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Dresscode, Kleidung & StilKnigge

Re: etikette, stil, kultur, lesen?

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WiWi Gast

etikette, stil, kultur, lesen?

Für wie wichtig haltet ihr einen stilsicheren Auftritt und kultiviertes Charisma?

Macht es sinn sich durch Bücher (Sachbücher, Romane?) gezielt auf das Berufsleben vorzubereiten?

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WiWi Gast

Re: etikette, stil, kultur, lesen?

Nichts.

Alle Menschen sind gleich.

Es zählt nur die Leistung.

Gerade als Neueinsteiger sollte man jedem die Meinung sagen und sich als Querdenker positioniern.

Benimmregeln stammen aus dem Adel, und der ist bekanntlich abgeschafft.

Doktortitel und Adelstitel sollte man bei der Anrede weglassen, denn als Akademiker (und das schliesst FHler und VWA-Leute mit ein) begegnet man der Welt auf Augenhöhe.

Die gleichen Regeln gelten auch für den Begriff "Kleidung". Wobei man hier ruhig mutig sein sollte, Kleidung, die auffällig ist, kann eine unscheinbare Persönlichkeit etwas akzenturieren.

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WiWi Gast

Re: etikette, stil, kultur, lesen?

Wie immer: Es kommt darauf, ob / was du tatsächlich brauchst.

Ich habe z.B. während des Studiums einen Business Knigge Kurs besucht. Themen waren vom "richtigen" Essen bis hin zu interkultureller Kommunikation. Geschadet hats auf jeden Fall nicht ;-)

Und noch was: Sicheres Auftreten kommt nicht von außen, sondern von innen.

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WiWi Gast

Re: etikette, stil, kultur, lesen?

Den Traum hatte ich vorm Studium auch, von wegen bessere Gesellschaft und so. Vergiss es.
Die meisten BWLer sind die gleichen Prols wie jeder Handwerkslehrling auch, selbst mit 300k Jahreseinkommen. Nur die wenigsten nutzen Geld und Status um sich auch persönlich ein bisschen weiterzuentwickeln. Es bleibt beim Fussball und Grillfleisch aus der Plaste.
Wenn Du vom gehobenen Bürgertum träumst, musst Dich bei den Old Money Fächern wie Jura oder Medizin umsehen. Aber auch nicht mehr so sehr, Studenteninflation sein Dank.

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WiWi Gast

Re: etikette, stil, kultur, lesen?

ja sehe ich teils auch so. Wichtig ist, dass in der Karriere das zwischenmenschliche stimmt. Jemand der fachlich top ist, aber z.B. bei informellen Anlässen wie Mittagessen, Firmenfeiern, oder sonstigen Events zu schüchtern, zu zurückhaltend ist, der macht kaum Karriere.

Gefragt sind Leute, die am besten eine ganze Runde zum lachen bringen und unterhalten können. Diese knüpfen schnell Kontakte und werden aus Sympathie bei Beförderungen bevorzugt. Der eher farblose fachliche Spitzenmann den man nur aufm Papier her kennt, oder den charismatischen Alleinunterhalter der bei der letzen Feier alle zum lachen bringt und bei Meetings immer einen auflockerenden Spruch auf den Lippen hat, wer wird wohl eher bevorzugt ? eben.

Um in der ganz oberen Etage mit zu mischen, da ist dann die klassische Bildung sehr wichtig. Da ist es fast wichtiger dass man Ahnung von klassischer Musik, Opern und Latein hat, statt Ahnung von Controlling oder IT. Da gibt es einige Beispiele in der Wirtschaft, wo er Karriere macht, obwohl es fachlich bessere gegeben hätte. Einfach weil er auf der selben Wellenlänge wie die Vorgesetzen war.

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WiWi Gast

Re: etikette, stil, kultur, lesen?

Mit Hausverstand und grundlegenden Manieren kann man ein Gros der Fettnäpfchen im Berufsalltag vermeiden. Leistung im Sinne von Mehrwert für das Unternehmen ist häufig wichtiger als perfekte Umgangsformen.

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WiWi Gast

Re: etikette, stil, kultur, lesen?

Lounge Gast schrieb:

Für wie wichtig haltet ihr einen stilsicheren Auftritt und
kultiviertes Charisma?

Macht es sinn sich durch Bücher (Sachbücher, Romane?) gezielt
auf das Berufsleben vorzubereiten?

definitiv! du musst versuchen dir künstlich einen habitus aufzubauen.
---

deine frage impliziert unsicherheit, die kommt immer schlecht an, egal ob man sachbücher & romane gelesen hat oder nicht. (kann man damit auch nicht ausgleichen)

antworten
WiWi Gast

Re: etikette, stil, kultur, lesen?

Stimmt. BWL ist ein typisches Aufsteigerfach. Nix mit Old Money.

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DAX Einkäufer

Re: etikette, stil, kultur, lesen?

Belesene, gebildete, stilsichere Menschen mit einem Gefühl für Etikette erkennt man vor allem daran, dass sie auch in einer leitenden Position noch immer den Blick für den Menschen behalten. Und zum Beispiel gerade gegenüber Menschen in "einfachen" Tätigkeiten (Pförtner, Sekretärin etc.) zuvorkommend, höflich, anständig und rücksichtsvoll sind. Diese Eigenschaft ist in meinen Augen sehr wichtig für ein erfolgreiches Berufsleben.

Ist aber eine Frage der inneren Einstellung und entsteht nicht durch das Lesen einiger Romane.

Um in der ganz oberen Etage mit zu mischen, da ist dann die klassische Bildung sehr wichtig. Da ist es fast wichtiger dass man Ahnung von klassischer Musik, Opern und Latein hat, statt Ahnung von Controlling oder IT. Da gibt es einige Beispiele in der Wirtschaft, wo er Karriere macht, obwohl es fachlich bessere gegeben hätte. Einfach weil er auf der selben Wellenlänge wie die Vorgesetzen war.

Je nach Firma sitzen in den oberen Etagen aber keine Vertreter der klassischen Bildung, sondern Experten des Themas "How to spend it". Die können dann kein Latein, kennen aber die Suiten der üblichen Luxushotels, die Leistungsdaten von Sportwagen, die Green Fees von Golfplätzen und die Verfürbarkeit der neuen Rolex-Modelle. Solchen Leuten ist klassische Bildung eher suspekt. Leider.

Mein Rat: Authentisch bleiben. Menschen immer zuvorkommend behandeln, auch (bzw. gerade) wenn sie in der Hierarchie unter einem stehen. Die eigene Meinung nicht so wichtig nehmen, sie aber hart verteidigen, wenn es an die Grundwerte geht. Ein verlässlicher Mensch sein. Diese Eigenschaften stehen immer hoch im Kurs.

antworten
WiWi Gast

Re: etikette, stil, kultur, lesen?

Ich stamme aus einer Ecke in der Gesellschaft, die durch unseren Gutti leider in Verruf geraten ist. Sportwagen fährt bei uns niemand, denn das Geld wird in den Wald gesteckt oder das Dach damit gedeckt. In der Generation meines Vaters bekam nur der Erstgeborene, der auch den Besitz übernahm, eine Uniausbildung finanziert. Die anderen gingen zur Bundeswehr, wo sie eine Offiziersausbildung durchliefen, oder zu einer vernünftigen Bank, wo sie eine eher generalistische Ausbildung durchliefen.

