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Führung & StrategieUnternehmensführung

Studie »Unternehmensführung und Controlling im Mittelstand«

Das Controlling hat sich in mittelständischen Unternehmen als Planungs- und Steuerungsinstrument durchgesetzt. Strategische Aspekte kommen jedoch häufig zu kurz. So das zentrale Ergebnis einer vom Deloitte Mittelstandsinstitut an der Universität Bamberg durchgeführten schriftlichen Befragung.

Ein Zitrone auf einer marmorierten Küchenablage mit selbstgemachten Nudel, verschwommen im Hintergrund.

Studie »Unternehmensführung und Controlling im Mittelstand«
Bamberg, 18.12.2008 (ub) - Das Controlling hat sich in mittelständischen Unternehmen als Planungs- und Steuerungsinstrument durchgesetzt. Strategische Aspekte kommen jedoch häufig zu kurz. So das zentrale Ergebnis einer vom Deloitte Mittelstandsinstitut an der Universität Bamberg durchgeführten schriftlichen Befragung von 63 mittelständischen Unternehmen zum Thema »Unternehmensführung und Controlling im Mittelstand - Einflüsse von Unternehmensgröße und Leitungsstruktur«. Der Erhebungszeitraum lag zwischen Mai und Juli 2008. Univ.-Professor Dr. Dr. habil. Wolfgang Becker, Ordinarius für Betriebswirtschaftslehre, Inhaber des Lehrstuhls für Unternehmensführung & Controlling und Direktor des Deloitte Mittelstandsinstituts, sieht bisherige Forschungsergebnisse durch die vorliegende Untersuchung bestätigt: »Das Controlling hat in den letzten Jahren für mittelständische Unternehmen immer stärker an Bedeutung gewonnen. Mittelständische Eigentümer und Manager haben erkannt, dass dem Controlling eine entscheidende Bedeutung bei der zukunftsorientierten Ausrichtung des Unternehmens zukommt.«

Auch wenn die vorliegende Untersuchung gezeigt hat, dass immer mehr mittelständische Unternehmen dem Thema Controlling höchste Priorität beimessen, schlägt sich dies nur in eher operativ geprägten Themen wie dem Berichtswesen oder der Kostenrechnung nieder. Die strategische Bedeutung des Controlling ist nur selten wahrnehmbar. An dieser Stelle sollten mittelständische Unternehmen in Zukunft versuchen, ihre eigenen Stärken - Flexibilität, Schnelligkeit, kurze Entscheidungswege - mit ausgewählten Aspekten des strategischen Controlling zu verbinden, um eine Verbesserung der Entscheidungsqualität im Sinne eines besseren Ausgleichs von Intuition und Rationalität zu erreichen.

Dipl.-Kfm. Patrick Ulrich, Co-Autor der Studie, stellt fest: »Die befragten Unternehmen weisen dem Controlling insbesondere Steuerungs- und Beratungsfunktionen zu. Controller werden in diesen Unternehmen nicht mehr nur als reine Kontrolleure oder Zahlenknechte interpretiert. Während Aspekte wie das Berichtswesen und das Ergebniscontrolling in den meisten Unternehmen bereits implementiert sind, werden strategisch orientierte Controllingaspekte wie beispielsweise Management-Informationssysteme, Prognosen, Wertorientierte Unternehmenssteuerung und Projektcontrolling kaum beachtet.« »Die vorliegende Studie zeigt deutliche Größen- und Leitungsabhängigkeiten. Während managergeführte Unternehmen dem Controlling durchgängig eine hohe Bedeutung beimessen, übernehmen in eigentümergeführten Unternehmen immer noch recht häufig die Gesellschafter sowohl die Leitungs- als auch die Kontrollfunktionen. In Bezug auf die Unternehmensgröße gilt die Regel: je größer das Unternehmen, desto stärker die Institutionalisierung des Controlling und desto moderner die Interpretation seiner Funktionen«, weiß Dipl.-Kffr. Michaela Staffel, ebenfalls Co-Autorin der Studie.

Ausgewählte Ergebnisse:

Die Eigentümerinteressen, die Fundierung der Unternehmensführungund das Controllingsind die wichtigsten Einflussfaktoren, welche die Befragungsteilnehmer bei der Führung ihres Unternehmens berücksichtigen.

Download der Studie [PDF, 127 Seiten - 1 MB]
http://www.uni-bamberg.de/Download-Bereich/BBB_154_final.pdf
 

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