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BWL Einstieg mit großen Ambitionen

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WiWi Gast

BWL Einstieg mit großen Ambitionen

Guten Abend,

hier die Kurzfassung: kein Bock mehr auf aktuellen Job/"Beruf"; will ein Fernstudium beginnen in Richtung BWL, unschlüssig ob Fernuni Hagen oder IUBH (Ziel ist es im Kapitalmarkt und/oder Investmentbanking tätig zu sein); bin über eure Ratschläge, wie und wann ich mich für Praktika bewerbe sehr dankbar;

etwas längere Version:
Bin 22, Geselle im gewerblich-technischen Bereich und habe mit 18 eine Ausbildung begonnen, die mich in keinster Weise (mehr) glücklich macht und vollkommen BWL-fremd ist, was mich einfach nur ankotzt. Fachhochschulreife ist vorhanden, aber eher schlecht als recht. Das war mir damals egal, weil ich nur schnell Kohle verdienen wollte und die Möglichkeiten, die man hat, gar nicht kannte bzw. wahrgenommen habe. Um nicht die nächsten 45-50 Jahre im Scheißjob mit Scheißgehalt zu verrotten, entscheide ich mich jetzt dazu mein Berufsleben in die, für mich, richtige Richtung zu bringen und mit einem BWL-Bachelorstudium zu beginnen. Im Gegensatz zu den Abinoten, will ich alles geben um mit 1,x abzuschließen und bin jederzeit bereit meinen jetzigen Job zu kündigen, um über die nächsten drei Jahre längere Praktika zu absolvieren. Ziel ist der Kapitalmarkt bzw. Investmentbanking, auch wenn ich dafür umziehen müsste. Ich bin mir dessen bewusst, dass das keine 9-5 Jobs sind-umgekehrt will ich was reißen und von nichts kommt nichts. Meine konkreten Fragen an euch:
-Bachelor Fernuni Hagen oder IUBH ? Welchen Schwerpunkt wählen?
-Wann für das erste Praktikum bewerben? Beginn des 2. Semesters, früher, später, wie lange?
-Nur auf Banken fokussieren oder ruhig auch mal ein halbes Jahr Praktikum bei einer Unternehmensberatung absolvieren (z.B. pwc)?
-Auslandsaufenthalt/Praktika ein MUSS? Wenn ja, welche Länder/Regionen und Branchen?
-Wie wirkt man allgemein auf die zuständigen Führungskräfte, wenn man "urplötzlich" den Beruf wechselt?

Danke für eure Zeit und Ratschläge!

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WiWi Gast

BWL Einstieg mit großen Ambitionen

Mach deinen Meister und mach dich selbständig. Verfolge das mit dem selben Elan wie ein (angehender) Invetmentbanker. Bedanke dich dann aber gefälligst in 10 Jahren bei mir.

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WiWi Gast

BWL Einstieg mit großen Ambitionen

Bachelor an einer FH vollzeit dann Uni MSc, sollte für viele Banken reichen wenn 1.X Ziel ist.

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WiWi Gast

BWL Einstieg mit großen Ambitionen

Mit demselben Elan kannst du als selbstständiger Handwerker (Firmengründung) mehr erreichen. Und ehrlichere Arbeit ist es auch.

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WiWi Gast

BWL Einstieg mit großen Ambitionen

WiWi Gast schrieb am 27.01.2020:

Mach deinen Meister und mach dich selbständig. Verfolge das mit dem selben Elan wie ein (angehender) Invetmentbanker. Bedanke dich dann aber gefälligst in 10 Jahren bei mir.

Themenstarter hier:
Ich werde dran denken :)
Mit gerwerblich-technisch meine ich übrigens nicht das Handwerk, da wäre ja tatsächlich einiges zu machen...gelernt habe ich in der chemischen Produktion, bin also Chemikant. Da ist der Meister/Techniker ungefähr so gefragt wie ein Bäckereifachverkäufer in der Astronomie. Selbstständigkeit ist eine schöne Sache, nur wenn es so sein soll, dann ganz klar nur im Wirtschaftssektor (z.B. Vermögensverwaltung, Investmentbereich etc.). Dafür benötige ich, in meinen Augen, das Studium.
Es ist nicht so dass ich "einfach studieren" will, sondern das als Türöffner für Möglichkeiten sehe. Ich kann niemandem zu mehr Vermögen verhelfen, und mir schon gar nicht, wenn einfach keine Praxis da ist. Die will ich sammeln.

Ein Verwandter war mal selbstständig und hat sehr gutes Geld verdient, kein Studium, keine Ausbildung in dem Bereich. Er wusste einfach wie es geht ein hochwertiges Produkt an den Investor zu bringen. Seine Erfahrung: Die Studierten, wie er sagte, und ganz schlimm die Promovierten, wollen einem die Expertise nicht glauben und das will ich persönlich einfach vermeiden. Davon abgesehen habe ich einfach Bock drauf Erfahrung im Haifischbecken zu sammeln. Deshalb zur ursprünglichen Frage:
IUBH für knapp 11k oder Uni Hagen für ~2,5k€? Und wann das erste Praktikum anstreben?

Danke

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WiWi Gast

BWL Einstieg mit großen Ambitionen

Wenn dann Hagen. Ist ne Top Uni aber wohl eher nicht zielführend für dich. Unterschätze auch bitte das Studium nicht (auch wenn es nur WiWi ist), nur weil in Kreisen wohl über die dummen Studierten hergezogen wird. Der Zug für vernünftiges Investment Banking ist für dich wohl schon abgefahren. Meine Empfehlung: Suche dir ein Duales Studium im Finanzbereich (sofern du da wirklich hinwillst). Also zB bei einer Bank oder in der Vermögensverwaltung. Dann kannst dich wenigstens darauf konzentrieren, hast schonmal den Einstig und bekommst auch noch Geld. Wenn du es dort so nicht hinschaffst, dann erst Recht nicht mit einem BWL Fernstudium.

