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Gekaufte Projekte

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WiWi Gast

Gekaufte Projekte

Hallo zusammen,

Bin vor ca einem Jahr aus der Consulting Industrie ausgestiegen und in einen Konzern gewechselt.
Sitze an durchaus exponierter Stelle und bin ein kleiner Head of xxx. Der Konzern ist sehr solvent und hat ein hohes Budget für externe Dienstleister.
Habe hier im Prinzip relativ freie Wahl und bin nicht zur Ausschreibung gezwungen bis 100k.
Mit war schon klar, dass meine alten Kollegen mich kontaktieren würden. Teilweise ist dies aber schon sehr dreist und es werden Gefälligkeiten in Aussicht gestellt. Auch vom big4 Partner, T2 Partner plus die Kollegen darunter. Finde das ehrlich gesagt schon sehr krass.
Habe das übergangen bzw. abgelehnt.

Jemand schon mal solche Erfahrung gemacht?
Könnte es ja auch anders herum ausnutzen, da ich die internen rates kenne. Die meisten Beratungen haben aber generelle Rate Card Vereinbarungen.

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Voice of Reason

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Ist doch vollkommen normal.
Nennt man "Alumni-Netzwerk".
Vollkommen egal ob für Projekt-Akquise oder wenn Du einen Kommilitonen anschreibst wegen einem Job.
Klar, bei Gegenleistungen jenseits von einem gemeinsamen Abend im Steakhaus wirds irgendwann problematisch... das habe ich aber bisher auch noch nicht erlebt.

Aber klar, als Berater hält man sich seine Alumni in relevanten Entscheidungspositionen warm.
Was ist sonst wohl der Netzwerk-Wert einer Beratung?!

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WiWi Gast

Gekaufte Projekte

Ich verstehe irgendwie das Problem nicht. Die haben dich also direkt kontaktiert weil sie dir was verkaufen wollten und haben dir das mit Goodies schmackhaft gemacht? Ich dachte das wäre normal so :D Wenns dich so ankotzt, schreib doch einfach trotzdem aus bzw. hol dir 3-4 Angebote und wähle das, was dir am besten passt.

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WiWi Gast

Gekaufte Projekte

Voice of Reason schrieb am 06.12.2021:

Ist doch vollkommen normal.
Nennt man "Alumni-Netzwerk".
Vollkommen egal ob für Projekt-Akquise oder wenn Du einen Kommilitonen anschreibst wegen einem Job.
Klar, bei Gegenleistungen jenseits von einem gemeinsamen Abend im Steakhaus wirds irgendwann problematisch... das habe ich aber bisher auch noch nicht erlebt.

Aber klar, als Berater hält man sich seine Alumni in relevanten Entscheidungspositionen warm.
Was ist sonst wohl der Netzwerk-Wert einer Beratung?!

Alumni bin ich durchaus, auch wenn die schönen Reisen derzeit ausgesetzt sind.
Das aktuelle Beispiel geht schon über den gemeinsamen Abend im Steakhouse hinaus. Für mich ist es auch ein Unterschied, ob man hier die ex Kollegen in Position bringt oder du und deine Frau ein Wochenende in den Alpen verbringen werden.
Als Berater habe ich zumindest nie so krass um Projekte geworben. Außer Essen und ein paar Amüsier Veranstaltungen habe ich nichts dergleichen geboten. Bin da vielleicht zu ethisch unterwegs.

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WiWi Gast

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Alumni bin ich durchaus, auch wenn die schönen Reisen derzeit ausgesetzt sind.
Das aktuelle Beispiel geht schon über den gemeinsamen Abend im Steakhouse hinaus. Für mich ist es auch ein Unterschied, ob man hier die ex Kollegen in Position bringt oder du und deine Frau ein Wochenende in den Alpen verbringen werden.
Als Berater habe ich zumindest nie so krass um Projekte geworben. Außer Essen und ein paar Amüsier Veranstaltungen habe ich nichts dergleichen geboten. Bin da vielleicht zu ethisch unterwegs.

Das Angebot einer Reise mit Partnerin ist ganz klar ein Bestechungsversuch. Bei so etwas wäre ich verpflichtet, es unserer Compliance Abteilung zu melden. Es würde mich wundern, wenn es bei dir anders wäre.

Allein schon das Angebot bringt dich in eine ganz unangenehme Position.

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WiWi Gast

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Und jetzt stelle man sich die Situation vor, besagte Ex-Kollegen würden den TE kontaktieren und sachlich-korrekt um die Abgabe eines Angebotes bitten, oder gar noch: den TE übergehen und sich an ihren Chef wenden.

Wie man's macht...

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WiWi Gast

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So extrem habe ich es noch nicht mitbekommen. Aber die meisten Beratungen, allen voran McK, werben ja geradezu mit ihrem Alumninetzwerk.

Seit ich auf der Auftraggeberseite bin (vergebe aber selber nichts), frage ich mich häufiger wie sich das so halten kann, während die Compliance Abteilung bei jedem Handwerkerauftrag von 500 € dahinter her ist, dass der bloß richtig ausgeschrieben wurde und es auch ja keine Beziehung zwischen dem Handwerker und irgendwem, auch nur halbwegs beteiligen, intern gibt.

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WiWi Gast

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WiWi Gast schrieb am 06.12.2021:

Alumni bin ich durchaus, auch wenn die schönen Reisen derzeit ausgesetzt sind.
Das aktuelle Beispiel geht schon über den gemeinsamen Abend im Steakhouse hinaus. Für mich ist es auch ein Unterschied, ob man hier die ex Kollegen in Position bringt oder du und deine Frau ein Wochenende in den Alpen verbringen werden.
Als Berater habe ich zumindest nie so krass um Projekte geworben. Außer Essen und ein paar Amüsier Veranstaltungen habe ich nichts dergleichen geboten. Bin da vielleicht zu ethisch unterwegs.

Das Angebot einer Reise mit Partnerin ist ganz klar ein Bestechungsversuch. Bei so etwas wäre ich verpflichtet, es unserer Compliance Abteilung zu melden. Es würde mich wundern, wenn es bei dir anders wäre.

Allein schon das Angebot bringt dich in eine ganz unangenehme Position.

Würde ich bei der Größenordnung des Angebots auch sagen. Alles in Größenordnung "Steakhouse" wäre allerdings normales Vertrieblern. Egal ob ich die Leute kenne oder nicht "Kleinkram" Geschenke etc... gehören zum normalen Business, wenn man sein Zeug verkaufen will, sondern findet man nur selten Gehöhr. Frag nicht, was ich schon alles gemacht habe um meine Dienstleistung zu verkaufen.

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