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Job bei Banken im Meldewesen

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WiWi Gast

Job bei Banken im Meldewesen

Hallo Leute,

viele Banken sind ja jetzt auf der Suche nach Mitarbeitern im Meldewesen.
Kann jemand etwas über den Bereich sagen.
Wie sind die Arbeitszeiten und das Stresspensum dort? Muss man sich auf viele Überstunden gefasst machen.
Wie schaut es im Meldewesen bei kleineren Genobanken aus?

LG Maria

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WiWi Gast

Re: Job bei Banken im Meldewesen

Was macht man überhaupt im Meldewesen?

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WiWi Gast

Re: Job bei Banken im Meldewesen

Das Stresspensum ist sehr gering. Man hat zu bestimmten Stichtagen im Monat mal viel zu tun aber danach ist es ruhig. Auf Überstunden musst du dich eher nicht gefasst machen.
Im Meldewesen beschäftigt man sich mit Basel III und meldet verschiedene Kennzahlen an die Bundesbank. Durch die andauernden Regulierungen gibt es immer wieder Änderungen die in kleinen Projekten umgesetzt werden müssen. Also ein sehr sicherer Job!

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WiWi Gast

Re: Job bei Banken im Meldewesen

Lounge Gast schrieb:

Was macht man überhaupt im Meldewesen?

Die Berichtserstattung bzw. Offenlegung nach den aufsichtsrechtlichen Vorschriften (EZB, Bafin, etc.). Generell ist MW eine Parallelwelt zum externen Rechnungswesen nach HGB / IFRS. Teilweise wird eine eigene Bilanz erstellt, teilweise die Ermittlungsmodele und Systeme neue definiert, teilweise die gesonderte Meldungen erstellt.

Meldewesen ist von daher eine ganz breite Palette an Tätigkeiten, oft auch in diverse Abteilungen untergliedert. Dankbar wären da z.B. Grundsatzfragen (wo man die Standards interpretiert und umsetzt), Finanzmodellierung, Pflege der Schnittstellen, IT, Kooperation mit den anderen Abteilugen, Projektarbeit.

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WiWi Gast

Re: Job bei Banken im Meldewesen

Dort ist man für die Erfüllung von Anzeigepflichten gegenüber der Bankenaufsicht zuständig und hilft auch beim Jahresabschluss meistens mit.

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WiWi Gast

Re: Job bei Banken im Meldewesen

Wie ist denn das Gehalt bei solchen ?Referentenstellen?? Beamte, die bei der Bundesbank studiert haben und sich auf die Bankenaufsicht spezialisiert haben (also letztlich die Leute, die die Meldungen der Banken empfangen), sollten doch da recht beliebt sein, oder?

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WiWi Gast

Re: Job bei Banken im Meldewesen

Lounge Gast schrieb:

Wie ist denn das Gehalt bei solchen ?Referentenstellen??
Beamte, die bei der Bundesbank studiert haben und sich auf
die Bankenaufsicht spezialisiert haben (also letztlich die
Leute, die die Meldungen der Banken empfangen), sollten doch
da recht beliebt sein, oder?

Im Meldewesen sind extrem viele externe Berater unterwegs (50%-70%). Die aufsichtsrechtliche Anforderungen sind relativ neu noch aktiv in der Entwicklung. Da ist sehr viel know-how gefragt. Ob die Beamten von der Bundesbank da viel Ahnung haben, weiß ich nicht. Auf jeden Fall ist das nicht so wie beim Finanzamt, wo das System schon seit Jahrzehnten besteht.

Das Stresspensum ist sehr gering. Man hat zu bestimmten Stichtagen im Monat mal viel zu tun aber danach ist es ruhig. Auf Überstunden musst du dich eher nicht gefasst machen.

Das würde pauschal so nicht sagen, das ist von Geschäft abhängig und von der Organisation. Die Deadlines sind ziemlich sportlich und zu den bestimmten Stresszeiten sind die Arbeitszeiten eher extrem.

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WiWi Gast

Re: Job bei Banken im Meldewesen

Die Beamten, an die diese Meldungen überhaupt gerichtet sind, haben selbstverständlich eine Menge Ahnung davon.

