DieManager von Morgen WiWi-TReFF.de - Zeitung & Forum für Wirtschaftsstudium & Karriere
Digitaltrends & NewsIndustrie 4.0

Industrie 4.0: Weltweite Rekord-Investitionen bis 2020 von 900 Milliarden US-Dollar pro Jahr

Für die Digitalisierung entlang der Wertschöpfungskette wollen branchenbezogene Unternehmen bis 2020 mehr als 900 Milliarden US-Dollar investieren. Von der Industrie 4.0 versprechen sich die Unternehmen signifikante Vorteile bei Kosten, Effizienz und Gewinn; das zeigt die neue globale Studie der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers (PwC).

Industrie 4.0

Industrie 4.0: Weltweite Rekord-Investitionen bis 2020 von 900 Milliarden US-Dollar pro Jahr
Frankfurt am Main, 19.04.2016 (pwc) - Produktionsunternehmen aller Branchen machen mit dem Projekt Industrie 4.0 Ernst. Die Umsetzung ist in vollem Gange – und das weltweit: Rund ein Drittel der Unternehmen stufen ihren Digitalisierungsgrad bereits jetzt als hoch ein, durchschnittlich soll dieser Wert innerhalb der nächsten fünf Jahre von 33 Prozent auf 72 Prozent steigen. Die Befragten digitalisieren nicht nur wesentliche Funktionen innerhalb ihrer vertikalen Wertschöpfungskette, sondern auch horizontal mit ihren Partnern entlang der Lieferkette. Zusätzlich stärken sie ihr Produktportfolio mit digitalen Funktionen und bieten innovative datenbasierte Dienstleistungen an. Dazu wollen Unternehmen weltweit jährlich etwa fünf Prozent ihres digitalen Umsatzes investieren.

Auf Unternehmen der befragten Branchen bezogen, entsprechen fünf Prozent des Umsatzes einem Investitionsvolumen von rund 907 Milliarden US-Dollar. Ein Hauptanteil dieser Investitionen wird in digitale Technologien wie Sensoren oder Geräte für Konnektivität sowie in Software und Anwendungen wie Produktionsleitsysteme fließen. Außerdem investieren Unternehmen in Trainings für ihre Mitarbeiter sowie in die notwendigen organisatorischen Veränderungen. Mit 55 Prozent geht mehr als die Hälfte dieser Unternehmen davon aus, dass sich diese Aufwendungen bereits innerhalb von zwei Jahren amortisieren. Das zeigt die globale Studie „Industry 4.0: Building the digital enterprise“ der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers (PwC), für die über 2.000 Unternehmen aus neun Industriebereichen in 26 Ländern befragt wurden, davon über 500 in Deutschland.

PwC Industry 4.0 - Building the digital enterprise, Die Grafik zeigt bis 2020 jährliche: Investitionen von 907 Milliarden US-$, Erlössteigerungen von 493 Milliarden US-$ und Effizienzvorteile von 493 Milliarden US-$.


Unternehmen rechnen mit Kostenreduzierung
Im Zuge dieses Wandels rechnen die befragten Verantwortlichen mit einer Reduzierung der Kosten von durchschnittlich 3,6 Prozent pro Jahr und einem jährlichen Umsatzplus von durchschnittlich 2,9 Prozent. In absoluten Zahlen entspricht das 421 Milliarden US-Dollar an Kosteneinsparungen und einer gleichzeitigen Umsatzsteigerung von 493 Milliarden US-Dollar.

„Unternehmen versprechen sich von der Digitalisierung enorme Vorteile und investieren entsprechend hohe Summen. Unsere Studie zeigt, dass sich dieser Wandel in allen befragten Ländern gleichermaßen vollzieht, nicht nur in Industriestaaten“, sagt Reinhard Geissbauer, Leiter Industry 4.0 EMEA und Partner bei Strategy&, Teil des PwC Netzwerks in Deutschland.
„Selbst wenn sich nur die Hälfte der daran geknüpften Erwartungen erfüllt, wird Industrie 4.0 die Wettbewerbslandschaft in den kommenden fünf Jahren grundlegend verändern.“


Am Ende dieses Transformationsprozesses werden erfolgreiche Industrieunternehmen zu digitalen Enterprises werden, in denen physische Produkte den Kern bilden, die durch digitale Schnittstellen sowie datenbasierten und innovative Dienstleistungen erweitert werden. Diese digitalen Unternehmen werden mit Kunden und Lieferanten in einem industriellen digitalen Ökosystem zusammenarbeiten.

