DieManager von Morgen WiWi-TReFF.de - Zeitung & Forum für Wirtschaftsstudium & Karriere
EinkommensentwicklungEinkommensentwicklung

Deutliche Lohnzuwächse für Arbeitnehmer in 2008

Firmen in Deutschland kalkulieren für 2008 mit durchschnittlich 3,5 Prozent höheren Vergütungsbudgets, was einem Anstieg von 0,2 Prozentpunkten gegenüber dem Vorjahr entspricht.

Natur, Nachhaltigkeit,

Deutliche Lohnzuwächse für Arbeitnehmer in 2008
Frankfurt am Main, 21.11.2007 (ots) - Firmen in Deutschland kalkulieren für 2008 mit durchschnittlich 3,5 Prozent höheren Vergütungsbudgets, was einem Anstieg von 0,2 Prozentpunkten gegenüber dem Vorjahr entspricht. Mit diesen Werten zählt Deutschland zu den Schlusslichtern im internationalen Vergleich, rangiert aber vor Frankreich und der Schweiz, wo die Unternehmen mit Lohnzuwächsen von 3,3 bzw. 3,0 Prozent rechnen. Mit um 11 Prozent höheren Lohnbudgets für 2008 erweist sich Russland als Spitzenreiter im Vergleich, wobei die dortigen Zuwachsraten zu einem Großteil von der Inflation verzehrt werden. Bei einer Unterscheidung der weltweiten Vergütungsbudgets nach Hierarchiestufe geht der Produktionssektor alsGewinner hervor. Zudem streben die Unternehmen 2008 eine noch stärkere Leistungs- und Erfolgsorientierung in der Vergütung an.

Dies sind die zentralen Ergebnisse des EMEA Compensation PlanningReport 2007 der Managementberatung Towers Perrin HR Services. Untersucht wurde die Entwicklung der Vergütungserhöhungsbudgets von Unternehmen in Europa, dem Nahen Osten und Afrika. Moderate Steigerungen in West- und Südeuropa Die Unternehmen in nahezu allen Ländern planen im kommenden Jahr mit höheren Vergütungsbudgets. Die höchsten nominalen Steigerungsraten in West- und Südeuropa weisen mit 5,4 Prozent griechische Firmen auf. Im deutschsprachigen Raum nimmt Österreich mit einer Steigerungsrate von 4.0 Prozent für 2008 die Spitzenposition ein. Auf gleichem Niveau liegen Dänemark, Finnland, Großbritannien, Schweden, die Niederlande sowie die meisten Mittelmeerländer. Geringfügig sinkende Lohnerhöhungen sind dagegen für die meisten osteuropäischen Staaten zu verzeichnen.

In Westeuropa rangieren die Gehaltszuwächse nach Abzug der Inflationswerte zwischen 0,8 Prozent (Irland) und 2,2 Prozent (Österreich). Deutschland nimmt mit 1,9 Prozent einen der vorderen Plätze ein. Insgesamt stellen die Unternehmen im kommenden Jahr über alle Mitarbeitergruppen hinweg mehr Mittel für die Bezahlung bereit. Produktionsmitarbeiter in Deutschland verzeichnen mit durchschnittlich 3,0 Prozent in 2008 einen geringeren Lohnzuwachs alsandere Mitarbeitergruppen. In Ungarn, Irland, Norwegen, Rumänien und der Slowakei übersteigt die prozentuale Lohnsteigerung der in der Produktion tätigen Mitarbeiter dagegen die der Führungskräfte.

In den deutschprachigen Staaten planen die Unternehmen der IT-Branche im nächsten Jahr mit leicht erhöhten Vergütungsbudgets. Deutsche IT-Spezialisten werden 2008 3,5 Prozent mehr Geld erhalten, im Vorjahr waren es 3,4 Prozent. Der größte Zuwachs ist in Österreichzu erkennen, wo IT-Unternehmen ihre Budgets für 2008 um 4,0 Prozent erhöhen (2007: 3,6 Prozent). Dagegen stagnieren die Vergütungsbudgetsin den osteuropäischen Ländern, allerdings auf hohem Niveau. Die Vergütung im deutschen Finanzdienstleistungssektor steigt 2008 im Vergleich zu 2007 um 0,2 Prozentpunkte auf 4,0 Prozent. Banker in Österreich und der Schweiz können die gleichen Lohnsteigerungen wie in 2007 erwarten. Sie erhalten 4,0 bzw. 2,5 Prozent mehr Lohn.

Auch in der Pharma-Branche steigen die Vergütungsbudgets gerinfügig an: inDeutschland von 3,5 auf 4,0 Prozent, in Österreich von 3,8 auf 4,2 Prozent und in der Schweiz von 3,0 auf 3,2 Prozent. Unternehmen investieren zunehmend in Leistungsträger Die überwiegende Mehrheit der Unternehmen in Deutschland (72 Prozent) plant, die zusätzlichen Vergütungsmittel 2008 ganz oder zum überwiegenden Teil für die Entlohnung von Leistungsträgern zu verwenden. Deutschland liegt damit auf einem der hinteren Plätze - gleichauf mit Frankreich und Italien, jedoch noch vor Dänemark, Finnland und Schweden. Unter den westeuropäischen Ländern erweisen sich neben Griechenland, insbesondere die Schweiz, Österreich und Spanien als Länder mit besonders ausgeprägtem Willen zur leistungsorientierten Vergütung.

Im Forum zu Einkommensentwicklung

2 Kommentare

Gehalt PwC director

WiWi Gast

Würde mich echt interessieren, ob die obligatorische Stufe vor dem Partner schon top Gehalt bedeutet? Und mir ist klar, dass das nicht verallgemeinert werden kann aber eine Bandbreite des Zielgehalts ...