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WiWi Gast

Re: Job bei Banken im Meldewesen

Wie darf man sich die Arbeit dort vorstellen ? Sind dort analytische Fähigkeiten gefragt oder ist diese Arbeit eher stupide und verlangt vor allem Genauigkeit ?

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WiWi Gast

Re: Job bei Banken im Meldewesen

Genau, die haben schließlich die Regularie selbst entworfen und daher sind sie die Großmeister.

Lounge Gast schrieb:

Die Beamten, an die diese Meldungen überhaupt gerichtet sind,
haben selbstverständlich eine Menge Ahnung davon.

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WiWi Gast

Re: Job bei Banken im Meldewesen

Hier aus dem Meldewesen einer Versicherung (Solvency II) - die Aufgaben sind irgendwo zwischen analytisch und sehr auf Genauigkeit achten. Man bekommt aus den div. Bereichen sehr viel mit und auch von strategischen Themen (schließlich ist man in diesem Bereich auch dem Risikomanagement unterstellt - so zumindest bei uns). Teilweise geht es darum sehr viele sehr komplexe Zusammenhänge zu verstehen (Buchen sollte eine Leichtigkeit sein), aber wenn man einen Bericht an den Vorstand oder die Öffentlichkeit schreibt wird dieser auch gerne drei mal gelesen. Fehler sollten selbstverständlich auch nicht in Präsentationen an den Aufsichtsrat über die letzten Prozesse enthalten sein. Da ich noch nicht lange da bin kann ich auch nicht sagen inwiefern der Job langfristig Spaß macht. Durch die vielen Neuerungen (u.a. Verkürzung der Meldefristen) ist der Job wie zuvor bereits berichtet sehr sicher und durch den geringen Konkurrenzdruck eine gute Karriereperspektive. Für mich war es auch ein Grund, dass einem nach der Tätigkeit in diesem Bereich viele andere Türen offenstehen.

Das Arbeitspensum ist bei uns recht moderat und ich habe ein super Verhältnis zu meinem Vorgesetzten. Sodass es nun in der zweiten Jahreshälfte bei maximal 38 Stunden pro Woche bleibt und man recht entspannt und mit hoher Genauigkeit an Themen arbeitet. In der ersten Jahreshälfte können es auch mal (aufgrund der Berichte) 60 Stunden werden.

Das Gehalt in diesem Bereich liegt entsprechend der anderen Strategie- bzw. Finanzbereiche eines VUs bei 48 bis 56k (Master). Ich meine bei Banken ist der Tarif ein wenig höher. Die Gehaltsentwicklung ist auch überdurchschnittlich und gehört wohl zu den bestbezahlten Berufen in Deutschland. Wenn es auch noch ein wenig unentdeckt ist. Nach meiner Info liegen alle anderen festangestellten (mind. 5 Jahre im Beruf) außertariflich - entspricht dann Minimum 70-80k

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WiWi Gast

Re: Job bei Banken im Meldewesen

Einstiegsgehalt Versicherungen nach Master: 48-56k (je nach Unternehmen)
Arbeitszeiten erste Jahreshälfte: 40-60h (Urlaub schwer möglich)
Arbeitszeiten zweite Jahreshälfte: max. 38 h
Wie oben geschrieben ein wachsender Bereich, also gute Möglichkeiten Karriere zu machen. Vor allem weil es wenige hinzieht.

Teilweise werden sehr komplexe analytische Fähigkeiten benötigt und teilweise macht man Berichte für den VS, die Aufsicht oder die Öffentlichkeit bzw. ne Präsentation für den Aufsichtsrat - da sollte nach Möglichkeit kein Fehler sein. Wenn ihr in einem Konzern tätig seid (ist bei Versicherungen üblich) wiederholen sich gewisse Tätigkeiten auch gerne mal.
Gehaltsentwicklung überdurchschnittlich gut (in meiner Abteilung sind fast alle AT nach 5-10 Jahren also Minimum 70k ohne Personalverantwortung)

Gute Chancen auf einen CRO-Posten zu kommen und von dort aus auch mal auf den CFO und folglich dann ggf. CEO.
Wenn es einem nicht gefällt hat man viele Exit-Möglichkeiten, da man die diversen strategischen Bereiche des Unternehmens kennenlernt.

Ich hoffe ich habe nichts vergessen.

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