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Warum wird in D nicht über das Gehalt gesprochen?

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WiWi Gast

Warum wird in D nicht über das Gehalt gesprochen?

Einen wunderschönen Tag zusammen,

wir fragen uns gerade im Kollegenkreis, warum in Deutschland nicht offen über das Gehalt gesprochen wird? Teile von uns waren beruflich in den Staaten, manche im Studium in Asien. Es wird nirgends so ein Hehl aus dem Gehalt gemacht wie in Deutschland.

Warum ist das so? Hängt vermutlich mit der gesamten Neid-Debatte in Deutschland zusammen, dass niemand auffallen darf/will. Aber was ist die root cause?

In der Hoffnung, dem etwas auf den Grund gehen zu können. Bitte mal um eure Ansichten/Meinungen.

Ach ja, für die, die es interessiert: In o.g. Kollegenkreis sprechen wir nicht offen über das Gehalt, weil wir wieder in Deutschland sind ;-)

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WiWi Gast

Warum wird in D nicht über das Gehalt gesprochen?

Ich spreche offen darüber. Mit Familie und Freunden sowieso. Mit Arbeitskollegen bin in etwas wählerisch mit wem ich darüber spreche aber es gab bisher in jedem Unternehmen im dem ich war eine Gruppe innerhalb derer wir offen waren.

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WiWi Gast

Warum wird in D nicht über das Gehalt gesprochen?

Ganz ehrlich, ich verstehe das auch nicht. War auch längere Zeit in den Staaten, wo da ganz selbstverständlich drüber gesprochen wurde. Hier dann, erst vor ein paar Wochen passiert, hatte ich das Thema nur leicht angeschnitten und alle schauten mich an als hätte ich gerade etwas richtig schlimmes getan. Sogar mein Chef hat mich auf mein "Fehlverhalten" angesprochen, als wir alleine waren. Fand das echt erschüternd. Warum soll man nicht darüber reden dürfen, wie viel man verdient? Ich habe ja noch nicht mal jemand anderen nach seinem Verdienst gefragt. Finde das echt schlimm.

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WiWi Gast

Warum wird in D nicht über das Gehalt gesprochen?

Also unter Kollegen versuche ich das zu vermeiden... auch weil ich weiß, dass ich etwas mehr, als die anderen in meinem Team verdiene (zurecht haha ;) Deutschland ist halt ein Neiderland. Entsprechend gibt es auch fast immer jemanden im Team, der ziemlich genau im Blick hat, wann die Kollegen so Feierabend machen (ein früher Arbeitsbeginn ist aber natürlich völlig egal und von der Produktivität möchte ich gar nicht erst anfangen.)

Ich glaube, dass Deutschland da generell sehr kompliziert ist in solchen Themen. Es ist ja nicht nur das Gehalt, es ist Geld im Allgemeinen. Wir sind vor 5 Jahren in ein Neubaugebiet gezogen; aber wohnen dort im Gegensatz zu den ganzen Nachbarn zur Miete.

Wir reden viel mit Nachbarn und 2-3 mal hat sich sogar jemand getraut, uns zu fragen, was wir für die Miete zahlen. Ich finde das immer unspektakulär. Aber glaub ja nicht, dass einer von denen mir bereitwillig erzählt, was sein Haus gekostet hat. Ich selbst raff das auch nicht. Ich sehe ja, dass es ein schönes Haus ist und sicherlich nicht billig war. Und ob das nun 400k oder 550k gekostet hat... ist mir doch Wurscht. Wer's zahlen kann soll das halt machen.

Zu deiner Ausgangsfrage des root cause:

Ich glaube, es hat tatsächlich viel mit der Geschichte von Deutschland im Zweiten Weltkrieg zu tun. Habe da in der Uni mal was von einem Profs hören dürfen und das hat mich bis heute überzeugt. In Kurzfassung:

  • Nach dem 2. Weltkrieg haben sich alle geschämt, da keiner die Nazis verhindert hat bzw. viele eben mitgemacht haben
  • In den 50ern und 60ern wollte dann niemand in der Gesellschaft auffallen
  • Entsprechend hat man nicht gern offen über Privates (inkl. Geld) gesprochen
  • Daher kommt auch das krass Deutsche "Das macht man nicht."
    Für die, die es interessiert, weiter ging es so:
  • Krass hoher Konformitätsdruck führt zu rebellierender Jugend; Explosion in der Hippiebewergung und den 68ern

Joar.. Ende vom Lied: Heute ist vieles sehr viel besser. Aber unsere Gesellschaft hat immernoch so viele Stöcke im Hintern und das von dir beschriebene gehört eben dazu.

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WiWi Gast

Warum wird in D nicht über das Gehalt gesprochen?

Es ist eine Prägung, die wir fast alle erfahren haben: "Über Geld spricht man nicht!"

Die Neidkultur trägt vermutlich ebenso ihren Teil dazu bei wie Scham und allgemeine Intransparenz (die auch so gewollt ist):
Niemand in diesem Land hat Ahnung von Vermögen und wirklich hohen Gehältern. Menschen in Managementpositionen ist es häufig sogar per Vertrag verboten, über ihr Gehalt zu sprechen.
Das Ergebnis ist eine schweigende Masse, die ihr Gehalt klaglos hinnimmt. Unternehmen und damit die Politik finden das super und stärken das auch weiterhin: Ich lese ständig, dass man quasi mit 7.000,- brutto monatlich zu den reichsten 5 Prozent gehört. 120.000,- wäre das reichste Prozent. So bleiben alle zufrieden und niemand beklagt sich. Mittlerweile gehört man mit 51.000,- ja schon zu den Reichen und zahlt weiterhin die "Reichensteuer" Soli.

Das sehen wir ja schon in diesem Forum: Bei allen Gehaltsdiskussionen werden Durchschnitt und Median verwechselt, und deshalb auch Ausreißer bloßgestellt.

These:
Ich glaube, es ist politisch gewollt, dass sich die Mittelschicht untereinander zerfleischt und nach unten tritt, um eine Diskussion in die Richtung Reichtum zu verhindern.

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WiWi Gast

Warum wird in D nicht über das Gehalt gesprochen?

Ich spreche nicht über mein Gehalt, nur mit den 3-4 engsten Freunden und meiner Frau. Meiner Meinung nach geht es niemanden etwas an, was ich verdiene. Andersherum interessiert es mich auch nicht großartig, was andere verdienen. Davon kann ich mir auch nicht mehr kaufen.
In vielen Fällen ist es vielleicht auch die Scham, gegen andere "den Kürzeren" zu ziehen, gerade im Freundeskreis. Oder aber im Vergleich zu den anderen der Großverdiener zu sein, Stichwort Neid.

