DieManager von Morgen WiWi-TReFF.de - Zeitung & Forum für Wirtschaftsstudium & Karriere
ExistenzgründungRechtsformen

Gründungsgeschehen 2009: Unternehmergesellschaft wird angenommen

Mit Inkrafttreten des Gesetzes zur Modernisierung des GmbH-Rechts und zur Bekämpfung von Missbräuchen zum 1. November 2008 haben Existenzgründer die Möglichkeit als Rechtsform die Unternehmergesellschaft (Mini-GmbH) zu wählen.

Ein kleines, altes Holzschild mit der schwarzen Aufschrift Büro und einem Pfeil nach rechts hängt an einer Hauswand.

Gründungsgeschehen 2009: Unternehmergesellschaft wird angenommen
Bonn, 10.05.2010 (ifm) - Mit Inkrafttreten des Gesetzes zur Modernisierung des GmbH-Rechts und zur Bekämpfung von Missbräuchen zum 1. November 2008 haben Existenzgründer die Möglichkeit als Rechtsform die Unternehmergesellschaft (Mini-GmbH) zu wählen. In 2009 machten knapp 9.800 Unternehmensgründer von dieser Möglichkeit Gebrauch.

Insgesamt lag die Zahl der Existenzgründungen in 2009 in der gewerblichen Wirtschaft mit knapp 412.600 um 3,3  Prozent höher als im Vorjahr. Darunter sind 43.741 Unternehmensübernahmen (Erbfolge, Kauf, Pacht), 263.756 Gründungen eines Kleingewerbes und 105.103 Betriebsgründungen mit größerer wirtschaftlicher Bedeutung, also Gründungen von Hauptniederlassungen, enthalten. Die Unternehmergesellschaft spielt aufgrund der notwendigen Eintragung ins Handelsregister nur bei der Gründung einer Hauptniederlassung eines Betriebs eine Rolle. Rund 9  Prozent aller Gründungen in diesem Segment wurden in der neuen Rechtsform der Unternehmergesellschaft vollzogen.

Die Unternehmergesellschaft ermöglicht auch Existenzgründern mit begrenzten finanziellen Mitteln, beim Schritt in die Selbstständigkeit das Rechtskleid einer Kapitalgesellschaft mit Haftungsbeschränkung zu wählen. Neben der Haftungsbeschränkung lassen insbesondere die geringen Gründungskosten die Unternehmergesellschaft für viele Existenzgründer im Vergleich zur GmbH attraktiv erscheinen.

Bereits im Rahmen einer EU-weiten Vergleichsstudie konnte das IfM Bonn zeigen, dass die Kosten von Gründungsverfahren in Deutschland im Jahr 2009 durch die Einführung der Unternehmergesellschaft deutlich gesunken sind. Während die administrativen Gründungskosten 2007 noch bei 792 Euro lagen, waren 2009 nur 166 Euro aufzuwenden. 

Im Forum zu Rechtsformen

66 Kommentare

Unternehmensformen Lernkarte

WiWi Gast

Hat jemand die Vor- und Nachteile sowie Eigenschaften (z.B. Höhe des Gründungskapitals) von Rechtsformen (AG, GmbH, OHG, KG, Einzelunternehmung) mal irgendwo zusammengefasst gefunden ??? Ich würde mi ...

7 Kommentare

Wann Job kündigen?

WiWi Gast

Ich bin neben dem Job selbstständig. Mittlerweile durch die Selbstständigkeit mehr Einkommen als durch den Job. Gespart auch schon einiges, Eigentum, Depot, Notgroschen, geordnete Finanzen, ... Wan ...

8 Kommentare

Eigens "Ding" starten. Freelance bzw. Startup. ALG 1

WiWi Gast

Hallo zusammen, ich überlege schon seit längerem mein eigenes Unternehmen zu gründen oder auch als Freelancer anzufangen. Paar Daten zu mir: bin 30 und fest angestellt und habe 4 Jahre BE. Was p ...

