DieManager von Morgen WiWi-TReFF.de - Zeitung & Forum für Wirtschaftsstudium & Karriere
ExistenzgründungFranchising

Selbstständig als Franchise-Nehmer

Sich mit dem eigenen Unternehmen selbstständig zu machen, ist für viele Menschen ein Traum. Selbstständige identifizieren sich meist mit der Arbeit, haben eine freie Zeiteinteilung und für den eigenen Geldbeutel zu wirtschaften, klingt verlockend. Besonders Franchise-Unternehmen sind für Interessenten oft reizvoll. Allerdings ist es häufig nicht so einfach, wie es klingt. Eine gute Vorbereitung ist daher notwendig.

Auf einer Schiefertafel steht mit Kreide das Wort Franchise geschrieben.

Schwierigkeiten in der Anfangsphase

Es gibt verschiedene Risiken, denen sich angehende Unternehmer aussetzen. Wer sich hiermit nicht ausreichend befasst, muss damit rechnen, mittel- oder langfristig mit seinem Vorhaben zu scheitern. Zum einen kommen auf die meisten Geschäftsleute Investitionen zu, die oft mit hohen Krediten verbunden sind. Die Einrichtung für Geschäfts- oder Büroräume sowie die Miete sind im Allgemeinen zu zahlen, häufig kommen noch Anschaffungskosten für Arbeitsmaterialien oder Verkaufsware hinzu. So können schnell hohe Summen entstehen, die über einen Kredit abgedeckt werden müssen. Dass die ersten Monate oder Jahre eventuell schleppend anlaufen, wird eventuell übersehen, sodass Geldnot entstehen kann. Da besonders in der Anfangszeit die Arbeitszeiten lang sind und nur wenig Freizeit vorhanden ist, leidet unter Umständen die Beziehung. Es sollte daher im Vorfeld mit dem Partner und den Kindern besprochen werden, dass es in der kommenden Zeit nur wenig gemeinsame Zeit geben wird, die dann aber intensiv genutzt wird. Kommt es allerdings zu Unzufriedenheit und die Beziehung soll gerettet werden, wirkt sich dies oft negativ auf den Geschäftsalltag aus.

Vom Erfolg anderer profitieren

Als Franchise-Nehmer haben die Selbstständigen einige Vorteile gegenüber anderen, da sie sich auf ein Konzept einlassen, das bereits erprobt ist wie das Erfolgskonzept von Viterma-Franchise. Besonders in der Anfangsphase können Fehler gemacht werden, die aber bei einem erfolgreichen Franchise-Unternehmen bereits ausgemerzt wurden. Es besteht in der Regel in großes Know-how, von dem die Berufsanfänger profitieren. Natürlich ist es nicht kostenlos, eine eigene Filiale unter einem bekannten Namen aufzumachen. Es ist aber einfacher, bei einer Bank einen Kredit zu bekommen, wenn ein ausgearbeitetes Konzept vorgelegt wird und positive Vergleiche zu anderen Filialen aufgezeigt werden. Viel Geld wird dadurch gespart, dass Marketing und Werbung relativ günstig ausfallen: Die Corporate Identity ist bereits für das Unternehmen entwickelt; der Franchise-Nehmer muss sich hieran nur anteilig beteiligen. Da in der Regel intensive Schulungen stattfinden, bleibt der Selbstständige außerdem immer auf dem neuesten Wissenstand und kann seine Kunden entsprechend beraten.

Die richtige Wahl treffen

Natürlich ist nicht alles Gold was glänzt und so gibt es auch bei einem Franchise-Unternehmen Nachteile. Es gibt eine Vielzahl von Unternehmen in unterschiedlichen Branchen, die Franchise-Partner suchen. Auch innerhalb einer Branche oder sogar zu ähnlichen Produkten finden sich Anbieter, so daß es unter Umständen schwer ist, sich für das passende Modell zu entscheiden. So ist es wichtig, sich im Vorfeld mit der Geschäftspolitik des übergeordneten Unternehmens auseinanderzusetzen und möglichst viele Informationen zu erhalten. Franchise-Nehmer sind hiervon abhängig und haben keine Möglichkeit, die Geschäftspolitik zu ändern. Wer sich mit ihr nicht arrangieren kann, wird früher oder später unzufrieden. Um glücklich und erfolgreich zu werden, ist eine sorgfältige Beobachtung des Marktes sowie eine gute Einschätzung der eigenen Möglichkeiten sinnvoll.

Im Forum zu Franchising

4 Kommentare

startup / design thinking / private equity

WiWi Gast

Wenn dich die Schnittstelle von Ideenentwicklung und IT interessiert, könnten folgende Rollen interessant sein: - Business Designer (nicht zu verwechseln mit: Business Development) - UX Strategist ...

4 Kommentare

Als angestellter Steuerberater eigene Mandate/Kanzlei

WiWi Gast

Vielen Dank für deine Antwort. Dass das theoretisch möglich sei, hilft mir erst einmal schon weiter. @#2 Es geht um die Steuer des Gewerbes, also nicht nur die Est-Erklärung.