Die Ursache ist wohl eine grundsätzlich andere Einstellung zu Erfolg. Das "Great Job! Well done!" von den Amis steht gegen das "Nicht geschimpft ist genug gelobt", um mal zwei Extreme zu bemühen. Das Eine wird als oberflächlich, das andere als bodenständig charakterisiert. Jedem das seine...

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WiWi Gast

Warum wird in D nicht über das Gehalt gesprochen?

Ich mache es mittlerweile bei KEINEM mehr. Du hast dadurch NUR Nachteile

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WiWi Gast

Warum wird in D nicht über das Gehalt gesprochen?

WiWi Gast schrieb am 10.07.2019:

Ich spreche nicht über mein Gehalt, nur mit den 3-4 engsten Freunden und meiner Frau. Meiner Meinung nach geht es niemanden etwas an, was ich verdiene. Andersherum interessiert es mich auch nicht großartig, was andere verdienen. Davon kann ich mir auch nicht mehr kaufen.
In vielen Fällen ist es vielleicht auch die Scham, gegen andere "den Kürzeren" zu ziehen, gerade im Freundeskreis. Oder aber im Vergleich zu den anderen der Großverdiener zu sein, Stichwort Neid.

Die Ursache ist wohl eine grundsätzlich andere Einstellung zu Erfolg. Das "Great Job! Well done!" von den Amis steht gegen das "Nicht geschimpft ist genug gelobt", um mal zwei Extreme zu bemühen. Das Eine wird als oberflächlich, das andere als bodenständig charakterisiert. Jedem das seine...

Ich finde das ziemlich dumm.
Die Arbeitnehmer schwächen sich selber ihre Verhandlungsposition gegenüber dem Arbeitgeber, wenn sie sich untereinander nicht sagen, was sie verdienen.

Wenn ich von jedem das Gehalt wüsste, könnte ich zum Arbeitgeber sagen: Hey, die in der Firma da verdienen x mehr. Gib mir das auch oder ich geh da hin.

Wenn ich das Durchschnittsgehalt in der Branche kenne und ich vom Arbeitgeber eine durchschnittliche Leistungsbeurteilung kriege, dann will ich mindestens das Durchschnittsgehalt verdienen und hab auch entsprechend gute Argumente, um das durchzusetzen Bzw weiß, dass die Anderen Firmen im Schhnitt anscheinend mehr zahlen und ich drohen kann, dahin zu gehen.

Etc pp..

Je weniger ich als Arbeitnehmer über die Gehaltstrukturen weiß, desto schlechter ist meine Verhandlungsposition.

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WiWi Gast

Warum wird in D nicht über das Gehalt gesprochen?

Der "root cause" ist der Unterschied zwischen dem angelsächsischen, liberalen Arbeitsmarkt und dem deutschen, rigiden System.
Traditionell verschreibt sich der Deutsche am liebsten langfristig einem großen Unternehmen/Konzern für das er dann gewissenhaft Dienst nach Vorschrift schiebt. Träume hat nur abseits der Arbeit, plant also am liebsten rund um die Uhr seinen nächsten Urlaub oder andere Freizeitaktivitäten und Statussysmbole. Das schlimmste, was also passieren kann, ist das er die finanzielle Situation dahinter den Kollegen offen legt und dann für die nächsten Jahrzehnte(!) die Hose herunter gelassen hat.

In den USA der der Kündigungsdruck größer, die betriebliche Altersvorsorge geringer und (ebenso durch die schiere Größe des Landes) eine erhöhte Fluktuation der Arbeitnehmer zu beobachten. Weiterhin möchte der amerikanische Anstellte evtl. auch noch was bewegen, er ist also gründungsaffiner und sehr auf seine stärken fokussiert. Dieser Typus Mensch wird immer offener über seine Lebenssituation sprechen, denn er ist stärker selber dafür verantwortlich und plant sowieso Arbeitgeberwechsel ein. Es kann ihm also egal sein, ob später noch wer weiß wann er wie viel wo bekommen hat.

Das ist alles. Grundsätzlich gilt, je stärker man selber für sein Vermögen verantwortlich ist, desto offener spricht man darüber. Das erklärt, warum der ehemalige Adel oder Unternehmerdynastien bei so etwas absolut dicht halten. Und das gilt auch für (Konzern-)Beamte, die keine Aufstiegschancen wahrnehmen wollen.

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WiWi Gast

Warum wird in D nicht über das Gehalt gesprochen?

Viele Unternehmen in D forcieren, dass sich Arbeitnehmer nicht über ihr Gehalt austauschen sollen. In einigen ehemaligen Firmen wo ich gearbeitet habe, stand sogar im Arbeitsvertrag drin, dass man nicht über den Inhalt (inkl. Gehalt) reden darf.
Das macht die Verhandlungsposition der Arbeitnehmer schwächer, da sie das Gehaltsgefüge der Firma nicht kennen.
Deswegen habe ich auch noch nie so große Gehaltsunterschiede bei ähnlicher Qualifikation gesehen, wie hier in Deutschland.

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WiWi Gast

Warum wird in D nicht über das Gehalt gesprochen?

So ist es leider. Mittlerweile sind auch nicht mehr nur Manager von diesen Klauseln betroffen, sondern selbst ich als Einsteiger. Wirksam und bindend sind sie zwar nicht, aber dennoch bewirken sie einiges...

WiWi Gast schrieb am 10.07.2019:

Es ist eine Prägung, die wir fast alle erfahren haben: "Über Geld spricht man nicht!"

Die Neidkultur trägt vermutlich ebenso ihren Teil dazu bei wie Scham und allgemeine Intransparenz (die auch so gewollt ist):
Niemand in diesem Land hat Ahnung von Vermögen und wirklich hohen Gehältern. Menschen in Managementpositionen ist es häufig sogar per Vertrag verboten, über ihr Gehalt zu sprechen.
Das Ergebnis ist eine schweigende Masse, die ihr Gehalt klaglos hinnimmt. Unternehmen und damit die Politik finden das super und stärken das auch weiterhin: Ich lese ständig, dass man quasi mit 7.000,- brutto monatlich zu den reichsten 5 Prozent gehört. 120.000,- wäre das reichste Prozent. So bleiben alle zufrieden und niemand beklagt sich. Mittlerweile gehört man mit 51.000,- ja schon zu den Reichen und zahlt weiterhin die "Reichensteuer" Soli.