Geworden ist aus allen was. Denn man konnte sie auf (sehr gehobene Firmen-)Klienten loslassen, sie waren in der Lage, sich überall zu bewegen.

Mein Vater sieht auf BWL als "Studien"-fach eher herab. Er hat zwar zähneknirschend meinem MBA-Wunsch nachgegeben, findet aber, dass das alles heisse Luft ist und nichts mit Persönlichkeitsbildung zu tun hat. "Da werden nur Ellenbogenangeber ausgebildet", sagt er.

Wir mussten als Teenager bereits "mithelfen", ich bei den Maltesern, meine Schwester dann in der Malteserschwesternschaft. Das hat mich geprägt, mehr als jeder Marketingkurs.

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WiWi Gast

Re: etikette, stil, kultur, lesen?

Wichtig ist in der Tat die richtige Einstellung, d.h. die Bereitschaft sich wirklich den Bereichen Kunst, Geschichte und Literatur öffnen zu wollen. Wenn man das aus rein karriertechnischen Nützlichkeitserwägungen macht, wirkt das u. U. aufesetzt oder sogar peinlich. Ein Vorgesetzter, dessen Vater Opernsänger ist, Klavier spielt oder sonstwie aus Groß- oder zumindest bildungsbürgerlichen Milieu kommt, merkt sofort ob da sein Mitarbeiter angelesenes Halbwissen reproduziert oder wirklich den bürgerlichen Bildungskanon beherrscht. Das hat, zumindest in den oberen und obersten Etagen der Konzerne, sehr viel mit Habitus zu tun, und das kann man sehr schlecht lernen bzw. nachholen :-)

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WiWi Gast

Re: etikette, stil, kultur, lesen?

Ich habe nun viel gehört, was aus diesen Bereichen man NICHT erlernen und nachholen kann und was NICHT möglich ist.

Ich würde mich gerne im Bereich des möglichen bewegen und frage deshalb was man denn machen KANN, um sich dahingehend weiterzuentwickeln.

Oder ist es tatsächlich so, dass man trotz der Erkenntnis, dass dies wichtig ist, sein verhalten in keinste Weise ändern sollte?

antworten
WiWi Gast

Re: etikette, stil, kultur, lesen?

Du hast vollkommen recht. Das BWL Studium ist sehr fachlastig, und auf Pserönlichkeitsbildung wird eher nur am Rande Wert gelegt.

Mein Studium ist schon einige Jahre her und dort wurde ausschließlich auf die Vermittlung von Fachwissen fokussiert. Mein Eindruck ist aber, dass sich das in den letzten Jahren doch zum Besseren entwickelt.

Lounge Gast schrieb:

Ich stamme aus einer Ecke in der Gesellschaft, die durch
unseren Gutti leider in Verruf geraten ist. Sportwagen fährt
bei uns niemand, denn das Geld wird in den Wald gesteckt oder
das Dach damit gedeckt. In der Generation meines Vaters bekam
nur der Erstgeborene, der auch den Besitz übernahm, eine
Uniausbildung finanziert. Die anderen gingen zur Bundeswehr,
wo sie eine Offiziersausbildung durchliefen, oder zu einer
vernünftigen Bank, wo sie eine eher generalistische
Ausbildung durchliefen.

Geworden ist aus allen was. Denn man konnte sie auf (sehr
gehobene Firmen-)Klienten loslassen, sie waren in der Lage,
sich überall zu bewegen.

Mein Vater sieht auf BWL als "Studien"-fach eher
herab. Er hat zwar zähneknirschend meinem MBA-Wunsch
nachgegeben, findet aber, dass das alles heisse Luft ist und
nichts mit Persönlichkeitsbildung zu tun hat. "Da werden
nur Ellenbogenangeber ausgebildet", sagt er.

Einen solchen Lebensentwurf kann man durchaus beispielhaft heranziehen. Nachdem die Kapitalien, die man der darbenden Landbevölkerung genommen hat, in Haus und Besitz investiert sind, lässt es sich vortrefflich leben: Des Morgens frühstückt man ausgedehnt mit der Tante mütterlicherseits, die gleichzeitig Cousine väterlicherseits ist ("Tantchen, Ihre Hirschpastete ist mal wieder deliziös"). Daran schließt sich ein ausgedehnter Ritt auf den eigenen Latifundien an, ggf. delektiert man sich am Abschuß des ein oder anderen Rehkitzes. Nach einem erneut ausgedehnten Mittagsmahl sorgt man für die Dezimierung der eigenen Verwandschaft ("Carl-Friedrich, ich fordere Satisfaktion"). Sodann verkürzt man sich die Zeit bis zum Abend, indem man nicht unerhebliche Mengen an Portwein konsumiert, während man den ein oder anderen renitenten Holzknecht auspeitschen lässt. So gestärkt kann man frohen Mutes auf dem abendlichen Malteser-Tanzkränzchen den Dorfschönheiten nachstellen, man hat ja schließlich das ius primae noctis.

Wir mussten als Teenager bereits "mithelfen", ich
bei den Maltesern, meine Schwester dann in der
Malteserschwesternschaft. Das hat mich geprägt, mehr als
jeder Marketingkurs.

Ich würde solcherlei nicht als Maßstab und schon gar nicht als Vorbild in einer modernen Gesellschaft nehmen.

antworten
checker

Re: etikette, stil, kultur, lesen?

Also ich finde das hat was! :)

Allerdings bin ich auch eher konservativ (geworden). Einer der mir die Geschichte seines Familienwappens erzählen kann ist mir lieber als der Prolet, der durch ein Soziologiestudium und einer Mitgliedschaft einer Alternativen Partei glaub allen anderen erzählen zu müssen wie besser doch die Welt wäre wenn alle so leben würde wie er. Das nennt er dann toleranz *lol*

@TE: Intensiviere lieber ein Hobby das du magst u zu dem du stehen kannst. Im Job hat man eh nicht mehr für so viele sachen zeit. Wenn man dann regelmäßig Basketball spielt oder Bienenzüchtet darin aufgeht und sich damit auskennt ist das mehr wert als eine Rolle zu spielen weil man glaubt damit beieindrucken zu können.

Lounge Gast schrieb:

Du hast vollkommen recht. Das BWL Studium ist sehr
fachlastig, und auf Pserönlichkeitsbildung wird eher nur am
Rande Wert gelegt.

Mein Studium ist schon einige Jahre her und dort wurde
ausschließlich auf die Vermittlung von Fachwissen fokussiert.
Mein Eindruck ist aber, dass sich das in den letzten Jahren
doch zum Besseren entwickelt.

Lounge Gast schrieb:

Ich stamme aus einer Ecke in der Gesellschaft, die durch
unseren Gutti leider in Verruf geraten ist. Sportwagen
fährt
bei uns niemand, denn das Geld wird in den Wald gesteckt
oder
das Dach damit gedeckt. In der Generation meines Vaters
bekam
nur der Erstgeborene, der auch den Besitz übernahm, eine
Uniausbildung finanziert. Die anderen gingen zur
Bundeswehr,
wo sie eine Offiziersausbildung durchliefen, oder zu einer
vernünftigen Bank, wo sie eine eher generalistische
Ausbildung durchliefen.

