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Lehrerehepaar mit 12k netto pro Monat

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WiWi Gast

Lehrerehepaar mit 12k netto pro Monat

Eine Freundin hat mir letztens erzählt, Ihre Eltern würden als Lehrer zusammen monatlich auf 12k netto kommen. Ich habe das zuerst als Quatsch abgetan, da mir der Betrag viel zu hoch erschien. Nachdem mir der Sachverhalt aber von weiteren Personen bestätigt wurde, habe ich nun einfach mal einen Blick in die Besoldungstabelle geworfen (A15 - die beiden sind auf dem Papier Studienrektoren, leiten aber nicht die Schule. 50% der Lehrer an der Schule haben den Status Studienrektor). Mit entsprechenden Zuschlägen (verheiratet, Kinder) sind da 6k pro Person anscheinend tatsächlich locker möglich. Klar, davon geht noch der Beitrag für die private Krankenversicherung weg. Aber diese Summe ist schon enorm, das verdient in der freien Wirtschaft (abgesehen von Führungskräften) kaum jemand. Achja, aktuell sind die beiden seit etwa vier Jahren bei 100% Lohnfortzahlung durchgängig krankgeschrieben.

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WiWi Gast

Re: Lehrerehepaar mit 12k netto pro Monat

Damit bewegen sich die beiden aber schon stark am oberen Rand. Meine Eltern (ebenfalls Lehrer) kommen nach Abzug der Kosten für die private Krankenkasse und inkl. der Familienzuschläge auf gerade mal 9,5k netto. Und die sind schon Mitte 50. Lehrer ist als definitiv kein Beruf zum reich werden. Habe den Beruf trotzdem ebenfalls ergriffen, ist einfach schön, mit jungen Menschen zu arbeiten.

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WiWi Gast

Re: Lehrerehepaar mit 12k netto pro Monat

Und die meisten Lehrer machen leider nicht mal einen guten Job... Mir fallen spontan gerade mal drei Lehrer aus meiner ganzen Schulzeit ein.

Aber was willst du machen... Manche haben halt einfach Glück. Die neue Lehrergeneration wird es wesentlich schwerer haben und sich ihr Geld knallhart verdienen müssen, vor allem in Städten. Mit denen möchte ich nicht tauschen.

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DAX Einkäufer

Re: Lehrerehepaar mit 12k netto pro Monat

Das kommt nicht ganz hin. Zunächst mal wissen viele Beamte gar nicht, was brutto und netto sind, und deren Kinder erst recht nicht. Nicht-Beamte wissen es meistens ebensowenig, da sie die Handhabung der Krankenversicherung bei Beamten nicht verstehen. Gehaltsdiskussionen sind deshalb schwierig.

Ein A15-Beamter kann auf der allerhöchsten Stufe (wer auch immer die erreicht) etwas über 6.000 Euro brutto (!) bekommen. Sind beide Lehrer, gehen davon bei Steuerklasse IV erstmal über 1.800 Euro Lohnsteuer runter. Netto bleiben dann etwas über 4.000 Euro. Die Zuschläge für die Kinder sind ca. 300 Euro pro Monat, das wird aber auf beide verteilt (wenn beide Beamte sind).

Vom Nettogehalt muss die private Krankenversicherung für die gesamte Familie bezahlt werden, das sind schnell über 1.000 Euro im Monat. Die Beihilfe deckt nur einen Teil dieser Kosten ab.

Hinzu kommt, dass viele Neueinsteiger gar nicht mehr verbeamtet werden, d.h. dieser Weg in den garantierten Lebensluxus steht nicht mehr jedem offen.

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WiWi Gast

Re: Lehrerehepaar mit 12k netto pro Monat

6k netto sind da leider nicht mögich. Die verdienen schon nicht schlecht, aber von 6k netto sind die schon noch etwas entfernt.

Blick in die Besoldungstabelle geworfen (A15 - die beiden
sind auf dem Papier Studienrektoren, leiten aber nicht die
Schule.

50% sind also StD .... sorry, das ist wenig glaubhaft. Die Schule möchte ich gerne mal sehen.

50% der Lehrer an der Schule haben den Status

Studienrektor).

Mit entsprechenden Zuschlägen (verheiratet,

Kinder) sind da 6k pro Person anscheinend tatsächlich locker
möglich.

Klar, davon geht noch der Beitrag für die private

Krankenversicherung weg. Aber diese Summe ist schon enorm,
das verdient in der freien Wirtschaft (abgesehen von
Führungskräften) kaum jemand. Achja, aktuell sind die beiden
seit etwa vier Jahren bei 100% Lohnfortzahlung durchgängig
krankgeschrieben.

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WiWi Gast

Re: Lehrerehepaar mit 12k netto pro Monat

"Was im Internet steht, stimmt stets" Dieses Zitat stammt aus 1863 und ist von Abraham Lincoln...

Faktencheck:
Ein Studiendirektor mit A15, Stufe 12, verheiratet, 2 Kinder, Steuerklasse 4, hätte nach Abzug der PKV etwas weniger als 4k netto. Zusammen kommen also etwas weniger als 8k raus. Und keine 12k. Das hat man, wenn man kurz vor der Pensionierung steht. Wenn überhaupt...

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WiWi Gast

Re: Lehrerehepaar mit 12k netto pro Monat

ja so ist es. frage ist nun was du mit der Erkenntnis willst. Lehrer werden?

Man sollte im Leben danach gehen was das Potential hat einen langfristig gesehen am glücklichsten zu machen

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WiWi Gast

Re: Lehrerehepaar mit 12k netto pro Monat

Dein Beitrag (Thread-Eröffner) enthält Richtiges und Vieles!

Leider ist vieles nicht richtig und richtiges nicht viel vorhanden.

Nach diesem intellektuellen Einwurf nun zu den Fakten: Welche Lehrer sind denn A15? Da gibt es nun wirklich nicht viele (das sind nämlich nur die Direktoren von Gymnasien / Schulen mit SekII)

Dass Lehrer unverhältnismäßig gut verdienen, haben wir hier schon erörtert ("Schere im Portemonnaie und im Kopf"), aber 12k pro Monat sind es sicher nicht.

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WiWi Gast

Re: Lehrerehepaar mit 12k netto pro Monat

Zumindest in Bayern siehts so aus: A15 Stufe 11 (höchste Stufe), verheiratet, 3 Kinder, StK 4 sind ca 4450 netto abzgl. private KV; Ehepartner in gleicher Stufe und StK wäre ca 4150 netto abzgl private KV (Kinderzuschlag gibts nur einmal).

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WiWi Gast

Re: Lehrerehepaar mit 12k netto pro Monat

12k brutto kommt ungefähr hin.

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WiWi Gast

Re: Lehrerehepaar mit 12k netto pro Monat

Und jetzt? Bist du neidisch oder was soll das Thema hier?

Gestern hat ein Deutscher 58,7 Millionen gewonnen, wieso hast du das noch nicht hier gepostet?

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WiWi Gast

Re: Lehrerehepaar mit 12k netto pro Monat

Don't feed the troll!!!!

"Achja, aktuell sind die beiden seit etwa vier Jahren bei 100% Lohnfortzahlung durchgängig krankgeschrieben."

Lounge Gast schrieb:

Eine Freundin hat mir letztens erzählt, Ihre Eltern würden
als Lehrer zusammen monatlich auf 12k netto kommen. Ich habe
das zuerst als Quatsch abgetan, da mir der Betrag viel zu
hoch erschien. Nachdem mir der Sachverhalt aber von weiteren
Personen bestätigt wurde, habe ich nun einfach mal einen
Blick in die Besoldungstabelle geworfen (A15 - die beiden
sind auf dem Papier Studienrektoren, leiten aber nicht die
Schule. 50% der Lehrer an der Schule haben den Status
Studienrektor). Mit entsprechenden Zuschlägen (verheiratet,
Kinder) sind da 6k pro Person anscheinend tatsächlich locker
möglich. Klar, davon geht noch der Beitrag für die private
Krankenversicherung weg. Aber diese Summe ist schon enorm,
das verdient in der freien Wirtschaft (abgesehen von
Führungskräften) kaum jemand. Achja, aktuell sind die beiden
seit etwa vier Jahren bei 100% Lohnfortzahlung durchgängig
krankgeschrieben.

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WiWi Gast

Re: Lehrerehepaar mit 12k netto pro Monat

Mein Vater ist Lehrer mit A15, meine Mutter Lehrerin im Angestelltenverhältnis.

Ahnung von der freien Wirtschaft haben die nicht wirklich...

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WiWi Gast

Re: Lehrerehepaar mit 12k netto pro Monat

"Gestern hat ein Deutscher 58,7 Millionen gewonnen, wieso hast du das noch nicht hier gepostet?"

Danke, ich hatte schon überlegt, die Woche nen Schein abzugeben.

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WiWi Gast

Re: Lehrerehepaar mit 12k netto pro Monat

Falsch. Studienrektoren (A15) gibt es auf bayerischen Gymnasien und Berufsschulen ohne Ende. Schulleiter sind Oberstudienräte (A16).

Nach diesem intellektuellen Einwurf nun zu den Fakten: Welche Lehrer sind denn > A15? Da gibt es nun wirklich nicht viele (das sind nämlich nur die Direktoren von > Gymnasien / Schulen mit SekII)

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WiWi Gast

Re: Lehrerehepaar mit 12k netto pro Monat

Bin Lehrer (A13) mit fünf Jahres Berufserfahrungen. Aktuell komme ich netto auf 3.000 Euro, davon gehen nochmal 230,- Euro für die Krankenkasse weg. Also alles andere es ein üppiges Gehalt. Dafür ist der Job sicher. Die Arbeitszeiten von Lehrern (Ich selbst habe die Fächerkombination Deutsch / Wirtschaft) ist in der Bevölkerung stark unterschätzt. Während des zweijährigen Referendariats habe ich eine reale Arbeitszeit von 45 - 55 (!) Stunden die Woche gearbeitet. Im ersten Jahr nach dem Referendariat waren es immer noch 43 Stunden pro Woche.

Durch mehr Routine und Erhöhung der Produktivität bin ich mittlerweile bei realen 36 Stunden pro Woche angekommen. Das lässt sich vielleicht in den kommenden Jahren durch noch mehr Routine noch auf etwa 32 Stunden / Woche senken, mehr Einsparpotential sehe ich da aber in meinem Fall leider nicht. Es gibt auch Kollegen (vor allem Kolleginnen), die arbeiten mit fünf Jahren Berufserfahrung immer noch 50 bis 60 Stunden die Woche. Die können sich aber selbst nicht organisieren. Ein älterer Kollege (Fächerkombination Mathe / Sport) kommt seit Jahren komplett ohne Vorbereitung der Stunden aus, kommt somit neben Veranstaltungen wie dem Elterntag und Lehrerkonferenzen real auf etwa 22 - 24 Stunden Wochenarbeitszeit.

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WiWi Gast

Re: Lehrerehepaar mit 12k netto pro Monat

Das Ehepaare mit zwei Lehrern nicht gerade zum unteren Ende der materiellen Schichtung gehören, ist allgemein bekannt. Aber 12k netto ist einfach nur Humbug.

Gut - vielleicht, wenn`s zwei Direktoren sind. Aber das ist doch quasi die Ausnahme.

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WiWi Gast

Re: Lehrerehepaar mit 12k netto pro Monat

Wer keine Ahnung hat, einfach mal....

Ich bin mit einer Lehrerin verheiratet und war vorher auch einer dieser Lehrerhasser. Zum einen muss man sehen, wie viel ein guter Lehrer arbeitet. Das ist sicherlich fach-, jahrgangs- und engagementabhängig, aber bei meiner Frau sind es im Durchschnitt 50 Stunden. Hier rechne ich übrigens die unterrichtsfreie Zeit (nicht Ferien, d.h. Arbeitstage in den Ferien) mit ein. Zunächst war ich als BWLer neidisch auf ihr Gehalt. Nach 8 Jahren im Berufsleben verdiene ich mit ähnlichem Engagement 120k und habe sie bei weitem überholt. Das einzige worüber ich mich aufrege, ist, dass bis heute kein leistungsgerechtes Entlohnungssystem gefunden werden konnte, welches den unterschiedlichen Gegebenheiten des Berufsbilds Rechnung trägt.

Bzgl. der realistischen Lehrergehälter ist es bei kaum einer Berufsgruppe online noch genauer nachvollziehbar. Einfach mal nach Besoldungstabellen googlen und Taschenrechner holen. Dann hat man das Gesamtbrutto und kann noch den Nettorechner für Beamte googlen (so denn man auch das Glück hat heute noch verbeamtet zu werden).

Jetzt kann man natürlich noch die Pensionen gegenrechnen (um die Rechnung etwas anspruchsvoller zu machen). Fertig! Wer jetzt noch neidisch ist, wäre a) kein guter Lehrer geworden und weiß b) nicht, dass auch die Berufswahl eine Frage der Intelligenz ist ;-)

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WiWi Gast

Re: Lehrerehepaar mit 12k netto pro Monat

"auf gerade mal 9,5k netto."

Oh mein Gott.. das ist wirklich nicht zum reich werden... Hast du schon Maßnahmen getroffen, dass dir deine Eltern im Alter nicht auf der Tasche liegen?

*husthust...*

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WiWi Gast

Re: Lehrerehepaar mit 12k netto pro Monat

"Bin Lehrer (A13) mit fünf Jahres Berufserfahrungen. Aktuell komme ich netto auf 3.000 Euro, davon gehen nochmal 230,- Euro für die Krankenkasse weg. Also alles andere es ein üppiges Gehalt. Dafür ist der Job sicher. Die Arbeitszeiten von Lehrern (Ich selbst habe die Fächerkombination Deutsch / Wirtschaft)"

Sorry bei soviel Unwissenheit krieg ich wirklich Gänsehaut.
MedianNETTOgehalt Deutschland 2012 bei ca 1640? [Quelle: Wiki zu Äquivalenzeinkommen, ich ignoriere solche Aussagen wie: "die kriegen gaaaanz sicher 12k hab ich so gehört" wenn man es auch nachschauen kann das es NICHT möglich ist mit 2x 15 höchste Stufe - sofern da nicht 10 Kinder rumlaufen]

D.h. du bist mit deinen 3000? und gerade mal 5 Jahren Berufserfahrung schon kurz davor in die EinkommensOBERSCHICHT (==200% Mediannettoeinkommen, ja das sind all diese unglaublich reichen Säcke, gegen die die linken Gutmenschen immer protestieren und die öffentlich rechtlichen gegen Lobby machen) in Dtl aufzusteigen.
Was andere Kriterien neben dem (1.) Nettogehalt angeht bist du längst schon da angekommen:

(2.) Private Krankenversicherung [Normalen Menschen nur ab Oberschichtgehalt empfohlen , möglich ab obere Mittelschichtsgehalt - zutritt für restliche Mittelschicht und Unterschicht VERBOTEN!]

(3.) Absolute Sicherheit NIEMALS in dem Arbeitsleben sozial abzusteigen sofern man nur "Dienst nach Vorschrift macht" ist ein weiteres Kriterium was nur Oberschichtenmenschen haben. Bzw nichtmal alle von denen. Der normale Bürger muss mit 50+ immer Angst haben bei der nächsten Kündigungswelle entlassen zu werden und selbst wenn er vorher zur Mittelschicht gehört hat (sprich die 1650? Einkommen als Single) ist er danach in der Unterschicht angekommen.

(4.) Bei der Unterschicht kommt er mit seinem Mediangehalt von 1650? Netto aber spätestens zum Renteneintritt an. Da ist wieder bei nem Lehrer eine üppige Pension die garantiert, dass man wenn dann nur auf oberes Mittelschichtniveau bzw unteres Oberschichtniveau zurückfällt wenn man aufhört zu arbeiten.

Der Lehrer ist in allen Punkten ein zugehöriger der Oberschicht und nicht "...alles andere als ein üppiges Gehalt..."

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WiWi Gast

Re: Lehrerehepaar mit 12k netto pro Monat

Was ist denn bitte an 2700 Euro monatlich zum Leben "kein üppiges Gehalt"?????

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WiWi Gast

Re: Lehrerehepaar mit 12k netto pro Monat

Joah ich finde ein Lehrer sollte 2000 netto verdienen und keinen Beamtenstatus haben. Das klappt auch in anderen Ländern. Da aber der Bundestag , Landtäge usw oft aus vielen Lehrern bestehen , wird sich nicht viel ändern. Es kann nicht sein , dass mit den Steuergeldern so herumgeschmissen wird. Wäre mal gespannt wie viel Lehrer die leistungsbezogen bezahlt werden , verdieren würden. wahrscheinlich zwischen 1600 netto und 2200 netto .