Data Analytics ist der Treiber für Industrie 4.0
Über 80 Prozent der Unternehmen erwarten, das Data Analytics in fünf Jahren einen signifikanten Einfluss auf ihre Entscheidungsprozesse haben wird.

„Die professionelle Aufbereitung von Daten ermöglicht einen wertvollen Einblick in den Gebrauch von Produkten und macht eine langfristige Kundenbindung möglich“, sagt Jesper Vedso, Global Industrial Products Industry 4.0 Champion und Partner bei PwC in Dänemark. „Data Analytics erlaubt es, Produkte weiter zu entwickeln und um Services und Angebote zu ergänzen, die sich genau an den Bedürfnissen der Kunden orientieren.“

Mangelnde Kompetenzen als Hürde auf dem Weg zur Industrie 4.0
Probleme bei der Verwirklichung von Industrie 4.0 sehen die befragten Unternehmen weniger in der Anschaffung der benötigten Technologie als in Ermangelung der nötigen internen digitalen Kultur, Vision und Trainings sowie in fehlenden Spezialisten. So verlassen sich beispielsweise knapp 40 Prozent der befragten Unternehmen auf die Analytics-Kompetenz einzelner Mitarbeiter, haben aber keine Abteilung, die sich der reinen Datenanalyse widmet.

„Sinnvoll ist es, fundierte Kompetenzen für Data Analytics und Digitalisierung im eigenen Unternehmen aufzubauen. Mit einzelnen Experten ist es beim Erheben und Auswerten von Daten nicht getan, um Industrie 4.0-Strategien erfolgreich umzusetzen“, so Geissbauer. „Um sie als Entscheidungsgrundlage nutzen zu können, benötigen Unternehmen professionell aufbereitete Datenpools, Algorithmen und fundierte Empfehlungen.“

Eine weitere Voraussetzung für eine erfolgreiche Digitalisierung sieht die Studie in der Gewährleistung von Datensicherheit:

„Digitale Ökosysteme können nur funktionieren, wenn sich alle Beteiligten darauf verlassen können, dass ihre Daten nicht in falsche Hände geraten. Das verlangt von Unternehmen erhebliche Anstrengungen, hohe Investitionen in die Sicherheit ihrer Systeme und klare Standards zum Schutz ihrer Daten“, so Geissbauer.

Digitalisierung entlang der Wertschöpfungskette
Die Digitalisierung spielt sich auf der Ebene der horizontalen und vertikalen Wertschöpfungskette ab. Damit ist zum einen eine bessere Organisation interner Abläufe und ein digitalisierter Datenfluss vertikal von der Produktentwicklung und -beschaffung, über die Fertigung bis zur Transportlogistik gemeint. Zum anderen geht es um die horizontale Vernetzung mit Zulieferern, Kunden und anderen Partnern der Wertschöpfungskette, indem beispielsweise Track&Trace-Lösungen genutzt werden, um dem Produktfluss zu folgen. Das bedeutet für Unternehmen den Aufbau komplexer digitaler Lösungen.

Sie ermöglichen die Entwicklung neuer Produkte und Dienstleistungen, die sich über den ganzen Produktlebenszyklus erstrecken und somit auch einen engeren Kontakt zu Endverbrauchern schaffen. Unternehmen investieren ebenso in digitale Dienstleistungen und schaffen Komplettlösungen für das kundenrelevante Ökosystem, oft in Zusammenarbeit mit Partnern aus der Wertschöpfungskette.