Das sehen wir ja schon in diesem Forum: Bei allen Gehaltsdiskussionen werden Durchschnitt und Median verwechselt, und deshalb auch Ausreißer bloßgestellt.

These:
Ich glaube, es ist politisch gewollt, dass sich die Mittelschicht untereinander zerfleischt und nach unten tritt, um eine Diskussion in die Richtung Reichtum zu verhindern.

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WiWi Gast

Warum wird in D nicht über das Gehalt gesprochen?

Ich rede nicht über mein Gehalt, da es mir peinlich ist, für wie wenig Geld ich meinen Jo mache. Habe ihn aus der Not heraus angenommen. Trotz Ausbildung, Studium und mehreren Jahren Berufserfahrung, bin ich nur knapp über 40k. Das ist mir peinlich. Ich versuche es zu ändern, ist aber schwer. Wenn es dann irgendwann (hoffentlich) mal angemessen ist, habe ich da kein Problem mit. Aber das jetzige Gehalt ist dafür einfach zu niedrig; da werde ich eher ausgelacht....

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WiWi Gast

Warum wird in D nicht über das Gehalt gesprochen?

WiWi Gast schrieb am 10.07.2019:

Ich rede nicht über mein Gehalt, da es mir peinlich ist, für wie wenig Geld ich meinen Jo mache. Habe ihn aus der Not heraus angenommen. Trotz Ausbildung, Studium und mehreren Jahren Berufserfahrung, bin ich nur knapp über 40k. Das ist mir peinlich. Ich versuche es zu ändern, ist aber schwer. Wenn es dann irgendwann (hoffentlich) mal angemessen ist, habe ich da kein Problem mit. Aber das jetzige Gehalt ist dafür einfach zu niedrig; da werde ich eher ausgelacht....

Ganz ernsthaft, dass ist ein hungerslohn für deinen Werdegang. Firma wechseln aber sofort. Du bist auch selber schuld wenn du dich ausnutzen lässt

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WiWi Gast

Warum wird in D nicht über das Gehalt gesprochen?

Unter Freunden und Familie, spreche ich nur mit einigen darüber. Dort bringt mir die Offenheit nichts, ausser Neid. Unter Kollegen ist das wieder was anderes. Hier ist die Schweigen nur ein Vorteil für den Arbeitgeber bzw. den Arbeitsmarkt. Ich konnte in der Vergangenheit dadurch mein Gehalt zwar nicht erhöhen, aber habe festgestellt das Wechseln oft lukrativer als Treue ist.

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WiWi Gast

Warum wird in D nicht über das Gehalt gesprochen?

WiWi Gast schrieb am 10.07.2019:

Ich rede nicht über mein Gehalt, da es mir peinlich ist, für wie wenig Geld ich meinen Jo mache. Habe ihn aus der Not heraus angenommen. Trotz Ausbildung, Studium und mehreren Jahren Berufserfahrung, bin ich nur knapp über 40k. Das ist mir peinlich. Ich versuche es zu ändern, ist aber schwer. Wenn es dann irgendwann (hoffentlich) mal angemessen ist, habe ich da kein Problem mit. Aber das jetzige Gehalt ist dafür einfach zu niedrig; da werde ich eher ausgelacht....

Welche Ausbildung und welches Studium ?

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WiWi Gast

Warum wird in D nicht über das Gehalt gesprochen?

Selbst als Praktikant oder Werkstudent wird mir vertraglich verboten über mein Gehalt zu sprechen

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WiWi Gast

Warum wird in D nicht über das Gehalt gesprochen?

WiWi Gast schrieb am 10.07.2019:

Selbst als Praktikant oder Werkstudent wird mir vertraglich verboten über mein Gehalt zu sprechen

Jap, und das ist komplett egal weil nichtig.

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WiWi Gast

Warum wird in D nicht über das Gehalt gesprochen?

WiWi Gast schrieb am 10.07.2019:

Ich rede nicht über mein Gehalt, da es mir peinlich ist, für wie wenig Geld ich meinen Jo mache. Habe ihn aus der Not heraus angenommen. Trotz Ausbildung, Studium und mehreren Jahren Berufserfahrung, bin ich nur knapp über 40k. Das ist mir peinlich. Ich versuche es zu ändern, ist aber schwer. Wenn es dann irgendwann (hoffentlich) mal angemessen ist, habe ich da kein Problem mit. Aber das jetzige Gehalt ist dafür einfach zu niedrig; da werde ich eher ausgelacht....

Welche Ausbildung und welches Studium ?

Dafür liebe ich ja WiWi-Treff. Was genau bringt dir jetzt diese Info, außer, dass du dich dann besser fühlen kannst? Ich glaube, das war genau die Intention des Threads.

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WiWi Gast

Warum wird in D nicht über das Gehalt gesprochen?

Ich habe mit meinen Kollegen immer über mein Gehalt gesprochen.

Aber nie über mein Vermögen ;-)

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WiWi Gast

Warum wird in D nicht über das Gehalt gesprochen?

Kann man seit ca. 10 Jahren eh alles im Internet nachlesen ...

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WiWi Gast

Warum wird in D nicht über das Gehalt gesprochen?

Komisch, in dem Parallelthread über sehr hohe Gehälter, weiß wirklich jeder, was jeder in seinem näheren und größeren Umfeld verdient. Besonders, wenn es sehr viel ist. Sollten da Leute etwa schwindeln? ;)

Und jetzt mal ernsthaft. Arbeite selbst in einem DAX-Konzern und da gab es in den letzten 10 Jahren so viele Umstrukturierungen, dass alle 2 - 3 Jahre neue Bezügemodelle etabliert wurden. Zudem gibt es pro Stelle auch immer mal eine Spanne, die man ausreizen kann oder nicht. Da redet wirklich keiner über das Gehalt und die Vorgesetzten versuchen auch indirekt zu vermitteln, dass das nicht willkommen ist, in dem mit jedem individuell verhandelt wird. Darüber zu reden ist bei uns ein No-Go.

Da wir quasi Innendienst des Vertriebes sind und auch leistungsabhängige Boni beziehen (ca. 20%) gibt es bei uns immer die Besonderheit, dass wir uns gegenseitig suggerieren, ist, dass es viel ist. Konkret wird aber keiner und ohne Wissen um das Grundgehalt, lässt sich auch nichts hochrechnenen, obwohl ich schon gerne wissen möchte, wie ich eigentlich stehe.

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WiWi Gast

Warum wird in D nicht über das Gehalt gesprochen?

