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Was haltet ihr vom bedingungslosen Grundeinkommen?

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WiWi Gast

Was haltet ihr vom bedingungslosen Grundeinkommen?

Gerne auch unterschiedliche Konzepte beurteilen, z.B. den Vorschlag der Linken (1050€) oder die Hartz 4 Reform, die die Grünen kürzlich vorgeschlagen haben.
Außerdem würde mich interessieren, was eurer Meinung nach die Auswirkungen auf Wirtschaft, Arbeitsmarkt und co. wären.
Freue mich auf interessante Beiträge/Meinungen:)

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WiWi Gast

Was haltet ihr vom bedingungslosen Grundeinkommen?

Ein BGE ist stand heute gar nicht finanzierbar, ich weiß gar nicht wie das in der Diskussion immer unterschlagen wird.

Bei 82 Mio * 12k im Jahr sind wir bei einer Billion. Das ist das zweieinhalbfache des GESAMTEN Bundeshaushalts. Das wäre nur über brutale Steuererhöhungen machbar, was dazu führen würde, dass sämtliche Leistungseliten das Land fliehen würden, womit wiederum die Wettbewerbsfähigkeit und Produktivität komplett einbrechen würde. Über mögliche Preiseffekte braucht man gar nicht erst zu diskutieren (Löhne dürften im unteren Segment steigen und damit wiederum die Preise, was dann die Kaufkraft des gesamten BGEs unterwandert).

Vielleicht irgendwann mal, wenn wir Massenarbeitslosigkeit anhand der Automatisierung haben, aber in absehbarer Zeit nicht sonderlich praktikabel.

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WiWi Gast

Was haltet ihr vom bedingungslosen Grundeinkommen?

WiWi Gast schrieb am 10.01.2021:

Gerne auch unterschiedliche Konzepte beurteilen, z.B. den Vorschlag der Linken (1050€) oder die Hartz 4 Reform, die die Grünen kürzlich vorgeschlagen haben.
Außerdem würde mich interessieren, was eurer Meinung nach die Auswirkungen auf Wirtschaft, Arbeitsmarkt und co. wären.
Freue mich auf interessante Beiträge/Meinungen:)

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WiWi Gast

Was haltet ihr vom bedingungslosen Grundeinkommen?

Nix, weil du das durch Steuererhöhungen für alle bezahlen darfst und nicht vergessen: In der EU herrscht Freizügigkeit und mit Zuwanderung sind wir sowieso locker. Wir locken so die Ärmsten der Armen förmlich an, damit sie herkommen und das Geld in die Heimatländer transferieren. Damit wird das Geld nicht einmal in unserem Wirtschaftskreislauf ausgegeben.

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WiWi Gast

Was haltet ihr vom bedingungslosen Grundeinkommen?

Finde ich prinzipiell gut, würde es aber dann an bestimmte Ausgaben koppeln (Wohnen, Lebensmittel, etc.). Also bedingungslos, aber zweckgebunden. In meiner Vorstellung wäre das praktisch wie eine zweite Währung, eine für Grundbedürfnisse und eine für den restlichen Konsum.

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WiWi Gast

Was haltet ihr vom bedingungslosen Grundeinkommen?

WiWi Gast schrieb am 10.01.2021:

Gerne auch unterschiedliche Konzepte beurteilen, z.B. den Vorschlag der Linken (1050€) oder die Hartz 4 Reform, die die Grünen kürzlich vorgeschlagen haben.
Außerdem würde mich interessieren, was eurer Meinung nach die Auswirkungen auf Wirtschaft, Arbeitsmarkt und co. wären.
Freue mich auf interessante Beiträge/Meinungen:)

Wenn ich ab Morgen bedingungslos 1000€ pro Monat zusätzlich bekommen würde, würde ich direkt kündigen und aufhören zu arbeiten. Und ich werde wohl kaum der Einzige sein. Das wird auf absehbare Zeit also keine realistische Option sein. Auf so eine Umstellung würde auserdem relativ schnell eine starke Inflation, eine noch stärke Armutsmigration und schließlich der Zusammenfall des Sozialstaates folgen.

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WiWi Gast

Was haltet ihr vom bedingungslosen Grundeinkommen?

Ich würde sofort aufhören voll zu arbeiten. Mit den 1000 Euro lässt es sich gut leben, wenn man sich 1500 bis 2000 Euro durch einen Teilzeit-Job dazuholt. Vorher habe ich 3000 brutto verdient und hatte 1900 Euro raus. Mit der neuen Konstellation wären es ca. 2400 netto bei der Hälfte der Arbeit. ich mache also ein fettes Plus und muss weniger tun. Ich gehe mal davon aus, dass ein großer Teil der Normalverdienden so handeln würde, solange er mit dem Geld hinkommt. Ob das aber für die Wirtschaft so attraktiv ist? Und ob das nicht Armutsmigranten anziehen würde? Wer das bezahlen soll, wenn die Produktivität sinkt, will ich gar nicht fragen.

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WiWi Gast

Was haltet ihr vom bedingungslosen Grundeinkommen?

WiWi Gast schrieb am 10.01.2021:

Finde ich prinzipiell gut, würde es aber dann an bestimmte Ausgaben koppeln (Wohnen, Lebensmittel, etc.). Also bedingungslos, aber zweckgebunden. In meiner Vorstellung wäre das praktisch wie eine zweite Währung, eine für Grundbedürfnisse und eine für den restlichen Konsum.

Dann wäre es nicht "bedingungslos".

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WiWi Gast

Was haltet ihr vom bedingungslosen Grundeinkommen?

Bedingungsloses Grundeinkommen -> Kinderkriegen wird das Big Buisness der Zukunft, denn jedes wirft satte 12.000 Euro steuerfreie Rendite im Jahr ab und kostet in der Unterhaltung viel weniger. Auch für die Kinder würde dann wieder gelten, dass sie besser möglichst schnell selbst Kinder bekommen, anstatt eine Ausbildung zu machen, da sie so am schnellsten Einkommen generieren können.

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WiWi Gast

Was haltet ihr vom bedingungslosen Grundeinkommen?

WiWi Gast schrieb am 10.01.2021:

Ich würde sofort aufhören voll zu arbeiten. Mit den 1000 Euro lässt es sich gut leben, wenn man sich 1500 bis 2000 Euro durch einen Teilzeit-Job dazuholt. Vorher habe ich 3000 brutto verdient und hatte 1900 Euro raus. Mit der neuen Konstellation wären es ca. 2400 netto bei der Hälfte der Arbeit. ich mache also ein fettes Plus und muss weniger tun. Ich gehe mal davon aus, dass ein großer Teil der Normalverdienden so handeln würde, solange er mit dem Geld hinkommt. Ob das aber für die Wirtschaft so attraktiv ist? Und ob das nicht Armutsmigranten anziehen würde? Wer das bezahlen soll, wenn die Produktivität sinkt, will ich gar nicht fragen.

Du verdienst jetzt schon nur 1.900 netto in einer Vollzeitstelle, wie willst du dann bitte aus einem 50% Teilzeit-Job plötzlich 1.500 bis 2.000€ "dazu" verdienen, also zusätzlich zu den 1.00€ BGE?
Das ergibt überhaupt keinen Sinn.

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WiWi Gast

Was haltet ihr vom bedingungslosen Grundeinkommen?

  1. 1000 € sind Hartz IV Niveau, nicht sehr clever an Kündigung zu denken.
  2. Schwer zu finanzieren. Teilzeitjobs wären steuerlich gesehen wahrscheinlich die großen Verlierer, da Steuerfreibetrag bestimmt wegfällt.
  3. Wie kommt man nur auf so ein Quatsch? Unsere Gesellschaft ist nicht darauf ausgelegt, dass viele nur auf Geschenke warten. Wichtiger ist über einen Mindestlohn sicherzustellen, dass jeder von seiner Arbeit leben kann.
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WiWi Gast

Was haltet ihr vom bedingungslosen Grundeinkommen?

Ich halte auch absolut gar nichts davon und glaube, dass Staaten nur dann ein BGE einführen wenn es einfach klar ist, dass zu viele Jobs durch die Automatisierung bzw. Digitalisierung wegfallen werden - es ist ein Mittel um die Menschen ohne Arbeit stillzuhalten aber was diese Menschen den ganzen Tag lang machen sollen ist völlig unklar.

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WiWi Gast

Was haltet ihr vom bedingungslosen Grundeinkommen?

Kann euch das Buch "Utopie für Realisten" empfehlen, da wird das thematisiert.

An die Vorposten, die direkt aufhören würden zu arbeiten. Das ist auch ein Effekt der teilweise erwartet wird, sogar erwünscht ist.
Gar nichts tun, würdet ihr nicht. Vielleicht 6 Monate, spätestens dann fällt euch die Decke auf den Kopf.

Ich glaube viele Menschen würden Ihre Arbeitszeit zum Beispiel auf 50% reduzieren, um sich dann aber mit Dingen zu beschäftigen, die sie wirklich interessieren. Neue Fähigkeit lernen, Sprachen lernen, Kunst, selbstständig werden, you name it.

An den Poster mit den Kosten, auf der anderen Seite würde wir so viel Geld sparen. Der ganze Behördenapparat, welcher jetzt gerade notwendig ist, wäre obsolet.

Allein ein Sozialarbeiter hat ein Jahresgehalt von 50-60k im Jahr. Diese Kosten würde man sich sparen.

Nicht immer so voreilig sein :) !

grüße

antworten
WiWi Gast

Was haltet ihr vom bedingungslosen Grundeinkommen?

Auf der Meta-Eben entsteht bei den bisherigen (aus meiner Sicht richtigen) Antworten die Frage:

Was sagen die Verfechter des BGE dazu? Habe mal davon gelesen, dass es Feldversuche gab in Skandinavien bzw. dass ein Versuch auch bei uns geplant ist. Was sind die Erkenntnisse bzw. Antworten auf obige Fragen?

Und bitte nicht kommen mit "60% der Testpersonen gingen weiterhin ihrer normalen Arbeit nach" oder "zu einer deutschlandweiten Inflation kam es im Rahmen des Tests nicht". Gewisse Effekte können ja nur dann eintreten, wenn man das BGE tatsächlich komplett ausrollt.

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WiWi Gast

Was haltet ihr vom bedingungslosen Grundeinkommen?

WiWi Gast schrieb am 10.01.2021:

Finde ich prinzipiell gut, würde es aber dann an bestimmte Ausgaben koppeln (Wohnen, Lebensmittel, etc.). Also bedingungslos, aber zweckgebunden. In meiner Vorstellung wäre das praktisch wie eine zweite Währung, eine für Grundbedürfnisse und eine für den restlichen Konsum.

Sehr interessant, den Gedanken hatte ich so noch nirgendwo gelesen.

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WiWi Gast

Was haltet ihr vom bedingungslosen Grundeinkommen?

WiWi Gast schrieb am 10.01.2021:

Ein BGE ist stand heute gar nicht finanzierbar, ich weiß gar nicht wie das in der Diskussion immer unterschlagen wird.

Bei 82 Mio * 12k im Jahr sind wir bei einer Billion. Das ist das zweieinhalbfache des GESAMTEN Bundeshaushalts. Das wäre nur über brutale Steuererhöhungen machbar, was dazu führen würde, dass sämtliche Leistungseliten das Land fliehen würden, womit wiederum die Wettbewerbsfähigkeit und Produktivität komplett einbrechen würde. Über mögliche Preiseffekte braucht man gar nicht erst zu diskutieren (Löhne dürften im unteren Segment steigen und damit wiederum die Preise, was dann die Kaufkraft des gesamten BGEs unterwandert).

Vielleicht irgendwann mal, wenn wir Massenarbeitslosigkeit anhand der Automatisierung haben, aber in absehbarer Zeit nicht sonderlich praktikabel.

Hatte R.D. Precht nicht irgendwie mal gemeint, dass man das ohne Probleme über die Besteuerung von Finanztransaktionen (?) finanzieren kann?
Nicht dass ich Precht oder die Idee gut finde, aber macht so was Sinn?

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WiWi Gast

Was haltet ihr vom bedingungslosen Grundeinkommen?

WiWi Gast schrieb am 10.01.2021:

WiWi Gast schrieb am 10.01.2021:

Finde ich prinzipiell gut, würde es aber dann an bestimmte Ausgaben koppeln (Wohnen, Lebensmittel, etc.). Also bedingungslos, aber zweckgebunden. In meiner Vorstellung wäre das praktisch wie eine zweite Währung, eine für Grundbedürfnisse und eine für den restlichen Konsum.

Sehr interessant, den Gedanken hatte ich so noch nirgendwo gelesen.

Ist ja auch logisch, da das Einkommen dann nicht bedingungslos und verfassungswidrig wäre.

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WiWi Gast

Was haltet ihr vom bedingungslosen Grundeinkommen?

Nie im Leben. Von der Finanztransaktionssteuer rechnet man sich irgendwas zwischen 20-80 Milliarden im Jahr. Viel mehr wäre wohl nicht drin, ohne die Transaktion absurd hoch zu besteuern. Und auch hier gilt: Reiche Leute würden einfach ins Ausland wandern.

WiWi Gast schrieb am 10.01.2021:

Ein BGE ist stand heute gar nicht finanzierbar, ich weiß gar nicht wie das in der Diskussion immer unterschlagen wird.

Bei 82 Mio * 12k im Jahr sind wir bei einer Billion. Das ist das zweieinhalbfache des GESAMTEN Bundeshaushalts. Das wäre nur über brutale Steuererhöhungen machbar, was dazu führen würde, dass sämtliche Leistungseliten das Land fliehen würden, womit wiederum die Wettbewerbsfähigkeit und Produktivität komplett einbrechen würde. Über mögliche Preiseffekte braucht man gar nicht erst zu diskutieren (Löhne dürften im unteren Segment steigen und damit wiederum die Preise, was dann die Kaufkraft des gesamten BGEs unterwandert).

Vielleicht irgendwann mal, wenn wir Massenarbeitslosigkeit anhand der Automatisierung haben, aber in absehbarer Zeit nicht sonderlich praktikabel.

Hatte R.D. Precht nicht irgendwie mal gemeint, dass man das ohne Probleme über die Besteuerung von Finanztransaktionen (?) finanzieren kann?
Nicht dass ich Precht oder die Idee gut finde, aber macht so was Sinn?

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WiWi Gast

Was haltet ihr vom bedingungslosen Grundeinkommen?

WiWi Gast schrieb am 10.01.2021:

Ein BGE ist stand heute gar nicht finanzierbar, ich weiß gar nicht wie das in der Diskussion immer unterschlagen wird.

Bei 82 Mio * 12k im Jahr sind wir bei einer Billion. Das ist das zweieinhalbfache des GESAMTEN Bundeshaushalts. Das wäre nur über brutale Steuererhöhungen machbar, was dazu führen würde, dass sämtliche Leistungseliten das Land fliehen würden, womit wiederum die Wettbewerbsfähigkeit und Produktivität komplett einbrechen würde. Über mögliche Preiseffekte braucht man gar nicht erst zu diskutieren (Löhne dürften im unteren Segment steigen und damit wiederum die Preise, was dann die Kaufkraft des gesamten BGEs unterwandert).

Vielleicht irgendwann mal, wenn wir Massenarbeitslosigkeit anhand der Automatisierung haben, aber in absehbarer Zeit nicht sonderlich praktikabel.

Hatte R.D. Precht nicht irgendwie mal gemeint, dass man das ohne Probleme über die Besteuerung von Finanztransaktionen (?) finanzieren kann?
Nicht dass ich Precht oder die Idee gut finde, aber macht so was Sinn?

Finanztransaktionen werden schon besteuert --> Kapitalertragssteuer. Warum man einzelne Trades taxen sollte erschließt sich mir nicht.

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WiWi Gast

Was haltet ihr vom bedingungslosen Grundeinkommen?

"Der ganze Behördenapparat wäre obsolet"

--> Hä? Im Gegenteil, es würde massiv mehr Polizei und öffentliche Infrastruktur benötigt, weil viel mehr Leute auf dumme Gedanken kommen.

"um sich dann aber mit Dingen zu beschäftigen, die sie wirklich interessieren. Neue Fähigkeit lernen, Sprachen lernen, Kunst, selbstständig werden, you name it."

--> Jaja, gut zu sehen an den ganzen H4lern, die natürlich ausschließlich in Museen unterwegs sind und fließend 5 Fremdsprachen sprechen. Das Erlernen neuer Fähigkeiten beschränkt sich bei den meisten leider auf das Stopfen von Zigaretten. Ohne extrinsische Motivation läuft das nicht, leider verstehen das die Traumtänzer das nicht.