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WiWi Gast

BWL Einstieg mit großen Ambitionen

WiWi Gast schrieb am 28.01.2020:

Es ist nicht so dass ich "einfach studieren" will, sondern das als Türöffner für Möglichkeiten sehe. Ich kann niemandem zu mehr Vermögen verhelfen, und mir schon gar nicht, wenn einfach keine Praxis da ist. Die will ich sammeln.

Mit dem Ansatz kommen die wenigsten weit. Vor allem abseits vom M&A sind im Investment Banking zT sehr nerdige Menschen unterwegs. Als "Pragmatiker" kannst du einer Oma vielleicht Hebelderivate oder Fremdwährungs-Schifffonds aufschwatzen, aber ansonsten wird es eng. Das 20. Jhd und das Banking dieser Zeit ist (zum Glück) vorbei. Auch im Tagesgeschäft wirst du häufig wissenschaftliche Paper lesen oder dir Vorträge von Professoren anhören müssen, sonst hängt dich der Markt schnell ab.

Ein Verwandter war mal selbstständig und hat sehr gutes Geld verdient, kein Studium, keine Ausbildung in dem Bereich. Er wusste einfach wie es geht ein hochwertiges Produkt an den Investor zu bringen.

Klingt stark nach Drückerkolonne...

Seine Erfahrung: Die Studierten, wie er sagte, und ganz schlimm die Promovierten, wollen einem die Expertise nicht glauben und das will ich persönlich einfach vermeiden.

Sowas sagen auch Heiler und Schamane. Ein Medizinstudium ist wichtig und richtig. Das gleiche gilt für finanzwirtschaftliche Qualifikationen, die einen Teil der VWL darstellen.

Deshalb zur ursprünglichen Frage:

IUBH für knapp 11k oder Uni Hagen für ~2,5k€? Und wann das erste Praktikum anstreben?

Ich finde beide Optionen ökonomisch und aus wissenschaftlicher Sicht nicht erstrebenswert. Dann lieber an irgendeine Uni in einer der großen deutschen Städte oder in den Niederlanden. Wenn wirklich nur die beiden Optionen bestehen, dann nimm Hagen.

Das erste Praktikum kannst du nach 3-4 Semestern ins Auge fassen. Etwas an der Schnittstelle zur Chemiebranche kann für dich gut klappen, da du entsprechende Erfahrungen mitbringst. Wenn du davor schon Zeit hast, kannst du z.B. über AIESEC Auslandserfahrung sammeln indem du ein soziales Projekt unterstützt. Das hilft auch bei späteren Bewerbungen weiter...

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WiWi Gast

BWL Einstieg mit großen Ambitionen

WiWi Gast schrieb am 27.01.2020:

Mach deinen Meister und mach dich selbständig. Verfolge das mit dem selben Elan wie ein (angehender) Invetmentbanker. Bedanke dich dann aber gefälligst in 10 Jahren bei mir.

Hahahahahah. +9000000
Ich gebe dem Kollegen absolut recht. IB ist schon geil aber dafür bist du etwas zu spät dran, sodass zumindest die top tier IB Banken/Boutiques fast vergessen kannst.

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WiWi Gast

BWL Einstieg mit großen Ambitionen

Hier nochmal der, der dir zu Meister + Selbständigkeit und wenn überhaupt, dann zum Dualen Studium geraten hat.
Ich freue mich immer, wenn ich junge und motivierte Leute sehe. Umso mehr schmerzt es daher, wenn ich diesen Leuten die Realität vor Augen halte. Ich zweifle nicht daran, dass du den Job und das Studium im Bezug auf Aufwand und kognitiver Anforderungen schaffst. Mir geht es um die Gesamtumstände. Sehr sehr häufig komme ich mit jungen Menschen ins Gespräch, die eine Lehre angefangen haben, aber erst nach einiger Zeit merken (manchmal nach 2 Monaten nach Beginn, manchmal auch erst 3 Jahre nach Abschluss), dass Arbeit meistens ziemlich scheiße ist und die Entlohnung dafür auch noch unterirdisch ist. Dann schauen sich viele nach Alternativen um, typisch sind:

  • Berufsschullehrer
  • Auswandern in die Schweiz, ein skandinavisches Land, Australien oder USA weil dort ja alles viel besser ist und sie dort würdige Bedingungen erwarten im Vergleich zur gemeinen Bundesrepublik
  • fachfremd selbständig machen um schnell "finanziell frei zu werden" indem man "online marketing macht" oder Abnehmpillen bzw. daytrading Kurse im Pyramidensystem vertickt
  • Etwas studieren was laut Internet (oder noch schlimmer laut Onkel Ludwig) später viel Kohle abwirft, man ist sich sicher dass man es schafft schließlich wusste schon Opa Heinrich dass Studenten eigentlich blöd sind und der Grund, dass man den Schulabschluss vermasselt hat ist natürlich ausschließlich weil man unreif war/es einen nicht interessiert hat/man oft feiern war/die Lehrer einen nicht mochten

Der Grund, warum ich mir Zeit für dich nehme ist, weil du von der Art wie du schreibst her sympathisch und klug wirkst, nicht so wie die meisten die ich oben beschrieben habe. Meine Empfehlungen für dich ganz persönlich hier nochmal aufgeführt:

