DieManager von Morgen WiWi-TReFF.de - Zeitung & Forum für Wirtschaftsstudium & Karriere
ExistenzgründungHochschulabsolventen

Hochschulen: Gründungsneigung bei angewandter und multidisziplinärer Forschung höher

Wissenschaftler an Hochschulen verfügen über innovatives Wissen, was ideale für Unternehmensgründungen ist. Die Befragung von 5.992 Wissenschaftlern an 73 deutschen Hochschulen zeigt, dass Forschungsanreize und die erfolgreiche Vermarktung eigener Forschungsergebnisse, aber auch Rollenvorbilder im kollegialen Umfeld, Netzwerke – hier insbesondere zu externen Partnern – und spezifische Infrastrukturangebote gründungsfördernd wirken.

Gründungsneigung bei angewandter und multidisziplinärer Hochschulforschung höher
Bonn, 18.02.2015 (ifm) - Wissenschaftler, die angewandte bzw. multidisziplinäre Forschung betreiben, sowie Hochschulangehörige, die Erfindungen vorweisen können, sind am ehesten zu einer Unternehmensgründung bereit. Auch aus diesem Grund sind an den (Fach-)Hochschulen mehr Gründungswillige zu finden als in der universitären Grundlagenforschung. Zudem sind ausländische Wissenschaftler eher als deutsche bereit, sich selbstständig zu machen.

Für die Studie „Der Einfluss institutioneller Rahmenbedingungen auf die Gründungsneigung von Wissenschaftlern an deutschen Hochschulen“ hatte das Institut für Mittelstandsforschung (IfM) Bonn rund 6.000 Wissenschaftler der Fächergruppen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik, Kreativwirtschaft, Gesundheit und Soziales sowie Wirtschafts- und Sozialwissenschaften an 73 deutschen Hochschulen befragt.

"Die Ergebnisse belegen, dass finanzielle Leistungsanreize in der Forschung und Lehre prinzipiell gründungsfördernd wirken. Um die Gründungsneigung an Hochschulen zu erhöhen, empfiehlt es sich daher, diese leistungsabhängigen Vergütungsbestandteile beizubehalten. Zugleich sollte die multidisziplinäre Forschung – beispielsweise in Form von Kooperationsprojekten mit anderen Fachbereichen, Forschungseinrichtungen und Partnern aus der Privatwirtschaft – ausgeweitet werden", erklärt PD Dr. Arndt Werner. Einen hohen Einfluss auf die Gründungsbereitschaft üben zudem die Aktivitäten von Kollegen bzw. Mitarbeitern aus. Es ist nach Ansicht des IfM-Wissenschaftlers daher zu begrüßen, wenn Lehrstühle gezielt mit unternehmerisch tätigen Wissenschaftlern besetzt und unternehmerisch aktive Dozenten gewonnen würden.

Download [PDF, 88 Seiten - 692 KB]
Der Einfluss institutioneller Rahmenbedingungen auf die Gründungsneigung
von Wissenschaftlern an deutschen Hochschulen

 

Im Forum zu Hochschulabsolventen

18 Kommentare

Wie wird man selbstständiger Steuerberater?

WiWi Gast

Was für ein Beitrag... WiWi Gast schrieb am 16.02.2018: Ja, danke für die OT-Erläuterung. Dass Finanzen die Welt regieren, weiß hier jeder. Was hat das mit einem selbstständigen Steuerberater z ...

44 Kommentare

Warum gibt es nicht viel mehr Menschen, die sich selbstständig machen?

WiWi Gast

Import/Export, Handel, Dienstleistung, Softwareentwicklung (kannst du auch als nicht-ITler machen), neues Produkt, Online-Business, etc. Also wenn du behauptest, dass ein Wiwi keine Ideen haben ...

78 Kommentare

Lohnt es sich noch Arbeitnehmer zu sein?

WiWi Gast

Das hat mit Obamacare nichts zu tun! In den USA konnte man sich schon immer privat krankenversichern, nur musste man dafür oft Beiträge bezahlen. In vielen Fällen übernimmt jedoch der Arbeitgeber den ...

41 Kommentare

Re: Youtuber - Ask Me Anything!

WiWi Gast

Zum einen bin ich selber noch unter 25, um das mal erwähnt zu haben. Zum anderen ist mir auch ziemlich egal, was andere Leute tun oder lassen. Manchmal kann ein Wort der Warnung jedoch auch nicht verk ...

12 Kommentare

Re: Nebentätigkeit als Influencer

WiWi Gast

Kurz zusammengefasst: Wenn man jetzt bei Null starten muss, muss man extrem investieren und hat ein großes Kostenrisiko in allen Bereichen. Gleichzeitig braucht man viel Zeit und vor allem den Willen ...

6 Kommentare

Re: Existenzgründung nach Transferzeit - bekomme ich alg 1?

WiWi Gast

hallo, danke für eure antworten. Ich sehe das auch so, dass ich frei entscheiden darf, was ich beruflich machen möchte. In die Staatskasse hab ich genug eingezahlt! mir reicht ALG I für max 12 Mon ...

2 Kommentare

International Tax/M&A Tax selbständig machen?

WiWi Gast

In diesem Bereich geht es vor allem oft um große Summe, sodass du dir als Einzelkämpfer gar keine ausreichende Berufshaftpflichtversicherung leisten kannst. Dazu erfordern diese Bereiche auch ein sehr ...

Artikel kommentieren

Als WiWi Gast oder Login

Zum Thema Hochschulabsolventen

Stein ins Rollen bringen. Etwas in die Hand nehmen.