Geworden ist aus allen was. Denn man konnte sie auf (sehr
gehobene Firmen-)Klienten loslassen, sie waren in der
Lage,
sich überall zu bewegen.

Mein Vater sieht auf BWL als "Studien"-fach eher
herab. Er hat zwar zähneknirschend meinem MBA-Wunsch
nachgegeben, findet aber, dass das alles heisse Luft ist
und
nichts mit Persönlichkeitsbildung zu tun hat. "Da
werden
nur Ellenbogenangeber ausgebildet", sagt er.

Einen solchen Lebensentwurf kann man durchaus beispielhaft
heranziehen. Nachdem die Kapitalien, die man der darbenden
Landbevölkerung genommen hat, in Haus und Besitz investiert
sind, lässt es sich vortrefflich leben: Des Morgens
frühstückt man ausgedehnt mit der Tante mütterlicherseits,
die gleichzeitig Cousine väterlicherseits ist
("Tantchen, Ihre Hirschpastete ist mal wieder
deliziös"). Daran schließt sich ein ausgedehnter Ritt
auf den eigenen Latifundien an, ggf. delektiert man sich am
Abschuß des ein oder anderen Rehkitzes. Nach einem erneut
ausgedehnten Mittagsmahl sorgt man für die Dezimierung der
eigenen Verwandschaft ("Carl-Friedrich, ich fordere
Satisfaktion"). Sodann verkürzt man sich die Zeit bis
zum Abend, indem man nicht unerhebliche Mengen an Portwein
konsumiert, während man den ein oder anderen renitenten
Holzknecht auspeitschen lässt. So gestärkt kann man frohen
Mutes auf dem abendlichen Malteser-Tanzkränzchen den
Dorfschönheiten nachstellen, man hat ja schließlich das ius
primae noctis.

Wir mussten als Teenager bereits "mithelfen",
ich
bei den Maltesern, meine Schwester dann in der
Malteserschwesternschaft. Das hat mich geprägt, mehr als
jeder Marketingkurs.

Ich würde solcherlei nicht als Maßstab und schon gar nicht
als Vorbild in einer modernen Gesellschaft nehmen.

antworten
WiWi Gast

Re: etikette, stil, kultur, lesen?

:-) Super formuliert :-) Du solltest eine Neuauflage des "Idiotenführers" von Rezzori verfassen :-)

Im Ernst: Mein Vater (jetzt mit 35 habe ich den notwendigen Abstand) hatte nicht total unrecht. So blöd es damals war, aber Zähne zusammenbeissen, arbeiten, Mund zu/Augen auf, Respekt vor den Erfahreneren - hätte ich das mal schön beherzigt, anstatt mich in den ersten Berufsjahren aufzuführen, als ob ich die Weisheit mit Löffeln gefressen hätte, wäre vieles einfacher gegangen.

Ich habe 3 Jahre Big 5 hinter mir (lange her), da waren (im Consultingbereich) lauter randlose-Brillen-tragende Wi-Ings, die toll in Mathe waren, aber unbeholfen im Umgang mit Menschen. Da gab es einen Fall, als ein Jungconsultant beim Mandanten die ihm vermeintlich "unterstellte" (Chef-)Assistentin zusammenstauchte...naja...

Konstruktiv: richtig ist, dass Fachwissen längst nicht alles ist. Wie man sich kleidet, wie man spricht, ob man sich zu benehmen weiss...all dies spielt vielleicht eine Rolle; sicher ist, dass "die da oben", die einem als junger Mensch im Berufsleben begegnen, es registrieren (und gemeinerweise nicht unbedingt kommentieren, sondern einen oft im Unklaren lassen, warum man Mist gebaut hat).

Nun auf Krampf den Bildungsbürger spielen zu wollen, das geht auch schief. Und bitte keinen Siegelring (wie Joschka Fischer) anschaffen, grauenhaft. Mein Rat an den TE: Sperr die Augen auf, wie geht es in deinem Umfeld zu, wie ist dein Chef, wie ist dessen Chef. Worüber reden die, was interessiert die. Wenn du nicht mitREDEN kannst, dann frag einfach. Chefs hören sich gerne reden. Warst Du noch nie in der Oper - sags. "Für mich ist das totales Neuland. Was würden SIe mir zum Einstieg empfehlen?" - 1000x besser als der neunmalkluge Absolvent, der den Chef mit seinem Fach- oder Opernwissen beeindrucken will. Lass die Leute reden, und hör ihnen zu.

Alltagsleben School of Business sozusagen:-)

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WiWi Gast

Re: etikette, stil, kultur, lesen?

Aber nochmal zu den Maltesern, wir reden hier über Altenpflege und sowas, womit ich als pickeliger 17-jährige tausende von Coolness-Minuspunkten bei den verwöhnten Unternehmersöhnen in meinem Jahrgang gesammelt hatte.

Damals fand ich es superdämlich, heute sage es: es tat mir gut, eigentlich wäre da mehr drin gewesen.

Wie ist das eigentlich bei euch, wer engagiert sich für sowas?

antworten
WiWi Gast

Re: etikette, stil, kultur, lesen?

Ich nochmal - habe meinem Vater mal den link geschickt - er fand es rasend komisch!

antworten
WiWi Gast

Re: etikette, stil, kultur, lesen?

Hier nochmal der Malteser. Bitte kein Familienwappen "erfinden" a la Josef Fischer. Lieber authentisch bleiben - in 5. Generation Metzgersohn ist heutzutage viel interessanter als ein Hermelinfloh.

antworten
WiWi Gast

Re: etikette, stil, kultur, lesen?

checker schrieb:

Also ich finde das hat was :)

Allerdings bin ich auch eher konservativ (geworden). Einer der >mir die Geschichte seines Familienwappens erzählen kann ist mir >lieber als der Prolet, der durch ein Soziologiestudium und einer >Mitgliedschaft einer Alternativen Partei glaub allen anderen >erzählen zu müssen wie besser doch die Welt wäre

Und mir ist jemand am liebsten, der sich auf seine eigene Leistung beruft, und nicht auf sein Familienwappen.
Der obige Beitrag stammt hinsichtlich seiner Denkweise aus dem 19. Jahrhundert.

Ansonsten gebe ich Dir vollkommen recht!

antworten
WiWi Gast

Re: etikette, stil, kultur, lesen?

Eigene Leistung, ja - wobei ich durchaus Respekt habe vor Menschen, die in einer langen Kette ein einfach Glied darstellen. In meiner Schule hatten wir einen, bei dem waren 4 Generationen väterlicherseits Bergleute.

antworten
WiWi Gast

Re: etikette, stil, kultur, lesen?

Also ich habe es ja nicht so mit dem Adel, ich würde keinen einstellen, der so ist.

antworten
WiWi Gast

Re: etikette, stil, kultur, lesen?

Adel, nein danke. Wozu mache ich meinen Doktor, damit da einer noch besser dasteht als ich?

antworten
WiWi Gast

Re: etikette, stil, kultur, lesen?

Interessantes Thema, die letzten Beiträge. Ich heisse mit Nachnamen "Freiin von....berg", wofür ich nichts kann. Was nun? Muss ich mich dafür in Grund und Boden schämen und einen Knicks vor Herrn Dr. ("Doktor, soviel Zeit muss sein") Müller machen?

antworten
WiWi Gast

Re: etikette, stil, kultur, lesen?

