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Consulting Gehaltskalkulation je Tagessatz

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WiWi Gast

Consulting Gehaltskalkulation je Tagessatz

Hallo zusammen,

im Consulting sind ja oft Tagessätze i.h.v über 1000 euro die Regel. Für einen vollausgelasteten Berater ergibt sich somit locker ein Umsatz höher als 150k.
Nun zu der Frage:
Warum ist es die Regel, dass Beratungen eher ca 70k oder oft weniger an den Consultant ausschütteln?

Musste auch selbst erleben, dass um jeden 1000 Euro in der Gehaltsverhandlung gekämpft wird. Ein ökonomisches Argument wäre man bezahlt Marktpreise. allerdings musste ich oft feststellen, dass im Moment auch Leute dann gehen, von daher nicht ganz nachvollziehbar.

Was meint Ihr? kann man das ökonomisch sinvoll erklären, dass bei einem Tagessatz von über 1000 Euro die Berater nicht mehr als 80K verdienen sollten?

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WiWi Gast

Re: Consulting Gehaltskalkulation je Tagessatz

was denkst Du denn wovon derjenige bezahlt wird der das Interview mit Dir geführt wird, derjenige dem der Laden gehört usw...???

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WiWi Gast

Re: Consulting Gehaltskalkulation je Tagessatz

Was ist das denn für eine Milchmädchenrechnung? Der Tagessatz ist ja erstmal brutto und davon gehen jede Menge Steuern runter. Dann muss die Beratung alle möglichen Verwaltungskosten tragen und das Backoffice etc., das ebenfalls Teil des Gesamtprodukts Beratung ist, muss ebenfalls von den Tagessätzen bezahlt werden. Zusätzlich ist es bei einer Beratung, ebenso wie bei jedem anderen Unternehmen, nunmal so, dass in erster Linie die oberen Ebenen den Großteil des Profits einstreichen, that's life.

Wer echt versucht über die Rechtmäßigkeit eines Beratergehalts anhand der Tagessätze zu argumentieren, wird sehr wahrscheinlich eh selber nie Berater.

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WiWi Gast

Re: Consulting Gehaltskalkulation je Tagessatz

Kosten für Back-office sowie Standort-/Strukturkosten.
Außerdem will der Partner ja ebenfalls 30-50% deines Tagessatz abgreifen...

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know-it-all

Re: Consulting Gehaltskalkulation je Tagessatz

Hast du schonmal einen Autohersteller gesehen, der seine Produkte zum Preis der Selbstkosten verkauft?
Die EBIT-Marge der großen Premiumhersteller liegt zwar "nur" bei ca. 10%, aber die beinhaltet auch schon alle Gemeinkosten wie Forschung und Entwicklung und den "Wasserkopf" in der Unternehmenszentrale etc.

Ein anderes interessantes Beispiele: bei Erscheinen jeder neuen iPhone-Generation werden die Dinger recht schnell auseinandergebaut werden um die Preise der einzelnen Komponenten/Materialkosten zu ermitteln (siehe http://www.heise.de/mac-and-i/meldung/iPhone-6s-und-6s-Plus-Erste-Schaetzung-der-Materialkosten-2835410.html)
Meist kommt bei dieser Untersuchung heraus, dass die Materialkosten nur ca. 20-25% des Verkaufspreises ausmachen.
Du könntest somit auch die Frage stellen, ob man es denn ökonomisch sinnvoll erklären kann, dass Apple für seine Produkte >700 EUR verlangt oder ob die nicht besser für 400 EUR verkauft werden sollten.

Die UBs müssen u.a. auch die folgenden Kosten aus den Beratungsumsätzen bezahlen:

  • Bonus/Tantiemen der Anteilseigner/Partner (Vergütung des unternehmerischen Risikos)
  • Lohn & Gehalt für alle intern arbeitenden Angestellten (Verwaltungsfunktionen wie HR, IT, Buchhaltung und das Back Office etc etc)
  • Miete / Bürokosten
  • "Leerstandskosten", also Kosten der Berater die gerade nicht auf Kundenprojekten eingesetzt werden
  • Akquise neuer Kunden/Projekte
  • Forschung und Entwicklung (Umfragen, Studien etc. etc.)
  • Training / Fortbildung

Letztlich stellen Preise (sowohl was die Stundensätze als auch die Vergütung angeht) immer ein Marktgleichgewicht da. Wenn die UBs also einerseits genug Kunden haben, die bereit sind einen Tagessatz von 1.000 EUR zu zahlen und andererseits genug Berater ihre Arbeitskraft für 50 - 70k EUR anbieten - warum sollten die UBs dann etwas ändern?

Lounge Gast schrieb:

Hallo zusammen,

im Consulting sind ja oft Tagessätze i.h.v über 1000 euro die
Regel. Für einen vollausgelasteten Berater ergibt sich somit
locker ein Umsatz höher als 150k.
Nun zu der Frage:
Warum ist es die Regel, dass Beratungen eher ca 70k oder oft
weniger an den Consultant ausschütteln?

Musste auch selbst erleben, dass um jeden 1000 Euro in der
Gehaltsverhandlung gekämpft wird. Ein ökonomisches Argument
wäre man bezahlt Marktpreise. allerdings musste ich oft
feststellen, dass im Moment auch Leute dann gehen, von daher
nicht ganz nachvollziehbar.

Was meint Ihr? kann man das ökonomisch sinvoll erklären, dass
bei einem Tagessatz von über 1000 Euro die Berater nicht mehr
als 80K verdienen sollten?

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WiWi Gast

Re: Consulting Gehaltskalkulation je Tagessatz

Um deine Erstaunen noch etwas zu vergrößern: Tagessätze von 1000 EUR sind schon eher am unteren Ende angesiedelt. Im Bereich von 500-3500 ist noch nichts außergewöhnliches dabei.

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WiWi Gast

Re: Consulting Gehaltskalkulation je Tagessatz

Bin selber Berater. Weiß das Tagessätze von 1000 Euro+ Standart sind. Verstehe nur nicht warum, m.M.n relativ wenig beim Berater ankommt (zumindest die die voll ausgelastet sind).

Meine Rechnung:
Annahme: Berater voll Ausgelastet (200T)
Annahme2: Backoffice / Verwaltungskosten i.h.v. 30 %
Annahme3: Tagessatz 1000euro
Annahme4: In den Kosten aus Annahme2 ist alles abgedeckt, wie z.B. Krankheit etc., da im Mittel dies bei einer großen Beratung keine große Rolle spielen dürfte.

Folgerungen
Umsatz: 1000 * 200 = 200 K
Kosten: 200K * 0,3 = 60 K
Umsatz - Kosten: 140 K
Personalaufwand: 60 K
Gewinn: 80K
Gewinn nach Steuern: 40 K

Nach dieser Rechnung entsprich der Gewinn vor Steuern des Unternehmens ca. dem Gehalt des Beraters. Verstehe deswegen nicht warum es nicht Kostendeckend sein sollte den Leuten z.B. locker 80k zu Zahlen.

Bitte um Korrektur und Anmerkungen!

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Vertriebsmensch

Re: Consulting Gehaltskalkulation je Tagessatz

Ich habe ca. 6Mio EUR Umsatz in meinem Verkaufsgebiet und bekomme max. 100k incl. Bonus, wenns top läuft.......

Was hast Du denn studiert ?

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Bateman

Re: Consulting Gehaltskalkulation je Tagessatz

Sind diese Milchmädchenrechnungen denn Trollbeiträge eines Berater-Hassers?