PwC-Studie 2016: Industrie 4.0 - Building the digital enterpriseZielsetzung der Digitalisierung variiert von Land zu Land
Obwohl Unternehmen weltweit das Projekt Industrie 4.0 vorantreiben, lässt die Studie durchaus regionale Schwerpunkte bei der Zielsetzung erkennen: So nutzen Konzerne in Japan oder Deutschland die Digitalisierung vor allem, um ihre Effizienz und Produktqualität zu erhöhen. In den Vereinigten Staaten zeichnet sich die Tendenz ab, mithilfe digitaler Angebote und Dienstleistungen neue Geschäftsmodelle zu entwickeln und Produkte und Dienstleistungen möglichst schnell digital anzubieten. Produktionsunternehmen in China konzentrieren sich darauf, sich durch Kosteneinsparungen besser gegen internationale Mitbewerber zu behaupten.

„Unsere Studie zeigt, dass sich der Reifegrad der digitalen Integration in den verschiedenen Regionen in fünf Jahren weitestgehend angeglichen haben wird, mit Ländern wie Japan, Deutschland oder den USA an der Spitze. Industrie 4.0 wird die Kluft zwischen den Regionen nicht vergrößern, sondern vielmehr Unternehmen und Länder enger miteinander verbinden und sogar die Globalisierung voranbringen“, so Jesper Vedso.

Deutsche Firmen erwarten hohen Grad an Digitalisierung in fünf Jahren
Bei den 513 befragten Unternehmen aus Deutschland stufen rund ein Drittel ihren Digitalisierungsgrad als hoch ein. Innerhalb der kommenden fünf Jahre soll dieser Wert von 33 Prozent auf 82 Prozent steigen, wodurch sich zeigt, dass Industrie 4.0 im operationalen Kern der Industrieunternehmen angekommen ist und die weitere digitale Transformation auch in anderen Branchen beschleunigen wird. Noch vor zwei Jahren lag der Anteil der Unternehmen mit einem hohen Digitalisierungsgrad in der Wertschöpfungskette lediglich bei einem Viertel. Deutsche Industrieunternehmen fokussieren sich bei der Anwendung von Industrie 4.0-Lösungen hauptsächlich darauf, die operativen Kosten zu senken und die Prozesseffizienz zu erhöhen.

Auch was die Bereitschaft zu Investitionen anbelangt, nimmt die Entwicklung an Fahrt auf: 2014 planten die befragten Unternehmen in Deutschland, 3,3 Prozent ihres Jahresumsatzes für Industrie 4.0-Projekte aufzuwenden, laut den Ergebnissen der aktuellen Studie sind inzwischen 4,6 Prozent vorgesehen. Beim Reifegrad von Data Analytics herrscht in Deutschland noch Handlungsbedarf: Nur 23 Prozent halten ihr Unternehmen in diesem Punkt für fortgeschritten, 56 Prozent gehen von einem mittleren Entwicklungsgrad aus, 18 Prozent sehen deutliche Defizite. Drei Prozent vergeben diese Aufgaben an Spezialisten außerhalb.

Download Studie Industrie 4.0: Building the digital Enterprise [PDF, 36 Seiten - 3,0 MB]
http://www.pwc.com//industry-4.0-building-your-digital-enterprise.pdf

Im Forum zu Industrie 4.0

4 Kommentare

Strategieberatung Exit Optionen Industrie

WiWi Gast

WiWi Gast schrieb am 08.11.2017: push ...

110 Kommentare

Habt ihr Angst vor Industrie 4.0

WiWi Gast

Normale Buchhalter die Rechnungen eintippen werden in Zukunft immer weniger, OCR und anderer Spielchen sei Dank. Im Gegenzug werden immer mehr Buchhalter mit IT-Verständnis (keine Programmierer) gesu ...

11 Kommentare

Hochschulwahl Masterstudium mit Industrie 4.0-Inhalten

WiWi Gast

Reputation und Promotion

19 Kommentare

Umschulung in Richtung Digitalisierung, IoT, Industrie 4.0 als BWLer

WiWi Gast

Auf jeden Fall. Insbesondere wenn es dir gelingt, den technischen Fortschritt bis zum Erscheinen deiner Dissertation aufzuhalten. :-) Lounge Gast schrieb: ...