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WiWi Gast

Re: Lehrerehepaar mit 12k netto pro Monat

2.700 ein üppiges Gehalt?? :D
haha, der war gut.

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WiWi Gast

Re: Lehrerehepaar mit 12k netto pro Monat

2.700 Euro netto ist für einen Lehrer ein unterdurchschnittliches Gehalt, dass er höchsten in den ersten Berufsjahren erhält. Danach wird es mehr. Ich bin selbst Lehrer (A14 - derzeit 3.200 netto) und würde in einer Führungsposition in einem Industrieunternehen vermutlich mehr verdienen.

Man kann Lehrergehälter nicht mit dem Gehalt einer normalen Sachbearbeiterposition in der Industrie vergleichen. Die Verantwortung, die Zukunft der Schüler erfolgreich zu prägen, erfordert ähnliche hohe Kompetenzen, wie sie sonst nur Spitzenmanager benötigen. Und dafür ist das Gehalt wirklich nicht üppig. Ich kenne in meinem Kollegium auch kaum einen Lehrer, der sich als gut bezahlt einstufen würde. Dieses Jahr haben wir daher auch die Abschlussfahrten abgesagt, um auf unsere Situation aufmerksam zu machen. Für diese Abschlussfahrten (3 volle Tage + Vorbereitungszeit) habe wir jahrelang nie eine zusätzliche Vergütung erhalten.

Die Pensionsansprüche sind allerdings wirklich ein klares Plus. Abhängig von weiteren Beförderungen (A15 / A16) beläuft sich meine Pension später mal auf zwischen 3.400 und 4.500 Euro netto. Das wäre mit der gesetzlichen Rente wohl selbst bei 150k brutto im Jahr unmöglich.

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WiWi Gast

Re: Lehrerehepaar mit 12k netto pro Monat

Ja, es stimmt dass Beamte die wahren Gewinner dieses Systems sind. Alleine die Pensionszusage eines Gymnasiallehrers hat einen Kapitalwert, der mehrere Mio. ? beträgt. Selbiges erreichen vllt 0,1% der An in der Freien.

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WiWi Gast

Re: Lehrerehepaar mit 12k netto pro Monat

Lounge Gast schrieb:

2.700 ein üppiges Gehalt?? :D
haha, der war gut.

Vielleicht für dich nicht, für die ueberwiegende Mehrheit in Deutschland aber schon, selbst bei Akademikern.

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DAX Einkäufer

Re: Lehrerehepaar mit 12k netto pro Monat

"(3.) Absolute Sicherheit NIEMALS in dem Arbeitsleben sozial abzusteigen sofern man nur "Dienst nach Vorschrift macht" ist ein weiteres Kriterium was nur Oberschichtenmenschen haben. Bzw nichtmal alle von denen. Der normale Bürger muss mit 50+ immer Angst haben bei der nächsten Kündigungswelle entlassen zu werden und selbst wenn er vorher zur Mittelschicht gehört hat (sprich die 1650? Einkommen als Single) ist er danach in der Unterschicht angekommen."

Dafür sitzen dem Industriesachbearbeiter keine besserwisserischen Eltern im Nacken, er hat keine fest vorgeschriebenen Urlaubszeiten, er ist nicht den ganzen Tag von lernunwilligen Kindern umgeben und er muss sich auch nicht öffentlich beschimpfen lassen. Und wenn ihm alles stinkt, kann er den Arbeitgeber wechseln - Lehrer können das faktisch nicht.

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WiWi Gast

Re: Lehrerehepaar mit 12k netto pro Monat

Jaja die Lehrer...früher große Reden geschwungen und sich heute mit 12k netto abspeisen lassen. Bin ich froh, dass ich BWL studiert habe und mittlerweile über solche "Gehälter" nur schmunzeln kann.

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WiWi Gast

Re: Lehrerehepaar mit 12k netto pro Monat

12.000 netto ist absoluter Blödsinn.
Meine Eltern sind beide Lehrer am Gymnasium (Oberstudienrätin und Studiendirektor = A14 und A15) und stehen kurz vor der Pensionierung, haben also die höchste Altersstufe erreicht.

Deren Einstellung (und die Einstellung derer Kollegen und Bekannten im selben Beruf) haben zwischen Ihnen und mir schon zu etlichen Streitigkeiten geführt. Ich selber bin in der hochgelobten freien Wirtschaft tätig.
Erstmal kennen viele Lehrer den Unterschied zwischen brutto und netto nicht so richtig. Ein zusätzliches Problem ist, dass deren Anteil an der Krankenversicherung nicht direkt vom Gehalt abgezogen wird, sondern von Ihnen selbst beglichen wird, was die Benennung des "wahren" Nettogehalts noch weiter verkompliziert. Dazu kommt, dass sie ihr wahres Bruttogehalt nicht einschätzen können, weil ihnen nicht so ganz klar ist, was es bedeutet, von der Sozialversicherungspflicht befreit zu sein. Diese Problematik wird selbst durch seriöse Zeitungen noch verschärft, wenn Gehaltsstudien einfach Bruttogehälter nebeneinander stellen und dabei gar nicht zwischen den Abzügen von Selbständigen, Angestellten und Beamten unterscheiden. Da kommt dann häufig der Beamte auf den ersten Blick schlecht weg, wäre aber unter dem Strich der eigentliche Sieger. Bloß will das niemand sehen.
Hieraus resultiert dann die unumstößliche Meinung, dass Lehrer unglaublich schlecht verdienen und in der freien Wirtschaft so viel mehr Geld bekommen würden.

Mein Schwager ist auch Lehrer (A13 am Gymnasium mit Sport und SoWi). Der hat sich im Studium nicht gerade kaputt gemacht, bekommt zum Berufseinsteig ein Nettogehalt (nach Abzug der PKV) von gut 2.300 ? und hat ein gutes Leben. Ich kenne nicht viele Berufseinsteiger mit einem derartigen Gehalt.
Meine Eltern haben nun kurz vor der Pensionierung zusammen nach Abzug der PKV knappe 7.000 ?. Beide Kinder sind aus dem Haus (welches abgezahlt ist) und es winkt in wenigen Jahren eine üppige Pension. Trotzdem fühlen sich beide oft übervorteilt und haben ständig das Gefühl, andere würden mehr bekommen.
Beispiel: Ein Nachbar hat einen Firmenwagen. Da wird dann genörgelt, wie teuer das eigene Auto in Anschaffung und Unterhalt ist während "man in der freien Wirtschaft das Auto vom Chef bezahlt bekommt". Dass sowas Gehaltsbestandteil ist und auch recht hoch versteuert werden muss interessiert da gar nicht.

Insgesamt haben Lehrer ein gutes Gehalt, sind aber oft nicht in der Lage mit Geld umzugehen oder wirtschaftlich sinnvolle und eigenverantwortliche Entscheidungen zu treffen (so jedenfalls meine Erfahrung im Bekanntenkreis).
Ich will keine Neiddebatte starten und habe auch großen Respekt davor, wenn jemand den ganzen Vormittag vor einer Klasse steht.
Mir selber geht es auch gut, ich habe ein gutes Gehalt und kenne auch die Schattenseiten meines Berufes und der freien Wirtschaft generell und finde das Gesamtpaket ausgewogen. Gehaltlich liege ich drei Jahre nach Berufseinstieg bei 2.800 ? netto und lege jeden Monat die Hälfte des Gehaltes auf die Hohe Kante (Anzahlung für Eigenheim in ein paar Jahren) und käme nie auf die Idee mein Gehalt als ein "alles andere als üppiges" zu bezeichnen.

Generell haben viele Lehrer aber oft keine Ahnung von Gehältern und Gehaltsstrukturen und erzählen in der Hinsicht viel Mist. Beim letzten Klassentreffen hat mir ein frisch gebackener Lehrer erzählt, er hätte 3.500 ? netto im Monat (mit 32 Jahren ohne Kinder und unverheiratet), was aber sehr wenig wäre, weil sein Bruder, der gerade Assistenzarzt ist bereits 8.000 ? netto verdienen würde.
Ein anderer Lehrer hat mir mal erzählt, dass er, wenn er Anwalt wäre, locker das zehnfache verdienen würde. Falls hier jemand einen Anwalt kennt, der mit Anfang 30 im Monat 23.000 ? netto verdient, bitte ich um einen kurzen Hinweis.

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WiWi Gast

Re: Lehrerehepaar mit 12k netto pro Monat

SOrry, ich hab ein "k" vergessen. Ich meinte "Kein üppiges Gehalt?!"

Lounge Gast schrieb:

Lounge Gast schrieb:

2.700 ein üppiges Gehalt?? :D
haha, der war gut.

Vielleicht für dich nicht, für die ueberwiegende Mehrheit in
Deutschland aber schon, selbst bei Akademikern.

antworten
WiWi Gast

Re: Lehrerehepaar mit 12k netto pro Monat

ICH KANN DAS NICHT GLAUBEN!

Meine Freundin ist auch angehende Lehrerin. Ich sag euch mal meine Meinung: Ein GUTER Lehrer zu sein - dafür bedarf es so einiges an Kompetenzen - da geb ich dir komplett recht. Und ein guter Lehrer ist mit 3.000 netto definitiv nicht überbezahlt. Da geb ich dir auch recht.

Aber ein paar Dinge:

  1. Ihr habt einen RIESIGEN Freiraum und Gestaltungsraum bei der Arbeit und keinen Chef, der euch sagt, was wie wann wo mit wem zu erledigen ist. Das ist ne geile Sache - genießt es.

  2. Ihr habt im Gegensatz zu allen anderen Arbeitnehmern, die Möglichkeit, auch mal unter der Woche vormittags oder nachmittags z.B. zum Sport zu gehen und könnt euch die Zeit recht frei einteilen.

  3. Ihr habt sehr viel Urlaub und auch wenn während der Ferien mal gearbeitet wird, habt ihr JEDES JAHR die Möglichkeit, auch mal ne längere 4-Wochen-Reise wohin zu machen. Wer kann das schon sonst?!

  4. Ihr erzählt immer, dass 3.200 netto kein üppiges Gehalt sind?! BITTE?! Erstens gibt es nicht sehr viele Leute in der freien Writschaft, die soviel Geld verdienen mit 30 oder so. Zweitens- mach dir mal Gedanken darüber, was eigentlich nötig ist, damit du 4.000 netto in der Wirtschaft bekommst? Führungsposition = Immer erreichbar sein = Klappe halten, wenn dich was stört = 90% leben für den Job.

Ich würde SOFORT mit jedem Lehrer tauschen. Wie gesagt - ein guter Lehrer verdient das gute Gehalt auch. Aber es ist und bleibt ein gutes Gehalt. In Kombination mit den anderen Vorteilen, die der Job erlaubt - darf sich kein Lehrer beschweren - auch in puncto Jobsicherheit.

Ich finde, man kann echt neidsich auf euch Lehrer sein - also genießt es. Und hört auf, was zu labern, wie wenig ihr verdient. Das sit realitätsfremd!!!!
Und wenn ihr mal ein halbes Jahr nen Gang runterschlatet, und der Unterricht vllt etwas weniger super ist - das stört so NIEMANDEN.

Lounge Gast schrieb:

2.700 Euro netto ist für einen Lehrer ein
unterdurchschnittliches Gehalt, dass er höchsten in den
ersten Berufsjahren erhält. Danach wird es mehr. Ich bin
selbst Lehrer (A14 - derzeit 3.200 netto) und würde in einer
Führungsposition in einem Industrieunternehen vermutlich mehr
verdienen.

Man kann Lehrergehälter nicht mit dem Gehalt einer normalen
Sachbearbeiterposition in der Industrie vergleichen. Die
Verantwortung, die Zukunft der Schüler erfolgreich zu prägen,
erfordert ähnliche hohe Kompetenzen, wie sie sonst nur
Spitzenmanager benötigen. Und dafür ist das Gehalt wirklich
nicht üppig. Ich kenne in meinem Kollegium auch kaum einen
Lehrer, der sich als gut bezahlt einstufen würde. Dieses Jahr
haben wir daher auch die Abschlussfahrten abgesagt, um auf
unsere Situation aufmerksam zu machen. Für diese
Abschlussfahrten (3 volle Tage + Vorbereitungszeit) habe wir
jahrelang nie eine zusätzliche Vergütung erhalten.

Die Pensionsansprüche sind allerdings wirklich ein klares
Plus. Abhängig von weiteren Beförderungen (A15 / A16) beläuft
sich meine Pension später mal auf zwischen 3.400 und 4.500
Euro netto. Das wäre mit der gesetzlichen Rente wohl selbst
bei 150k brutto im Jahr unmöglich.

antworten
WiWi Gast

Re: Lehrerehepaar mit 12k netto pro Monat

Sicherlich muss man als Lehrer noch einiges zu Hause arbeiten bzw. vorbereiten ABER, selbst wenn man das einrechnet ist das immer noch ein lauer Job, was Arbeitszeit / Gehalt verhaeltnis anbelangt. Vor allem in der heutigen Zeit, wo die 8h30 bis 16h30 Buerojobs immer weniger werden. Wenn du die ersten drei, vier Jahre dich ordentlich vorberietest, hast du alle Unterlagen parat. Wenn du nicht zu den engagierten Lehrern gehoerst, kannst du danach locker dein Arbeitspensum auf den Unterricht + Korrekturen runterfahren.

Denkt doch mal zurueck an eure Schulzeit. Klassenarbeiten werden von den meisten ewig nicht korrigiert, es wird Unerricht an der Mindestleistungsgrenze gemacht, ohne den Versuch mal zu unternehmen den Schuelern praktische Anwendungen beizubringen. Selbst wenn man durchgaengig von 8h bis 15h unterrichten wuerde und noch 3h pro Tag den Unterricht vor/nachbereitet, waere das immer noch ein lauer Job mit Hinblick auf Ferien und Gehalt. Die Realitaet sieht doch ganz anders aus. Unterricht von 8h-14h in der Regel, mit Freistunden und alle drei/vier Wochen mal Klassenarbeiten korrigieren ...

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DAX Einkäufer

Re: Lehrerehepaar mit 12k netto pro Monat

"Meine Eltern sind beide Lehrer am Gymnasium (Oberstudienrätin und Studiendirektor = A14 und A15) und stehen kurz vor der Pensionierung, haben also die höchste Altersstufe erreicht."

Hervorragender Beitrag! Sehr viel Wahrheit enthalten. Zwei Sätze möchte ich als besonders wahr herausstellen:

"Generell haben viele Lehrer aber oft keine Ahnung von Gehältern und Gehaltsstrukturen und erzählen in der Hinsicht viel Mist."

und

"Trotzdem fühlen sich beide oft übervorteilt und haben ständig das Gefühl, andere würden mehr bekommen."

Richtig. Die Kombination aus beidem ist besonders oft vorzufinden. Und trotzdem sind die meisten Lehrer mit ihrem Beruf unzufrieden. Kann man sich eigentlich kaum vorstellen.

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WiWi Gast

Re: Lehrerehepaar mit 12k netto pro Monat

Ich habe letztens die "Zeit" vom 7.8. gelesen, und zwar den Abschnitt, in dem es um Selbstbestimmtheit im Beruf sowie Arbeitszeit geht.

Dort wurden drei "Aussteiger" vorgestellt, von denen mir eine die Zornesröte ins Gesicht hat steigen lassen. Es geht um eine Lehrerin, die von ihrem normalen Unterrichtsdeputat (26 Std. pro Woche) auf 19 Std. pro Woche heruntergeht und sich damit schmückt, dass sie sich nicht vor den Karren der Leistungsgesellschaft spannen lässt. Die Gehaltseinbuße: Von vorher 3000 netto im Monat auf nun 2400 netto. Sie brauche ja nicht so viel.

2400 für 70% Arbeitszeit ist ein Gehalt, das die allermeisten hier im Forum (mich wohl eingeschlossen) nie erreichen werden.

Geschweige denn die Möglichkeit, ohne Karrierenachteile auf 70% reduzieren zu können - scheinbar wissen die Damen und Herren im Staatsdienst teilweise gar nicht, wie es "draußen" so aussieht.

