DieManager von Morgen WiWi-TReFF.de - Zeitung & Forum für Wirtschaftsstudium & Karriere
Führung & StrategieCSO

CSO Survey 2012: Wie Chefstrategen mit der aktuellen Unsicherheit umgehen

Die Strategieleiter sind sich einig: Die zunehmende Unsicherheit, z.B. aufgrund von Volatilität in den Märkten, beeinflusst die Unternehmensentwicklung erheblich. Für die meisten CSOs ist ein schlankerer Strategieprozess der Schlüssel, um mit der aktuellen Situation zurechtzukommen.

Verschneite Stufen führen in einen See.

CSO Survey 2012: Wie Chefstrategen mit der aktuellen Unsicherheit umgehen
München, 06.05.2013 (rb) - Roland Berger Strategy Consultants und das Institut für Betriebswirtschaft der Universität St. Gallen (IfB-HSG) haben zum zweiten Mal mehr als 50 "Chief Strategy Officer" (CSO) der größten Unternehmen in Deutschland, Österreich und der Schweiz für eine Studie befragt. Die Ergebnisse zeigen, welche Rolle Strategiearbeit und CSOs in Zeiten zunehmender Unsicherheit haben.

Schlankerer Strategieprozess
Die Strategieleiter sind sich einig: Die zunehmende Unsicherheit, z.B. aufgrund von Volatilität in den Märkten, beeinflusst die Unternehmensentwicklung erheblich. Für die meisten CSOs ist ein schlankerer Strategieprozess der Schlüssel, um mit der aktuellen Situation zurechtzukommen. "Unsere Untersuchung zeigt, dass CSOs der höheren Komplexität im Umfeld nicht mit einem entsprechend komplexeren Strategieprozess begegnen, sondern diesen auf die wesentlichen Aspekte fokussieren", sagt Dr. Tim Zimmermann, Partner bei Roland Berger Strategy Consultants und Co-Autor der Studie.
Megatrends als Chance

Chefstrategen erfolgreicher Unternehmen zeichnen sich jedoch auch dadurch aus, dass sie versuchen, sehr langfristige Entwicklungen, sogenannte Megatrends wie beispielsweise Klimawandel, Urbanisierung und demographischen Wandel, zu berücksichtigen und diese in den strategischen Planungsprozess zu integrieren. CSOs erfolgreicher Unternehmen nehmen Megatrends stärker als Chance wahr, während Strategieleiter weniger erfolgreicher Unternehmen diese eher als Bedrohung sehen.

Veränderung der CSO-Rolle
Ein Vergleich der Studienergebnisse mit den Ergebnissen des Vorjahres zeigt, dass die Bedeutung von Aufgaben in den Bereichen Strategieprozess, Unternehmensentwicklung sowie Portfoliomanagement insgesamt zugenommen hat. Auch wird die Umsetzung von Strategien immer wichtiger. Bemerkenswert ist, dass Akquisitionen für CSOs etwas weniger wichtig geworden sind, während der Stellenwert von Desinvestitionen gestiegen ist. Für CSOs sind solch kurzfristige Veränderungen der Aufgaben, die vor allem in wirtschaftlich schwierigen Zeiten auftreten, eine enorme Herausforderung.
Funktionsübergreifende Zusammenarbeit

Um den aktuellen Entwicklungen begegnen zu können, setzen Unternehmen bei ihren strategischen Initiativen vermehrt auf funktionsübergreifende Zusammenarbeit. Den Strategieleitern zufolge wird vor allem die Verzahnung von strategischer Planung mit dem Risikomanagement sowie der operativen Planung für den erfolgreichen Umgang mit der Unsicherheit entscheidend sein. Es zeigt sich zudem, dass CSOs erfolgreicher Unternehmen auf die Kooperation mit einigen ausgewählten, vor allem wachstumsorientierten Funktionsbereichen setzen, wie etwa Marketing.

Größere Bedeutung von Strategen
Insgesamt verdeutlicht die Studie den hohen Stellenwert der Strategen. "Gerade in wirtschaftlich unsicheren Zeiten wächst die Bedeutung von professioneller Strategiearbeit. Dies zeigt sich auch dadurch, dass der CSO immer häufiger in der Geschäftsleitung bzw. im Vorstand anzutreffen ist oder als CEO-Kandidat gilt", sagt Studienleiter Prof. Dr. Markus Menz. Aktuell beschäftigen sich viele CSOs damit, die Strategiearbeit weiter zu professionalisieren, etwa indem sie Methoden zur Erfolgsmessung ihrer Strategiebereiche entwickeln.

Download [PDF, 129 Seiten, 2 MB]
Report of the CSO Survey 2012:CSO‟s Role in Times of Uncertainty

Im Forum zu CSO

6 Kommentare

Chancen bei EB/BB mit folgenden Profil?

