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Gehälter in Marketing und Vertrieb steigen 2014 um drei Prozent

Die deutschen Unternehmen zahlen ihren Führungskräften und Spezialisten in Marketing und Vertrieb deutlich höhere Gehälter als im Vorjahr. Bei den Führungskräften beträgt die Steigerungsrate 3,3 Prozent bei durchschnittlich 117.000 Euro im Jahr. Spezialisten erhalten im Schnitt ein Jahressalär von 77.000 Euro; das sind 3,2 Prozent mehr als im Vorjahr.

Geldscheine und kleine Buchstabenwürfel zum Thema Gehälter liegen zusammen.

Gehälter in Marketing und Vertrieb steigen 2014 um drei Prozent
Gummersbach, 06.08.2014 (kb) - Die deutschen Unternehmen zahlen ihren Führungskräften und Spezialisten in Marketing und Vertrieb deutlich höhere Gehälter als im Vorjahr: Im Schnitt haben sie die Vergütung ihrer Mitarbeiter in Marketing und Vertrieb binnen Jahresfrist um rund drei Prozent erhöht, ergab eine aktuelle Studie der Managementberatung Kienbaum. Bei den Führungskräften beträgt die Steigerungsrate 3,3 Prozent; aktuell verdienen sie durchschnittlich 117.000 Euro im Jahr. Spezialisten erhalten im Schnitt ein Jahressalär von 77.000 Euro; das sind 3,2 Prozent mehr als im Vorjahr. Bei Sachbearbeitern steigt die Vergütung mit 2,8 Prozent etwas weniger stark; sie beziehen aktuell ein jährliches Gesamtgehalt von 49.000 Euro. Für den Vergütungsreport „Führungskräfte und Spezialisten in Marketing und Vertrieb 2014“ hat die Managementberatung Kienbaum die Daten von 3.371 Führungspositionen und knapp 7.000 Spezialisten und Sachbearbeitern in fast 700 Unternehmen untersucht.

Topverdiener arbeiten im Vertrieb
Der Leiter Vertrieb führt die Gehaltsrangliste der von Kienbaum untersuchten Positionen an: Er erhält durchschnittlich 136.000 Euro im Jahr. Auf dem zweiten Platz folgt der Leiter Export mit einem durchschnittlichen Jahresgehalt von 135.000 Euro. Topverdiener bei den Spezialisten und Sachbearbeitern sind die Key-Account-Manager mit einer jährlichen Durchschnittsvergütung von 94.000 Euro. Der Vertriebsinnendienst bildet mit einem Jahresgehalt von 87.000 Euro auf der Führungsebene und 47.000 Euro auf der Ebene der Spezialisten und Sachbearbeiter das Schlusslicht des Gehaltsrankings.

Je größer die Verantwortung, desto höher ist das Gehalt
Mit größerer Verantwortung und anspruchsvolleren Aufgaben steigt auf allen Ebenen das Gehalt: Während Mitarbeiter der oberen Führungsebene eine Jahresvergütung von durchschnittlich 161.000 Euro erzielen, liegt das Gehalt auf der operativen Führungsebene im Schnitt bei 80.000 Euro.

Für die Spezialisten und Sachbearbeiter ist dies in der Tendenz ähnlich: Senior Spezialisten erhalten mit durchschnittlich 87.000 Euro ein deutlich höheres Gehalt als Junior Spezialisten, die rund 50.000 Euro jährlich verdienen. Sachbearbeiter mit sehr komplexen Aufgaben werden mit 56.000 Euro im Jahr erheblich höher vergütet als ihre Kollegen mit wenig komplexen Aufgaben, deren Vergütung bei lediglich 37.000 Euro liegt.

