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Studie zu Unternehmensgründungen von Hochschulabsolventen

Selbständige Hochschulabsolventen sind mit ihrer Situation fünf Jahre nach dem Studium zufrieden. Dennoch zeigt sich eine Stagnation bei der Selbstständigkeit von Hochschulabsolventen.

Berufsstart, Arbeitsbeginn, Studienbeginn, Fehler

Studie zu Unternehmensgründungen von Hochschulabsolventen
Berlin, 29.05.2005 (bmbf) - Hochschulabsolventen, die sich selbstständig machen, sind mit ihrer beruflichen Situation überwiegend zufrieden. Nach einer aktuellen Auswertung zur »Selbstständigkeit und Unternehmensgründungen von Hochschulabsolventinnen und -absolventen fünf Jahre nach dem Studium« werden von den Befragten vor allem die großen Einflussmöglichkeiten auf Arbeitsinhalte, Organisation und Arbeitsweise positiv bewertet. Die Studie wurde im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) von der HIS Hochschul-Informations-System GmbH erstellt. Sie ist eine gesonderte Auswertung von repräsentativen Befragungen der Examensjahrgänge 1997 und 2001.

Demnach waren die Selbstständigen unter den Absolventen des Examensjahrgangs 1997 fünf Jahre nach dem Examen mit ihrer beruflichen Position deutlich zufriedener (81 Prozent) als die Angestellten (33 Prozent). Dies galt für die Tätigkeitsinhalte, die 83 Prozent der Selbstständigen positiv bewerteten und 69 Prozent der Angestellten. Unter den Selbstständigen bezeichneten 88 Prozent die Möglichkeiten, eigene Ideen einzubringen, als sehr gut - unter den Angestellten waren das 74 Prozent.

Die HIS stellte gleichzeitig eine Stagnation bei der Bereitschaft zur Selbstständigkeit fest. Zwar wies der Absolventenjahrgang 2001 mit mehr als 4 Prozent die höchste Selbständigenquote kurz nach Ende des Studium auf und übertraf die bei vorhergehenden Erhebungen ermittelten Werte deutlich (1989: 2,1 Prozent; 1993: 3,5 Prozent; 1997: 3 Prozent). Gleichzeitig aber sang sank der Anteil derjenigen, die fünf Jahre nach ihrem Studienabschluss selbstständig waren über die Jahre von neun Prozent (1993) auf etwa sieben Prozent (1997).

Selbstständigkeit entstand ganz überwiegend im Dienstleistungssektor, in dem über 90 Prozent der Selbstständigen angesiedelt waren. Fünf Jahre nach dem Studienabschluss zeigte sich im Examensjahrgang 1997, dass vor allem Absolventinnen und Absolventen der Studiengänge Architektur (mit FH-Diplom zu 20%, mit Uni-Diplom zu 8%), Jura (16%) und Psychologie (7%) sowie aus Magisterstudiengängen (9%) selbstständig waren. In der Medizin begann die Phase der Selbstständigkeit zu einem noch späteren Zeitpunkt, was mit dem späteren Abschluss der Facharztausbildung erklärt werden kann. Unterdurchschnittlich selbstständig machten sich innerhalb der ersten fünf Jahre Ingenieure, Naturwissenschaftler und Informatiker. In den Natur- und Ingenieurwissenschaften war erst nach der Promotionsphase mit steigender Selbstständigkeit zu rechnen. Offenbar spielte auch der persönliche Hintergrund eine Rolle. So neigten insbesondere Kinder von Selbstständigen überproportional häufig (12 Prozent) dazu, sich ebenfalls selbstständig zu machen.

Das Einkommen der Selbstständigen lag bei einer sehr großen Bandbreite insgesamt auf dem durchschnittlichen Niveau der angestellten Akademiker. 38 Prozent der befragten Selbstständigen hatten ein Jahreseinkommen unter 30.000 Euro; 24 Prozent verdienten über 60.000 Euro im Jahr. Etwa 40 Prozent der Selbstständigen beschäftigten keine weiteren Mitarbeiter, 13 Prozent hatten mindestens 20 Mitarbeiter; 2 Prozent über 100 Mitarbeiter.

Download der Studie [pdf, 1 MB]

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