Dass man sich die 50-60k für den Sozialarbeiter sparen kann, verstehe ich nicht, s.o.
In welchem Bereich arbeiten die sozialarbeiter denn? Oder meinst Du die Leute, die bei der Arbeitsagentur arbeiten? Die nennt man Arbeitsvermittler.

WiWi Gast schrieb am 10.01.2021:

Kann euch das Buch "Utopie für Realisten" empfehlen, da wird das thematisiert.

An die Vorposten, die direkt aufhören würden zu arbeiten. Das ist auch ein Effekt der teilweise erwartet wird, sogar erwünscht ist.
Gar nichts tun, würdet ihr nicht. Vielleicht 6 Monate, spätestens dann fällt euch die Decke auf den Kopf.

Ich glaube viele Menschen würden Ihre Arbeitszeit zum Beispiel auf 50% reduzieren, um sich dann aber mit Dingen zu beschäftigen, die sie wirklich interessieren. Neue Fähigkeit lernen, Sprachen lernen, Kunst, selbstständig werden, you name it.

An den Poster mit den Kosten, auf der anderen Seite würde wir so viel Geld sparen. Der ganze Behördenapparat, welcher jetzt gerade notwendig ist, wäre obsolet.

Allein ein Sozialarbeiter hat ein Jahresgehalt von 50-60k im Jahr. Diese Kosten würde man sich sparen.

Nicht immer so voreilig sein :) !

grüße

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WiWi Gast

Was haltet ihr vom bedingungslosen Grundeinkommen?

Ich glaube viele Menschen würden Ihre Arbeitszeit zum Beispiel auf 50% reduzieren, um sich dann aber mit Dingen zu beschäftigen, die sie wirklich interessieren. Neue Fähigkeit lernen, Sprachen lernen, Kunst, selbstständig werden, you name it.

Erinnert mich irgendwie an die Anfänge vom Internet, als darauf hingewiesen wurde, dass endlich alle Menschen Zugriff auf die Erstausgaben von Shakespeare haben werden.

Aus irgendeinem Grund sind aber Bilder von Katzen, Prominenten, dem Burger der Woche und h*t Ladies wesentlich beliebter.

Die meisten Berufstätigen haben im Jahr 104 Tage Wochenende, ca. 10 Feiertage und 30 Tage Urlaub, i.e. 144 freie Tage. Ein kleiner Teil meines Bekanntenkreises nutzt die Zeit für so etwas wie Kunst oder Sprachen lernen. Der Rest, einschließlich mir, schläft und frühstückt gerne lang, macht etwas Sport und trifft sich dann entweder mit Freunden oder guckt Netflix. Und drei mal im Jahr geht man ins Museum oder Theater.

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WiWi Gast

Was haltet ihr vom bedingungslosen Grundeinkommen?

WiWi Gast schrieb am 11.01.2021:

"Der ganze Behördenapparat wäre obsolet"

--> Hä? Im Gegenteil, es würde massiv mehr Polizei und öffentliche Infrastruktur benötigt, weil viel mehr Leute auf dumme Gedanken kommen.

Was für ein Unfug. Die meisten Gewalttaten werden von sozial schwachen begangen, weil ihnen die alternativen FEHLEN. Wer wenig hat, gibt sich meist schnell auf und sieht eh keine andere Zukunft mehr für sich. Also genau das Gegenteil von dem was du schreibst.

"um sich dann aber mit Dingen zu beschäftigen, die sie wirklich interessieren. Neue Fähigkeit lernen, Sprachen lernen, Kunst, selbstständig werden, you name it."

--> Jaja, gut zu sehen an den ganzen H4lern, die natürlich ausschließlich in Museen unterwegs sind und fließend 5 Fremdsprachen sprechen. Das Erlernen neuer Fähigkeiten beschränkt sich bei den meisten leider auf das Stopfen von Zigaretten. Ohne extrinsische Motivation läuft das nicht, leider verstehen das die Traumtänzer das nicht.

Auch hier sieht man, dass du keine Ahnung von Psychology hast. Wer am Existensminimum lebt, und das ist H4, fühlt sich eh schon abgehängt und sieht in seiner Siutation nicht die mögliche Chance die Zeit sinnvoll zu nutzen, sondern glaubt, dass es eh keinen Sinn mehr macht, weil er eh nicht da wieder heraus kommt. Gibt sich also auf und macht deshalb nix.

Dass man sich die 50-60k für den Sozialarbeiter sparen kann, verstehe ich nicht, s.o.
In welchem Bereich arbeiten die sozialarbeiter denn? Oder meinst Du die Leute, die bei der Arbeitsagentur arbeiten? Die nennt man Arbeitsvermittler.

Kann euch das Buch "Utopie für Realisten" empfehlen, da wird das thematisiert.

An die Vorposten, die direkt aufhören würden zu arbeiten. Das ist auch ein Effekt der teilweise erwartet wird, sogar erwünscht ist.
Gar nichts tun, würdet ihr nicht. Vielleicht 6 Monate, spätestens dann fällt euch die Decke auf den Kopf.

Ich glaube viele Menschen würden Ihre Arbeitszeit zum Beispiel auf 50% reduzieren, um sich dann aber mit Dingen zu beschäftigen, die sie wirklich interessieren. Neue Fähigkeit lernen, Sprachen lernen, Kunst, selbstständig werden, you name it.

An den Poster mit den Kosten, auf der anderen Seite würde wir so viel Geld sparen. Der ganze Behördenapparat, welcher jetzt gerade notwendig ist, wäre obsolet.

Allein ein Sozialarbeiter hat ein Jahresgehalt von 50-60k im Jahr. Diese Kosten würde man sich sparen.

Nicht immer so voreilig sein :) !

grüße

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WiWi Gast

Was haltet ihr vom bedingungslosen Grundeinkommen?

WiWi Gast schrieb am 10.01.2021:

Auf der Meta-Eben entsteht bei den bisherigen (aus meiner Sicht richtigen) Antworten die Frage:

Was sagen die Verfechter des BGE dazu? Habe mal davon gelesen, dass es Feldversuche gab in Skandinavien bzw. dass ein Versuch auch bei uns geplant ist. Was sind die Erkenntnisse bzw. Antworten auf obige Fragen?

Und bitte nicht kommen mit "60% der Testpersonen gingen weiterhin ihrer normalen Arbeit nach" oder "zu einer deutschlandweiten Inflation kam es im Rahmen des Tests nicht". Gewisse Effekte können ja nur dann eintreten, wenn man das BGE tatsächlich komplett ausrollt.

Diese Feldversuche konnten grob gesprochen folgendes beobachten:

  1. Viele Menschen haben eine Selbstständigkeit gestartet.
  2. Einige haben die Arbeitsstelle gewechselt, zu etwas das mehr ihrer Erfüllung entspricht, aber schlechter bezahlt wird.
  3. Einige sind auf Teilzeit umgestiegen.
  4. So gut wie keiner hat das Arbeiten komplett aufgehört.
  5. Bei einem nicht zu verachteten Teil, konnte man auch eine deutliche Verbesserung der Gesundheit beobachten (weil psychischer Stress, wegen Geldsorgen weggefallen ist).

Kurz: Größtenteils positiv.

Allerdings waren das auch nur Feldversuche, bei denen die Teilnehmer vorher wussten, dass nach 1-3 Jahren das BGE wieder weg ist und sie ja auch dann ihr Leben ohne wieder weiter leben müssen, so dass man nicht alle Ergebnisse aus diesen Versuchen 1 zu 1 auf den richtigen BGE Fall übertragen kann.

Was man zumindest weiß ist, dass H4 aktuell bei vielen Menschen ständige Stresssymptome auslöst, die nachweislich negativ für die Gesundheit sind. Die Durchschnittliche Lebenserwartung eines H4 Empfängers ist kürzer, als die einer Person, die kein H4 bezieht. Und nein, das liegt nicht am vielleicht schlechtem Lebenswandel und eindeutig am Dauerstress der finanziellen Situation und Behördeninteraktionen.

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WiWi Gast

Was haltet ihr vom bedingungslosen Grundeinkommen?

WiWi Gast schrieb am 10.01.2021:

Ich würde sofort aufhören voll zu arbeiten. Mit den 1000 Euro lässt es sich gut leben, wenn man sich 1500 bis 2000 Euro durch einen Teilzeit-Job dazuholt. Vorher habe ich 3000 brutto verdient und hatte 1900 Euro raus. Mit der neuen Konstellation wären es ca. 2400 netto bei der Hälfte der Arbeit. ich mache also ein fettes Plus und muss weniger tun. Ich gehe mal davon aus, dass ein großer Teil der Normalverdienden so handeln würde, solange er mit dem Geld hinkommt. Ob das aber für die Wirtschaft so attraktiv ist? Und ob das nicht Armutsmigranten anziehen würde? Wer das bezahlen soll, wenn die Produktivität sinkt, will ich gar nicht fragen.

Du verdienst jetzt schon nur 1.900 netto in einer Vollzeitstelle, wie willst du dann bitte aus einem 50% Teilzeit-Job plötzlich 1.500 bis 2.000€ "dazu" verdienen, also zusätzlich zu den 1.00€ BGE?
Das ergibt überhaupt keinen Sinn.

Warum sollte er bei der Hälfte der Zeit nicht die Hälfte verdienen? Teilzeit kann auch 30 Stunden sein. Und selbst, wenn es nur 1000 wären, hätte er doch netto fast genauso viel wie jetzt, oder? 1000 Euro netto wären ca. 800 Euro brutto bei Steuerklasse aus. Für 50% der Zeit nur 100 Euro Abschlag? Den Deal würde ich auch machen.

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WiWi Gast

Was haltet ihr vom bedingungslosen Grundeinkommen?

WiWi Gast schrieb am 10.01.2021:

Ich würde sofort aufhören voll zu arbeiten. Mit den 1000 Euro lässt es sich gut leben, wenn man sich 1500 bis 2000 Euro durch einen Teilzeit-Job dazuholt. Vorher habe ich 3000 brutto verdient und hatte 1900 Euro raus. Mit der neuen Konstellation wären es ca. 2400 netto bei der Hälfte der Arbeit. ich mache also ein fettes Plus und muss weniger tun. Ich gehe mal davon aus, dass ein großer Teil der Normalverdienden so handeln würde, solange er mit dem Geld hinkommt. Ob das aber für die Wirtschaft so attraktiv ist? Und ob das nicht Armutsmigranten anziehen würde? Wer das bezahlen soll, wenn die Produktivität sinkt, will ich gar nicht fragen.

Du verdienst jetzt schon nur 1.900 netto in einer Vollzeitstelle, wie willst du dann bitte aus einem 50% Teilzeit-Job plötzlich 1.500 bis 2.000€ "dazu" verdienen, also zusätzlich zu den 1.00€ BGE?
Das ergibt überhaupt keinen Sinn.

Wenn er bei 100% Arbeitszeit 3000 brutto verdient, dann wären das bei 50% 1500 und bei 68% die 2000. Ist jetzt nicht unrealistisch und die Reduzierung von Stunden ist im Gesetz immer möglich. Passt schon.

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WiWi Gast

Was haltet ihr vom bedingungslosen Grundeinkommen?

WiWi Gast schrieb am 11.01.2021:

Finanztransaktionen werden schon besteuert --> Kapitalertragssteuer. Warum man einzelne Trades taxen sollte erschließt sich mir nicht.

Wieso denn nicht? Der Staat kann quasi unbegrenzt Steuern neu erschaffen, auf im Grunde jeden beliebigen Vorgang.

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WiWi Gast

Was haltet ihr vom bedingungslosen Grundeinkommen?

WiWi Gast schrieb am 11.01.2021:

"Der ganze Behördenapparat wäre obsolet"

--> Hä? Im Gegenteil, es würde massiv mehr Polizei und öffentliche Infrastruktur benötigt, weil viel mehr Leute auf dumme Gedanken kommen.

"um sich dann aber mit Dingen zu beschäftigen, die sie wirklich interessieren. Neue Fähigkeit lernen, Sprachen lernen, Kunst, selbstständig werden, you name it."

--> Jaja, gut zu sehen an den ganzen H4lern, die natürlich ausschließlich in Museen unterwegs sind und fließend 5 Fremdsprachen sprechen. Das Erlernen neuer Fähigkeiten beschränkt sich bei den meisten leider auf das Stopfen von Zigaretten. Ohne extrinsische Motivation läuft das nicht, leider verstehen das die Traumtänzer das nicht.

Dass man sich die 50-60k für den Sozialarbeiter sparen kann, verstehe ich nicht, s.o.
In welchem Bereich arbeiten die sozialarbeiter denn? Oder meinst Du die Leute, die bei der Arbeitsagentur arbeiten? Die nennt man Arbeitsvermittler.

Kann euch das Buch "Utopie für Realisten" empfehlen, da wird das thematisiert.

An die Vorposten, die direkt aufhören würden zu arbeiten. Das ist auch ein Effekt der teilweise erwartet wird, sogar erwünscht ist.
Gar nichts tun, würdet ihr nicht. Vielleicht 6 Monate, spätestens dann fällt euch die Decke auf den Kopf.

Ich glaube viele Menschen würden Ihre Arbeitszeit zum Beispiel auf 50% reduzieren, um sich dann aber mit Dingen zu beschäftigen, die sie wirklich interessieren. Neue Fähigkeit lernen, Sprachen lernen, Kunst, selbstständig werden, you name it.

An den Poster mit den Kosten, auf der anderen Seite würde wir so viel Geld sparen. Der ganze Behördenapparat, welcher jetzt gerade notwendig ist, wäre obsolet.

Allein ein Sozialarbeiter hat ein Jahresgehalt von 50-60k im Jahr. Diese Kosten würde man sich sparen.

Nicht immer so voreilig sein :) !

grüße

Ich denke der Vorposter meinte mit dem Behördenapparat nicht Infrastruktur/Polizei sondern eher die ganzen Arbeitsstellen beim Arbeitsamt, die viel damit beschäftigt sind einzelnen Personen hinterherzurennen, Jobs zu vermitteln die keiner machen will etc.

Zu deinem Punkt mit den H4lern die Zigaretten stopfen... ich glaub du weißt gar nicht was Armut bedeutet. Wieso das so eine Stresssituation ist. Schade, dass du hier so voreilig einfach eine Gruppe von Menschen in eine Schublade gestopft hast.
Vor allem assoziierst du mit dem Begriff H4ler auch nur das Bild welches dir der Spiegel/SternTV zeigt.

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WiWi Gast

Was haltet ihr vom bedingungslosen Grundeinkommen?

Das klingt ein bisschen so als beziehst du selbst deine Infos aus dem RTL Mittagsprogramm ;)

Ich finde es immer interessant, wenn aus Arbeit eine Art Heiliges Sakrament gemacht wird, das neben dem Geld eigentlich nur Vorteile bietet, fast so als müsste ich meinen Arbeitgeber eigentlich bezahlen.

Es gibt ja auch jetzt schon so etwas wie Freizeit und auch wenn es mir jetzt keiner glaubt, gibt es schon Menschen die diese anders füllen als "Fernsehen" oder "neue Skills für die Arbeit lernen". Tatsächlich fällt auch extrensische Motivation in diesem Sinne nicht weg, da es durchaus andere Gründe als Geld gibt, z.B. werden die wenigsten dafür bezahlt um an ihren Körpern zu arbeiten, sondern überweisen dem Fitness Studio Geld.
Ob jeder Job für den Verstand anregender ist als Fernsehen sei mal dahingestellt.

Ich glaube auch nicht dass ein bedingungsloses Grundeinkommen kommt und realisierbar ist aber freuen würde ich mich. Nicht arbeiten zu müssen ist doch ein alter Menschheitstraum.
Sollte jemand damit Probleme haben und die Arbeit brauchen um seinen Tag zu strukturieren kann er sich gerne bei mir melden, ich finde dann schon was für ihn zu tun.

WiWi Gast schrieb am 11.01.2021:

"Der ganze Behördenapparat wäre obsolet"

--> Hä? Im Gegenteil, es würde massiv mehr Polizei und öffentliche Infrastruktur benötigt, weil viel mehr Leute auf dumme Gedanken kommen.

"um sich dann aber mit Dingen zu beschäftigen, die sie wirklich interessieren. Neue Fähigkeit lernen, Sprachen lernen, Kunst, selbstständig werden, you name it."

--> Jaja, gut zu sehen an den ganzen H4lern, die natürlich ausschließlich in Museen unterwegs sind und fließend 5 Fremdsprachen sprechen. Das Erlernen neuer Fähigkeiten beschränkt sich bei den meisten leider auf das Stopfen von Zigaretten. Ohne extrinsische Motivation läuft das nicht, leider verstehen das die Traumtänzer das nicht.

