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Erfahrung mit Burnout in der Beratung?

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WiWi Gast

Erfahrung mit Burnout in der Beratung?

Hi,

habt ihr Erfahrungen bzgl. Burnout in der UB gemacht? Oder vielleicht Bekannte von Euch?

Ich selbst hatte teilweise arg Angst davor und hab den Mist dann schnell sein lassen. Und ich will hier keine typsiche pro/contra UB Diskussion anfangen. Mich interessierts nur weil: Mir kam es eben so vor, als sei es eine schleichende Erkrankung und dass man gar nich richtig merkt worauf man zusteuert wenn man ständig sich alles wieder schönredet ständig. Hat noch wer solche Erfahrungen gemacht? Ich jedenfalls bin froh, rechtzeitig die Notbremse gezogen zu haben...

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WiWi Gast

Re: Erfahrung mit Burnout in der Beratung?

Ja klar!

Burnout hat da ja fast jeder. Aber wie auch in deinem Beitrag durchschimmert: Mann will es nicht wahrhaben oder als Weichei dastehen.
Die meisten denken eben, das WE durchzuarbeiten gehört dazu und wer sich weigert, fliegt. Das ist natürlich Schwachsinn!

Wichtig ist es wie immer, Prioritäten im Leben zu setzen. Eine 7-Tage-Woche führt unweigerlich zum Burnout; beim Einen früher, beim nächsten später. Es kann also nur funktionieren, wenn man bewusst abschaltet, d.h.

  • im Urlaub / am WE / an Feiertagen nie arbeiten (HAndy ausschalten, Laptop am besten im Büro einschließen)
  • Mind. Einen Tag in der Woche Sport treiben und den Termin fest im Arbeitskalender (Outlook, Notes) eintragen. Gnadenlos durchziehen!
  • Nicht rauchen! (10 Zigaretten am Tag kosten Dich fast 2 Stunden Produktivität)
  • Mittagspause ausreizen (Eine Stunde ist eine Stunde) und nach dem Essen nochmal um den Block gehen.
  • Nach 22:00 arbeitet niemand mehr produktiv. Einfach heim/ins Hotel gehen und ausschlafen.
  • Auch mal "Nein" sagen (Weiter kommt nicht, wer seine Arbeit erledigt, sondern wer früh Akquise- und Führungspotential (sprich Delegation) zeigt.)

Wer das nicht schafft, sucht sich am besten eine Frau und bekommt Kinder. Danach klappt das mit der Priorisierung meist ganz von alleine ;-)

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WiWi Gast

Re: Erfahrung mit Burnout in der Beratung?

burnout gibts auch als beamter, das ist nicht ub typisches. keiner ist gefeit davor. man muss halt auf seinen körper hören und früh maßnahmen ergreifen.

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WiWi Gast

Re: Erfahrung mit Burnout in der Beratung?

2 Jahre sollte man schon durchhalten können bis zum Leave

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WiWi Gast

Re: Erfahrung mit Burnout in der Beratung?

Also ich weiß nich, ich war halt in den Tier-1 und ich übertreibe jetzt wirklich nicht. Mir ist klar, dass das projektabhänig ist, aber bei 90% der Projekte/Kollegen sieht es im Alltag (WIRKLICH) so aus wie auch mein Jahr dort war:

Arbeit in der Regel von 9 bis 1 Uhr (23 Uhr Feierabend = Absolute Ausnahme) und wenn man Pech hat sind auch 30-50% der Wochenenenden mit Arbeit voll.

Ich hatte sogar Monate am Stück, in denen bis 3 Uhr in der früh gearbeitet wurde - JA DAS SCHLAUCHT!

Und das Vorhaben "2 Jahre sollte man schon machen" hab ich mir dann recht schnell abgeschminkt.

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WiWi Gast

Re: Erfahrung mit Burnout in der Beratung?

gerade burnout ist ein lehrerphänomen...
ob das eine natürliche selbstselektion ist (die, die schon immer freizeitorientiert waren, studieren überhaupt erst lehramt, und sind per se burn out kandidaten da minderleister), oder nicht, k.p.

dennoch kommt das überall vor

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WiWi Gast

Re: Erfahrung mit Burnout in der Beratung?

Hi,

ich arbeite seit ca. 7 Jahren im Consulting und war sehr wahrscheinlich selbst betroffen. "Wahrscheinlich" deshalb, weil ich die Symptome damals nicht richtig zuordnen konnte. Diagnostiziert wurde ein "unklares Fatique-Syndrom", zudem weiß ich heute, dass die Bandbreite seelisch-psychischer Erkrankungen enorm ist. Es gibt kein schwarz und weiß, sondern ganz viele Graustufen.

Wenn Du magst und ich dieser Tage Zeit finde, kann ich gern mal darauf eingehen. Nur soviel: das ganze ist stark abhängig von der eigenen Anfälligkeit (Stichwort "Vererbung") und der eigenen Einstellung zu sich und seiner Umwelt. Ich arbeite heute wieder und immer noch in der Beratung, mit wachsender Begeisterung und Erfolg.

Grüße

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WiWi Gast

Re: Erfahrung mit Burnout in der Beratung?

Lounge Gast schrieb:

burnout gibts auch als beamter

Nein, bei Beamten nennt sich das Boreout...

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WiWi Gast

Re: Erfahrung mit Burnout in der Beratung?

Hier ist es wie bei den ganzen Gehaltsthreads: wer arbeitet am längsten und wer leidet am meisten...

Ich bin seit 11 Jahren in der Beratung und muss die Panikmacher enttäuschen: Bei uns arbeitet um 23 Uhr oder am Wochenende niemand. Höchstens mal, wenn ein Projekt unbedingt fertig werden oder ein Angebot raus muss. Das sind aber absolute Ausnahmen.

Mit dem Burnout ist es auch so eine Sache: Sicher hast Du Projekte, die Dir irgendwann zum Hals raushängen und Du nur noch Frust schiebst. Aber wie das bei Projekten halt so ist: Sie dauern nicht ewig. Danach gibts einen Urlaub und dann gibts ein neues Spiel.

Ich war als "Linien-Berater" mal fast zwei Jahre bei einem Großkonzern und habe mich das letzte dreiviertel Jahr fast zu Tode gelangweilt. Das war schlimmer als das stressigste Kurzprojekt.

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WiWi Gast

Re: Erfahrung mit Burnout in der Beratung?

Welche Beratung? Ich bin leider auch in der Beratung und bei uns ist es regelmäßig so, dass die Teams länger als 23 Uhr arbeiten.

