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Gehälter für Kaufleute steigen langsamer

Die Gehälter von Kaufleuten in Führungs- und Fachpositionen stiegen 2009 geringer als im Vorjahr. Von 2008 auf 2009 gab es durchschnittlich drei Prozent mehr Gehalt. Im Jahr zuvor stieg die Vergütung noch um 4,2 Prozent.

Gehaltsstudie Managergehälter Österreich
Gehälter für Kaufleute steigen langsamer
Gummersbach, 03.12.2009 (kb) - Die Gehälter von Kaufleuten in Führungs- und Fachpositionen stiegen 2009 geringer als im Vorjahr. Von 2008 auf 2009 gab es durchschnittlich drei Prozent mehr Gehalt. Im Jahr zuvor stieg die Vergütung noch um 4,2 Prozent. Das ergab die Vergütungsstudie »Führungs- und Fachkräfte in kaufmännischen Funktionen«, zu der die Managementberatung Kienbaum die Angaben zu 6.251 Positionen von 688 Unternehmen ausgewertet hat. Für 2010 planen die befragten Unternehmen Gehaltssteigerungen in Höhe von lediglich 0,9 Prozent für Führungskräfte und 1,9 Prozent für Fachkräfte. »In wirtschaftlich schwierigen Zeiten setzen viele Unternehmen bei den Gehältern den Rotstift an. Allerdings sollte gerade jetzt in das Humankapital investiert werden, um die Mitarbeiter zu motivieren und langfristig zu binden«, sagt Kienbaum-Vergütungsexperte Christian Näser.

Kaufmännische Gesamtleiter sind mit Jahresgesamtbezügen in Höhe von 153.000 Euro die am besten vergüteten Führungskräfte in kaufmännischen Funktionen. Ebenfalls auf den vorderen Rängen liegen Vertriebsleiter mit 144.000 Euro sowie Leiter der Unternehmensplanung und -entwicklung mit 137.000 Euro. Durchschnittlich betragen die Jahresgesamtbezüge einer Führungskraft in kaufmännischer Funktion 111.000 Euro und die einer Fachkraft 62.000 Euro. Bei den Fachkräften sind Key-Account-Manager mit 85.000 Euro, Spezialisten im Bereich Unternehmensentwicklung und Strategie mit 80.000 Euro sowie Produktmanager mit 75.000 Euro die Top-Verdiener.

Im Branchenvergleich am meisten verdienen kaufmännische Führungskräfte, die in Chemie- oder Mineralölverarbeitungsunternehmen beschäftigt sind: Sie erzielen durchschnittliche Jahresgesamtbezüge in Höhe von 172.000 Euro. Mit 131.000 Euro vergüten Hersteller von Geräten der Elektrizitätserzeugung und -verteilung ebenfalls sehr gut. Die niedrigsten Jahresgesamtbezüge erhalten Führungskräfte in   Verbänden, Instituten, gemeinnützigen Organisationen und Krankenhäusern mit 79.000 Euro. Bei der Betrachtung der Jahresgesamtbezüge nach Wirtschaftszweigen werden Führungs- und Fachpositionen in produzierenden Unternehmen besser vergütet als in Handels- und Dienstleistungsunternehmen. »Die starken Gehaltsschwankungen sind nicht allein auf Branchenspezifika zurückzuführen. Die konjunkturellen und strukturellen Gegebenheiten, der Standort eines Unternehmens sowie die Anzahl der unterstellten Mitarbeiter beeinflussen die Höhe des Gehalts ebenfalls«, sagt Näser.

Lediglich jede fünfte Führungskraft ist weiblich. Höher ist die Quote bei Fachpositionen in den kaufmännischen Bereichen aus: Hier stellen Frauen fast die Hälfte aller Mitarbeiter. Der Frauenanteil über alle Führungs- und Fachpositionen liegt bei 28 Prozent und damit ungefähr auf dem Vorjahresniveau. Die Vergütung fällt im Vergleich zu den männlichen Kollegen noch immer geringer aus: Die Vergütungsdifferenz liegt für weibliche Führungskräfte bei minus 22 Prozent und für weibliche Fachkräfte bei minus 17 Prozent. Im Vorjahr waren es noch 24 Prozent beziehungsweise 22 Prozent. »Es ist eine Tendenz zu beobachten, dass die Differenzen in den Bereichen, in denen viele Frauen beschäftigt sind, geringer ausfallen als in den von Männern dominierten Positionen. Frauen werden jedoch nicht über alle Positionen hinweg schlechter als die männlichen Kollegen vergütet«, sagt der Kienbaum-Vergütungsexperte. Als Spezialistin für Steuern beziehungsweise als Bilanzbuchhalterin fallen die Jahresgesamtbezüge um fünf beziehungsweise sechs Prozent höher aus als die von Männern in gleicher Position.

Auch im kaufmännischen Bereich ist variable Vergütung stark verbreitet: 86 Prozent der Führungskräfte und 76 Prozent der Fachkräfte werden variabel vergütet. 99 Prozent der Leiter des Bereichs Steuern und 97 Prozent der Leiter von Unternehmensplanung und -entwicklung kommen in den Genuss dieser Vergütungskomponente. Die Höhe der gezahlten variablen Vergütung richtet sich bei 39 Prozent der analysierten Positionen nach dem Unternehmenserfolg und in 18 Prozent nach dem Ergebnis der zugehörigen Teileinheit. Bei Führungskräften in kaufmännischen Positionen werden durchschnittlich 16 Prozent der Gesamteinkommen leistungsabhängig gezahlt. Dies entspricht 23.350 Euro. Einen überdurchschnittlich hohen Anteil an den Jahresgesamtbezügen bildet die variable Vergütung bei Leitungsstellen des Finanz- und Rechnungswesens und des Bereichs Treasuring/Finanzen mit je 23 Prozent. »Durch die Verbindung von Unternehmenserfolg und Vergütung fördert die variable Vergütung als wesentliches Instrument betrieblicher Vergütungspolitik die Identifikation der Mitarbeiter mit ihrem Arbeitgeber und ihrer Aufgabenstellung und motiviert zu herausragenden Leistungen«, sagt Näser.  

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OECD-Datenbank zu Wohnkosten in Deutschland

Die Deutschen geben rund 20 Prozent ihres Einkommens für die Miete oder Hypotheken aus. Damit liegen die Wohnkosten in Deutschland im OECD-Schnitt. Schwerer belastet sind einkommensschwache Haushalte, die rund 27 Prozent ihres Einkommens für Mieten aufwenden müssen. Die interaktive OECD-Datenbank zu Wohnkosten veranschaulicht im Ländervergleich die Unterschiede in Eigentum vs. Miete, Wohnverhältnisse, Wohngeld und sozialer Wohnungsbau.

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