2 Kommentare

Praktikum: Audi (Ingolstadt) oder Volkswagen (Hannover) - Bereich Digitale Fabrik

WiWi Gast

Würde es vom eigenen Wohnort abhängig machen.

2 Kommentare

Unterschied Projektfinanzierung vs. "on-balance-Finanzierung"

WiWi Gast

Der Unterschied liegt in der Regel (es gibt natürlich unzählige Spezialfälle) bei der Haftung. Der Kreditnehmer haftet bei einer Projektfinanzierung erstmal nur mit dem Geld, das er mit dem Wirtsc ...

10 Kommentare

Fragen zur Marktmanipulation

WiWi Gast

Aspargus schrieb am 02.08.2021: Also für ein Unternehmen ist das ein bisschen wenig. Solltest am besten erstmal eine Auswertung machen, welche Unternehmen diskutiert werden und dann im zwe ...

Artikel kommentieren

Als WiWi Gast oder Login

Zum Thema Industrie 4.0

Process Automation: Künstliche Hände eines Roboters

Robotic Process Automation – Trend oder Hype?

Wenn es in einem Unternehmen nicht gut läuft, sollten rechtzeitig geeignete Maßnahmen ergriffen werden, um dies zu ändern. Mithilfe einer Prozessoptimierung ist es möglich, Fehler zu beheben, die Produktqualität sowie den gesamten Betriebsablauf zu verbessern. In diesem Zusammenhang kreuzt auch immer wieder der Begriff Robotic Process Automation auf. Handelt es sich dabei um einen Trend, der seine Daseinsberechtigung hat oder verspricht die moderne Technik mehr als sie halten kann?

Weiteres zum Thema Digitaltrends & News

Die Großbuchstaben "KI" auf einer Taste stehen für "Künstliche Intelligenz"

Künstliche Intelligenz ist Top-Thema bei Unternehmen

Neun von zehn Managern erwarten grundlegende Veränderungen bei ihren Geschäftsprozessen und Kundeninteraktionen durch Künstliche Intelligenz (KI). Die strategische Bedeutung von Künstlicher Intelligenz zieht daher Anpassung der Unternehmens­strategie nach sich. Effizienz und Kundenzentrierung werden dabei derzeit als größtes Potenzial der KI-Technologien gesehen, so die Ergebnisse von Lünendonk und Lufthansa Industry Solutions in ihrer Sonderanalyse Künstliche Intelligenz.

Ein Mann mit Kopftaschenlampe sieht sich den Sternenhimmel an.

Digitalstrategen: Chief Digital Officer (CDO) – das Einhorn unter den Top-Managern

Das Berufsbild des Chief Digital Officer (CDO) ist brandneu. Aktuell haben erst lediglich zwei Prozent der großen Unternehmen die Position eines CDO geschaffen. Der digitale Wandel muss jedoch in der Unternehmensspitze verankert werden. Dies ist Aufgabe des Chief Digital Officers, welcher eine Digitalstrategie erarbeiten und die Digitalisierung von Unternehmen und Geschäftsmodellen vorantreiben und gestalten soll.

Der Ausschnitt einer Computertastatur zeigt die Buchstaben CDO für Chief Digital Officer.

Chief Digital Officer: Digitalchefs definieren Rolle selbst

Bis 2025 muss jede Führungskraft ein digitales Verständnis mitbringen. Verantwortlich für die Digitalstrategie und den digitalen Wandel von Unternehmen ist der Chief Digital Officer (CDO). Die Digitalchefs definieren ihre Rolle und ihre Aufgaben dabei meist selbst. Zentrale Aufgaben sind das Trendscouting, das Formulieren einer Digitalstrategie und und die Digitalisierung interner Prozesse. Die wichtigsten Kompetenzen des CDO sind Innovationskraft, Veränderungswillen und die Fähigkeit zur Kollaboration. Das zeigt eine Studie der Unternehmensberatung Kienbaum zu Profil, Rolle und Kernkompetenzen des CDO.