Vielleicht bin ich einfach beim falschen Arbeitgeber...

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WiWi Gast

Re: Erfahrung mit Burnout in der Beratung?

In was für einer Beratung arbeitest du denn?

Ich war bei den Tier-1 und hab wie gesagt so gut wie nie um 23 Uhr mal Schluss gehabt - Ausnahme dort. Auf Beratung mit etwas
humaneren Zeiten hätte ich allerdings komplett Lust!

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WiWi Gast

Re: Erfahrung mit Burnout in der Beratung?

"Es kann also nur funktionieren, wenn man bewusst abschaltet, d.h. usw. ..." Top, super Beitrag !

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WiWi Gast

Re: Erfahrung mit Burnout in der Beratung?

Dann sind wir also schon 2, die Lust auf Beratung mit humanen Arbeitszeiten haben... Also, verrat uns wo das geht ;)

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WiWi Gast

Re: Erfahrung mit Burnout in der Beratung?

burnout reden sich die leute ein, um die absage von den top-UBs verträglicher zu machen

wenn nur die wirklichen Tier 1 von der Rede sind (in D wohl nur McK/ BCG), es ist dermaßen mühelos für sie, eine sehr gute exit-stelle zu finden, warum sollten sie bis zum burnout bleiben?
außerdem ist es die absolute ausnahme, dass man am wochenende arbeitet. von mo. - do. könnte es mal spät werden, aber auf der anderen seite hat man mehr urlaubstage, ab und zu macht man was internes oder ist man einfach on the beach

panik machen nur die jenigen, die die top-UBs nie von innen kennengelernt haben

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WiWi Gast

Re: Erfahrung mit Burnout in der Beratung?

Hier ich wieder: Ich vermute, das geht bei vielen kleineren Beratungen - weiß ja nich wo du bist :-) Ich hatte mal ein langes Praktikum bei einer kleineren UB gemacht, da meinten alle, dass das gerade ein echt überdurchschnittlich hartes Projekt war... Nun ja... das Projekt ging so gut wie nie bis nach 22 Uhr. In meinem letzten Berufsjahr bei der Tier-1 war aber alles was vor Mitternacht Schluss hatte, die Ausnahme und Projekte wo es bis 2 Uhr oder später geht sind auch nich so selten gewesen. Gibt also schon krasse Unterschiede, nur ist bei den mittleren Beratungen denke ich trotzdem das Verhältnis Work load zu Exit-Chancen nich so gut... weiß nich... Beratung ist schon krass... .

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WiWi Gast

Re: Erfahrung mit Burnout in der Beratung?

Tier 1 Beratung und "on the beach"? Ich war in den letzten 2.5 Jahren keinen einzigen Tag "on the beach" - hm, mach ich was falsch?!???

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WiWi Gast

Re: Erfahrung mit Burnout in der Beratung?

keine Ahnung, in welcher Bude Du steckst. Aber es geht ihr blendend muss man sagen...

Lounge Gast schrieb:

Ich war in den letzten 2.5 Jahren keinen einzigen Tag "on the
beach" - hm, mach ich was falsch?!???

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WiWi Gast

Re: Erfahrung mit Burnout in der Beratung?

Arbeitszeiten in Tier 1 Beratungen sind krass, insbesondere auf schlimmen Projekten und das am WE nicht gearbeitet wird nimmt nach oben auch immer mehr ab.
Trotzdem kenne ich keinen bei uns, der sich als Burnout outed. Dass man weniger arbeiten will, kann dort jeder sofort nachvollziehen und dann geht man halt wo anders hin.

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WiWi Gast

Re: Erfahrung mit Burnout in der Beratung?

"exit ist dermaßen mühelos"?

Ich kenne so einige die seit 2-3 Jahren in der Beratung schmoren und keinen mühelosen Exit finden. Ich spreche hier von BCG, Berger, Oliver Wyman, ATK..... Bei jedem Treffen kotzen die sich aus :)
Die würden lieber heute als morgen gehen.

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WiWi Gast

Re: Erfahrung mit Burnout in der Beratung?

Lounge Gast schrieb:

Tier 1 Beratung und "on the beach"? Ich war in den letzten 2.5
Jahren keinen einzigen Tag "on the beach" - hm, mach ich was
falsch?!???

Offensichtlich schon...

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WiWi Gast

Re: Erfahrung mit Burnout in der Beratung?

Die Frage war ja verschiedentlich, bei welche UB man nicht bis in die Puppen arbeitet. Dazu eins vorweg: Für den Student von heute (und insbesondere für die Forenteilnehmer hier) hört nach MCK, BCG und Bain die Welt bekanntermassen auf.

In der wirklchen Welt ist es so, dass die "Tier1" Beratungen nur einen verschwindend geringen Anteil am gesamten Beratungsgeschäft haben. Ich selbst (von mir stammt der Artikel oben mit den humanen Arbeitszeiten) arbeite bei einer mittelständischen Beratung. Arbeitszeiten sind geringer, Lohn ist auch geringer, aber immer noch in einem sehr komfortablen Bereich.

Die "Exit-Chancen" sind andere als bei den o.a. Unternehmen. Wobei dort auch nicht jeder nach 2 Jahren in die Vorstandsetage bei nem DAX-Konzern wechselt. Typischerweise wechseln unsere Senior Consultants auf Referenten/Projektleiter Posten in der Industrie, die Manager häufig auf Abteilungsleiter-Stellen. Unser Management (hier ist die Fluktuation übrigens recht gering) wechselt als Bereichsleiter oder in die Geschäftsführung von Mandanten bzw. macht sich selbständig.

Alles in allem sind das nicht wirklich ganz schlechte Aussichten...

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WiWi Gast

Re: Erfahrung mit Burnout in der Beratung?

Das stimmt einfach nicht: Ich hab die top-UB von innen gesehen und glaub mir:

Es kann ab und an spät werden? Es wird IMMER spät, oft SAU SPÄT.
Wochenende nie arbeit? Wer's glaubt...
Interne Sachen ab und an? Richtig, aber wenn ein Proposal Montag rausmuss kannst du dir sicher sein, dass du am Wochenende auch ran musst - ihc hatte Proposals wo ich 95-Stunden-Wochen hatte und das nicht nur einmalig
On the beach? Gibt's ab und an aber extrem selten und hilft auch nich weiter wenn der Alttag so hart ist

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WiWi Gast

Re: Erfahrung mit Burnout in der Beratung?

