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Jeder dritte Chef denkt: Überstunden steigern die Arbeitsmoral

Überstunden sind in Finanzabteilungen an der Tagesordnung. Doch wirkt sich Mehrarbeit positiv auf die Arbeitsmoral der Mitarbeiter aus? Ein Drittel der CFOs ist dieser Meinung, wie die aktuelle Studie Workplace Survey von Robert Half zeigt.

Ein beleuchteter Wolkenkratzer mit Büros.

Jeder dritte Chef denkt: Überstunden steigern die Arbeitsmoral
München, 04.12.2012 (rh) - Überstunden sind in Finanzabteilungen an der Tagesordnung. Doch wirkt sich Mehrarbeit positiv auf die Arbeitsmoral der Mitarbeiter aus? Ein Drittel der CFOs ist dieser Meinung, wie die aktuelle Studie Workplace Survey von Robert Half zeigt. Der spezialisierte Personaldienstleister hat dafür über 2.100 CFOs in 13 Ländern befragt.

40 Prozent der Mitarbeiter im Finanz- und Rechnungswesen arbeiten zwei bis dreimal in der Woche länger, jeder Zehnte verlässt sogar nie pünktlich das Büro. Doch nur 27 Prozent der Chefs befürchten dadurch negative Auswirkungen auf die Arbeitsmoral ihrer Mitarbeiter. 30 Prozent der befragten Finanzmanager sind vom Gegenteil überzeugt.

Laut Sladjan Petkovic, Director bei Robert Half International, gibt es dafür eine einfache Erklärung: „Viele Chefs im Finanz- und Rechnungswesen interpretieren Überstunden als Zeichen freiwilliger Leistungsbereitschaft ehrgeiziger Mitarbeiter, die Karriere machen wollen.“ In der Praxis erlebe Petkovic zudem, dass Menschen, denen die Arbeit Spaß macht, sich in der Regel stärker am Ergebnis orientierten als an der benötigten Zeit. Entsprechend empfänden sie Überstunden meist nicht als Belastung.

Fördern Überstunden die Produktivität?
Nur sieben Prozent der befragten CFOs sind allerdings der Ansicht, bezahlte Überstunden oder Zusatzleistungen haben die Produktivität im Unternehmen im vergangenen Jahr erhöht. Für die Mehrheit (49 Prozent) war die Einstellung von zusätzlichem Personal – in Festanstellung oder auf Zeit – die beste Maßnahme für eine Produktivitätssteigerung. Weitere Gründe für höhere Effizienz sind Investitionen in eine optimierte technische Ausstattung (39 Prozent) und eine Verbesserung der Arbeitsprozesse (33 Prozent).

„Dauerhaft Mehrarbeit zu leisten verlangt Mitarbeitern einiges ab und zeugt davon, dass Finanzchefs ihre Personalplanung überdenken sollten. Erfahrungsgemäß entlasten neue Mitarbeiter ihre Kollegen durch die Übernahme einer Vielzahl von Aufgaben. So bekommt die Leistung des Teams insgesamt eine bessere Qualität und Projekte werden termingerecht umgesetzt“, ist sich Sladjan Petkovic sicher.



Grafik-Quellen: Workplace Survey 2012, Befragung von 200 CFOs / Finance Managern in Deutschland

Im Forum zu Überstunden

65 Kommentare

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