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EinkommensentwicklungTarifverdienste

Tarifverdienste 2010 um 1,6 Prozent gestiegen

Die tariflichen Monatsverdienste der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in Deutschland stiegen im Jahresdurchschnitt 2010 um 1,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Dies teilt das Statistische Bundesamt mit.

Tarifverdienste 2010 um 1,6 Prozent gestiegen
Wiesbaden, 31.01.2011 (destatis) - Die tariflichen Monatsverdienste der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in Deutschland stiegen im Jahresdurchschnitt 2010 um 1,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Dies teilt das Statistische Bundesamt (Destatis) mit. Zum Vergleich: Die Verbraucherpreise erhöhten sich im selben Zeitraum um 1,1 Prozent.

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Obwohl sich die wirtschaftliche Lage deutlich verbesserte, fielen die Tariferhöhungen im Jahresdurchschnitt 2010 deutlich geringer aus als im Vorjahr mit 2,8 Prozent. Grund dafür ist, dass Gewerkschaften und Arbeitgeber in vielen Tarifabschlüssen Erhöhungen für mehrere Jahre, sogenannte Stufenerhöhungen, vereinbaren. Auch die meisten der 2009 in Kraft getretenen Tariferhöhungen waren schon 2008 oder früher – also noch vor der Krise – beschlossen worden. Demgegenüber beruhten die 2010 in Kraft getretenen Tarifsteigerungen auf Verträgen, die mitten in der Wirtschaftskrise verhandelt wurden. Da in vielen Tarifabschlüssen Beschäftigungssicherung im Vordergrund stand, fielen die Tariferhöhungen meist moderat aus.
 
Die tariflichen Monatsverdienste entwickelten sich im Jahr 2010 in den einzelnen Branchen unterschiedlich: Die höchsten durchschnittlichen Tariferhöhungen mit jeweils + 2,5 Prozent erhielten die Beschäftigten im Baugewerbe sowie im Bereich Information und Kommunikation. Am niedrigsten waren die durchschnittlichen Tariferhöhungen im Bereich Erziehung und Unterricht (+ 1,2 Prozent) sowie im Gesundheits- und Sozialwesen (+ 0,9 Prozent). Im Verarbeitenden Gewerbe, zu dem unter anderem auch die Metallindustrie und die Chemische Industrie gehören, stiegen die Tarifverdienste durchschnittlich um 1,8 Prozent. Gerade bei den Tarifverhandlungen in der Metall- und in der Chemischen Industrie ging es vorrangig um Jobsicherung und nicht um Entgelterhöhungen. Daher einigten sich die Tarifvertragsparteien für 2010 auf Einmalzahlungen. Diese werden bei der Berechnung der durchschnittlichen Tarifverdienste nicht einbezogen.  

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