  • falls es dir wichtig ist, im Finanzbereich zu landen: mach ein Duales Studium bei einem Finanzdienstleister. Wichtig: nix unseriöses, gerne kannst du dich diesbezüglich hier im Forum vergewissern wenn du passende Angebote hast. Der Vorteil für dich ist einerseits das Gehalt während des Studiums, aber auch das ordentliche Gehalt später.
  • Überleg dir, ob Berufsschullehrer für dich eine Option ist. Man wird nicht reich aber für dich wäre ein gutes Gehalt zu attraktiven Arbeitszeiten drin. Sei dir aber auch den Nachteilen bewusst
  • Arbeite einfach weiter und mach dich nebenbei Selbständig. Wichtig: Nichts unseriöses wie Strukturvertrieb, online Marketing Geschichten oder sonstiger Schund. Geht man davon aus, dass du als Investmentbanker auch 70-80h die Woche arbeiten würdest, hättest neben deinem Beruf noch 30-40 Stunden. Das reicht für was ordentliches
  • Mein Favorit: Bleib in deinem Bereich und bilde dich dort weiter um beruflich voran zu kommen. Ich empfehle ein Duales Studium im Bereich der chemischen Produktion oder alternativ auch was Richtung BWL bei einem Chemieunternehmen. Notfalls auch ein Fernstudium neben dem Beruf wenn du denkst dass es dir etwas bringt.

Warum empfehle ich dir ein Duales Studium so sehr? Du trägst durch deinen Lebenslauf eine hands on Mentalität nach außen. Groß akademisch scheint bei dir nicht viel zu laufen, ist aber auch nicht schlimm. Gerade beim Dualen Studium ist eine praktische Veranlagung gefragt. Deine Berufserfahrung und Ausbildung solltest du für dich nutzen (deshalb: bleib in deiner Branche). Fürs IB bist du zu alt und abgenutzt, da gibt's jüngere mit besseren Noten. Die gibt's auch beim Duales Studium, aber gegen die kannst du dich durchsetzen wenn du deine Story als Praktiker verkaufst. Ist ja auch nicht so, dass die Branche schlimm ist. Schätz dich glücklich wenn du in der Chemiebranche bleibst, dort werden sehr sehr gute Gehälter gezahlt und im Vgl zu vielen anderen wie den Autobauern hast du mehr Sicherheit.

Cheers

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WiWi Gast

BWL Einstieg mit großen Ambitionen

Ich halte das ganze Unterfangen für kritisch und finde beide Hochschulen nicht gut:

IUHB:
Die meisten privaten Hochschulen haben eigentlich nicht den Zweck einen kompletten Richtungswechsel zu ermöglichen, sondern dich gezielt in einem Bereich weiterzubilden. Ich will nicht die Diskussion duales Studium vs Uni lostreten aber der große Vorteil des dualen Studiums fällt weg, wenn parallel fachfremd gearbeitet wird.

Fernuni Hagen:
Ich habe selbst mal an der fernuni studiert und bin kurz darauf an eine Präsenz Uni gewechselt, meine Meinung ist daher vielleicht etwas voreingenommen. Ich halte die Fernuni Hagen für sehr schwer. Nicht nur wegen des Anspruchs, sondern weil es sehr schwer ist am Ball zu bleiben. Neben der Arbeit in Vollzeit den bachelor in 3 Jahren mit 1,.. zu schaffen halte ich für eine Mammut Aufgabe die nur ganz wenige schaffen (ich nicht). Realistisch ist eher die Note 2-3 in 5-6 Jahren. Die fernuni setzt nicht grundlos 6 Jahre für einen Bachelor in teilzeit an.

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WiWi Gast

BWL Einstieg mit großen Ambitionen

Bei mir war es recht ähnlich wie bei dir.

Ausbildung Chemikant
1,5 Jahre in dem Unternehmen gearbeitet
B. Eng Verfahrenstechnik + Praktika- und Werkstudententätigkeiten
M. Sc Wing + Praktika und Werkstudententätigkeiten
Bachelor und Masterarbeit in Unternehmen geschrieben.

Gerade 27 geworden und starte bald auf einer E13T Stelle.

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WiWi Gast

BWL Einstieg mit großen Ambitionen

WiWi Gast schrieb am 29.01.2020:

Bei mir war es recht ähnlich wie bei dir.

Ausbildung Chemikant
1,5 Jahre in dem Unternehmen gearbeitet
B. Eng Verfahrenstechnik + Praktika- und Werkstudententätigkeiten
M. Sc Wing + Praktika und Werkstudententätigkeiten
Bachelor und Masterarbeit in Unternehmen geschrieben.

Gerade 27 geworden und starte bald auf einer E13T Stelle.

Klasse!! So soll's laufen lieber TE.

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WiWi Gast

BWL Einstieg mit großen Ambitionen

Wenn man auf Linkedin sucht, dann findet man einen VP in Frankfurt, der auch erst eine handwerkliche Lehre und dann nach und nach in die Finanzbranche gekommen ist. Also es ist durchaus möglich.

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WiWi Gast

BWL Einstieg mit großen Ambitionen

WiWi Gast schrieb am 29.01.2020:

Wenn man auf Linkedin sucht, dann findet man einen VP in Frankfurt, der auch erst eine handwerkliche Lehre und dann nach und nach in die Finanzbranche gekommen ist. Also es ist durchaus möglich.

Einen von wievielen VPs?

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WiWi Gast

BWL Einstieg mit großen Ambitionen

WiWi Gast schrieb am 29.01.2020:

Wenn man auf Linkedin sucht, dann findet man einen VP in Frankfurt, der auch erst eine handwerkliche Lehre und dann nach und nach in die Finanzbranche gekommen ist. Also es ist durchaus möglich.

Einen von wievielen VPs?

  • mit gutlaufenden Handwerksbetrieb hätte er sogar mehr Chancen hinsichtlich Einkommen. Ein VP macht wie viel 350k? Kenne Handwerker mit nur 4 Gesellen die locker soviel Gewinn haben bei BEDEUTEND weniger Zeiteinsatz
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WiWi Gast

BWL Einstieg mit großen Ambitionen

Es gab Mal einen Goldman Chef, der je nach Quelle als Hausmeister oder Portier angefangen hat. Alles ist möglich Jungs. Habe deshalb vor 1,5 Jahren mein Studium abgebrochen und eine Stelle als Hausmeister in Frankfurt bei einer Tier 1 angetreten (bin inzwischen sogar zum facility MANAGER aufgestiegen). Habe auch überlegt als cab driver einzusteigen, siehe Bruce Kovner. Der war clever und hat nach seinem Harvardstudium erkannt, dass Taxifahrer der erste Schritt zum Wohlstand ist!

