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Consultingfirmen stehen vor neuem »War for Talents«

Das Jahr 2012 war für die Managementberater mit einem Umsatzwachstum von 10 Prozent erneut sehr erfolgreiche. Keines der Unternehmen rechnet im laufenden Jahr 2013 mit rückläufigen Umsätzen. Der enge Arbeitsmarkt für qualifizierte Berater behindert jedoch zunehmend die Beratungsbranche.

Aus Samen in kleinen Kästchen entspringen neue Pflanzen.

Consultingfirmen stehen vor neuem »War for Talents«
Kaufbeuren, 31.07.2013 (luend) – Der Managementberatungs-Markt in Deutschland hat 2012 das starke Wachstumsniveau der Vorjahre gehalten. Die von Lünendonk befragten Managementberatungs-Unternehmen stellten dies mit einer durchschnittlichen Steigerungsrate von 10 Prozent eindrucksvoll unter Beweis. Das erneut zweistellige Wachstum liegt auch 2012 weiter über dem Durchschnitt des vergangenen Jahrzehnts.

Das sind Ergebnisse aus der aktuellen Lünendonk-Studie 2013 „Führende Managementberatungs-Unternehmen in Deutschland“, die vom Marktforschungsinstitut Lünendonk, Kaufbeuren, auf Basis von 63 Beratungsunternehmen, darunter die Top 25 in Deutschland, erstellt wurde. Die Studie ist ab sofort erhältlich.

Markante Unterschiede beim Wachstum
Bei der Umsatzentwicklung der einzelnen Unternehmen zeigen sich markante Unterschiede, die auf strukturelle Veränderungen im Markt hinweisen. So erhöhten 40 Prozent der Unternehmen ihren Inlandsumsatz um über 10 Prozent. 34 Prozent der Unternehmen weisen Umsatzzuwächse im Inland von über 0 bis zu 10 Prozent auf. Bei 10 Prozent der Befragten stagnierte der Inlandsumsatz. 16 Prozent der 63 analysierten Managementberatungen mussten auch 2012 Umsatzrückgänge hinnehmen.

Enger Arbeitsmarkt behindert die Beratungsbranche
Das erfolgreiche Jahr 2012 war für die Managementberater zunehmend durch einen engen Arbeitsmarkt für qualifizierte Berater geprägt. So blieben 2012 viele offene Positionen unbesetzt, was auch zu der im Vergleich zum Umsatz niedrigeren Zunahme der Mitarbeiterzahlen beigetragen hat.

Ein beträchtliches Reservoir für das Beratungsgeschäft stellen weibliche Arbeitskräfte dar. Über alle Teilnehmerunternehmen hinweg gerechnet ergibt sich laut Angaben der Studienteilnehmer ein durchschnittlicher Anteil weiblicher Berater von 24 Prozent (Median: 21%). Im Vergleich zum Vorjahr 2011 sind die Anteile der Beraterinnen spürbar angestiegen. Im laufenden Jahr 2013 wollen die befragten Unternehmen ihre weiblichen Kontingente weiter aufstocken. Die Planungen ergeben einen durchschnittlichen Anteil für das laufende Jahr von rund 27 Prozent (Median: 25%).

Der Mangel an qualifizierten Fachkräften hat die Bewegung im Arbeitsmarkt für Berater deutlich erhöht. „Es zeichnet sich bereits heute ab, dass sich die Beratungsunternehmen auch in den kommenden Jahren mit dem Mangel an Fachkräften auseinandersetzen müssen. Durch mehr Nachfrage und weniger Angebote entsteht ein Schub auf die Höhe der Gehälter. Die Bewerber wandeln sich zu Umworbenen“, sagt Thomas Lünendonk, Inhaber der Lünendonk GmbH.

Die Verteilung der Fluktuationsquoten (Austritte gemessen an der Anzahl der Berater) zeigt einen Höhepunkt bei „über 9 bis 12 Prozent“ (34%) und eine weitere Häufung bei „über 12 bis 15 Prozent“ (29%). Der Mittelwert (12,5%) und der Median (11,5%) liegen auch in diesem Bereich. Allerdings ist die Fluktuationsrate bei den zehn umsatzstärksten Unternehmen (Top 10) mit 18,2 Prozent (Median: 15,0%) deutlich höher, was auch mit der Personalpolitik der großen Beratungsunternehmen (up or out) zusammenhängen mag. Die übrigen Unternehmen weisen mit durchschnittlich 11,8 Prozent (Median: 10,0%) deutlich niedrigere Fluktuationsraten auf.

Optimistische Umsatzprognosen
Nachdem die Geschäftsjahre 2011 und 2012 für die überwiegende Zahl der 63 Managementberatungs-Unternehmen, die in diese Studie einbezogen wurden, erfolgreich verlaufen sind, sehen die meisten Befragungsteilnehmer die Entwicklung ihrer Umsätze in der nahen Zukunft auch weiterhin recht optimistisch. Keines der Unternehmen rechnet im laufenden Jahr 2013 mit rückläufigen Umsätzen und nur 2 Prozent erwarten eine Stagnation ihrer Umsätze.

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