Nettoumsatz - 30% direkte Kosten lasse ich noch stehen als Annahme. Zumindest wenn die Reise- / Unterkunftskosten nicht dabei sind. Ansonsten ist Backoffice, Vertriebsleistung UND Reiskosten sicher mehr als das.
Dann, was sollen die 60k sein - sicher nicht das Arbeitgeberbrutto. Am Ende gäbe es pro Berater dann eine Umsatzrendite von maximal 15%, für Vorleistung und Risiko, und dass sollte dann dem Berater zustehen?
Wobei ich den Berater sehen möchte, der für netto 1000 Euro Tagessatz kommt, das wäre dann eher der Berufsanfänger der Daten zusammenfasst.

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WiWi Gast

Re: Consulting Gehaltskalkulation je Tagessatz

Die 60K sind dann das Gehalt was gezahlt wird... Kommt auf die Beratung an aber 1000euro Tagessatz ist nichts ungewöhnliches! Es gibt viele IT Beratungen die einen solchen Tagessatz haben und noch gut davon leben können.

Nochmal zu den Argumenten. Ich finde 30% Kosten an sich relativ viel. So viel Kostet der Vertrieb und Backoffice nicht.

Warum nehmen wir bei der Rechnung Umsatz. Weil im Grunde die Kosten nicht so hoch sind. Viele Beraterbuden machen auch Bodyleasing, von daher habe ich kaum Büro oder Materialkosten.

Risiko ist ein gutter Punkt da man die Leute nicht so einfach feuern kann.

Wie sieht die Brutto Umsatzrendite aus:
Gewinn_vor_Steuern / Umsatz = 80 / 200 = 40%

Also gar nicht mal so schlecht unter den obigen Annahmen.

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WiWi Gast

Re: Consulting Gehaltskalkulation je Tagessatz

ungewöhnliches! Es gibt viele IT Beratungen die einen solchen
Tagessatz haben und noch gut davon leben können.

Bei IT-Projekten ist dieses aber häufig der Tagessatz für alle Berater (Ausnahme vielleicht PL oder Architekt), nun wirst du einem Kunden einen Consultant mit 2-3 Jahren BA häufig nicht alleine zum Kunden schicken können.
Hinzu kommt, dass der Verwaltungsaufwand, Krankheitsfall und Gewinn mit einbezogen werden sollte

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WiWi Gast

Re: Consulting Gehaltskalkulation je Tagessatz

"Voll ausgelastet" - ist schon mal die erste praxisferne Annahme.

Lounge Gast schrieb:

Bin selber Berater. Weiß das Tagessätze von 1000 Euro+
Standart sind. Verstehe nur nicht warum, m.M.n relativ wenig
beim Berater ankommt (zumindest die die voll ausgelastet sind).

Meine Rechnung:
Annahme: Berater voll Ausgelastet (200T)
Annahme2: Backoffice / Verwaltungskosten i.h.v. 30 %
Annahme3: Tagessatz 1000euro
Annahme4: In den Kosten aus Annahme2 ist alles abgedeckt, wie
z.B. Krankheit etc., da im Mittel dies bei einer großen
Beratung keine große Rolle spielen dürfte.

Folgerungen
Umsatz: 1000 * 200 = 200 K
Kosten: 200K * 0,3 = 60 K
Umsatz - Kosten: 140 K
Personalaufwand: 60 K
Gewinn: 80K
Gewinn nach Steuern: 40 K

Nach dieser Rechnung entsprich der Gewinn vor Steuern des
Unternehmens ca. dem Gehalt des Beraters. Verstehe deswegen
nicht warum es nicht Kostendeckend sein sollte den Leuten
z.B. locker 80k zu Zahlen.

Bitte um Korrektur und Anmerkungen!

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WiWi Gast

Re: Consulting Gehaltskalkulation je Tagessatz

Voll ausgelastet ist sehr praxisfern. Außerdem gibt es nicht nur ein Backoffice, sondern häufig auch noch hohe Reisekosten zu tragen und nicht selten einen Firmenwagen. Dazu noch Schulungen und Einsätze die nicht bezahlt werden, wie Ausschreibungen und Angebotserstellung. Da geht auch oft viel Zeit drauf und mancher Kunde stellt Fake Ausschreibungen öffentlich, weil er nur mal den Markt sondieren möchte oder um die aktuell für ihn tätige Beraterfirma preislich unter Druck setzen zu können bei Verhandlungen, so von wegen "wir haben 5 Angebote die sind qualitativ top und preislich günstiger als Sie".

Faustregel ist normalerweise, dass ein Berater mindestens das dopplte an Umsatz bringen muss, als er Brutto verdient. Diese Regel gilt sogar im Handwerk für einen Gesellen, bezogen auf den reinen Umsatz mit dem Stundensatz. Ich kenne übrigens Handwerksfirmen, wo pro Geselle das 5 fache des Bruttolohnes an reinem Montageumsatz rein kommt + Umsatz mit dem Material. Dagegen sehen sogar viele Beratungen alt aus. Monteur mit 40k Brutto macht da 200k Umsatz + hohe Marge beim günstig per Großhandel erworbenem Material. Teilweise sind die Margen beim Material zwischen 100-1000%. Mini Bauteil pro Stück für 50 Cent eingekauft und für 5 Euro weiterverkauft. Der Kunde zahlt das anstandslos und bei Millionen Bauteilen pro Jahr bringt das nochmal zusätzlichen Umsatz.

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WiWi Gast

Re: Consulting Gehaltskalkulation je Tagessatz

Meine Rechnung:
Annahme: Berater voll Ausgelastet (200T)
=> Über die Gesamt-Company normalerweise nie gegeben.
Annahme2: Backoffice / Verwaltungskosten i.h.v. 30 %

OK.

Annahme3: Tagessatz 1000euro
Annahme4: In den Kosten aus Annahme2 ist alles abgedeckt, wie
z.B. Krankheit etc., da im Mittel dies bei einer großen
Beratung keine große Rolle spielen dürfte.
Wo sind die Reisekosten. Lokale Beraterfirmen haben häufiger niedrigere Sätze. z.B. 800-900?.
Folgerungen
Umsatz: 1000 * 200 = 200 K
Kosten: 200K * 0,3 = 60 K
Umsatz - Kosten: 140 K
Personalaufwand: 60 K

AN-Brutto, dann bitte AG-SOzvers dazurechnen. sind ca. 10K?!
Zudem haben die erfahreneren Berater höhere Gehälter, meistens bis zu 120k? (ohne Perso.ver.), geg.falls noch Firmenwagen

Gewinn: 80K
Gewinn nach Steuern: 40 K

Nach dieser Rechnung entsprich der Gewinn vor Steuern des
Unternehmens ca. dem Gehalt des Beraters. Verstehe deswegen
nicht warum es nicht Kostendeckend sein sollte den Leuten
z.B. locker 80k zu Zahlen.
Im Schnitt wird das häufig gezahlt! Aber eben nicht allen, weil den erfahreren ich mehr zahlen muss. Diese ziehen die unerfahreren Berater nach. Der Anteil der Kunden die nur einen Junior abnehmen dürften gering sein, im Gesamtpackage ja mit dann Durchschnitts-Tagessatz 1000 ?.
Bitte um Korrektur und Anmerkungen!

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WiWi Gast

Re: Consulting Gehaltskalkulation je Tagessatz

Die Berater mögen ja voll ausgelastet sein, die Partner sind es aber nicht und wenn Du sein Gehalt (mindestens 500k, kann aber deutlich mehr sein) musst du mitvierdienen. Als Faustregel kannst Du mal davon ausgehen, dass der Partner 20% deines Umsatzes kassiert.

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WiWi Gast

Re: Consulting Gehaltskalkulation je Tagessatz

Die Tagessätze kommen mir ehrlichgesagt für IT Beratungen sehr niedrig vor.