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WiWi Gast

BWL Einstieg mit großen Ambitionen

Woher kommt in dem Forum eigentlich der dauerhafte Neid gegenüber Handwerker?
Ich habe vollsten Respekt für die Tätigkeit, aber 12h am Schreibtisch sitzen wär mir deutlich lieber als mich 8h hinzubücken und den Boden zu Fließen.

Aber wie heißt es so schön... das Gras ist immer grüner auf der anderen Seite. Bis man mal auf der anderen Seite steht. :)

WiWi Gast schrieb am 29.01.2020:

Wenn man auf Linkedin sucht, dann findet man einen VP in Frankfurt, der auch erst eine handwerkliche Lehre und dann nach und nach in die Finanzbranche gekommen ist. Also es ist durchaus möglich.

Einen von wievielen VPs?

  • mit gutlaufenden Handwerksbetrieb hätte er sogar mehr Chancen hinsichtlich Einkommen. Ein VP macht wie viel 350k? Kenne Handwerker mit nur 4 Gesellen die locker soviel Gewinn haben bei BEDEUTEND weniger Zeiteinsatz
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WiWi Gast

BWL Einstieg mit großen Ambitionen

WiWi Gast schrieb am 29.01.2020:

Woher kommt in dem Forum eigentlich der dauerhafte Neid gegenüber Handwerker?
Ich habe vollsten Respekt für die Tätigkeit, aber 12h am Schreibtisch sitzen wär mir deutlich lieber als mich 8h hinzubücken und den Boden zu Fließen.

Aber wie heißt es so schön... das Gras ist immer grüner auf der anderen Seite. Bis man mal auf der anderen Seite steht. :)

Wenn man auf Linkedin sucht, dann findet man einen VP in Frankfurt, der auch erst eine handwerkliche Lehre und dann nach und nach in die Finanzbranche gekommen ist. Also es ist durchaus möglich.

Einen von wievielen VPs?

  • mit gutlaufenden Handwerksbetrieb hätte er sogar mehr Chancen hinsichtlich Einkommen. Ein VP macht wie viel 350k? Kenne Handwerker mit nur 4 Gesellen die locker soviel Gewinn haben bei BEDEUTEND weniger Zeiteinsatz

Interessanter Weise, verdienen Handwerker aber auch nur im WiWi-Treff soviel :)

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WiWi Gast

BWL Einstieg mit großen Ambitionen

Das hat ja nichts mit Neid zu tun, nur wat ne komische Aussage, einer von 1000 VPs war mal Handwerker, deshalb schaffst du das auch!!!!
Geht ja nicht darum, dass der Typ VP wurde weil er mal Handwerker war, sondern weil er sich am Ende des Tages aufgrund seiner verschiedenen Qualifikationen ggü. Mitbewerbern durchsetzen konnte.

Ich persönlich glaube bspw. nicht, dass der Zug für den TE im Bereich Banking abgefahren ist. Ich würde aber auch nicht an einer Fern-Uni studieren, sondern an einer Präsenz-Uni/FH und darüber den Weg gehen. Ich glaube, dass so gute Noten eher machbar sind & dadurch auch entsprechende Praktika...
Just my two cents

WiWi Gast schrieb am 29.01.2020:

Woher kommt in dem Forum eigentlich der dauerhafte Neid gegenüber Handwerker?
Ich habe vollsten Respekt für die Tätigkeit, aber 12h am Schreibtisch sitzen wär mir deutlich lieber als mich 8h hinzubücken und den Boden zu Fließen.

Aber wie heißt es so schön... das Gras ist immer grüner auf der anderen Seite. Bis man mal auf der anderen Seite steht. :)

WiWi Gast schrieb am 29.01.2020:

Wenn man auf Linkedin sucht, dann findet man einen VP in Frankfurt, der auch erst eine handwerkliche Lehre und dann nach und nach in die Finanzbranche gekommen ist. Also es ist durchaus möglich.

Einen von wievielen VPs?

  • mit gutlaufenden Handwerksbetrieb hätte er sogar mehr Chancen hinsichtlich Einkommen. Ein VP macht wie viel 350k? Kenne Handwerker mit nur 4 Gesellen die locker soviel Gewinn haben bei BEDEUTEND weniger Zeiteinsatz
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WiWi Gast

BWL Einstieg mit großen Ambitionen

Mein Vater ist Meister und hat 6 Angestellte. Er kann sich vor Aufträgen kaum retten. Wobei die Gesellen nicht viel verdienen...

Er verdient mittlerweile knapp 200k Netto (Personal etc alles abgezogen). Das Geld investiert er. Er lebt sehr sparsam. Mache derzeit meinen Meister und im Anschluss ein BWL Studium. Ziel ist die Übernahme des Familienbetriebs mit meinem Bruder inkl. weiterem Ausbau

WiWi Gast schrieb am 29.01.2020:

Woher kommt in dem Forum eigentlich der dauerhafte Neid gegenüber Handwerker?
Ich habe vollsten Respekt für die Tätigkeit, aber 12h am Schreibtisch sitzen wär mir deutlich lieber als mich 8h hinzubücken und den Boden zu Fließen.

Aber wie heißt es so schön... das Gras ist immer grüner auf der anderen Seite. Bis man mal auf der anderen Seite steht. :)

Wenn man auf Linkedin sucht, dann findet man einen VP in Frankfurt, der auch erst eine handwerkliche Lehre und dann nach und nach in die Finanzbranche gekommen ist. Also es ist durchaus möglich.