WiWi Gast schrieb am 10.07.2019:

Selbst als Praktikant oder Werkstudent wird mir vertraglich verboten über mein Gehalt zu sprechen

Jap, und das ist komplett egal weil nichtig.

In Deutschland spricht man trotzdem nicht darüber. Nicht einmal meine Eltern haben mir je gesagt, was sie verdienen und von meinen Familienangehörigen weiß ich es auch nicht. Man hat Geld oder nicht. Reden tut man nur darüber,

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WiWi Gast

Warum wird in D nicht über das Gehalt gesprochen?

Für mich ist Geld auch nichts anderes als z.B. ein neuer Tisch oder Stuhl und darüber zu reden hat komischerweise keiner ein Problem. Verstehe das ganze Theater nicht.

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WiWi Gast

Warum wird in D nicht über das Gehalt gesprochen?

WiWi Gast schrieb am 10.07.2019:

Für mich ist Geld auch nichts anderes als z.B. ein neuer Tisch oder Stuhl und darüber zu reden hat komischerweise keiner ein Problem. Verstehe das ganze Theater nicht.

Bei uns (Inhouse Beratung) erhält jeder bis auf die Partner das selbe Gehalt je nach Stufe, daher ist das kein tabu Thema sondern eher ein Smalltalk Thema, was für ein Grading die jeweiligen Kunden haben

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WiWi Gast

Warum wird in D nicht über das Gehalt gesprochen?

Was geht es irgendjemanden an, wieviel man verdient? Geht höchstens den Lebenspartner was an, es da zu verheimlichen fände ich auch albern. Verstehe aber nicht, warum man darüber unbedingt im Kollegenkreis würde reden wollen. Zumal die Entlohnung meist nicht nach objektiv erbrachter Leistung erfolgt, sondern nach Verhandlungsgeschick (aka Dreistigkeit), Status beim Chef etc. Insofern ist jeder gut beraten, sich bedeckt zu halten, da man sich sonst den Neid derjenigen zuzieht, die trotz gleicher (oder sogar besserer) Leistung weniger erhalten. Und umgekehrt will man ja auch lieber gar nicht wissen, dass Kollege XY mehr als man selbst verdient obwohl er fachliche ne Niete ist.

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WiWi Gast

Warum wird in D nicht über das Gehalt gesprochen?

WiWi Gast schrieb am 10.07.2019:

Was geht es irgendjemanden an, wieviel man verdient? Geht höchstens den Lebenspartner was an, es da zu verheimlichen fände ich auch albern. Verstehe aber nicht, warum man darüber unbedingt im Kollegenkreis würde reden wollen. Zumal die Entlohnung meist nicht nach objektiv erbrachter Leistung erfolgt, sondern nach Verhandlungsgeschick (aka Dreistigkeit), Status beim Chef etc. Insofern ist jeder gut beraten, sich bedeckt zu halten, da man sich sonst den Neid derjenigen zuzieht, die trotz gleicher (oder sogar besserer) Leistung weniger erhalten. Und umgekehrt will man ja auch lieber gar nicht wissen, dass Kollege XY mehr als man selbst verdient obwohl er fachliche ne Niete ist.

Ist doch interessant in welchem Bereich man sich in der Spanne befindet, auf dieser Basis kann man doch dann auch bessere Gehaltsverhandlungen führen. Frage bei allen Kollegen mit denen ich auch "befreundet" bin nach.

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WiWi Gast

Warum wird in D nicht über das Gehalt gesprochen?

Hier der TE:
Oh wow, danke für die vielen Antworten.

Der Beitrag mit dem sich bedeckthalten nach dem zweiten Weltkrieg leuchtet tatsächlich ein.

An die andere „es geht niemanden etwas an was ich verdiene“ Fraktion: das stimmt, es geht niemanden etwas an. Die Frage war aber Warum sträubt sich der Deutsche über sein Gehalt zu sprechen? Macht man sich damit angreifbar? Hat man Angst vor denn Stempel über-/unterbezahlt? In anderen Ländern ist das völlig normal. Als wenn jemand nach deiner Schuhgröße fragt.

Ich habe für alle Parteien Verständnis, aber merkwürdig ist das schon.

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WiWi Gast

Warum wird in D nicht über das Gehalt gesprochen?

Geld ist sowieso ein ganz komisches Thema in Deutschland. Wenn ich schon höre, dass Ehepaare getrennte Konten führen und in "Mein Geld/dein Geld" unterscheiden, kriege ich Kopfschmerzen.

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WiWi Gast

Warum wird in D nicht über das Gehalt gesprochen?

WiWi Gast schrieb am 11.07.2019:

Geld ist sowieso ein ganz komisches Thema in Deutschland. Wenn ich schon höre, dass Ehepaare getrennte Konten führen und in "Mein Geld/dein Geld" unterscheiden, kriege ich Kopfschmerzen.

Naja, getrennte Konten können schon Sinn machen, wenn man z.B. einen Partner hat, der mit Geld nicht richtig umgehen kann.

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WiWi Gast

Warum wird in D nicht über das Gehalt gesprochen?

Ja, in Deutschland schätzt man seinen private Lebenskosmos noch und auch ich weiß weder, was meine Eltern verdient haben, noch was meine Geschwister verdienen. Es interessiert mich aber auch überhaupt nicht.

Das ist die Normalität und an die sollte man mal wieder denken, wenn irgendwer hier schreibt, dass er natürlich ganz genau weiß, was all seine Bekannten genau verdienen. Das ist zu 99,99% erfundener Humbug.

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WiWi Gast

Warum wird in D nicht über das Gehalt gesprochen?

Ich denke es ist viel einfacher. Deutschland ist ein gemeinschaftlicher Staat und man trifft sich hier, trotz unterschiedlicher Einkommen, in einem bunten sozialen Leben durch alle Schichten immer wieder.

Denkt mal an die ganzen Fußballvereine (alleine der DFB hat 7 Millionen Mitglieder), die vielen sozialen Tätigkeiten und und und. Ständig treffen Menschen unterschiedlicher Einkommen aufeinander.

Es mag sein, dass das heute nicht mehr so stark ist wie früher, aber daraus stammt der Gedanke, dass man Gehälter für sich behält, um die Gleichheit nicht zu stören. Der wirkt nach, auch wenn ihr gar nicht mehr diesem sozialen Leben angehört.

Tatsächlich ist es so, dass dieses spezielle soziale Leben sehr kennzeichnend für den deutschsprachigen Raum und das nördliche Kerneuropa (ohne Skandinavien) ist und genau da, spricht man nicht darüber.