Künstliche Intelligenz: Das Wahlplakat der CDU zur Bundestagswahl 2017 zeigt Angela Merkel.

Deutschland will führend in Künstlicher Intelligenz werden

Deutschland müsse "noch schneller und entschiedener" bei der Förderung der Künstlichen Intelligenz (KI) werden. Das sagt Bundeskanzlerin Merkel in ihrem neuen Video-Podcast. Deshalb will die Bundesregierung bis zum Ende dieser Legislaturperiode drei Milliarden Euro für die Förderung von Künstlicher Intelligenz ausgeben.

Ein Kompass symbolisiert die Digitalstrategien von Unternehmen in Zeiten der Digitalisierung.

3,4 Millionen Jobs von Digitalisierung bedroht

Jedes vierte deutsche Unternehmen sieht seine Existenz durch die Digitalisierung gefährdet und 60 Prozent sehen sich bei der Digitalisierung als Nachzügler. 85 Prozent der Unternehmen erwarten von der Bundesregierung eine klare Digitalstrategie und dass die Digitalisierung zum Top-Thema gemacht wird. So lauten die Ergebnisse einer Studie vom Digitalverband Bitkom. "Die Digitalisierung wartet nicht auf Deutschland.", warnt Bitkom-Präsident Berg.

Petition für Digitalministerium in Deutschland: Blick durch ein Fernglas mit Wlan-Symbol auf den Bundestag in Berlin.

Online-Petition: Digitalminister (m/w) für Deutschland gesucht

Unter »digitalministerium.org« ist die Online-Petition »Digitalminister (m/w)« auf Initiative des Bundesverbandes Deutsche Startups e.V. gestartet. Der Verband sieht in der Digitalisierung die größte Chance und Herausforderung der Gegenwart. Er fordert die Parteivorsitzenden von CDU, CSU und SPD daher dazu auf, einen Digitalminister oder eine Digitalministerin für Deutschland zu benennen. Zahlreiche Digitalverbände und Ökonomen haben sich der Forderung bereits angeschlossen.

IBM Wissenschaftler arbeiten im IBM Center für Quantencomputing an einem Quantencomputer.

Deutschland erhält den ersten IBM Hub für Quantencomputing

Im Rahmen einer Kooperation von IBM und der Universität der Bundeswehr München (UniBw) entsteht in Deutschland der erste „Knotenpunkt“ im IBM Network für Quantencomputing. Der neue Knotenpunkt soll die wissenschaftliche und industrielle Forschung und Zusammenarbeit im Quantencomputing vorantreiben.

Beliebtes zum Thema News

Österreich: Gericht erklärt PCR-Test für Corona-Diagnose als unzulässig

Wegweisendes Urteil: PCR-Test für Corona-Diagnose unzulässig

Ärzte bleiben der Goldstandard: Mit erstaunlich klaren Worten erklärt das Verwaltungsgericht Wien den PCR-Test als Infektionsnachweis für ungeeignet. Im Urteil vom 24. März 2021 beruft sich das Gericht dabei auf den Erfinder des PCR-Tests Kary Mullis, der seinen PCR-Test zur Diagnostik für ungeeignet hält und auf die aktuelle WHO-Richtlinie 2021 zum PCR-Test. Überdies warnt es bei fehlender Symptomatik vor hochfehlerhaften Antigentests. Insgesamt kritisiert das Gericht die unwissenschaftlichen Corona-Zahlen in Österreich. Recht bekam damit die FPÖ, die wegen einer im Januar 2021 in Wien untersagten Versammlung geklagt hatte.