Einen von wievielen VPs?

  • mit gutlaufenden Handwerksbetrieb hätte er sogar mehr Chancen hinsichtlich Einkommen. Ein VP macht wie viel 350k? Kenne Handwerker mit nur 4 Gesellen die locker soviel Gewinn haben bei BEDEUTEND weniger Zeiteinsatz

Interessanter Weise, verdienen Handwerker aber auch nur im WiWi-Treff soviel :)

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WiWi Gast

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WiWi Gast schrieb am 29.01.2020:

Mein Vater ist Meister und hat 6 Angestellte. Er kann sich vor Aufträgen kaum retten. Wobei die Gesellen nicht viel verdienen...

Er verdient mittlerweile knapp 200k Netto (Personal etc alles abgezogen). Das Geld investiert er. Er lebt sehr sparsam. Mache derzeit meinen Meister und im Anschluss ein BWL Studium. Ziel ist die Übernahme des Familienbetriebs mit meinem Bruder inkl. weiterem Ausbau

Woher kommt in dem Forum eigentlich der dauerhafte Neid gegenüber Handwerker?
Ich habe vollsten Respekt für die Tätigkeit, aber 12h am Schreibtisch sitzen wär mir deutlich lieber als mich 8h hinzubücken und den Boden zu Fließen.

Aber wie heißt es so schön... das Gras ist immer grüner auf der anderen Seite. Bis man mal auf der anderen Seite steht. :)

Wenn man auf Linkedin sucht, dann findet man einen VP in Frankfurt, der auch erst eine handwerkliche Lehre und dann nach und nach in die Finanzbranche gekommen ist. Also es ist durchaus möglich.

Einen von wievielen VPs?

  • mit gutlaufenden Handwerksbetrieb hätte er sogar mehr Chancen hinsichtlich Einkommen. Ein VP macht wie viel 350k? Kenne Handwerker mit nur 4 Gesellen die locker soviel Gewinn haben bei BEDEUTEND weniger Zeiteinsatz

Interessanter Weise, verdienen Handwerker aber auch nur im WiWi-Treff soviel :)

Das ist schön. Diese Aussage ist aber ansonsten Unsinn. Interessant bei diesen Beiträgen ist immer die Gehaltsentwicklung. Ich glaube als ich das letzte mal was über Handwerker hier gelesen hab waren es noch 100k Netto, jetzt sind es schon 200k Netto. Ich freue mich schon darauf den nächsten Beitrag zu lesen, bei dem der Handwerker dann 300k Netto kriegt.

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WiWi Gast

BWL Einstieg mit großen Ambitionen

WiWi Gast schrieb am 29.01.2020:

Mein Vater ist Meister und hat 6 Angestellte. Er kann sich vor Aufträgen kaum retten. Wobei die Gesellen nicht viel verdienen...

Er verdient mittlerweile knapp 200k Netto (Personal etc alles abgezogen). Das Geld investiert er. Er lebt sehr sparsam. Mache derzeit meinen Meister und im Anschluss ein BWL Studium. Ziel ist die Übernahme des Familienbetriebs mit meinem Bruder inkl. weiterem Ausbau

Woher kommt in dem Forum eigentlich der dauerhafte Neid gegenüber Handwerker?
Ich habe vollsten Respekt für die Tätigkeit, aber 12h am Schreibtisch sitzen wär mir deutlich lieber als mich 8h hinzubücken und den Boden zu Fließen.

Aber wie heißt es so schön... das Gras ist immer grüner auf der anderen Seite. Bis man mal auf der anderen Seite steht. :)

Wenn man auf Linkedin sucht, dann findet man einen VP in Frankfurt, der auch erst eine handwerkliche Lehre und dann nach und nach in die Finanzbranche gekommen ist. Also es ist durchaus möglich.

Einen von wievielen VPs?

  • mit gutlaufenden Handwerksbetrieb hätte er sogar mehr Chancen hinsichtlich Einkommen. Ein VP macht wie viel 350k? Kenne Handwerker mit nur 4 Gesellen die locker soviel Gewinn haben bei BEDEUTEND weniger Zeiteinsatz

Interessanter Weise, verdienen Handwerker aber auch nur im WiWi-Treff soviel :)

Das ist schön. Diese Aussage ist aber ansonsten Unsinn. Interessant bei diesen Beiträgen ist immer die Gehaltsentwicklung. Ich glaube als ich das letzte mal was über Handwerker hier gelesen hab waren es noch 100k Netto, jetzt sind es schon 200k Netto. Ich freue mich schon darauf den nächsten Beitrag zu lesen, bei dem der Handwerker dann 300k Netto kriegt..

Dir ist aber schon klar das wir nicht von Handwerkern reden sondern Unternehmern die mit einem HANDWERKSbetrieb ihr Geld machen? Das ein 0815 Geselle abgezockt und ausgebeutet wird das sollte wohl absolut klar sein. Da chill ich lieber bei der big 4 im Büro auch wenn ich nur pp schrubben darf.
Als selbständiger ist das ganze halt anders. Und da du auf den Beitrag wartest mit den 300k. Ein entfernter verwandter von mir hat nur mit Hauptschule + Ausbildung im Baubereich als Handwerker jetzt seine ~250 Mitarbeiter. Er Baut alles mögliche(MFH, Hotels, Tunnels) sogar im gesamten Europa.

Was glaubst du verdient er? Ich weiß es nämlich nicht aber ich kann mir vorstellen, dass er selbst über das Gehalt eines MD bei einer T1 BB/EB müde lacht.

