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Ertragsquellen gesucht: Womit Banken künftig Geld verdienen

Trotz internationaler Finanzkrise gehört die Kreditvergabe für deutsche Banken zu den Top-3-Ertragsquellen der nahen Zukunft. Mehr als 60 Prozent der Institute rechnen bis 2011 mit höheren Erträgen bei Privat- und Firmenkrediten.

Ertragsquellen gesucht: Womit Banken künftig Geld verdienen
Frankfurt/Main, 24.09.2008 (smc) - Trotz internationaler Finanzkrise gehört die Kreditvergabe für deutsche Banken zu den Top-3-Ertragsquellen der nahen Zukunft. Mehr als 60 Prozent der Institute rechnen bis 2011 mit höheren Erträgen bei Privat- und Firmenkrediten. Die größten Wertschöpfungsbeiträge versprechen sich mehr als 70 Prozent der Bankentscheider allerdings aus dem Altersvorsorgegeschäft und dem Wertpapiergeschäft. Angesichts sinkender Margen konzentrieren sich die Kreditinstitute verstärkt auf die Sicherung der Erträge. Vor allem neue Marktteilnehmer beispielsweise ausländische Institute, Internetbanken sowie Auto- und Einzelhandelsbanken üben einen erhöhten Margendruck aus. Sie kämpfen beispielsweise mit attraktiven Zinsangeboten oder gebührenfreien Leistungen um die Gunst der Kunden. Das sind die Ergebnisse der Studie Branchenkompass 2008 Kreditinstitute von Steria Mummert Consulting in Zusammenarbeit mit dem F.A.Z.-Institut.

Mit dem Fokus auf das beratungsintensive Altersvorsorgegeschäft wollen die Banken dem zunehmenden Preiskampf entgehen. Mit renditestarken Banksparplänen und Investmentfonds als Alternative zur klassischen Lebens- und Rentenversicherung prognostizieren 59 Prozent der Institute, dass sie Versicherern künftig Marktanteile streitig machen. Bereits aus der Entwicklung des vergangenen Jahres ist zu erkennen, dass Investmentfonds bei Riester-Renten stärker wachsen als die Rentenversicherungen der Assekuranz.

Mehr Beratung und eine schnellere Abwicklung über das Internet sollen im Wertpapiergeschäft für steigende Erträge sorgen. Um zusätzliche Margenzuwächse zu erzielen, investieren 31 Prozent der Banken zudem in die automatische Wertpapierabwicklung. Ziel der Banken ist, die Kosten für die Depotverwaltung weiter zu senken und so profitabler zu werden. Positive Auswirkungen auf das Wertpapiergeschäft erwarten die Institute zudem von der Umsetzung der EU-Finanzmarktrichtlinie (MiFID). Die klaren gesetzlichen Vorgaben zur Dokumentation von Kundeninformationen führen beispielsweise dazu, dass Banken ihre Anleger zukünftig noch besser kennen. Mittels IT-Unterstützung können Anlageberater ihre Beratungsgespräche gezielter auf die Investmentziele der Kunden vorbereiten.

Im Kreditgeschäft wirken sich die Industrialisierungsmaßnahmen der Banken positiv auf die Margen aus. Um im Zinswettbewerb konkurrenzfähig zu bleiben, soll die Kreditvergabe noch effizienter werden. Mehr als die Hälfte der befragten Bankmanager wollen deshalb das Verhältnis zwischen Aufwand und Ertrag im Kreditgeschäft deutlich verbessern. Ein verstärkter IT-Einsatz verringert unter anderem die Fehlerquoten in der Kreditsachbearbeitung und Kreditanalyse. Die Einführung der elektronischen Kreditakte vereinfacht zudem die Bearbeitung der Kreditanträge. 

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