Ich bin im Service Management eines Unternehmens tätig und habe dutzende Verträge mit externen IT Dienstleistern und Beratern in meiner Verantwortung.

In Deutschland bekommt man einen ITler der nur im Büro des Dienstleister sitzt ohne jegliche Reisekosten etc. kaum unter 1000? Tagessatz. Für fahrendes Volk brauche ich unter 1500? gar nicht anzufangen. Dabei reden wir jeweils aber schon von Verträgen mit Vollauslastung für ein gesamtes Kalenderjahr und nicht irgendwelche on Spot Leutchen mit entpsrechenden Aufschlägen.

Das sind wie Eingangs erwähnt eher die unteren Preiskategorien. Dies ist auch nicht an der Größe des Anbieters festzumachen ich habe 5 Mann Buden mit solchen Sätzen aber auch große Konzerne.

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Ein KPMGler

Re: Consulting Gehaltskalkulation je Tagessatz

Hier diskutieren aber auch echt viele Blinde über Farbe.

Volle Auslastung ist auf junioren Leveln keine Seltenheit. Die Junior-Grades sind ja auch deutlich profitabler als die senioren Level (Manager und Senior Manager haben sehr selten sehr hohe Auslastungen, ausserdem ist mein Gehalt seit meiner Einsteigerzeit um Faktor 3 gewachsen, mein Tagessatz nur um Faktor 2).

Reisekosten sind natürlich noch ein großer Kostenfaktor, genauso wie die bereits oben genannten Kosten für Infrastruktur, Zentralfunktionen, Sekretariate, Büros, ...

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WiWi Gast

Re: Consulting Gehaltskalkulation je Tagessatz

Etwas präziser: Damit ein Junior voll ausgelastet ist, muss ein Senior/Partner ihn verkaufen.

Innerhalb der Beraterpyramide ist die Auslastung nach oben hin also abnehmend, und das muss ja auch bezahlt werden.

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WiWi Gast

Re: Consulting Gehaltskalkulation je Tagessatz

also bei uns ist der Tagessatz 1200 Eur schon zml. gut! 1500 ist ganz schön viel Asche. komisch warum sind dann die freelance bei höchstens 700-800 euro unterwegs. also 1500*200 sind 300k im Jahr. Wo bist du denn dass man so gut zahlt? Ich hatte schon zahlreiche Angebote gesehen und 1500 war eher die Ausnahme.

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WiWi Gast

Re: Consulting Gehaltskalkulation je Tagessatz

Kommt auf die Sparte an:
1200 bei IT ist so für einen Junior etwas über dem Schnitt, für einen Senior etwas unterdurchschnittlich.
Eine renommierte Strategieberatung würde für einen Junior wesentlich mehr verlangen. Selbst eine kleine Strategieboutique verlangt für einen Senior mehr.
Junior bei MBB ab 2000 Euro pro Tag, Senior dann 3000 Euro - wahr schon mehrfach im Forum zu sehen.

Es wird teilweise bei technischen Boutiquen nach Stunden abgerechnet - 180 Euro für einen Senior sind da üblich, 150 Euro für einen mit 1,5 Jahren Erfahrung.
Stundensätze bei Rechtsanwälten wesentlich höher, aber oft aus Prestigegründen. Bei Großkanzleien oft dann 300-500 Euro pro Stunde. Die Junioranwälte rechnen ungefähr 450000 Euro pro Jahr ab - davon müssen aber auch mehr Sekretärinnen und mehr Räumlichkeiten und mehr Haftungsversicherung bezahlt werden, so dass die Juniors von MBBs profitabler sind - ich habe das ausgererchnet.

Body-Leasing als Einzelkämpfer und später als Consultant mit hohen Tagessätzen von 1500 aufwärts mit der Option auf angestellte Berater ist sicherlich ein Weg, um wirtschaftlich erfolgreich zu werden. Es gibt in Zeiten der Globalisierung viele Nischen. Das Betreiben einer kleinen Consultingfirma ist in meinen Augen viel einfacher als der Aufbau einer eigenen Rechtsanwaltskanzlei, die gegen große LawCompanies antritt.

Beispiele für Nischen sind Regulatorisches für Banken - meinetwegen auf den Kanalinseln - ich habe da Tagessätze von Boutiquen gesehen, die bis zu 2500 Pfund bei den Seniors reichten. Diese Boutiquen sind dann bei kleinen Aufträgen großen Consultingfirmen turmhoch überlegen, weil eine große Firma für kleine Aufträge keine Teams zusammenstellen möchte und zudem auch keine jahrelange Expertise besteht.

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WiWi Gast

Re: Consulting Gehaltskalkulation je Tagessatz

Lounge Gast schrieb:

Kommt auf die Sparte an:
1200 bei IT ist so für einen Junior etwas über dem Schnitt,
für einen Senior etwas unterdurchschnittlich.

Sorry, das ist doch pauschaler Unfug. Hängt doch sehr stark davon ab, in welchem Bereich du unterwegs. Das normale "operative" IT-Consulting-Business ist irgendwo bei 80? - 150 ? unterwegs (all in).

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WiWi Gast

Re: Consulting Gehaltskalkulation je Tagessatz

Vielleicht hat ja schon mal jemand den Begriff "Leverage" gehört?

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WiWi Gast

Re: Consulting Gehaltskalkulation je Tagessatz

Lernt erstmal was Bodyleasing ist.. Keine seriöse Beratung macht soetwas da man dabei nur die Linienarbeit unterstützt und kein klassisches Projektgeschäft mehr hat

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WiWi Gast

Re: Consulting Gehaltskalkulation je Tagessatz

Lounge Gast schrieb:

Lernt erstmal was Bodyleasing ist.. Keine seriöse Beratung
macht soetwas da man dabei nur die Linienarbeit unterstützt

alle machen auch Body-Leasing, welchere Beratung sollte das denn nicht machen?

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WiWi Gast

Re: Consulting Gehaltskalkulation je Tagessatz

Dass Unternehmensberatungen ihren Mitarbeitern weniger zahlen als möglich wäre, ist bekannt. Vergleicht mal als Beispiel einen Director/ Managing Director bei einer Investmentbank im M&A, DCM, ECM-Bereich. Dort liegt der Umsatz pro MD/ Director in der Größenordnung von ?3-10 Millionen pro Jahr, ein Umsatz, welcher ebenfalls von Partner bei einer der Top-UBS erwartet wird.

Bei den Mitarbeitern einer Investmentbank kommt aber letztlich mehr Geld an.

Zwar kann man argumentieren, dass 1) bei manchen UB-Projekten ein größerer Headcount als bei IB-Projekten benötigt wird, 2) zusätzliche Kosten bei UBs durch Perks wie Hotelübernachtungen anfallen 3) Investmentbanker mehr und länger arbeiten. Demgegenüber steht jedoch, dass die meisten Projekte bei einer UB ebenfalls von 3-5 Leuten durchgeführt werden und der Leverage von Partnern bei einer UB 1:8 (Partner:Juniors) beträgt und somit dem von IBs weitestgehend gleicht. 2) Die Perks, welche Unternehmensberater auf Reisen enthalten, werden nicht aus dem Umsatz bezahlt, sondern werden gesondert in Rechnung gestellt (normalerweise 20% auf den Tagessatz eines Beraters). 3) Arbeiten Investmentbanker zwar länger, können dafür aber unter der Woche zuhause schlafen und sind nicht ständig auf Reisen.

antworten
WiWi Gast

Re: Consulting Gehaltskalkulation je Tagessatz

Die Größen, um die es in diesem thread geht, ist Profit per employee and Revenue per employee.