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WiWi Gast

BWL Einstieg mit großen Ambitionen

WiWi Gast schrieb am 29.01.2020:

Hier nochmal der, der dir zu Meister + Selbständigkeit und wenn überhaupt, dann zum Dualen Studium geraten hat.
Ich freue mich immer, wenn ich junge und motivierte Leute sehe. Umso mehr schmerzt es daher, wenn ich diesen Leuten die Realität vor Augen halte. Ich zweifle nicht daran, dass du den Job und das Studium im Bezug auf Aufwand und kognitiver Anforderungen schaffst. Mir geht es um die Gesamtumstände. Sehr sehr häufig komme ich mit jungen Menschen ins Gespräch, die eine Lehre angefangen haben, aber erst nach einiger Zeit merken (manchmal nach 2 Monaten nach Beginn, manchmal auch erst 3 Jahre nach Abschluss), dass Arbeit meistens ziemlich scheiße ist und die Entlohnung dafür auch noch unterirdisch ist. Dann schauen sich viele nach Alternativen um, typisch sind:

  • Berufsschullehrer
    -Auswandern in die Schweiz, ein skandinavisches Land, Australien oder USA weil dort ja alles viel besser ist und sie dort würdige Bedingungen erwarten im Vergleich zur gemeinen Bundesrepublik
  • fachfremd selbständig machen um schnell "finanziell frei zu werden" indem man "online marketing macht" oder Abnehmpillen bzw. daytrading Kurse im Pyramidensystem vertickt
  • Etwas studieren was laut Internet (oder noch schlimmer laut Onkel Ludwig) später viel Kohle abwirft, man ist sich sicher dass man es schafft schließlich wusste schon Opa Heinrich dass Studenten eigentlich blöd sind und der Grund, dass man den Schulabschluss vermasselt hat ist natürlich ausschließlich weil man unreif war/es einen nicht interessiert hat/man oft feiern war/die Lehrer einen nicht mochten

Der Grund, warum ich mir Zeit für dich nehme ist, weil du von der Art wie du schreibst her sympathisch und klug wirkst, nicht so wie die meisten die ich oben beschrieben habe. Meine Empfehlungen für dich ganz persönlich hier nochmal aufgeführt:
-falls es dir wichtig ist, im Finanzbereich zu landen: mach ein Duales Studium bei einem Finanzdienstleister. Wichtig: nix unseriöses, gerne kannst du dich diesbezüglich hier im Forum vergewissern wenn du passende Angebote hast. Der Vorteil für dich ist einerseits das Gehalt während des Studiums, aber auch das ordentliche Gehalt später.
-Überleg dir, ob Berufsschullehrer für dich eine Option ist. Man wird nicht reich aber für dich wäre ein gutes Gehalt zu attraktiven Arbeitszeiten drin. Sei dir aber auch den Nachteilen bewusst

  • Arbeite einfach weiter und mach dich nebenbei Selbständig. Wichtig: Nichts unseriöses wie Strukturvertrieb, online Marketing Geschichten oder sonstiger Schund. Geht man davon aus, dass du als Investmentbanker auch 70-80h die Woche arbeiten würdest, hättest neben deinem Beruf noch 30-40 Stunden. Das reicht für was ordentliches
    -Mein Favorit: Bleib in deinem Bereich und bilde dich dort weiter um beruflich voran zu kommen. Ich empfehle ein Duales Studium im Bereich der chemischen Produktion oder alternativ auch was Richtung BWL bei einem Chemieunternehmen. Notfalls auch ein Fernstudium neben dem Beruf wenn du denkst dass es dir etwas bringt.

Warum empfehle ich dir ein Duales Studium so sehr? Du trägst durch deinen Lebenslauf eine hands on Mentalität nach außen. Groß akademisch scheint bei dir nicht viel zu laufen, ist aber auch nicht schlimm. Gerade beim Dualen Studium ist eine praktische Veranlagung gefragt. Deine Berufserfahrung und Ausbildung solltest du für dich nutzen (deshalb: bleib in deiner Branche). Fürs IB bist du zu alt und abgenutzt, da gibt's jüngere mit besseren Noten. Die gibt's auch beim Duales Studium, aber gegen die kannst du dich durchsetzen wenn du deine Story als Praktiker verkaufst. Ist ja auch nicht so, dass die Branche schlimm ist. Schätz dich glücklich wenn du in der Chemiebranche bleibst, dort werden sehr sehr gute Gehälter gezahlt und im Vgl zu vielen anderen wie den Autobauern hast du mehr Sicherheit.

Cheers

Hey, danke, für die Komplimente und dass du dir die Zeit genommen hast!
Dass der IB-Bereich ein ehrgeiziges unterfangen ist, steht außer Frage. Mit meinem jetzigen Profil läuft die Wahrscheinlichkeit gegen 0%. Um zu deinen Punkten zu kommen:

  1. Berufsschullehrer fällt für mich weg. Auf Dauer wäre die einzige Vielfalt/Herausforderung ein Schüler, bei dem an den sozialen Kompetenzen geschraubt werden müsste. Und mir jeden Tag Hysterie von Eltern, Sozialarbeitern und sonstigen Institutionen anhören zu müssen...da halte ich viel Abstand von und zolle jedem Sozialarbeiter der das macht meinen Respekt.

  2. Sicherlich kann man im Ausland (auch) glücklich werden und einige Zeit in der Schweiz, oder gar Irland zu verbringen scheint mir persönlich ein schöner Gedanke. Unsere BRD hat seine Macken, so wie jeder Staat und jedes Unternehmen, aber die (theoretischen) Möglichkeiten, die ich in DE geboten bekomme, wünschen sich mindestens 3,5Mrd. andere Menschen. Ich breche mir den Arm und werde geflickt; Steuerabgaben so hoch? Ja scheiße, dann such dir was zum Absetzen...man muss "das System" für sich nutzen und ohne politisch zu werden: man kann in DE getrost sein Ding durchziehen, man muss nur wissen wie man die Gegebenheiten für sich nutzt und genau das will ich eben machen.

