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Lebenslauf: Ehrlich währt am längsten

85 Prozent der Deutschen würden niemals beim Lebenslauf tricksen, um bessere Chancen bei der Jobsuche zu haben.

Ehrlich währt am längsten
Eschborn, 28.10.2009 (mon) - Gute Referenzen, ein gelungenes Anschreiben, ein professionelles Foto - Jobsuchende haben es nicht immer leicht bei einer Bewerbung. Vieles gibt es zu beachten, doch eines ist ganz besonders wichtig: ein aussagekräftiger Lebenslauf. Er ist in der Regel die erste Möglichkeit, bei einem potentiellen Arbeitgeber Interesse zu wecken. Wenn etwas so wichtig ist, könnte möglicher Weise auch Schönfärberei im Spiel sein. Doch weit gefehlt: Eine aktuelle Online-Umfrage des Karriereportals Monster ergab, dass sich 85 Prozent der Deutschen im Lebenslauf rein an die Fakten halten. Dagegen haben nur zehn Prozent der Befragten bei ihren Fremdsprachen- und PCKenntnissen zu dick aufgetragen und lediglich fünf Prozent der Umfrageteilnehmer haben ein Praktikum erfunden.

Die Ergebnisse der Umfrage auf einen Blick
Haben Sie schon einmal Ihren Lebenslauf aufgewertet?

Nein, das würde ich nie tun - ich bleibe bei den Fakten.

85% (3.763)

Ja, ich habe bei meinen Fremdsprachen- und PC-Kenntnissen zu dick aufgetragen.

10% (446)

Ja, ich habe ein Praktikum erfunden.

5% (217)

 

»Das Verhältnis zum Arbeitgeber sollte auf Vertrauen basieren. Von Lügen im Lebenslauf ist daher dringend abzuraten. Nicht selten kommt die Wahrheit irgendwann heraus und kann im schlimmsten Fall sogar ein möglicher Kündigungsgrund sein«, so Marco Bertoli, Geschäftsführer Central Europe bei Monster Worldwide. »Grundsätzlich ist der Wunsch vieler Bewerber, sich in bestem Licht zu präsentieren, durchaus nachzuvollziehen. Doch dafür gibt es bessere Wege: eine professionell gestaltete Bewerbungsmappe, eine gute Vorbereitung auf ein Vorstellungsgespräch sowie ein überzeugendes Auftreten«.

Noch ehrlicher in Sachen Lebenslauf als die Deutschen sind die Nachbarn in Österreich und der Schweiz - ganze 87 Prozent der Österreicher und 86 Prozent der Schweizer lehnen falsche Angaben im Lebenslauf grundsätzlich ab. Was allerdings Computer- und Fremdsprachenkenntnisse angeht, mogeln in Österreich genau wie in Deutschland zehn Prozent der Befragten gerne mal ein wenig. Ehrlicher sind hier die Schweizer: Nur acht Prozent von ihnen neigen dazu, bei Fremdsprachen- und Computerkenntnissen etwas zu übertreiben. Anders verhält es sich allerdings beim Thema Praktika: Während sechs Prozent der Schweizer schon mal ein Praktikum angegeben haben, das sie in Wirklichkeit nie absolviert haben, haben dies in Österreich gerade mal drei Prozent der Befragten gemacht. 4.997 Arbeitnehmer in Deutschland, Österreich und der Schweiz nahmen vom 31. August bis zum 13. September 2009 an der Umfrage teil.  

Im Forum zu Lebenslauf

11 Kommentare

Werkstudentenstelle in Lebenslauf schmuggeln?

WiWi Gast

WiWi Gast schrieb am 04.10.2017: bestimmt hat ein Vorstandsmitglied a) die Zeit dafür in diesem Forum rumzugurken, und b) benutzt er einen Zwinker Smiley um seine tolle Lügengeschichte zu schmücke ...

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Lounge Gast schrieb: Sicher doch, inbesondere die Theologie ist hier ein echter Pluspunkt und wird die Karriere so richtig pushen! Mann, Mann, Mann... ...

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Was ist denn, wenn man nur ein Scheinstudium gemacht hat und nix geschrieben hat. Muss man doch dann nicht angeben ist ja keine Lüge oder?

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