Unternehmensgröße beeinflusst das Gehalt der Führungskräfte
Gerade bei den untersuchten Führungspositionen hat die Unternehmensgröße einen großen Einfluss auf das Gehalt: Mitarbeiter in Führungspositionen verdienen in Unternehmen mit mehr als 5.000 Beschäftigten mit 160.000 Euro Gehalt fast doppelt so viel wie Führungskräfte, die in Firmen mit bis zu 50 Mitarbeitern beschäftigt sind; deren Gehalt beträgt im Schnitt nur 91.000 Euro im Jahr. „Die Gründe für diese Unterschiede liegen vor allem in der größeren Verantwortung und der zunehmenden Komplexität der Aufgabenstellungen in großen Unternehmen. In der Regel geht das mit einer höheren Vergütung einher. Es sollte jedoch nicht übersehen werden, dass insbesondere Führungskräfte in kleinen und mittleren Unternehmen mit sehr flachen Hierarchien konfrontiert sind und somit häufig unmittelbare Verantwortung tragen“, sagt Julia Zmítko, Leiterin der Studie bei Kienbaum.

In München und Düsseldorf zahlen Firmen am meisten
Führungskräfte in Marketing und Vertrieb verdienen in München am meisten: Sie erhalten dort durchschnittlich 18 Prozent mehr Gehalt als im Bundesdurchschnitt.  Bei den Spezialisten hat Düsseldorf München als Stadt mit der höchsten Vergütung abgelöst: In der Landeshauptstadt am Rhein verdienen Spezialisten 16 Prozent mehr als im Bundesdurchschnitt, in München sind es immerhin noch zehn Prozent. Insgesamt sind die Spitzenreiter in der Vergütung die Ballungsräume um die deutschen Großstädte wie München, Düsseldorf oder Frankfurt am Main. In den Regionen um Leipzig, Dresden oder Halle liegt das Gehaltsniveau in Marketing und Vertrieb auf allen Ebenen hingegen nur bei rund 86 Prozent des Bundesdurchschnitts.

Ein hoher Bildungsabschluss zahlt sich aus
Eine qualifizierte Ausbildung erhöht die Chance, in der Unternehmenshierarchie aufzusteigen, und macht sich in der Vergütung bemerkbar: Promovierte Absolventen haben im vergangenen Jahr mit 53.200 Euro im Schnitt mehr als alle andere Berufseinsteiger verdient. Am wenigsten verdienen Bachelorabsolventen (FH) mit rund 40.100 Euro. Auch bei den Führungskräften zahlt sich eine Promotion aus: Sie verdienen im Schnitt 131.000 Euro. Führungskräfte mit einer Berufsausbildung verdienen hingegen mit 101.000 Euro deutlich weniger.

Zusätzlich zum Abschluss werden die Einstiegsgehälter bei Absolventen stark von der Fachrichtung beeinflusst: Absolventen der Rechtswissenschaften sowie der Technik- und Ingenieurwissenschaften erzielen als Berufseinsteiger mit durchschnittlich 46.100 Euro beziehungsweise 45.200 Euro höhere Gehälter als Absolventen der Gesellschafts- und Sozialwissenschaften, die durchschnittlich 40.700 Euro verdienen.

Variable Vergütung ist über alle Ebenen hinweg verbreitet
Die Mehrheit der Mitarbeiter in Marketing und Vertrieb erhält eine variable Vergütung: 93 Prozent der Führungskräfte, 90 Prozent der Spezialisten und 71 Prozent der Sachbearbeiter beziehen einen Teil ihres Jahresgehalts als Bonus. Die Höhe der variablen Vergütung ist jedoch innerhalb der untersuchten Positionen sehr unterschiedlich: Bei den Führungskräften macht sie durchschnittlich fast ein Viertel des Gesamtgehalts aus, bei den Spezialisten sind es 15 Prozent und bei den Sachbearbeitern sieben Prozent.

„Die Höhe der variablen Vergütung wird hauptsächlich anhand des Umsatzes und verschiedener Gewinn- und Ergebnisgrößen wie dem Unternehmensergebnis berechnet. Diese Bezugsgrößen sind häufig einheitlich für alle Ebenen und Positionen gestaltet“, sagt Kienbaum-Vergütungsexpertin Zmítko.

 

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