  3. Unsinn...und am besten noch mit einem iPad auf der Strandliege :D Ne, von solchen Vorstellungen distanziere ich mich.

  4. Onkel Ludwig ist dann meist der, der in diesem Moment sein eigenes Versagen umschreibt. Ausloten was man will und dann Ehrgeiz an den Tag legen ist die bessere Variante. Sonst droht der geistige Zerfall.

Ein duales Studium scheint mir tatsächlich eine Option, wobei Verfahrenstechnik sehr chemielastiger, staubtrockener Stoff ist (die Ausbildungsinhalte sind da ungefähr die ersten zwei Tage des ersten Semesters). Darauf ist mir in Bezug auf Chemie die Lust vergangen. Projektorientiertes Arbeiten hört sich da deutlich spannender an, weil man den Erschaffens- und Aufbauprozess einleitet und vorantreibt. Im BWL-Bereich ist das ganze mit Zahlen einfach nochmal deutlich erkennbarer. Außerdem ist die Wirtschaft sehr verzweigt und die Logik zu ergründen, zu verstehen und das Bestmögliche rauszuholen ist das, was mich interessiert.
Selbstständigkeit ist tatsächlich erstrebenswert (Erschaffens- und Aufbauprozess, Vertrieb, Durchhaltevermögen, Geduld und Ehrgeiz... um nur ein paar Sachen zu nennen, die mich reizen). Nur hier wieder die Frage: welche Richtung kam dir da per se in den Sinn?

In der Wirtschaft brauche ich ganz klar erstmal Erfahrung und im besten Fall noch potentielle Kontakte. In der Chemie- und Industrieentsorgung brauchst du ohne 10Mio. Startkapital nicht anfangen. Maschinen, Anlagen, geeigneter Arbeitsplatz mit versiegeltem Boden, weiter gehts mit Genehmigungen nach zig Verordnungen (Emissionen/Immissionen, Lagerfläche, Gefahrstoffe/Gefahrgut, evtl. Bürgermitspracherecht usw usf). Vielleicht betrachte ich das ganze von einer falschen Perspektive, deshalb wäre es interessant zu wissen, was euch für eine Idee in den Sinn kommt, wenn es um das Thema Selbstständigkeit geht.

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WiWi Gast

BWL Einstieg mit großen Ambitionen

WiWi Gast schrieb am 29.01.2020:

Ein Verwandter war mal selbstständig und hat sehr gutes Geld verdient, kein Studium, keine Ausbildung in dem Bereich. Er wusste einfach wie es geht ein hochwertiges Produkt an den Investor zu bringen.

Klingt stark nach Drückerkolonne...

Seine Erfahrung: Die Studierten, wie er sagte, und ganz schlimm die Promovierten, wollen einem die Expertise nicht glauben und das will ich persönlich einfach vermeiden.

Sowas sagen auch Heiler und Schamane. Ein Medizinstudium ist wichtig und richtig. Das gleiche gilt für finanzwirtschaftliche Qualifikationen, die einen Teil der VWL darstellen.

witzig :D, verstehe worauf du hinauswillst.
Tatsächlich war es kein Klinkenputzer, sondern da ging es um Anlagenbauten im Landwirtschaftlichen Betrieb im Ausland. Also etwas mit Hand und Fuß, ohne dass dir die ewige Jugend versprochen wird für Betrag X im Monat. Hab ich zu Beginn etwas misslich erklärt.

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WiWi Gast

BWL Einstieg mit großen Ambitionen

Mit 22 kannst Du auch noch locker ein Vollzeitstudium anfangen, sofern Du bereit wärst beim Gehalt zurückzustecken. Der große Vorteil ist, dass du dann auch fachrelevante Praktika machen kannst (und es macht eben auch mehr Spaß, wenn man Kontakt zu den anderen Studenten hat). Evtl. bietet sich für dich auch WING an, damit Du breiter aufgestellt bist, sofern sich dein Fokus nicht vielleicht doch noch einmal verschieben sollte.

Unterschätze das nebenberufliche Studium an der Fernuni Hagen nicht. Neben dem hohen fachlichen Anspruch braucht es auch enorm viel Eigenantrieb, da es kaum Kontakt zu Kommilitonen gibt. Bitte nicht als Angriff werten, aber mit deinen bisherigen Noten hast du anscheinend nicht geglänzt, sodass das Ziel von 1,x schon machbar, aber sicherlich sehr sportlich ist. Letztlich würde ich alle Optionen noch einmal gründlich abwägen.

Mein Cousin ist Chemikant im IGBCE-Tarif bei einem großen Konzern und verdient etwa soviel wie ich nach 1-2 Jahren im Finance-Bereich. Dafür hat er allerdings ohne Abi + Studium auch wesentlich eher angefangen. Wenn man sich dann die Gehaltstabellen für Meisterstellen anguckt, können davon ein Großteil der BWL-Absolventen nur träumen.

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WiWi Gast

BWL Einstieg mit großen Ambitionen

WiWi Gast schrieb am 29.01.2020:

Mit 22 kannst Du auch noch locker ein Vollzeitstudium anfangen, sofern Du bereit wärst beim Gehalt zurückzustecken. Der große Vorteil ist, dass du dann auch fachrelevante Praktika machen kannst (und es macht eben auch mehr Spaß, wenn man Kontakt zu den anderen Studenten hat). Evtl. bietet sich für dich auch WING an, damit Du breiter aufgestellt bist, sofern sich dein Fokus nicht vielleicht doch noch einmal verschieben sollte.

Unterschätze das nebenberufliche Studium an der Fernuni Hagen nicht. Neben dem hohen fachlichen Anspruch braucht es auch enorm viel Eigenantrieb, da es kaum Kontakt zu Kommilitonen gibt. Bitte nicht als Angriff werten, aber mit deinen bisherigen Noten hast du anscheinend nicht geglänzt, sodass das Ziel von 1,x schon machbar, aber sicherlich sehr sportlich ist. Letztlich würde ich alle Optionen noch einmal gründlich abwägen.