Im Bereich Consulting und Wirtschaftsprüfung relativ leicht runterzubrechen und dann stellt sich schnell die Frage, warum wird nicht mehr abgegeben?

Sind wie oben angedeutet Gleichgewichte. Ingenieure gehen für relativ wenig arbeiten, obwohl die Unternehmen einen erstaunlichen Profit per employee haben (siehe apple). In den USA verdienen gute Ingenieure standardmäßig 150k USD - das ist nicht viel weniger als die MBAs von den guten Schulen. Mein Biotechunternehmen, für das ich arbeite, macht nach Steuern 200 000 netto pro employee Gewinn. Mein Gehalt könnte vervielfacht werden, wird aber nicht gemacht. Wenn es von meiner Seite zu wenige gibt, wird erst ein wenig mehr gezahlt, danach katastrophaler Fachkräftemangel ausgerufen und die Grenzen per im Bundestag bestelltem Gesetz geöffnet. Läuft halt so. Fast alle Investmentbanken dieser Erde machen übrigens wesentlich weniger Gewinn als meine Firma, dafür wird dem Personal trotzdem viel mehr gezahlt - ist halt so. Die Techniker werden oftmals mit noch weniger abgespeist. Das Verhältnis vom Umsatz zum Gehalt ist beim Threaderöffner absolut im Rahmen - da gibt es wesentlich krassere Beispiele - meine Wenigkeit zum Beispiel.

antworten
WiWi Gast

Re: Consulting Gehaltskalkulation je Tagessatz

Junge, junge lest doch mal nach was Bodyleasing im Detail ist - Es ist kein Projektgeschäft

Lounge Gast schrieb:

Lounge Gast schrieb:

Lernt erstmal was Bodyleasing ist.. Keine seriöse Beratung
macht soetwas da man dabei nur die Linienarbeit
unterstützt

alle machen auch Body-Leasing, welchere Beratung sollte das
denn nicht machen?

antworten
WiWi Gast

Re: Consulting Gehaltskalkulation je Tagessatz

man muss aber auch einfach konstatieren, dass bei deinem Unternehmen viel mehr Kapital gebunden ist, das natürlich auch verzinst werden will. Im Gegensatz dazu ist bei Unternehmensberatungen und auch im Advisory Geschäft kaum bis kein Kapital gebunden (die paar Laptops und Bürotische / -stühle und dann war es das fast schon)

Lounge Gast schrieb:

Die Größen, um die es in diesem thread geht, ist Profit per
employee and Revenue per employee.

Im Bereich Consulting und Wirtschaftsprüfung relativ leicht
runterzubrechen und dann stellt sich schnell die Frage, warum
wird nicht mehr abgegeben?

Sind wie oben angedeutet Gleichgewichte. Ingenieure gehen für
relativ wenig arbeiten, obwohl die Unternehmen einen
erstaunlichen Profit per employee haben (siehe apple). In den
USA verdienen gute Ingenieure standardmäßig 150k USD - das
ist nicht viel weniger als die MBAs von den guten Schulen.
Mein Biotechunternehmen, für das ich arbeite, macht nach
Steuern 200 000 netto pro employee Gewinn. Mein Gehalt könnte
vervielfacht werden, wird aber nicht gemacht. Wenn es von
meiner Seite zu wenige gibt, wird erst ein wenig mehr
gezahlt, danach katastrophaler Fachkräftemangel ausgerufen
und die Grenzen per im Bundestag bestelltem Gesetz geöffnet.
Läuft halt so. Fast alle Investmentbanken dieser Erde machen
übrigens wesentlich weniger Gewinn als meine Firma, dafür
wird dem Personal trotzdem viel mehr gezahlt - ist halt so.
Die Techniker werden oftmals mit noch weniger abgespeist. Das
Verhältnis vom Umsatz zum Gehalt ist beim Threaderöffner
absolut im Rahmen - da gibt es wesentlich krassere Beispiele

  • meine Wenigkeit zum Beispiel.
antworten
WiWi Gast

Re: Consulting Gehaltskalkulation je Tagessatz

Lounge Gast schrieb:

Junge, junge lest doch mal nach was Bodyleasing im Detail ist

  • Es ist kein Projektgeschäft

Lounge Gast schrieb:

Lounge Gast schrieb:

Lernt erstmal was Bodyleasing ist.. Keine seriöse
Beratung
macht soetwas da man dabei nur die Linienarbeit
unterstützt

alle machen auch Body-Leasing, welchere Beratung sollte
das
denn nicht machen?

Alle machen das , auch wenn es selbstverständlich unter Projektgeschäft ist.

antworten
WiWi Gast

Re: Consulting Gehaltskalkulation je Tagessatz

Naja ich sehe da schon einen Unterschied! Unternehmen haben ja gewisse Patente / Produkte / Technik die sie Jahrelang Entwickelt haben (womöglich auch auf Invest).

Was haben den bitte Beratungen? Nur Teams bzw. paar Köpfe die sie auf Projekte setzen. Ich meine ok die habe da die Kontakte um diese Deals zu machen. Aber sonst?

Das ist halt die Frage warum man in so einem Fall nicht mehr an die Mitarbeiter abgibt, da diese offenbar die einzige Ressource sind.

Aber gut ^^ immer nach Fachkräftemangel schreien funktioniert anscheinend nach wie vor.

Lounge Gast schrieb:

Die Größen, um die es in diesem thread geht, ist Profit per
employee and Revenue per employee.

Im Bereich Consulting und Wirtschaftsprüfung relativ leicht
runterzubrechen und dann stellt sich schnell die Frage, warum
wird nicht mehr abgegeben?

Sind wie oben angedeutet Gleichgewichte. Ingenieure gehen für
relativ wenig arbeiten, obwohl die Unternehmen einen
erstaunlichen Profit per employee haben (siehe apple). In den
USA verdienen gute Ingenieure standardmäßig 150k USD - das
ist nicht viel weniger als die MBAs von den guten Schulen.
Mein Biotechunternehmen, für das ich arbeite, macht nach
Steuern 200 000 netto pro employee Gewinn. Mein Gehalt könnte
vervielfacht werden, wird aber nicht gemacht. Wenn es von
meiner Seite zu wenige gibt, wird erst ein wenig mehr
gezahlt, danach katastrophaler Fachkräftemangel ausgerufen
und die Grenzen per im Bundestag bestelltem Gesetz geöffnet.
Läuft halt so. Fast alle Investmentbanken dieser Erde machen
übrigens wesentlich weniger Gewinn als meine Firma, dafür
wird dem Personal trotzdem viel mehr gezahlt - ist halt so.
Die Techniker werden oftmals mit noch weniger abgespeist. Das
Verhältnis vom Umsatz zum Gehalt ist beim Threaderöffner
absolut im Rahmen - da gibt es wesentlich krassere Beispiele

  • meine Wenigkeit zum Beispiel.
antworten
WiWi Gast

Re: Consulting Gehaltskalkulation je Tagessatz

Vertriebsmensch schrieb am 12.04.2016:

Ich habe ca. 6Mio EUR Umsatz in meinem Verkaufsgebiet und bekomme max. 100k incl. Bonus, wenns top läuft.......

Was hast Du denn studiert ?