Was denkt ihr dazu?

antworten
WiWi Gast

Re: Lehrerehepaar mit 12k netto pro Monat

Was hat man eigentlich für Optionen, als WiWi verbeamteter Lehrer zu werden? Mir fallen da ein:

  • FHs
  • Berufsakademien
  • Berufsschulen
  • Wirtschaftsgymnasien
  • Schulen für Fachabitur in Wirtschaft
  • Sonstige Schulen mit Wirtschaftszweig (Gymnasien oder Realschulen)

Nur: wie könnte man dahin kommen? Ich weiß z.B., dass als Berufsschullehrer die Gehaltsaussichten ähnlich sind wie als Gymnasiallehrer, man aber kein Staatsexamen braucht, so dass das auch für WiWis in Frage kommen sollte. Aber wie ist es bei den anderen? Braucht man immer zwei Fächer, die man anbieten könnte? Und wie sieht es mit der Verbeamtung aus?

antworten
DAX Einkäufer

Re: Lehrerehepaar mit 12k netto pro Monat

"Dort wurden drei "Aussteiger" vorgestellt, von denen mir eine die Zornesröte ins Gesicht hat steigen lassen. Es geht um eine Lehrerin, die von ihrem normalen Unterrichtsdeputat (26 Std. pro Woche) auf 19 Std. pro Woche heruntergeht und sich damit schmückt, dass sie sich nicht vor den Karren der Leistungsgesellschaft spannen lässt. Die Gehaltseinbuße: Von vorher 3000 netto im Monat auf nun 2400 netto. Sie brauche ja nicht so viel."

Zunächst mal: 26 Stunden sind nicht die reine Arbeitszeit, sondern nur die Unterrichtszeit. Wenn der Lehrer einen guten Job machen will, fallen pro Unterrichtsstunde nochmal 1-2 Stunden Vor- und Nachbereitung sowie Klausurenkorrektur etc. an. Das kann man nicht einfach so unter den Tisch fallen lassen.

Davon abgesehen ist eine Reduktion der Arbeitszeit bei voller Lohnanpassung doch alles andere als unfair. Wer 70% arbeitet, bekommt 70% Lohn. Wo ist das Problem? Ob man sich mit einem Grund dafür brüstet oder das einfach nur so macht, sollte doch egal sein.

"2400 für 70% Arbeitszeit ist ein Gehalt, das die allermeisten hier im Forum (mich wohl eingeschlossen) nie erreichen werden."

Dann aber auch keine 3.000 für 100%. Wenn ich die Threads hier im Forum lese ("brauche ja nicht so viel, will eigentlich lieber einen hohen Stundenlohn als ein hohes Gesamtgehalt blabla"), dann ist das Motiv dahinter kaum ein anderes.

"Geschweige denn die Möglichkeit, ohne Karrierenachteile auf 70% reduzieren zu können - scheinbar wissen die Damen und Herren im Staatsdienst teilweise gar nicht, wie es "draußen" so aussieht."

Stimmt, das wissen die nicht. Und die "draußen" wissen nicht, wie es im Staatsdienst aussieht. Karrierenachteile muss die Lehrerin natürlich nicht befürchten, da ihr im Lehrberuf faktisch kaum eine Karriere möglich ist. Welche Perspektiven soll man verlieren, wenn man keine hat?

Schau dir doch mal Beratungen an: Da werden "Sabbaticals" (="Auszeiten", aber englisch klingt's besser) angeboten mit 0% Gehalt bei 0% Arbeit, ist das nicht krass? Die brüsten sich dann damit, in den ersten Jahren genug auf die hohe Kante gelegt zu haben. Oder noch besser: Der Arbeitgeber glättet den Lohn über die Zeit, damit Steuern gespart werden. Eigentlich eiskalte Steuerhinterziehung. Wo ist da die Zornesröte?

antworten
WiWi Gast

Re: Lehrerehepaar mit 12k netto pro Monat

Genau das sind die Leute, die wir als Lehrer brauchen!

"Wie werd ich verbeamtet? Wie lasse ich mich krankschreiben? Wann kann ich in Pension?"

Lounge Gast schrieb:

Was hat man eigentlich für Optionen, als WiWi verbeamteter
Lehrer zu werden? Mir fallen da ein:

  • FHs
  • Berufsakademien
  • Berufsschulen
  • Wirtschaftsgymnasien
  • Schulen für Fachabitur in Wirtschaft
  • Sonstige Schulen mit Wirtschaftszweig (Gymnasien oder
    Realschulen)

Nur: wie könnte man dahin kommen? Ich weiß z.B., dass als
Berufsschullehrer die Gehaltsaussichten ähnlich sind wie als
Gymnasiallehrer, man aber kein Staatsexamen braucht, so dass
das auch für WiWis in Frage kommen sollte. Aber wie ist es
bei den anderen? Braucht man immer zwei Fächer, die man
anbieten könnte? Und wie sieht es mit der Verbeamtung aus?

antworten
WiWi Gast

Re: Lehrerehepaar mit 12k netto pro Monat

Zunächst einmal heißt es StudienDIrektor.

Der "-Direktor" bezeichnet die Besoldungstufe A 15 (so auch Regierungsdirektor, Krimininaldirketor, etc.). Hiervon gibt es in den Schulen nur sehr wenige. Der Regelfall ist A 13 (Studienrat), vereinzelt gibt es Lehrer, die A 14 besoldet werden (Oberstudienrat). In einiges Bundesländern wird im Übrigen nicht mehr verbeamtet; da darf dann ein Studierter über Jahr mit 1700 bis 2000 Euro pro Monat (je nach Bundesland) klar kommen.

12000 Euro Netto für ein Lehrerpaar mögen theoretisch möglich sein, da müssen BEIDE aber a) min. A 15 sein, b) kurz vor der Pensionierung (und nicht mit Mitte 50!) stehen, c) 3+ Kinder haben und d) in einem südwestdeutschen Bundesland leben.

Die allermeisten Lehrerpärchen werden auch nicht annähernd auf ein Nettogehalt in dieser Höhe kommen.

Interessant finde ich übrigens, dass insb. WiWi ein Problem mit Lehreren haben (so zumindest der wiederholte Tenor in diesem Forum). Warum eigentlich?

Lounge Gast schrieb:

Eine Freundin hat mir letztens erzählt, Ihre Eltern würden
als Lehrer zusammen monatlich auf 12k netto kommen. Ich habe
das zuerst als Quatsch abgetan, da mir der Betrag viel zu
hoch erschien. Nachdem mir der Sachverhalt aber von weiteren
Personen bestätigt wurde, habe ich nun einfach mal einen
Blick in die Besoldungstabelle geworfen (A15 - die beiden
sind auf dem Papier Studienrektoren, leiten aber nicht die
Schule. 50% der Lehrer an der Schule haben den Status
Studienrektor). Mit entsprechenden Zuschlägen (verheiratet,
Kinder) sind da 6k pro Person anscheinend tatsächlich locker
möglich. Klar, davon geht noch der Beitrag für die private
Krankenversicherung weg. Aber diese Summe ist schon enorm,
das verdient in der freien Wirtschaft (abgesehen von
Führungskräften) kaum jemand. Achja, aktuell sind die beiden
seit etwa vier Jahren bei 100% Lohnfortzahlung durchgängig
krankgeschrieben.

antworten
WiWi Gast

Re: Lehrerehepaar mit 12k netto pro Monat

Also Beamter könnt ihr als WiWi beim BRH, BaFin, deutschen BB werden.
Bei mir hat es geklappt.
Bin sehr glücklich als Beamter-WiWi.
War 5 Jahre in Wirtschaftsbetrieben. Nie wieder!

antworten
WiWi Gast

Re: Lehrerehepaar mit 12k netto pro Monat

Ich kenne einen Lehrer, der macht sich auch einen Entspannten.... dampft täglich Gras, guckt Filme bis zum Abwinken und fährt einen geilen Jaguar.
Doch ich verrate euch, er ist tottraurig im Leben.

Geld ist nicht alles, doch im Jaguar weint es sich besser als aufm Fahrrad ;)

antworten
WiWi Gast

Re: Lehrerehepaar mit 12k netto pro Monat

Zu allerersts ist der TE wohl nicht sehr hell oder ein Troll, wenn er in die Gehaltstabellen schaut und die "12k netto" immer noch glaubt und hier postet... So Leute, au mann....

Die Lehrer-/Beamten-Thematik mal ganzheitlich betrachtet:

Der Lehrerberuf gilt immer noch als schlecht bezahlt, zum einen behaupten das Lehrer immer selber (siehe Gründe oben, insbes. Bruttogehaltsvergleiche statt Netto etc.), zum anderen hat sich das generell in Köpfen festgesetzt.

Die motivierten Abiturienten (=karrierebewusst, karrieregeil, halten sich für overperformer [nicht notwendigerweise tatsächlich overperformer], wollen was leisten und viel Geld dafür...) meiden so natürlich den Lehrerberuf und machen hippe Sachen wie BWL oder MINT. Lehramt studieren eher junge Leute, denen Sicherheit wichtig ist, oder Vereinbarkeit Familie+Beruf, keine Ahnung haben was sie sonst machen sollen (die gibts bei BWL aber auch zu genüge).

Im Studium freuen sich die kleinen overperformer auf die große Kohle. Dann nach dem Studium arbeiten sie bei den Big4 60h/Woche und für 40k und träumen weiter von der großen Karriere. Irgendwann schauen sie aber abends im Hotel aus Langeweile doch mal die Lohntabellen an und merken, dass die faule naive Geschichts-Erkunde-Studentin, die immer erst um 12 Uhr an der Uni war, ca. 50 % mehr verdient als sie. Klar ist man da sauer und postet das im Wiwi-Forum und redet von "Zornesröte" und "Entrüstung".

Der Lehrer dagegen sucht nicht die Anerkennung durch Erfolg im Job (sonst hätte er ja was anderes gemacht) und will nur seine Ruhe haben. Und da alle immer meckern, die Lehrer hätten zuviel Ferien, beruhigt man sein Umfeld in dem man "viel weniger Gehalt als in Industrie" redet und das mit dem Bruttogehalt oder dem Geschäftsführer-Nachbarn begründet.

Tja, und so fängt der Kreislauf von vorne an.

Merke: Berufswahl hat auch was mit Intelligenz zu tun!

antworten
WiWi Gast

Re: Lehrerehepaar mit 12k netto pro Monat

Hier stellt sich schon die Frage: welche Möglichkeiten haben WiWis denn an Schulen?

Ich kenne da nur Wirtschaftspadagogik, die Leute können immer an Berufsschulen und werden auch häufig verbeamtet. Da das aber 95% ein BWL Studium ist, sollte man doch auch als BWLer an die Berufsschule kommen? Oder an Wirtschaftsgymnasien?

Lehramt hatte ich damals durchaus in Betracht gezogen und Lehre auch an der Uni hat mir auch immer Spaß gemacht.

antworten
WiWi Gast

Re: Lehrerehepaar mit 12k netto pro Monat

Wenn man sich im Beamtenbereich auskennt, stellt man in diesem Forum immer wieder fest, wie viel Mist hier verzapft wird. Dazu gehört auch die immer wiederkehrende Verwechslung von brutto und netto. Und ein Beamter, der längere Zeit krank geschrieben ist, wird zwangsweise einer amtsärztlichen Untersuchung zugeführt. Wenn er noch Beamter auf Probe ist, wird er bei andauernder Erkrankung wegen Dienstunfähigkeit entlassen und steht ohne Gehalt auf der Straße. Ein Beamter auf Lebenszeit wird bei Dienstunfähigkeit zwangsweise pensioniert. Dann gibt es nur noch eine Pension. Wenn ein A15-Beamter nach 30 Jahren Dienstzeit als dienstunfähig in den Ruhestand versetzt wird, werden aus 6.000 Euro Bruttogehalt ungefähr 2.400 Euro netto-Pension (Junggeselle ohne Familienzulage). Auch viele Gymnasiallehrer erreichen die A15 nicht- Realschulehrer und Hauptschullehrer sowieso nicht. Die haben dann alle noch deutlich weniger. Was mir überhaupt nicht klar ist: hier unterstellen alle immer den Status "verheiratet". In der Realität sind aber im pensionsnahen Alter sehr viele Arbeitnehmer und Beamte alleinstehend. Entweder, weil sie nie geheiratet haben oder weil sie geschieden sind.

Lounge Gast schrieb:

Don't feed the troll!!!!

"Achja, aktuell sind die beiden seit etwa vier Jahren
bei 100% Lohnfortzahlung durchgängig krankgeschrieben."

Lounge Gast schrieb:

Eine Freundin hat mir letztens erzählt, Ihre Eltern würden
als Lehrer zusammen monatlich auf 12k netto kommen. Ich
habe
das zuerst als Quatsch abgetan, da mir der Betrag viel zu
hoch erschien. Nachdem mir der Sachverhalt aber von
weiteren
Personen bestätigt wurde, habe ich nun einfach mal einen
Blick in die Besoldungstabelle geworfen (A15 - die beiden
sind auf dem Papier Studienrektoren, leiten aber nicht die
Schule. 50% der Lehrer an der Schule haben den Status
Studienrektor). Mit entsprechenden Zuschlägen
(verheiratet,
Kinder) sind da 6k pro Person anscheinend tatsächlich
locker
möglich. Klar, davon geht noch der Beitrag für die private
Krankenversicherung weg. Aber diese Summe ist schon enorm,
das verdient in der freien Wirtschaft (abgesehen von
Führungskräften) kaum jemand. Achja, aktuell sind die
beiden
seit etwa vier Jahren bei 100% Lohnfortzahlung durchgängig
krankgeschrieben.

antworten
WiWi Gast

Re: Lehrerehepaar mit 12k netto pro Monat

Lounge Gast schrieb:

Wenn man sich im Beamtenbereich auskennt, stellt man in
diesem Forum immer wieder fest, wie viel Mist hier verzapft
wird. Dazu gehört auch die immer wiederkehrende Verwechslung
von brutto und netto. Und ein Beamter, der längere Zeit krank
geschrieben ist, wird zwangsweise einer amtsärztlichen
Untersuchung zugeführt. Wenn er noch Beamter auf Probe ist,
wird er bei andauernder Erkrankung wegen Dienstunfähigkeit
entlassen und steht ohne Gehalt auf der Straße. Ein Beamter
auf Lebenszeit wird bei Dienstunfähigkeit zwangsweise
pensioniert. Dann gibt es nur noch eine Pension. Wenn ein
A15-Beamter nach 30 Jahren Dienstzeit als dienstunfähig in
den Ruhestand versetzt wird, werden aus 6.000 Euro
Bruttogehalt ungefähr 2.400 Euro netto-Pension (Junggeselle
ohne Familienzulage). Auch viele Gymnasiallehrer erreichen
die A15 nicht- Realschulehrer und Hauptschullehrer sowieso
nicht. Die haben dann alle noch deutlich weniger. Was mir
überhaupt nicht klar ist: hier unterstellen alle immer den
Status "verheiratet". In der Realität sind aber im
pensionsnahen Alter sehr viele Arbeitnehmer und Beamte
alleinstehend. Entweder, weil sie nie geheiratet haben oder
weil sie geschieden sind.

Lounge Gast schrieb:

Don't feed the troll!!!!

"Achja, aktuell sind die beiden seit etwa vier Jahren
bei 100% Lohnfortzahlung durchgängig
krankgeschrieben."

Lounge Gast schrieb:

Eine Freundin hat mir letztens erzählt, Ihre Eltern
würden
als Lehrer zusammen monatlich auf 12k netto kommen.
Ich
habe
das zuerst als Quatsch abgetan, da mir der Betrag
viel zu
hoch erschien. Nachdem mir der Sachverhalt aber von
weiteren
Personen bestätigt wurde, habe ich nun einfach mal
einen
Blick in die Besoldungstabelle geworfen (A15 - die
beiden
sind auf dem Papier Studienrektoren, leiten aber
nicht die
Schule. 50% der Lehrer an der Schule haben den Status
Studienrektor). Mit entsprechenden Zuschlägen
(verheiratet,
Kinder) sind da 6k pro Person anscheinend tatsächlich
locker
möglich. Klar, davon geht noch der Beitrag für die
private
Krankenversicherung weg. Aber diese Summe ist schon
enorm,
das verdient in der freien Wirtschaft (abgesehen von
Führungskräften) kaum jemand. Achja, aktuell sind die
beiden
seit etwa vier Jahren bei 100% Lohnfortzahlung
durchgängig
krankgeschrieben.

Das sind halt die üblichen Provokationsposts, die entweder was mit Beamten/Handwerker/Fließbandarbeiter/Mega-Einsteigern zu tun haben, die absolut unglaublich verdienen würden. Jede Woche kommt ein neuer.

Da geht's auch nicht um Logik, sondern nur um die Provokation.

antworten
WiWi Gast

Re: Lehrerehepaar mit 12k netto pro Monat

Lounge Gast schrieb:

Hier stellt sich schon die Frage: welche Möglichkeiten haben
WiWis denn an Schulen?

Ich kenne da nur Wirtschaftspadagogik, die Leute können immer
an Berufsschulen und werden auch häufig verbeamtet. Da das
aber 95% ein BWL Studium ist, sollte man doch auch als BWLer
an die Berufsschule kommen? Oder an Wirtschaftsgymnasien?