Lounge Gast schrieb:

Interessantes Thema, die letzten Beiträge. Ich heisse mit
Nachnamen "Freiin von....berg", wofür ich nichts
kann. Was nun? Muss ich mich dafür in Grund und Boden schämen
und einen Knicks vor Herrn Dr. ("Doktor, soviel Zeit
muss sein") Müller machen?

Ein solcher Beitrag hat noch gefehlt. Meine Meinung: Für etwas, für das man nichts kann, muss man sich nicht schämen.

Grundsätzlich ist meine tiefste Überzeugung, dass niemand vor niemandem einen Knicks zu machen hat. Aus genau diesem Grund ist auch der Adel seit 1918 bei uns abgeschafft.

Ich muss offen zugeben, dass ein Namensbestandteil "von und zu irgendwas" bei mir gewisse Ressentiments erzeugen würde. Als Bewerber(in) wäre das tendenziell ein Nachteil, ich würde mich aber jederzeit aufgrund Deiner fachlichen und persönlichen Kompetenzen sehr gerne eines Besseren belehren lassen.

Gruss
(Von mir stammt der sarkastische Beitrag vom 20.2.)

antworten
WiWi Gast

Re: etikette, stil, kultur, lesen?

Cool! Leute wegen ihres Nachnamens diskriminieren! Dachte zwar, wir wären gerade in die Gegenrichtung unterwegs, aber...ok...warum nicht.

Ich mag keine Bayern - bei mir landen alle ...huber in der Rundablage.

antworten
WiWi Gast

Re: etikette, stil, kultur, lesen?

Ich finde den Anti-Adels-Post ziemlich daneben - denn wenn man so anfängt, könnte man auch alle anderen "unnormalen" Nachnamen zum Anlass nehmen, die Bewerber auszusortieren.

antworten
WiWi Gast

Re: etikette, stil, kultur, lesen?

Ich trage auch ein "von" im Nachnamen, bei uns hat das allerdings nix mit Adel zu tun, sondern es ist ein eingedeutsches "van", die Familie stammt wohl ursprünglich aus den Niederlanden, sowas findet man gelegentlich in Norddeutschland.

Und nun? Ginge es nach dem Beitragschreiber weiter oben, müsste ich mich ihm auch erstmal irgendwie "beweisen"??? Gehts noch??

antworten
WiWi Gast

Re: etikette, stil, kultur, lesen?

Ja, lasst uns Bewerber nach dem Nachnamen selektieren!!

antworten
WiWi Gast

Re: etikette, stil, kultur, lesen?

Meint der da weiter oben das ernst?

Ich hatte neulich eine Praktikantin, die hiess "Marx". Und nun? Rausschmeissen??

antworten
WiWi Gast

Re: etikette, stil, kultur, lesen?

Ich habe auch einen ungewöhnlichen Nachnamen - nämlich einen türkischen. Daher finde ich Aussagen wie "wenn einer nen strangen Nachnamen hat, muss der sich erstmal beweisen" relativ daneben.

antworten
WiWi Gast

Re: etikette, stil, kultur, lesen?

Naja, ein "Justin Kevin Schmidt" muss sich in der Tat erstmal beweisen.

antworten
WiWi Gast

Re: etikette, stil, kultur, lesen?

Geben die hier anwesenden mit doppelten Vornamen alle Vornamen auch an? Ich persönlich kenne einige aus "guten" Familien die einen oder mehrere Vornamen haben. Damit meine ich jetzt nicht so Konstrukte wie Horst-Kevin oder Cheyenne-Monique.

antworten
WiWi Gast

Re: etikette, stil, kultur, lesen?

Glückwunsch an den Kollegen mit dem türkischen Nachnamen. Du hast so eben bewiesen, dass du intelligenter und fähiger als 80% aller Forumuser bist. Denn du hast auf einen korrekten Satzbau und auf eine korrekte Rechtschreibung geachtet ;o)

Davon abgesehen, gebe ich dir völlig recht !

antworten
WiWi Gast

Re: etikette, stil, kultur, lesen?

Also ich oute mich dann jetzt auch mal als Träger eines anscheinend so verachtenswerten Nachnamens mit "von".

Was soll ich tun? Ich heisse nunmal so, und muss damit durchs Leben gehen....

antworten
WiWi Gast

Re: etikette, stil, kultur, lesen?

Finde ich überhaupt nicht verachtenswert. Ist doch egal wie man heißt oder aussieht. Ist doch nur wichtig, was man tut!

Lounge Gast schrieb:

Also ich oute mich dann jetzt auch mal als Träger eines
anscheinend so verachtenswerten Nachnamens mit "von".

Was soll ich tun? Ich heisse nunmal so, und muss damit durchs
Leben gehen....

antworten
WiWi Gast

Re: etikette, stil, kultur, lesen?

Sehe ich auch so. Das "von" ist Teil des Namens - weder im positiven (Privelegien des Adels, die 1918 abgeschafft wurden) noch im negativen lässt sich daraus etwas ableiten. Nicht die Herkuft entscheidet, sondern das Handeln.

Lounge Gast schrieb:

Finde ich überhaupt nicht verachtenswert. Ist doch egal wie
man heißt oder aussieht. Ist doch nur wichtig, was man tut!

Lounge Gast schrieb:

Also ich oute mich dann jetzt auch mal als Träger eines
anscheinend so verachtenswerten Nachnamens mit
"von".

Was soll ich tun? Ich heisse nunmal so, und muss damit
durchs
Leben gehen....

antworten
WiWi Gast

Re: etikette, stil, kultur, lesen?

ich bin Arbeiterkind und Akademiker und verdiene für meine Verhältnisse sehr gut, ich kann mir ALLES leisten was ich will, ich muss kaum auf Preise achten und bin super glücklich.

Mein Bruder ist Spezialkundenbetreuer bei einer Bank. Das sind Kunden ab 5000 netto Gehaltseingang bis 20000 tsd netto pro Monat. Er sagt 80 % von diesen Leuten bilden KEINE Rücklagen pro Monat sondern verballern alles.

Dann bin ich mit meinen 3000 netto, wovon ich Eigenheim in Top Lage einer Großstadt, schickes Auto, schöne Urlaube, tolle Hobbies ( segeln, Rad, Motorrad, schick essen gehen ) zahle UND noch Rücklagen aufbaue. Wenn ich das so sehe bin ich mit meinem Gehalt völlig zu frieden und möchte nie in die ganz obere Etage aufsteigen wozu denn ? ich habe eine chilige 35 H Woche und kann etwas tun was mir Spaß macht.

antworten
WiWi Gast

Re: etikette, stil, kultur, lesen?

Lounge Gast schrieb:

Sehe ich auch so. Das "von" ist Teil des Namens -
weder im positiven (Privelegien des Adels, die 1918
abgeschafft wurden) noch im negativen lässt sich daraus etwas
ableiten. Nicht die Herkuft entscheidet, sondern das Handeln.

(Ich nochmal von oben).
Bemerkenswert, wie viel Gegenwind ich mit meinem Beitrag erhalten habe.
Dir kann ich allerdings nur vollkommen zustimmen. Das Handeln entscheidet und nicht die Herkunft.