Ich arbeite bei MBB
es ist hart aber es ist nicht so schlimm wie die Panikmacher hier propagieren. Manchmal verlangt das Projekt echt viel, manchmal hat man auch ziemlich entspannte Tage
falls man immer am Wochenende arbeitet bzw. 95-Std. Wochen hat, das ist nicht normal für UB, das ist schlechte Projektleitung

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WiWi Gast

Re: Erfahrung mit Burnout in der Beratung?

Richtig - ich (der leider nie beacher ;-) ) arbeite auch selten 95 Std. die Woche und "seltenst "am Wochenende (das ist mir heilig!) - aber leider auch selten/nie Feierabend vor 23 Uhr und genau das nervt mich!

Deswegen faende ich es wirklich mal interessant, über "Tier >1" Beratungen zu sprechen - ich liebe den Beratungsbetrieb, suche eben nur eine Beratung, wo man regelmäßig nicht länger als 22 Uhr arbeitet und Freitags auch einmal im Monat "home office" mit einem ersten Feierabendbier um 17 Uhr machen kann.

Gibt es sowas? Wenn ja, wie findet man solche Beratungen? Wen kennt Ihr? Wo findet man gute "league-tables" zu einzelnen Branchen/Themenspezialisten?

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WiWi Gast

Re: Erfahrung mit Burnout in der Beratung?

Wir beide scheinen uns echt ähnlich zu sein :-) Ich hab bei MBB gearbeitet bin dann aber ausgestiegen. Arbeit IMMER bis Mitternacht und 5 meiner 6 Projekte waren harte Projekte. Freitag Abend? Wär ich froh gewesen, wenn mal um 19 Uhr Schulss gewesen wär.
Super harte zeit, das zehrt schon an einem - aber im Gespräch mit Kollege muss ich sagen, dass es fast allen fast immer so geht.
Wir hatten fast 70 Stunden Durchschnittsarbeitszeit über die gesamte Firma hinweg (MBB).
Wenn du mal für Freitag 10 Stunden abziehst, merkst du schnell, dass du IM DURCHSCHNITT immernoch 15h von Mo-Do pro Tag arbeitest. Im Durchschnitt heißt -> Sehr oft sogar mehr!

Die Zahlen sind Fakten! Und in meiner Wahrnehmung gibt es einen RIESEN UNterschied zwischen 60 und 70 Stunden Arbeit.
Ist ein schmaler Grat zwischen "geht eigetnlich ncoh" und "Ich kann nich mehr wenn das so weitergeht"...

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WiWi Gast

Re: Erfahrung mit Burnout in der Beratung?

Niemand - kein Mensch - kann 95 Stunden die Woche qualitativ arbeiten. Ihr macht euch da was vor, Leute.

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WiWi Gast

Re: Erfahrung mit Burnout in der Beratung?

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WiWi Gast

Re: Erfahrung mit Burnout in der Beratung?

Ich habe sicher 90+ gearbeitet für eine Weile weil musste (Personalreduktion und eigene Notwendigkeit Job zu halten). Funktionierte auch eine Weile. Dafür gab es aber nur einen A*tritt

Heute würde ich solchen AGs den St*finger zeigen. Nie wieder. Der Fisch stinkt vom Koppe! Burnout hat meist strukturelle Ursachen innerhalb der Firma oder aber in der krankhaften Persönlichkeit von Cheffe (Mobber, Dominanter, Spaß an Druck und Zwistigkeiten, Gier von inhabergeführten Unternehmen). Nach außen wird es aber oft als Schwäche der MAs dargestellt, denn... man muss ja "belastbar" sein, "Einsatz" zeigen, "Durchaltevermögen" haben und all diese Kraftausdrücke, die allein auf Dauer schon komplett von jeglicher Grenzproduktivität liegen.

Gegen solche Personen hilft zuerst ein klärendes Gespräch, klare Zielvorgabendiskussion, realistische Umsetzbarkeit derer und Selbstbehauptung. Nicht selten ist in den krankhaften Unternehmen (krankhafte Struktur oder auch Persönlichkeit) meist ein deutliches Transparenz und Kommunikationsproblem vorhanden.

Aussagen von Chefs, Kollegen und anderen Abteilungen lassen sich häufig nicht auf Stichhaltigkeit prüfen (manchmal bewusst, um gegen MA und / oder Markterwartungen anzustinken, z.B. in schlecht wirtschaftenden UNs, die bankrott gehen wird häufig verschleiert). In solchen UNs merkt man dann aber bei Hinterfragen oft, dass der MA für dumm verkauft und kleingehalten werden soll. Das musste ich auch erstmal lernen, dass es solche Firmen gibt. Das hatte ich aus Rationalität heraus gar nicht erwartet. Vielleicht auch naiv. Es gibt immer Spieler... auch im Firmenumfeld.

Stellt sicher, dass Eure Firma, Abteilung, Chef, Kollegen nicht so gepolt sind, wenn Ihr anders seid, sonst zahlt Ihr diese Unwissenheit mit Burnout, denn Ihr überarbeitet und scheitert an bewussten Fehlinformationen, die ganz anderen Interessen dienen.

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WiWi Gast

Re: Erfahrung mit Burnout in der Beratung?

An TE: Ja, burnout gibt es in UBs, haufenweise, gibt nur keiner zu.
Die Frage, die sich herauskritallisiert hat, wurde noch nicht beantwortet: Wo sind die UBs, die "vernünftige" Arbeitszeiten haben?

Grüße

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WiWi Gast

Re: Erfahrung mit Burnout in der Beratung?

GENAU DAS!

Ich meine, es ist immer auch abhängig von der Person. Mit 60h pro Woche kann ich ohne Probleme umgehen. Mit 70h pro Woche + Reisetätigkeit, die montag morgens um 6 beginnt und Donnerstag Abend um halb 11 aufhört (so wie ich es ein Jahr lang hatte) kann ich auf Dauer absolut NICHT umgehen.

Wo gibt es humane Beratungen????

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WiWi Gast

Re: Erfahrung mit Burnout in der Beratung?

ich denke einfach dass die hohe arbeitsbelastung und fleiß der berater das fundament für die existenzberechtigung der gesamten Branche ist.

schnell und effizient ergebnisse liefern ist lohn & brot von beratern.

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WiWi Gast

Re: Erfahrung mit Burnout in der Beratung?

Wie schauts dort mit burn-out heutzutage aus? Hat sich was zu der obigen Diskussion getan?

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WiWi Gast

Re: Erfahrung mit Burnout in der Beratung?