Es ist also eine kulturelle Besonderheiten, die weder gut noch schlecht ist.

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WiWi Gast

Warum wird in D nicht über das Gehalt gesprochen?

Da bin ich völlig bei dir. Ich finde das auch sehr seltsam. Ich kenne Leute, die verheiratet sind, mittlerweile 1 Kind haben und "die Frau dem Mann noch 5.000 EUR schuldet". Ich finde das alles sehr komisch. Also ich kann verstehen, wenn man als Paar noch getrennte Konten hat, aber spätestens, wenn man eine Familie gründet, ist das doch schon sehr komisch. Dann ist Familie, Leben und Geld ein gemeinsames Projekt.

Ich hab recht früh gearbeitet und viel gespart. Meine Freundin hatte noch viel länger studiert (Sie Lehramtsstudium + Referendariat, ich nur 3 Jahre Bachelor gemacht). Zum Schluss hatte ich sehr viel gespart und sie eben nicht. Und wir haben davor schon 5 Jahre zusammengewohnt und da hatte ich halt mehr von der Miete gezahlt und die Urlaubskosten hatte ich zu 2/3 immer getragen. Hat mich aber immer genervt. Zum Schluss haben wir alles zusammengeworfen, verdienen beide Geld, haben ein Kind gemacht und ein Haus gekauft. Also war die Trennung der Konten vorher auch fürn A.

WiWi Gast schrieb am 11.07.2019:

Geld ist sowieso ein ganz komisches Thema in Deutschland. Wenn ich schon höre, dass Ehepaare getrennte Konten führen und in "Mein Geld/dein Geld" unterscheiden, kriege ich Kopfschmerzen.

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WiWi Gast

Warum wird in D nicht über das Gehalt gesprochen?

Hier mal ein Auszug aus einem Spiegel Artikel zum equal pay day, trifft es mE ganz gut:

"....Laut Wirtschaftspsychologen und Ökonomen gibt es zwei Gründe für das kollektive Unbehagen: Erstens fällt es uns schwer, soziale Hierarchien zu akzeptieren. Zweitens glauben wir zu sehr an Schicksal und zu wenig an Selbstbestimmung.

Das deutsche Schweigen übers Geld ist fast ein kulturelles Alleinstellungsmerkmal. In den USA zum Beispiel sieht es komplett anders aus. Amerikaner reden oft sehr freizügig über das eigene Gehalt. Der Grund: Amerikaner glauben an die Freiheit, das eigene Leben selbst in die Hand zu nehmen. Der amerikanische Traum wurzelt in dem Glauben, dass der Einzelne es vom Tellerwäscher zum Milliardär schaffen kann.

Der Deutsche glaube hingegen eher an "Chancen", sagt Becker. "Vereinfacht gesagt sind es immer die Umwelt, das Elternhaus oder die Schule, die einer besuchen durfte, die für den Erfolg verantwortlich gemacht werden." Das ähnele der Logik des Glückspiels. Damit aber, so Becker, werde der Einzelne aus der Verantwortung für seinen Erfolg und damit auch sein Gehalt entlassen.

"Erfolg ist quasi eine Gnade der Gesellschaft", sagt Becker. Jemand, der morgens die Tür seiner S-Klasse öffnet, muss also bessere Chancen gehabt und vielleicht ein Eliteinternat besucht haben - und das verletzt den tiefen deutschen Glauben an Gerechtigkeit.

Ungleichheit löst bei uns demnach soziales Unbehagen aus, anstatt zum Handeln zu motivieren. "Es hat sich einfach nicht als schlau erwiesen, bei uns zu zeigen, dass man mehr hat", sagt Becker. Das wecke nur Gefühle der Ungerechtigkeit und des Neids. Das amerikanische Modell fördere die Selbstwirksamkeit - der deutsche Ansatz hingegen führe zu erlernter Hilflosigkeit. ..."

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WiWi Gast

Warum wird in D nicht über das Gehalt gesprochen?

Es hat schon seine guten Gründe warum nicht offen über das Gehalt gesprochen wird. Bei uns (Anwaltskanzlei) verdienen die angestellten Anwälte doppelt bis drei mal so viel wie die Sekretärinnen und die Partner noch einmal viel mehr.

Wenn die Sekretärinnen dies wüssten wäre die Stimmung schlecht. Schon jetzt finden die sich total ungerecht behandelt. Dass der Anwalt vorher x Jahre studiert hat, wird da mal schnell ausgeblendet.

Kleines Beispiel aus meiner letzten Kanzlei das ich persönlich miterlebt habe: Partner sagt zu mir freudestrahlend: "dieses Jahr habe ich erstmalig siebenstellig verdient". Zehn Minuten später kommt seine Sekretärin rein und fragt ob sie 50 Euro mehr haben kann im Monat. Seine Antwort mit zerknirschtem Gesicht: "Sorry, das ist dieses Jahr leider nicht drin.." Hätte sie von seinem "Gehalt" gewusst, wäre die Diskussion sicher anders ausgegangen...

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WiWi Gast

Warum wird in D nicht über das Gehalt gesprochen?

WiWi Gast schrieb am 11.07.2019:

Ja, in Deutschland schätzt man seinen private Lebenskosmos noch und auch ich weiß weder, was meine Eltern verdient haben, noch was meine Geschwister verdienen. Es interessiert mich aber auch überhaupt nicht.

Das ist die Normalität und an die sollte man mal wieder denken, wenn irgendwer hier schreibt, dass er natürlich ganz genau weiß, was all seine Bekannten genau verdienen. Das ist zu 99,99% erfundener Humbug.

Hahaha, was? Du weißt nicht mal was deine Eltern verdienen? Und Geschwister? Das ist alles, nur nicht die Normalität. Wow, wir deutsche sind so ein komisches Volk. Hab letztens mitbekommen, dass ein verheiratetes Ehepaar sich nicht mal das Gehalt des anderen gesagt haben. Darauf komme ich einfach nicht klar, wie manche komplett hängen geblieben mit dem Thema Geld umgehen.

Es sind deine Eltern, Geschwister und Ehefrau/Ehemann. Wie kann man vor diesen Menschen sowas verschweigen? Ihr seid auch bestimmt diese Art von Mensch, die Leute nach Hause geschickt haben, wenn es mittagessen Zuhause gab.

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WiWi Gast

Warum wird in D nicht über das Gehalt gesprochen?

Sorry, aber das ist völliger Blödsinn. Jeder Mensch - insbesondere wenn die Hierachien so klar abgesteckt sind - weiß, wo und warum er gehaltsmäßig da steht wo er steht.