Ein "von" oder "von und zu" oder "auf und davon" ist ausschließlich Teil des Namens und nichts, worauf man sich auch nur das Geringste einbilden könnte.

Per se sind das ja keine schlechten Menschen. Zumindest ich bin lediglich wachsam und prüfe die soziale Kompatibilität. Nicht mehr und nicht weniger.

Im übrigen (ich arbeite in einer Unternehmensberatung und wir sind seeeehr international und diversity-orientiert) zählen bei uns ausschließlich die fachlichen und persönlichen Skills.

antworten
DAX Einkäufer

Re: etikette, stil, kultur, lesen?

"Zumindest bin ich lediglich wachsam und prüfe die soziale Kompatibilität."

Hört hört, der Herr Prüfer hat gesprochen. Und was macht der Herr Prüfer, wenn der Herr von-und-zu "leider" im Vorstand des Kunden sitzt und die Berater zur Konzeptpräsentation antanzen lässt? Meine Vermutung ist: Gar nichts. Ist auch besser so. Könnte ja Gegenwind geben.

antworten
WiWi Gast

Re: etikette, stil, kultur, lesen?

Ich finde, Menschen, die "Müller" heissen, sind "per se auch keine schlechten Menschen".

antworten
WiWi Gast

Re: etikette, stil, kultur, lesen?

DAX Einkäufer schrieb:

(...)

Hört hört, der Herr Prüfer hat gesprochen. Und was macht der
Herr Prüfer, wenn der Herr von-und-zu "leider" im
Vorstand des Kunden sitzt und die Berater zur
Konzeptpräsentation antanzen lässt? Meine Vermutung ist: Gar
nichts. Ist auch besser so. Könnte ja Gegenwind geben.

Lieber DAX-Einkäufer,

ich glaube, hier vergaloppierst Du Dich.

Ich sage ja nicht, dass der Namensvorsatz per se ein KO-Kriterium ist. Sondern dass es MÖGLICHERWEISE ein INDIZ für bestimmte anerzogene Verhaltensweisen sein KANN. Und dies gilt es im Bewerbungsprozess zu prüfen.

Du hast recht, ein Kunde ist ein Kunde ist ein Kunde. Da machen wir nichts, schließlich möchte ich ja sein Bestes. Nämlich sein Geld.

Viel schlimmer als Dein Szenario stelle ich mir vor: Wir sind bei einer Angebots-Präsi bei einem erfolgreichen Mittelständler, der ein 500 Manntage Projekt vergibt, der hemdsärmelige Vorstand hockt mit im Raum und ein adliger Jungberater nuckelt mit abgespreiztem kleinem Finger an der Kaffeetasse.

Den Deal könntest Du aber so was von vergessen...

antworten
WiWi Gast

Re: etikette, stil, kultur, lesen?

Merkt ihr eigentlich alle nicht, dass ihr hier höchst diskriminierendes Zeug von euch lasst?

antworten
WiWi Gast

Re: etikette, stil, kultur, lesen?

Ich finde, die Anti-Adels-Kommentare unglaublich. Was meint ihr, was los wäre, wenn jemand sowas gegen andere, leicht zu identifizierende Minderheiten ablassen würde?????

antworten
WiWi Gast

Re: etikette, stil, kultur, lesen?

Viel schlimmer als Dein Szenario stelle ich mir vor: Wir sind
bei einer Angebots-Präsi bei einem erfolgreichen
Mittelständler, der ein 500 Manntage Projekt vergibt, der
hemdsärmelige Vorstand hockt mit im Raum und ein adliger
Jungberater nuckelt mit abgespreiztem kleinem Finger an der
Kaffeetasse.

Den Deal könntest Du aber so was von vergessen...

Sowas von klischeehaft und diskriminierend!
"Möglicherweise Indiz kann" --> Gerüchte und Vorurteile

Man sollte erstmal jedem Menschen aufgeschlossen gegenüberstehen und erst wenn er einem Anlass zur Kritik gegeben hat, seine Meinung über diese Person ändern.

Ob ich nun alle Adligen, Hartz-4-ler, Fussballfans oder Ausländer in eine Schublade stecke, ist alles dasselbe, nämlich dumm.

antworten
DAX Einkäufer

Re: etikette, stil, kultur, lesen?

"Ich sage ja nicht, dass der Namensvorsatz per se ein KO-Kriterium ist. Sondern, dass es möglicherweise ein Indiz für bestimmte anerzogene Verhaltensweisen sein kann. Und dies gilt es im Bewerbungsprozess zu prüfen."

Das ist ja unglaublich... Wenn man die Begriffe "Fairness", "Professionalität" und "Gleichbehandlung" wirklich ERNST meint, dann lässt man sich von solchen Merkmalen eben NICHT zu einer andersartigen "Prüfung" verleiten.

Oder musst Du bei Bewerbern einer bestimmten Religion, Nationalität, Hautfarbe, Ethnie, Geschlecht, Wohnort/Straße/Stadtviertel, Abstammung (arbeitslose Eltern) etc. auch besondere "Prüfungen" durchführen, um sicherzustellen, dass diese nicht besondere Verhaltensweisen "anerzogen" bekommen haben?

Die Durchführung einer solchen Prüfung ist bereits Diskriminierung, da sie verschieden hohe Hürden schafft anhand von Merkmalen, die mit der eigentlichen Leistungsfähigkeit nichts zu tun haben. Genau DAS ist Diskriminierung. Das ist genauso, als würde man bei der Flughafenkontrolle prinzipiell nur Ausländer rausziehen.

Dich möchte ich mal sehen, wenn Du dich irgendwo bewirbst und Dein Gegenüber sagt "Aaah, der Herr Soundso. Einen Menschen mit einem ähnlichen Nachnamen kannte ich mal. Er neigte zum Diebstahl. Deshalb machen wir jetzt mal ein paar ganz besondere Tests mit Ihnen, um Ihre Ehrlichkeit zu testen. Nur so zur Sicherheit."

Fändest Du das gut?

antworten
WiWi Gast

Re: etikette, stil, kultur, lesen?

die haben es wenigstens kapiert und leben im JETZT, die dümmsten waren schon immer die Kleinsparer die meinten man müsse vorsorgen,alle 50Jahre kommt der Staat und enteignet die Leute, super wirklich 40 Jahre lang geschufftet für nix. DARUM JETZT LEBEN und nicht erst in 40 Jahren !

antworten
WiWi Gast

Re: etikette, stil, kultur, lesen?

heutzutage gibt es ja nur noch eine "Minderheit", auf die man ungestraft einschlagen darf - uns.

Ich finde diese Anti-Adels-Postings höchst diskriminierend, sie zeugen von Neid, Missgunst und elitärem Bürgersinn.

antworten
WiWi Gast

Re: etikette, stil, kultur, lesen?

"Elitärer Bürgersinn" - diese Beschreibung gefällt mir.

Mir ist es ziemlich egal - im Positiven wie im Negativen - ob jemand ein "von" oder "zu" im Namen trägt. Man kann die heutigen Namensträger nicht dafür verantwortlich machen, dass der deutsche Adel als Träger und Stützer der Regierungen in der Geschichte mehrfach versagt hat.