Dass man sich die 50-60k für den Sozialarbeiter sparen kann, verstehe ich nicht, s.o.
In welchem Bereich arbeiten die sozialarbeiter denn? Oder meinst Du die Leute, die bei der Arbeitsagentur arbeiten? Die nennt man Arbeitsvermittler.

WiWi Gast schrieb am 10.01.2021:

Kann euch das Buch "Utopie für Realisten" empfehlen, da wird das thematisiert.

An die Vorposten, die direkt aufhören würden zu arbeiten. Das ist auch ein Effekt der teilweise erwartet wird, sogar erwünscht ist.
Gar nichts tun, würdet ihr nicht. Vielleicht 6 Monate, spätestens dann fällt euch die Decke auf den Kopf.

Ich glaube viele Menschen würden Ihre Arbeitszeit zum Beispiel auf 50% reduzieren, um sich dann aber mit Dingen zu beschäftigen, die sie wirklich interessieren. Neue Fähigkeit lernen, Sprachen lernen, Kunst, selbstständig werden, you name it.

An den Poster mit den Kosten, auf der anderen Seite würde wir so viel Geld sparen. Der ganze Behördenapparat, welcher jetzt gerade notwendig ist, wäre obsolet.

Allein ein Sozialarbeiter hat ein Jahresgehalt von 50-60k im Jahr. Diese Kosten würde man sich sparen.

Nicht immer so voreilig sein :) !

grüße

antworten
WiWi Gast

Was haltet ihr vom bedingungslosen Grundeinkommen?

WiWi Gast schrieb am 11.01.2021:

Das klingt ein bisschen so als beziehst du selbst deine Infos aus dem RTL Mittagsprogramm ;)

Ich finde es immer interessant, wenn aus Arbeit eine Art Heiliges Sakrament gemacht wird, das neben dem Geld eigentlich nur Vorteile bietet, fast so als müsste ich meinen Arbeitgeber eigentlich bezahlen.

Es gibt ja auch jetzt schon so etwas wie Freizeit und auch wenn es mir jetzt keiner glaubt, gibt es schon Menschen die diese anders füllen als "Fernsehen" oder "neue Skills für die Arbeit lernen". Tatsächlich fällt auch extrensische Motivation in diesem Sinne nicht weg, da es durchaus andere Gründe als Geld gibt, z.B. werden die wenigsten dafür bezahlt um an ihren Körpern zu arbeiten, sondern überweisen dem Fitness Studio Geld.
Ob jeder Job für den Verstand anregender ist als Fernsehen sei mal dahingestellt.

Ich glaube auch nicht dass ein bedingungsloses Grundeinkommen kommt und realisierbar ist aber freuen würde ich mich. Nicht arbeiten zu müssen ist doch ein alter Menschheitstraum.
Sollte jemand damit Probleme haben und die Arbeit brauchen um seinen Tag zu strukturieren kann er sich gerne bei mir melden, ich finde dann schon was für ihn zu tun.

Es heißt „extrinsische“ Motivation mein Freund.

antworten
WiWi Gast

Was haltet ihr vom bedingungslosen Grundeinkommen?

Ich glaube, wer das wirklich ohne Bedingungen fordert und zur freien Verfügung an alle auszahlen will, der lebt in einer Akademikerblase. Das sind die Leute, die im teuren Stadtviertel leben und in ihrem Alltag keinen Kontakt zu anderen sozialen Schichten haben.

Ein großer Teil meiner früheren Kontakte, würde wahrscheinlich sofort kündigen und nix mehr arbeiten (was ich bei den Jobs teilweise auch verstehen kann). Das Geld würde dann für alles drauf gehen, nur nicht für irgendwas Produktives.

Das sähe anders aus, wenn man das Geld nur für bestimmte Dinge ausgeben kann.

antworten
WiWi Gast

Was haltet ihr vom bedingungslosen Grundeinkommen?

Wenn ich 1000 Euro im Monat for free bekommen würde, würde ich meinen aktuellen Job auf ~25 Std. pro Woche reduzieren. Dann hätte ich das gleiche Netto wie jetzt.
Bloß dann hätte der Staat Miese gemacht, weil ihm dadurch mehr Steuern und Abgaben von mir entgehen, als er mir wieder auszahlt.

Und wenn der Staat die Steuern und Abgaben weiter erhöht um ein BE zu finanzieren, dann arbeiten die Leute weniger, weil es sich ja weniger lohnt im Vergleich zu einer Summe X jeden Monat vom Staat.

Ich denke solches Geld nach dem Gießkannenprinzip wäre einfach der Killer für jede Form von Motivation und Produktivität. Und damit scheitern auch die Finanzierbarkeit.

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WiWi Gast

Was haltet ihr vom bedingungslosen Grundeinkommen?

WiWi Gast schrieb am 11.01.2021:

Es heißt „extrinsische“ Motivation mein Freund.

Danke :)

antworten
WiWi Gast

Was haltet ihr vom bedingungslosen Grundeinkommen?

WiWi Gast schrieb am 11.01.2021:

Ich glaube, wer das wirklich ohne Bedingungen fordert und zur freien Verfügung an alle auszahlen will, der lebt in einer Akademikerblase. Das sind die Leute, die im teuren Stadtviertel leben und in ihrem Alltag keinen Kontakt zu anderen sozialen Schichten haben.

Ein großer Teil meiner früheren Kontakte, würde wahrscheinlich sofort kündigen und nix mehr arbeiten (was ich bei den Jobs teilweise auch verstehen kann). Das Geld würde dann für alles drauf gehen, nur nicht für irgendwas Produktives.

Das sähe anders aus, wenn man das Geld nur für bestimmte Dinge ausgeben kann.

Hier würde ich widersprechen. Die meisten Akademiker die ich kenne arbeiten auch hauptsächlich des Geldes wegen und
würden versuchen ihr Gesamtpaket hier entsprechend zu optimieren. Sieht man auch ganz gut hier im Forum, wo zukünftige Akademiker sich zwischen Berufen nicht entscheiden können, die unterschiedlicher nicht sein könnten um ihr Lebenseinkommen zu maximieren.

Ich bin mir auch nicht, welche Jobs überproportional leiden würden. Gerade bei 1.000€ Grundeinkommen, kann ich mir 450€ Jobs als sehr verlockend vorstellen und z.b. 1,5 Tage pro Woche in einem Supermarkt zu arbeiten. Hier verzichtete ich vergleichsweise auf wenig Freizeit bekomme aber fast 1/3 mehr Geld.

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WiWi Gast

Was haltet ihr vom bedingungslosen Grundeinkommen?

Bedingung sollte sein, dass die Eltern und Großeltern in Deutschland geboren sind. So verhindert man den Zuzug von Absahnern aus dem Ausland.

Diese Bedingung sollte zudem auch fürs derzeitige Kindergeld gelten...

antworten
WiWi Gast

Was haltet ihr vom bedingungslosen Grundeinkommen?

Was findest Du denn für ihn/sie zu tun?

Zur Untätigkeit verdammt zu sein, ist wohl eher ein MenschheitsALPtraum. Zu glauben, Fitnessstudio und Chillout könnte Deinen Tag füllen entspringt einer kindlich-naiven Vorstellung.

Und an den Experten mit dem Feldversuch, der nur positive Seiten gezeigt hat: Das Problem an diesen Versuchen (ich schrieb es schon) ist eben, dass die Leute genau wissen, dass sie nach einiger Zeit wieder in das normale System zurückgehen. Oder dass bei der Auswahl der Teilnehmer schon ein Selection Bias stattgefunden hat.

Und niemand macht sich bei diesen ganzen "Versuchen" Gedanken um die Zweitrundeneffekte. Ein BGE führt zu einer noch viel höheren Versorgungsmentalität. Da die Versorgung dann vom Staat festgesetzt "garantiert" wird, hat dieser viel mehr Macht als jetzt schon. Die wenigen Leistungsträger werden abwandern oder nichts mehr tun, weil der Staat sie ausnimmt, es entsteht eine Spirale nach unten, in Richtung kommunistisches System. Warum glauben die heutigen "jungen Leute" eigentlich, auf diese ganzen sozialstischen / kommunistischen Ideen sei noch niemand vor ihnen gekommen?

Kuba, Venezuela, Sowjetunion, Nordkorea, ... sind doch alles Beispiele für diese Mentalität.
Ein Vorposter schrieb treffend: Diese Ideen stammen aus einer Akademikerblase, also von Leuten, die keine Ahnung von Wirtschaft und von Psychologie haben. Politik und Dogmen bestimmen deren Denken, und das hat noch nie zu etwas Gutem geführt.

WiWi Gast schrieb am 11.01.2021:

Das klingt ein bisschen so als beziehst du selbst deine Infos aus dem RTL Mittagsprogramm ;)

Ich finde es immer interessant, wenn aus Arbeit eine Art Heiliges Sakrament gemacht wird, das neben dem Geld eigentlich nur Vorteile bietet, fast so als müsste ich meinen Arbeitgeber eigentlich bezahlen.

Es gibt ja auch jetzt schon so etwas wie Freizeit und auch wenn es mir jetzt keiner glaubt, gibt es schon Menschen die diese anders füllen als "Fernsehen" oder "neue Skills für die Arbeit lernen". Tatsächlich fällt auch extrensische Motivation in diesem Sinne nicht weg, da es durchaus andere Gründe als Geld gibt, z.B. werden die wenigsten dafür bezahlt um an ihren Körpern zu arbeiten, sondern überweisen dem Fitness Studio Geld.
Ob jeder Job für den Verstand anregender ist als Fernsehen sei mal dahingestellt.

Ich glaube auch nicht dass ein bedingungsloses Grundeinkommen kommt und realisierbar ist aber freuen würde ich mich. Nicht arbeiten zu müssen ist doch ein alter Menschheitstraum.
Sollte jemand damit Probleme haben und die Arbeit brauchen um seinen Tag zu strukturieren kann er sich gerne bei mir melden, ich finde dann schon was für ihn zu tun.

antworten
WiWi Gast

Was haltet ihr vom bedingungslosen Grundeinkommen?

Halte ich nicht das allergeringste von. Ich finde schon den gesetzlichen Mindestlohn furchtbar, aber auch noch jedem Geld fürs Nichtstun zahlen?? Wäre für mich ein Grund, so schnell wie möglich auszuwandern. Mit einem Land, das derart lächerliche Entscheidungen trifft, würde ich mein Leben lang nie wieder was zu tun haben wollen.

antworten
WiWi Gast

Was haltet ihr vom bedingungslosen Grundeinkommen?

"um sich dann aber mit Dingen zu beschäftigen, die sie wirklich interessieren. Neue Fähigkeit lernen, Sprachen lernen, Kunst, selbstständig werden, you name it."

--> Jaja, gut zu sehen an den ganzen H4lern, die natürlich ausschließlich in Museen unterwegs sind und fließend 5 Fremdsprachen sprechen. Das Erlernen neuer Fähigkeiten beschränkt sich bei den meisten leider auf das Stopfen von Zigaretten. Ohne extrinsische Motivation läuft das nicht, leider verstehen das die Traumtänzer das nicht.

Haha, das mit den Zigaretten made my day :D
Was ich tun würde? Job behalten und vlt. auf 80% runter gehen. Das BGE dann entweder direkt in Aktien stecken oder die neu anfallende Leasingrate fürs Auto ;)

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WiWi Gast

Was haltet ihr vom bedingungslosen Grundeinkommen?

Was ist denn am Mindestlohn furchtbar?

Ich persönlich finde ihn viel zu niedrig. Wäre der Mindestlohn weiter oben würden wir uns einiges an Sozialhilfen sparen können.

Firmen die nicht genug zahlen können/wollen, so dass ihre Mitarbeiter neben einem Vollzeitjob noch Hilfe vom Staat benötigen haben meiner Meinung nach sowieso keine Existenzberechtigung.

WiWi Gast schrieb am 11.01.2021:

Halte ich nicht das allergeringste von. Ich finde schon den gesetzlichen Mindestlohn furchtbar, aber auch noch jedem Geld fürs Nichtstun zahlen?? Wäre für mich ein Grund, so schnell wie möglich auszuwandern. Mit einem Land, das derart lächerliche Entscheidungen trifft, würde ich mein Leben lang nie wieder was zu tun haben wollen.

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WiWi Gast

Was haltet ihr vom bedingungslosen Grundeinkommen?

WiWi Gast schrieb am 10.01.2021:

Finde ich prinzipiell gut, würde es aber dann an bestimmte Ausgaben koppeln (Wohnen, Lebensmittel, etc.). Also bedingungslos, aber zweckgebunden. In meiner Vorstellung wäre das praktisch wie eine zweite Währung, eine für Grundbedürfnisse und eine für den restlichen Konsum.

Sehr interessant, den Gedanken hatte ich so noch nirgendwo gelesen.

Ist ja auch logisch, da das Einkommen dann nicht bedingungslos und verfassungswidrig wäre.

Warum verfassungswidrig? Das wäre halt eine andere Form von Ausgestaltung. Der Vorteil ist, dass es bei dem Modell trotzdem keinen Bürokratieapperat braucht. Man kann das Geld eben nicht für alles ausgeben. Klar man kann das als Bedingung sehen, aber ich finde das macht Sinn.

antworten
WiWi Gast

Was haltet ihr vom bedingungslosen Grundeinkommen?

WiWi Gast schrieb am 11.01.2021:

"Der ganze Behördenapparat wäre obsolet"

--> Hä? Im Gegenteil, es würde massiv mehr Polizei und öffentliche Infrastruktur benötigt, weil viel mehr Leute auf dumme Gedanken kommen.

"um sich dann aber mit Dingen zu beschäftigen, die sie wirklich interessieren. Neue Fähigkeit lernen, Sprachen lernen, Kunst, selbstständig werden, you name it."

--> Jaja, gut zu sehen an den ganzen H4lern, die natürlich ausschließlich in Museen unterwegs sind und fließend 5 Fremdsprachen sprechen. Das Erlernen neuer Fähigkeiten beschränkt sich bei den meisten leider auf das Stopfen von Zigaretten. Ohne extrinsische Motivation läuft das nicht, leider verstehen das die Traumtänzer das nicht.

Dass man sich die 50-60k für den Sozialarbeiter sparen kann, verstehe ich nicht, s.o.
In welchem Bereich arbeiten die sozialarbeiter denn? Oder meinst Du die Leute, die bei der Arbeitsagentur arbeiten? Die nennt man Arbeitsvermittler.

Ich denke der Vorposter meinte mit dem Behördenapparat nicht Infrastruktur/Polizei sondern eher die ganzen Arbeitsstellen beim Arbeitsamt, die viel damit beschäftigt sind einzelnen Personen hinterherzurennen, Jobs zu vermitteln die keiner machen will etc.

Zu deinem Punkt mit den H4lern die Zigaretten stopfen... ich glaub du weißt gar nicht was Armut bedeutet. Wieso das so eine Stresssituation ist. Schade, dass du hier so voreilig einfach eine Gruppe von Menschen in eine Schublade gestopft hast.
Vor allem assoziierst du mit dem Begriff H4ler auch nur das Bild welches dir der Spiegel/SternTV zeigt.

Das sind aber zu 80% noch immer Beamte, die man weiter bezahlen müsste...Leute...

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WiWi Gast

Was haltet ihr vom bedingungslosen Grundeinkommen?

Der originellste und klügste Beitrag ist der mit dem Kinderkriegen. Im Konzept des BGE soll jeder ohne Bedingungen das BGE erhalten. Von Geburt an. Selbst, wenn man das nicht wollte, wäre alles andere verfassungswidrig. Ich provoziere damit also, dass junge Leute sich nicht mehr bilden oder eine Beruf anstreben, sondern Kinder bekommen. Es gibt daher keinen Grund mehr für Ehrgeiz oder Aufstiegswillen, da ich als Paar mit 3 Kindern bereits über ein Haushaltseinkommen von 5000 Euro netto verfüge. Was soll ich da noch anstreben, wenn ich als Familie wie ein Vorstand eines KMU verdiene?

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WiWi Gast

Was haltet ihr vom bedingungslosen Grundeinkommen?

WiWi Gast schrieb am 11.01.2021:

Finde ich prinzipiell gut, würde es aber dann an bestimmte Ausgaben koppeln (Wohnen, Lebensmittel, etc.). Also bedingungslos, aber zweckgebunden. In meiner Vorstellung wäre das praktisch wie eine zweite Währung, eine für Grundbedürfnisse und eine für den restlichen Konsum.

Sehr interessant, den Gedanken hatte ich so noch nirgendwo gelesen.