Wochenendarbeit gibts bei den Beratungen in der Regel nicht. Freitags ist zwischen 17 und 20 Uhr Schluss. Unter der Woche selbst ist das lange Arbeiten halb so schlimm, man ist eh in einer fremden Stadt.
Generell: Arbeitszeiten immer sehr projektabhängig.

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Ein KPMGler

Re: Erfahrung mit Burnout in der Beratung?

Puh... bissel verallgemeinernd m.M.n.

Natürlich gibts Burnout's im Beratungsumfeld, aber aus meiner Sicht seltener als bei unseren Kunden.

Untere und mittlere Führungskräfte (bei mir von Banken), die zwischen großen Projekten und Linienfunktion aufgerieben werden, haben aus meiner Sicht eine deutlich höhere Burnoutgefahr.

Aber es gibt auch in Beratungen immer mal wieder Burnouts unterschiedlicher Intensität. Teilweise auch einzelne Symptome, wie z.B. Hörstürze.

Unschöne Seiteneffekte eines stressigen Jobs. Ausserdem spielt eine gewisse persönliche Toleranzgrenze eine Rolle und die Fähigkeit, in Pausen schnell und effektiv abzuschalten

Lounge Gast schrieb:

Wochenendarbeit gibts bei den Beratungen in der Regel nicht.
Freitags ist zwischen 17 und 20 Uhr Schluss. Unter der Woche
selbst ist das lange Arbeiten halb so schlimm, man ist eh in
einer fremden Stadt.
Generell: Arbeitszeiten immer sehr projektabhängig.

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WiWi Gast

Re: Erfahrung mit Burnout in der Beratung?

Ich finde man merkt schon, dass die "Millenials" andere Ansprüche haben. Bin selbst seit ein paar Jahren nicht mehr in der Beratung und hab den Eindruck, dass die Berater die bei uns (DAX-Unternehmen) rumlaufen ein etwas leichteres Leben haben als ich vor ein paar Jahren - nach 22 Uhr scheint da keiner mehr zu arbeiten. Es sei ihnen gegönnt.

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WiWi Gast

Re: Erfahrung mit Burnout in der Beratung?

Ich hatte drei Kollegen und einen Bekannten, die einen Burnout hatten. Die drei Kollegen waren in der Beratung. Der Bekannte war im Finanzvertrieb (Versicherungen). Alle drei waren immer erfolgreich und dürften ihre 100k im Jahr verdient haben.

Zurück in den jeweiligen Beruf ist allerdings keiner der drei mehr. Die drei Kollegen wurden nach den 78 Wochen gekickt. Einer davon hat sich bis heute nicht erholt und ist berufsunfähig.
Der Bekannte aus dem Versicherungsaußendienst wurde in den Innendienst übernommen. Dort verdient er jetzt ca. 55 - 60k, hat aber Ruhe und so ein richtiges Beamtendasein.

Ich kenne noch ein paar mehr Fälle vom Hörensagen, die aber den einen Punkt alle gemeinsam haben: Keiner von denen ist zurück in den hyperstressigen Job.

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WiWi Gast

Re: Erfahrung mit Burnout in der Beratung?

Burnout ist wirklich sehr vielschichtig. Ich hatte zwei davon. Einmal als ich Abi gemacht habe und der andere kam als ich im Studium war.

Damit meine ich keine temporäre Erschöpfung weil man sich verausgabt hat, sondern einen über längere Monate anhaltenden Zustand der Schwäche, Unkonzentriertheit, Lustlosigkeit mit depressiven Verstimmungen.

GRÜNDE für Burnout sind meines Erachtens nach nicht zu viel an Belastung, denn dann würden viel mehr Sportler/Vorstände daran leiden, sondern das ignorieren von natürlichen Impulsen.

Zum Burnout kann es nur kommen, wenn du fremdbestimmt durch Zahlen oder Vorgesetzte deiner Arbeit nachgehst. Sobald du dann eine Grenze erreicht hast und du dich deiner inneren Stimme widersetzt und trotzdem weiter machst, zieht deine Psyche den Stecker.

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WiWi Gast

Re: Erfahrung mit Burnout in der Beratung?

Ich arbeite mittlerweile auch seit > 4 Jahren in der Beratung (nicht MBB, aber wohl direkt darunter). Ich habe in der Zeit von keinem einzigen Kollegen mitbekommen, der ein Burnout gehabt hätte. Ich glaube es ist tatsächlich ein Thema der Selbstselektion, dafür anfällige Personen gehen wohl eher selten in die Beratung. Es sollte einem ja im Grunde auch vorher in etwa bewusst sein, worauf man sich einlässt.

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WiWi Gast

Re: Erfahrung mit Burnout in der Beratung?

Also wer ein Burnout im Abi und ein Burnout im Studium gehabt haben will, der ist entweder überhaupt nicht belastbar oder geht sehr inflationär mit der Diagnose Burnout um. So oder so sollte man dann auf keinen Fall in der Beratung landen.

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WiWi Gast

Re: Erfahrung mit Burnout in der Beratung?

Wer dauerhaft 60h+ arbeiten kann, bringt meist eine entsprechende Motivation mit. Diese Leute sprechen stark auf die gebotene Reize an. Der typische Partner ist sehr geldgierig und statusgeil. Privatleben, Hobbys und Urlaub interessieren diese Leute hingegen meist nicht. Das Geld befriedigt die derart, dass sie praktisch keine Pause brauchen. Als "normaler" Mensch kann man das nur nachvollziehen, wenn man es mal aus der Nähe erlebt hat ;-)

Lounge Gast schrieb:

Ich arbeite mittlerweile auch seit > 4 Jahren in der
Beratung (nicht MBB, aber wohl direkt darunter). Ich habe in
der Zeit von keinem einzigen Kollegen mitbekommen, der ein
Burnout gehabt hätte. Ich glaube es ist tatsächlich ein Thema
der Selbstselektion, dafür anfällige Personen gehen wohl eher
selten in die Beratung. Es sollte einem ja im Grunde auch
vorher in etwa bewusst sein, worauf man sich einlässt.

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WiWi Gast

Re: Erfahrung mit Burnout in der Beratung?

Habe das selbst bei meinem Teamleiter mitbekommen. Interessant finde ich dabei, dass Burnout ansich ja keine Krankheitsbild ist. Das ist in der Regel einfach eine Überlastungs-Depression. Depression schreibt sich nur keiner gerne auf die Kappe. Burnout hört sich einfach besser an...

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WiWi Gast

Re: Erfahrung mit Burnout in der Beratung?

Hi, ich arbeite bereits seit einem Jahr in der Beratung und wurde vor einigen Tagen vom Arzt krankgeschrieben, weil ich Burnout habe ohne dass ich es gemerkt habe.