Hochschulen mit bester Gründungskultur in München, Lüneburg und Leipzig

Drei Hochschulen mit Vorbildcharakter: Wer hier studiert oder arbeitet, wird bestens vorbereitet, um anschließend in einer eigenen Firma sein erlerntes Wissen in die Praxis umsetzen zu können. Die drei Bestplatzierten zeigen, dass es an jeder Hochschule eine lebendige Gründungskultur geben kann, egal ob es sich um eine große oder kleine, staatliche oder private Hochschule handelt.

Weiteres zum Thema Existenzgründung

Zahlreiche Lastwagen stehen mit dem Führerhaus nach vorne in einer Reihe.

Mittelstand: 620.000 Unternehmensnachfolger bis 2018 gesucht

Den mittelständischen Unternehmen in Deutschland fehlen die Unternehmensnachfolger. Jeder sechste Mittelständler plant bis zum Jahr 2018 die Firma zu übergeben oder zu verkaufen. Das sind etwa 620.000 kleine oder mittlere Unternehmen (KMU) mit vier Millionen Beschäftigten. Für die Unternehmensübergabe mangelt es jedoch an Nachfolgern, die ein mittelständisches Unternehmen weiterführen wollen. Es gibt dreimal so viele übergabebereite Unternehmen wie Übergabegründer, so das Ergebnis des KfW-Mittelstandspanels 2016.

Herausforderung-Unternehmertum Startups Stipendium

Startup-Stipendien für Studierende fördern Gründer-Knowhow

Egal ob gewinnorientiertes Business oder gemeinnütziges Social Startup – mit ihrer Gründungsidee können sich Studierende für das Förderprogramm »Herausforderung Unternehmertum« bewerben. Das Bildungsprogramm für Gründer ist eine Initiative der Heinz Nixdorf Stiftung und der Stiftung der Deutschen Wirtschaft. Bereits im Studium sollen Startup-Knowhow vermittelt und Ideen ausprobiert werden. Die Gewinner erhalten eine einjährige Förderung und finanzielle Unterstützung von bis zu 15.000 Euro. Bewerbungsschluss ist der 19. August 2016.

Frauen machen sich seltener selbstständig als Männer

Unternehmensgründungen sind nach wie vor eine männliche Domäne. 2014 lag die Quote der 18- bis 64-jährigen Männer, die in den letzten dreieinhalb Jahren gegründet haben oder aktuell planen, ein Unternehmen zu gründen, in Deutschland bei 6,5 Prozent. Die Gründungsquote der Frauen betrug lediglich vier Prozent. Dies zeigen neue Ergebnisse aus dem „Global Entrepreneurship Monitor“, die das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) am Dienstag veröffentlichte.

Beliebtes zum Thema Berufseinstieg

Studien-Cover »Recruiting Trends 2018«

Recruiting Trends 2018: Jobbörsen sind Shooting Star

Online-Jobbörsen profitieren bei den Recruiting-Budgets in 2018 mit einem Anstieg von 28 auf 45 Prozent am meisten. Durch den Fachkräftemangel wird das Recruiting von Berufserfahrenen zum wichtigsten Thema im Recruiting. Es verdrängt damit das Arbeitgeberimage von Rang eins. Für fast 80 Prozent der Unternehmen gehörten Social Media Recruiting und Active Sourcing zudem zu den Top Themen. Shooting Stars der Recruiting Technologie sind Mitarbeiterempfehlungsplattformen, Videointerviewlösungen und Talentsuchmaschinen. Dies sind Ergebnisse der Studie "Recruiting Trends 2018" vom Institute for Competitive Recruiting.

Ein Pfeiler mit der roten Aufschrift: Hot Spot - Der WLAN Zugang ins Internet.

Jobrekord: ITK-Branche mit 40.000 neuen Arbeitsplätzen

Die ITK-Branche wächst weiterhin stark. Mit einem prognostizierten Umsatzplus von 1,7 Prozent auf 164 Milliarden Euro werden im laufenden Jahr etwa 42.000 neue Arbeitsplätze entstehen. Wachstumstreiber ist vor allem die Informationstechnologie, die ein Umsatzplus von 3,1 Prozent und 88 Milliarden Euro verbucht. Software und IT-Services legen mit 6,3 Prozent am stärksten zu. So lauten die Prognosen des Digitalverbandes Bitkom für die ITK-Branche im Jahr 2018.

Berufseinstieg in NRW: Die NRW-Flagge flattert im Wind.

Jobsuche: Bayern, NRW und BW sind für Absolventen attraktiv

Absolventen, Fachkräfte und Führungskräfte suchen bundesweit Jobs. Besonders beliebt sind jedoch Arbeitgeber in den Bundesländern Baden-Württemberg, Bayern und Nordrhein-Westfalen. Am unattraktivsten empfinden Fachkräfte und Führungskräfte Mecklenburg-Vorpommern und das Saarland. Zu diesen Ergebnissen kommt die Studie „Attraktive Arbeitgeber 2016“ der Jobbörse Berufsstart.de.

Blick auf Berufseinstieg: Der Gesichtsausschnitt einer Frau mit Auge und Augenbraue.

Bildung auf einen Blick 2016: Start ins Berufsleben funktioniert

Die aktuelle OECD-Studie „Bildung auf einen Blick 2016“ bestätigt: Die deutsche Erwerbslosenquote liegt in allen Bildungsbereichen unter dem OECD-Durchschnitt. Das berufliche Bildungssystem in Deutschland beweist seine Stärke durch den reibungslosen Übergang von der Ausbildung in den Beruf. Der Bericht zeigt, wer einen Studienabschluss ergreift, hat einen Gehaltsvorteil von mehr als 50 Prozent. Im Ländervergleich sind in Deutschland besonders MINT-Studiengänge beliebt.