WiWi Gast

Mein Profil: Abitur 2,6 (grottenschlecht) Bachelor 1,5 (WU Wien) Master 1,3 (Goethe Uni) 2x Auslandssemester CBS und Paris 4 Fremsprachen Praktika bei Big4 Audit und TAS sowie M&A bei Jefferi ...

1 Kommentare

ECM / DCM in Frankfurt

WiWi Gast

Hallo, welche Bank hat ECM und DCM Teams in Frankfurt und nicht nur in London? Und wie schätzt ihr die Stärke ein. Danke

4 Kommentare

Einschätzung CoBa M&A Reputation, Learning

WiWi Gast

Hallo zusammen, könntet ihr mir eine kurze Einschätzung zum M&A der Commerzbank geben? Wie stuft ihr die CoBa ein, noch auf einem Level mit Berenberg SocGen etc.? Kann jemand das Learning einschätzen? ...

4 Kommentare

Alte Bewerbung "wiederbeleben"

WiWi Gast

Guten Tag zusammen, ich arbeite mittlerweile seit fast einem Jahr im Consulting und würde gerne zu einem anderen Consulting Unternehmen wechseln. "Damals" als ich mich auf Einstiegsstellen bewor ...

1 Kommentare

Karriereplanung als Wing

WiWi Gast

Hallo, hab einen Wing Masterabschluss und arbeite derzeit im Produkt(kosten)management in einem Konzern, was sich als Einstieg gut eignet. War früher als Student vorwiegend im QM, was sich eigent ...

2 Kommentare

Ziel: kaufmännische Leitung

WiWi Gast

Hallo liebe Kollegen, mein berufliches Ziel ist die Übernahme einer kaufmännischen Leitung. Hierzu habe ich als meine erste Berufsstation eine Wirtschaftsprüfungsgesellschaft gewählt, da man als P ...

1 Kommentare

wissenschaftliche/r Mitarbeiter/in gesucht

luca_s

An der ESCP Europe Wirtschaftshochschule Berlin ist eine Stellen als Wissenschaftliche/r Mitarbeiter/in am Fachgebiet Supply Chain & Operations Management zu besetzen. Details der Stellenausschre ...

Artikel kommentieren

Als WiWi Gast oder Login

Zum Thema CSO

Ein schwarzer Kompass mit einem weißen Zifferblatt und grünen Richtungsanzeigern.

Moderne Managementtechniken sichern Unternehmenserfolg

Die aktuellen Managementtechniken sind meist langfristige Wachstumsstrategien. In Deutschland sind Kundenmanagement, Outsourcing und Benchmarking die meistgenutzten Managementinstrumente. Neue Werkzeuge wie Big-Data-Analyse oder die digitale Transformation werden von deutschen Managern seltener als in anderen Ländern eingesetzt. Eine wachsende Komplexität, Cyber-Attacken und die abnehmende Kundenloyalität sind weltweit große Herausforderungen.

Frau, Boss, Chefin, Führungskraft, Managerinnen,

Führungskräfte-Monitor 2017: Mehr Managerinnen jedoch mit Gehaltsnachteil

Der Frauenanteil unter den Führungskräften ist in den Jahren von 1995 bis 2015 um rund zehn Prozentpunkte auf etwa 30 Prozent gestiegen. Aktuell nimmt der Frauenanteil bei den Führungskräften allerdings nur noch langsam zu. Der Gehaltsnachteil von Managerinnen beträgt durchschnittlich 23 Prozent, so der „Führungskräfte-Monitor 2017“ des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung.

BCG M&A-Report 2015

BCG M&A-Report 2015: Akquisiteure steigern Aktionwert schneller als organisch wachsende Unternehmen

Die Boston Consulting Group (BCG) hat ihren neuen M&A-Report 2015 vorgestellt. Erfahrene Akquisiteure schaffen mehr Wert für ihre Aktionäre als organisch wachsende Unternehmen. Regelmäßige Zukäufe steigern den Umsatz und Gewinn schneller und schaffen damit langfristig einen höheren Wert für die Aktionäre. Mehr als die Hälfte aller Unternehmenskäufe vernichten jedoch Wert.

Einkauf, E-Commerce, Shopping, shoppen, einkaufen, ecommerce, Einkaufswagen, Einkaufskorb, Warenkorb,

Bain-Studie: Wie der Einkauf auf die Erfolgsspur kommt

Noch immer steckt im Einkauf ein großes Optimierungspotenzial. Ein solider Umbau der Beschaffungsorganisation bringt acht bis zehn Prozent direkte Kostensenkungen und Kostenvorteile von drei bis vier Prozent in den darauffolgenden Jahren. Der Fokus sollte auf besseren Entscheidungen und langfristiger Mitarbeiterentwicklung liegen, so die Ergebnisse einer Studie von Bain & Company zu Einkaufsorganisationen.