Lounge Gast schrieb:

heutzutage gibt es ja nur noch eine "Minderheit",
auf die man ungestraft einschlagen darf - uns.

Ich finde diese Anti-Adels-Postings höchst diskriminierend,
sie zeugen von Neid, Missgunst und elitärem Bürgersinn.

antworten
WiWi Gast

Re: etikette, stil, kultur, lesen?

Versagt in vielerlei Hinsicht haben ja in den vergangenen 60 Jahren erst einmal Bürgerliche, sofern es um deren Wirken in Spitzenpositionen in Wirtschaft und Politik geht. Das kann man ja den bürgerlichen Bewerbern auch nicht anlasten....hm...oder doch?

"Lieber Kevin Müller, oh, Entschuldigung, MEYER, Sie wissen ja, notorisch schlechtes Namensgedächtnis.

Sie wollen also bei uns als Trainee im Bereicht "High Net Worth Individuals" einsteigen. Sie haben ja recht kommode Zeugnisse, tjatja, soweit alles prächtig, aber eine Sache, die habe ich da noch auf der Seele.

Wie sie aus der jüngeren Vergangenheit sicherlich wissen, neigen Bürgerliche, gerade wenn sie eher aus kleinbürgerlichen Verhältnissen kommen, zur materiellen Gier. Dabei verlieren sie oft den Blick dafür, mit wem sie sich einlassen. Naja, und dann ist das Malheur groß, siehe unseren ehemaligen Bundespräsidenten.

Bevor wir also zum Austernknacken-Test kommen, hier folgende Prüfung. Sehen Sie den etwas zu braungebrannten Herren dahinten? Ja, der aussieht wie Franjo..ehem...naja, Sie wissen, wen ich meine. Hier meine Testfrage: dieser Mann wäre bereit, Ihnen durch ein paar Bargeldzuwendungen eine Urlaubsreise zu ermöglichen, die Sie an Orte führen würde, deren Besuch Ihnen während Ihrer kleinbürgerlichen Jugend leider verwehrt geblieben ist.

Was tun Sie?"

So in etwa?

antworten
WiWi Gast

Re: etikette, stil, kultur, lesen?

Nö, so natürlich nicht.

Kriminelles Handeln meinte ich nicht mit "Versagen". Mir ging es um den Adel als Stützer von Autokratien. Da haben sich die Adels-Häuser über die Jahrhunderte ziemlich flexibel gezeigt...

Das "Bürgertum" war - in einer Gesamtschau - hingegen Motor von gesellschaftlichen Neuerungen. Auch hier natürlich im Guten wie im Schlechten. Aber immerhin, Bewegung (Reformen) gingen von diesem aus.

Ein Franjo erhebt sicherlich nicht den Anspruch, irgendetwas für die Gesellschaft zu tun. Dafür ist sein geistiger Horizont einfach zu klein. "Kleinbürgerlich" trifft es m.E. ganz gut. Das unterscheidet ihn von der "Elite", zu der sich kraft Geburt (!) der Adel zählte (und teilweise noch zählt).

"Materielle Gier" als bürgerliche Verhaltensweise ist sehr pauschal; das weisst Du sicherlich auch. Richtig ist, dass das Streben nach Besitz im Bürgertum stärker ausgeprägt ist, als im Adel. Der Grund hierfür ist einfach: Der eine muss sich seine gesellschaftliche Position erarbeiten, während dem andere diese in die Wiege gelegt wird. Ersteres ist mir wesentlich symphatischer.

Im Übrigen haben in dem von Dir genannten zeitlichen Horizont auch Adlige in exponierten Stellungen kräftig versagt. Mir fallen ganz spontan Graf Lambsdorff und von Pierer ein - um jeweils ein prominentes Beispiel aus Politik und Wirtschaft zu nennen.

Lounge Gast schrieb:

Versagt in vielerlei Hinsicht haben ja in den vergangenen 60
Jahren erst einmal Bürgerliche, sofern es um deren Wirken in
Spitzenpositionen in Wirtschaft und Politik geht. Das kann
man ja den bürgerlichen Bewerbern auch nicht
anlasten....hm...oder doch?

"Lieber Kevin Müller, oh, Entschuldigung, MEYER, Sie
wissen ja, notorisch schlechtes Namensgedächtnis.

Sie wollen also bei uns als Trainee im Bereicht "High
Net Worth Individuals" einsteigen. Sie haben ja recht
kommode Zeugnisse, tjatja, soweit alles prächtig, aber eine
Sache, die habe ich da noch auf der Seele.

Wie sie aus der jüngeren Vergangenheit sicherlich wissen,
neigen Bürgerliche, gerade wenn sie eher aus
kleinbürgerlichen Verhältnissen kommen, zur materiellen Gier.
Dabei verlieren sie oft den Blick dafür, mit wem sie sich
einlassen. Naja, und dann ist das Malheur groß, siehe unseren
ehemaligen Bundespräsidenten.

Bevor wir also zum Austernknacken-Test kommen, hier folgende
Prüfung. Sehen Sie den etwas zu braungebrannten Herren
dahinten? Ja, der aussieht wie Franjo..ehem...naja, Sie
wissen, wen ich meine. Hier meine Testfrage: dieser Mann wäre
bereit, Ihnen durch ein paar Bargeldzuwendungen eine
Urlaubsreise zu ermöglichen, die Sie an Orte führen würde,
deren Besuch Ihnen während Ihrer kleinbürgerlichen Jugend
leider verwehrt geblieben ist.

Was tun Sie?"

So in etwa?

antworten
WiWi Gast

Re: etikette, stil, kultur, lesen?

Um mal wieder kurz auf das Thema zurück zu kommen.

etikette, stil, kultur, lesen - braucht man wahrscheinlich nicht unbedingt um beruflich "erfolgreich" zu sein. die frage ist nur wie man erfolgreich definiert.

Es gibt sicherlich Menschen die als einzigen Antrieb für ihr Handeln die finanziellen Anreize sehen, ob einen Geld aber auf Dauer glücklich macht wage ich zu bezweifeln. Persönlich habe ich auch die Erfahrung gemacht, das Hunde die am lautesten bellen nicht beißen. Sind meistens arme Würstchen.

Wer sich daran aufgeilen kann besser als der Kollege zu sein, Glückwunsch.

Etwas über den Tellerrand zu schauen schadet nicht, und bringt einen persönlich sehr viel weiter. Und macht langfristig zufriedener!

antworten
WiWi Gast

Re: etikette, stil, kultur, lesen?

Und ICH finde nicht, dass man jedem bürgerlichen Bewerber die oft im Bürgertum zu findenden Verhaltensweisen und Anlagen anlasten kann.

Jedoch sollte man den Bewerber daraufhin schon einmal abklopfen:

"Lieber Herr Mü..Meyer,

ich möchte Ihnen meine Frau vorstellen. Was tun Sie?

  1. Ich nehme ihre Hand und schüttele und drücke sie kräftig, knalle die Hacken zusammen und brülle "ANGENEHM, DOKTOR MEYER MEIN NAME"

  2. Ich warte, bis sie mir zum Handkuss gereicht wird

  3. Ich sage "Hi, Frau von Gräfin Hardenberg oder kann ich net einfach Frau Hardenberg sagen oh warten Sie mal ich hab ne SMS bekommen einen Moment"

So kann man ausschliessen, dass man einen totalen Spiesser einstellt, der beim Essen GUTEN APPETIT sagt und immer von der Couch, dem URLAUB oder davon, was sein Haus gekostet hat, redet und der sich aufs WOCHENENDE freut.