Hi Vertriebsmensch,

ich würde gerne mehr darüber erfahren was genau du machst etc. Ich bin ziemlich neu in der Geschäftsfeldentwicklung und interessiere mich für andere Blickwinkel. Wenn du das hier irgendwann mal lesen solltest (oder gerne auch jemand anderes aus diesem Bereich) schick mir doch einfach mal ne e-mail: dspilinsky@gmx.de

Beste Grüße
Dominik

antworten
WiWi Gast

Re: Consulting Gehaltskalkulation je Tagessatz

Push

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WiWi Gast

Re: Consulting Gehaltskalkulation je Tagessatz

WiWi Gast schrieb am 13.04.2016:

Voll ausgelastet ist sehr praxisfern. Außerdem gibt es nicht nur ein Backoffice, sondern häufig auch noch hohe Reisekosten zu tragen und nicht selten einen Firmenwagen. Dazu noch Schulungen und Einsätze die nicht bezahlt werden, wie Ausschreibungen und Angebotserstellung. Da geht auch oft viel Zeit drauf und mancher Kunde stellt Fake Ausschreibungen öffentlich, weil er nur mal den Markt sondieren möchte oder um die aktuell für ihn tätige Beraterfirma preislich unter Druck setzen zu können bei Verhandlungen, so von wegen "wir haben 5 Angebote die sind qualitativ top und preislich günstiger als Sie".

Faustregel ist normalerweise, dass ein Berater mindestens das dopplte an Umsatz bringen muss, als er Brutto verdient. Diese Regel gilt sogar im Handwerk für einen Gesellen, bezogen auf den reinen Umsatz mit dem Stundensatz. Ich kenne übrigens Handwerksfirmen, wo pro Geselle das 5 fache des Bruttolohnes an reinem Montageumsatz rein kommt + Umsatz mit dem Material. Dagegen sehen sogar viele Beratungen alt aus. Monteur mit 40k Brutto macht da 200k Umsatz + hohe Marge beim günstig per Großhandel erworbenem Material. Teilweise sind die Margen beim Material zwischen 100-1000%. Mini Bauteil pro Stück für 50 Cent eingekauft und für 5 Euro weiterverkauft. Der Kunde zahlt das anstandslos und bei Millionen Bauteilen pro Jahr bringt das nochmal zusätzlichen Umsatz.

Das sind aber wohl eher seltene Ausreisser. Nach offiziellen Angaben liegt die Umsatzrendite bei 5% (größere Betriebe) bis 15% (kleinere Betriebe mit weniger als 9 MA)

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WiWi Gast

Re: Consulting Gehaltskalkulation je Tagessatz

Äpfel und Birnen:

Transaktionsgeschäft (IB, Makler etc) gegen Beratungsgeschäft (stundenbasiert o.ä.)

Zudem ist "die" Resource einer Beratung nicht die Belegschaft, sondern die Fähigkeit weniger, meistens der Partner, Aufträge an Land zu ziehen. Ohne Aufträge haben die Berater nichts zu beraten. Die, die das können, kriegen - zu Recht - das grosse Geld.

antworten
WiWi Gast

Re: Consulting Gehaltskalkulation je Tagessatz

Meiner Beobachtung nach verschiebt sich das Verhältnis von Tagessatz zu Gehalt gerade. Zumindest in den Bereichen wo Berater sehr gefragt sind (bspw. IT). Wir haben jetzt einen noch recht unerfahrenen, aber talentierten MA eingestellt dem ich mündlich 80k zugesagt habe (70fix 10 Bonus). Den Berater verkaufe ich zu 1,5k im Schnitt, da mache ich trotzdem noch einen ordentlichen Gewinn mit. Allerdings nicht mehr so viel wie früher. Ich denke, in vielen Beratungen müssen sich die Partner/Eigentümer darauf einstellen, dass die Arbeitnehmer ein größeres Stück vom Kuchen abbekommen und ich denke, dass ist auch ok so.

antworten
WiWi Gast

Re: Consulting Gehaltskalkulation je Tagessatz

WiWi Gast schrieb am 27.05.2022:

Meiner Beobachtung nach verschiebt sich das Verhältnis von Tagessatz zu Gehalt gerade. Zumindest in den Bereichen wo Berater sehr gefragt sind (bspw. IT). Wir haben jetzt einen noch recht unerfahrenen, aber talentierten MA eingestellt dem ich mündlich 80k zugesagt habe (70fix 10 Bonus). Den Berater verkaufe ich zu 1,5k im Schnitt, da mache ich trotzdem noch einen ordentlichen Gewinn mit. Allerdings nicht mehr so viel wie früher. Ich denke, in vielen Beratungen müssen sich die Partner/Eigentümer darauf einstellen, dass die Arbeitnehmer ein größeres Stück vom Kuchen abbekommen und ich denke, dass ist auch ok so.

Sucht ihr noch Leute?^^

antworten
WiWi Gast

Re: Consulting Gehaltskalkulation je Tagessatz

WiWi Gast schrieb am 27.05.2022:

Ich denke, in vielen Beratungen müssen sich die Partner/Eigentümer darauf einstellen, dass die Arbeitnehmer ein größeres Stück vom Kuchen abbekommen und ich denke, dass ist auch ok so.

Kann ich zumindest aus der IT-Beratungswelt so bestätigen.
Die Tagessätze steigen nicht wirklich, aber die Gehälter (besonders für neue Leute) sind in den letzten 2 Jahren um ca. 20-30% gestiegen.

Am Laufe der Pandemie ist uns fast ein Drittel der (Berater) Belegschaft weggelaufen. Fairerweise nicht ganz unverschuldet.
Viele "schwierige" bzw. unzufriedenstellende Projekte für die Berater, hoher Fakturierungsdruck, viel Flexibilität gefordert was Arbeitszeiten und Reisen anging bei gleichzeitig nur moderaten Gehältern im Bereich 60-max. 70k (für Leute mit Berufserfahrung). Viele von denen haben sich in der Pandemie dann einen der unzähligen neuen Remote Inhouse Jobs gekrallt.

Konsequenz war, dass das Management ziemlich laut mit den Zähnen geknirscht hat. Letztendlich musste man aber einfach höhere Gehälter zahlen und gewisse Zugeständnisse bei den Arbeitsbedingungen machen (festere Arbeitszeiten, höherer Remote Anteil, Reisen nur noch in Ausnahmefällen).
Langfristig will man intern jetzt "effizienter" werden, damit die Marge wieder stimmt. Heißt wohl im Klartext, dass die Verwaltung und nicht fakturierbare Arbeitszeit weiter zusammengestrichen wird.

antworten
WiWi Gast

Re: Consulting Gehaltskalkulation je Tagessatz

Bei meiner letzten Beratung war Ziel operativ >25% Marge zu erzielen. Meistens lag man so bei 18-20%.

MBB haben eine Zielmarge >30%.

Insgesamt sind die Tagessätze eher competitive geworden, zumindest bei T3 und darunter. Das liegt an viel mehr Wettbewerb aus dem Ausland sowie neuen Playern im Markt.

antworten
WiWi Gast

Re: Consulting Gehaltskalkulation je Tagessatz

Das sind auch meine Erfahrungen. Für mich stellt sich die Frage, in wieweit sind die Beratungsunternehmen bereit, Marge abzugeben und wieviel? Wenn ein Berater einen persönlichen JahresUmsatz von 300.000 Euro ohne Reisekosten erwirtschaftet, wie viel an Bruttogehalt inkl. Bonus bleibt beim Berater hängen?

Insgesamt ist es natürlich abhängig von der Größe des Beratungsunternehmens. Umso größer das Unternehmen, umso größer die Pyramide umso kleiner vermutlich der Anteil. Bei kleineren Unternehmen sind die Hierarchien flacher und der Anteil eventuell höher.

