Programmierer oder lieber BWLer ? Ich würde voll auf IT setzen, dafür fehlen dir jedoch die Zertifizierungen. Entweder du hast Glück und bewirbst dich um Praktika in Software Buden und dass du dich gerne beweisen würdest - unabhängig jeglicher Zertifikate oder du setzt das ganze in einem Informatik Studium um. Ich bin kein Arbeitsmarktexperte, sondern der TE der ebenfalls von BWL auf IT gewechselt ist. Aber so könnte ich es mir vorstellen - keine Garantie

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WiWi Gast

Re: Das harte Brot des BWLers - Oder auch: Wieso sich ein BWL Studium nicht lohnt.

Naja, mit dem Staatlich geprüften Betriebswirt bin ich im Sommer fertig, inklusive Fachhochschulreife. (Bin gerade im 3. Semester)

Internationaler Kaufmann AHK (Schwerpunkt UK) bin ich schon.

Den EBCL Stufe A (86%) habe ich auch schon.

Wie gesagt, der SGB ist mit Schwerpunkt Informationswirtschaft und im Bachelor-Studium, wo mir 90 ECTS für den SGB angerechnet werden, habe ich dann einen von drei Schwerpunkten in Wirtschaftsinformatik.

Parallel zum staatl. gepr. Betriebswirt kann ich schon im 4. Semester ab April einsteigen und wäre im September 2019 mit dem Bachelor (180 ECTS) fertig.

Somit habe ich den Weg Richtung Wirtschaftsinformatik bereits eingeschlagen.

Parallel zum Bachelor noch den beruflichen Zweig bei der IHK zum gepr. Wirtschaftsfachwirt (nur Prüfungen ablegen, da ich den Stoff eh im SGB grösstenteils habe, ausser Steuerrecht), damit ich auf IHK-Ebene zum gepr. Betriebswirt aufsteigen darf, und bei diesem ebenfalls nur die Prüfungen ablege. Für den SGB, Wirtschaftsfachwirt und Betriebswirt IHK gibt es jeweils bei Bestehen 1500 EURO vom Staat als Meisterbonus. ;)

Mit der Sachkundeprüfung könnte ich mir eine dritte Qualifikation zulegen neben BWL und Wirtschaftsinformatik.

Rein theoretisch wäre ich dann ca. Ende 2019:

  • Staatlich geprüfter Betriebswirt (SP: Informationswirtschaft) mit Fachhochschulreife und Hochschulzugangsberechtigung
  • geprüfter Wirtschaftsfachwirt IHK
  • Ausbilder AEVO (AdA-Schein)
  • geprüfter Betriebswirt IHK
  • EBCL Certified Manager (Qualifizierung auf europäischer Ebene)
  • Sachkundegeprüft nach §34a GewO
  • Bachelor-Betriebswirt mit SP Wirtschaftsinformatik, Banking und Industriemanagement

Bleibt halt nur die Frage, ob ich dann überhaupt genommen werde, egal wo, Hauptsache erst einmal wieder eine Arbeit.

Während der Arbeit im mittleren Management dann an der PFH den Master parallel abschliessen und im Anschluss dann noch den MBA ranhängen. Sind meiner Meinung nach gut investiertes Geld und Zeit.

So sieht die Planung für meine REST-Zukunft aus, um nochmal richtig durchzustarten.

Mit dem SGB läuft es zur Zeit sehr gut, nur das Lernen fällt mir in meinem Alter schwerer als früher und für die Projektarbeit mache ich zur Zeit die Literaturrecherche und die Gliederung.

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WiWi Gast

Re: Das harte Brot des BWLers - Oder auch: Wieso sich ein BWL Studium nicht lohnt.

Was dir fehlt, sind meiner Meinung nach keine Abschlüsse, sondern Arbeit und praktische Erfahrung. Bitte versuch vor alle, ein Praktikum in deinem Wunschbereich zu bekommen (wobei in dem Alter ein Praktikum?) oder den Direkteinstieg. Das Sammeln von Zertifikaten ist suboptimal.

antworten
WiWi Gast

Re: Das harte Brot des BWLers - Oder auch: Wieso sich ein BWL Studium nicht lohnt.

Bitte benutze nicht programmieren und HTML in einem Satz...

WiWi Gast schrieb am 31.12.2017:

Was denkt Ihr?

Vorgeschichte: Mittlere Reife, Sanitäter, Industriekaufmann IHK, 20 Jahre verheiratet, schwerbehindert GdB 60, 15 Jahre auf Beschäftigungssuche ohne Unterstützung vom Staat, weil Frau zuviel verdient, kleinere Jobs wie Zeitung austragen, PennyMärkte Inventurhelfer, usw. ... bin Computer-Nerd und Programmierer seit 11. Lebensjahr autodidaktisch... (BASIC, Assembler, C++, HTML, JAVA, Javascript, PHP, beste theoretische und praktische Hardwarekenntnisse, Netzwerke, etc.)
...
Mit über 40 noch den Staatlich geprüften Betriebswirt, Schwerpunkt Informationswirtschaft mit Ergänzung: Personal-, Absatz- und Finanzwirtschaft, Wirtschaftspsychologie, Bilanzierung HGB/IFRS, ... machen, parallel am ECBM in London den International Kaufmann AHK sich zertifizieren lassen, danach an der PFH Göttingen in einem Jahr den Bachelor in BWL - General Management mit den Schwerpunkten Industriemanagement/Banking/Wirtschaftsinformatik studieren, parallel dazu den gepr. Wirtschaftsfachwirt IHK (nur die Prüfungen ablegen), Ada-Schein, EBCL Certified Manager, dann Job suchen und parallel zum Job den Master an der PFH anschliessen, und wiederum parallel für den gepr. Betriebswirt (IHK) büffeln, eventuell noch IHK Sachkundeprüfung nach §34a GewO, dann MBA an der PFH ... selbstverständlich alles selbst finanziert und von der Einkommensteuer abgesetzt ohne Meister-Bafög, etc.

Wenn ich fertig bin, dann bin ich 47.

Wäre das ein guter Weg, was meint Ihr?

Würde ich dann in meinem Alter noch irgendwo genommen werden, und was würde ich da so verdienen?

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WiWi Gast

Re: Das harte Brot des BWLers - Oder auch: Wieso sich ein BWL Studium nicht lohnt.

So ganz verstehe ich euch nicht. Während meines BWL Studiums habe ich viel gelernt (Klettern, Surfen etc) und am Ende des Semester mal ein paar Wochen für Klausuren gelernt.

Jetzt verdiene ich als Steuerberater 80k im Jahr bei einer 40 Stunden Woche und vollem Überstundenausgleich.

Ich glaube in anderen Studienfächern wäre der Aufwand deutlich höher gewesen und das Gehalt nicht unbedingt in dieser Region. Klar kann man deutlich mehr verdienen. Aber ich habe mich nicht als Jurist für 5 Jahre in die BIB eingesperrt und anschließend zwei Staatsexamen geschrieben oder als Medizinstudent tonnenweise auswendig gelernt.

Ich hab den Master mit 1,6 abgeschlossen und zeitlgleich mehr gechillt als für die Uni gelernt. Ich muss sagen, dass sich das BWL Studium meines Erachtens schon jetzt gelohnt hat. Zudem bin ich gerade mal 30. Das Ende ist doch noch lange nicht erreicht. Irgendwann kommt die Selbtständigkeit und ein Gehalt was sicherlich dreistellig ist, wenn man sich nicht ganz dumm anstellt auch Netto.

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