Die Firma für die ich arbeite, ist eine große Beratungsfirma (einer der Big4 - Wirtschaftsprüfung top aber Beratung eher Tier 2). Die Arbeitszeiten sind stark abhängig von den Projekten, aber in der Regel recht hart. Ich bin leider in ein ziemlich anstrengendes Projekt gerutscht (60h+ wenn es gut läuft, gewöhnlicherweise schon 80h+ oder 90h+ . Bevor ich krankgeschrieben wurde, hatte ich fast jedes Wochenende durchgearbeitet).

Extrem schlechte Bezahlung mit viel Verantwortung und Ansprüchen vom Kunden und Arbeitgeber. Wenn man das ein Jahr macht, dann merkt man sehr schnell, wie körperlich anstrengend es sein kann. Das schlimmste ist aber, dass man sein Selbstwertgefühlt verliert.

Ich hatte innerhalb des einen Jahres 1 Beförderung und 2 Gehaltserhöhung, habe mich dafür auch mächtig ins Zeug gelegt... Oftmals hatte ich aber auch das Gefühl, dass es so von der Firma auch erwartet wird. Meine Kollegen sind nett, aber auch sehr stark leistungsorientiert und dadurch setzen wir uns manchmal acuh selber unter Druck. Niemand möchte schlechter sein als der andere und von den anderen zur Schau gestellt werden oder lächerlich gemacht werden.

Entweder man schwimmt mit oder man lässt es bleiben und dadurch hat man auch oft das Gefühl im Stich gelassen zu werden, was nicht besonders förderlich ist und einem zusätzlich noch belastet. Daher outet sich kaum einer, wenn er an burnout leidet.

Ich weiß, viele sagen, Handy aus, Laptop aus am Wochenende etc. Aber wenn man am Montag eine Deadline hat und nicht gut vorbereitet ist, lässt man auch irgendwie das Team im Stich und möchte nicht schlecht dastehen vor allem wenn alle andere am Wochenende gearbeitet haben :|

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WiWi Gast

Re: Erfahrung mit Burnout in der Beratung?

Depressionen sind ein weit verbreitetes Krankheitsbild das aufgrund des typischen Verdrängens häufig erst (zu) spät erkannt wird. Besorg dir professionelle Hilfe, das Ganze ist gefährlicher als die meisten Menschen einsehen wollen.

Einen Job mit einer derartigen Arbeitsbelastung kann man meiner Meinung nach nur dann durchhalten, wenn man entweder sich selbst (in diesem Job) oder die Vorzüge dieses Jobs (insb. Geld) geil findet. Du klingst, also würde keines von beiden auf dich zutreffen. Welchen Anreiz hast du dir das weiter anzutun?

Ja, falls du kündigst werden deine Kollegen einen halben Tag lang beleidigt sein und sich im Stich gelassen fühlen, so denken wir Herdentiere halt. Aber du solltest dir vor Augen führen, dass es vor allem bei einer Big 4 nur eine Frage der Zeit ist, bis irgendwer anders geht und dich "im Stich" lässt.

Gute Besserung!

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WiWi Gast

Re: Erfahrung mit Burnout in der Beratung?

Ich hatte auch einen Burnout im WP Bereich einer Big 4 inklusive Krankenhausaufenthalt und 3 Wochen Auszeit. Das lag sicher nicht am Workload bei uns, da dieser im Schnitt bei 45h im Jahr lag und in der Busy Season evtl. bei 55h mit Ausschlägen nach oben und unten.
Vielmehr ging es mir schlecht, da meine Erwartungen nicht erfüllt wurden. Ich wurde bei einer Beförderungsrunde nicht berücksichtigt, was niemand in der Bude verstanden hat. Selbst mein Partner hat mir im Nachhinein gestanden, dass dies ein Fehler seinerseits war, es gab aber dennoch niemals eine Kompensation für meine sehr guten Arbeitsergebnisse.

Heute, ein paar Jahre später, sehe ich ganz deutlich, dass ein Burnout immer ein Symptom einer Diskrepanz zwischen eigener Erwartungshaltung und der Realität bzw. der Nichterfüllung dieser gesteckten Ziele einhergeht. Es gibt im Job nunmal nichts Frustrierenderes als sich tagtäglich und über Jahre hinweg den Hintern aufzureißen und keine entsprechende Würdigung der Arbeit zu erfahren. Ich kann daher nur jedem Berufseinsteiger raten, sich nicht zu sehr zu verkrampfen und einfach zu akzeptieren, dass der eigene Karriereerfolg nur teilweise von selbst getriggert werden kann. Wenn der Partner einen nicht sonderlich leiden kann, sieht es halt bescheiden aus. Man sollte einfach in den ersten Jahren versuchen, so viel Projekterfahrung wie möglich zu sammeln und die technischen Skills zu schärfen. Wenn es in einer Firma dann nach 2-3 Jahren nicht mehr ertragbar ist, dann ist das kein Weltuntergang.

Für mich war schlussendlich entscheidend, dass ich mich wirklich selbst reflektieren konnte und fundamental analysiert habe, welche Tätigkeit ich für mich langfristig erstrebenswert finde. Dies wissen sehr viele Leute zu Beginn der Karriere nicht, was absolut kein Problem ist. Man muss sich eben erst einmal mit der Berufswelt und den Pros und Cons der jeweiligen Branchen vertraut machen um sich ein Urteil bilden zu können. Ich habe meinen Weg gefunden und habe keinen aalglatten CV. Das stört mich aber nicht im Geringsten, weil ich heute nicht dort wäre wo ich bin wenn diese Situation damals nicht eingetreten wäre.
Ich bin froh, dass ich das sinkende Schiff WP verlassen habe und nicht wie einige Kollegen verzweifelt versuchen muss, nach nicht bestandenem StB den Voll WP zu wuppen und selbst diesen nicht zu schaffen. Habe ich alles erlebt im Bekanntenkreis und das ist meines Erachtens auch eine Folge fehlender Selbstreflexion. Nur wer das wirklich will schafft es auch, alle anderen sollten sich hinterfragen, ob dies der eigene Weg sein sollte. Gilt natürlich generell und nicht nur im WP Bereich.

WiWi Gast schrieb am 08.01.2018:

Hi, ich arbeite bereits seit einem Jahr in der Beratung und wurde vor einigen Tagen vom Arzt krankgeschrieben, weil ich Burnout habe ohne dass ich es gemerkt habe.