Ist ja auch logisch, da das Einkommen dann nicht bedingungslos und verfassungswidrig wäre.

Warum verfassungswidrig? Das wäre halt eine andere Form von Ausgestaltung. Der Vorteil ist, dass es bei dem Modell trotzdem keinen Bürokratieapperat braucht. Man kann das Geld eben nicht für alles ausgeben. Klar man kann das als Bedingung sehen, aber ich finde das macht Sinn.

Weil du durch Begrenzungen in die verfassungsmäßig garantierten Freiheitsrecht eingreifst, obwohl der Steuerzahler das subventioniert. Das hätte Klage nach Klage nach sich und würde kippen.

Der Rest deines Beitrages ist dann nicht ernstzunehmen, denn gerade bei deinem Vorschlag bräuchtest du, bis es von einem Gericht gekippt wird, doch einen ganzes Heer von Kontrolleuren, die garantieren, dass das Geld nicht für nicht-vorgesehene Dinge ausgegeben wird. Die Staatsquote würde so steigen und nicht sinken, denn jetzt würde es nicht mehr um an paar Millionen Hartzer gehen, sondern um 80 Millionen potentielle "Straftäter".

War nicht so durchdacht, oder?

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WiWi Gast

Was haltet ihr vom bedingungslosen Grundeinkommen?

WiWi Gast schrieb am 11.01.2021:

Weil du durch Begrenzungen in die verfassungsmäßig garantierten Freiheitsrecht eingreifst, obwohl der Steuerzahler das subventioniert. Das hätte Klage nach Klage nach sich und würde kippen.

Der Rest deines Beitrages ist dann nicht ernstzunehmen, denn gerade bei deinem Vorschlag bräuchtest du, bis es von einem Gericht gekippt wird, doch einen ganzes Heer von Kontrolleuren, die garantieren, dass das Geld nicht für nicht-vorgesehene Dinge ausgegeben wird. Die Staatsquote würde so steigen und nicht sinken, denn jetzt würde es nicht mehr um an paar Millionen Hartzer gehen, sondern um 80 Millionen potentielle "Straftäter".

War nicht so durchdacht, oder?

Ich muss dich enttäuschen, denn du verstehst einfach den Vorschlag nicht. Es gibt schon etwas ähnlicher Form in den USA, nennst sich dort Food Stamps.

Man müsste auch niemand verfassungsmäßig einschränken. Es wäre wie eine Parallelwährung, die eben nur für die besagten Güter funktioniert. So etwas gibt es praktisch in jeder Stadt in Form von Gutscheinen, die nur bestimmten Läden akzeptiert werden.

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WiWi Gast

Was haltet ihr vom bedingungslosen Grundeinkommen?

WiWi Gast schrieb am 11.01.2021:

Ich würde sofort aufhören voll zu arbeiten. Mit den 1000 Euro lässt es sich gut leben, wenn man sich 1500 bis 2000 Euro durch einen Teilzeit-Job dazuholt. Vorher habe ich 3000 brutto verdient und hatte 1900 Euro raus. Mit der neuen Konstellation wären es ca. 2400 netto bei der Hälfte der Arbeit. ich mache also ein fettes Plus und muss weniger tun. Ich gehe mal davon aus, dass ein großer Teil der Normalverdienden so handeln würde, solange er mit dem Geld hinkommt. Ob das aber für die Wirtschaft so attraktiv ist? Und ob das nicht Armutsmigranten anziehen würde? Wer das bezahlen soll, wenn die Produktivität sinkt, will ich gar nicht fragen.

Du verdienst jetzt schon nur 1.900 netto in einer Vollzeitstelle, wie willst du dann bitte aus einem 50% Teilzeit-Job plötzlich 1.500 bis 2.000€ "dazu" verdienen, also zusätzlich zu den 1.00€ BGE?
Das ergibt überhaupt keinen Sinn.

Wenn er bei 100% Arbeitszeit 3000 brutto verdient, dann wären das bei 50% 1500 und bei 68% die 2000. Ist jetzt nicht unrealistisch und die Reduzierung von Stunden ist im Gesetz immer möglich. Passt schon.

Warum sollte er bei der Hälfte der Zeit nicht die Hälfte verdienen? Teilzeit kann auch 30 Stunden sein. Und selbst, wenn es nur 1000 wären, hätte er doch netto fast genauso viel wie jetzt, oder? 1000 Euro netto wären ca. 800 Euro brutto bei Steuerklasse aus. Für 50% der Zeit nur 100 Euro Abschlag? Den Deal würde ich auch machen.

Er redet aber von Nettoeinkommen, sonst kommt er nicht auf die 2.400€ netto (mit 1.000€ BGE und 1.500€ Brutto kommt man nicht auf 2.400€ netto)

Er würde also die 50% arbeiten und 80% verdienen. So stark ist unsere Steuerprogression in Deutschland nun auch nicht.
oder er hat sich sehr dumm ausgedrückt.

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WiWi Gast

Was haltet ihr vom bedingungslosen Grundeinkommen?

Viel zu niedrig also... Also verdoppeln wir ihn mal auf 21 Euro in 2022.

Dann würden die armen Big4 Einsteiger auch endlich mal eine Gehaltserhöhung bekommen.
Wäre schließlich 3633 Euro brutto bei einer 40h Woche.

Wenn du den immer weiter anhebst, sorgst du nur dafür das es immer mehr Mindestlohnempfänger gibt und du die Mittelschicht nach unten schiebst (bzw. die Unterschicht zur Mittelschicht und damit wird die Mittelschicht zur Unterschicht).
Die Margen einer Big4 würden ja nicht steigen wenn die Putzfrau 20€ die Stunde verdient, daher verdient am Ende der Einsteiger dort eben so viel wie die Putzfrau, was seinen Lebenstil natürlich durch Inflation etc auf den der Putzfrau senkt.

WiWi Gast schrieb am 11.01.2021:

Was ist denn am Mindestlohn furchtbar?

Ich persönlich finde ihn viel zu niedrig. Wäre der Mindestlohn weiter oben würden wir uns einiges an Sozialhilfen sparen können.

Firmen die nicht genug zahlen können/wollen, so dass ihre Mitarbeiter neben einem Vollzeitjob noch Hilfe vom Staat benötigen haben meiner Meinung nach sowieso keine Existenzberechtigung.

WiWi Gast schrieb am 11.01.2021:

Halte ich nicht das allergeringste von. Ich finde schon den gesetzlichen Mindestlohn furchtbar, aber auch noch jedem Geld fürs Nichtstun zahlen?? Wäre für mich ein Grund, so schnell wie möglich auszuwandern. Mit einem Land, das derart lächerliche Entscheidungen trifft, würde ich mein Leben lang nie wieder was zu tun haben wollen.

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WiWi Gast

Was haltet ihr vom bedingungslosen Grundeinkommen?

WiWi Gast schrieb am 11.01.2021:

Was ist denn am Mindestlohn furchtbar?

Er geht den Staat nichts an, das ist doch Sozialismus hoch drei (Grundeinkommen wäre dann hoch zehn oder so). Das haben wenn überhaupt Tarifparteien auszuhandeln. Und die Vorstellung, dass jeder einen bestimmten Lohn mindestens "verdient" hätte, ist einfach nur grotesk. Wer nix kann und nix gelernt hat, kriegt auch so gut wie nichts. Wieso soll der genauso viel bekommen wie jemand, der was gelernt hat? Das soll gerecht sein??

Ich persönlich finde ihn viel zu niedrig.

Manchen Leuten ist wohl echt nicht mehr zu helfen... Wieviel darfs denn sein? 20 Euro/h? Oder gleich 30 Euro? Wäre das dann aus deiner Sicht genug?!

Wäre der Mindestlohn weiter oben würden wir uns einiges an Sozialhilfen sparen können.

Die sollte es aber auch nur für die geben, die gar nicht arbeiten KÖNNEN, z.B. aus gesundheitlichen Gründen. Und für Kinder, die nichts dafür können, dass ihre Eltern ihr Leben nicht auf die Reihe bekommen. Ansonsten gilt: Lohn ist der Gegenwert für Arbeitsleistung. Keine Arbeitsleistung = kein Geld. So und nicht anders ist es richtig und gerecht. Geld fürs Nichtstun obwohl man könnte ist reine Verschwendung und Dekadenz.

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WiWi Gast

Was haltet ihr vom bedingungslosen Grundeinkommen?

WiWi Gast schrieb am 11.01.2021:

Was findest Du denn für ihn/sie zu tun?

Zur Untätigkeit verdammt zu sein, ist wohl eher ein MenschheitsALPtraum. Zu glauben, Fitnessstudio und Chillout könnte Deinen Tag füllen entspringt einer kindlich-naiven Vorstellung.

Und an den Experten mit dem Feldversuch, der nur positive Seiten gezeigt hat: Das Problem an diesen Versuchen (ich schrieb es schon) ist eben, dass die Leute genau wissen, dass sie nach einiger Zeit wieder in das normale System zurückgehen. Oder dass bei der Auswahl der Teilnehmer schon ein Selection Bias stattgefunden hat.

Und niemand macht sich bei diesen ganzen "Versuchen" Gedanken um die Zweitrundeneffekte. Ein BGE führt zu einer noch viel höheren Versorgungsmentalität. Da die Versorgung dann vom Staat festgesetzt "garantiert" wird, hat dieser viel mehr Macht als jetzt schon. Die wenigen Leistungsträger werden abwandern oder nichts mehr tun, weil der Staat sie ausnimmt, es entsteht eine Spirale nach unten, in Richtung kommunistisches System. Warum glauben die heutigen "jungen Leute" eigentlich, auf diese ganzen sozialstischen / kommunistischen Ideen sei noch niemand vor ihnen gekommen?

Kuba, Venezuela, Sowjetunion, Nordkorea, ... sind doch alles Beispiele für diese Mentalität.
Ein Vorposter schrieb treffend: Diese Ideen stammen aus einer Akademikerblase, also von Leuten, die keine Ahnung von Wirtschaft und von Psychologie haben. Politik und Dogmen bestimmen deren Denken, und das hat noch nie zu etwas Gutem geführt.

Bei allem Verständnis für deine Meinung, aber das BGE mit Ländern wie Nordkorea zu Vergleichen, also bitte.

Im übrigen gibt es eine Reihe von annerkannten VWLlern, die sich für das BGE aussprechen und auch das es bezahlbar wäre. Wenn nicht der Akademiker Ahnung von Psychology hat, ja wer denn dann.

In der Menschheitsgeschichte gabe es bereits Gesellschaften, die dem BGE ähnliche Systeme hatten und die sind alle darunter aufgeblüht und nicht eingegangen. Ist ja nicht so, dass die Idee komplett neu wäre.

WiWi Gast schrieb am 11.01.2021:

Das klingt ein bisschen so als beziehst du selbst deine Infos aus dem RTL Mittagsprogramm ;)

Ich finde es immer interessant, wenn aus Arbeit eine Art Heiliges Sakrament gemacht wird, das neben dem Geld eigentlich nur Vorteile bietet, fast so als müsste ich meinen Arbeitgeber eigentlich bezahlen.

Es gibt ja auch jetzt schon so etwas wie Freizeit und auch wenn es mir jetzt keiner glaubt, gibt es schon Menschen die diese anders füllen als "Fernsehen" oder "neue Skills für die Arbeit lernen". Tatsächlich fällt auch extrensische Motivation in diesem Sinne nicht weg, da es durchaus andere Gründe als Geld gibt, z.B. werden die wenigsten dafür bezahlt um an ihren Körpern zu arbeiten, sondern überweisen dem Fitness Studio Geld.
Ob jeder Job für den Verstand anregender ist als Fernsehen sei mal dahingestellt.

Ich glaube auch nicht dass ein bedingungsloses Grundeinkommen kommt und realisierbar ist aber freuen würde ich mich. Nicht arbeiten zu müssen ist doch ein alter Menschheitstraum.
Sollte jemand damit Probleme haben und die Arbeit brauchen um seinen Tag zu strukturieren kann er sich gerne bei mir melden, ich finde dann schon was für ihn zu tun.

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WiWi Gast

Was haltet ihr vom bedingungslosen Grundeinkommen?

Ich halte aus nachfolgenden Gründen ein BGE für katastrophal:

  1. Bei einem BGE würde ein Teil der Bevölkerung weniger oder gar nicht mehr arbeiten. Es käme also zur Verknappung von Arbeitskraft und infolge zu signifikanten Lohnanstiegen und Güterverknappungen, die einen massiven Inflationsschub auslösen würden.

  2. Unattraktive, aber gesellschaftlich zwingend notwendige Jobs wie Müllabfuhr, Toilettenreinigung, Nachtarbeit im Pflegeheim würden noch unattraktiver werden und wahrscheinlich nicht mehr adäquat besetzt werden können. Selbstverwirklichung mag für den Einzelnen toll sein, für die Gesellschaft ist es aber wichtiger, dass der Müll abgeholt wird und Krankenhäuser auch nachts und feiertags besetzt sind.

  3. Die Finanzierung wurde ja schon thematisiert. Ich möchte folgende Zahlen unkommentiert anführen, dann kann sich jeder seine eigene Meinung bilden:

BGE = 82 Mio. x 12 T€ = 984 Mrd. € p.a.

Ausgaben GRV: 325 Mrd. € p.a.
Ausgaben ALV: 33 Mrd. € p.a.
Ausgaben Bundeshaushalt all incl.: 370 Mrd. € p.a.

antworten
WiWi Gast

Was haltet ihr vom bedingungslosen Grundeinkommen?

Man merkt, wie kapitalistisch verdorben du bist! Das Geld für das BGE holen wir uns von den Reichen, von den Internetriesen und durch eine Transaktionssteuer. Das sähe dann so aus:

  • Bundeshaushalt Soziales (bisher): 370 Mrd Euro
  • Finanztransaktionssteuer: 500 Mrd Euro
  • Internetsteuer: 200 Mrd Euro
  • Vermögenssteuer (Erbsteuer, Vermögensabgabe, Spitzensteuer): 50 Mrd Euro

Einnahmen im Jahr: 1,22 Billionen
Ausgaben BGE: ca. 922 Milliarden

Überschuss: 300 Milliarden!

Wir machen mit dem BGE sogar ein gewaltiges Plus und jede Steuer findet Akzeptanz, weil am Ende die Münze im Beutel klingelt!

WiWi Gast schrieb am 11.01.2021:

Ich halte aus nachfolgenden Gründen ein BGE für katastrophal:

  1. Bei einem BGE würde ein Teil der Bevölkerung weniger oder gar nicht mehr arbeiten. Es käme also zur Verknappung von Arbeitskraft und infolge zu signifikanten Lohnanstiegen und Güterverknappungen, die einen massiven Inflationsschub auslösen würden.

  2. Unattraktive, aber gesellschaftlich zwingend notwendige Jobs wie Müllabfuhr, Toilettenreinigung, Nachtarbeit im Pflegeheim würden noch unattraktiver werden und wahrscheinlich nicht mehr adäquat besetzt werden können. Selbstverwirklichung mag für den Einzelnen toll sein, für die Gesellschaft ist es aber wichtiger, dass der Müll abgeholt wird und Krankenhäuser auch nachts und feiertags besetzt sind.

  3. Die Finanzierung wurde ja schon thematisiert. Ich möchte folgende Zahlen unkommentiert anführen, dann kann sich jeder seine eigene Meinung bilden:

BGE = 82 Mio. x 12 T€ = 984 Mrd. € p.a.

Ausgaben GRV: 325 Mrd. € p.a.
Ausgaben ALV: 33 Mrd. € p.a.
Ausgaben Bundeshaushalt all incl.: 370 Mrd. € p.a.

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WiWi Gast

Was haltet ihr vom bedingungslosen Grundeinkommen?

Blöde Frage, weil ich es vermutlich nicht kapiert habe: Bekomme ich die 1000 Euro für jeden? Ich meine, dann wären kinderreiche Familien ja quasi die neue Oberschicht, oder?

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WiWi Gast

Was haltet ihr vom bedingungslosen Grundeinkommen?

Ich war lange Zeit gegen das bedingungslose Grundeinkommen, doch zuletzt hat sich meine Ansicht zumindest in Bezug auf ein Grundeinkommen geändert. Klar ist, dass mit der gewählten Höhe alles steht und fällt. Zu hoch darf man es nicht ansetzen, da es dann nicht finanzierbar wird, die Wirtschaft extrem geschwächt würde und man durch die damit einhergehende Inflation sämtliches Vermögen zu großen Teilen entwerten würde.
Zu niedrig kann man es nicht machen, da es ja andere Sozialleistungen ersetzen muss.