2 Kommentare

Insolvenzrecht in England

WiWi Gast

Was hat denn die Privatinsolvenz (!!) jetzt konkret mit einer GmbH und Limited zu tun? Gesellschaften sind doch nicht nach 6 bzw 1 Jahr schuldenfrei (Insert affensmiley) Gibt genug Gründe die gege ...

28 Kommentare

Keine Lust auf 9-to-5 Jobs, welche Möglichkeiten gibt es?

WiWi Gast

Bei mir war es so, dass mein alter Arbeitgeber personell umstrukturiert hat und ich letztes Jahr dann überflüssig geworden bin. Bin dann am Ende des Jahres mit einer für mich zufriedenstellenden Abfin ...

10 Kommentare

Re: Co-Founder gesucht für Startup Idee

WiWi Gast

WiWi Gast schrieb am 15.11.2017: well played. ...

14 Kommentare

Start-Up Finanzierung / Business Angel

WiWi Gast

Wurstman B? Kenne ich auch. Gute Wurst

7 Kommentare

Wann Job kündigen?

WiWi Gast

WiWi Gast schrieb am 01.10.2017: Das ist meiner Meinung nach zu wenig um den Job zu kündigen. Bedenke: Krankenversicherung, Rentenversicherung, weitere Versicherungen für den Betrieb musst du d ...

Artikel kommentieren

Als WiWi Gast oder Login

Zum Thema Franchising

Weiteres zum Thema Existenzgründung

Beliebtes zum Thema Berufseinstieg

Jobbörsen-Kompass 2018: Das Foto zeigt einen Wirtschaftswissenschaftler im Anzug der die Jobbörse für WiWis von Staufenbiel.de auf dem Smarthone aufruft.

Jobbörsen-Kompass 2018: StepStone beste Jobbörse für WiWis

Jobbörsen-Kompass hat die besten deutschen Jobbörsen 2018 gekürt. Bei den Jobbörsen mit der Zielgruppe Wirtschaftswissenschaften gewann StepStone, gefolgt von Staufenbiel und Xing. Bei den Generalisten-Jobbörsen liegt StepStone ebenfalls auf Platz eins vor den Business-Netzwerken Indeed und Xing. Bei den Spezialisten-Jobbörsen stehen Staufenbiel und Unicum für die Jobsuche zum Berufseinstieg an der Spitze. Shooting Star mobileJob.com erzielt Platz drei. Die führenden Jobsuchmaschinen sind Kimeta.de, Jobbörse.de und Jobrapido.

Studien-Cover »Recruiting Trends 2018«

Recruiting Trends 2018: Jobbörsen sind Shooting Star

Online-Jobbörsen profitieren bei den Recruiting-Budgets in 2018 mit einem Anstieg von 28 auf 45 Prozent am meisten. Durch den Fachkräftemangel wird das Recruiting von Berufserfahrenen zum wichtigsten Thema im Recruiting. Es verdrängt damit das Arbeitgeberimage von Rang eins. Für fast 80 Prozent der Unternehmen gehörten Social Media Recruiting und Active Sourcing zudem zu den Top Themen. Shooting Stars der Recruiting Technologie sind Mitarbeiterempfehlungsplattformen, Videointerviewlösungen und Talentsuchmaschinen. Dies sind Ergebnisse der Studie "Recruiting Trends 2018" vom Institute for Competitive Recruiting.

Ein Pfeiler mit der roten Aufschrift: Hot Spot - Der WLAN Zugang ins Internet.

Jobrekord: ITK-Branche mit 40.000 neuen Arbeitsplätzen

Die ITK-Branche wächst weiterhin stark. Mit einem prognostizierten Umsatzplus von 1,7 Prozent auf 164 Milliarden Euro werden im laufenden Jahr etwa 42.000 neue Arbeitsplätze entstehen. Wachstumstreiber ist vor allem die Informationstechnologie, die ein Umsatzplus von 3,1 Prozent und 88 Milliarden Euro verbucht. Software und IT-Services legen mit 6,3 Prozent am stärksten zu. So lauten die Prognosen des Digitalverbandes Bitkom für die ITK-Branche im Jahr 2018.

Segelboote mit dem BMW-Symbol auf offener See mit Wind in den Segeln.

Unternehmensranking 2017: Die Top 100 Arbeitgeber für Wirtschaftswissenschaftler

Doppelsieg für BMW als beliebtester Arbeitgeber bei den Absolventen der Wirtschaftswissenschaften und dem Ingenieurwesen. Gefolgt von Audi, Daimler und Porsche ist die Automobilindustrie erneut die attraktivste Branche. PwC ist die einzige Wirtschaftsprüfungsgesellschaft und McKinsey die einzige Unternehmensberatung unter den Top 10 Arbeitgebern für Wirtschaftswissenschaftler. Die Beratungen gehören insgesamt zu den großen Gewinnern im Ranking. Die Deutsche Bank fällt in der Finanzbranche erstmals hinter EZB und Goldman Sachs von Platz 27 auf 43. Das zeigt die Business Edition des aktuellen trendence Graduate Barometer 2017.