Lehramt hatte ich damals durchaus in Betracht gezogen und
Lehre auch an der Uni hat mir auch immer Spaß gemacht.

Grundsätzlich keine!

  • Das sind Sonderstellen für Quereinsteiger. Der Bedarf wird jedes Jahr extra ermittelt und dann als Sonderausbildung angeboten (Hompages der Kultusministerien checken). In den letzten Jahren werden kaum mehr Quereinsteiger gesucht (und wenn dann in Physik oder Mathe), weil es sehr viele Lehrer gibt. Schau einfach mal nach!

  • Die Quereinsteiger werden fast nie verbeamtet, sondern erhalten befristete Verträge (normalerweise 2 Jahre). Wenn es vorbei ist, ist es vorbei. Einzelfälle mit Glück gibt es aber immer.

  • Das Risiko quereinzusteigen, wieder rauszufliegen und dann ohne Berufserfahrung in der freien Wirtschaft wieder bei Null zu starten ist also groß.

  • Wirtschaftspädagogik ist ein extra Studiengang. Damit geht man von Anfang an auf Leher. Zu Diplomzeiten wurden viele Teile des BWL-Studienganges dafür anerkannt. Allerdings ist auch das keine Garantie für irgendeine Stelle oder gar eine Verbeamtung.
antworten
WiWi Gast

Re: Lehrerehepaar mit 12k netto pro Monat

Was für eine aus der Luft gegriffene Behauptung! Wieviel % der Lehrer im pensionsnahen Alter sind denn alleinstehend?

Lounge Gast schrieb:
(...)

In der Realität sind aber im
pensionsnahen Alter sehr viele Arbeitnehmer und Beamte
alleinstehend. Entweder, weil sie nie geheiratet haben oder
weil sie geschieden sind.

antworten
WiWi Gast

Re: Lehrerehepaar mit 12k netto pro Monat

Lounge Gast schrieb:

Was für eine aus der Luft gegriffene Behauptung! Wieviel %
der Lehrer im pensionsnahen Alter sind denn alleinstehend?

Lounge Gast schrieb:
(...)

In der Realität sind aber im
pensionsnahen Alter sehr viele Arbeitnehmer und Beamte
alleinstehend. Entweder, weil sie nie geheiratet haben
oder
weil sie geschieden sind.

...und wie viele davon haben kleine(!!!!) Kinder? ;)

antworten
WiWi Gast

Re: Lehrerehepaar mit 12k netto pro Monat

Ist die persönliche Erfahrung aus dem Bekanntenkreis. Ist nicht nur auf Lehrer bezogen. Sieh Dir mal die Single-Quoten in den Städten an. Das sind nicht nur junge Leute, sondern auch ganz viele Ü50. Natürlich hatten viele mal eine Familie, andere aber auch nicht. Gegenfrage: Wieviele Beamte im pensionsnahen Alter sind verheiratet?

Lounge Gast schrieb:

Was für eine aus der Luft gegriffene Behauptung! Wieviel %
der Lehrer im pensionsnahen Alter sind denn alleinstehend?

Lounge Gast schrieb:
(...)

In der Realität sind aber im
pensionsnahen Alter sehr viele Arbeitnehmer und Beamte
alleinstehend. Entweder, weil sie nie geheiratet haben
oder
weil sie geschieden sind.

antworten
WiWi Gast

Re: Lehrerehepaar mit 12k netto pro Monat

Es geht doch nicht darum, wieviel % der Lehrer Single sind. Fakt ist doch, dass dieser Beruf gerade für Frauen äußerst familienfreundlich ist aufgrund der hohen Sicherheit und den Arbeitszeiten, bei denen sich Familie und Beruf sehr gut unter einen Hut bringen lassen. Dazu kommt, dass mein Chef mir kein Extragehalt (Familienzuschlag, Kinderzuschlag) dafür gibt, dass ich geheiratet habe und mich nun munter fortpflanze.

Schade ist auch eher, dass viele Privilegien des Berufsbeamtentum gar nicht als solche erkannt werden und eher als Selbstverständlichkeit hingenommen werden. Dies gepaart mit der Überzeugung, dass ein A13-Gehalt so eine Art Existenzminimum darstellt (mir gegenüber hat ein Lehrer mal mit dem Brustton der Überzeugung geäußert, dass für sein Gehalt keine Putzfrau morgens aufstehen würde).

Das ganze Problem wird dadurch verschärft, dass Lehrer gerne unter sich bleiben, also Partner häufig den selben Beruf haben und auch der Freundeskreis in der selben Zunft tätig ist. Das erschwert den Blick über den Tellerrand.

Ich selber habe einen Freundeskreis, der eine große Palette der Berufe umfasst (vom selbständigen Handwerkermeister über Betriebswirte und Juristen in unterschiedlichsten Branchen, Bank- und Industriekaufleute, Ärzte, Ingenieure und Polizisten und einem Landwirt ist alles dabei). Da gewinnt man doch einen großen Überblick über die Vor- und Nachteile vieler Berufsgruppen. Bei Lehrern beschränkt sich dieser Blickwinkel häufig auf die Kollegen, die aufgrund der Fächerkombination weniger zu korrigieren haben oder den Nachbarn, der allein schon deshalb reich sein muss, weil er jeden Tag im Anzug das Haus verlässt und in einen Dienstwagen steigt.

antworten
WiWi Gast

Re: Lehrerehepaar mit 12k netto pro Monat

Wieso Steuerhinterziehung. Solange ich als Privatperson nicht bilanziere und das Zuflussprinzip gilt (§11 Abs. 1 EStG) ist das doch völlig legal. Das Unternehmen bildet eine entsprechende Rückstellung.

Gesetzeskonformer geht es ja wohl kaum ......

antworten
WiWi Gast

Re: Lehrerehepaar mit 12k netto pro Monat

Ihr unterschlagt einen nicht unerheblichen Bestandteil der Besoldung vieler Beamten:

Die Prämie.
Bei obersten Bundesbehörden z.B. kommen da regelmäßig ein paar Tausender (netto) oben drauf.

Kann mich nicht beklagen :-)

antworten
WiWi Gast

Re: Lehrerehepaar mit 12k netto pro Monat

An deinem Post ist viel wahres dran.

Meine Freundin ist auch angehende Lehrerin und wir haben auch entsprechend einige Lehrer im engeren Freundeskreis.
Und ich hab noch viele Freundschaften aus Schulzeiten aufrecht erhalten können - da kriegt man ganz gut was mit - auch, dass nicht alles Gold ist was glänzt.
Ein paar Punkte, die ich beobachtet haben möchte, Freundeskreis alle so Ende 20 mittlerweile.

Lehrer:

  • Die meisten Lehrer sind sich überhaupt nicht bewusst, dass 3.000 netto im Monat ein ziemlich gutes Gehalt sind.
  • Lehramt ist definitiv ein sehr anspruchsvoller Job und verlangt überdurchschnittlichen Einsatz, wenn man ihn gut machen will. Das Bild vom faulen Lehrer, der nur für eine 20h in die Schule kommt, stimmt so nur äußerst selten; die meisten Lehrer, die ich kenne, arbeiten deutlich >40h und der Job kann auch ganz schön anstrengend sein. Die Urlaubstage sind natürlich der Hammer dafür.
  • Die angehenden Lehrer haben eigentlich ALLE extrem Angst, keinen festen Job zu bekommen - von Verbeamtung mal ganz zu schweigen. Da herrscht schon enormer Druck, weil man mit nem 2er Examen quasi "eh nix kriegt" Schön ist das nich.
  • Würde ich heute Abi machen, würde ich Lehramt studieren. Nich nur wegen Geld und Ferien, sondern auch, weil ich galube, das mit der Job echt spaß machen würde

Andere Berufsgruppen im engen Freundeskreis:

  • Ein Ingenieur, der richtig gut ist, aber ne Arbeitsumgebung hat, wo man nur rumpimmeln kann. Auch scheiße
  • Ein Arzt, der nach einem echt langen Studium und Praktischem jahr als Anästhesist quasi Fließbandarbeit verrichtet und auf bessere Zeiten hofft
  • Eine Ärztin, die am Uniklimikum arbeitet und durch Schichdienst und pur Arbeitszeiten nicht mehr weiß, wo ihr Leben geblieben ist
  • Berater bei großen UBs, die sehr gut verdienen und sicherlich Karriere machen werden, aber dafür auch vieles opfern
  • Berater bei kleinen UBs, die sicher auch nich schlecht verdienen, aber so richtig happy sind die alle nich mit ihrem Job
  • Ein Soziologe, der langsam dahinter kommt, dass ihn außer die "Wissenschaft" niemand da draußen braucht
  • Juristen, die mit Ende 20, das erstemal überhaupt sowas wie praktische Erfahrung im Ref sammeln. Die wissen noch gar nich, wie ein Arbeitsleben aussieht, werden aber sofern sie nen Top Examen haben, sicher gut vedienen später
  • IT-Consultants, die in puncto Stundenlohn momentan sicher zu den erfolgreichsten gehören
  • Zwei Architekten, die bei krassen 60h-Wochen UNGLAUBLICH wenig verdienen
  • 1 Ergotherapeutin, die happy mit dem Job ist und ok verdient, aber natürlich gern mehr verdienen würde
  • 1 Facharbeiter, der wie ich finde mit 2300 netto echt ok verdient, zumal in einer billigen Region vom Wohnraum her. Ist eigentlich mit nem 3000 netto Gehalt in Hamburg fast gleichzusetzen

Soweit so gut.... Jobtechnisch haben die ITler es natürlich ziemlcih geil. Die können überall morgen anfangen. Vom Gesamtpackage her bin ich neidisch auf die Lehrer - aber nur, weil mir der Job auch zusagen würde.

Von denen hat noch niemand Kinder - d.h. das Thema Familiengründung wird natürlich in den nächsten Jahren bei vielen kommen, und dann werden die Karten irgendwie eh neu gemischt.
Dann ist vllt Spaß am Job etwas weniger wichtig, dafür aber Vereinbarkeit mit Familie.

Ach ja.... was ist das alles kompliziert. Hätte man uns das damals beim Abi gesagt....
Erfüllung im Job + Geld + Zeit für Familie (NEIN, nciht nur am Wochenende)... wer die Kombi kriegt, hat den Jackpot geknackt. Hab aber nich das Gefühl, dass das sonderlich vielen gelingt.

Lounge Gast schrieb:

Es geht doch nicht darum, wieviel % der Lehrer Single sind.
Fakt ist doch, dass dieser Beruf gerade für Frauen äußerst
familienfreundlich ist aufgrund der hohen Sicherheit und den
Arbeitszeiten, bei denen sich Familie und Beruf sehr gut
unter einen Hut bringen lassen. Dazu kommt, dass mein Chef
mir kein Extragehalt (Familienzuschlag, Kinderzuschlag) dafür
gibt, dass ich geheiratet habe und mich nun munter fortpflanze.

Schade ist auch eher, dass viele Privilegien des
Berufsbeamtentum gar nicht als solche erkannt werden und eher
als Selbstverständlichkeit hingenommen werden. Dies gepaart
mit der Überzeugung, dass ein A13-Gehalt so eine Art
Existenzminimum darstellt (mir gegenüber hat ein Lehrer mal
mit dem Brustton der Überzeugung geäußert, dass für sein
Gehalt keine Putzfrau morgens aufstehen würde).

Das ganze Problem wird dadurch verschärft, dass Lehrer gerne
unter sich bleiben, also Partner häufig den selben Beruf
haben und auch der Freundeskreis in der selben Zunft tätig
ist. Das erschwert den Blick über den Tellerrand.

Ich selber habe einen Freundeskreis, der eine große Palette
der Berufe umfasst (vom selbständigen Handwerkermeister über
Betriebswirte und Juristen in unterschiedlichsten Branchen,
Bank- und Industriekaufleute, Ärzte, Ingenieure und
Polizisten und einem Landwirt ist alles dabei). Da gewinnt
man doch einen großen Überblick über die Vor- und Nachteile
vieler Berufsgruppen. Bei Lehrern beschränkt sich dieser
Blickwinkel häufig auf die Kollegen, die aufgrund der
Fächerkombination weniger zu korrigieren haben oder den
Nachbarn, der allein schon deshalb reich sein muss, weil er
jeden Tag im Anzug das Haus verlässt und in einen Dienstwagen
steigt.

antworten
WiWi Gast

Re: Lehrerehepaar mit 12k netto pro Monat

Faktencheck:

*Prämien gibt es nur für die allerwenigsten Beamten

*Es handelt sich also mal wieder um eine nicht für die Mehrheit relevante Äußerung.

*Vergleicht man einen Beamten, der eine Prämie erhält und einen Wirtschaftswissenschaftler auf einer guten Position in einem seriösen Unternehmen, dann schneidet der Beamte in 99% der Fälle bedeutend schlechter ab.

Lounge Gast schrieb:

Ihr unterschlagt einen nicht unerheblichen Bestandteil der
Besoldung vieler Beamten:

Die Prämie.
Bei obersten Bundesbehörden z.B. kommen da regelmäßig ein
paar Tausender (netto) oben drauf.

Kann mich nicht beklagen :-)

antworten
WiWi Gast

Re: Lehrerehepaar mit 12k netto pro Monat

Dass nur die "allerwenigsten" Beamten eine Prämie erhalten ist bei obersten Bundesbehörden nicht der Fall.
Spätestens alle 2 Jahre ist auch der Otto-Normalo-Beamte dran und erhält seine 5k Netto on Top.

Aber das ist für mich nicht das Entscheidende. Wieso bin ich Beamter geworden? Ich muss keinem in den Arsch kriechen. Ich muss keinem was aufschwatzen. Ich kann mir die Sachen raussuchen, die mich interessieren.

Bis zur A14 gibt der Stellenplan genug her. Da landet man sowieso nach der Probezeit, insofern man ein Master-Studium absolviert hat. Die A15 geht dann mit der Bereitschaft einher, Personalverantwortung zu übernehmen. Die A16 ist dann mit "noch mehr" Personalverantwortung versehen.

Ich möchte gar keine übermäßige Verantwortung. Eine A14 ist genau richtig.

antworten
WiWi Gast

Re: Lehrerehepaar mit 12k netto pro Monat

Was sollen das bitte schön für ominöse Prämien sein? Ich bin bei einer obersten Landesbehörde, also versucht mir da bitte keiner die Story vom bunten Hund zu erzählen! Es gibt ein bestimmtes Budget für Leistungsprämien, aber 5000 EUR netto alle 2 Jahre? *lol*

antworten
WiWi Gast

Re: Lehrerehepaar mit 12k netto pro Monat

Fazit: jeder hat sein Süppchen zu kochen. Selbst mit nem Lottogewinn haben die Leute ncoh was zu meckern.

Ich mag mein Leben, ich habe es mir großteils selbst ausgesucht.

Lounge Gast schrieb:

An deinem Post ist viel wahres dran.

Meine Freundin ist auch angehende Lehrerin und wir haben auch
entsprechend einige Lehrer im engeren Freundeskreis.
Und ich hab noch viele Freundschaften aus Schulzeiten
aufrecht erhalten können - da kriegt man ganz gut was mit -
auch, dass nicht alles Gold ist was glänzt.
Ein paar Punkte, die ich beobachtet haben möchte,
Freundeskreis alle so Ende 20 mittlerweile.