Die Firma für die ich arbeite, ist eine große Beratungsfirma (einer der Big4 - Wirtschaftsprüfung top aber Beratung eher Tier 2). Die Arbeitszeiten sind stark abhängig von den Projekten, aber in der Regel recht hart. Ich bin leider in ein ziemlich anstrengendes Projekt gerutscht (60h+ wenn es gut läuft, gewöhnlicherweise schon 80h+ oder 90h+ . Bevor ich krankgeschrieben wurde, hatte ich fast jedes Wochenende durchgearbeitet).

Extrem schlechte Bezahlung mit viel Verantwortung und Ansprüchen vom Kunden und Arbeitgeber. Wenn man das ein Jahr macht, dann merkt man sehr schnell, wie körperlich anstrengend es sein kann. Das schlimmste ist aber, dass man sein Selbstwertgefühlt verliert.

Ich hatte innerhalb des einen Jahres 1 Beförderung und 2 Gehaltserhöhung, habe mich dafür auch mächtig ins Zeug gelegt... Oftmals hatte ich aber auch das Gefühl, dass es so von der Firma auch erwartet wird. Meine Kollegen sind nett, aber auch sehr stark leistungsorientiert und dadurch setzen wir uns manchmal acuh selber unter Druck. Niemand möchte schlechter sein als der andere und von den anderen zur Schau gestellt werden oder lächerlich gemacht werden.

Entweder man schwimmt mit oder man lässt es bleiben und dadurch hat man auch oft das Gefühl im Stich gelassen zu werden, was nicht besonders förderlich ist und einem zusätzlich noch belastet. Daher outet sich kaum einer, wenn er an burnout leidet.

Ich weiß, viele sagen, Handy aus, Laptop aus am Wochenende etc. Aber wenn man am Montag eine Deadline hat und nicht gut vorbereitet ist, lässt man auch irgendwie das Team im Stich und möchte nicht schlecht dastehen vor allem wenn alle andere am Wochenende gearbeitet haben :|

antworten
WiWi Gast

Re: Erfahrung mit Burnout in der Beratung?

WiWi Gast schrieb am 12.08.2011:

keine Ahnung, in welcher Bude Du steckst. Aber es geht ihr blendend muss man sagen...

Ich war in den letzten 2.5 Jahren keinen einzigen Tag "on the
beach" - hm, mach ich was falsch?!???

antworten
WiWi Gast

Re: Erfahrung mit Burnout in der Beratung?

Push
Wie geht MBB mit Burn-out um? Ist danach sofort der Rausschmiss gewiss?

WiWi Gast schrieb am 03.03.2019:

WiWi Gast schrieb am 12.08.2011:

keine Ahnung, in welcher Bude Du steckst. Aber es geht ihr blendend muss man sagen...

Ich war in den letzten 2.5 Jahren keinen einzigen Tag "on the
beach" - hm, mach ich was falsch?!???

antworten
ExBerater

Re: Erfahrung mit Burnout in der Beratung?

Ganz pragmatisch gesehen KANN dich keine Beratung und auch keine andere Firma rausschmeissen es sei denn du bist in der Probezeit. Arbeitsrecht und so...

WiWi Gast schrieb am 13.10.2019:

Push
Wie geht MBB mit Burn-out um? Ist danach sofort der Rausschmiss gewiss?

WiWi Gast schrieb am 03.03.2019:

WiWi Gast schrieb am 12.08.2011:

keine Ahnung, in welcher Bude Du steckst. Aber es geht ihr blendend muss man sagen...

Ich war in den letzten 2.5 Jahren keinen einzigen Tag "on the
beach" - hm, mach ich was falsch?!???

antworten
WiWi Gast

Re: Erfahrung mit Burnout in der Beratung?

Das ist natürlich absolut falsch.

antworten
Ceterum censeo

Re: Erfahrung mit Burnout in der Beratung?

ExBerater schrieb am 15.10.2019:

Ganz pragmatisch gesehen KANN dich keine Beratung und auch keine andere Firma rausschmeissen es sei denn du bist in der Probezeit. Arbeitsrecht und so...

Ganz pragmatisch kann das ein jedes Unternehmen. Das Arbeitsrecht sieht doch ein klares Regelwerk für die Beendigung von Arbeitsverhältnissen vor, welches in der Praxis auch sehr routiniert und idR ziemlich rechtssicher angewendet werden kann. Zu den personenbedingten Kündigungsgründen zählt hier u. A. auch das Thema der Erkrankung. Natürlich gibt es hier noch einige weitere Punkte zu beachten, aber wer aufgrund einer Krankheit dauerhaft nicht in der Lage ist, seine Arbeitsleistung zu erbringen, kann natürlich entlassen werden.
Erreicht man als Mitarbeiter ohnehin erst einmal das Level des "leitenden Angestellten" ist Kündigungsschutz ohnehin nur noch ein vager Begriff aus der Vergangenheit.
Mit diesem kurzen Abriss der Grundlagen des deutschen Arbeitsrechts übergeben ich nun wieder an das Plenum.
Liebe Grüße

antworten
WiWi Gast

Re: Erfahrung mit Burnout in der Beratung?

War zwei Jahre bei MBB. Hatte keinen klassischen Burnout, aber mir hat mein Job und mein Leben einfach keine Freude bereitet, ohne dass ich es überhaupt explizit gemerkt habe. Anfangs war natürlich die Euphorie, es geschafft zu haben und die klassiche Leistungsträger-Einstellung "Ist hart, muss aber so, du wolltest es so, du hast es gepackt, die Belohnung kommt irgendwann, halt durch."

Zum Ausgleich für die fehlende Freizeit hab ich an den Wochenenden umso härter gefeiert und war dementsprechend schlapp während der Woche. Bis es irgendwann so war, dass ich an Arbeitstagen chronisch übermüdet, lustlos, reizbar wurde. Gepaart mit häufigen Husten, Schnupfen etc.

Nach einer Weile litten auch die Leistungen und mir wurde relativ bald nach der ersten Beförderung im Rahmen des Up or Out nahegelegt, mir was neues zu suchen. War natürlich erstmal ein Schock, weil ich rein intellektuell locker in der Lage war mitzuhalten. Nur hat mir das nicht viel gebracht, wenn ich meine Null-Bock Einstellung kaum verbergen konnte und bei Kundenterminen teilweise weggepennt bin. Bin dann zu einem Großkonzern in den Strategiebereich gewechselt. Hatte großes Glück, zunächst mal eine Stelle zu finden die fast gleich gut zahlt bei 40h und dann extrem schnell befördert zu werden, sodass ich jetzt mehr verdiene als ich bei MBB hätte bei 40-45h Arbeitszeit. Ich merke jetzt erst, wie zufrieden man sein kann und dass es mir fast egal ist, ob Wochenende oder Wochentag ist. Ich kann jeden Tag meiner Freizeit nachgehen und hab fast nie Stress. Bei MBB war gefühlt dagegen nur die Zeit von Freitagabend mit Sonntagnachmittag lebenswert.