MMn muss es so gewählt sein, dass es der Summe auf voller Höhe Hartz IV und mittlerem vollem Wohngeld entspricht. Das wäre natürlich verfassungsrechtlich problematisch, da man dann ja arbeitslose Stadtbewohner schlechterstellen würde. Vielleicht ließe sich dies ja aber durch mehrere Jahre ausgleichendes Übergangsgeld oder so mitigieren. Die im ganzen Bundesgebiet einheitliche Höhe hätte den positiven Effekt, dass sich Menschen stärker über das Land verteilen und nicht alle in den Städten leben wollen, weil dies für die arbeitsfähige Bevölkerung nur noch durch zumindest zeitweise Arbeit finanzierbar wäre.

Die größten Vorteile, die ich im Grundeinkommen sehe, ist starker Bürokratieabbau und eine gerechtere Vermögensumverteilung durch das Sozialsystem. Da man bedingungslos jedem Deutschen das Geld zahlen würde, kann man den Grundsteuerfreibetrag schon einmal streichen. Das verhindert dann schonmal ungünstige Anreizkonstellationen. Die gesparte Bürokratie fließt dem Wohlstand aller zu, da die Leute in der Privatwirtschaft eingesetzt werden können und diese Bürokratie sehr unntig ist. Jetzt bekommt doch auch schon jeder genug Geld zum Leben, sofern man es denn möchte. Diese Bürokratie schließt höchstens die allerunfähigsten vom Sozialsystem aus und das ist dann doch irgendwie nicht sehr sozial.

Warum rede ich nicht von einem bedingungslosen Grundeinkommen, sondern nur einem Grundeinkommen? Ich denke, dass man es erst ab einem gewissen Alter (Mindestjahre zum ersten vollen Schulabschluss) zahlen sollte, um keine Anreize zum Überbevölkern zu setzen. Zuvor reicht auch Kindergeld, das man in der Höhe niedriger, aber ausreichend für eine Reproduktionszahl nahe 2 (Median, nicht Mittelwert) setzen sollte.

Ich hoffe also effektiv auf mehr Anreiz, Arbeit anzunehmen (oder wenn das nicht klappt zumindest eine effiziente Verteilung von Wohnraum, die sich automatisch nach den Wünschen der Bevölkerung richtet), weniger Anreiz, lange Arbeitszeiten anzunehmen, mehr Menschen in Arbeit, keine Zusatz-Inflation.

Bitte teilt mir eure Meinungen dazu mit, würde die Gedanken gerne noch weiterentwickeln.

antworten
WiWi Gast

Was haltet ihr vom bedingungslosen Grundeinkommen?

WiWi Gast schrieb am 11.01.2021:

Diese Feldversuche konnten grob gesprochen folgendes beobachten:

  1. Viele Menschen haben eine Selbstständigkeit gestartet.
  2. Einige haben die Arbeitsstelle gewechselt, zu etwas das mehr ihrer Erfüllung entspricht, aber schlechter bezahlt wird.
  3. Einige sind auf Teilzeit umgestiegen.
  4. So gut wie keiner hat das Arbeiten komplett aufgehört.
  5. Bei einem nicht zu verachteten Teil, konnte man auch eine deutliche Verbesserung der Gesundheit beobachten (weil psychischer Stress, wegen Geldsorgen weggefallen ist).

Kurz: Größtenteils positiv.

Von welchen Feldversuchen sprichst du hier bitte? M. W. sind bis dato alle seriösen Versuche krachend gescheitert. Kanada, Finnland. Denn: Die Menschen passten ihr Verhalten nicht wie erwünscht an ("berufliche Erfüllung", Ehrenämter für's Gemeinwohl usw.), sondern wurden bloß faul und fordernd.

Und nein, das liegt nicht am vielleicht schlechtem Lebenswandel und eindeutig am Dauerstress der finanziellen Situation und Behördeninteraktionen.

Das weißt du woher? Absoluter Bullshit. Natürlich liegt das am schlechten Lebenswandel, daran, dass die meisten von ihnen weder Körper noch Geist fit halten. Oder willst du mir erzählen, dass ein Hartzer mehr Stress ausgesetzt ist als jemand, der sein Leben lang arbeitet?

antworten
WiWi Gast

Was haltet ihr vom bedingungslosen Grundeinkommen?

WiWi Gast schrieb am 11.01.2021:

Ich halte aus nachfolgenden Gründen ein BGE für katastrophal:

  1. Bei einem BGE würde ein Teil der Bevölkerung weniger oder gar nicht mehr arbeiten. Es käme also zur Verknappung von Arbeitskraft und infolge zu signifikanten Lohnanstiegen und Güterverknappungen, die einen massiven Inflationsschub auslösen würden.

  2. Unattraktive, aber gesellschaftlich zwingend notwendige Jobs wie Müllabfuhr, Toilettenreinigung, Nachtarbeit im Pflegeheim würden noch unattraktiver werden und wahrscheinlich nicht mehr adäquat besetzt werden können. Selbstverwirklichung mag für den Einzelnen toll sein, für die Gesellschaft ist es aber wichtiger, dass der Müll abgeholt wird und Krankenhäuser auch nachts und feiertags besetzt sind.

  3. Die Finanzierung wurde ja schon thematisiert. Ich möchte folgende Zahlen unkommentiert anführen, dann kann sich jeder seine eigene Meinung bilden:

BGE = 82 Mio. x 12 T€ = 984 Mrd. € p.a.

Ausgaben GRV: 325 Mrd. € p.a.
Ausgaben ALV: 33 Mrd. € p.a.
Ausgaben Bundeshaushalt all incl.: 370 Mrd. € p.a.

Das Bedingungslose Grundeinkommen basiert auf dem Prinzip der negativen Einkommenssteuer. Je nach Modell bekommt also gar nicht jeder Bürger das Grundeinkommen und schon gar nicht in voller Höhe. In der Tat würden vor allem die Leute davon profitieren die einen Nebenjob/Teilzeitjob ausführen oder eben in einer niedrigen Lohngruppe sind. Zudem würde die Steuer so angepasst werden, dass die mittleren/hohen Einkommen viel stärker belastet werden als es aktuell der Fall ist. In der Tat gibt es Berechnungen dazu, die davon ausgehen dass das Grundeinkommen sogar die Haushaltskasse wesentlich verbessern würde. Man muss sich ja nur überlegen dass die aktuellen Sozialleistungen schon fast auf dem Niveau liegen. Ist schon sehr naiv sich auf Grundlage falscher Fakten eine Meinung zu bilden.

antworten
WiWi Gast

Was haltet ihr vom bedingungslosen Grundeinkommen?

Voll gut, wenn das käme. 4 Kinder und ab in den Osten (6k Netto ohne arbeiten). Was meint ihr wie schnell die Bevölkerung wieder wächst, vor allem in den unteren Schichten. Da freut sich der Planet... naja bis die Inflation zuschlägt.

antworten
WiWi Gast

Was haltet ihr vom bedingungslosen Grundeinkommen?

WiWi Gast schrieb am 12.01.2021:

Diese Feldversuche konnten grob gesprochen folgendes beobachten:

  1. Viele Menschen haben eine Selbstständigkeit gestartet.
  2. Einige haben die Arbeitsstelle gewechselt, zu etwas das mehr ihrer Erfüllung entspricht, aber schlechter bezahlt wird.
  3. Einige sind auf Teilzeit umgestiegen.
  4. So gut wie keiner hat das Arbeiten komplett aufgehört.
  5. Bei einem nicht zu verachteten Teil, konnte man auch eine deutliche Verbesserung der Gesundheit beobachten (weil psychischer Stress, wegen Geldsorgen weggefallen ist).

Kurz: Größtenteils positiv.

Von welchen Feldversuchen sprichst du hier bitte? M. W. sind bis dato alle seriösen Versuche krachend gescheitert. Kanada, Finnland. Denn: Die Menschen passten ihr Verhalten nicht wie erwünscht an ("berufliche Erfüllung", Ehrenämter für's Gemeinwohl usw.), sondern wurden bloß faul und fordernd.

Und nein, das liegt nicht am vielleicht schlechtem Lebenswandel und eindeutig am Dauerstress der finanziellen Situation und Behördeninteraktionen.

Das weißt du woher? Absoluter Bullshit. Natürlich liegt das am schlechten Lebenswandel, daran, dass die meisten von ihnen weder Körper noch Geist fit halten. Oder willst du mir erzählen, dass ein Hartzer mehr Stress ausgesetzt ist als jemand, der sein Leben lang arbeitet?

Finnland: es ist nicht gescheitert sondern war sogar erfolgreich. Die Arbeitslosenquote konnte gesenkt werden und die Menschen waren im Schnitt wesentlich glücklicher. Aber es waren auch nur 560€ und die Lebenserhaltungskosten dort sind höher. Streng genommen war es damit kein Grundeinkommen.

Kanada: das Experiment konnte nie zu Ende gebracht werden und es gab somit keine sinnvollen Erkenntnisse. Die Opposition hatte zwei mal das Ganze gekippt. Dort waren 11.250 Dollar für Alleinerziehende geplant. Wäre schon eher an den dortigen Lebensverhältnissen angepasst gewesen.

Fazit: nichts verstanden und alles aus dem Kontext gerissen.

antworten
WiWi Gast

Was haltet ihr vom bedingungslosen Grundeinkommen?

Hä? Dann ist das Ganze doch nur ein weiterer Sozialtransfer.

Was wäre denn an Deinem Modell noch "bedingungslos"? Ist doch an die Bedingung einer "negativen Einkommensteuer" (Deine Worte) gekoppelt.

WiWi Gast schrieb am 12.01.2021:

Ich halte aus nachfolgenden Gründen ein BGE für katastrophal:

  1. Bei einem BGE würde ein Teil der Bevölkerung weniger oder gar nicht mehr arbeiten. Es käme also zur Verknappung von Arbeitskraft und infolge zu signifikanten Lohnanstiegen und Güterverknappungen, die einen massiven Inflationsschub auslösen würden.

  2. Unattraktive, aber gesellschaftlich zwingend notwendige Jobs wie Müllabfuhr, Toilettenreinigung, Nachtarbeit im Pflegeheim würden noch unattraktiver werden und wahrscheinlich nicht mehr adäquat besetzt werden können. Selbstverwirklichung mag für den Einzelnen toll sein, für die Gesellschaft ist es aber wichtiger, dass der Müll abgeholt wird und Krankenhäuser auch nachts und feiertags besetzt sind.

  3. Die Finanzierung wurde ja schon thematisiert. Ich möchte folgende Zahlen unkommentiert anführen, dann kann sich jeder seine eigene Meinung bilden:

BGE = 82 Mio. x 12 T€ = 984 Mrd. € p.a.

Ausgaben GRV: 325 Mrd. € p.a.
Ausgaben ALV: 33 Mrd. € p.a.
Ausgaben Bundeshaushalt all incl.: 370 Mrd. € p.a.

Das Bedingungslose Grundeinkommen basiert auf dem Prinzip der negativen Einkommenssteuer. Je nach Modell bekommt also gar nicht jeder Bürger das Grundeinkommen und schon gar nicht in voller Höhe. In der Tat würden vor allem die Leute davon profitieren die einen Nebenjob/Teilzeitjob ausführen oder eben in einer niedrigen Lohngruppe sind. Zudem würde die Steuer so angepasst werden, dass die mittleren/hohen Einkommen viel stärker belastet werden als es aktuell der Fall ist. In der Tat gibt es Berechnungen dazu, die davon ausgehen dass das Grundeinkommen sogar die Haushaltskasse wesentlich verbessern würde. Man muss sich ja nur überlegen dass die aktuellen Sozialleistungen schon fast auf dem Niveau liegen. Ist schon sehr naiv sich auf Grundlage falscher Fakten eine Meinung zu bilden.

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WiWi Gast

Was haltet ihr vom bedingungslosen Grundeinkommen?

WiWi Gast schrieb am 11.01.2021:

Was findest Du denn für ihn/sie zu tun?

Zur Untätigkeit verdammt zu sein, ist wohl eher ein MenschheitsALPtraum. Zu glauben, Fitnessstudio und Chillout könnte Deinen Tag füllen entspringt einer kindlich-naiven Vorstellung.

Und an den Experten mit dem Feldversuch, der nur positive Seiten gezeigt hat: Das Problem an diesen Versuchen (ich schrieb es schon) ist eben, dass die Leute genau wissen, dass sie nach einiger Zeit wieder in das normale System zurückgehen. Oder dass bei der Auswahl der Teilnehmer schon ein Selection Bias stattgefunden hat.

Und niemand macht sich bei diesen ganzen "Versuchen" Gedanken um die Zweitrundeneffekte. Ein BGE führt zu einer noch viel höheren Versorgungsmentalität. Da die Versorgung dann vom Staat festgesetzt "garantiert" wird, hat dieser viel mehr Macht als jetzt schon. Die wenigen Leistungsträger werden abwandern oder nichts mehr tun, weil der Staat sie ausnimmt, es entsteht eine Spirale nach unten, in Richtung kommunistisches System. Warum glauben die heutigen "jungen Leute" eigentlich, auf diese ganzen sozialstischen / kommunistischen Ideen sei noch niemand vor ihnen gekommen?

Kuba, Venezuela, Sowjetunion, Nordkorea, ... sind doch alles Beispiele für diese Mentalität.
Ein Vorposter schrieb treffend: Diese Ideen stammen aus einer Akademikerblase, also von Leuten, die keine Ahnung von Wirtschaft und von Psychologie haben. Politik und Dogmen bestimmen deren Denken, und das hat noch nie zu etwas Gutem geführt.

Bei allem Verständnis für deine Meinung, aber das BGE mit Ländern wie Nordkorea zu Vergleichen, also bitte.

Im übrigen gibt es eine Reihe von annerkannten VWLlern, die sich für das BGE aussprechen und auch das es bezahlbar wäre. Wenn nicht der Akademiker Ahnung von Psychology hat, ja wer denn dann.

In der Menschheitsgeschichte gabe es bereits Gesellschaften, die dem BGE ähnliche Systeme hatten und die sind alle darunter aufgeblüht und nicht eingegangen. Ist ja nicht so, dass die Idee komplett neu wäre.

Genau das ist das Problem. Die ganzen "Der Staat muss uns versorgen"-Apostel können sich gar nicht vorstellen, welche Fliehkräfte auf eine Gesellschaft einwirken können. Leider ist die Vorstellung vieler Linker / Jugendlicher / ... immer die folgende:

"Wenn das BGE kommt, dann habe ich mehr Geld und ansonsten ändert sich nichts - phantastisch! Dann kann ich mir pro Monat 1000 Burger bei McD kaufen!" Aber das stimmt eben nicht, und das ist, was ich mit "Zweitrundeneffekt" meine. Erklär doch mal, wie Venezuela zu einem failed state werden konnte, obwohl das ölreichste Land der Welt. Wollten die Politiker dort nicht auch "den Reichtum unter dem Volk verteilen"?

So, und nun darfst Du gerne mal ein Beispiel dafür benennen, in welchen "Gesellschaften der Menschheitsgeschichte" es eine Art BGE gegeben und funktioniert hat. Bin ernsthaft gespannt.

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WiWi Gast

Was haltet ihr vom bedingungslosen Grundeinkommen?

Ah - und warum gibt es dann noch keine Finanztransaktionssteuer und keine Internetsteuer? Der Staat könnte das Geld doch auch gut angesichts der Corona-Verwerfungen benötigen...

WiWi Gast schrieb am 11.01.2021:

Man merkt, wie kapitalistisch verdorben du bist! Das Geld für das BGE holen wir uns von den Reichen, von den Internetriesen und durch eine Transaktionssteuer. Das sähe dann so aus:

  • Bundeshaushalt Soziales (bisher): 370 Mrd Euro
  • Finanztransaktionssteuer: 500 Mrd Euro
  • Internetsteuer: 200 Mrd Euro
  • Vermögenssteuer (Erbsteuer, Vermögensabgabe, Spitzensteuer): 50 Mrd Euro

Einnahmen im Jahr: 1,22 Billionen
Ausgaben BGE: ca. 922 Milliarden

Überschuss: 300 Milliarden!

Wir machen mit dem BGE sogar ein gewaltiges Plus und jede Steuer findet Akzeptanz, weil am Ende die Münze im Beutel klingelt!

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WiWi Gast

Was haltet ihr vom bedingungslosen Grundeinkommen?

WiWi Gast schrieb am 11.01.2021:

Blöde Frage, weil ich es vermutlich nicht kapiert habe: Bekomme ich die 1000 Euro für jeden? Ich meine, dann wären kinderreiche Familien ja quasi die neue Oberschicht, oder?

