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Gründungsradar 2018: TU München, Oldenburg und HHL Leipzig sind "Gründerunis"

Studenten, die eine Zukunft als Gründer oder Gründerin einschlagen wollen, sollten hier studieren: An der Technischen Universität München, Carl von Ossietzky Universität Oldenburg und HHL Leipzig Graduate School of Management wird am besten für eine Unternehmensgründung ausgebildet. Das zeigt der aktuelle vierte Gründungsradar 2018 des Stifterverbandes zur Gründungskultur an Hochschulen in Deutschland.

Gründungsradar 2018: Eine keimende grüne Pflanze symbolisert die Gründung eines Startup-Unternehmens.

Welche Hochschule bringt die meisten Gründer hervor?
Wer in München, Lüneburg oder Leipzig studiert, wird am besten vorbereitet, nach dem Studium ein eigenes Unternehmen zu gründen. Sie gelten als die Besten im Hochschulranking hinsichtlich ihrer Gründungskultur. Das ergab der Gründungsradar 2018 des Stifterverbandes und der Nixdorf Stiftung, gefördert vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie. 

Von der Hochschule in die eigene Firma –- Studierende in München, Oldenburg oder Leipzig haben durch ein exzellentes Gründungsklima exzellente Voraussetzungen, ihr erworbenes Wissen in eine Geschäftsidee umzuwandeln. Immer mehr Studierenden und Absolventen gelingt es dort, ihre Ideen und ihr Wissen aus der Hochschule in die Gesellschaft und in die eigene Firma zu tragen. Nach dem aktuellen Gründungsradar gehören folgende Hochschulen– je nach Größe –zu den Spitzenreitern beim Thema Gründungsförderung:


Investitionen in die Gründungsförderung lohnt sich
Insgesamt haben fast alle teilnehmenden Hochschulen ihr Engagement in der Gründungsförderung seit 2012 intensiviert. Die durchschnittliche Gesamtpunktzahl je Hochschule stieg von 8,9 Punkten in 2012 und 9,6 Punkten in 2016 auf 9,9 Punkte in 2018. Dabei gab es Leistungssteigerungen in allen vier Bereichen: Gründungssensibilisierung und –unterstützung, institutionelle Verankerung sowie Gründungsaktivitäten.

Die Universität Oldenburg ist von Platz 2 aufgerückt. Die beiden anderen Hochschulen haben ihren Platz verteidigen können. Insgesamt hat sich das Gründungsklima an dem Großteil der befragten Hochschulen seit 2012 verbessert. Sie sensibilisieren ihre Studierende für Gründungen und unterstützen Interessierte umfangreich mit entsprechenden Maßnahmen. Das Thema ist bei den meisten Institutionen strategisch verankert, bei 82 Prozent der Hochschulen ist es einem Mitglied der Hochschulleitung zugeordnet. Dies wird durch die Hochschulen als ein Erfolgsfaktor angesehen.

"Seit der ersten Erhebung im Jahr 2012 hat sich die Gründungskultur an den Hochschulen etabliert. Das ist eine großartige Entwicklung", fasst Andreas Schlüter, Generalsekretär des Stifterverbandes, die Ergebnisse des Gründungsradars zusammen. "Es ist eine große bundesweite Herausforderung, die Ressourcen für Gründungen langfristig zu sichern." Horst Nasko, Vorstand der Heinz Nixdorf Stiftung, ergänzt: "Gründungen sind Treiber von Innovation. Mit ihrem herausragenden Gründergeist leisten die Hochschulen einen bedeutenden Beitrag zur Stärkung des Mittelstandes."

Drei von vier Euro, die für Gründungsförderung ausgegeben werden, finanzieren die Hochschulen über Drittmittel. Um in den nächsten Jahren die Gründungsaktivitäten weiterzuentwickeln und auszubauen, empfehlen die befragten Hochschulen die langfristige Sicherung und Vereinfachung der Finanzierung durch Bund und Land.

"Nicht nur die Gründungsaktivitäten, sondern auch die Zahl der Hochschulstandorte mit exzellenter Gründungskultur nehmen zu", sagt Christian Hirte, parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Wirtschaft und Energie. "Dabei haben Hochschulen, die über das EXIST-Förderprogramm des Bundes unterstützt werden, eine Vorreiterrolle inne. Die Gründungsförderung ist eine der zentralen Aufgaben von Hochschulen, um innovativ zu sein. Das muss in der gesamten Hochschullandschaft dauerhaft noch mehr verankert werden. Deshalb hat das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie die Mittel für das Förderprogramm EXIST deutlich erhöht."


Kernergebnisse des Gründerradars 2018

Kernergebnisse zum Schwerpunkthema Gründungsaktivitäten

Dazu Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier: „Ausgründungen aus Hochschulen bringen die PS aus der Wissenschaft auf die Straße. Im Zuge meiner Gründungsoffensive haben wir die neue EXIST-Förderrichtlinie EXIST-Potentiale gestartet. Damit unterstützen wir in den nächsten Jahren die Hochschulen weiter beim Auf- und Ausbau ihrer Gründungsangebote. Ziel ist dabei, die Gründungsförderung noch stärker in der Breite und dauerhaft in der Hochschullandschaft zu verankern.“

Hochschulen definieren vier wichtige Erfolgsfaktoren in der Gründungskultur

  1. Vernetzung mit externen Akteuren
  2. Hochschulinterne Verknüpfung von Lehre, Forschung und Beratung
  3. Zuordnung des Themas zu einem Mitglied der Hochschulleitung
  4. Motivation der Professoren in den gründungsrelevanten Bereichen, sich an der Gründungsförderung zu beteiligen

Download Gründungsradar 2018 [PDF, 60 Seiten - –1,3 MB]
http://www.gruendungsradar.de/download/file/fid/175

Leser-Kommentare

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WiWi Gast

Gründungsradar 2018: TU München, Oldenburg und HHL Leipzig sind "Gründerunis"

Interessant, dass sich die TUM und HHL schon länger beständig oben halten. Scheinen ja wirklich nachhaltig das Thema zu forcieren.

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