Lehrer:

  • Die meisten Lehrer sind sich überhaupt nicht bewusst, dass
    3.000 netto im Monat ein ziemlich gutes Gehalt sind.
  • Lehramt ist definitiv ein sehr anspruchsvoller Job und
    verlangt überdurchschnittlichen Einsatz, wenn man ihn gut
    machen will. Das Bild vom faulen Lehrer, der nur für eine 20h
    in die Schule kommt, stimmt so nur äußerst selten; die
    meisten Lehrer, die ich kenne, arbeiten deutlich >40h und
    der Job kann auch ganz schön anstrengend sein. Die
    Urlaubstage sind natürlich der Hammer dafür.
  • Die angehenden Lehrer haben eigentlich ALLE extrem Angst,
    keinen festen Job zu bekommen - von Verbeamtung mal ganz zu
    schweigen. Da herrscht schon enormer Druck, weil man mit nem
    2er Examen quasi "eh nix kriegt" Schön ist das nich.
  • Würde ich heute Abi machen, würde ich Lehramt studieren.
    Nich nur wegen Geld und Ferien, sondern auch, weil ich
    galube, das mit der Job echt spaß machen würde

Andere Berufsgruppen im engen Freundeskreis:

  • Ein Ingenieur, der richtig gut ist, aber ne Arbeitsumgebung
    hat, wo man nur rumpimmeln kann. Auch scheiße
  • Ein Arzt, der nach einem echt langen Studium und
    Praktischem jahr als Anästhesist quasi Fließbandarbeit
    verrichtet und auf bessere Zeiten hofft
  • Eine Ärztin, die am Uniklimikum arbeitet und durch
    Schichdienst und pur Arbeitszeiten nicht mehr weiß, wo ihr
    Leben geblieben ist
  • Berater bei großen UBs, die sehr gut verdienen und
    sicherlich Karriere machen werden, aber dafür auch vieles
    opfern
  • Berater bei kleinen UBs, die sicher auch nich schlecht
    verdienen, aber so richtig happy sind die alle nich mit ihrem
    Job
  • Ein Soziologe, der langsam dahinter kommt, dass ihn außer
    die "Wissenschaft" niemand da draußen braucht
  • Juristen, die mit Ende 20, das erstemal überhaupt sowas wie
    praktische Erfahrung im Ref sammeln. Die wissen noch gar
    nich, wie ein Arbeitsleben aussieht, werden aber sofern sie
    nen Top Examen haben, sicher gut vedienen später
  • IT-Consultants, die in puncto Stundenlohn momentan sicher
    zu den erfolgreichsten gehören
  • Zwei Architekten, die bei krassen 60h-Wochen UNGLAUBLICH
    wenig verdienen
  • 1 Ergotherapeutin, die happy mit dem Job ist und ok
    verdient, aber natürlich gern mehr verdienen würde
  • 1 Facharbeiter, der wie ich finde mit 2300 netto echt ok
    verdient, zumal in einer billigen Region vom Wohnraum her.
    Ist eigentlich mit nem 3000 netto Gehalt in Hamburg fast
    gleichzusetzen

Soweit so gut.... Jobtechnisch haben die ITler es natürlich
ziemlcih geil. Die können überall morgen anfangen. Vom
Gesamtpackage her bin ich neidisch auf die Lehrer - aber nur,
weil mir der Job auch zusagen würde.

Von denen hat noch niemand Kinder - d.h. das Thema
Familiengründung wird natürlich in den nächsten Jahren bei
vielen kommen, und dann werden die Karten irgendwie eh neu
gemischt.
Dann ist vllt Spaß am Job etwas weniger wichtig, dafür aber
Vereinbarkeit mit Familie.

Ach ja.... was ist das alles kompliziert. Hätte man uns das
damals beim Abi gesagt....
Erfüllung im Job + Geld + Zeit für Familie (NEIN, nciht nur
am Wochenende)... wer die Kombi kriegt, hat den Jackpot
geknackt. Hab aber nich das Gefühl, dass das sonderlich
vielen gelingt.

Lounge Gast schrieb:

Es geht doch nicht darum, wieviel % der Lehrer Single
sind.
Fakt ist doch, dass dieser Beruf gerade für Frauen äußerst
familienfreundlich ist aufgrund der hohen Sicherheit und
den
Arbeitszeiten, bei denen sich Familie und Beruf sehr gut
unter einen Hut bringen lassen. Dazu kommt, dass mein Chef
mir kein Extragehalt (Familienzuschlag, Kinderzuschlag)
dafür
gibt, dass ich geheiratet habe und mich nun munter
fortpflanze.

Schade ist auch eher, dass viele Privilegien des
Berufsbeamtentum gar nicht als solche erkannt werden und
eher
als Selbstverständlichkeit hingenommen werden. Dies
gepaart
mit der Überzeugung, dass ein A13-Gehalt so eine Art
Existenzminimum darstellt (mir gegenüber hat ein Lehrer
mal
mit dem Brustton der Überzeugung geäußert, dass für sein
Gehalt keine Putzfrau morgens aufstehen würde).

Das ganze Problem wird dadurch verschärft, dass Lehrer
gerne
unter sich bleiben, also Partner häufig den selben Beruf
haben und auch der Freundeskreis in der selben Zunft tätig
ist. Das erschwert den Blick über den Tellerrand.

Ich selber habe einen Freundeskreis, der eine große
Palette
der Berufe umfasst (vom selbständigen Handwerkermeister
über
Betriebswirte und Juristen in unterschiedlichsten
Branchen,
Bank- und Industriekaufleute, Ärzte, Ingenieure und
Polizisten und einem Landwirt ist alles dabei). Da gewinnt
man doch einen großen Überblick über die Vor- und
Nachteile
vieler Berufsgruppen. Bei Lehrern beschränkt sich dieser
Blickwinkel häufig auf die Kollegen, die aufgrund der
Fächerkombination weniger zu korrigieren haben oder den
Nachbarn, der allein schon deshalb reich sein muss, weil
er
jeden Tag im Anzug das Haus verlässt und in einen
Dienstwagen
steigt.

antworten
WiWi Gast

Re: Lehrerehepaar mit 12k netto pro Monat

Eine "Prämie" gibt es bei Beamten nicht. Grundsätzlich gibt es die Möglicheit für Leistungszulagen, aber die bekommt fast keiner. Einige Behörden haben Zulagen, wie z.B. das BKA. Das sind keine Tausender, sondern kaum der Rede wert. Eine Ministerialzulage kann interessanter sein. Haben aber auch nicht alle Ministerien. Ich war auch mal Ministerialbeamter, bei uns gab es überhaupt keine Zulage. Die beste Zulage hat wohl die Bundesbank.

Lounge Gast schrieb:

Ihr unterschlagt einen nicht unerheblichen Bestandteil der
Besoldung vieler Beamten:

Die Prämie.
Bei obersten Bundesbehörden z.B. kommen da regelmäßig ein
paar Tausender (netto) oben drauf.

Kann mich nicht beklagen :-)

antworten
WiWi Gast

Re: Lehrerehepaar mit 12k netto pro Monat

Sorry, das ist dummes Zeug. MfG, ein Bundesbeamter A15, der noch nie eine Prämie bekommen hat!

Lounge Gast schrieb:

Dass nur die "allerwenigsten" Beamten eine Prämie
erhalten ist bei obersten Bundesbehörden nicht der Fall.
Spätestens alle 2 Jahre ist auch der Otto-Normalo-Beamte dran
und erhält seine 5k Netto on Top.

antworten
DAX Einkäufer

Re: Lehrerehepaar mit 12k netto pro Monat

"Was sollen das bitte schön für ominöse Prämien sein?"

Er meint das Bargeld, das er in den Steuererklärungen und Baugenehmigungsanträgen findet, die bei ihm auf dem Schreibtisch landen. Sein Chef sagt ihm immer grinsend, dass das als "Leistungsanreiz" zu deuten sei, und deshalb hält er das für seine Prämie.

antworten
WiWi Gast

Re: Lehrerehepaar mit 12k netto pro Monat

sehr schöner Beitrag

in paar Monaten poppt aber wieder der nächste Lehrer-Bash-Thread von irgendeinem empörten Wiwi auf...

Lounge Gast schrieb:

Zu allerersts ist der TE wohl nicht sehr hell oder ein Troll,
wenn er in die Gehaltstabellen schaut und die "12k
netto" immer noch glaubt und hier postet... So Leute, au
mann....

Die Lehrer-/Beamten-Thematik mal ganzheitlich betrachtet:

Der Lehrerberuf gilt immer noch als schlecht bezahlt, zum
einen behaupten das Lehrer immer selber (siehe Gründe oben,
insbes. Bruttogehaltsvergleiche statt Netto etc.), zum
anderen hat sich das generell in Köpfen festgesetzt.

Die motivierten Abiturienten (=karrierebewusst, karrieregeil,
halten sich für overperformer [nicht notwendigerweise
tatsächlich overperformer], wollen was leisten und viel Geld
dafür...) meiden so natürlich den Lehrerberuf und machen
hippe Sachen wie BWL oder MINT. Lehramt studieren eher junge
Leute, denen Sicherheit wichtig ist, oder Vereinbarkeit
Familie+Beruf, keine Ahnung haben was sie sonst machen sollen
(die gibts bei BWL aber auch zu genüge).

Im Studium freuen sich die kleinen overperformer auf die
große Kohle. Dann nach dem Studium arbeiten sie bei den Big4
60h/Woche und für 40k und träumen weiter von der großen
Karriere. Irgendwann schauen sie aber abends im Hotel aus
Langeweile doch mal die Lohntabellen an und merken, dass die
faule naive Geschichts-Erkunde-Studentin, die immer erst um
12 Uhr an der Uni war, ca. 50 % mehr verdient als sie. Klar
ist man da sauer und postet das im Wiwi-Forum und redet von
"Zornesröte" und "Entrüstung".

Der Lehrer dagegen sucht nicht die Anerkennung durch Erfolg
im Job (sonst hätte er ja was anderes gemacht) und will nur
seine Ruhe haben. Und da alle immer meckern, die Lehrer
hätten zuviel Ferien, beruhigt man sein Umfeld in dem man
"viel weniger Gehalt als in Industrie" redet und
das mit dem Bruttogehalt oder dem Geschäftsführer-Nachbarn
begründet.

Tja, und so fängt der Kreislauf von vorne an.

Merke: Berufswahl hat auch was mit Intelligenz zu tun!

antworten
WiWi Gast

Re: Lehrerehepaar mit 12k netto pro Monat

Machen wir uns nichts vor, Lehrer (und allgemein Beamte) werden fürstlich entlohnt, haben PERVERSE Pensionsansprüche, Arbeitsplatzgarantie (unbezahlbar), bekommen günstigere Baufinanzierungen und kommen in den Genuß einer günstigen PKV.

Die Frage ist halt nur wie lange wir dieses System noch ertragen. Hier kann es sich keiner Vorstellen, dass das deutsche Wirtschaftssystem mal zusammenbricht weil es seit 60, 70 Jahren "stabil" ist.
Aber das konnten sich die Griechen vor zehn Jahren auch nicht vorstellen. Und dann wurden doch unkündbaren Beamte gekündigt, Beamtenbesoldung und Pensionen gekürzt etc.

Die aktuelle reale Steuerbelastung liegt glaube Ich bei rund 73%.
(Nicht nur Einkommensteuer, Mwst 19% auf ALLES, auch auf Tiernahrung, ne Spaß da sinds nur 7%, Steuern für Energie, Mineralöl, Vergnügen, Alkohol, Kaffee, Kapitalertrag, Versicherungen, KFZ, Vermögen, Grund, Erbschaft etc etc).

Irgendwann wird diese Steuerlast die Wirtschaft zum erliegen bringen. Vielleicht nicht in 5 Jahren aber ob es in 50 Jahren immer noch so rosig um Deutschland steht sei mal dahin gestellt.

Und wenn dann mal wirklich gekürzt werden würde, dann dürften die armen Beamten noch nicht einmal streiken gehen. rofl

Aber mal ehrlich, jeder hat seinen Beruf selbst gewählt.
Ich könnte mir auch in den Ar**h beißen, dass die 13 Jahre Gehirnwäsche in der Schule (Wir Lehrer sind ja sooo unterbezahlt, in der freien W. würden wir ja soo viel mehr verdienen") und die Propaganda vom Fachkräftemangel (Ich bin Dipl. Wirt. Ing) bei mir gewirkt haben.

Ich bin 30 Jahre alt geworden und verdiene bei unbezahlten Überstunden (Vertrauensarbeitszeit) 4,300 brutto/2,550 netto.
Darüber können meine Freunde (A11) in der Verwaltung nur müde lächeln. Und bei meinen Arbeitszeiten auch.

Aber nur Ich bin daran Schuld den Ich habe mir dieses Studium und diesen Beruf ausgesucht. Keiner hat mich gezwungen. Euch auch nicht.

antworten
WiWi Gast

Re: Lehrerehepaar mit 12k netto pro Monat

Niemand wird zu irgendwas gezwungen.

Die Obergrenze in dem , was man so tut und verdient, liegt in einem selbst, bedingt durch eigenes Leistungsvermögen und den eigenen Leistungswillen, jeweils individuell ganz verschieden.

antworten
WiWi Gast

Re: Lehrerehepaar mit 12k netto pro Monat

Sorry, ich kenne auch Angestellte in der Industrie, die wirklich "perverse" Betriebsrentenansprüche haben. Gibt es überall. Oder sieh Dir mal die Ansprüche von Lufthanseaten oder Fluglotsen an.

Lounge Gast schrieb:

Machen wir uns nichts vor, Lehrer (und allgemein Beamte)
werden fürstlich entlohnt, haben PERVERSE Pensionsansprüche,
Arbeitsplatzgarantie (unbezahlbar), bekommen günstigere
Baufinanzierungen und kommen in den Genuß einer günstigen PKV.

Die Frage ist halt nur wie lange wir dieses System noch
ertragen. Hier kann es sich keiner Vorstellen, dass das
deutsche Wirtschaftssystem mal zusammenbricht weil es seit
60, 70 Jahren "stabil" ist.
Aber das konnten sich die Griechen vor zehn Jahren auch nicht
vorstellen. Und dann wurden doch unkündbaren Beamte
gekündigt, Beamtenbesoldung und Pensionen gekürzt etc.

Die aktuelle reale Steuerbelastung liegt glaube Ich bei rund
73%.
(Nicht nur Einkommensteuer, Mwst 19% auf ALLES, auch auf
Tiernahrung, ne Spaß da sinds nur 7%, Steuern für Energie,
Mineralöl, Vergnügen, Alkohol, Kaffee, Kapitalertrag,
Versicherungen, KFZ, Vermögen, Grund, Erbschaft etc etc).

Irgendwann wird diese Steuerlast die Wirtschaft zum erliegen
bringen. Vielleicht nicht in 5 Jahren aber ob es in 50 Jahren
immer noch so rosig um Deutschland steht sei mal dahin
gestellt.

Und wenn dann mal wirklich gekürzt werden würde, dann dürften
die armen Beamten noch nicht einmal streiken gehen. rofl

Aber mal ehrlich, jeder hat seinen Beruf selbst gewählt.
Ich könnte mir auch in den Ar**h beißen, dass die 13 Jahre
Gehirnwäsche in der Schule (Wir Lehrer sind ja sooo
unterbezahlt, in der freien W. würden wir ja soo viel mehr
verdienen") und die Propaganda vom Fachkräftemangel
(Ich bin Dipl. Wirt. Ing) bei mir gewirkt haben.

Ich bin 30 Jahre alt geworden und verdiene bei unbezahlten
Überstunden (Vertrauensarbeitszeit) 4,300 brutto/2,550 netto.
Darüber können meine Freunde (A11) in der Verwaltung nur müde
lächeln. Und bei meinen Arbeitszeiten auch.

Aber nur Ich bin daran Schuld den Ich habe mir dieses Studium
und diesen Beruf ausgesucht. Keiner hat mich gezwungen. Euch
auch nicht.

antworten
WiWi Gast

Re: Lehrerehepaar mit 12k netto pro Monat

Mir geht's ähnlich, bin bald 30.

Wobei ich mittlerweile immer über Spaßfaktor im Job vs. Gehalt nachdenke.
Die scheiße ist doch, wenn du was machst, was die nich wirklich Spaß macht und das Gehalt auch nich der Burner ist.

Lounge Gast schrieb:

Machen wir uns nichts vor, Lehrer (und allgemein Beamte)
werden fürstlich entlohnt, haben PERVERSE Pensionsansprüche,
Arbeitsplatzgarantie (unbezahlbar), bekommen günstigere
Baufinanzierungen und kommen in den Genuß einer günstigen PKV.

Die Frage ist halt nur wie lange wir dieses System noch
ertragen. Hier kann es sich keiner Vorstellen, dass das
deutsche Wirtschaftssystem mal zusammenbricht weil es seit
60, 70 Jahren "stabil" ist.
Aber das konnten sich die Griechen vor zehn Jahren auch nicht
vorstellen. Und dann wurden doch unkündbaren Beamte
gekündigt, Beamtenbesoldung und Pensionen gekürzt etc.

Die aktuelle reale Steuerbelastung liegt glaube Ich bei rund
73%.
(Nicht nur Einkommensteuer, Mwst 19% auf ALLES, auch auf
Tiernahrung, ne Spaß da sinds nur 7%, Steuern für Energie,
Mineralöl, Vergnügen, Alkohol, Kaffee, Kapitalertrag,
Versicherungen, KFZ, Vermögen, Grund, Erbschaft etc etc).

Irgendwann wird diese Steuerlast die Wirtschaft zum erliegen
bringen. Vielleicht nicht in 5 Jahren aber ob es in 50 Jahren
immer noch so rosig um Deutschland steht sei mal dahin
gestellt.