Corona-Strategie: Thesenpapier Expertengruppe

Massive Kritik von Ärzten und Forschern an Corona-Strategie

Bereits Anfang November forderten zahlreiche Ärzteverbände mit den Top-Virologen Prof. Streeck und Prof. Schmidt-Chanasit eine zielführendere Coronapolitik und den Schutz der Risikogruppen. Eine Expertengruppe rund um das längjährige Sachverständigenratsmitglied Prof. Schrappe übt jetzt ebenfalls erhebliche Kritik an der aktuellen Corona-Strategie. Im ZDF-Interview bezeichnet Medizinprofessor Schrappe die Datengrundlage des RKI für den Teil-Lockdown als "das Papier nicht wert" und fordert fundiertere Maßnahmen. Insbesondere rügen die Experten den hochriskanten mangelnden Schutz der Risikogruppen. Über 53.000 internationale Ärzte und Wissenschaftler mahnen dies in einer Deklaration schon seit Oktober an.

Coronavirus: Zwei Viren-Zellen unter einem Mikroskop.

UPDATE: Tipps, Links und neue Symptome zum Coronavirus

Was sind neue Symptome beim Coronavirus? Welche Schutzmaßnahmen und Hausmittel empfehlen Experten? Was ist beim Verdacht auf eine Ansteckung mit dem Virus zu tun? Gibt es Behandlungsmöglichkeiten? Wie viele Coronavirus-Fälle gibt es aktuell in Deutschland? Welche Tipps, Links und Hotlines sind zum Coronavirus in Deutschland besonders hilfreich?

Coronavirus-COVID-19 Resochin/Chloroquin Malaria-Medikament von Bayer AG

Nach US-Präsident Trump scheint auch Präsident Macron an Hydroxychloroquin interessiert

US-Präsident Donald Trump könnte Recht behalten mit seiner Notfallzulassung des deutschen Arzneimittels Resochin. Nach US-Präsident Trump scheint auch Präsident Macron an Hydroxychloroquin interessiert. Ärzte in Frankreich und Amerika haben Erfolge in der Behandlung von Covid-19 mit dem Medikament signalisiert. Bayer hatte den USA drei Millionen Tabletten des Malaria-Medikaments mit dem Wirkstoff Chloroquin gespendet. Deutschland hat sich das Medikament ebenfalls gesichert.

Das Bild zeigt ein Gerät für den COVID-19-Schnelltest auf den Coronavirus der Firma Bosch Healthcare Solutions und Randox Laboratories Ltd.

Bosch entwickelt COVID-19-Schnelltest

Das Unternehmen Bosch Healthcare Solutions hat einen COVID-19-Schnelltest zur Diagnose des Coronavirus entwickelt. Mit dem neuen Analysegerät Vivalytic soll das Test-Ergebnis innerhalb von zweieinhalb Stunden vorliegen. Mit dem COVID-19-Schnelltest will Bosch dazu beitragen, die Coronavirus-Pandemie einzudämmen.

Screenshot der Coronavirus-Karte für Deutschland »corona.rki.de« vom Robert-Koch-Institut.

Coronavirus-Karte: Coronavirus-Fälle in Deutschland

Coronavirus-Karte - Eine neue Karte vom Robert-Koch-Institut zeigt die Coronavirus-Fälle in Deutschland. Die interaktive Deutschland-Karte zeigt für alle Landkreise und Bundesländer, wie viele Fälle von Infizierten mit dem Coronavirus es dort gibt.

Präsident ifo Institut Prof. Dr. Dr. h.c. Clemens Fuest

Corona-Shutdown wird Deutschland bis zu 729 Milliarden Euro kosten

Das Coronavirus wird die deutsche Wirtschaft durch Produktionsausfälle, Kurzarbeit und Arbeitslosigkeit Hunderte von Milliarden Euro kosten. Das zeigt eine Szenarioanalyse des ifo Instituts zur partiellen Stilllegung der Wirtschaft. Bei einem Shutdown von zwei Monaten erreichen die Kosten 255 bis 495 Milliarden Euro und das Bruttoinlandsprodukt sinkt um etwa 7-11 Prozent. Bei drei Monaten erreichen die Kosten 354 bis 729 Milliarden Euro und das BIP fällt um die 10-20 Prozent.