Ja, Kevin, Chantal, Mustafa und Aische sind dann "Oberschicht". Wird super!
Warum zündet man Deutschland nicht gleich an, wenn man es doch offensichtlich brennen sehen will?

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WiWi Gast

Was haltet ihr vom bedingungslosen Grundeinkommen?

Ich bin fasziniert davon dass die linken und sozialen das BGE wollen... das ist doch der Traum eines jeden Kapitalisten.

Jedem 1k im Monat in die Hand drücken und danach ist er für sich selbst verantwortlich, tschüss Sozialstaat.
Nach Miete hat kann man Nudeln essen, die Pflegeversicherung kann sich dann sowieso keiner mehr Leisten und die KV wird auch vollkommen überbewertet.

Oder wollt ihr tatsächlich 1k pro Monat + die Sozialversicherungen?
Dann gute Nacht Johanna

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WiWi Gast

Was haltet ihr vom bedingungslosen Grundeinkommen?

Selbstverständlich ist ein BGE finanzierbar - zumindest solange es in gewissem Rahmen bleibt. Bis ca. 1.500€ kann man es halbwegs vernünftig darstellen, bei 1.100€ gibt es kein größeres Finanzierungsproblem.

Typische Denkfehler die BGE-Ablehner sehr schnell machen ist, dass sie meinen der Haushalt der BRD wäre für ein BGE von Relevanz. Tatsächlich wird in den meisten BGE-Konzepten aber nicht nur Sozialleistungen des Bundes adressiert, sondern auch die Kranken- und Pflegeversicherung, die Rentenversicherung und Teile der Haushalte der Länder und der Kommunen. Fasst man all die betroffenen Haushalte zusammen, spricht man vom Gesamthaushalt der BRD, und der umfasst schon mal ca. 1,3 Billionen.

Doch auch das reicht noch nicht um verständlich zu machen, warum ein BGE finanzierbar ist! Tatsächlich sollen das BGE ja ALLE bekommen - aber im Gegenzug werden auch vorhandene staatliche Subventionen abgebaut, oder Steuervorteile reduziert. Grundlegend ist hier zum Beispiel der Grundfreibetrag im Steuersystem, den man nicht mehr braucht, weil es im Gegenzug das BGE gibt, welches die Funktion des Grundfreibetrags übernimmt.

Bei vielen BGE-Konzepten würde es dennoch gegenüber heute zu Steuererhöhungen oder Abgabenerhöhungen kommen. Allerdings ist die längst nicht für jeden gleich relevant. Unterm Strich ist von Interesse, ob und wieviel ich nach dem Gesamtpaket BGE und seiner Finanzierung am Ende des Monats in der Tasche habe. Je nach BGE-Konzept würden teilweise auch 80% der Menschen finanziell mit einem BGE besser dastehen als heute.

Wer mal selbst beginnt, ein BGE-Konzept sowohl auf der Ausgaben- als auch der Einnahmeseite zu konstruieren, der stolpert sehr schnell darüber, dass man im Umfeld eines BGEs einige der heute bestehenden Unzulänglichkeiten des Sozialstaates abstellen würde - weil es sinnvoll ist. So ist es heute beispielsweise so, dass an der Grenze zwischen Hartz IV und Erwerbsarbeit faktisch bis zu 90% des Stundenlohns verrechnet wird - was für die Betroffenen so wirkt, als ob sie mit einer Steuer von 90% belegt würden. Das wirkt kontraproduktiv, weil so Arbeiten unattraktiv ist. Das würde man mit einem BGE vermeiden - was aber faktisch bedeutet, dass hier ein finanzieller Mehrbedarf entsteht, der finanziert werden muss.

Nur - dieses Problem haben wir nicht erst mit einem BGE, sondern das haben wir heute auch schon. Und wenn man dieses Problem abstellt, kostet es auch heute schon mehr, und muss finanziert werden. WENN also ein BGE Mehrkosten zum heutigen Sozialsystem generiert, liegt das regelmäßig daran, dass Brüche und Ungereimtheiten des heutigen Sozialsystems vermieden würden.

Ansonsten ist es eine Mär, dass ein BGE-System ein Schlaraffenland wäre, es wäre vor allem anders. Der Staat würde weniger in die Privatsphäre eindringen müssen, der einzelne würde stärker zur Verantwortung gezogen.

Heute schaut der Staat sehr genau hin, ob ein Hartz IV Empfänger alleine oder in einer Lebensgemeinschaft lebt. Bei einem vernünftigen BGE-System kann das entfallen.

Auch mit BGE wird es weitere soziale Leistungen geben - das BGE wird nur die üblichen normalen 80% (wahrscheinlich sogar deutlich mehr) der Fälle unproblematisch und pragmatisch pauschalisieren. Wo das Geld aber nicht reicht, wird man zusätzliche soziale Leistungen brauchen und auch bekommen - die sind dann aber nicht mehr bedingungslos.

WiWi Gast schrieb am 10.01.2021:

Ein BGE ist stand heute gar nicht finanzierbar, ich weiß gar nicht wie das in der Diskussion immer unterschlagen wird.

Bei 82 Mio * 12k im Jahr sind wir bei einer Billion. Das ist das zweieinhalbfache des GESAMTEN Bundeshaushalts. Das wäre nur über brutale Steuererhöhungen machbar, was dazu führen würde, dass sämtliche Leistungseliten das Land fliehen würden, womit wiederum die Wettbewerbsfähigkeit und Produktivität komplett einbrechen würde. Über mögliche Preiseffekte braucht man gar nicht erst zu diskutieren (Löhne dürften im unteren Segment steigen und damit wiederum die Preise, was dann die Kaufkraft des gesamten BGEs unterwandert).

Vielleicht irgendwann mal, wenn wir Massenarbeitslosigkeit anhand der Automatisierung haben, aber in absehbarer Zeit nicht sonderlich praktikabel.

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WiWi Gast

Was haltet ihr vom bedingungslosen Grundeinkommen?

Ich frage mich da immer, was man sich denn von einem bedingungslosen Grundeinkommen erhofft.

Die Auswirkungen hängen natürlich von der Ausgestaltung ab, aber ich konnte noch nirgendwo den großen Vorteil ernennen:

  1. Jeder bekommt ein Grundeinkommen, Hartz IV fällt weg, Abgaben bleiben in etwa so wie jetzt: Jeder hat zusätzlich eine Summe X über. Kurzzeitig kann er sich damit mehr leisten. Kurz- bis mittelfristig wird es aber zu Preisanpassungen kommen, so dass die Kaufkraft wieder ungefähr der ohne Grundeinkommen entspricht. Niemand hat wirklich was gewonnen, die die nur das Grundeinkommen haben stehen wahrscheinlich schlechter da als vorher.

  2. Grundeinkommen ersetzt Hartz IV, Steuern und Abgaben werden aber so angepasst, dass Besserverdiener unter dem Strich nicht mehr haben als heute: Gefüge zwischen den Berufsgruppen wird geändert. Besonders bei Berufen mit kleineren und mittleren Einkommen ist das zusätzliche Einkommen gegenüber der Option nicht zu arbeiten geringer. Branchen mit geringen Gehältern (Friseure, Gebäudereinigung, Gastronomie, Floristen, etc.) und mit schlechten Arbeitsbedingungen (Kanalreiniger, Müllabfuhr, Pflege, etc.) müssen die Gehälter deutlich erhöhen, um weiter genug Mitarbeiter zu bekommen. Dadurch müssen auch die Preise steigen.Bei den "guten" Berufen, die besser bezahlt werden und/oder mehr Spaß machen müsste sich hingegen nicht viel tun. Im Endeffekt hat man eine gewisse Umverteilung von oben nach unten, bei gleichzeitig anziehenden Lebenshaltungskosten, die einen Teil des umverteilten Geldes direkt wieder auffressen. Leute mit hohem Einkommem verlieren, Leute mit niedrigen und mittleren Einkommen gewinnen wenn überhaupt nicht viel dazu.

  3. Es gibt ein bedingungsloses Grundeinkommen das so hoch ist, dass nur noch die Arbeiten wollen die möchten: Wird mMn nicht funktionieren und man landet bei einem der anderen Punkte. Es gibt viele Berufe die benötigt werden, die aber niemand macht weil sie so toll sind (Pflege, Müllabfuhr, div. Reinigungstätigkeiten, etc.) oder aber die körperlich beschwerlich oder anderweitig schwierig sind (Bauern, Bäcker, Metzger, Handwerker), und heute schon Nachwuchsprobleme haben. Diese Berufe müssen auch weiterhin von Leuten ausgeübt werden. Um jemanden zu finden der das dann tut, müssten sie massiv besser bezahlt werden. Das würde in entsprechend deutlich Preiserhöhungen für die entsprechenden Bereiche münden. Was dann aber wieder dazu führt, dass man mit dem Grundeinkommen alleine nicht mehr auskommt.

Daneben könnte es noch dazu führen, dass das Gehaltsgefüge kippt, und die oben genannten Berufsgruppen besser bezahlt werden müssen als "angenehme" Berufe. Also ein Großteil der akademischen Berufe. Was man davon hält ist aber wohl sehr ideologisch geprägt, und einigen würde es wahrscheinlich sogar gefallen wenn der Müllmann das gleiche oder vielleicht sogar mehr verdient als der Ingenieur.

Insgesamt sehe ich aber nirgendwo einen wirklichen Vorteil. Der ließe sich nur erzielen wenn das Geld aus einer externen Quelle kommt (bspw. Öl, siehe Saudiarabien), und selbst das würde sich wohl über die Zeit nivellieren.

Im Endeffekt sind die meisten unserer Güter endlich und es kann nicht jeder beliebig viel davon bekommen. Oder auch nur jeder einen gleichen Betrag mehr, ohne das irgendwer weniger hat. Um es ganz plakativ zu sagen: Auch wenn jeder Deutsche morgen 5 Millionen bekommt, kann nicht jeder in einer Villa wohnen, weil es weder die Villen, noch den Platz dafür gibt.

Und damit wäre ein Grundeinkommen am Ende doch nur wieder Umverteilung.

antworten
WiWi Gast

Was haltet ihr vom bedingungslosen Grundeinkommen?

WiWi Gast schrieb am 03.05.2021:

Ich frage mich da immer, was man sich denn von einem bedingungslosen Grundeinkommen erhofft.

Die Auswirkungen hängen natürlich von der Ausgestaltung ab, aber ich konnte noch nirgendwo den großen Vorteil ernennen:

  1. Jeder bekommt ein Grundeinkommen, Hartz IV fällt weg, Abgaben bleiben in etwa so wie jetzt: Jeder hat zusätzlich eine Summe X über. Kurzzeitig kann er sich damit mehr leisten. Kurz- bis mittelfristig wird es aber zu Preisanpassungen kommen, so dass die Kaufkraft wieder ungefähr der ohne Grundeinkommen entspricht. Niemand hat wirklich was gewonnen, die die nur das Grundeinkommen haben stehen wahrscheinlich schlechter da als vorher.

  2. Grundeinkommen ersetzt Hartz IV, Steuern und Abgaben werden aber so angepasst, dass Besserverdiener unter dem Strich nicht mehr haben als heute: Gefüge zwischen den Berufsgruppen wird geändert. Besonders bei Berufen mit kleineren und mittleren Einkommen ist das zusätzliche Einkommen gegenüber der Option nicht zu arbeiten geringer. Branchen mit geringen Gehältern (Friseure, Gebäudereinigung, Gastronomie, Floristen, etc.) und mit schlechten Arbeitsbedingungen (Kanalreiniger, Müllabfuhr, Pflege, etc.) müssen die Gehälter deutlich erhöhen, um weiter genug Mitarbeiter zu bekommen. Dadurch müssen auch die Preise steigen.Bei den "guten" Berufen, die besser bezahlt werden und/oder mehr Spaß machen müsste sich hingegen nicht viel tun. Im Endeffekt hat man eine gewisse Umverteilung von oben nach unten, bei gleichzeitig anziehenden Lebenshaltungskosten, die einen Teil des umverteilten Geldes direkt wieder auffressen. Leute mit hohem Einkommem verlieren, Leute mit niedrigen und mittleren Einkommen gewinnen wenn überhaupt nicht viel dazu.

Den Besserverdiener dann aber auch mal realistisch einordnen. In den USA spricht man da aktuell von 1 Mio USD aufwärts nicht wie bei uns von 60k€.

  1. Es gibt ein bedingungsloses Grundeinkommen das so hoch ist, dass nur noch die Arbeiten wollen die möchten: Wird mMn nicht funktionieren und man landet bei einem der anderen Punkte. Es gibt viele Berufe die benötigt werden, die aber niemand macht weil sie so toll sind (Pflege, Müllabfuhr, div. Reinigungstätigkeiten, etc.) oder aber die körperlich beschwerlich oder anderweitig schwierig sind (Bauern, Bäcker, Metzger, Handwerker), und heute schon Nachwuchsprobleme haben. Diese Berufe müssen auch weiterhin von Leuten ausgeübt werden. Um jemanden zu finden der das dann tut, müssten sie massiv besser bezahlt werden. Das würde in entsprechend deutlich Preiserhöhungen für die entsprechenden Bereiche münden. Was dann aber wieder dazu führt, dass man mit dem Grundeinkommen alleine nicht mehr auskommt.

Daneben könnte es noch dazu führen, dass das Gehaltsgefüge kippt, und die oben genannten Berufsgruppen besser bezahlt werden müssen als "angenehme" Berufe. Also ein Großteil der akademischen Berufe. Was man davon hält ist aber wohl sehr ideologisch geprägt, und einigen würde es wahrscheinlich sogar gefallen wenn der Müllmann das gleiche oder vielleicht sogar mehr verdient als der Ingenieur.

Insgesamt sehe ich aber nirgendwo einen wirklichen Vorteil. Der ließe sich nur erzielen wenn das Geld aus einer externen Quelle kommt (bspw. Öl, siehe Saudiarabien), und selbst das würde sich wohl über die Zeit nivellieren.

Im Endeffekt sind die meisten unserer Güter endlich und es kann nicht jeder beliebig viel davon bekommen. Oder auch nur jeder einen gleichen Betrag mehr, ohne das irgendwer weniger hat. Um es ganz plakativ zu sagen: Auch wenn jeder Deutsche morgen 5 Millionen bekommt, kann nicht jeder in einer Villa wohnen, weil es weder die Villen, noch den Platz dafür gibt.

Und damit wäre ein Grundeinkommen am Ende doch nur wieder Umverteilung.

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Seifert_jo65

Was haltet ihr vom bedingungslosen Grundeinkommen?

Ich denke man könnte den Gedanken des BGE in die Richtung führen, dass dieses Berufsgruppen unterstützt die aktuell einen Fachkräftemangel haben. Um einen Anreiz zu schaffen, dass diese Berufe wieder mehr Azubis finden.

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WiWi Gast

Was haltet ihr vom bedingungslosen Grundeinkommen?

Eine Möglichkeit die Vorteile darin zu sehen ist es mit den Nachteilen von Hartz 4 zu vergleichen.

Wenn man Harzt 4 Empfänge befragt und sich auch diverse Wirtschaftliche wie psychologische Studien zu Hartz 4 anschaut, kommen immer wieder verschiedene Probleme damit auf.

So sind z.B. Hartz 4 Empfänger deutlich mehr krank, als nicht Hartz 4 Empfänger mit etwa gleich hohem Einkommen. Grund: Die ständgie Abhängigkeit, das ausgeliefert sein an einen Sachbearbeiter, auch die extreme Bevormuntung, stresst viele Menschen extrem. Hartz 4 Empfänger zeigen teils Stresssymptome, wie man sie sonst nur von Top Managern kennt. Wer dagegen den selben Betrag durch Arbeit geregelt erhält, fühlt sich nicht so gestresst und abhängig. Und ist damit schluss endlicha uch gesünder.

Die Bittsteller Position, die man bei Harzt 4 gegenüber dem Amt hat, empfinden viele als Demütigung. Die Dunkelziffer an Arbeitslosen ist desshalb hoch. Viele wollen diese "Erniedrigung" nicht, aufs Amt gehen zu müssen und hangeln sich stattdessen dann mit der Hilfe von Freunden und Verwandten durch. Das geht in manchen Fällen sogar bis zur Obdachlosigkeit. Jetzt könnte man sagen "selber schuld", man könnte aber auch sagen, dass man in unserer Gesellschaft auch etwas mehr Menschlichkeit dafür zeigen könnte, dass es Menschen gibt, die nicht um Geld fragen wollen.