Wie sind Eure Erfahrungen dazu?

persönlicher Jahresumsatz x Faktor = Bruttojahresgehalt

WiWi Gast schrieb am 27.05.2022:

Meiner Beobachtung nach verschiebt sich das Verhältnis von Tagessatz zu Gehalt gerade. Zumindest in den Bereichen wo Berater sehr gefragt sind (bspw. IT). Wir haben jetzt einen noch recht unerfahrenen, aber talentierten MA eingestellt dem ich mündlich 80k zugesagt habe (70fix 10 Bonus). Den Berater verkaufe ich zu 1,5k im Schnitt, da mache ich trotzdem noch einen ordentlichen Gewinn mit. Allerdings nicht mehr so viel wie früher. Ich denke, in vielen Beratungen müssen sich die Partner/Eigentümer darauf einstellen, dass die Arbeitnehmer ein größeres Stück vom Kuchen abbekommen und ich denke, dass ist auch ok so.

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ExBerater

Re: Consulting Gehaltskalkulation je Tagessatz

Würde eigentlich in irgendeiner anderen branche jemand darauf kommen, das Gehalt an den persönlichen Umsatzbeitrag koppeln zu wollen?

Man stelle sich vor: Jemand ist Key Account Manager eines Stahlproduzenten und verkauft im Jahr Stahl an VW im Volumen von 2 Milliarden EUR. Soll er dann 30 oder 60% davon als Gehalt bekommen? Sicher nicht.

Der Berater ist am Ende nur ein Produktionsfaktor. Daneben gibt es Overhead und anderes was erwirtschaftet werden muss. Zudem sind Berater - selbst die bei T1 und T2 auf den unteren Ränge nahezu beliebig austauschbar, wie man ja an dem irre hohen Turnover und den ständig wachsenden Hiring Zahlen sieht.

Druck auf die Margen kommen wenn überhaupt nur von den Kunden und das seit Jahrzehnten, denn auch hier werden die Einkaufsabteilungen immer besser , und alle haben längst gemerkt, dass man die Top 5-10 Beratungen nahezu beliebig austauschen kann, und wenn man dann hinzu nimmt, dass es immer weniger strategisch und immer mehr operativ wird, kommen noch mal andere 30 Beratungen dazu

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WiWi Gast

Re: Consulting Gehaltskalkulation je Tagessatz

ExBerater schrieb am 29.05.2022:

Würde eigentlich in irgendeiner anderen branche jemand darauf kommen, das Gehalt an den persönlichen Umsatzbeitrag koppeln zu wollen?

Man stelle sich vor: Jemand ist Key Account Manager eines Stahlproduzenten und verkauft im Jahr Stahl an VW im Volumen von 2 Milliarden EUR. Soll er dann 30 oder 60% davon als Gehalt bekommen? Sicher nicht.

Der Berater ist am Ende nur ein Produktionsfaktor. Daneben gibt es Overhead und anderes was erwirtschaftet werden muss. Zudem sind Berater - selbst die bei T1 und T2 auf den unteren Ränge nahezu beliebig austauschbar, wie man ja an dem irre hohen Turnover und den ständig wachsenden Hiring Zahlen sieht.

Druck auf die Margen kommen wenn überhaupt nur von den Kunden und das seit Jahrzehnten, denn auch hier werden die Einkaufsabteilungen immer besser , und alle haben längst gemerkt, dass man die Top 5-10 Beratungen nahezu beliebig austauschen kann, und wenn man dann hinzu nimmt, dass es immer weniger strategisch und immer mehr operativ wird, kommen noch mal andere 30 Beratungen dazu

Der eigene Umsatz ist ja nur ein Teil des Gehalts. Viel wichtiger, gerade ab den oberen Rängen wie SC, Manager oder Principal aufwärts ist Sales. Also andere Kollegen verkaufen.

Zu dem letzten Punkt stimme ich voll und ganz zu. Gerade seit Pandemie Beginn, kamen fast alle Beratungen an, um Projekte zu machen.
Wie haben dies tatsächlich gemacht und die Rate Cards gedrückt, das haben 2/3 von MBB gemacht und ein Dutzend andere. Globaler Pharma Konzern.
Und gerade ausländische Berater nehmen wir gerne um die lokalen Beratungen unter Druck zu setzen.

antworten
WiWi Gast

Re: Consulting Gehaltskalkulation je Tagessatz

WiWi Gast schrieb am 30.05.2022:

ExBerater schrieb am 29.05.2022:

Würde eigentlich in irgendeiner anderen branche jemand darauf kommen, das Gehalt an den persönlichen Umsatzbeitrag koppeln zu wollen?

Man stelle sich vor: Jemand ist Key Account Manager eines Stahlproduzenten und verkauft im Jahr Stahl an VW im Volumen von 2 Milliarden EUR. Soll er dann 30 oder 60% davon als Gehalt bekommen? Sicher nicht.

Der Berater ist am Ende nur ein Produktionsfaktor. Daneben gibt es Overhead und anderes was erwirtschaftet werden muss. Zudem sind Berater - selbst die bei T1 und T2 auf den unteren Ränge nahezu beliebig austauschbar, wie man ja an dem irre hohen Turnover und den ständig wachsenden Hiring Zahlen sieht.

Druck auf die Margen kommen wenn überhaupt nur von den Kunden und das seit Jahrzehnten, denn auch hier werden die Einkaufsabteilungen immer besser , und alle haben längst gemerkt, dass man die Top 5-10 Beratungen nahezu beliebig austauschen kann, und wenn man dann hinzu nimmt, dass es immer weniger strategisch und immer mehr operativ wird, kommen noch mal andere 30 Beratungen dazu

Der eigene Umsatz ist ja nur ein Teil des Gehalts. Viel wichtiger, gerade ab den oberen Rängen wie SC, Manager oder Principal aufwärts ist Sales. Also andere Kollegen verkaufen.

Zu dem letzten Punkt stimme ich voll und ganz zu. Gerade seit Pandemie Beginn, kamen fast alle Beratungen an, um Projekte zu machen.
Wie haben dies tatsächlich gemacht und die Rate Cards gedrückt, das haben 2/3 von MBB gemacht und ein Dutzend andere. Globaler Pharma Konzern.
Und gerade ausländische Berater nehmen wir gerne um die lokalen Beratungen unter Druck zu setzen.

und dann ist das Geschrei wieder groß wenn das Projekt gegen die Wand gefahren wurde.. Man muss sich halt auch bewusst sein, dass man nicht überall die gleiche Qualität bekommt und wenn man die Beratung zu sehr drückt schicken sie auch nicht die besten Leute auf das Projekt..

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WiWi Gast

Re: Consulting Gehaltskalkulation je Tagessatz

WiWi Gast schrieb am 29.05.2022:

Insgesamt ist es natürlich abhängig von der Größe des Beratungsunternehmens. Umso größer das Unternehmen, umso größer die Pyramide umso kleiner vermutlich der Anteil. Bei kleineren Unternehmen sind die Hierarchien flacher und der Anteil eventuell höher.

Wie sind Eure Erfahrungen dazu?

persönlicher Jahresumsatz x Faktor = Bruttojahresgehalt

Zahlen für 2021: ca. 370k eigener Umsatz, ca. 200k Gehalt. Kein echter Sales-Anteil dabei, wir sind eh meist lange im Voraus komplett verkauft (entsprechende Sales-Aktivitäten finden durch den GF statt).

Würde ich z. B. meine eigenen Aufträge selber generieren (also nur mich selber verkaufen), läge die Kompensation bei ca. 250k. Das ist er Vorteil eines kleinen Unternehmes mit geringem Overhead.

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WiWi Gast

Re: Consulting Gehaltskalkulation je Tagessatz

ExBerater schrieb am 29.05.2022:

Würde eigentlich in irgendeiner anderen branche jemand darauf kommen, das Gehalt an den persönlichen Umsatzbeitrag koppeln zu wollen?

Man stelle sich vor: Jemand ist Key Account Manager eines Stahlproduzenten und verkauft im Jahr Stahl an VW im Volumen von 2 Milliarden EUR. Soll er dann 30 oder 60% davon als Gehalt bekommen? Sicher nicht.