Er meint vermutlich die Tage, der Woche, an denen ich mit Georgie Mecklemburg, dem Boms Oettingen und dem Poldi Plessen auf Sauen gehe. Hm?

antworten
DAX Einkäufer

Re: etikette, stil, kultur, lesen?

Und noch ein guter Aspekt: "etikette, stil, kultur, lesen" machen das Leben auch dann schön und erfolgreich, wenn man es gar nicht so weit nach "oben" geschafft hat. Man ist mit diesen Errungenschaften wahrscheinlich sogar anerkannter als ein Mensch ohne "etikette, stil, kultur, lesen", der lediglich ein siebenstelliges Einkommen hat.

antworten
WiWi Gast

Re: etikette, stil, kultur, lesen?

DAX Einkäufer schrieb am 25.03.2012:

Und noch ein guter Aspekt: "etikette, stil, kultur, lesen" machen das Leben auch dann schön und erfolgreich, wenn man es gar nicht so weit nach "oben" geschafft hat. Man ist mit diesen Errungenschaften wahrscheinlich sogar anerkannter als ein Mensch ohne "etikette, stil, kultur, lesen", der lediglich ein siebenstelliges Einkommen hat.

antworten
WiWi Gast

Re: etikette, stil, kultur, lesen?

wohl wahr :-)

antworten
WiWi Gast

Re: etikette, stil, kultur, lesen?

Meine Beobachtung ist, dass Leute in ihrer Blase leben und dort definieren, was Stil, Kultur und Etikette bedeuten.

Damit meine ich, dass eine gewisse (teilweise auch nur fachliche) Führungsrolle im Unternehmen mit einer Überhöhung der eigenen Person einhergeht.

Diese wiederum wird - und da kann jeder von uns Lemmingen mal auf sich selber schauen - von den Untergebenen natürlich auch gerne noch hofiert: "Ach, wie schlau mein Chef hier wieder agiert hat" - "Oh, ich wusste gar nicht, dass Sie auch so gerne kochen, Chef" - "Ja, das Puppentheater in der Stadt war wirklich ganz toll, da war ich auch mit meinen Kindern".

Dass Leute sich in der Mittagspause damit schmücken, bestimmte Bücher zu lesen, ist aus meiner Erfahrung in den seltensten Fällen darin begründet, dass eine ernsthafte Diskussion über deren Inhalt stattfinden soll. Es dient der sozialen Distinktion.

antworten
WiWi Gast

Re: etikette, stil, kultur, lesen?

Push!

Ich meinte natürlich: VON Push-Pushingen.

antworten
WiWi Gast

Re: etikette, stil, kultur, lesen?

Mittlerweile kommt es darauf nicht mehr an. Man sollte aber:

  • Halbwegs manierlich essen können (Knigge und sowas ist unnötig und macht einen lächerlich)

  • Niemals beim Alkohol übertreiben (ein Weizen ist genug)

  • Möglichst verheiratet sein und idealerweise Kinder haben (jemand, der mit 35 privat gar keinen PRIVATEN Erfolg hatte, das heißt nicht zumindest verheiratet ist, wird auf den oberen Ebenen kritisch und als unfähig gesehen. Kinder sind heute kein Muss mehr, aber ein weiteres Thema)

  • Irgendein NICHTPOLARISIERENDES Thema für die Masse kennen (Tipp: Fußball, Kinder, Wetter, Urlaub) über das man immer ins Gespräch kommt und das keinem wehtut. Hier aber bitte nicht den Ultra oder Fanatiker raushängen lassen. Ein wenig Frotzeln geht immer.

  • Keine Gespräche über Spartenthemen anfangen, bei denen sich der andere dumm vorkommt (Kunst, Theater, Kultur - das steigert zwar das eigene Ego und das Gegenüber tut ganz fasziniert, aber man wird für einen selbstverliebten Idioten gehalten)

  • Politik meiden wie der Teufel das Weihwasser (Hier lassen manche Leute aus den oberen Ebenen ihre Mitarbeiter gerne um Kopf und Kragen reden. Aufpassen und sich nie anstacheln lassen. Ein Manager oder ein Unternehmen ist ein Neutrum, das unter allen Regierungsformen funktioniert)

  • Das gleiche gilt für Religion. Finger weg!

Das genügt heute. Eigentlich hätte es bei 99% der Firmen auch vor 20 Jahren schon genügt ;)

antworten
WiWi Gast

Re: etikette, stil, kultur, lesen?

WiWi Gast schrieb am 27.12.2017:

Push!

Ich meinte natürlich: VON Push-Pushingen.

Mist ich dachte immer Push von Pusher

antworten
WiWi Gast

Re: etikette, stil, kultur, lesen?

Schönes Schlusswort. Du sagst alles, worauf es wirklich ankommt. Den Thread können wir damit schließen.

antworten
WiWi Gast

Re: etikette, stil, kultur, lesen?

  1. Lese dir die vielen dämlich-belustigenden Kommentare in diesem Thread durch.

  2. Sei anders.

  3. Du bist auf einem guten Weg in Richtung Etikette und Stil.
antworten
WiWi Gast

Re: etikette, stil, kultur, lesen?

Möglichst verheiratet sein, denn dies kommt rüber wie privater Erfolg? Ich muss dir an dieser Stelle leider mitteilen, dass du mir Leid tust. Ich wette, das meiste des u.G. haben dir deine Eltern schon mehrfach mitgeteilt.

antworten
WiWi Gast

Re: etikette, stil, kultur, lesen?

Deine Polemik zeigt nur, dass du noch ganz weit weg von den oberen Etagen bist. Es ist ein stilles Gesetz, dass von jemanden ab einer bestimmten Ebene erwartet wird, dass er verheiratet ist.

Ist er es nicht, wird vom privaten Misserfolg auf das berufliche Können geschlossen. Da das hier aber in mehreren separaten Threads schon oft genug diskutiert wurde, lohnt sich eine Wiederholung eher nicht. Und für dich gilt: Dann glaub's halt nicht. Wen kümmerts?

antworten
WiWi Gast

Re: etikette, stil, kultur, lesen?

Ich wunder mich schon längst nicht mehr, warum die Hälfte (!) aller Ehen wieder geschieden werden. Niedere Beweggründe führen niemals in eine sinnvolle Ehe

antworten
WiWi Gast

Re: etikette, stil, kultur, lesen?

WiWi Gast schrieb am 29.02.2012:

Interessantes Thema, die letzten Beiträge. Ich heisse mit Nachnamen "Freiin von....berg", wofür ich nichts kann. Was nun? Muss ich mich dafür in Grund und Boden schämen und einen Knicks vor Herrn Dr. ("Doktor, soviel Zeit muss sein") Müller machen?

FreiherRIN? Date?

antworten
WiWi Gast

Re: etikette, stil, kultur, lesen?