Ich schätze mal, so ein Weg ist viel typischer für Berater als der klassische Burnout (den krieg ich hier im Konzern vereinzelt mit, bei der Beratung nie). Das "stille Leiden" passt mehr zum Leistungsmindet und Konkurrenzdenken. Außerdem sind Berater meist jung und haben gute Exit-Optionen, um ihre Lage schnell zu ändern (bzw. werden zu ihrem Glück gezwungen wie ich). Ein 45-jähriger Abteilungsleiter, der 20 Jahre beim selben Konzern ist, mit 3 Kindern, Exfrau, Hauskredit steht dagegen gefühlt mit dem Rücken zur Wand.

Was einen fertig macht ist nicht unbedingt die Belastung an sich, sondern der Mangel an Optionen. Ohnmacht und Fremdgesteuertheit ist die wahre Gefahr.

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WiWi Gast

Re: Erfahrung mit Burnout in der Beratung?

Ich glaube grade der letzte Absatz ist sehr wahr!

WiWi Gast schrieb am 15.10.2019:

War zwei Jahre bei MBB. Hatte keinen klassischen Burnout, aber mir hat mein Job und mein Leben einfach keine Freude bereitet, ohne dass ich es überhaupt explizit gemerkt habe. Anfangs war natürlich die Euphorie, es geschafft zu haben und die klassiche Leistungsträger-Einstellung "Ist hart, muss aber so, du wolltest es so, du hast es gepackt, die Belohnung kommt irgendwann, halt durch."

Zum Ausgleich für die fehlende Freizeit hab ich an den Wochenenden umso härter gefeiert und war dementsprechend schlapp während der Woche. Bis es irgendwann so war, dass ich an Arbeitstagen chronisch übermüdet, lustlos, reizbar wurde. Gepaart mit häufigen Husten, Schnupfen etc.

Nach einer Weile litten auch die Leistungen und mir wurde relativ bald nach der ersten Beförderung im Rahmen des Up or Out nahegelegt, mir was neues zu suchen. War natürlich erstmal ein Schock, weil ich rein intellektuell locker in der Lage war mitzuhalten. Nur hat mir das nicht viel gebracht, wenn ich meine Null-Bock Einstellung kaum verbergen konnte und bei Kundenterminen teilweise weggepennt bin. Bin dann zu einem Großkonzern in den Strategiebereich gewechselt. Hatte großes Glück, zunächst mal eine Stelle zu finden die fast gleich gut zahlt bei 40h und dann extrem schnell befördert zu werden, sodass ich jetzt mehr verdiene als ich bei MBB hätte bei 40-45h Arbeitszeit. Ich merke jetzt erst, wie zufrieden man sein kann und dass es mir fast egal ist, ob Wochenende oder Wochentag ist. Ich kann jeden Tag meiner Freizeit nachgehen und hab fast nie Stress. Bei MBB war gefühlt dagegen nur die Zeit von Freitagabend mit Sonntagnachmittag lebenswert.

Ich schätze mal, so ein Weg ist viel typischer für Berater als der klassische Burnout (den krieg ich hier im Konzern vereinzelt mit, bei der Beratung nie). Das "stille Leiden" passt mehr zum Leistungsmindet und Konkurrenzdenken. Außerdem sind Berater meist jung und haben gute Exit-Optionen, um ihre Lage schnell zu ändern (bzw. werden zu ihrem Glück gezwungen wie ich). Ein 45-jähriger Abteilungsleiter, der 20 Jahre beim selben Konzern ist, mit 3 Kindern, Exfrau, Hauskredit steht dagegen gefühlt mit dem Rücken zur Wand.

Was einen fertig macht ist nicht unbedingt die Belastung an sich, sondern der Mangel an Optionen. Ohnmacht und Fremdgesteuertheit ist die wahre Gefahr.

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WiWi Gast

Re: Erfahrung mit Burnout in der Beratung?

Sehr, sehr guter Post.

WiWi Gast schrieb am 15.10.2019:

War zwei Jahre bei MBB. Hatte keinen klassischen Burnout, aber mir hat mein Job und mein Leben einfach keine Freude bereitet, ohne dass ich es überhaupt explizit gemerkt habe. Anfangs war natürlich die Euphorie, es geschafft zu haben und die klassiche Leistungsträger-Einstellung "Ist hart, muss aber so, du wolltest es so, du hast es gepackt, die Belohnung kommt irgendwann, halt durch."

Zum Ausgleich für die fehlende Freizeit hab ich an den Wochenenden umso härter gefeiert und war dementsprechend schlapp während der Woche. Bis es irgendwann so war, dass ich an Arbeitstagen chronisch übermüdet, lustlos, reizbar wurde. Gepaart mit häufigen Husten, Schnupfen etc.

Nach einer Weile litten auch die Leistungen und mir wurde relativ bald nach der ersten Beförderung im Rahmen des Up or Out nahegelegt, mir was neues zu suchen. War natürlich erstmal ein Schock, weil ich rein intellektuell locker in der Lage war mitzuhalten. Nur hat mir das nicht viel gebracht, wenn ich meine Null-Bock Einstellung kaum verbergen konnte und bei Kundenterminen teilweise weggepennt bin. Bin dann zu einem Großkonzern in den Strategiebereich gewechselt. Hatte großes Glück, zunächst mal eine Stelle zu finden die fast gleich gut zahlt bei 40h und dann extrem schnell befördert zu werden, sodass ich jetzt mehr verdiene als ich bei MBB hätte bei 40-45h Arbeitszeit. Ich merke jetzt erst, wie zufrieden man sein kann und dass es mir fast egal ist, ob Wochenende oder Wochentag ist. Ich kann jeden Tag meiner Freizeit nachgehen und hab fast nie Stress. Bei MBB war gefühlt dagegen nur die Zeit von Freitagabend mit Sonntagnachmittag lebenswert.