Und wenn dann mal wirklich gekürzt werden würde, dann dürften
die armen Beamten noch nicht einmal streiken gehen. rofl

Aber mal ehrlich, jeder hat seinen Beruf selbst gewählt.
Ich könnte mir auch in den Ar**h beißen, dass die 13 Jahre
Gehirnwäsche in der Schule (Wir Lehrer sind ja sooo
unterbezahlt, in der freien W. würden wir ja soo viel mehr
verdienen") und die Propaganda vom Fachkräftemangel
(Ich bin Dipl. Wirt. Ing) bei mir gewirkt haben.

Ich bin 30 Jahre alt geworden und verdiene bei unbezahlten
Überstunden (Vertrauensarbeitszeit) 4,300 brutto/2,550 netto.
Darüber können meine Freunde (A11) in der Verwaltung nur müde
lächeln. Und bei meinen Arbeitszeiten auch.

Aber nur Ich bin daran Schuld den Ich habe mir dieses Studium
und diesen Beruf ausgesucht. Keiner hat mich gezwungen. Euch
auch nicht.

antworten
WiWi Gast

Re: Lehrerehepaar mit 12k netto pro Monat

Das ist dummes Zeug.

Die Obergrenze für das, "was man so tut und verdient", wird in den abhängigen Beschäftigungsverträgen durch die äußeren Verhältnisse vorgegeben.

Lounge Gast schrieb:

Niemand wird zu irgendwas gezwungen.

Die Obergrenze in dem , was man so tut und verdient, liegt in
einem selbst, bedingt durch eigenes Leistungsvermögen und den
eigenen Leistungswillen, jeweils individuell ganz verschieden.

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WiWi Gast

Re: Lehrerehepaar mit 12k netto pro Monat

Ob A11 nun mehr als 2,5k netto ist, wage ich zu bezweifeln. Eher nicht.

Allerdings sind die Modalitäten (Arbeitszeit, Pensionsanspruch) wirklich etwas, was Deinen Bekannten das Lächeln aufs Gesicht treibt.

Lounge Gast schrieb:

Ich bin 30 Jahre alt geworden und verdiene bei unbezahlten
Überstunden (Vertrauensarbeitszeit) 4,300 brutto/2,550 netto.
Darüber können meine Freunde (A11) in der Verwaltung nur müde
lächeln. Und bei meinen Arbeitszeiten auch.

Aber nur Ich bin daran Schuld den Ich habe mir dieses Studium
und diesen Beruf ausgesucht. Keiner hat mich gezwungen. Euch
auch nicht.

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WiWi Gast

Re: Lehrerehepaar mit 12k netto pro Monat

Hier wird immer so getan, als gäbe es im öD unendlich viele Stellen und jeder würde genommen werden. Das ist mitnichten der Fall. Der überwiegende Teil der Juristen und WiWis wird es nie in den öD schaffen, da allein schon die entsprechenden Noten nicht vorliegen (in den Bundesministerien geht defacto unter VB bei Juristen bzw. 1,7 bei WiWis nicht viel).

Lounge Gast schrieb:

Machen wir uns nichts vor, Lehrer (und allgemein Beamte)
werden fürstlich entlohnt, haben PERVERSE Pensionsansprüche,
Arbeitsplatzgarantie (unbezahlbar), bekommen günstigere
Baufinanzierungen und kommen in den Genuß einer günstigen PKV.

Die Frage ist halt nur wie lange wir dieses System noch
ertragen. Hier kann es sich keiner Vorstellen, dass das
deutsche Wirtschaftssystem mal zusammenbricht weil es seit
60, 70 Jahren "stabil" ist.
Aber das konnten sich die Griechen vor zehn Jahren auch nicht
vorstellen. Und dann wurden doch unkündbaren Beamte
gekündigt, Beamtenbesoldung und Pensionen gekürzt etc.

Die aktuelle reale Steuerbelastung liegt glaube Ich bei rund
73%.
(Nicht nur Einkommensteuer, Mwst 19% auf ALLES, auch auf
Tiernahrung, ne Spaß da sinds nur 7%, Steuern für Energie,
Mineralöl, Vergnügen, Alkohol, Kaffee, Kapitalertrag,
Versicherungen, KFZ, Vermögen, Grund, Erbschaft etc etc).

Irgendwann wird diese Steuerlast die Wirtschaft zum erliegen
bringen. Vielleicht nicht in 5 Jahren aber ob es in 50 Jahren
immer noch so rosig um Deutschland steht sei mal dahin
gestellt.

Und wenn dann mal wirklich gekürzt werden würde, dann dürften
die armen Beamten noch nicht einmal streiken gehen. rofl

Aber mal ehrlich, jeder hat seinen Beruf selbst gewählt.
Ich könnte mir auch in den Ar**h beißen, dass die 13 Jahre
Gehirnwäsche in der Schule (Wir Lehrer sind ja sooo
unterbezahlt, in der freien W. würden wir ja soo viel mehr
verdienen") und die Propaganda vom Fachkräftemangel
(Ich bin Dipl. Wirt. Ing) bei mir gewirkt haben.

Ich bin 30 Jahre alt geworden und verdiene bei unbezahlten
Überstunden (Vertrauensarbeitszeit) 4,300 brutto/2,550 netto.
Darüber können meine Freunde (A11) in der Verwaltung nur müde
lächeln. Und bei meinen Arbeitszeiten auch.

Aber nur Ich bin daran Schuld den Ich habe mir dieses Studium
und diesen Beruf ausgesucht. Keiner hat mich gezwungen. Euch
auch nicht.

antworten
WiWi Gast

Re: Lehrerehepaar mit 12k netto pro Monat

Oh, dummes Zeug ist das nicht. Denn den Job den man hat, der ist ja auch in erster Linie durch die eigene Leistungsfähigkeit (noten, Uniranking, Praktika bei Absolventen, bewiesene Leistung im Vorleben bei Berufserfahrene) und -bereitschaft (geht man zum IG-Metall-DAx oder zum IB, Wochenarbeitszeitspanne von 35 bis.... Stunden) umrissen.

Wer nicht so klug ist, kann zumindest mehr/härter arbeiten. Oder sich damit abfinden, dass er bei gleichem Einsatz ggf. weniger verdient.

Lounge Gast schrieb:

Das ist dummes Zeug.

Die Obergrenze für das, "was man so tut und
verdient", wird in den abhängigen
Beschäftigungsverträgen durch die äußeren Verhältnisse
vorgegeben.

Lounge Gast schrieb:

Niemand wird zu irgendwas gezwungen.

Die Obergrenze in dem , was man so tut und verdient,
liegt in
einem selbst, bedingt durch eigenes Leistungsvermögen
und den
eigenen Leistungswillen, jeweils individuell ganz
verschieden.

antworten
WiWi Gast

Re: Lehrerehepaar mit 12k netto pro Monat

So etwas kann nur jemand schreiben, der keine Ahnung vom ÖD hat. Pensionsansprüche sind nicht garantiert. Der Gesetzgeber kann in 30 oder 40 Jahren Kürzungen einführen, die dann sofort wirksam werden. Beamte haben keinen Vertrauensschutz. Die heute tätigen Beamten haben keinen Anspruch darauf, dass die heutigen Pensionsregeln auch für sie gelten werden! Solche Kürzungen hat es in den letzten Jahrzehnten schon mehrfach gegeben. Nichts ist da sicher. Optimal abgesichert sind die Betriebsrenten von leitenden Angestellten in der Industrie. Die Arbeitszeit von Beamten liegt immer höher als bei Dax30 Unternehmen, die nach IGM oder ähnlichem bezahlen. Reisezeiten werden teilweise überhaupt nicht angerechnet, während der Industrieangestellte für eine Stunde Reisezeit mitunter 30 Minuten Arbeitszeit anerkannt bekommt.

Lounge Gast schrieb:

Allerdings sind die Modalitäten (Arbeitszeit,
Pensionsanspruch) wirklich etwas, was Deinen Bekannten das
Lächeln aufs Gesicht treibt.

antworten
WiWi Gast

Re: Lehrerehepaar mit 12k netto pro Monat

es wurde ja schon viel gesagt. Es ist in der Tat so, dass es verbeamteten Lehrern in bestimmten Bundesländern recht gut geht. A15 ist doch relativ unüblich für einen normalen Lehrer, aber ich kenne nicht die Details in jedem Bundesland. Normalerweise braucht man selbst für A14 am Gymnasium schon eine Beförderung und sehr viele junge Lehrer werden gar nicht mehr verbeamtet sondern müssen sogar froh sein, wenn sie als Angestellte einen befristeten Job bekommen, teilweise sogar nur Teilzeit.

Jüngere Lehrer die dennoch verbeamtet sind, wissen das sehr zu schätzen und wissen was man sonst so verdient. Ältere Lehrer, bzw. die sind oft schon in Pension die so denken, wissen bzw. wussten das meist nicht. Die haben noch zu Zeiten graduiert, als man mit mittelmäßigem Examen noch richtig Karriere machen konnte. Übrigens kann man sich als Lehrer häufig nicht mal den Einsatzort innerhalb des Bundeslandes aussuchen, man kann sonst wohin geschickt werden. Wirklich super für Leute die das Landleben mögen ist es, wenn man in eine favourisierte ländliche Region geschickt wird, dort doppelt verdienendes Lehrerehepaar ist. Kaufkraftbereinigt bleibt dann bei 2 A13 Gehältern bzw. später sogar 2 mal A14 bei Vollzeit extrem viel über, da die Immobilienpreise häufig niedriger sind. Außerdem kann sich das Beamtenpaar mit festem Einsatzort ohne weiteres für ein schönes Haus auf 30 Jahre verschulden, das Einkommen so wie der Standort sind ja sicher. Als Akademiker in der freien Wirtschaft, insbesondere als Wiwi, ist man häufig an teure Ballungszentren gebunden oder aber man geht das Risiko ein auf einen Job in der Provinz und kauft sich da ein Haus. Wehe aber man wird versetzt oder noch schlimmer gekündigt und man muss auf Druck was neues suchen.

antworten
WiWi Gast

Re: Lehrerehepaar mit 12k netto pro Monat

Eltern meines Kumpels waren beide Lehrer, in Luneburg. Haben Anfang der 70er gebaut, 1500qm Grundstück waren damals normal, Haus 250qm.

antworten
WiWi Gast

Re: Lehrerehepaar mit 12k netto pro Monat

12k netto im Monat funktioniert als Lehrerehepaar definitv nicht! Selbst wenn beide Ltd. RegDir (A16) kurz vor der Pensionierung sind haut das nicht hin. Selbst mit 5 Kindern (inkl. 5x Kinderfreibetrag) und bei beiden ohne KiSt kommen sie zusammen "nur" auf 10.800?.
Es bliebe nur noch die Möglichkeit der B-Besoldung. Dann wären sie allerdings keine Lehrer mehr sondern eher Ministerialbeamte!

antworten
WiWi Gast

Re: Lehrerehepaar mit 12k netto pro Monat

Guter Beitrag. Ich kann das im Großen und Ganzen bestätigen. Ich kenne viele junge angehende Lehrer, die meisten gerade im Referendariat.
Von denen wird so gut sie keiner übernommen nach dem Ref - und eine Freundin, die tatsächlich übernommen und verbeamtet wird, weiß sehr genau, wie glücklich sie sich schätzen kann.

In Rheinland-Pfalz ist es mittlerweile relativ üblich, junge Lehrer befristet zu beschäftigen. In den Sommerferien sind die dann immer arbeitslos - und so können sie auch 4 oder 5 mal hintereinander befristete Verträge bekommen.
Ja - das ist eine reisen Sauerei. NRW stellt so gut wie gar nich ein in den nächsten Jahren. Aber niemand denkt daran, die StudienPlätze mal zu beschränken. Ist auch nich so super dort.

Lounge Gast schrieb:

es wurde ja schon viel gesagt. Es ist in der Tat so, dass es
verbeamteten Lehrern in bestimmten Bundesländern recht gut
geht. A15 ist doch relativ unüblich für einen normalen
Lehrer, aber ich kenne nicht die Details in jedem Bundesland.
Normalerweise braucht man selbst für A14 am Gymnasium schon
eine Beförderung und sehr viele junge Lehrer werden gar nicht
mehr verbeamtet sondern müssen sogar froh sein, wenn sie als
Angestellte einen befristeten Job bekommen, teilweise sogar
nur Teilzeit.

Jüngere Lehrer die dennoch verbeamtet sind, wissen das sehr
zu schätzen und wissen was man sonst so verdient. Ältere
Lehrer, bzw. die sind oft schon in Pension die so denken,
wissen bzw. wussten das meist nicht. Die haben noch zu Zeiten
graduiert, als man mit mittelmäßigem Examen noch richtig
Karriere machen konnte. Übrigens kann man sich als Lehrer
häufig nicht mal den Einsatzort innerhalb des Bundeslandes
aussuchen, man kann sonst wohin geschickt werden. Wirklich
super für Leute die das Landleben mögen ist es, wenn man in
eine favourisierte ländliche Region geschickt wird, dort
doppelt verdienendes Lehrerehepaar ist. Kaufkraftbereinigt
bleibt dann bei 2 A13 Gehältern bzw. später sogar 2 mal A14
bei Vollzeit extrem viel über, da die Immobilienpreise häufig
niedriger sind. Außerdem kann sich das Beamtenpaar mit festem
Einsatzort ohne weiteres für ein schönes Haus auf 30 Jahre
verschulden, das Einkommen so wie der Standort sind ja
sicher. Als Akademiker in der freien Wirtschaft, insbesondere
als Wiwi, ist man häufig an teure Ballungszentren gebunden
oder aber man geht das Risiko ein auf einen Job in der
Provinz und kauft sich da ein Haus. Wehe aber man wird
versetzt oder noch schlimmer gekündigt und man muss auf Druck
was neues suchen.

antworten
WiWi Gast

Re: Lehrerehepaar mit 12k netto pro Monat

Doch, es ist und bleibt dummes Zeug.

Und sobald Du mal ein Unternehmen von innen gesehen hast, wirst Du das auch verstehen.

Lounge Gast schrieb:

Oh, dummes Zeug ist das nicht. Denn den Job den man hat, der
ist ja auch in erster Linie durch die eigene
Leistungsfähigkeit (noten, Uniranking, Praktika bei
Absolventen, bewiesene Leistung im Vorleben bei
Berufserfahrene) und -bereitschaft (geht man zum
IG-Metall-DAx oder zum IB, Wochenarbeitszeitspanne von 35
bis.... Stunden) umrissen.

Wer nicht so klug ist, kann zumindest mehr/härter arbeiten.
Oder sich damit abfinden, dass er bei gleichem Einsatz ggf.
weniger verdient.

Lounge Gast schrieb:

Das ist dummes Zeug.

Die Obergrenze für das, "was man so tut und
verdient", wird in den abhängigen
Beschäftigungsverträgen durch die äußeren Verhältnisse
vorgegeben.

Lounge Gast schrieb:

Niemand wird zu irgendwas gezwungen.

Die Obergrenze in dem , was man so tut und verdient,
liegt in
einem selbst, bedingt durch eigenes Leistungsvermögen
und den
eigenen Leistungswillen, jeweils individuell ganz
verschieden.

antworten
WiWi Gast

Re: Lehrerehepaar mit 12k netto pro Monat

Also ich - Bundesbeamter - habe zwar nur die A11, bin hier in der Pampa damit aber King.
Freistehendes Häuschen und 3er BMW mit Automatik und Xenon, was will man mehr. Urlaub ist auch zweimal pro Jahr drin. Altersvorsorge oder sparen für schlechte Zeiten --> brauche ich nicht.

In der Großstadt möchte ich mit meinen 2.700 netto nicht leben. Es geht schließlich noch die PKV ab. Aber abseits von den Ballungsgebieten, wo der Durchschnitts-Akademiker mit 2.500 - 3.500 brutto (!) nach Hause geht, lebt es sich fürstlich.

Meine Partnerin muss jedenfalls nicht arbeiten. Tut sie aber derzeit. Sie kann jederzeit das Handtuch werfen. Ein tolles Gefühl.

Dass es irgendwann Einschnitte bei Staatsbediensteten geben wird, ist denkbar. Aber es trifft hier Polizisten, Richter, Feuerwehr, usw.
Solange Deutschland kein Entwicklungsland wird, wird es Staatsdienern somit immer einigermaßen gut gehen.

antworten
WiWi Gast

Re: Lehrerehepaar mit 12k netto pro Monat

Über den Standort "Lüneburg" brauchen wir wohl nicht diskutieren. Ist ja heute noch ein Billigpreisgebiet. Allerdings hatten die Beamten Anfang der 70er Jahre viele Vorteile bei der Baufinanzierung, die dann sehr schnell abgeschafft wurden. Gibt es schon lange nicht mehr.