Ja, außerhalb der Start-up-Szene ist das in Europa und USA immer noch so und ändert sich auch so schnell nicht. Wer nicht privat Erfolge vorweisen kann, der hat es im Beruf a) schwerer und b) eines der Lieblingsthemen auf oberen Ebenen weniger: Frau und Familie.

antworten
WiWi Gast

Re: etikette, stil, kultur, lesen?

Ich habe nur gesagt, dass es traurig ist, dass manche Menschen etwas wie Ehefrau und Familie als Statusobjekt oder Besitz ansehen müssen, die einem dann so etwas wie Ansehen oder gesellschaftliche Anerkennung liefern. Familie und Beziehungen kann und sollte auch viel mehr bringen als das von dir Genannte. Also vielleicht etwas in die Richtung nicht materialistisch/oberflächlich etc.

PS: dass du so empfindlich auf die geäußerte Kritik reagierst, zeigt dass diese nicht unangebracht ist.

PPS: habe es bisher schon zu einer beachtlichen Stellung in einem top Unternehmen gebracht. Einen Posten im Vorstand möchte ich nicht, wahrscheinlich genauso wie du ;-)

antworten
WiWi Gast

Re: etikette, stil, kultur, lesen?

Dann weißt du ja, dass die Sache mit der Familie durchaus wichtig ist, denn in einer "beachtlichen Position", sitzt man bei Meetings oder Veranstaltungen immer mal wieder mit den Herren aus obersten Etagen zusammen und weiß, worüber sie sich unterhalten, oder?

antworten
WiWi Gast

Re: etikette, stil, kultur, lesen?

Alles gut.

antworten
WiWi Gast

Re: etikette, stil, kultur, lesen?

Die größten Versagerstories in den letzten 70 Jahren stammen dann doch immer noch von den Bürgerlichen...

WiWi Gast schrieb am 24.03.2012:

"Elitärer Bürgersinn" - diese Beschreibung gefällt mir.

Mir ist es ziemlich egal - im Positiven wie im Negativen - ob jemand ein "von" oder "zu" im Namen trägt. Man kann die heutigen Namensträger nicht dafür verantwortlich machen, dass der deutsche Adel als Träger und Stützer der Regierungen in der Geschichte mehrfach versagt hat.

Lounge Gast schrieb:

heutzutage gibt es ja nur noch eine "Minderheit",
auf die man ungestraft einschlagen darf - uns.

Ich finde diese Anti-Adels-Postings höchst diskriminierend,
sie zeugen von Neid, Missgunst und elitärem Bürgersinn.

antworten
WiWi Gast

Re: etikette, stil, kultur, lesen?

WiWi Gast schrieb am 31.03.2018:

Die größten Versagerstories in den letzten 70 Jahren stammen dann doch immer noch von den Bürgerlichen...

WiWi Gast schrieb am 24.03.2012:

"Elitärer Bürgersinn" - diese Beschreibung gefällt mir.

Mir ist es ziemlich egal - im Positiven wie im Negativen - ob jemand ein "von" oder "zu" im Namen trägt. Man kann die heutigen Namensträger nicht dafür verantwortlich machen, dass der deutsche Adel als Träger und Stützer der Regierungen in der Geschichte mehrfach versagt hat.

Lounge Gast schrieb:

heutzutage gibt es ja nur noch eine "Minderheit",
auf die man ungestraft einschlagen darf - uns.

Ich finde diese Anti-Adels-Postings höchst diskriminierend,
sie zeugen von Neid, Missgunst und elitärem Bürgersinn.

push

antworten
WiWi Gast

Re: etikette, stil, kultur, lesen?

Push

antworten
WiWi Gast

Re: etikette, stil, kultur, lesen?

WiWi Gast schrieb am 18.02.2012:

Benimmregeln stammen aus dem Adel,

Von diesen Vorfahren der Raubritter kommen welche Benimmregeln. Gib mir eine goldene Kutsche und ich wink dir daraus zu

antworten
WiWi Gast

Re: etikette, stil, kultur, lesen?

Welche Benimmregeln kommen denn aus der Arbeiterschicht?

Welche aus dem Bürgertum, welches ja i.d.R. nach oben schaute und sich selbst im bürgerstolzen Hamburg gerne nobilitieren liess, gar noch kurz vorm ende WK1.

antworten
WiWi Gast

Re: etikette, stil, kultur, lesen?

Das ist leider tatsächlich so, aber gleichzeitig auch ein schöner Trost: Die binden sich für den Rest ihrer Karriere einen Partner ans Bein, den sie nicht ausstehen können, sodass sie freiwillig noch mehr Zeit im Büro verbringen, müssen bei jeder Gelegenheit Musterfamilie spielen und dürfen sich auf gar keinen Fall (!) trennen. Im Alter stellen sie dann fest, dass die Kinder nichts mit ihnen anfangen können. Wenn du mich fragst, ist das die selbstgewählte Hölle auf Erden.

WiWi Gast schrieb am 28.12.2017:

Ich habe nur gesagt, dass es traurig ist, dass manche Menschen etwas wie Ehefrau und Familie als Statusobjekt oder Besitz ansehen müssen, die einem dann so etwas wie Ansehen oder gesellschaftliche Anerkennung liefern. Familie und Beziehungen kann und sollte auch viel mehr bringen als das von dir Genannte. Also vielleicht etwas in die Richtung nicht materialistisch/oberflächlich etc.

PS: dass du so empfindlich auf die geäußerte Kritik reagierst, zeigt dass diese nicht unangebracht ist.

PPS: habe es bisher schon zu einer beachtlichen Stellung in einem top Unternehmen gebracht. Einen Posten im Vorstand möchte ich nicht, wahrscheinlich genauso wie du ;-)

antworten
WiWi Gast

Re: etikette, stil, kultur, lesen?

Mein Eindruck ist, dass es kaum noch Vorgesetzte mit bildungsbürgerlichem Hintergrund gibt. Die meisten haben eher einen Hintergrund in der unteren Mittelschicht (Eltern Beamte oder Kleinunternehmer) und unbedingten Aufstiegswillen.

WiWi Gast schrieb am 19.02.2012:

Wichtig ist in der Tat die richtige Einstellung, d.h. die Bereitschaft sich wirklich den Bereichen Kunst, Geschichte und Literatur öffnen zu wollen. Wenn man das aus rein karriertechnischen Nützlichkeitserwägungen macht, wirkt das u. U. aufesetzt oder sogar peinlich. Ein Vorgesetzter, dessen Vater Opernsänger ist, Klavier spielt oder sonstwie aus Groß- oder zumindest bildungsbürgerlichen Milieu kommt, merkt sofort ob da sein Mitarbeiter angelesenes Halbwissen reproduziert oder wirklich den bürgerlichen Bildungskanon beherrscht. Das hat, zumindest in den oberen und obersten Etagen der Konzerne, sehr viel mit Habitus zu tun, und das kann man sehr schlecht lernen bzw. nachholen :-)

antworten
WiWi Gast

Re: etikette, stil, kultur, lesen?

Ich war lange genug bei MBB um zu wissen, dass der Chef sich nicht die Zeit nimmt, um zu sehen, wie gut deine Performance ist. Bevorzugt wird der, den er persönlich mehr mag.

Wenn du denkst, dass du dir persönliche Sympathie über Bücher anlesen kannst, muss ich dich leider enttäuschen.

antworten

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