Der Unterschied ist halt, dass der Key Account Manager nur ein Produkt vermittelt, mit entsprechend geringem Anteil an der Wertschöpfung.

Der Berater hingegen ist selber das Produkt (bzw. ein grosser Anteil daran, wenn man noch solche Sachen wie Methodik und institutionelles Wissen der Beratungsfirma, Produktivitätsbeitrag durch die Führungskräfte und die Teamstruktur, usw. berücksichtigen will).

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WiWi Gast

Re: Consulting Gehaltskalkulation je Tagessatz

WiWi Gast schrieb am 30.05.2022:

ExBerater schrieb am 29.05.2022:

Würde eigentlich in irgendeiner anderen branche jemand darauf kommen, das Gehalt an den persönlichen Umsatzbeitrag koppeln zu wollen?

Man stelle sich vor: Jemand ist Key Account Manager eines Stahlproduzenten und verkauft im Jahr Stahl an VW im Volumen von 2 Milliarden EUR. Soll er dann 30 oder 60% davon als Gehalt bekommen? Sicher nicht.

Der Berater ist am Ende nur ein Produktionsfaktor. Daneben gibt es Overhead und anderes was erwirtschaftet werden muss. Zudem sind Berater - selbst die bei T1 und T2 auf den unteren Ränge nahezu beliebig austauschbar, wie man ja an dem irre hohen Turnover und den ständig wachsenden Hiring Zahlen sieht.

Druck auf die Margen kommen wenn überhaupt nur von den Kunden und das seit Jahrzehnten, denn auch hier werden die Einkaufsabteilungen immer besser , und alle haben längst gemerkt, dass man die Top 5-10 Beratungen nahezu beliebig austauschen kann, und wenn man dann hinzu nimmt, dass es immer weniger strategisch und immer mehr operativ wird, kommen noch mal andere 30 Beratungen dazu

Der eigene Umsatz ist ja nur ein Teil des Gehalts. Viel wichtiger, gerade ab den oberen Rängen wie SC, Manager oder Principal aufwärts ist Sales. Also andere Kollegen verkaufen.

Zu dem letzten Punkt stimme ich voll und ganz zu. Gerade seit Pandemie Beginn, kamen fast alle Beratungen an, um Projekte zu machen.
Wie haben dies tatsächlich gemacht und die Rate Cards gedrückt, das haben 2/3 von MBB gemacht und ein Dutzend andere. Globaler Pharma Konzern.
Und gerade ausländische Berater nehmen wir gerne um die lokalen Beratungen unter Druck zu setzen.

und dann ist das Geschrei wieder groß wenn das Projekt gegen die Wand gefahren wurde.. Man muss sich halt auch bewusst sein, dass man nicht überall die gleiche Qualität bekommt und wenn man die Beratung zu sehr drückt schicken sie auch nicht die besten Leute auf das Projekt..

Dann sind einfach Lektionen, die die Kunden hin und wieder auf's Neue lernen müssen. Das ist dann das beste Argument, um seine höheren Tagessätze wieder rechtfertigen zu können.

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ExBerater

Re: Consulting Gehaltskalkulation je Tagessatz

Ich glaube nicht, dass es einen erkennbaren Qualitätsunterschied gibt innerhalb der T1 und T2. Aus eigener Erfahrung: Hier kommt es viel viel mehr darauf an, WER tatsächlich auf das Projekt gestafft wird. Auch das gilt nur für strategische Projekte. Für die vielen operativeren Projekte die es heute gibt, kann eine wölkchen-chart-malende T1/2 sogar schlechter sein.

Abgesehen davon. jeder Berater und noch mehr die Leute auf Kundenseite kennen wohl genug Stories, wo ein Projekt von McK, BCG, Berger, EY, OW,... -. you name it - zuvor "an die Wand gefahren wurde".

WiWi Gast schrieb am 30.05.2022:

Dann sind einfach Lektionen, die die Kunden hin und wieder auf's Neue lernen müssen. Das ist dann das beste Argument, um seine höheren Tagessätze wieder rechtfertigen zu können.

antworten
WiWi Gast

Re: Consulting Gehaltskalkulation je Tagessatz

WiWi Gast schrieb am 30.05.2022:

persönlicher Jahresumsatz x Faktor = Bruttojahresgehalt

Zahlen für 2021: ca. 370k eigener Umsatz, ca. 200k Gehalt. Kein echter Sales-Anteil dabei, wir sind eh meist lange im Voraus komplett verkauft (entsprechende Sales-Aktivitäten finden durch den GF statt).

Würde ich z. B. meine eigenen Aufträge selber generieren (also nur mich selber verkaufen), läge die Kompensation bei ca. 250k. Das ist er Vorteil eines kleinen Unternehmes mit geringem Overhead.

Nach deinen Angaben wäre das ein Faktor von 0,54 oder 54%. Wieviele Mitarbeiter hat die Firma?

antworten
WiWi Gast

Re: Consulting Gehaltskalkulation je Tagessatz

WiWi Gast schrieb am 31.05.2022:

WiWi Gast schrieb am 30.05.2022:

persönlicher Jahresumsatz x Faktor = Bruttojahresgehalt

Zahlen für 2021: ca. 370k eigener Umsatz, ca. 200k Gehalt. Kein echter Sales-Anteil dabei, wir sind eh meist lange im Voraus komplett verkauft (entsprechende Sales-Aktivitäten finden durch den GF statt).

Würde ich z. B. meine eigenen Aufträge selber generieren (also nur mich selber verkaufen), läge die Kompensation bei ca. 250k. Das ist er Vorteil eines kleinen Unternehmes mit geringem Overhead.

Nach deinen Angaben wäre das ein Faktor von 0,54 oder 54%. Wieviele Mitarbeiter hat die Firma?

Genau, das Minimum was man theoretisch bekommen kann sind etwas unter 40% (realistisch aber eher knapp unter 50%), das Maximum 60% des eigenen Umsatzes plus 10% vom selbst generierten Sales-Volumen.

Wir sind ca. 30 Leute in der Firma, mit 2-2,5 FTE "Overhead".

antworten
WiWi Gast

Re: Consulting Gehaltskalkulation je Tagessatz

Ich kriege tatsächlich ein Gehalt prozentual von meinem Umsatz.
Monatliches Fixgehalt und quartalsweise einen variablen Bonus, sodass ich genau auf 60% meines Umsatzes im Quartal als gesamtes Bruttogehalt komme. Benchmark sind meine fakturierten Stunden mal den vereinbarten Stundensatz oder Tagessatz.
Unsere Stundensätze/Tagessätze sind etwas geringer als bei den meisten anderen Beratungshäusern, aber da ich mehr davon abbekomme, ist mir das egal.
In einem guten Jahr gehe ich als SC mit 100-120k nach Hause.

Kleine Spezialberatung (< 50 MA) in FFM. Wir haben faktisch kaum organisatorischen Overhead und setzen eher auf "Klasse statt Masse" bei den Projekten. Und um die Leute zu motivieren, bekommen sie ein großes Stück vom Kuchen ab. Am Ende bleiben für den Inhaber trotzdem >20% Marge.

antworten
WiWi Gast

Re: Consulting Gehaltskalkulation je Tagessatz

Oh Mann, wie hier wieder jeder meint, dass es bei den meisten Beratertätigkeiten einen Unterschied macht wer denn da nun rumhüpft. Wie der Ex-Berater schon geschrieben hat, der Großteil der Beratungsprojekte, ausgenommen Fachberatung, geht mittlerweile in Richtung (unterstützung) operativer Tätigkeiten bzw. PMO, das sind großteils stupide Tätigkeiten die jeder mit durchschnittlicher Intelligenz abarbeiten kann.