Lounge Gast schrieb:

Eltern meines Kumpels waren beide Lehrer, in Luneburg. Haben
Anfang der 70er gebaut, 1500qm Grundstück waren damals
normal, Haus 250qm.

antworten
WiWi Gast

Re: Lehrerehepaar mit 12k netto pro Monat

Natürlich geht es Dir in der Pampa gut. Dafür braucht man nicht unbedingt Akademiker zu sein. Ein IG-Metallschrauber in der Autoindustrie kann auch auf dem Land wohnen und zur Firma pendeln. Machen ja auch viele. Und die haben eher mehr als Du. Rechnen sollte man im gehobenen Dienst mit FH-Diplom aber schon können. Du hast keine 2.700 netto. Das Netto ist der Betrag 2.700 abzüglich der PKV und Pflegeversicherung.

Lounge Gast schrieb:

Also ich - Bundesbeamter - habe zwar nur die A11, bin hier in
der Pampa damit aber King.
Freistehendes Häuschen und 3er BMW mit Automatik und Xenon,
was will man mehr. Urlaub ist auch zweimal pro Jahr drin.
Altersvorsorge oder sparen für schlechte Zeiten -->
brauche ich nicht.

In der Großstadt möchte ich mit meinen 2.700 netto nicht
leben. Es geht schließlich noch die PKV ab. Aber abseits von
den Ballungsgebieten, wo der Durchschnitts-Akademiker mit
2.500 - 3.500 brutto (!) nach Hause geht, lebt es sich
fürstlich.

Meine Partnerin muss jedenfalls nicht arbeiten. Tut sie aber
derzeit. Sie kann jederzeit das Handtuch werfen. Ein tolles
Gefühl.

Dass es irgendwann Einschnitte bei Staatsbediensteten geben
wird, ist denkbar. Aber es trifft hier Polizisten, Richter,
Feuerwehr, usw.
Solange Deutschland kein Entwicklungsland wird, wird es
Staatsdienern somit immer einigermaßen gut gehen.

antworten
WiWi Gast

Re: Lehrerehepaar mit 12k netto pro Monat

warum verirren sich eigentlich immer solche Leute hier im Forum ...tztztztzzz

Lounge Gast schrieb:

Also ich - Bundesbeamter - habe zwar nur die A11, bin hier in
der Pampa damit aber King.
Freistehendes Häuschen und 3er BMW mit Automatik und Xenon,
was will man mehr. Urlaub ist auch zweimal pro Jahr drin.
Altersvorsorge oder sparen für schlechte Zeiten -->
brauche ich nicht.

In der Großstadt möchte ich mit meinen 2.700 netto nicht
leben. Es geht schließlich noch die PKV ab. Aber abseits von
den Ballungsgebieten, wo der Durchschnitts-Akademiker mit
2.500 - 3.500 brutto (!) nach Hause geht, lebt es sich
fürstlich.

Meine Partnerin muss jedenfalls nicht arbeiten. Tut sie aber
derzeit. Sie kann jederzeit das Handtuch werfen. Ein tolles
Gefühl.

Dass es irgendwann Einschnitte bei Staatsbediensteten geben
wird, ist denkbar. Aber es trifft hier Polizisten, Richter,
Feuerwehr, usw.
Solange Deutschland kein Entwicklungsland wird, wird es
Staatsdienern somit immer einigermaßen gut gehen.

antworten
WiWi Gast

Re: Lehrerehepaar mit 12k netto pro Monat

35 min bis nach HH, wirklich sauschönes Umland, längste Kneipenmeile ("Stint"), 10-15% Studianteil der BEvölkerung, Mittelalterinnenstadt ohne 70er-Bausünden (Curt Pomp/Altstadtverein)....

Lounge Gast schrieb:

Über den Standort "Lüneburg" brauchen wir wohl
nicht diskutieren. Ist ja heute noch ein Billigpreisgebiet.
Allerdings hatten die Beamten Anfang der 70er Jahre viele
Vorteile bei der Baufinanzierung, die dann sehr schnell
abgeschafft wurden. Gibt es schon lange nicht mehr.

Lounge Gast schrieb:

Eltern meines Kumpels waren beide Lehrer, in Luneburg.
Haben
Anfang der 70er gebaut, 1500qm Grundstück waren damals
normal, Haus 250qm.

antworten
WiWi Gast

Re: Lehrerehepaar mit 12k netto pro Monat

Das ist ja alles ok. Trotzdem ist es "billig". Das bezieht sich nämlich auf die Immobilienpreise.

Lounge Gast schrieb:

35 min bis nach HH, wirklich sauschönes Umland, längste
Kneipenmeile ("Stint"), 10-15% Studianteil der
BEvölkerung, Mittelalterinnenstadt ohne 70er-Bausünden (Curt
Pomp/Altstadtverein)....

Lounge Gast schrieb:

Über den Standort "Lüneburg" brauchen wir wohl
nicht diskutieren. Ist ja heute noch ein
Billigpreisgebiet.
Allerdings hatten die Beamten Anfang der 70er Jahre viele
Vorteile bei der Baufinanzierung, die dann sehr schnell
abgeschafft wurden. Gibt es schon lange nicht mehr.

Lounge Gast schrieb:

Eltern meines Kumpels waren beide Lehrer, in
Luneburg.
Haben
Anfang der 70er gebaut, 1500qm Grundstück waren
damals
normal, Haus 250qm.

antworten
WiWi Gast

Re: Lehrerehepaar mit 12k netto pro Monat

Ja, von meinen 2.700 netto gehen noch PKV und PV ab. Das sind 197 EUR. Bei der DeBeKa.
Mit enthalten ist die Chefarzt-Behandlung und Zweibettzimmer.
Also bleiben mir noch 2.500 netto.
Hinzu kommt, dass ich meistens 3,5 Monatsbeiträge der PKV/PV zurückerstattet bekomme, wegen Nichtinanspruchnahme von Leistungen.

Wie auch immer, obwohl ich nur mittelmäßiger Schüler auf dem Gymi war, hat das letzte Klassentreffen gezeigt, dass es nur wenige gibt, die einen höheren Lebensstandard haben als ich. Das waren Selbstständige (Imbissbude) oder andere Beamte, die ein Uni-Diplom vorweisen können.

antworten
WiWi Gast

Re: Lehrerehepaar mit 12k netto pro Monat

Ok, die Beamten mit Uni-Diplom sind wohl im Höheren Dienst. Verdienen also etwas mehr als Du, haben auf Grund ihres Wohnortes erheblich höhere Kosten. Vor allem die Miete. Das ist aber auch nicht neu. Ein Beamter im gehobenen Dienst in Billigpreisgebieten lebt schon immer besser als einer im höheren Dienst in München, Stuttgart oder Wiesbaden. Zumindest, wenn der im höheren Dienst nicht mindestens A16 hat.

Lounge Gast schrieb:

hat das letzte Klassentreffen gezeigt, dass es nur
wenige gibt, die einen höheren Lebensstandard haben als ich.
Das waren Selbstständige (Imbissbude) oder andere Beamte, die
ein Uni-Diplom vorweisen können.

antworten
WiWi Gast

Re: Lehrerehepaar mit 12k netto pro Monat

Lehrer duerfen sich nicht mit einer Managerposition in der freien Wirtschaft vergleichen, das ist m.E. anmassend. Warum? Weil diese Rechtfertigungsposition, die der z.B. Teamleiter gegenueber seinem Abteilungsleiter, die Weisungsbefugnis des Abteilungsleiters ggue. Teamleiter, der Gewinndruck des Teamleiters, die Zielvereinbarung des Teamleiters, die fachlich hochompetenten Sachbearbeiter im Team, die den Teamleiter fordern..., nicht beim Lehrer gegeben ist. Sind wir doch ehrlich, dass der Lehrer, wenn er in fachliche Erklaerungsnot gegenueber dem Schueler kommt, dies umschiffen kann, ausweichen kann, eine Scheinantwort geben kann. Der Lehrer muss sich im Detail vor keinen Gremien fachlich zeigen, keine Praesentationen machen... Ich kann nur sagen, dass ich bereits jetzt mit ca. Mitte 40 als Sachbearbeiter die 4.000 Euro netto habe, also es geht generell ohne Fuehrungsposition.

Tenor meiner Aussage: Lehrer wuerden dem Fuehrungsdruck in der freien Wirtschaft nicht standhalten und schnell burnout und depressionsgeplagt scheitern.

antworten
WiWi Gast

Re: Lehrerehepaar mit 12k netto pro Monat

Dass sich Lehrer nicht mit dem Kommentar "In der Wirtschaft könnte ich mehr verdienen, denn da hätte ich eine Führungsposition" schmücken können, ist verstanden.

Trotzdem: Du hast nun 4k netto (in StKl1?) im Monat. Schön für Dich als Mitt-40er.

Dass Du nun etwas mehr Geld hast als ein Lehrer, sollte Dich aber nicht über die Tatsache hinwegtäuschen, dass Du ab Alter 50 niemand mehr bist, nach dem sich andere Unternehmen die Finger schlecken.

Ebenso wirst Du aus Deinen 4k netto auch keine 3k Rente sehen, sondern eher so 2k. D.h., die Tausend Euro Netto von Alter 65 bis 85 darfst Du noch "nachversichern".

Letzlich noch: wie selbstbestimmt ist Dein Job? Als Lehrer kannst Du um 13 Uhr entscheiden: Gehe ich schwimmen und korrigiere abends oder korrigiere ich jetzt und gehe heute abend in die Moschee?

Das "Freizeit"-Argument will ich hier nicht bringen, denn scheinbar haben die meisten Büro-Lemminge sowieso kein Problem damit, von 9-19 Uhr im Büro zu sitzen. Hätte ich keine Wünsche und Ansprüche an meine Freizeit, dann wäre mir das auch egal.

antworten
WiWi Gast

Re: Lehrerehepaar mit 12k netto pro Monat

Man muss unterscheiden zwischen Lehrern mit Führungsfunktionen und einfachen Lehrern. Mit Führungsfunktion bedeutet keine geregelte Arbeitszeit. Schulleiter sind auch in den Ferien oft im Dienst. Mitunter auch am Wochenende. Abends sowieso. Das ist auch der Grund, weshalb viele Lehrer so eine Stelle nicht haben wollen. Lehrer sein bedeutet viel Stress. Mit Schülern, aber vor allem mit den ehrgeizigen Eltern. Auch abends und am Wochenende. Ich bin kein Lehrer und würde niemals einer sein wollen. Kenne aber einige persönlich im Bekanntenkreis. Gesundheitliche Problem sind da sehr häufig. Der normale Dax30-Sachbearbeiter hat im Vergleich dazu ein eher chilliges Leben und braucht dafür nur ein in kurzer Zeit erreichbares FH-Diplom. Dafür verdient er dann auch noch netto deutlich mehr. Diese Dax-Welt kenne ich sehr gut!

Lounge Gast schrieb:

Lehrer duerfen sich nicht mit einer Managerposition in der
freien Wirtschaft vergleichen, das ist m.E. anmassend. Warum?
Weil diese Rechtfertigungsposition, die der z.B. Teamleiter
gegenueber seinem Abteilungsleiter, die Weisungsbefugnis des
Abteilungsleiters ggue. Teamleiter, der Gewinndruck des
Teamleiters, die Zielvereinbarung des Teamleiters, die
fachlich hochompetenten Sachbearbeiter im Team, die den
Teamleiter fordern..., nicht beim Lehrer gegeben ist. Sind
wir doch ehrlich, dass der Lehrer, wenn er in fachliche
Erklaerungsnot gegenueber dem Schueler kommt, dies umschiffen
kann, ausweichen kann, eine Scheinantwort geben kann. Der
Lehrer muss sich im Detail vor keinen Gremien fachlich
zeigen, keine Praesentationen machen... Ich kann nur sagen,
dass ich bereits jetzt mit ca. Mitte 40 als Sachbearbeiter
die 4.000 Euro netto habe, also es geht generell ohne
Fuehrungsposition.

Tenor meiner Aussage: Lehrer wuerden dem Fuehrungsdruck in
der freien Wirtschaft nicht standhalten und schnell burnout
und depressionsgeplagt scheitern.

antworten
WiWi Gast

Re: Lehrerehepaar mit 12k netto pro Monat

Warum vergleichst Du hier Äpfel mit Birnen?

Der Industriebeamte (DAX30-Sachbearbeiter), der heute >50 Jahre alt ist, mag ggü einem Lehrer gewisse monetäre Vorteile haben (sicher nicht alle, aber ich streite nicht ab, dass es solche gibt).

Hier im Wiwi-Forum geht es aber um Berufseinsteiger und Leute bis (grob) 40. Da ist - von Ausnahmen abgesehen - kaum jemand dabei, der als Sachbearbeiter bei einer 35h-Woche 80k+ mit nach Hause nimmt, eine lebenslange Jobgarantie (klar, mit 30 spielt das noch keine Rolle, aber werdet mal 50...) hat und ohne Zusatzversicherung eine Rente von 3k+.

Lounge Gast schrieb:

Man muss unterscheiden zwischen Lehrern mit
Führungsfunktionen und einfachen Lehrern. Mit
Führungsfunktion bedeutet keine geregelte Arbeitszeit.
Schulleiter sind auch in den Ferien oft im Dienst. Mitunter
auch am Wochenende. Abends sowieso. Das ist auch der Grund,
weshalb viele Lehrer so eine Stelle nicht haben wollen.
Lehrer sein bedeutet viel Stress. Mit Schülern, aber vor
allem mit den ehrgeizigen Eltern. Auch abends und am
Wochenende. Ich bin kein Lehrer und würde niemals einer sein
wollen. Kenne aber einige persönlich im Bekanntenkreis.
Gesundheitliche Problem sind da sehr häufig. Der normale
Dax30-Sachbearbeiter hat im Vergleich dazu ein eher chilliges
Leben und braucht dafür nur ein in kurzer Zeit erreichbares
FH-Diplom. Dafür verdient er dann auch noch netto deutlich
mehr. Diese Dax-Welt kenne ich sehr gut!

antworten
WiWi Gast

Re: Lehrerehepaar mit 12k netto pro Monat

Sie Dir mal den Beitrag an, auf den ich geantwortet habe! Hier werden dauernd Äpfel mit Birnen verglichen. Es vergleichen sich hier teilweise Bachelor-BWLer mit Lehrern, ohne zu erkennen, dass sie mit so einem geringwertigen Abschluss keine Chancen hätten, da einzusteigen.

Lounge Gast schrieb:

Warum vergleichst Du hier Äpfel mit Birnen?

Der Industriebeamte (DAX30-Sachbearbeiter), der heute >50
Jahre alt ist, mag ggü einem Lehrer gewisse monetäre Vorteile
haben (sicher nicht alle, aber ich streite nicht ab, dass es
solche gibt).

Hier im Wiwi-Forum geht es aber um Berufseinsteiger und Leute
bis (grob) 40. Da ist - von Ausnahmen abgesehen - kaum jemand
dabei, der als Sachbearbeiter bei einer 35h-Woche 80k+ mit
nach Hause nimmt, eine lebenslange Jobgarantie (klar, mit 30
spielt das noch keine Rolle, aber werdet mal 50...) hat und
ohne Zusatzversicherung eine Rente von 3k+.

Lounge Gast schrieb:

Man muss unterscheiden zwischen Lehrern mit
Führungsfunktionen und einfachen Lehrern. Mit
Führungsfunktion bedeutet keine geregelte Arbeitszeit.
Schulleiter sind auch in den Ferien oft im Dienst.
Mitunter
auch am Wochenende. Abends sowieso. Das ist auch der
Grund,
weshalb viele Lehrer so eine Stelle nicht haben wollen.
Lehrer sein bedeutet viel Stress. Mit Schülern, aber vor
allem mit den ehrgeizigen Eltern. Auch abends und am
Wochenende. Ich bin kein Lehrer und würde niemals einer
sein
wollen. Kenne aber einige persönlich im Bekanntenkreis.
Gesundheitliche Problem sind da sehr häufig. Der normale
Dax30-Sachbearbeiter hat im Vergleich dazu ein eher
chilliges
Leben und braucht dafür nur ein in kurzer Zeit
erreichbares
FH-Diplom. Dafür verdient er dann auch noch netto deutlich
mehr. Diese Dax-Welt kenne ich sehr gut!

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WiWi Gast

Re: Lehrerehepaar mit 12k netto pro Monat

Wo einzusteigen? In der Schule?

Wie kommst Du darauf, der "Lehrerberuf" sei etwas Elitäres???