Mein Cousin ist Chemikant im IGBCE-Tarif bei einem großen Konzern und verdient etwa soviel wie ich nach 1-2 Jahren im Finance-Bereich. Dafür hat er allerdings ohne Abi + Studium auch wesentlich eher angefangen. Wenn man sich dann die Gehaltstabellen für Meisterstellen anguckt, können davon ein Großteil der BWL-Absolventen nur träumen.

Das stimmt allerdings. Also regulärer Einstieg als Chemikant mit Tarifentgelt E6.0 inkl. Zulagen auf Vollkonti-Schicht etc. liegt man bei grob 45k-58€ brutto. Bei selber Entgeltstufe nach 6 Jahren sind bis 60k€ drin. Meister können tatsächlich auch mal auf 75k€ kommen. Hier liegt der Haken: Vollkonti, 7 Tage durchwuppen in der ganzen krebserregenden Suppe und dazu 3 verschiedene Schichten in einer Woche... . Jeder der im Büro/auswärts auf 80h kommt ist besser dran, sogar mental.

Der workload in Hagen wird mit 5400h angegeben. Das macht dann jeden Tag 5-6h Schreibtisch. Immer noch besser als zu hoffen in 50 Jahren nur mit 3 neuen Gelenken und ohne Krebs in seine bescheidene Rente zu gehen. Thema Rente brauchen wir alle gar nicht weiter thematisieren, sowieso nicht bei Gehältern wo Anlegen und Investieren gerade noch so möglich ist.

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WiWi Gast

BWL Einstieg mit großen Ambitionen

Hey, danke, für die Komplimente und dass du dir die Zeit genommen hast!
Dass der IB-Bereich ein ehrgeiziges unterfangen ist, steht außer Frage. Mit meinem jetzigen Profil läuft die Wahrscheinlichkeit gegen 0%. Um zu deinen Punkten zu kommen:

  1. Berufsschullehrer fällt für mich weg. Auf Dauer wäre die einzige Vielfalt/Herausforderung ein Schüler, bei dem an den sozialen Kompetenzen geschraubt werden müsste. Und mir jeden Tag Hysterie von Eltern, Sozialarbeitern und sonstigen Institutionen anhören zu müssen...da halte ich viel Abstand von und zolle jedem Sozialarbeiter der das macht meinen Respekt.

  2. Sicherlich kann man im Ausland (auch) glücklich werden und einige Zeit in der Schweiz, oder gar Irland zu verbringen scheint mir persönlich ein schöner Gedanke. Unsere BRD hat seine Macken, so wie jeder Staat und jedes Unternehmen, aber die (theoretischen) Möglichkeiten, die ich in DE geboten bekomme, wünschen sich mindestens 3,5Mrd. andere Menschen. Ich breche mir den Arm und werde geflickt; Steuerabgaben so hoch? Ja scheiße, dann such dir was zum Absetzen...man muss "das System" für sich nutzen und ohne politisch zu werden: man kann in DE getrost sein Ding durchziehen, man muss nur wissen wie man die Gegebenheiten für sich nutzt und genau das will ich eben machen.

  3. Unsinn...und am besten noch mit einem iPad auf der Strandliege :D Ne, von solchen Vorstellungen distanziere ich mich.

  4. Onkel Ludwig ist dann meist der, der in diesem Moment sein eigenes Versagen umschreibt. Ausloten was man will und dann Ehrgeiz an den Tag legen ist die bessere Variante. Sonst droht der geistige Zerfall.

Ein duales Studium scheint mir tatsächlich eine Option, wobei Verfahrenstechnik sehr chemielastiger, staubtrockener Stoff ist (die Ausbildungsinhalte sind da ungefähr die ersten zwei Tage des ersten Semesters). Darauf ist mir in Bezug auf Chemie die Lust vergangen. Projektorientiertes Arbeiten hört sich da deutlich spannender an, weil man den Erschaffens- und Aufbauprozess einleitet und vorantreibt. Im BWL-Bereich ist das ganze mit Zahlen einfach nochmal deutlich erkennbarer. Außerdem ist die Wirtschaft sehr verzweigt und die Logik zu ergründen, zu verstehen und das Bestmögliche rauszuholen ist das, was mich interessiert.
Selbstständigkeit ist tatsächlich erstrebenswert (Erschaffens- und Aufbauprozess, Vertrieb, Durchhaltevermögen, Geduld und Ehrgeiz... um nur ein paar Sachen zu nennen, die mich reizen). Nur hier wieder die Frage: welche Richtung kam dir da per se in den Sinn?

In der Wirtschaft brauche ich ganz klar erstmal Erfahrung und im besten Fall noch potentielle Kontakte. In der Chemie- und Industrieentsorgung brauchst du ohne 10Mio. Startkapital nicht anfangen. Maschinen, Anlagen, geeigneter Arbeitsplatz mit versiegeltem Boden, weiter gehts mit Genehmigungen nach zig Verordnungen (Emissionen/Immissionen, Lagerfläche, Gefahrstoffe/Gefahrgut, evtl. Bürgermitspracherecht usw usf). Vielleicht betrachte ich das ganze von einer falschen Perspektive, deshalb wäre es interessant zu wissen, was euch für eine Idee in den Sinn kommt, wenn es um das Thema Selbstständigkeit geht.

Gut erkannt mit der Selbständigkeit.
Mein Fazit: Mach ein Duales Studium im Bereich BWL/Wing oder verwandten Bereichen bei einem Chemieunternehmen. Deine Vorerfahrung strategisch nutzen; ist ja kein Problem dass du von der Chemieschiene weg willst, aber was du schon gelernt hast kann dir keiner mehr nehmen also nutze es. Danach wird erstmal Kohle rangeschafft, und dann denkst du über die Selbständigkeit nach.

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