Hartz 4 zu bekommen hat ein negatives Images. Viele entwickeln allein durch die Tatsache, dass sie Hartz 4 bekommen, eine negative Denke, das Selbstwertgefühl sinkt und der glaube daran aus der Situation wieder rauszukommen. Dagegen hat ein BGE einen ganz anderen psychologischen Effekt bzgl. der Denkweise der Menschen, weil sie eine BEDINGUNGSLOSES Einkommen erhalten, verstärkt das das Bedürfnis dieses mehr Wertzuschätzen und etwas sinnvolles damit zu machen.

Du siehst, es gibt auch postive Seiten.

WiWi Gast schrieb am 03.05.2021:

Ich frage mich da immer, was man sich denn von einem bedingungslosen Grundeinkommen erhofft.

Die Auswirkungen hängen natürlich von der Ausgestaltung ab, aber ich konnte noch nirgendwo den großen Vorteil ernennen:

  1. Jeder bekommt ein Grundeinkommen, Hartz IV fällt weg, Abgaben bleiben in etwa so wie jetzt: Jeder hat zusätzlich eine Summe X über. Kurzzeitig kann er sich damit mehr leisten. Kurz- bis mittelfristig wird es aber zu Preisanpassungen kommen, so dass die Kaufkraft wieder ungefähr der ohne Grundeinkommen entspricht. Niemand hat wirklich was gewonnen, die die nur das Grundeinkommen haben stehen wahrscheinlich schlechter da als vorher.

  2. Grundeinkommen ersetzt Hartz IV, Steuern und Abgaben werden aber so angepasst, dass Besserverdiener unter dem Strich nicht mehr haben als heute: Gefüge zwischen den Berufsgruppen wird geändert. Besonders bei Berufen mit kleineren und mittleren Einkommen ist das zusätzliche Einkommen gegenüber der Option nicht zu arbeiten geringer. Branchen mit geringen Gehältern (Friseure, Gebäudereinigung, Gastronomie, Floristen, etc.) und mit schlechten Arbeitsbedingungen (Kanalreiniger, Müllabfuhr, Pflege, etc.) müssen die Gehälter deutlich erhöhen, um weiter genug Mitarbeiter zu bekommen. Dadurch müssen auch die Preise steigen.Bei den "guten" Berufen, die besser bezahlt werden und/oder mehr Spaß machen müsste sich hingegen nicht viel tun. Im Endeffekt hat man eine gewisse Umverteilung von oben nach unten, bei gleichzeitig anziehenden Lebenshaltungskosten, die einen Teil des umverteilten Geldes direkt wieder auffressen. Leute mit hohem Einkommem verlieren, Leute mit niedrigen und mittleren Einkommen gewinnen wenn überhaupt nicht viel dazu.

  3. Es gibt ein bedingungsloses Grundeinkommen das so hoch ist, dass nur noch die Arbeiten wollen die möchten: Wird mMn nicht funktionieren und man landet bei einem der anderen Punkte. Es gibt viele Berufe die benötigt werden, die aber niemand macht weil sie so toll sind (Pflege, Müllabfuhr, div. Reinigungstätigkeiten, etc.) oder aber die körperlich beschwerlich oder anderweitig schwierig sind (Bauern, Bäcker, Metzger, Handwerker), und heute schon Nachwuchsprobleme haben. Diese Berufe müssen auch weiterhin von Leuten ausgeübt werden. Um jemanden zu finden der das dann tut, müssten sie massiv besser bezahlt werden. Das würde in entsprechend deutlich Preiserhöhungen für die entsprechenden Bereiche münden. Was dann aber wieder dazu führt, dass man mit dem Grundeinkommen alleine nicht mehr auskommt.

Daneben könnte es noch dazu führen, dass das Gehaltsgefüge kippt, und die oben genannten Berufsgruppen besser bezahlt werden müssen als "angenehme" Berufe. Also ein Großteil der akademischen Berufe. Was man davon hält ist aber wohl sehr ideologisch geprägt, und einigen würde es wahrscheinlich sogar gefallen wenn der Müllmann das gleiche oder vielleicht sogar mehr verdient als der Ingenieur.

Insgesamt sehe ich aber nirgendwo einen wirklichen Vorteil. Der ließe sich nur erzielen wenn das Geld aus einer externen Quelle kommt (bspw. Öl, siehe Saudiarabien), und selbst das würde sich wohl über die Zeit nivellieren.

Im Endeffekt sind die meisten unserer Güter endlich und es kann nicht jeder beliebig viel davon bekommen. Oder auch nur jeder einen gleichen Betrag mehr, ohne das irgendwer weniger hat. Um es ganz plakativ zu sagen: Auch wenn jeder Deutsche morgen 5 Millionen bekommt, kann nicht jeder in einer Villa wohnen, weil es weder die Villen, noch den Platz dafür gibt.

Und damit wäre ein Grundeinkommen am Ende doch nur wieder Umverteilung.

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WiWi Gast

Was haltet ihr vom bedingungslosen Grundeinkommen?

Seifert_jo65 schrieb am 03.05.2021:

Ich denke man könnte den Gedanken des BGE in die Richtung führen, dass dieses Berufsgruppen unterstützt die aktuell einen Fachkräftemangel haben. Um einen Anreiz zu schaffen, dass diese Berufe wieder mehr Azubis finden.

  1. damit ist es nicht mehr bedingungslos, wenn es für bestimmte berufsgruppen gilt. das wären dann anderweitige förderungen.
  2. da steckt überhaupt keine logik dahninter, um das zu bewirken, was du dir da denkst. die leute wollen bestimmte arbeiten nicht mehr ausführen, weil sie zur bequemlichkeit erzogen wurden. da hilft auch kein höheres azubigehalt.
antworten
WiWi Gast

Was haltet ihr vom bedingungslosen Grundeinkommen?

Sieht man an den Studenten, dass Motivation zu lernen immer von allen gelebt wird. Es gibt nahezu keine Studenten, die nur chillen....

WiWi Gast schrieb am 11.01.2021:

"Der ganze Behördenapparat wäre obsolet"

--> Hä? Im Gegenteil, es würde massiv mehr Polizei und öffentliche Infrastruktur benötigt, weil viel mehr Leute auf dumme Gedanken kommen.

Was für ein Unfug. Die meisten Gewalttaten werden von sozial schwachen begangen, weil ihnen die alternativen FEHLEN. Wer wenig hat, gibt sich meist schnell auf und sieht eh keine andere Zukunft mehr für sich. Also genau das Gegenteil von dem was du schreibst.

"um sich dann aber mit Dingen zu beschäftigen, die sie wirklich interessieren. Neue Fähigkeit lernen, Sprachen lernen, Kunst, selbstständig werden, you name it."

--> Jaja, gut zu sehen an den ganzen H4lern, die natürlich ausschließlich in Museen unterwegs sind und fließend 5 Fremdsprachen sprechen. Das Erlernen neuer Fähigkeiten beschränkt sich bei den meisten leider auf das Stopfen von Zigaretten. Ohne extrinsische Motivation läuft das nicht, leider verstehen das die Traumtänzer das nicht.

Auch hier sieht man, dass du keine Ahnung von Psychology hast. Wer am Existensminimum lebt, und das ist H4, fühlt sich eh schon abgehängt und sieht in seiner Siutation nicht die mögliche Chance die Zeit sinnvoll zu nutzen, sondern glaubt, dass es eh keinen Sinn mehr macht, weil er eh nicht da wieder heraus kommt. Gibt sich also auf und macht deshalb nix.

Dass man sich die 50-60k für den Sozialarbeiter sparen kann, verstehe ich nicht, s.o.
In welchem Bereich arbeiten die sozialarbeiter denn? Oder meinst Du die Leute, die bei der Arbeitsagentur arbeiten? Die nennt man Arbeitsvermittler.

Kann euch das Buch "Utopie für Realisten" empfehlen, da wird das thematisiert.

An die Vorposten, die direkt aufhören würden zu arbeiten. Das ist auch ein Effekt der teilweise erwartet wird, sogar erwünscht ist.
Gar nichts tun, würdet ihr nicht. Vielleicht 6 Monate, spätestens dann fällt euch die Decke auf den Kopf.

Ich glaube viele Menschen würden Ihre Arbeitszeit zum Beispiel auf 50% reduzieren, um sich dann aber mit Dingen zu beschäftigen, die sie wirklich interessieren. Neue Fähigkeit lernen, Sprachen lernen, Kunst, selbstständig werden, you name it.

An den Poster mit den Kosten, auf der anderen Seite würde wir so viel Geld sparen. Der ganze Behördenapparat, welcher jetzt gerade notwendig ist, wäre obsolet.

Allein ein Sozialarbeiter hat ein Jahresgehalt von 50-60k im Jahr. Diese Kosten würde man sich sparen.

Nicht immer so voreilig sein :) !

grüße

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WiWi Gast

Was haltet ihr vom bedingungslosen Grundeinkommen?

Naja, also es gibt schon Bereiche, die über Nachwuchsmangel klagen und wenn man Leute fragt, warum sie diese Ausbildung nicht machen wollen, liegt das Azubi Gehalt ganz vorne dabei. Schau dir mal an, was man bei z.B. einer Friseurausbildung oder in diversen Handwerksausbildungen als Azubu so bekommt. Klar, dass dann alle lieber studieren wollen.

WiWi Gast schrieb am 03.05.2021:

Seifert_jo65 schrieb am 03.05.2021:

Ich denke man könnte den Gedanken des BGE in die Richtung führen, dass dieses Berufsgruppen unterstützt die aktuell einen Fachkräftemangel haben. Um einen Anreiz zu schaffen, dass diese Berufe wieder mehr Azubis finden.

  1. damit ist es nicht mehr bedingungslos, wenn es für bestimmte berufsgruppen gilt. das wären dann anderweitige förderungen.
  2. da steckt überhaupt keine logik dahninter, um das zu bewirken, was du dir da denkst. die leute wollen bestimmte arbeiten nicht mehr ausführen, weil sie zur bequemlichkeit erzogen wurden. da hilft auch kein höheres azubigehalt.
antworten
WiWi Gast

Was haltet ihr vom bedingungslosen Grundeinkommen?

Was soll sich mit ~1k BGE denn überhaupt ändern?
Das ist so pi mal Daumen der H4 Satz (incl. Miete etc.)

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WiWi Gast

Was haltet ihr vom bedingungslosen Grundeinkommen?

WiWi Gast schrieb am 03.05.2021:

Naja, also es gibt schon Bereiche, die über Nachwuchsmangel klagen und wenn man Leute fragt, warum sie diese Ausbildung nicht machen wollen, liegt das Azubi Gehalt ganz vorne dabei. Schau dir mal an, was man bei z.B. einer Friseurausbildung oder in diversen Handwerksausbildungen als Azubu so bekommt. Klar, dass dann alle lieber studieren wollen.

Seifert_jo65 schrieb am 03.05.2021:

Ich denke man könnte den Gedanken des BGE in die Richtung führen, dass dieses Berufsgruppen unterstützt die aktuell einen Fachkräftemangel haben. Um einen Anreiz zu schaffen, dass diese Berufe wieder mehr Azubis finden.

  1. damit ist es nicht mehr bedingungslos, wenn es für bestimmte berufsgruppen gilt. das wären dann anderweitige förderungen.
  2. da steckt überhaupt keine logik dahninter, um das zu bewirken, was du dir da denkst. die leute wollen bestimmte arbeiten nicht mehr ausführen, weil sie zur bequemlichkeit erzogen wurden. da hilft auch kein höheres azubigehalt.

Aber dann könnte man einfach das (Azubi)Gehalt weiter steigern, in der Pflege usw., aber doch kein BGE ausschließlich für Pflegeazubis einführen? Das ist nun wirklich ein absolut sinnbefreiter und umständlicher Vorschlag.

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WiWi Gast

Was haltet ihr vom bedingungslosen Grundeinkommen?

WiWi Gast schrieb am 03.05.2021:

Naja, also es gibt schon Bereiche, die über Nachwuchsmangel klagen und wenn man Leute fragt, warum sie diese Ausbildung nicht machen wollen, liegt das Azubi Gehalt ganz vorne dabei. Schau dir mal an, was man bei z.B. einer Friseurausbildung oder in diversen Handwerksausbildungen als Azubu so bekommt. Klar, dass dann alle lieber studieren wollen.

Um das zu fördern muss dann aber bei den Berufen relativ gesehen mehr übrig bleiben als bei den beliebteren. Wenn der Friseur 1500 € mehr kriegt aber der BWLer auch, wird der Effekt denke ich weiter vergleichbar bleiben wie jetzt.

Friseur, Handwerk etc. braucht bezahlbare Preise (bei den Handwerkern sind die jetzt schon teilweise nicht mehr bezahlbar). Und die korrelieren nunmal sehr stark mit dem Stundenlohn. Ich sehe nicht den Raum da deutlich höhere Löhne zu realisieren. Wenn man diese Berufe wieder beliebter machen möchte, müsste man den Zugang zu Hochschulen und Unis wieder erschweren. Aber das geht jetzt hier zu weit.

antworten
WiWi Gast

Was haltet ihr vom bedingungslosen Grundeinkommen?

Und warum sollten die Gehälter aus Steuergeldern subventioniert werden?

Meiner Ansicht nach sollten die Preise und damit Gehälter durch die Verknappung des Angebots steigen. Bei einer staatlichen Subvention der Löhne steigen im schlimmsten Fall die Preise trotzdem, aber werden nicht an die Löhne weitergegeben.

WiWi Gast am 03.05.2021:

Naja, also es gibt schon Bereiche, die über Nachwuchsmangel klagen und wenn man Leute fragt, warum sie diese Ausbildung nicht machen wollen, liegt das Azubi Gehalt ganz vorne dabei. Schau dir mal an, was man bei z.B. einer Friseurausbildung oder in diversen Handwerksausbildungen als Azubu so bekommt. Klar, dass dann alle lieber studieren wollen.

WiWi Gast schrieb am 03.05.2021:

Seifert_jo65 schrieb am 03.05.2021:

Ich denke man könnte den Gedanken des BGE in die Richtung führen, dass dieses Berufsgruppen unterstützt die aktuell einen Fachkräftemangel haben. Um einen Anreiz zu schaffen, dass diese Berufe wieder mehr Azubis finden.

  1. damit ist es nicht mehr bedingungslos, wenn es für bestimmte berufsgruppen gilt. das wären dann anderweitige förderungen.
  2. da steckt überhaupt keine logik dahninter, um das zu bewirken, was du dir da denkst. die leute wollen bestimmte arbeiten nicht mehr ausführen, weil sie zur bequemlichkeit erzogen wurden. da hilft auch kein höheres azubigehalt.
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WiWi Gast

Was haltet ihr vom bedingungslosen Grundeinkommen?

Hallo zusammen,

also, ich finde dies ist ein grundsätzlich SEHR spannendes Thema. Ich zweifle aber daran, dass es funktionieren kann. Ich habe dazu aber wirklich wenig Ahnung.
Deshalb habe ich mir dazu ein Buch gekauft (Utopie für Realisten). Es gibt einige Studien die für das BGE sehr relevant und pro BGE sind.

Was ich sagen möchte: Man sollte sich erstmal mit dem Thema beschäftigen und nicht alles grundsätzlich ablehnen. Das gilt hier wie bei vielen anderen Themen: Besorgt euch Inhalte/Literatur die Konträr zu eurer Meinung ist. Eventuell seid ihr danach weiterhin eurer Meinung aber gefestigter. Eventuell lernt ihr etwas dazu und ändert eure Meinung.

antworten
WiWi Gast

Was haltet ihr vom bedingungslosen Grundeinkommen?

Dir ist klar, dass sich Studenten und H4 in völlig anderen Lebenssitutation befinden und bei Studenten das chillen spätestens vor der Prüfung auch ganz von allein wieder aufhört. "Motivation zu lernen" bedeutet nicht superman mäßig 24/7 nur zu lernen, sondern dies überhaupt zu tun.

WiWi Gast schrieb am 03.05.2021:

Sieht man an den Studenten, dass Motivation zu lernen immer von allen gelebt wird. Es gibt nahezu keine Studenten, die nur chillen....

"Der ganze Behördenapparat wäre obsolet"

--> Hä? Im Gegenteil, es würde massiv mehr Polizei und öffentliche Infrastruktur benötigt, weil viel mehr Leute auf dumme Gedanken kommen.

Was für ein Unfug. Die meisten Gewalttaten werden von sozial schwachen begangen, weil ihnen die alternativen FEHLEN. Wer wenig hat, gibt sich meist schnell auf und sieht eh keine andere Zukunft mehr für sich. Also genau das Gegenteil von dem was du schreibst.

"um sich dann aber mit Dingen zu beschäftigen, die sie wirklich interessieren. Neue Fähigkeit lernen, Sprachen lernen, Kunst, selbstständig werden, you name it."