3 Kommentare

IB-Analyst-Gehalt 100k all in - wer zahlt es?

WiWi Gast

Welche Buden kratzen nach dem ersten Jahr all in an den 100k?

1 Kommentare

Fresenius Netcare Einstiegsgehalt

WiWi Gast

Hallo zusammen, ich habe bald ein Interview bei Fresenius und möchte gut vorbereitet sein, auch was die Frage "Gehaltsvorstellung" angeht. Ich glaube, das Fresenius nach IG BCE zahlt aber wiederum ...

3 Kommentare

Gehalt PwC Director

WiWi Gast

Nachdem der Director als obligatorische Brücke zum Partner eingerichtet worden ist, stellt sich natürlich die Frage nach dem Gehalt im vgl. zum Senior Manager. Kennt jmd. Zielbänder?

5 Kommentare

Gehalt bei Exit nach 3 Jahren MBB

WiWi Gast

Hallo zusammen, mich würden mal ein paar Beispiele zum Exit und Gehalt nach 2-3 Jahren bei MBB interessieren. In welche Industrie seid ihr gegangen und welches Gehalt habt ihr bekommen? Gilt die Rege ...

1 Kommentare

Vorstellungsgespräch ThyssenKrupp Presta in Liechtenstein

Fluptoris

Servus, ich habe nächste Woche ein VG bei der TKP in Liechtenstein. Telefoninterview gemeistert und jetzt folgt ein VG. Habe ein paar Fragen: - Was kann ich bzgl. dem Gehalt rechnen? - Wie g ...

10 Kommentare

Wechsel zurück in die GKV sinnvoll ?

WiWi Gast

Hallo zusammen, bin Anfang 40, seit ca. 17 Jahren in der PKV versichert und momentan arbeitslos. Ich erwarte, dass ich in absehbarer Zeit wieder einen Job über der Beitragsbemessungsgrenze der gesetz ...

Artikel kommentieren

Als WiWi Gast oder Login

Zum Thema Einkommensentwicklung

Weiteres zum Thema Einkommensentwicklung

Ein Senior mit Brille, einem grauen Haarkranz und einem grünen Pullover über den Schultern.

Lebenseinkommen: Akademiker verdienen 1,25 Millionen Euro mehr als Hilfsarbeiter

Vollzeitbeschäftigte Akademiker verdienen auf das ganze Berufsleben gerechnet im Durchschnitt gut 1,25 Millionen Euro mehr als mit Helfertätigkeiten. Dennoch gibt es auch Akademiker-Jobs, die schlechter bezahlt werden als Tätigkeiten auf Fachkräfteniveau. Das zeigt eine aktuelle Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) zu den berufsspezifischen Lebensentgelten.

Beliebtes zum Thema Gehalt

Titelblatt StepStone Gehaltsreport 2017

StepStone Gehaltsreport 2017: Was Fach- und Führungskräfte mit Wirtschaftsstudium verdienen

In Deutschland verdienen Fachkräfte und Führungskräfte durchschnittlich 57.100 Euro. Akademiker verdienen im Schnitt 37 Prozent mehr. Mit einem Wirtschaftsstudium beträgt das Brutto-Jahresgehalt inklusive variablem Anteil in "BWL, VWL und Wirtschaftswissenschaften" im Schnitt 65.404 Euro, in Wirtschaftsinformatik 68.133 Euro und in Wirtschaftsingenieurwesen sogar 70.288 Euro.

Titelblatt StepStone Gehaltsreport 2017

Absolventen-Gehaltsreport 2017: Wirtschaftsingenieure mit 48.200 Euro die Spitzenverdiener

Die Wirtschaftsingenieure verdienen unter den Absolventen der Wirtschaftswissenschaften mit durchschnittlich 48.238 Euro am meisten. Auch bei den Einstiegsgehältern aller Studiengänge liegen die Wirtschaftsingenieure hinter den Medizinern auf Rang zwei im StepStone Gehaltsreport für Absolventen 2017. Wirtschaftsinformatiker erhalten 45.449 Euro, Absolventen der BWL, VWL und Wirtschaftswissenschaften steigen mit 42.265 Euro ein.

Ein aufgeschlagener Atlas, alte Bücher und eine Tasse.

Gehaltsatlas 2016: Berufseinsteiger mit BWL-Abschluss verdienen durchschnittlich 43.788 Euro

Akademische Berufseinsteiger mit einem Abschluss in Betriebswirtschaftslehre verdienen aktuell rund 43.800 Euro im Jahr. Das ist knapp unter dem deutschen Durchschnittsgehalt junger Akademiker mit 45.397 Euro im Jahr. Am besten verdienen BWL-Absolventen in Bayern, Baden-Württemberg, Hessen und Nordrhein-Westfalen. In welchen Städten akademischen Berufseinsteigern am meisten gezahlt wird, zeigt der diesjährige Gehaltsatlas 2016 von der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (F.A.Z.) und Gehalt.de.

OECD-Datenbank zu Wohnkosten in Deutschland

Die Deutschen geben rund 20 Prozent ihres Einkommens für die Miete oder Hypotheken aus. Damit liegen die Wohnkosten in Deutschland im OECD-Schnitt. Schwerer belastet sind einkommensschwache Haushalte, die rund 27 Prozent ihres Einkommens für Mieten aufwenden müssen. Die interaktive OECD-Datenbank zu Wohnkosten veranschaulicht im Ländervergleich die Unterschiede in Eigentum vs. Miete, Wohnverhältnisse, Wohngeld und sozialer Wohnungsbau.

Feedback +/-

Feedback