Weiteres zum Thema Führung & Strategie

New-York, Freiheitsstatur,

CEO Challenge 2017: Die Sorgen der Chefs

Die unsichere politische Lage rund um den Globus ist aus Sicht deutscher Unternehmen derzeit die größte Herausforderung. Das geht aus einer gemeinsamen Umfrage von IW Consult und The Conference Board hervor. Sorgen vor einer globalen Rezession sind bei hiesigen Managern dagegen weniger verbreitet als in anderen Ländern.

KMU-Personalarbeit-Studien  kleine-und-mittlere Unternehmen

KOFA.de – Portal zur Personalarbeit in kleinen und mittleren Unternehmen (KMU)

Das Portal KOFA.de hilft kleinen und mittleren Unternehmen dabei, ihre Personalarbeit zu verbessern. Ziel des Kompetenzzentrums Fachkräftesicherung (KOFA) ist es, zentraler Ansprechpartner zur Personalarbeit und Fachkräftesicherung für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) zu sein. KOFA bietet Hilfe bei der Auswahl, Planung und Umsetzung von Maßnahmen in der Personalarbeit.

Ein Buch mit goldenen Seiten.

Literatur-Tipp: Lehrbuch »Allgemeine Managementlehre«

Der Klassiker zur Managementlehre präsentiert neben bewährtem Management-Wissen aktuelle Trends. So widmet sich ein neues Kapitel dem Management von Industrie 4.0. Die komplett überarbeitete, aktualisierte und erweiterte Neuauflage 2016 überrascht zudem mit einem Kapitel zum Sinn als Motivationsfaktor in der modernen Personalführung. »Allgemeine Managementlehre« ist ein didaktisch perfektes, modernes Management-Lehrbuch.

Aufnahmen unter Wasser.

Arbeitswelt: Führungskräfte mit steigender Komplexität und Informationsflut konfrontiert

Die Komplexität der Arbeitswelt hat für Führungskräfte in den vergangen Jahren stark zugenommen. Vor allem die Globalisierung und die vernetzten Wertschöpfungsketten mit der Digitalisierung machen das Arbeitsleben immer komplexer. Führungskräfte sehen sich dadurch mit einer permanent steigenden Flut von Informationen und Aufgaben konfrontiert, wie die aktuelle Analyse von Sopra Steria Consulting zum Reduktionspotenzial von Komplexität zeigt.

Ein Werbeplakat mit einer jungen Frau und der Schrift "Meine Karriereleiter bau ich lieber selbst".

Managerinnen-Barometer 2016: Frauenanteile in Spitzengremien großer Unternehmen steigen kaum

Die Frauenanteile in Vorständen und Aufsichtsräten der 200 umsatzstärksten Unternehmen lagen Ende des Jahres 2015 bei gut sechs Prozent. Nur wenige Unternehmen gehen mit gutem Beispiel voran und erfüllen bereits die geplante gesetzliche Frauenquote von 30-Prozent. Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung in Berlin hat über 500 Unternehmen und Geldhäuser auf ihre Frauenquote in Spitzenpositionen hin untersucht.

Beliebtes zum Thema Karriere

New-York, Freiheitsstatur,

CEO Challenge 2017: Die Sorgen der Chefs

Die unsichere politische Lage rund um den Globus ist aus Sicht deutscher Unternehmen derzeit die größte Herausforderung. Das geht aus einer gemeinsamen Umfrage von IW Consult und The Conference Board hervor. Sorgen vor einer globalen Rezession sind bei hiesigen Managern dagegen weniger verbreitet als in anderen Ländern.

Eltern mit zwei Kindern auf den Schultern am Strand. Vereinbarkeit von Beruf und Familie

Mehr Müttern und Vätern gelingt die Vereinbarkeit von Beruf und Familie

Die Voraussetzungen für erwerbstätige Mütter haben sich in Deutschland verbessert. Aus der OECD-Studie „Dare to Share“ zur Partnerschaftlichkeit in Familie und Beruf geht hervor: 70 Prozent der Mütter sind erwerbstätig, davon arbeiteten mit 39 Prozent überdurchschnittlich viele Mütter in Deutschland in Teilzeit. Die hohe Teilzeitquote bei Müttern zeigt jedoch, dass eine wirklich ausgeglichene Aufteilung von bezahlter und unbezahlter Arbeit innerhalb von Familien noch nicht die Regel ist.

Markus Thomas Münter

Professor des Jahres 2016: Volkswirt Markus Thomas Münter siegt in Wirtschaftswissenschaften

Prof. Dr. Markus Thomas Münter von der Hochschule für Technik und Wirtschaft des Saarlandes gewinnt im Rennen um den Titel "Professor des Jahres 2016" in den Wirtschaftswissenschaften. Auf den 2. Platz wurde Prof. Dr. Marcus Labbé von der Hochschule Augsburg gewählt. Platz drei belegt die Professorin für Allgemeine Betriebswirtschafslehre Michaela Hönig von der Hochschule Frankfurt.

Feedback +/-

Feedback