Bei fließenden Übergängen in der jeweiligen Stufe sieht es natürlich anders aus. Aber, dass eine Sekretärin nicht verstehen möchte warum der RA mehr verdient, halte ich für blödsinn.

WiWi Gast schrieb am 11.07.2019:

Es hat schon seine guten Gründe warum nicht offen über das Gehalt gesprochen wird. Bei uns (Anwaltskanzlei) verdienen die angestellten Anwälte doppelt bis drei mal so viel wie die Sekretärinnen und die Partner noch einmal viel mehr.

Wenn die Sekretärinnen dies wüssten wäre die Stimmung schlecht. Schon jetzt finden die sich total ungerecht behandelt. Dass der Anwalt vorher x Jahre studiert hat, wird da mal schnell ausgeblendet.

Kleines Beispiel aus meiner letzten Kanzlei das ich persönlich miterlebt habe: Partner sagt zu mir freudestrahlend: "dieses Jahr habe ich erstmalig siebenstellig verdient". Zehn Minuten später kommt seine Sekretärin rein und fragt ob sie 50 Euro mehr haben kann im Monat. Seine Antwort mit zerknirschtem Gesicht: "Sorry, das ist dieses Jahr leider nicht drin.." Hätte sie von seinem "Gehalt" gewusst, wäre die Diskussion sicher anders ausgegangen...

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WiWi Gast

Warum wird in D nicht über das Gehalt gesprochen?

Nein, das stimmt nicht. Lies dich mal in Psychologie und Sozialwissenschaften ein. Irgendwann wird es ausgeblendet, dass andere viel mehr tun mussten.

WiWi Gast schrieb am 11.07.2019:

Sorry, aber das ist völliger Blödsinn. Jeder Mensch - insbesondere wenn die Hierachien so klar abgesteckt sind - weiß, wo und warum er gehaltsmäßig da steht wo er steht.

Bei fließenden Übergängen in der jeweiligen Stufe sieht es natürlich anders aus. Aber, dass eine Sekretärin nicht verstehen möchte warum der RA mehr verdient, halte ich für blödsinn.

WiWi Gast schrieb am 11.07.2019:

Es hat schon seine guten Gründe warum nicht offen über das Gehalt gesprochen wird. Bei uns (Anwaltskanzlei) verdienen die angestellten Anwälte doppelt bis drei mal so viel wie die Sekretärinnen und die Partner noch einmal viel mehr.

Wenn die Sekretärinnen dies wüssten wäre die Stimmung schlecht. Schon jetzt finden die sich total ungerecht behandelt. Dass der Anwalt vorher x Jahre studiert hat, wird da mal schnell ausgeblendet.

Kleines Beispiel aus meiner letzten Kanzlei das ich persönlich miterlebt habe: Partner sagt zu mir freudestrahlend: "dieses Jahr habe ich erstmalig siebenstellig verdient". Zehn Minuten später kommt seine Sekretärin rein und fragt ob sie 50 Euro mehr haben kann im Monat. Seine Antwort mit zerknirschtem Gesicht: "Sorry, das ist dieses Jahr leider nicht drin.." Hätte sie von seinem "Gehalt" gewusst, wäre die Diskussion sicher anders ausgegangen...

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WiWi Gast

Warum wird in D nicht über das Gehalt gesprochen?

Kommt die Sekretärin der Anwaltskanzlei freudestrahlend ins Büro: "Letztes Jahr habe ich mal wieder kaum Überstunden gemacht und privat konnte ich einige tollen Dinge wuppen."
Der Parnter: "Ich würde gerne dieses Jahr auch nur 40h die Woche arbeiten und mehr Zeit für die Musen des Lebens haben."
Die Sekretärin: "Sorry, Chef. Habe gerade Ihren Terminkalender für die nächsten Monate gecheckt, aber das ist dieses Jahr leider nicht drin."

WiWi Gast schrieb am 11.07.2019:

Es hat schon seine guten Gründe warum nicht offen über das Gehalt gesprochen wird. Bei uns (Anwaltskanzlei) verdienen die angestellten Anwälte doppelt bis drei mal so viel wie die Sekretärinnen und die Partner noch einmal viel mehr.

Wenn die Sekretärinnen dies wüssten wäre die Stimmung schlecht. Schon jetzt finden die sich total ungerecht behandelt. Dass der Anwalt vorher x Jahre studiert hat, wird da mal schnell ausgeblendet.

Kleines Beispiel aus meiner letzten Kanzlei das ich persönlich miterlebt habe: Partner sagt zu mir freudestrahlend: "dieses Jahr habe ich erstmalig siebenstellig verdient". Zehn Minuten später kommt seine Sekretärin rein und fragt ob sie 50 Euro mehr haben kann im Monat. Seine Antwort mit zerknirschtem Gesicht: "Sorry, das ist dieses Jahr leider nicht drin.." Hätte sie von seinem "Gehalt" gewusst, wäre die Diskussion sicher anders ausgegangen...

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WiWi Gast

Warum wird in D nicht über das Gehalt gesprochen?

Man könnte der Sekretärin auch 150.000€ mehr geben und dafür macht sie jede Woche 5 Stunden mehr.

WiWi Gast schrieb am 11.07.2019:

Kommt die Sekretärin der Anwaltskanzlei freudestrahlend ins Büro: "Letztes Jahr habe ich mal wieder kaum Überstunden gemacht und privat konnte ich einige tollen Dinge wuppen."
Der Parnter: "Ich würde gerne dieses Jahr auch nur 40h die Woche arbeiten und mehr Zeit für die Musen des Lebens haben."
Die Sekretärin: "Sorry, Chef. Habe gerade Ihren Terminkalender für die nächsten Monate gecheckt, aber das ist dieses Jahr leider nicht drin."

WiWi Gast schrieb am 11.07.2019:

Es hat schon seine guten Gründe warum nicht offen über das Gehalt gesprochen wird. Bei uns (Anwaltskanzlei) verdienen die angestellten Anwälte doppelt bis drei mal so viel wie die Sekretärinnen und die Partner noch einmal viel mehr.

Wenn die Sekretärinnen dies wüssten wäre die Stimmung schlecht. Schon jetzt finden die sich total ungerecht behandelt. Dass der Anwalt vorher x Jahre studiert hat, wird da mal schnell ausgeblendet.