--> Jaja, gut zu sehen an den ganzen H4lern, die natürlich ausschließlich in Museen unterwegs sind und fließend 5 Fremdsprachen sprechen. Das Erlernen neuer Fähigkeiten beschränkt sich bei den meisten leider auf das Stopfen von Zigaretten. Ohne extrinsische Motivation läuft das nicht, leider verstehen das die Traumtänzer das nicht.

Auch hier sieht man, dass du keine Ahnung von Psychology hast. Wer am Existensminimum lebt, und das ist H4, fühlt sich eh schon abgehängt und sieht in seiner Siutation nicht die mögliche Chance die Zeit sinnvoll zu nutzen, sondern glaubt, dass es eh keinen Sinn mehr macht, weil er eh nicht da wieder heraus kommt. Gibt sich also auf und macht deshalb nix.

Dass man sich die 50-60k für den Sozialarbeiter sparen kann, verstehe ich nicht, s.o.
In welchem Bereich arbeiten die sozialarbeiter denn? Oder meinst Du die Leute, die bei der Arbeitsagentur arbeiten? Die nennt man Arbeitsvermittler.

Kann euch das Buch "Utopie für Realisten" empfehlen, da wird das thematisiert.

An die Vorposten, die direkt aufhören würden zu arbeiten. Das ist auch ein Effekt der teilweise erwartet wird, sogar erwünscht ist.
Gar nichts tun, würdet ihr nicht. Vielleicht 6 Monate, spätestens dann fällt euch die Decke auf den Kopf.

Ich glaube viele Menschen würden Ihre Arbeitszeit zum Beispiel auf 50% reduzieren, um sich dann aber mit Dingen zu beschäftigen, die sie wirklich interessieren. Neue Fähigkeit lernen, Sprachen lernen, Kunst, selbstständig werden, you name it.

An den Poster mit den Kosten, auf der anderen Seite würde wir so viel Geld sparen. Der ganze Behördenapparat, welcher jetzt gerade notwendig ist, wäre obsolet.

Allein ein Sozialarbeiter hat ein Jahresgehalt von 50-60k im Jahr. Diese Kosten würde man sich sparen.

Nicht immer so voreilig sein :) !

grüße

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Seifert_jo65

Was haltet ihr vom bedingungslosen Grundeinkommen?

WiWi Gast schrieb am 03.05.2021:

Naja, also es gibt schon Bereiche, die über Nachwuchsmangel klagen und wenn man Leute fragt, warum sie diese Ausbildung nicht machen wollen, liegt das Azubi Gehalt ganz vorne dabei. Schau dir mal an, was man bei z.B. einer Friseurausbildung oder in diversen Handwerksausbildungen als Azubu so bekommt. Klar, dass dann alle lieber studieren wollen.

Seifert_jo65 schrieb am 03.05.2021:

Ich denke man könnte den Gedanken des BGE in die Richtung führen, dass dieses Berufsgruppen unterstützt die aktuell einen Fachkräftemangel haben. Um einen Anreiz zu schaffen, dass diese Berufe wieder mehr Azubis finden.

  1. damit ist es nicht mehr bedingungslos, wenn es für bestimmte berufsgruppen gilt. das wären dann anderweitige förderungen.
  2. da steckt überhaupt keine logik dahninter, um das zu bewirken, was du dir da denkst. die leute wollen bestimmte arbeiten nicht mehr ausführen, weil sie zur bequemlichkeit erzogen wurden. da hilft auch kein höheres azubigehalt.

Aber dann könnte man einfach das (Azubi)Gehalt weiter steigern, in der Pflege usw., aber doch kein BGE ausschließlich für Pflegeazubis einführen? Das ist nun wirklich ein absolut sinnbefreiter und umständlicher Vorschlag.

Ich habe nicht gemeint, dass das BGE nur für bestimmte Berufsgruppen sein soll sondern den Leuten die Möglichkeit gibt eine freiere Entscheidung bei der Berufswahl zu treffen.

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WiWi Gast

Was haltet ihr vom bedingungslosen Grundeinkommen?

WiWi Gast schrieb am 10.01.2021:

Ein BGE ist stand heute gar nicht finanzierbar, ich weiß gar nicht wie das in der Diskussion immer unterschlagen wird.

Bei 82 Mio * 12k im Jahr sind wir bei einer Billion. Das ist das zweieinhalbfache des GESAMTEN Bundeshaushalts. Das wäre nur über brutale Steuererhöhungen machbar, was dazu führen würde, dass sämtliche Leistungseliten das Land fliehen würden, womit wiederum die Wettbewerbsfähigkeit und Produktivität komplett einbrechen würde. Über mögliche Preiseffekte braucht man gar nicht erst zu diskutieren (Löhne dürften im unteren Segment steigen und damit wiederum die Preise, was dann die Kaufkraft des gesamten BGEs unterwandert).

Vielleicht irgendwann mal, wenn wir Massenarbeitslosigkeit anhand der Automatisierung haben, aber in absehbarer Zeit nicht sonderlich praktikabel.

Ihre Antwort ist eine Mischung aus falsch und falsch.

Sie rezitieren ausschließlich die neoliberalen Thesen ohne eigene Gedanken zu fassen.

Es ist finanzierbar, wurde auch schon durchgerechnet. Was Leistungseliten dann tun, weiß niemand.

antworten
WiWi Gast

Was haltet ihr vom bedingungslosen Grundeinkommen?

Jeder kann sich ein BGE selber machen. Für 12k€/Jahr nach Steuern reicht ein Depot von 350k€ bis 400k€ aus. Das ist für die hier versammelte selbsternannte Elite mit etwas sparen alles andere als unmöglich.

Man muss das Experiment ja nicht gleich von 0 auf 100 hochfahren.

Beginne wir doch bei der Grundsicherung in der gesetzlichen Rentenversicherung. Lasst die Vermögensprüfung entfallen und die Sonderkonstellation mit Warmmiete + Taschengeld und zahlte eben die 1000€ (oder welchen Betrag auch immer) pro Monat aus.

In einem nächsten schritt dann daselbe mit ALG II. Statt ALG II und nackig machen und 1€ Jobs und Zwangsfortbildungen als Grundeinkommen eben die 1000€. Man muss erstmal definieren, was nebenbei an Arbeit noch erlaubt sei.

Dann BaFÖG durch BGE ersetzen.

In einm nächsten Schritt würde ich das Grundeinkommen an die bisherige Lebensleistung anpassen.

Also meinetwegen ein Kind bei Geburt 200 Euro (Kindergeld entfällt), mit jede Lebensjahr kommen 10 Euro drauf bis maximal 600 Euro mit 30.
Ab dann zählen noch die Rentenpunkte.
Für jeden Rentenpunkt gibt es dann noch 15€ oben drauf.

Damit wäre dann aich die gesetzliche Rente geklärt.

Für die arbeitende Bevölkerung ist das BGE dann eh im Schnitt einkommensneutral, man holt sich das einfach über die Lohnsteuer wieder.
Die Progression kann dann ja entfallen, also z.B. 40% Lohnsteuer ab dem ersten Euro Verdienst.

Also bei 5000€ Bruttolohn zahlt hat man als AN in SK I (eine andere gibt es in Zukunft nicht mehr) grob 1500€ Lohnsteuer, Beiträge in der GRV und AV
Mit dem BGE könnten es dann eben 0,4*5000 Euro = 2000 Euro Steuer sein.
Dafür käme eben das BGE wieder oben drauf, unterm Strich bleibt es dann in ähnlichen Größenordnungen.

Das BGE soll ja nicht mehr "Wohlstand für alle" überUmverteilung erzeugen, sondern Leute in prekären Verhältnissen die Möglichket und den Anreiz geben, sich selbst daraus befreien zu können.
ich würde mir daraüber hiaus wünschen, dass bei Transferzahlungen die Lebensleistung belohnt wird. Ich finde es unschön, wenn jemand 30 Jahrelang gearbeitet hat und diesel Grundsicherung bekommt wie jemand, der 0 jare in seinem Leben gearbeitet hat.

Genauso finde ich es übel, wenn ein 58-jähriger Arbeitloser mit dem mühsam für Alter angesparten 100.000 Euro auf dem Konto kein ALG Ii bekommt und der, der alles verprasst hat schon.
Warum wird eine Studentin, die 2 Semester länger braucht vor dem Abschluss ins finnazielle Chaos gestürzt. Was genau nutzt das dem Staat, da ein paar Euro gespart zu haben? das ist doch dämlich.
Gerade das führt dazu, dass viele Leute, die die Möglichkeit von ALG II und GruSi für sich in betracht ziehen einfach nichts fürs Alter sparen, weil unser System die Eigenleistung hier gandenlos bestraft.

Mit den Zahlen kann man solange spielen, bis es halt passt. Es geht hier ums Veranschaulichen des Prinzips.

MfG

antworten
WiWi Gast

Was haltet ihr vom bedingungslosen Grundeinkommen?

WiWi Gast schrieb am 01.07.2021:

Jeder kann sich ein BGE selber machen. Für 12k€/Jahr nach Steuern reicht ein Depot von 350k€ bis 400k€ aus. Das ist für die hier versammelte selbsternannte Elite mit etwas sparen alles andere als unmöglich.

Man muss das Experiment ja nicht gleich von 0 auf 100 hochfahren.

Beginne wir doch bei der Grundsicherung in der gesetzlichen Rentenversicherung. Lasst die Vermögensprüfung entfallen und die Sonderkonstellation mit Warmmiete + Taschengeld und zahlte eben die 1000€ (oder welchen Betrag auch immer) pro Monat aus.

In einem nächsten schritt dann daselbe mit ALG II. Statt ALG II und nackig machen und 1€ Jobs und Zwangsfortbildungen als Grundeinkommen eben die 1000€. Man muss erstmal definieren, was nebenbei an Arbeit noch erlaubt sei.

Dann BaFÖG durch BGE ersetzen.

In einm nächsten Schritt würde ich das Grundeinkommen an die bisherige Lebensleistung anpassen.

Also meinetwegen ein Kind bei Geburt 200 Euro (Kindergeld entfällt), mit jede Lebensjahr kommen 10 Euro drauf bis maximal 600 Euro mit 30.
Ab dann zählen noch die Rentenpunkte.
Für jeden Rentenpunkt gibt es dann noch 15€ oben drauf.

Damit wäre dann aich die gesetzliche Rente geklärt.

Für die arbeitende Bevölkerung ist das BGE dann eh im Schnitt einkommensneutral, man holt sich das einfach über die Lohnsteuer wieder.
Die Progression kann dann ja entfallen, also z.B. 40% Lohnsteuer ab dem ersten Euro Verdienst.

Also bei 5000€ Bruttolohn zahlt hat man als AN in SK I (eine andere gibt es in Zukunft nicht mehr) grob 1500€ Lohnsteuer, Beiträge in der GRV und AV
Mit dem BGE könnten es dann eben 0,4*5000 Euro = 2000 Euro Steuer sein.
Dafür käme eben das BGE wieder oben drauf, unterm Strich bleibt es dann in ähnlichen Größenordnungen.

Das BGE soll ja nicht mehr "Wohlstand für alle" überUmverteilung erzeugen, sondern Leute in prekären Verhältnissen die Möglichket und den Anreiz geben, sich selbst daraus befreien zu können.
ich würde mir daraüber hiaus wünschen, dass bei Transferzahlungen die Lebensleistung belohnt wird. Ich finde es unschön, wenn jemand 30 Jahrelang gearbeitet hat und diesel Grundsicherung bekommt wie jemand, der 0 jare in seinem Leben gearbeitet hat.

Genauso finde ich es übel, wenn ein 58-jähriger Arbeitloser mit dem mühsam für Alter angesparten 100.000 Euro auf dem Konto kein ALG Ii bekommt und der, der alles verprasst hat schon.
Warum wird eine Studentin, die 2 Semester länger braucht vor dem Abschluss ins finnazielle Chaos gestürzt. Was genau nutzt das dem Staat, da ein paar Euro gespart zu haben? das ist doch dämlich.
Gerade das führt dazu, dass viele Leute, die die Möglichkeit von ALG II und GruSi für sich in betracht ziehen einfach nichts fürs Alter sparen, weil unser System die Eigenleistung hier gandenlos bestraft.

Mit den Zahlen kann man solange spielen, bis es halt passt. Es geht hier ums Veranschaulichen des Prinzips.

MfG

Genau so sehe ich das auch. Das jetzige System ist leistungsfeindlich und fördert die Eigenverantwortung nicht. Ein bge hingegen schon.

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Artikel zu Grundeinkommen

Bundespräsident favorisiert Grundeinkommen und Kombilöhne

In einem Interview mit dem Magazin »stern« sagte Köhler, er halte »die Zeit für gekommen, die Ertragsbeteiligung der Arbeitnehmer oder ihre Beteiligung am Produktivvermögen wieder auf den Tisch zu bringen«.

StepStone Gehaltsreport 2018: Wirtschaftsingenieure und Wirtschaftsinformatiker sind Topverdiener

Stepstone Gehaltsreport 2018: Das Bild zeigt zwei Lego-Männchen Frau und Mann im Anzug (Wirtschaftsingenieurin und Wirtschaftsinformatiker) vor einem Computer.

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StepStone Gehaltsreport 2017: Was Fach- und Führungskräfte mit Wirtschaftsstudium verdienen

Titelblatt StepStone Gehaltsreport 2017

In Deutschland verdienen Fachkräfte und Führungskräfte durchschnittlich 57.100 Euro. Akademiker verdienen im Schnitt 37 Prozent mehr. Mit einem Wirtschaftsstudium beträgt das Brutto-Jahresgehalt inklusive variablem Anteil in "BWL, VWL und Wirtschaftswissenschaften" im Schnitt 65.404 Euro, in Wirtschaftsinformatik 68.133 Euro und in Wirtschaftsingenieurwesen sogar 70.288 Euro.

TVÖD-Tarifeinigung: Beschäftigte können sich über mehr Geld freuen

TVöD: Ein weißes Schild weist den Weg zur  "Universität"

Die Tarifrunde 2018 mit dem Bund und den kommunalen Arbeitgebern ist abgeschlossen. Die Entgelte werden in drei Schritten erhöht; betrieblichschulische Ausbildungsverhältnisse und duale Studiengänge werden tarifiert. Außerdem wird die Jahressonderzahlung im Tarifgebiet Ost der VKA an das Westniveau angeglichen.

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 Wortspinnennetz - An Fäden hängen mehrere kleine Würfel mit Buchstaben, die Hochschulabschlüsse: PHD, BA, DR, MA und DIPL vor grauem Hintergrund zeigen.

Höhere Abschlüsse zahlen sich aus. Das Gehalt von Bachelorabsolventen ist im Alter von 25 Jahren bei 2.750 Euro mit dem bei beruflichen Fortbildungsabschlüsse vergleichbar. Masterabsolventen erzielen dann bereits ein Einkommen von rund 2.900 Euro im Monat. Dieser Einkommensunterschied wächst mit steigender Berufserfahrung, wie eine Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung zeigt. 34-jährige Masterabsolventen verdienen im Durchschnitt etwa 4.380 Euro im Monat, Bachelorabsolventen 3.880 Euro.

Gehaltsanalyse 2017: Was Fach- und Führungskräfte nach Bundesländern verdienen

Die Finanzmetropole Frankfurt.

Wer in Städten lebt und arbeitet, bekommt mehr Gehalt - das stimmt zumindest im Fall München. Fach- und Führungskräfte aus München verdienen durchschnittlich über 3.200 Euro mehr im Jahr als außerhalb der bayrischen Hauptstadt. Das gilt jedoch nicht für alle Bundesländer. Das Online-Portal Gehalt.de hat die Durchschnittsgehälter aller Bundesländer - ohne die Stadtstaaten - mit und ohne Hauptstadt analysiert.

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Gehaltsstudie 2016: Gehälter in Marketing und Vertrieb steigen um 2,6 Prozent

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StepStone Gehaltsreport 2015: Das verdienen Fach- und Führungskräfte in Deutschland

StepStone-Gehaltsreport-2015: Ein Legomännchen mit 50 Euro Geldschein zum Thema Gehalt.

Durchschnittlich 52.000 Euro verdienen Fach- und Führungskräfte in Deutschland. Akademiker verdienen im Schnitt 35 Prozent mehr. Mit einem Wirtschaftsstudium beträgt das Bruttojahresgehalt inklusive variablem Anteile in "BWL, VWL und Wirtschaftswissenschaften" im Schnitt 56.438 Euro, in Wirtschaftsinformatik 60.929 Euro und in Wirtschaftsingenieurwesen 60.790 Euro.

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