Ob ich da nun einen von BCG, Deloitte, OW oder sonstwem rumspringen habe ist in 99% der Fälle total egal, dass der bei BCG meinetwegen schönere Zusammenfassungen schreibt, PowerPoints bastelt, oder den Sachverhalt eine Stunde schneller kapiert, geschenkt.

Schaut euch doch einfach das Wachstum der ganzen Beratungen in den letzten Jahren an, das kommt bei weitem nicht alles von Preiserhöhungen oder von soviel mehr Strategieprojekten.

antworten
WiWi Gast

Re: Consulting Gehaltskalkulation je Tagessatz

Mehr als 20% Marge sind in der Rechnung Mathematisch unmöglich.Sagen wir Du machst 100K Umsatz
60K Gehalt
18K Lohnnebenkosten
da bleiben 22K (22%) für Reisekosten, Trainings, Büro, IT Ausstattung und den restlichen Overhead (Steuerberater, buchhalter etc.)

WiWi Gast schrieb am 31.05.2022:

Ich kriege tatsächlich ein Gehalt prozentual von meinem Umsatz.
Monatliches Fixgehalt und quartalsweise einen variablen Bonus, sodass ich genau auf 60% meines Umsatzes im Quartal als gesamtes Bruttogehalt komme. Benchmark sind meine fakturierten Stunden mal den vereinbarten Stundensatz oder Tagessatz.
Unsere Stundensätze/Tagessätze sind etwas geringer als bei den meisten anderen Beratungshäusern, aber da ich mehr davon abbekomme, ist mir das egal.
In einem guten Jahr gehe ich als SC mit 100-120k nach Hause.

Kleine Spezialberatung (< 50 MA) in FFM. Wir haben faktisch kaum organisatorischen Overhead und setzen eher auf "Klasse statt Masse" bei den Projekten. Und um die Leute zu motivieren, bekommen sie ein großes Stück vom Kuchen ab. Am Ende bleiben für den Inhaber trotzdem >20% Marge.

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WiWi Gast

Re: Consulting Gehaltskalkulation je Tagessatz

Ebenfalls in einer spezialisierten Beratung, <100 Mitarbeiter in Deutschland.
Habe letztes Jahr 18% meines fakturierten Umsatzes als Gesamtvergütung erhalten.

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WiWi Gast

Re: Consulting Gehaltskalkulation je Tagessatz

WiWi Gast schrieb am 01.06.2022:

Mehr als 20% Marge sind in der Rechnung Mathematisch unmöglich.Sagen wir Du machst 100K Umsatz
60K Gehalt
18K Lohnnebenkosten
da bleiben 22K (22%) für Reisekosten, Trainings, Büro, IT Ausstattung und den restlichen Overhead (Steuerberater, buchhalter etc.)

Ich weiß nicht, welchen Rechner du genutzt hast, aber bei mir kommen ~75k Arbeitgeberbrutto raus, macht genau 75%.
Nehmen wir jetzt mal genau die 5% und 50 Berater. Macht 250k für sonstige Verwaltungskosten im Jahr (bei 100k Umsatz pro Berater pro Jahr). Bei den angegebenen 100k Gehalt, wären das aber eher 170k Umsatz, was dann schon 425k an Verwaltungsbudget im Jahr macht.
Steuerberatung hat man eh outgesourced, Buchhaltung meistens auch und dafür braucht es keine sechsstellige Summe im Jahr. Trainings als Berater, guter Witz. IT-Ausstattung kostet heutzutage auch nicht mehr die Welt. Ein ThinkPad kostet 1000 Euro und hält locker 3 Jahre. Reisekosten sind bei den meisten kleineren Beratungen nicht so hoch. Büros kommt drauf an, wie hoch der Remote Anteil ist und wo das Büro liegt. Viele kleinere Beratungen unterhalten keine Luxus Büros mitten in der Innenstadt.

In Summe: Ja eher unwahrscheinlich, dass die Marge bei 20% liegt, aber rechnerisch nicht unmöglich. 15% halte ich aber sowohl rechnerisch als auch realistisch für absolut machbar, wenn man das Backoffice klein und straff hält und kein ausladendes Middle-Management oder dutzende Manager hat, die alle dick verdienen wollen.
Da kenne ich nämlich aus meiner Erfahrung das Problem bei vielen Beratungen. Deren "non-billable Staff" explodiert gerne mit der Zeit.

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WiWi Gast

Re: Consulting Gehaltskalkulation je Tagessatz

WiWi Gast schrieb am 01.06.2022:

Mehr als 20% Marge sind in der Rechnung Mathematisch unmöglich.Sagen wir Du machst 100K Umsatz
60K Gehalt
18K Lohnnebenkosten
da bleiben 22K (22%) für Reisekosten, Trainings, Büro, IT Ausstattung und den restlichen Overhead (Steuerberater, buchhalter etc.)

Ich kriege tatsächlich ein Gehalt prozentual von meinem Umsatz.
Monatliches Fixgehalt und quartalsweise einen variablen Bonus, sodass ich genau auf 60% meines Umsatzes im Quartal als gesamtes Bruttogehalt komme. Benchmark sind meine fakturierten Stunden mal den vereinbarten Stundensatz oder Tagessatz.
Unsere Stundensätze/Tagessätze sind etwas geringer als bei den meisten anderen Beratungshäusern, aber da ich mehr davon abbekomme, ist mir das egal.
In einem guten Jahr gehe ich als SC mit 100-120k nach Hause.

Kleine Spezialberatung (< 50 MA) in FFM. Wir haben faktisch kaum organisatorischen Overhead und setzen eher auf "Klasse statt Masse" bei den Projekten. Und um die Leute zu motivieren, bekommen sie ein großes Stück vom Kuchen ab. Am Ende bleiben für den Inhaber trotzdem >20% Marge.

Das ist ein Tagessatz von 450 Euro. Das ist sehr niedrig. Selbst für Juniors kann man mind. 600 Euro Tagessatz ansetzen.

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WiWi Gast

Re: Consulting Gehaltskalkulation je Tagessatz

WiWi Gast schrieb am 31.05.2022:

Oh Mann, wie hier wieder jeder meint, dass es bei den meisten Beratertätigkeiten einen Unterschied macht wer denn da nun rumhüpft. Wie der Ex-Berater schon geschrieben hat, der Großteil der Beratungsprojekte, ausgenommen Fachberatung, geht mittlerweile in Richtung (unterstützung) operativer Tätigkeiten bzw. PMO, das sind großteils stupide Tätigkeiten die jeder mit durchschnittlicher Intelligenz abarbeiten kann.

Ob ich da nun einen von BCG, Deloitte, OW oder sonstwem rumspringen habe ist in 99% der Fälle total egal, dass der bei BCG meinetwegen schönere Zusammenfassungen schreibt, PowerPoints bastelt, oder den Sachverhalt eine Stunde schneller kapiert, geschenkt.

Schaut euch doch einfach das Wachstum der ganzen Beratungen in den letzten Jahren an, das kommt bei weitem nicht alles von Preiserhöhungen oder von soviel mehr Strategieprojekten.

Ich glaube darum ging es auch nicht. Eher darum ob ein großes IT Projekt von bspw. einer Tata Consulting mit 95% Offshore Ressourcen gestaffed wird oder mit 80%+ inländischen Resourcen von Big4, BearingPoint, CapGemini, ...

Ob ich Strategy&, Berger, BCG, McKinsey oder sonstweg buche ist völlig irrelevant. Es gibt bei allen gute und schlechte Leute / Teams.

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