Kleines Beispiel aus meiner letzten Kanzlei das ich persönlich miterlebt habe: Partner sagt zu mir freudestrahlend: "dieses Jahr habe ich erstmalig siebenstellig verdient". Zehn Minuten später kommt seine Sekretärin rein und fragt ob sie 50 Euro mehr haben kann im Monat. Seine Antwort mit zerknirschtem Gesicht: "Sorry, das ist dieses Jahr leider nicht drin.." Hätte sie von seinem "Gehalt" gewusst, wäre die Diskussion sicher anders ausgegangen...

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WiWi Gast

Warum wird in D nicht über das Gehalt gesprochen?

Selten so einen Schwachsinn gelesen

WiWi Gast schrieb am 11.07.2019:

Kommt die Sekretärin der Anwaltskanzlei freudestrahlend ins Büro: "Letztes Jahr habe ich mal wieder kaum Überstunden gemacht und privat konnte ich einige tollen Dinge wuppen."
Der Parnter: "Ich würde gerne dieses Jahr auch nur 40h die Woche arbeiten und mehr Zeit für die Musen des Lebens haben."
Die Sekretärin: "Sorry, Chef. Habe gerade Ihren Terminkalender für die nächsten Monate gecheckt, aber das ist dieses Jahr leider nicht drin."

WiWi Gast schrieb am 11.07.2019:

Es hat schon seine guten Gründe warum nicht offen über das Gehalt gesprochen wird. Bei uns (Anwaltskanzlei) verdienen die angestellten Anwälte doppelt bis drei mal so viel wie die Sekretärinnen und die Partner noch einmal viel mehr.

Wenn die Sekretärinnen dies wüssten wäre die Stimmung schlecht. Schon jetzt finden die sich total ungerecht behandelt. Dass der Anwalt vorher x Jahre studiert hat, wird da mal schnell ausgeblendet.

Kleines Beispiel aus meiner letzten Kanzlei das ich persönlich miterlebt habe: Partner sagt zu mir freudestrahlend: "dieses Jahr habe ich erstmalig siebenstellig verdient". Zehn Minuten später kommt seine Sekretärin rein und fragt ob sie 50 Euro mehr haben kann im Monat. Seine Antwort mit zerknirschtem Gesicht: "Sorry, das ist dieses Jahr leider nicht drin.." Hätte sie von seinem "Gehalt" gewusst, wäre die Diskussion sicher anders ausgegangen...

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WiWi Gast

Warum wird in D nicht über das Gehalt gesprochen?

WiWi Gast schrieb am 11.07.2019:

Es mag sein, dass das heute nicht mehr so stark ist wie früher, aber daraus stammt der Gedanke, dass man Gehälter für sich behält, um die Gleichheit nicht zu stören. Der wirkt nach, auch wenn ihr gar nicht mehr diesem sozialen Leben angehört.

Tatsächlich ist es so, dass dieses spezielle soziale Leben sehr kennzeichnend für den deutschsprachigen Raum und das nördliche Kerneuropa (ohne Skandinavien) ist und genau da, spricht man nicht darüber.

Ich hab jetzt noch nicht in anderen Ländern gearbeitet, aber wenn es woanders echt normal ist, dass man über sein Gehalt spricht (vermutlich eher damit angibt?!), dann ist eher das für mich seltsam als die deutsche Gepflogenheit, dies als etwas privates zu betrachten, über das man nicht spricht. Außer in der Familie und mit dem Lebens- bzw. Ehepartner, da sehe ich es auch so, dass Heimlichkeit über das Gehalt skurril ist. Anders als getrennte Konten, die hier auch als seltsam angesehen werden, das halte ich für eine Selbstverständlichkeit. Stichwort Gütertrennung... die Scheidung kommt schneller als einem lieb ist.

Es ist also eine kulturelle Besonderheiten, die weder gut noch schlecht ist.

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WiWi Gast

Warum wird in D nicht über das Gehalt gesprochen?

Wenn du denkst, in Deutschland ist man frigide was das Thema Gehalt angeht, dann solltest du mal versuchen mit deinen Kollegen über dein Liebesleben zu reden.

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WiWi Gast

Warum wird in D nicht über das Gehalt gesprochen?

Ich bin fest davon überzeugt, dass sich Männer/Frauen untereinander öfter über das Liebesleben unterhalten als über das Gehalt.

WiWi Gast schrieb am 12.07.2019:

Wenn du denkst, in Deutschland ist man frigide was das Thema Gehalt angeht, dann solltest du mal versuchen mit deinen Kollegen über dein Liebesleben zu reden.

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WiWi Gast

Warum wird in D nicht über das Gehalt gesprochen?

WiWi Gast schrieb am 12.07.2019:

Wenn du denkst, in Deutschland ist man frigide was das Thema Gehalt angeht, dann solltest du mal versuchen mit deinen Kollegen über dein Liebesleben zu reden.

Naja das ist nicht ganz vergleichbar.

Nicht übers Gehalt zu reden hilft nur den Arbeitgebern und nicht den Arbeitnehmern. Wir alle wissen dass ein vollkommener Markt nur mit Transparenz funktionieren kann. Und wenn ihr nicht mit euren Kollegen über euer Gehalt redet verzerrt ihr den Markt zugunsten der Arbeitgeber.

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WiWi Gast

Warum wird in D nicht über das Gehalt gesprochen?

Es geht ums Verhältnis. Und um Empathie.
Wenn die Sekretärin 40k verdient und der Partner 1 Mio, hat er das 25-fache Gehalt. Ja, der Partner hat studiert, mehr Arbeitspensum und unternehmerisches Risiko. Rechtfertigt das die 960k Mehrverdienst aus Sicht der Sekretärin? Natürlich weiß sie, dass der Partner deutlich mehr verdient, als sie. Ich schließe mich aber an: wenn sie wüsste WIEVIEL mehr er verdient, würde die Gehaltsverhandlung um 50 EUR anders ablaufen.

In Konzernen hat der CEO das 200-fache Gehalt.

WiWi Gast schrieb am 11.07.2019:

Sorry, aber das ist völliger Blödsinn. Jeder Mensch - insbesondere wenn die Hierachien so klar abgesteckt sind - weiß, wo und warum er gehaltsmäßig da steht wo er steht.

Bei fließenden Übergängen in der jeweiligen Stufe sieht es natürlich anders aus. Aber, dass eine Sekretärin nicht verstehen möchte warum der RA mehr verdient, halte ich für blödsinn.

WiWi Gast schrieb am 11.07.2019:

Es hat schon seine guten Gründe warum nicht offen über das Gehalt gesprochen wird. Bei uns (Anwaltskanzlei) verdienen die angestellten Anwälte doppelt bis drei mal so viel wie die Sekretärinnen und die Partner noch einmal viel mehr.