Ich schätze mal, so ein Weg ist viel typischer für Berater als der klassische Burnout (den krieg ich hier im Konzern vereinzelt mit, bei der Beratung nie). Das "stille Leiden" passt mehr zum Leistungsmindet und Konkurrenzdenken. Außerdem sind Berater meist jung und haben gute Exit-Optionen, um ihre Lage schnell zu ändern (bzw. werden zu ihrem Glück gezwungen wie ich). Ein 45-jähriger Abteilungsleiter, der 20 Jahre beim selben Konzern ist, mit 3 Kindern, Exfrau, Hauskredit steht dagegen gefühlt mit dem Rücken zur Wand.

Was einen fertig macht ist nicht unbedingt die Belastung an sich, sondern der Mangel an Optionen. Ohnmacht und Fremdgesteuertheit ist die wahre Gefahr.

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WiWi Gast

Re: Erfahrung mit Burnout in der Beratung?

In arbeite jetzt seit Kurzem bei einer Big4 und es wird erwartet, dass ich 12-14 h pro Tag arbeite. Der Durchschnitt liegt, wenn ich die Arbeit an Wochenenden berücksichtige, bestimmt bei 14 h / Werktag und mehr.

Die meisten auf meinen Projekten arbeiten so.

Das Gehalt ist unterdurchschnittlich, selbst wenn ich berücksichtige, dass ich in der Regel 10 h aufschreiben darf (und bald werde ich es nicht mehr machen dürfen, da es ein Limit gibt).

Man hat mir eine Beförderung versprochen. In einem Jahr...

Ich frage mich, ob sich so was lohnt. Noch ein Jahr lang kein Privatleben zu haben und eine Beförderung ist ja unsicher.

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WiWi Gast

Re: Erfahrung mit Burnout in der Beratung?

WiWi Gast schrieb am 20.10.2019:

In arbeite jetzt seit Kurzem bei einer Big4 und es wird erwartet, dass ich 12-14 h pro Tag arbeite. Der Durchschnitt liegt, wenn ich die Arbeit an Wochenenden berücksichtige, bestimmt bei 14 h / Werktag und mehr.

Die meisten auf meinen Projekten arbeiten so.

Das Gehalt ist unterdurchschnittlich, selbst wenn ich berücksichtige, dass ich in der Regel 10 h aufschreiben darf (und bald werde ich es nicht mehr machen dürfen, da es ein Limit gibt).

Man hat mir eine Beförderung versprochen. In einem Jahr...

Ich frage mich, ob sich so was lohnt. Noch ein Jahr lang kein Privatleben zu haben und eine Beförderung ist ja unsicher.

Für mich könnte ich das ganz klar mit "nein" beantworten.

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ExBerater

Re: Erfahrung mit Burnout in der Beratung?

Lohnt voll. Noch ein Jahr Knechten damit du vielleicht befördert wirst um dann was? Noch mehr zu Knechten :-)

Und woanders in der Industrie wirdt du für eine 35 oder 38 Stunden Woche fürstlich entlohnt fürs Sesselfurzen mit 36 Urlaubstagen

WiWi Gast schrieb am 20.10.2019:

In arbeite jetzt seit Kurzem bei einer Big4 und es wird erwartet, dass ich 12-14 h pro Tag arbeite. Der Durchschnitt liegt, wenn ich die Arbeit an Wochenenden berücksichtige, bestimmt bei 14 h / Werktag und mehr.

Die meisten auf meinen Projekten arbeiten so.

Das Gehalt ist unterdurchschnittlich, selbst wenn ich berücksichtige, dass ich in der Regel 10 h aufschreiben darf (und bald werde ich es nicht mehr machen dürfen, da es ein Limit gibt).

Man hat mir eine Beförderung versprochen. In einem Jahr...

Ich frage mich, ob sich so was lohnt. Noch ein Jahr lang kein Privatleben zu haben und eine Beförderung ist ja unsicher.

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WiWi Gast

Re: Erfahrung mit Burnout in der Beratung?

Wirklich gut geschriebener, reflektierter und ehrlicher Post!

WiWi Gast schrieb am 15.10.2019:

War zwei Jahre bei MBB. Hatte keinen klassischen Burnout, aber mir hat mein Job und mein Leben einfach keine Freude bereitet, ohne dass ich es überhaupt explizit gemerkt habe. Anfangs war natürlich die Euphorie, es geschafft zu haben und die klassiche Leistungsträger-Einstellung "Ist hart, muss aber so, du wolltest es so, du hast es gepackt, die Belohnung kommt irgendwann, halt durch."

Zum Ausgleich für die fehlende Freizeit hab ich an den Wochenenden umso härter gefeiert und war dementsprechend schlapp während der Woche. Bis es irgendwann so war, dass ich an Arbeitstagen chronisch übermüdet, lustlos, reizbar wurde. Gepaart mit häufigen Husten, Schnupfen etc.

Nach einer Weile litten auch die Leistungen und mir wurde relativ bald nach der ersten Beförderung im Rahmen des Up or Out nahegelegt, mir was neues zu suchen. War natürlich erstmal ein Schock, weil ich rein intellektuell locker in der Lage war mitzuhalten. Nur hat mir das nicht viel gebracht, wenn ich meine Null-Bock Einstellung kaum verbergen konnte und bei Kundenterminen teilweise weggepennt bin. Bin dann zu einem Großkonzern in den Strategiebereich gewechselt. Hatte großes Glück, zunächst mal eine Stelle zu finden die fast gleich gut zahlt bei 40h und dann extrem schnell befördert zu werden, sodass ich jetzt mehr verdiene als ich bei MBB hätte bei 40-45h Arbeitszeit. Ich merke jetzt erst, wie zufrieden man sein kann und dass es mir fast egal ist, ob Wochenende oder Wochentag ist. Ich kann jeden Tag meiner Freizeit nachgehen und hab fast nie Stress. Bei MBB war gefühlt dagegen nur die Zeit von Freitagabend mit Sonntagnachmittag lebenswert.

Ich schätze mal, so ein Weg ist viel typischer für Berater als der klassische Burnout (den krieg ich hier im Konzern vereinzelt mit, bei der Beratung nie). Das "stille Leiden" passt mehr zum Leistungsmindet und Konkurrenzdenken. Außerdem sind Berater meist jung und haben gute Exit-Optionen, um ihre Lage schnell zu ändern (bzw. werden zu ihrem Glück gezwungen wie ich). Ein 45-jähriger Abteilungsleiter, der 20 Jahre beim selben Konzern ist, mit 3 Kindern, Exfrau, Hauskredit steht dagegen gefühlt mit dem Rücken zur Wand.

Was einen fertig macht ist nicht unbedingt die Belastung an sich, sondern der Mangel an Optionen. Ohnmacht und Fremdgesteuertheit ist die wahre Gefahr.

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