:-D

Lounge Gast schrieb:

Sie Dir mal den Beitrag an, auf den ich geantwortet habe!
Hier werden dauernd Äpfel mit Birnen verglichen. Es
vergleichen sich hier teilweise Bachelor-BWLer mit Lehrern,
ohne zu erkennen, dass sie mit so einem geringwertigen
Abschluss keine Chancen hätten, da einzusteigen.

antworten
WiWi Gast

Re: Lehrerehepaar mit 12k netto pro Monat

Jeder Vergleich hier ist ein Vergleich Äpfel mit Birnen:

Ich kenne 2 Lehrer aus meinem (erweiterten) Umfeld, die nach 2-3 Jahren an einer Schule hingeschmissen haben, einer ist sogar in Behandlung jetzt. Ich kenne ebenso Lehrer, die nur Jahresverträge bekommen und quasi jedes Jahr Schule und Ort wechseln. Andererseits kenne ich auch Lehrer, die durch Connections an ihrer Heimatschule unterrichten, also jetzt Kollegen von den Lehrern sind, von denen sie teilweise selbst unterrichtet wurden. Die müssen nie umziehen und sind verbeamtet.

Ich kenne Leute in kaufmännischen Industriejobs, die sich den Hintern abrackern und 36k verdienen. Bei mir in Konzern sind Leute seit tlw. 4-5 Jahren über Zeitarbeit beschäftigt und bringen TOP-Leistungen, viel besser als die allermeisten anderen. Chance auf Festanstellung = 0. Bei internen Jobauschreibungen nimmt unsere Abteilung gerne mal die Low Performer aus anderen Abteilungen, die man dort nicht mehr haben will, die Zeitarbeitskollegen haben keine Chance, sich auf die interne Stelle zu bewerben. Ist das fair?

Bringt bitte mal wieder ein bisschen Qualität in die Diskussion und verallgemeinert nicht. Es gibt nicht DIE Lehrer und DIE DAX30-Industriebeamten. Es gibt immer solche und solche. Ich würde für kein Geld der Welt Lehrer sein wollen. Andere wollen für kein Geld der Welt Industriebeamte sein. Und das ist völlig in Ordnung.

antworten
WiWi Gast

Re: Lehrerehepaar mit 12k netto pro Monat

Eben dieses Totschlagargument ("es gibt nicht DEN ...") zieht nicht, wenn man über die Entlohnung von verbeamteten Lehrern redet:

Sie verdienen ALLE mind. A12 (ab Realschule dann mind. A13) und erhalten dementsprechend ALLE die entsprechende Pension.

Sie sind ALLE unkündbar.
Das ist der Unterschied, den ich meinte, als ich sagte, dass hier Äpfel mit Birnen verglichen werden.

Und bevor jetzt das Argument kommt "aber nicht alle Lehrer sind verbeamtet":
richtig, es sind ca. 80% der Lehrer verbeamtet.

Nun die Gegenfrage: sind alle normalen Arbeitnehmer Industriebeamte? oder zumindest DAX30-Angestellte? Falls nein, wie hoch ist ihr Anteil an der Gesamtheit?

Lounge Gast schrieb:
(...)

Bringt bitte mal wieder ein bisschen Qualität in die
Diskussion und verallgemeinert nicht. Es gibt nicht DIE
Lehrer und DIE DAX30-Industriebeamten. Es gibt immer solche
und solche. Ich würde für kein Geld der Welt Lehrer sein
wollen. Andere wollen für kein Geld der Welt Industriebeamte
sein. Und das ist völlig in Ordnung.

antworten
WiWi Gast

Re: Lehrerehepaar mit 12k netto pro Monat

Bei der Diskussion muss ich an eine Bekannte denken...

Sie studierte gerade Religion (...) und Deutsch auf Lehramt und ich war am Ende meiner Ausbildung zum Informatikkaufmann. Ich meinte zu ihr, dass der öffentliche Dienst nichts für mich sei, da ich meine Karriere selbst bestimmen möchte. Daraufhin belächelte sie mich nur... von wegen Ausbildung, Jobgarantie als Lehrer und die hohen Gehälter.

Nun etwas habe ich ein paar Jahre in der IT Beratung (schöne Zeit mit tollen Auslandseinsätzen) und verdiene im technischen Vertrieb etwa 75k + Firmenwagen (werde im Frühjahr 28). Dabei habe ich im Schnitt 2 Kundentermine in der Woche und bin sonst meist im Homeoffice. Sehr praktisch, da man auch mal unter der Woche mit dem Nachwusch eine Stunde schwimmen gehen kann o.ä. Nächstes Jahr wird eine Gruppenleiterposition angepeilt.

Sie hingegen hat nach ihrem Refrendariat erstmal keine passende Stelle gefunden und ist nun im Nachbar Bundesland (wäre wohl nicht so einfach später das Bundesland zu wechseln - keine Ahnung, ob das stimmt) ca. 70km weit entfernt angestellt (nicht verbeamtet).

Ist natürlich nur ein Einzelfall und lässt sich nicht auf die Allgemeinheit ableiten. Es ist nur teils sehr ermüdend sich dieses rumgeheule (sorry) immer wieder anzuhören. Von wegen alle anderen haben es leichter und viel besser.

Und erzählt mir nichts von Glück... ich hab mich von der Hauptschule bis zum Abi (neben der Ausbildung, abends + samstags) gemausert und studiere nun in Hagen nebenher.

antworten
WiWi Gast

Re: Lehrerehepaar mit 12k netto pro Monat

Aber Risikoaversive die Konkurrenz scheuen möchten alle beim Staat arbeiten...

antworten
WiWi Gast

Re: Lehrerehepaar mit 12k netto pro Monat

"Eben dieses Totschlagargument ("es gibt nicht DEN ...") zieht nicht, wenn man über die Entlohnung von verbeamteten Lehrern redet"

Ok, dann haben 80% der Lehrer ein besseres Gehalt. Wie schon geschrieben, ich würde nicht mit denen tauschen wollen, trotz des besseren Gehaltes nicht.
Lehrer ist Lehrer, da kann man maximal die Schule wechseln (und das oftmals auch nicht so ohne Weiteres), als Industriebeamter kann ich Branche und Fachbereich wechseln, intern wechseln, mal im Ausland arbeiten, aufsteigen, absteigen usw.

Für dieses Stück "Selbstbestimmtheit" bin ich bereit Gehaltseinbußen (im Vergleich zu der überschaubar großen Gruppe der Lehrer) hinzunehmen. Die Perspektive des Lehrer besteht in der Sicherheit des Beamtenstatuses, ansonsten tut sich das komplette Berufsleben nichts entscheidendes mehr. Mit spätestens Ende 20 nach dem Referendariat alles gesehen/erlebt, was man im Berufsleben erwarten kann. Glückwunsch dazu.

antworten
WiWi Gast

Re: Lehrerehepaar mit 12k netto pro Monat

Lounge Gast schrieb:

Und erzählt mir nichts von Glück... ich hab mich von der
Hauptschule bis zum Abi (neben der Ausbildung, abends +
samstags) gemausert und studiere nun in Hagen nebenher.

Du würdest also nicht behaupten, dass du
-bei einem Alter von 28 Jahren
-einem Einkommen von 75k
-Firmenwagen

  • und mehr home Office als sonstiges Office

Glück hattest?

Das Argument weiter oben ist ein sehr gutes: Als Lehrer sind es eher die Ausnahmen, die unter 3k netto bleiben. In der freien Wirtschaft sind es eher die Ausnahmen, die auf über 3k netto kommen. Von der Rente fange ich gar nicht erst an.
Das soll kein Neid und auch kein Frust sein. Die Gehälter sind frei einsehbar und jeder hätte diesen Berufsweg einschlagen können. Aber immer wieder zu behaupten, Lehrer würden ja ach so wenig verdienen für ihre ach so hohe Arbeitsbelastung ist lächerlich.

antworten
WiWi Gast

Re: Lehrerehepaar mit 12k netto pro Monat

Deine Industriebeispiele könnten ebenso wenig als Lehrer arbeiten wie als Staatsanwalt. Sie würden nicht eingestellt werden, weil sie die Mindestvoraussetzungen nicht erfüllen. Viele Sachbearbeiter in der Industrie haben nur ein FH-Diplom. Also als Lehrer null Chance. Und auch ein Master reicht nicht. Da müsste man dann noch eine 2-jährige Zusatzausbildung machen, und zwar ohne Garantie, anschließend auch eingestellt zu werden. Dasselbe galt früher für das Uni-Diplom. Deshalb passen diese Vergleiche hier nicht. Ein BWLer jammert doch auch nicht, wenn er weniger verdient als ein Facharzt!

Lounge Gast schrieb:

Lounge Gast schrieb:

Und erzählt mir nichts von Glück... ich hab mich von der
Hauptschule bis zum Abi (neben der Ausbildung, abends +
samstags) gemausert und studiere nun in Hagen nebenher.

Du würdest also nicht behaupten, dass du
-bei einem Alter von 28 Jahren
-einem Einkommen von 75k
-Firmenwagen

  • und mehr home Office als sonstiges Office

Glück hattest?

Das Argument weiter oben ist ein sehr gutes: Als Lehrer sind
es eher die Ausnahmen, die unter 3k netto bleiben. In der
freien Wirtschaft sind es eher die Ausnahmen, die auf über 3k
netto kommen. Von der Rente fange ich gar nicht erst an.
Das soll kein Neid und auch kein Frust sein. Die Gehälter
sind frei einsehbar und jeder hätte diesen Berufsweg
einschlagen können. Aber immer wieder zu behaupten, Lehrer
würden ja ach so wenig verdienen für ihre ach so hohe
Arbeitsbelastung ist lächerlich.

antworten
WiWi Gast

Re: Lehrerehepaar mit 12k netto pro Monat

Deine Aussage ist also, dass Lehrer so viel verdienen, weil sie die längere/intensivere Ausbildung erhalten? Ehrlich?

Lounge Gast schrieb:

Deine Industriebeispiele könnten ebenso wenig als Lehrer
arbeiten wie als Staatsanwalt. Sie würden nicht eingestellt
werden, weil sie die Mindestvoraussetzungen nicht erfüllen.
Viele Sachbearbeiter in der Industrie haben nur ein
FH-Diplom. Also als Lehrer null Chance. Und auch ein Master
reicht nicht. Da müsste man dann noch eine 2-jährige
Zusatzausbildung machen, und zwar ohne Garantie, anschließend
auch eingestellt zu werden. Dasselbe galt früher für das
Uni-Diplom. Deshalb passen diese Vergleiche hier nicht. Ein
BWLer jammert doch auch nicht, wenn er weniger verdient als
ein Facharzt!

antworten
WiWi Gast

Re: Lehrerehepaar mit 12k netto pro Monat

Ja, wie ich schon schrieb.

Denk an all diese Vorteile, sobald Du mal älter als 48 bist und es Deiner Firma mal schlechter geht. Bestimmt hast Du dann die Möglichkeit aufzusteigen (und zwar im Fahrstuhl zu Deiner Sachbearbeiterin beim Arbeitsamt), im Ausland zu arbeiten (Eisverkäufer auf Malle geht immer), oder intern zu wechseln (klappt besonders gut, wenn die Firma Stellen abbaut).

Mit Anfang 30 ist die Welt der Möglichkeiten riesengroß. Aber das Arbeitsleben geht nicht nur bis Mitte 30, sondern bis Ende 60.

Lounge Gast schrieb:

kann ich Branche und Fachbereich wechseln, intern wechseln, mal im Ausland arbeiten, aufsteigen, absteigen usw.
(...)
Für dieses Stück "Selbstbestimmtheit" bin ich
bereit Gehaltseinbußen (im Vergleich zu der überschaubar
großen Gruppe der Lehrer) hinzunehmen. Die Perspektive des
Lehrer besteht in der Sicherheit des Beamtenstatuses,
ansonsten tut sich das komplette Berufsleben nichts
entscheidendes mehr. Mit spätestens Ende 20 nach dem
Referendariat alles gesehen/erlebt, was man im Berufsleben
erwarten kann. Glückwunsch dazu.

antworten
WiWi Gast

Re: Lehrerehepaar mit 12k netto pro Monat

Schön formaljuristisch argumentieren.

"Die BWLer könne ja gar keine Lehrer werden, weil sie kein Referendariat gemacht haben. Deshalb ist es gerechtfertigt, dass verbeamtete Lehrer mehr verdienen, unkündbar sind und eine fest versprochene Pensionszusage i.H.v. 72% des letzten Bruttogehaltes haben."

Die Argumentation ist ungefähr so gut wie die folgenden historischen Beispiele:

"Die Frauen können gar nicht politisch denken. Deshalb ist es gerechtfertigt, dass nur Männer wählen dürfen!"

"Die Dinosaurier sind die größten Lebewesen und haben keine natürlichen Feinde. Deshalb können sie auch nicht aussterben!"

"Die Reisebüros sind die exklusiven Partner der Fluggesellschaften und der Hotels. Deshalb können Apps und Onlineangebote gar keine Reisen anbieten"

"Die Apotheker sind die einzigen, die verschreibungspflichtige Medikamente verkaufen dürfen. Deshalb ist es richtig, dass es in vielen Städten genausoviele Apotheken wie Friseure gibt"

Denk mal drüber nach. Rahmenbedingungen können sich ändern. Aber nur, wenn es Leute gibt, die die Missstände ansprechen!

Lounge Gast schrieb:

Deine Industriebeispiele könnten ebenso wenig als Lehrer
arbeiten wie als Staatsanwalt. Sie würden nicht eingestellt
werden, weil sie die Mindestvoraussetzungen nicht erfüllen.
Viele Sachbearbeiter in der Industrie haben nur ein
FH-Diplom. Also als Lehrer null Chance. Und auch ein Master
reicht nicht. Da müsste man dann noch eine 2-jährige
Zusatzausbildung machen, und zwar ohne Garantie, anschließend
auch eingestellt zu werden. Dasselbe galt früher für das
Uni-Diplom. Deshalb passen diese Vergleiche hier nicht. Ein
BWLer jammert doch auch nicht, wenn er weniger verdient als
ein Facharzt!

Lounge Gast schrieb:

Lounge Gast schrieb:

Und erzählt mir nichts von Glück... ich hab mich
von der
Hauptschule bis zum Abi (neben der Ausbildung,
abends +
samstags) gemausert und studiere nun in Hagen
nebenher.

Du würdest also nicht behaupten, dass du
-bei einem Alter von 28 Jahren
-einem Einkommen von 75k
-Firmenwagen

  • und mehr home Office als sonstiges Office

Glück hattest?

Das Argument weiter oben ist ein sehr gutes: Als Lehrer
sind
es eher die Ausnahmen, die unter 3k netto bleiben. In der
freien Wirtschaft sind es eher die Ausnahmen, die auf
über 3k
netto kommen. Von der Rente fange ich gar nicht erst an.
Das soll kein Neid und auch kein Frust sein. Die Gehälter
sind frei einsehbar und jeder hätte diesen Berufsweg
einschlagen können. Aber immer wieder zu behaupten, Lehrer
würden ja ach so wenig verdienen für ihre ach so hohe
Arbeitsbelastung ist lächerlich.

antworten
WiWi Gast

Re: Lehrerehepaar mit 12k netto pro Monat

Lounge Gast schrieb:

Die Perspektive des

Lehrer besteht in der Sicherheit des Beamtenstatuses,
ansonsten tut sich das komplette Berufsleben nichts
entscheidendes mehr. Mit spätestens Ende 20 nach dem
Referendariat alles gesehen/erlebt, was man im Berufsleben
erwarten kann. Glückwunsch dazu.

naja, und der niedergelassene Arzt oder Rechtsanwalt? Für den gilt das ja auch, dennoch machen es viele.

antworten
WiWi Gast

Re: Lehrerehepaar mit 12k netto pro Monat

Naja... der Verfasser des Beitrages sucht eben den besonderen Kick unerwarteter Lohnerhöhungen um 1,3k pro Jahr oder aber ein total hippes Abrutschen in die Erwerbslosigkeit.

Vielleicht ist es aber auch ein bisschen der Neid auf die eben so sichere Situation des Lehrers. Das wünschen sich viele, hat aber kaum jemand. Ich übrigens auch nicht.

Aber viele tun sich eben mehr als nur schwer damit, einzusehen, dass man es selbst in irgendeiner Dimension NICHT am besten erwischt hat.

Lounge Gast schrieb:

Lounge Gast schrieb:

Die Perspektive des

Lehrer besteht in der Sicherheit des Beamtenstatuses,
ansonsten tut sich das komplette Berufsleben nichts
entscheidendes mehr. Mit spätestens Ende 20 nach dem
Referendariat alles gesehen/erlebt, was man im Berufsleben
erwarten kann. Glückwunsch dazu.

naja, und der niedergelassene Arzt oder Rechtsanwalt? Für den
gilt das ja auch, dennoch machen es viele.

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Lehrer vs IGM

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