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Verdiensterhebung - Sonderzahlungen in Banken um ein Drittel niedriger

Nach vorläufigen Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) sind die Sonderzahlungen an vollzeitbeschäftigte Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in Banken im ersten Quartal 2009 gegenüber dem Vorjahresquartal um durchschnittlich 1 506 Euro oder 36,4 Prozent gesunken.

Verdiensterhebung - Sonderzahlungen in Banken um ein Drittel niedriger
Wiesbaden, 18.06.2009 (destatis) - Nach vorläufigen Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) sind die Sonderzahlungen an vollzeitbeschäftigte Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in Banken im ersten Quartal 2009 gegenüber dem Vorjahresquartal um durchschnittlich 1.506 Euro oder 36,4 Prozent gesunken. Der gesamte durchschnittliche Bruttomonatsverdienst der Bankbeschäftigten ist inklusive Sonderzahlungen gegenüber dem Vorjahresquartal um 5,2 Prozent zurückgegangen.

Arbeitnehmer, die in leitender Stellung in einer Bank tätig waren, mussten noch deutlich höhere Verdiensteinbußen in Kauf nehmen. Die Sonderzahlungen dieser Führungskräfte sanken im ersten Quartal 2009 um 5.724 Euro oder 47,2 Prozent. Der Bruttomonatsverdienst inklusive Sonderzahlungen lag 14,0 Prozent unter dem Niveau des Vorjahresquartals.

Sonderzahlungen setzen sich aus erfolgsabhängigen Bestandteilen, wie Prämien, Gratifikationen, Gewinnbeteiligungen und Provisionen, und fest vereinbarten Zahlungen, wie zum Beispiel dem Weihnachtsgeld im vierten Quartal, zusammen. Die Höhe der erfolgsabhängigen Zahlungen orientiert sich neben der individuellen Leistung vornehmlich an den Unternehmensgewinnen der Vergangenheit. Aufgrund der Finanzkrise sind die Unternehmensgewinne bei vielen Banken im Jahr 2008 eingebrochen. Der starke Rückgang der Sonderzahlungen im ersten Quartal 2009 ist somit für die Beschäftigten in Banken eine erste finanzielle Folge der schlechten Unternehmensergebnisse von 2008.
 

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