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Geschäftsreise: Viele Manager unterschätzen die Gesundheitsgefahren

Manager sind über drohende Gesundheitsgefahren auf Geschäftsreisen nur unzureichend informiert. So werden Malaria (53 Prozent) und Hepatitiserkrankungen (42 Prozent) von den reisenden Fach- und Führungskräften am meisten gefürchtet.

Eine asiatische Statue eines Drachens aus Stein.

Geschäftsreise: Viele Manager unterschätzen die Gesundheitsgefahren
Hamburg, 14.08.2008 (ots) - Manager sind über drohende Gesundheitsgefahren auf Geschäftsreisen nur unzureichend informiert. So werden Malaria (53 Prozent)und Hepatitiserkrankungen (42 Prozent) von den reisenden Fach- und Führungskräften am meisten gefürchtet. Tatsächlich verursachen jedoch Durchfallerkrankungen die mit Abstand häufigsten Gesundheitsprobleme bei Reisen in tropische und subtropische Regionen. Etwa jeder dritte Reisende ist davon betroffen. Die besonders gefürchtete Malaria tritt dagegen vergleichsweise selten auf. Lediglich zwei Prozent der Erkrankungen pro Reisemonat gehen auf das Konto von Malaria. Hepatitiserkrankungen bleiben dahinter noch deutlich zurück und werden nur bei 0,3 Prozent (Hepatitis A) beziehungsweise 0,08 Prozent (Hepatitis B) der Patienten diagnostiziert. Das Robert Koch Institut hingegen verzeichnet in den großen tropenmedizinischen Ambulanzen Deutschlands viele Behandlungen von Patienten wegen Durchfall und anderen Darmbeschwerden (40 bis 60 Prozent). Dies sind Ergebnisse der Studie Betriebliche Gesundheitsvorsorge des IMWF Institut für Management- und Wirtschaftsforschung in Hamburg und handelsblatt.com. 331 Fach- und Führungskräfte verschiedener Branchen haben an der Befragung teilgenommen.

Das Ergebnis zeigt wichtige Ansatzpunkte für die medizinische Beratung von Geschäftsreisenden, die auf betrieblicher Ebene leicht behoben werden könnten. Die Vorsorge lohnt sich. Denn prinzipiell sind die meisten reiseassoziierten Infektionen durch gezielte prophylaktische Maßnahmen, wie beispielsweise Impfungen, weitgehend vermeidbar. Viele Reisende unterlassen jedoch die entsprechenden Vorkehrungen, weil sie nicht ausreichend informiert sind. Dazu gehören beispielsweise auch Informationen über den aktuellen Verbreitungsstand von Influenzainfektionen, wie sie in den letzten Jahren an verschiedenen Orten der Welt durch das Vogelgrippevirus verursacht wurden.

Am grundsätzlichen Willen der Mitarbeiter, sich gegen Krankheiten zu schützen, mangelt es nicht. Nur zwei Prozent der Fach- und Führungskräfte erklärten sich unentschlossen, ob Sie einen empfohlenen Impfschutz vor einer Geschäftsreise durchführen wollen. Die weit überwiegende Mehrheit spricht sich dagegen für eine Impfung aus. Auf Unternehmensseite wird die reisemedizinische Vorsorge bisher jedoch häufig nicht geleistet. Branchenübergreifend stellen 67 Prozent der Betriebe ihrer Belegschaft keine Aufklärung über Gesundheitsgefahren in Geschäfts- oder Urlaubsgebieten zur Verfügung. Besonderer Nachholbedarf zeigt sich dabei in der betrieblichen Gesundheitsvorsorge kleinerer Unternehmen bis fünfzig Mitarbeiter. Hier wird die Aufklärung über Gesundheitsrisiken in Reisegebieten von 84 Prozent der Befragten vernachlässigt. 

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