32 Kommentare

Nebenberuflich Business hochziehen?

WiWi Gast

yo leute. ich habe einen relativ entspannten 9-5 job in einem IGM 35h DAX- Konzern und bekomme 85k brutto (all incl.) eigentlich cool. aber ich habe echt teilweise nur 2-3h effektiv etwas zu tun und ...

18 Kommentare

IT Freelancer - soll ich den Schritt wagen?

WiWi Gast

Hallo zusammen, hat jemand von euch Erfahrungen mit IT Freelancer Leben. Ich bin am Überlegen ob ich den Schritt wagen soll. Zu den Gründen: Nicht das Geld sonder eher mein Langweiliges Arbeitsumfeld ...

2 Kommentare

Shopify/FBA Nebenberuflich

WiWi Gast

hey leute, ein großteil der wiwi-treff community ist ja offenbar nebenberuflich im ecommerce unterwegs. aber wieviel verdient ihr da wirklich? scheint ja relativ easy zu sein. amazon fba oder shop ...

10 Kommentare

Rechtsform-Wahl

WiWi Gast

Hallo WiWis! Mein Onkel A (SAP-Spezialist) möchte ein Unternehmen gründen und sich selbständig machen. Er selbst hätte 7.500 zur Verfügung, möchte aber nicht privat haften. Sein Bruder B würde mit ih ...

Artikel kommentieren

Als WiWi Gast oder Login

Zum Thema Rechtsformen

Weiteres zum Thema Existenzgründung

Gründungsradar: Spitzenunis für Gründer sind TU und HS München, Uni Lüneburg und HHL Leipzig

Studenten, die eine Zukunft als Gründer oder Gründerin einschlagen wollen, sollten hier studieren: An der Technischen Universität München, Hochschule München, Leuphana Universität Lüneburg und HHL Leipzig Graduate School of Management wird am besten für eine Unternehmensgründung ausgebildet. Das zeigt der aktuelle Gründungsradar des Stifterverbandes zur Gründungskultur an Hochschulen in Deutschland.

Hochschulen: Gründungsneigung bei angewandter und multidisziplinärer Forschung höher

Wissenschaftler an Hochschulen verfügen über innovatives Wissen, was ideale für Unternehmensgründungen ist. Die Befragung von 5.992 Wissenschaftlern an 73 deutschen Hochschulen zeigt, dass Forschungsanreize und die erfolgreiche Vermarktung eigener Forschungsergebnisse, aber auch Rollenvorbilder im kollegialen Umfeld, Netzwerke – hier insbesondere zu externen Partnern – und spezifische Infrastrukturangebote gründungsfördernd wirken.

Beliebtes zum Thema Berufseinstieg

Segelboote mit dem BMW-Symbol auf offener See mit Wind in den Segeln.

Unternehmensranking 2017: Die Top 100 Arbeitgeber für Wirtschaftswissenschaftler

Doppelsieg für BMW als beliebtester Arbeitgeber bei den Absolventen der Wirtschaftswissenschaften und dem Ingenieurwesen. Gefolgt von Audi, Daimler und Porsche ist die Automobilindustrie erneut die attraktivste Branche. PwC ist die einzige Wirtschaftsprüfungsgesellschaft und McKinsey die einzige Unternehmensberatung unter den Top 10 Arbeitgebern für Wirtschaftswissenschaftler. Die Beratungen gehören insgesamt zu den großen Gewinnern im Ranking. Die Deutsche Bank fällt in der Finanzbranche erstmals hinter EZB und Goldman Sachs von Platz 27 auf 43. Das zeigt die Business Edition des aktuellen trendence Graduate Barometer 2017.

Screenshot: Jobtrends-Studie 2017 von Kienbaum und Staufenbiel.