Wenn die Sekretärinnen dies wüssten wäre die Stimmung schlecht. Schon jetzt finden die sich total ungerecht behandelt. Dass der Anwalt vorher x Jahre studiert hat, wird da mal schnell ausgeblendet.

Kleines Beispiel aus meiner letzten Kanzlei das ich persönlich miterlebt habe: Partner sagt zu mir freudestrahlend: "dieses Jahr habe ich erstmalig siebenstellig verdient". Zehn Minuten später kommt seine Sekretärin rein und fragt ob sie 50 Euro mehr haben kann im Monat. Seine Antwort mit zerknirschtem Gesicht: "Sorry, das ist dieses Jahr leider nicht drin.." Hätte sie von seinem "Gehalt" gewusst, wäre die Diskussion sicher anders ausgegangen...

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WiWi Gast

Warum wird in D nicht über das Gehalt gesprochen?

Dein Post bestätigt so ziemlich jedwedes Klischee über den bescheuerten Umgang etwaiger Infos zum Gehalt in Deutschland. Zumindest in meinem Arbeitsumfeld in UK wird offen über das Gehalt gesprochen, ohne irgendwelche Absichten damit zu prahlen (mag es ja auch geben). Es geht eben mehr um den Austausch von market knowledge. Die Neidkultur ist im angelsächsischen Raum halt auch deutlich weniger stark ausgeprägt als in Deutschland.

WiWi Gast schrieb am 11.07.2019:

WiWi Gast schrieb am 11.07.2019:

Es mag sein, dass das heute nicht mehr so stark ist wie früher, aber daraus stammt der Gedanke, dass man Gehälter für sich behält, um die Gleichheit nicht zu stören. Der wirkt nach, auch wenn ihr gar nicht mehr diesem sozialen Leben angehört.

Tatsächlich ist es so, dass dieses spezielle soziale Leben sehr kennzeichnend für den deutschsprachigen Raum und das nördliche Kerneuropa (ohne Skandinavien) ist und genau da, spricht man nicht darüber.

Ich hab jetzt noch nicht in anderen Ländern gearbeitet, aber wenn es woanders echt normal ist, dass man über sein Gehalt spricht (vermutlich eher damit angibt?!), dann ist eher das für mich seltsam als die deutsche Gepflogenheit, dies als etwas privates zu betrachten, über das man nicht spricht. Außer in der Familie und mit dem Lebens- bzw. Ehepartner, da sehe ich es auch so, dass Heimlichkeit über das Gehalt skurril ist. Anders als getrennte Konten, die hier auch als seltsam angesehen werden, das halte ich für eine Selbstverständlichkeit. Stichwort Gütertrennung... die Scheidung kommt schneller als einem lieb ist.

Es ist also eine kulturelle Besonderheiten, die weder gut noch schlecht ist.

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WiWi Gast

Warum wird in D nicht über das Gehalt gesprochen?

Was echt nervt, ist dass in Stellenanzeigen kein Gehalt veröffentlicht wird. Das ist im anglo-amerikanischen Bereich oft anders. Dann weiß man gleich, wo es sich nicht lohnt zu bewerben..

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WiWi Gast

Warum wird in D nicht über das Gehalt gesprochen?

WiWi Gast schrieb am 12.07.2019:

Dein Post bestätigt so ziemlich jedwedes Klischee über den bescheuerten Umgang etwaiger Infos zum Gehalt in Deutschland.
Zumindest in meinem Arbeitsumfeld in UK wird offen über das Gehalt gesprochen, ohne irgendwelche Absichten damit zu prahlen (mag es ja auch geben).

Und welchen anderen Grund soll es geben, als mit seinem tollen Gehalt angeben zu wollen?

Es geht eben mehr um den Austausch von market knowledge.

So ein Blödsinn. Was bringt dir die Info, dass Kollege xy 5 TEUR mehr verdient? Glaubst du, du kannst dann zum Chef gehen, ihn darauf hinweisen, und er wird sich wortreich bei dir entschuldigen und diesen Fehler umgehend korrigieren? :-)

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WiWi Gast

Warum wird in D nicht über das Gehalt gesprochen?

WiWi Gast schrieb am 12.07.2019:

WiWi Gast schrieb am 12.07.2019:

Dein Post bestätigt so ziemlich jedwedes Klischee über den bescheuerten Umgang etwaiger Infos zum Gehalt in Deutschland.
Zumindest in meinem Arbeitsumfeld in UK wird offen über das Gehalt gesprochen, ohne irgendwelche Absichten damit zu prahlen (mag es ja auch geben).

Und welchen anderen Grund soll es geben, als mit seinem tollen Gehalt angeben zu wollen?

Es geht eben mehr um den Austausch von market knowledge.

So ein Blödsinn. Was bringt dir die Info, dass Kollege xy 5 TEUR mehr verdient? Glaubst du, du kannst dann zum Chef gehen, ihn darauf hinweisen, und er wird sich wortreich bei dir entschuldigen und diesen Fehler umgehend korrigieren? :-)

Es gibt Studien dazu, die zeigen, dass dort wo offen über Gehälter gesprochen wird, die Leute auch fairere Gehälter bekommen.

Mit fair ist übrigens nicht "Gleichmacherei" gemeint, falls jetzt jemand Angst hat, als Manager nicht mehr das 20xfache seines Untergebenen zu bekommen.

Es geht viel mehr darum, das es viele Fälle gibt in denen Leute im selben Betrieb für die selbe Tätigkeit volkommen unterschiedliche Gehälter bekommen. Das ist gerade in D keine seltenheit. Wenn die Gehälter öffentlich wären, wäre das nicht der Fall, weil sich dann alle gleich beschweren können. Aber wie sich über etwas beschweren, wenn man gar nicht weis, das man benachteiligt wird?

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Durchschnittlich 52.000 Euro verdienen Fach- und Führungskräfte in Deutschland. Akademiker verdienen im Schnitt 35 Prozent mehr. Mit einem Wirtschaftsstudium beträgt das Bruttojahresgehalt inklusive variablem Anteile in "BWL, VWL und Wirtschaftswissenschaften" im Schnitt 56.438 Euro, in Wirtschaftsinformatik 60.929 Euro und in Wirtschaftsingenieurwesen 60.790 Euro.

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29 Kommentare

Wie wichtig ist das Gehalt ?

WiWi Gast

Ich bin der Vorposter der mal 45¤/h verdient hat und jetzt "normal" verdient. Ich teile die Einstellung des Threaderstellers: Ich ...

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