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Gehaltsstudie 2007: Einstiegsgehälter akademischer Nachwuchskräfte

In der jüngst veröffentlichten Gehaltsstudie hat alma mater die Ergebnisse einer Befragung zu Einstiegsgehältern und Praktikantenvergütungen von akademischen Nachwuchskräften zusammengefasst.

Gehaltsstudie 2007: Einstiegsgehälter akademischer Nachwuchskräfte
In der jüngst veröffentlichten Gehaltsstudie hat alma mater die Ergebnisse einer Befragung zu Einstiegsgehältern und Praktikantenvergütungen von akademischen Nachwuchskräften zusammengefasst. Die dritte Gehaltsstudie bietet eine Übersicht für Studierende, Hochschulabsolventen und Unternehmen. alma mater befragte branchen- und regionenübergreifend rund 300 Unternehmen aller Größenordnungen in der Zeit von Mitte November 2006 bis Mitte Februar 2007. In einer Sonderbefragung hat alma mater auch die Studienabschlüsse Bachelor und Master berücksichtigt.

Bei der Aufteilung in verschiedene Funktionsbereiche der Unternehmen hat sich gezeigt, dass die Bereiche Forschung und Entwicklung, IT und Fertigung mit einem Durchschnittsgehalt von knapp 40.000 Euro an der Spitze liegen. Die Unternehmensbereiche Finanzen, Controlling und Personal verzeichnen hingegen Abschläge zwischen zweieinhalb und dreieinhalb Prozent. Auffällig ist der Marketingbereich mit einem knappen Minus von fünf Prozent. Das durchschnittliche Jahresgehalt aller Funktionsbereiche liegt bei 39.400 Euro.



alma mater konnte nachweisen, dass mit steigender Unternehmensgröße auch die durchschnittlichen Einstiegsgehälter steigen. Während Berufseinsteiger im Kleinstunternehmen mit bis zu zehn Mitarbeitern ein durchschnittliches Jahresgehalt von rund 31.000 Euro erzielen, sind es bei Großunternehmen mit über 5.000 Mitarbeitern über 40.600 Euro. Kleinstunternehmen liegen mit rund 13 Prozent stark unter dem Durchschnittsgehalt. Bei Großunternehmen ist es genau umgekehrt. alma mater sieht eine Begründung für dieses Ergebnis in der höheren Anpassungsfähigkeit der kleinen und mittleren Unternehmen an ein wechselndes Marktumfeld sowie in der Tarifgebundenheit der Unternehmen. Während knapp 90 Prozent aller Großbetriebe an Tarifverträge gebunden sind, verzichten Kleinstunternehmen voll auf Tarifverträge.

In 8 von 14 befragten Branchen sind die durchschnittlichen Einstiegsgehälter von Hochschulabsolventen im Vergleich zu 2005 und 2006 gestiegen. Die besten Verdienstmöglichkeiten haben Berufseinsteiger in der Chemie/Pharma Branche, im Finanzwesen und in Versorgungsunternehmen. Die Gehälter bewegen sich zwischen 42.000 und 43.000 Euro. Dies entspricht einem Plus zwischen 10 und 13 Prozent zum Durchschnittsgehalt. Schlusslicht bilden der öffentliche Dienst und die Medienbranche mit Einstiegsgehältern zwischen knapp 32.000 und 33.000 Euro, was einem Minus von 10 bzw. 17 Prozent vom durchschnittlichen Einstiegsgehalt aller Branchen entspricht.

Bei den Einstiegsgehältern hat alma mater auch nach den Postleitzahlbereichen der Unternehmenszentralen gefragt. Wie in den beiden Vorjahren konnte ein West-Ost und ein Süd-Nord Gefälle festgestellt werden. Wobei es zu leichten Angleichungen zwischen Ost und West kam. Die südlichen Bundesländer liegen mit 38.000 bis 39.000 Euro an der Spitze. Hessen und Bayern führen dabei mit überdurchschnittlichen zwei Prozent vor Baden-Württemberg.

Arbeitgeber müssen zukünftig mit mehr Bewerbern rechnen, die einen Bachelor- oder Masterabschluss haben. alma mater betont die Herausforderungen bei der Personalauswahl und der Gehaltseinstufung nach den neuen Studienabschlüssen. Im Rahmen der Sonderbefragung hat alma mater 195 Firmen gefragt, in wie weit sie die neuen Studienabschlüsse mit einem Gehaltsaufschlag oder -abschlag einstufen. Das Ergebnis lautet wie folgt: Bachelorabsolventen verdienen weniger als Diplomanden, wobei knapp 50 Prozent der Unternehmen beide Abschlüsse gleich vergüten. Im Vergleich von Master- und Diplomabsolventen sind es 70 Prozent der Unternehmen, die keinen Unterschied in der Bezahlung machen. Ein Fünftel vergütet Berufseinsteiger mit einem Masterabschluss sogar höher als Diplomabsolventen. alma mater resümiert, dass viele Unternehmen mit den neuen Absolventen erst noch mehr Erfahrungen im Auswahlprozess sammeln müssen.

Praktika sind in der Vergangenheit zunehmend in die Kritik geraten, weil zunehmend auch Absolventen über Praktika-Verträge an Unternehmen gebunden wurden. Für akademische Nachwuchskräfte sind Praktika jedoch die Eintrittskarte in gut dotierte Einstiegsjobs, denn nur Bewerber, die zum Berufsstart bereits relevante Praxis sammeln konnten, können sich auf einen attraktiven Direkteinstieg Hoffnung machen. Aus der Befragung von 238 Unternehmen konnte ein durchschnittliches Praktikantengehalt von 512 Euro ermittelt werden. Im Branchenvergleich bekommen Praktikanten in der Elektrotechnik mit 750 Euro am meisten Gehalt. Die geringsten Vergütungen finden sich im Öffentlichen Dienst und im Dienstleistungsgewerbe mit rund 400 Euro. Rund 580 Euro verdienen Praktikanten im Durchschnitt bei Großunternehmen und 600 Euro bei Kleinunternehmen. Der Mittelstand vergütet mit 8,5 Prozent überdurchschnittlich. Das ist deutlich mehr als bei Großunternehmen.

Fazit: Die Einstiegsgehälter für akademische Nachwuchskräfte bleiben auf einem hohen Niveau. Techniker sind weiterhin stark gefragt, denn in den Unternehmensbereichen Forschung und Entwicklung, IT und Fertigung wird überdurchschnittlich gezahlt. Die Aussichten im Bereich Einkauf haben sich verbessert. Die Industrie setzt bei ihren Bewerbern auf Fremdkenntnisse und ein hohes Maß an Internationalität. Die Einstiegsvergütungen in der Industrie sind in den letzten Monaten gestiegen. Mit überdurchschnittlichen 39.000 Euro verdienen Diplomabsolventen auf einem relativ hohen Niveau. alma mater konnte bei einer durchschnittlichen Betrachtung hohe Abweichungen je nach Funktionsbereich und Firma nachweisen. Die tatsächliche Eignung der Bewerber ist jedoch entscheidend und kann zu signifikanten Zu- oder Abschlägen beim Gehalt führen.

Download der Studie
http://www.alma-mater.de/img/almamater-PDF/Gehaltsstudie_07.pdf

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