JobTrends 2017: Gute Jobaussichten für Wirtschaftswissenschaftler

Was Berufseinsteiger im Jahr 2017 wissen müssen, dem ist die JobTrends-Studie von Staufenbiel und Kienbaum nachgegangen. Personaler checken Bewerbungen oft nur in maximal fünf Minuten. In nur sechs Prozent der Fälle googlen Entscheider den Namen der Bewerber. Punkten können Absolventen beim Berufseinstieg eher mit Praxiserfahrung als mit einem guten Studienabschluss. Beim Gehalt können Berufseinsteiger aktuell fünf bis zehn Prozent mehr heraushandeln.

Ein spanischer Stier aus Metall steht für Konjunktur und den Ifo-Geschäftsklimaindex.

Unternehmensranking 2017: Top 25 WP-Gesellschaften und Steuerberatungen

Die Schere zwischen den Big Four und den übrigen Wirtschaftsprüfungsgesellschaften und Steuerberatungsgesellschaften in Deutschland geht weiter auseinander. PricewaterhouseCoopers (PwC) führt weiterhin die Spitze der Top 25 WP-Gesellschaften und Steuerberatungen an. Im Schnitt sind die 25 nach Inlandsumsatz führenden WP-Gesellschaften und Steuerberatungen um 7,2 Prozent gewachsen. Die Deutschlandumsätze der Big Four stiegen sogar um 11,8 Prozent. Dies sind Ergebnisse aus dem Unternehmensranking 2017 von Lünendonk.

HELP - Eine Bürotasse zeigt ein Männchen hinter einem Aktenberg, das um Hilfe ruf.

Deutschen ist Arbeitsumfeld wichtiger als hohe Bezahlung

Drei Viertel aller Berufstätigen in Deutschland macht ihr aktueller Job Spaß. Ein gutes Betriebsklima und flexible Arbeitszeiten locken Bewerber und Jobwechsler an. Lediglich acht Prozent arbeiten allein für das Gehalt. Das Meistern von Herausforderungen und Produzieren von guten Ergebnissen steht für 26 Prozent im Vordergrund, die Arbeit im Team und die Zeit mit den Kollegen für 15 Prozent. Eine sinnvolle Tätigkeit auszuüben, motiviert 12 Prozent der Berufstätigen in Deutschland. Das zeigt die Studie „Beruf und Karriere 2017" der CreditPlus Bank AG.

Schild mit der Aufschrift "Exit".

Jeder vierte Arbeitnehmer ist auf dem Absprung

Knapp 70 Prozent der Angestellten ist die Gesundheit wichtiger als Wohlstand. Neben der Vergütung ist Freizeit und Urlaub aktuell der wichtigste Faktor bei der Arbeitgeberwahl. Pluspunkte bei der Arbeitgeber sind Sabbaticals, zusätzliche Urlaubstagen oder weniger Arbeitsstunden für ein geringeres Gehalt. Nur jedem vierten Mitarbeiter werden derzeit flexible Arbeitsbedingungen genehmigt. Jeder zweite Mitarbeiter rechnet durch Teilzeit oder Home Office zudem mit geringeren Karrierechancen. Die Digitalisierung von HR-bezogenen Aufgaben ist noch kaum entwickelt. Das sind Ergebnisse der Mercer „Global Talent Trends Study“ 2017.

Unister Insolvenzverfahren Rip-Deal

Insolvenzverfahren der Unister Holding GmbH vom Amtsgericht Leipzig eröffnet

Nach dem Unfalltod von Mitbegründer Thomas Wagner und Gesellschafter Oliver Schilling hatte die Unister Holding GmbH den Insolvenzantrag gestellt. Laut dem Magazin Spiegel hat der Reiseportal-Anbieter rund 39 Millionen Euro Schulden. Durch den Insolvenzantrag konnte die Handlungsfähigkeit der Unister-Reiseportal gesichert werden, sodass Buchungen über Fluege.de und Ab-in-den-Urlaub.de weiterhin möglich sind. Aktuelle Berichte offenbaren, dass Thomas Wagner vor seinem Tod auf einen „Rip-Deal“ reingefallen ist.

Feedback +/-

Feedback